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Fanfiction

Proud to be Persistent - Kapitel 1 – Selbst wenn der Wurm zu spät kommt, erwischt der Vogel ihn noch

von Pigwidgeon

Das gleißend helle Tageslicht, das urplötzlich durch einen breiten Spalt in den samtenen dunkelroten Vorhängen des Himmelbetts auf sie herab strahlte, riss Rose Weasley jäh aus dem Schlaf, etwa zeitgleich trällerte ihre beste Freundin Jeanine Collins ein fröhliches „Aufstehen“.
Rose blinzelte anfangs schlaftrunken gegen das einfallende Licht an, dann zog sich verärgert die Bettdecke über den Kopf, um abermals in friedlicher, wohltuender Dunkelheit zu versinken.
Wie durch Watte nahm sie das leise Kichern ihrer Freundin war und schon wurde ihr mit einem kräftigen Ruck die schwere Decke bis zum Bauchnabel hinunter gezogen, Kälte strich unbarmherzig über ihre Arme.
„Es ist Sonntag. Lass mich gefälligst schlafen“, murmelte sie missmutig und wenn sie ihre brennenden Augen in der schmerzhaften Helligkeit nicht mit einer Hand schützen müsste, so hätte sie Jean sicherlich einen bitterbösen Blick zugeworfen.
„Dir auch einen wunderschönen guten Morgen. Deine gute Laune ist ja wirklich ansteckend“, Jeanine ließ sich grinsend auf das Bett Rose gegenüber fallen und kramte in ihrer Umhängetasche. „Tut mir leid, aber ich musste dich wecken, denn wenn ich dich wieder das Frühstück verpassen lasse, wirst du mir das nur den ganzen Tag vorhalten“
Rose gähnte herzhaft, spähte matt durch einen kleinen Spalt zwischen ihren Fingern und musste überrascht feststellen, dass sie zwei die letzten im Schlafsaal waren. Sämtliche Vorhänge hatte man beiseite gezogen und die gemütlichen Himmelbetten der anderen drei Mädchen waren ordentlich zurechtgemacht.
„Bin ich schon sehr spät dran?“, fragte sie träge und setzte sich langsam auf.
„Sagen wir es so; Wenn du wirklich noch was essen willst, solltest du heute ausnahmsweise mal deine morgendlichen Depressionen ausfallen lassen und deinen Hintern aus dem Bett bewegen“ Jeanine hockte im Schneidersitz auf ihrem Bett und biss genüsslich in den glänzend roten Apfel, den sie sich aus der Großen Halle mitgenommen hatte.
Rose musste unweigerlich an Schneewittchen denken. Tiefschwarze Locken, die ihr seidig bis zur Mitte des schmalen Rückens fielen, bildeten einen schönen Kontrast zu ihrer hellen, ebenmäßigen Haut. Neben ihrer bildhübschen Freundin, unter deren grünen, von langen dunklen Wimpern umrahmten Augen Augenringe nicht einmal zu erahnen waren, fühlte sich Rose an diesem Morgen irgendwie besonders unattraktiv.
Murrend kroch die Rothaarige unter der Bettdecke hervor, stapfte zur Anrichte und musste einiges an Konzentration aufbringen, um zusammenpassende Kleidung hervorzuholen. Jean beobachtete ihre Freundin lächelnd, als sich Rose mit schleppenden Schritten auf den Weg ins Bad machte.
Normalerweise herrschte im Waschraum der Mädchen immer reges Treiben, einen eigenen Spiegel zu bekommen grenzte an ein Wunder, doch so spät wie sie aufgestanden war, war Rose an diesem Morgen ganz für sich allein. Wäre sie nicht noch so unglaublich müde gewesen, hätte sie sich über diese Tatsache vermutlich diebisch gefreut und sich beispielsweise am ersten Waschbecken die Zähne geputzt und ins letzte ausgespukt. Allerdings war sie vor einer kalten Dusche noch nicht imstande dazu, an überhaupt irgendetwas Freude zu finden.
