
von HGLovesLM1994
Nachdem wir Pomfrey alles erzählt hatten, hatte sie uns versprochen sich umzuhören welche Fremden Personen im Schloss zu Gast waren.
Dann begaben wir uns getrennter Wege in unsere Gemeinschaftsräume.
Dort angekommen traf ich auch sofort auf Silvretta und Caroline.
Caroline war erst seit 3 Monaten in Hogwarts, sie hatte vorher in Russland eine Schule besucht.
Silvretta kam mir sogleich entgegen ´Bist du jetzt völlig auf den Kopf gefallen? Wir sind Ravenclaw, wir sind mit den Gryffindors befreundet und sollten schon aus gutem Gewissen nichts mit einem Slytherin anfangen
und... <Jetzt hältst du mal bitte die Luft an! Adrian ist ein guter Kerl, er kann sich und vor allem mich beschützen da draußen, er hat eine nette Mutter, seine Schwester...>` doch die genannte unterbrach mich, indem sie mich
anrempelte und den Kopf schüttelte. Bedeutung: bitte nicht.
Doch gerade als ich mich abwenden wollte entdeckte ich ein bekanntes Gesicht durchs Fenster am schwarzen See entlang gehen.
Ich lief in mein Zimmer rüber, holte meine Pelzjacke mit Kapuze und rannte zum Gelände raus.
Als ich am See ankam sah ich erst das der Mond, Vollmond, schon am aufgehen war und verzog mich gleich wieder in die Dunkelheit, doch es war ja nicht so als könnte ich den Vorgang in meinem Körper dadurch aufhalten.
Mein Körper begann sich zu dehnen und vor allem wurden plötzlich meine Eckzähne länger. Dann als meine Wandlung beendet war, lief ich auf meinen
2 Beinen schneller als ein Mensch, ich lief Richtung Bridgestone.
Das war ein kaum bekanntes kleines Dorf etwa 8km von Hogwarts entfernt. Dort würde ich wie immer den Friedhof besuchen und um Lucian trauern, meinen
toten kleinen Sohn.
Er war seit 8 Monaten tot, gestorben durch meine eigene
Hand. Ich hatte es tun müssen...
Als ich im Dorf ankam, roch ich sofort das frische Blut was dort durch die Straßen lief, denn es war mal wieder Schlacht-Tag gewesen. Alle alten und
kranken Tiere waren heute geschlachtet worden.
Aber ich ignorierte den Duft und lief zu einem etwas abseitsstehenden Haus, ich klopfte aus Höflichkeit. Doch sie hatten mich sicherlich schon gehört.
Denn sie waren wie ich, eine Mischung aus Vampir und Drachenwesen.
Sie waren, als meine Eltern mich damals verließen nachdem ich gebissen worden war, zu einer neuen Familie geworden. Doch obwohl ich eine kleine Schwester hatte, hatte ich diese niemals hier her gebracht. Es war für sie zu
gefährlich gewesen. Denn sie als 7jährige zwischen Bluttrinkenden Wesen...
Nein das wäre nie gut gegangen!
´Hallo Penny, alles gut?´ ich nickte und umarmte als erstes meine Ziehmutter
Ismaila und dann meinen ´Vater´ Ibrajim. Sie besahen mich und hauchten bloß ´abgemergelt siehst du aus! Brauchst mal wieder was nahrhafteres als
Menschennahrung würde ich sagen´.
Dann begann die Jagd. Wir liefen durch den angrenzenden Wald bis kurz vor dem Friedhof zu dem ich wollte. Und sie blieben gleich davor stehen und
besahen mich fragend.
´Kommt ruhig mit. Ich wollte euch schon lange jemanden vorstellen!´ und ich zeigte ihnen meinen Sohn der so früh hatte sterben müssen. Dann erklärte ich ihnen was geschehen war und sie sahen mich mitleidig an... Doch genau das wollte ich eigentlich nicht. Ich sah zum Himmel, der Mond begann schon zu Sinken. ´Ich muss zurück! Der Morgen ist in 4 Stunden da.´ sie nickten und dann ging jeder wieder seines Weges.