In ein Handtuch gewickelt betrachtete sie sich schließlich kritisch im Spiegel, überlegte was sie mit ihren langen, kupferroten Haaren anstellen sollte, doch da sie noch nie sonderlich experimentierfreudig gewesen war, trocknete sie die weichen Strähnen lediglich mit Hilfe des Zauberstabs und ließ sie wie immer in sanften Wellen über ihre Schultern fließen.
Nachdem sie zu guter Letzt ein dezentes Make-up aufgelegt hatte und im Großen und Ganzen zufrieden mit ihrem Aussehen war, schlüpfte sie in ihre dunkelblaue Röhrenjeans und streifte sich eine lange, weiße Bluse über.
Als sie fertig angezogen und deutlich besser gelaunt in den Schlafsaal zurückkehrte, saß Jeanine am weit geöffneten Fenster und sah gedankenverloren hinunter auf die sattgrünen Wiesen, die sich in strahlendem Sonnenschein über die Ländereien zogen. Der See im Hintergrund glitzerte geheimnisvoll und spiegelte munter die schneeweißen Schäfchenwolken, die gemächlich über den makellos blauen Himmel wanderten. Es war Frühling in Hogwarts. Dieser Morgen kündigte zweifellos einen der ersten warmen Tage des Jahres an und wären da nicht die ZAGs, die bedrohlich näher rückten, würde Rose am liebsten den ganzen Tag im Freien verbringen.
„Da bist du ja endlich“, begrüßte Jeanine ihre Freundin gespielt ungeduldig und ließ den Blick lächelnd an Rose hinab wandern.
„Wollen wir heute etwa jemanden beeindrucken?“, fragte sie lauernd und zog fragend eine Augenbraue in die Höhe. Oh, wie sehr Rose es hasste, wenn sie das tat. Für sie war es einfach unverständlich, wie man es anstellen sollte, nur eine Augenbraue zu heben.
„Ob wir jemanden beeindrucken wollen, kann ich dir nicht sagen. Ich für meinen Teil habe, wie du sicher nicht vergessen hast, niemanden den ich beeindrucken muss!“
„Natürlich nicht“, sagte Jean grinsend und war ganz offensichtlich anderer Ansicht, ließ das Thema allerdings fallen, als sie den warnenden Blick einfing, mit dem Rose sie bedachte.
Gemeinsam verließen sie den Schlafsaal der Fünftklässlerinnen und machten sich auf den Weg in die Große Halle. Im Gemeinschaftsraum trafen sie niemanden ihrer Freunde, was nicht weiter verwunderlich war, da die anderen wahrscheinlich schon draußen an ihrem Stammplatz, der Buche am Seeufer, die warmen Sonnenstrahlen genossen. Rose und Jean beschlossen, sich sofort nach dem Frühstück ebenfalls ein schönes Fleckchen im Freien zu suchen, um dort ihre Hausaufgaben zu erledigen und zusammen für die anstehenden Prüfungen zu lernen.
Unterwegs kamen den Freundinnen einige Schüler aus den anderen Häusern entgegen, die ihnen zulächelten und sie fröhlich grüßten, obwohl Rose viele von ihnen gar nicht persönlich kannte. Im Schloss war sie bekannt wie ein bunter Hund und war bei allen ziemlich beliebt, was vermutlich auch erklärte, warum sie dieses Jahr zur Vertrauensschülerin ernannt worden war.
Leider schien das Glück heute nicht auf ihrer Seite zu sein, denn als sie hoffnungsvoll einen Blick durch die große, polierte Flügeltür ins Innere der Halle warf, waren die vier langen Tische bereits abgeräumt. Keine einzige Schüssel mit leckerem Müsli, keine Krüge mit Saft, keine Brötchen, kein Rührei und nicht einmal Kaffee. Unschlüssig blieb sie in der Tür stehen und warf Jeanine einen betrübten Blick zu.
„Ach, ist doch halb so wild“, meinte Jean mit einem aufmunternden Lächeln. „Bald gibt’s schon wieder Mittagessen“
„Und wenn ich jetzt Hunger habe?“
„ … dann hättest du vielleicht schon etwas früher aus dem Koma erwachen müssen“, schloss Jeanine grinsend und obwohl sie eigentlich nicht wollte, fiel Rose in ihr Lachen ein. Jeanine war einer dieser besonderen Menschen, die irgendwie immer in fröhlicher Stimmung waren und jeder noch so verstrickten Situation stets etwa Gutes oder Lustiges abgewinnen konnten. Diese Eigenschaft teilte sie so bereitwillig mit ihren Freunden, dass es war wirklich ein Kunststück war, in ihrer Gegenwart lange Zeit schlecht gelaunt zu sein.
„Morgen Rose“ Diese tiefe, melodische Stimme hätte sie unter tausenden erkannt. Überrascht wandten die Mädchen den Kopf und tatsächlich erblickten sie nicht weit von der schweren Eichentür entfernt Scorpius Malfoy, der lässig an der kahlen Steinwand lehnte und sie mit einem gewinnenden Lächeln auf den Lippen musterte. Das flachsblonde Haar fiel ihm in wirren Locken in die Stirn und verlieh ihm ein verwegenes Aussehen. Fast wie bei einem Pirat, schoss es Rose unvermittelt durch den Kopf und im nächsten Moment hätte sich für diesen Gedanken ohrfeigen können. Seine blöden, tollen Haare interessierten sie ebenso wenig wie die unergründlichen silbergrauen Augen, die ruhig ihren Blick erwiderten.
„Morgen“, erwiderte sie knapp und versuchte Jeanine verzweifelt per Gedankenübertragung mitzuteilen, dass sie dieser Situation so schnell wie irgend möglich entfliehen wollte. Jeans Blick huschte rasch von Rose zu Scorpius und wieder zurück, dann nickte sie kaum vernehmlich in Richtung Ausgang und wollte sie bereits zum Gehen wenden, als der hochgewachsene Slytherin sich von der Wand abstieß.
„Könntet ihr noch einen Augenblick warten, bevor ihr zwei euren filmreifen Abgang hinlegt? “
Rose brauchte gar nicht genau zu wissen worauf er hinaus wollte, um wütend auf ihn zu sein. Manchmal würde sie ihm für seine Überheblichkeit am liebsten einen Fluch entgegen schleudern. Ihre Miene verfinsterte sich, als der blonde Slytherin mit drei langen Schritten bei ihnen angelangt war und sich grinsend vor ihr aufbaute.
„Du brauchst gar nicht erst…“, begann sie aufgebracht, doch Scorpius brachte sie mit einem Handzeichen zum Schweigen und sagte überraschend ernst. „Keine Sorge, dieses Mal bin ich nicht gekommen, um dich um ein Date zu bitten. Ich hab´s kapiert ok? Deine Antwort bei den letzten fünf Malen war ja auch ziemlich eindeutig“ Er lächelte gequält und sah peinlich berührt zu Boden, was Rose ein klein wenig besänftigte.
„Wie dem auch sei; mir ist vorhin aufgefallen, dass du nicht beim Frühstück warst und da hab ich dir ein bisschen was beiseite gelegt“ Er zuckte gleichgültig mit den Schultern, als wäre es das normalste der Welt, dass er seine Mitschüler mit Frühstück versorgte.
Erst jetzt bemerkte Rose die braune Papiertüte und den dampfenden Kaffeebecher in seinen Händen. Völlig aus der Fassung ließ sie ihre eiserne Maske fallen und sah mit großen Augen zu ihm auf. Auch Jeanine hatte die Augenbrauen fast bis zum Haaransatz hoch gezogen und betrachtete ihn nicht minder verblüfft.
„Ein Schuss Milch und zwei Teelöffel Zucker“, erklärte er mit einem verstohlenen Lächeln und reichte Rose die Tasse. Woher wusste er, wie sie am liebsten ihren Kaffee trank? „Und hier haben wir zwei Scheiben getoastetes Brot mit Marmelade und einen Bagel“ Mit diesen Worten hielt er ihr die zerknitterte Tüte entgegen.
„Danke“, sagte Rose noch immer leicht irritiert und nahm zaghaft das braune Bündel entgegen. Sie dachte einen kurzen Moment darüber nach, ob er sich mit dieser Tat vielleicht sogar ein Lächeln verdient hatte, entschied sich dann aber doch dagegen. Wenn er jetzt tatsächlich begriffen hatte, dass sie sich nicht für ihn interessierte, war es sicherlich keine so gute Idee, ihm mit übertriebener Freundlichkeit Hoffnungen zu machen.
Sie lächelte also nicht, sah ihn nur an. Scorpius allerdings lächelte. Er lächelte sein spezielles Lächeln, ein unschuldiges, schiefes Lächeln, mit dem er sämtliche Mädchenherzen zum Schmelzen brachte. Oh ja, er war sich seiner Wirkung bewusst und selbst Rose - die standhafte, konsequente Rose, die entschlossen war, Scorpius Malfoy, diesen überheblichen Wichtigtuer bis ans Ende aller Tage zu ignorieren - war nicht fähig den Blick abzuwenden, obwohl sie nichts lieber getan hätte.
„Naja, das war´s eigentlich. Wir sehen uns dann“, meinte Scorpius mit einem süffisanten Grinsen, als das Schweigen allmählich unangenehm wurde. Ohne eine Antwort abzuwarten drehte er sich um und verschwand still in sich hinein lächelnd in den nächstgelegenen Gang. Fassungslos sah Rose ihm nach.
„Da hat wohl jemand seine Taktik geändert“, mutmaßte Jeanine kichernd, die sich als erste wieder von der sonderbaren Begegnung erholt hatte.
„Wie meinst du das, die Taktik geändert?“
Jeanine verdrehte die Augen. „Du willst mir doch nicht erzählen, dass du ihm geglaubt hast, als er meinte, er hätte dich aufgegeben. Ich bitte dich! Er ist ein mindestens genauso großer Sturkopf wie du!“
„Was soll das denn bitte schön heißen?“, fragte Rose empört und warf ihrer Freundin einen verständnislosen Seitenblick zu.
„Das soll heißen, dass er ganz sicher nicht zu der Sorte Jungs gehört, die einfach die Flinte ins Korn werfen, wenn ein Mädchen ihnen die kalte Schulter zeigt. Er ist stur und hat ein unglaubliches Durchhaltevermögen, genau wie du. Weißt du … manchmal glaube ich, das einzige was zwischen euch steht, ist eure außergewöhnliche Sturheit! Du versucht verbissen ihm auszuweichen und ihn bloß nicht zu nah an dich heran zu lassen, während er fest davon überzeigt ist, dich früher oder später doch noch rumzukriegen. Keiner von euch will dem anderen nachgeben… Ist doch irgendwie lustig, das eure einzige Gemeinsamkeit der Grund dafür ist, dass ihr einfach zu keinem Ergebnis kommt“
Lustig war nun wirklich nicht das Wort, das Rose gewählt hätte. Warum nur konnte er einfach nicht begreifen, dass sie ihn nicht leiden konnte? Warum verstand er nicht, dass er mit seinen permanenten Versuchen sie für sich einzunehmen, seine Zeit verschwendete. Er könnte ihr noch sooft Frühstück bringen, könnte sie mit Geschenken überhäufen und ihr Komplimente machen, doch niemals würde sie ihre Meinung ändern.
In ihren Augen war er nichts weiter als ein selbstverliebter Möchtegern-Weiberheld, der durch Daddys Geld Straffreiheit bei allen Lehrern genoss. Egal wie groß der Mist war, den er mal wieder verzapft hatte, Mr. Malfoy musste nur einen Satz neue Teleskope für den Astronomie Unterricht spendieren und schon vergaßen die Lehrer großzügig, was der liebe, kleine Scorpius sich zu Kosten kommen lassen hat.
Warum musste ausgerechnet sie sein neues Spielzeug sein? Scorpius wollte sie doch gar nicht, wahrscheinlich mochte er sie noch nicht einmal. Ihm ging es nur um die Jagd, um Eroberungen.


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