Als ich in Hogwarts ankam war es inzwischen schon halb4 frühs.
Ich legte mich ins Bett um zumindest nach der erfolgreichen Jagd noch etwas zu schlafen.
´Guten Morgen, du Langschläferin! Aufwachen!´ doch ich war noch so verpeilt das ich hauchte ´Lucian. Lass Mama noch schlafen!´ doch dann ´Lucian?´ und ich schrie seinen Namen, mir kamen die Tränen, doch neben meinem Bett stand Adrian und er besah mich kurz bevor er mich in Arm
nahm. Nachdem ich mich beruhigt hatte meinte er wir sollten besser zum Frühstück gehen, gerade als er mich berühren wollte... fand er in meinem Haar einen Zweig.
Er sagte nichts dazu, nahm mich hoch und stellte mich
vorm Kleiderschrank wieder ab. ´Such dir was ordentliches Raus! Heute gehen wir nach Hogsmead.´
Als wir kurz vor Hogsmead waren, blieb ich stehen und kurz darauf Adrian dann auch.
Er sah mich fragend an, doch ich zog ihn nur beiseite.
´Schatz, vertraust du mir? <Wieso willst du das wissen?> Also, ja oder nein? <Ja, das weißt du hoffentlich Engel>` er besah mich misstrauisch.
Ich zog ihn in Richtung außerhalb von Hogsmead, dann einen Feldweg hoch zu und dann setzten wir uns auf eine Bank, er fragte mich nicht woher ich wusste das diese hier stand. Doch dann plötzlich: ´Wieso willst du wissen ob
ich dir vertraue, wieso wachst du total mit Erde im Gesicht und ´nem Zweig im Haar auf, wieso konnte ich gestern Nacht nicht zu dir durchdringen? Was
hast du für Geheimnisse vor mir?´ ich zuckte zusammen, als hätte er mich geschlagen. Denn ich konnte es ihm noch nicht sagen, dafür waren wir zu kurz erst zusammen.
Also sagte ich, eher zu mir selbst als zu ihm, wenn einer vor dem anderen Geheimnisse hätte würde die ganze Beziehung nichts bringen. Doch anscheinend hatte er das gehört und blickte mich nun zornig an.
Dann sprang er auf und fauchte mich an ´Sag doch gleich wenn du mit mir nicht zusammen sein willst!´ ich wollte grade sagen dass das so nicht gemeint wäre doch er lief schon davon. Und irgendwo in meinem inneren wusste ich das die Beziehung sowieso nicht gut gehen konnte, da ich mein Geheimnis immer für mich bewahren musste. Denn das hatte ich meiner Urgroßmutter auf dem Sterbebett versprochen, obwohl ich da grade mal 7 gewesen war. Denn damals hatte sie mir alles aus dem ´Familienerbe´
erzählt gehabt bevor sie starb.
Ich lief wieder Richtung Hogsmead zurück und lief in jemanden hinein. Als ich aufsah erkannte ich Hermine Granger aus Gryffindor. Sie sammelte grade ihre Einkaufstüten wieder ein als ich mich murmelnd entschuldigte und davon rannte.
Ich hörte bloß noch jemand sagen ´sie ist wohl völlig durch
den Wind´ doch ich lief weiter. Weiter zum Schloss zurück, es begann bereits zu dämmern und ich bekam langsam eine Gänsehaut. Ich sah wie der Himmel begann sich inzwischen sich zu verdunkeln und roch das schon bald der Mond aufgehen würde. Gerade als ich meine Arme erneut wegen der Gänsehaut warm rieb hörte ich Äste hinter mir auf dem Weg knacken.
Ich drehte mich um und hinter mir stand Miroslav, der Fremde der mir schon zum dritten mal inzwischen über den Weg lief. Er grinste mich an, denn er
stand mir so nah das er mich fast mit seinem Sixpack berührte. Ich hatte den Atem für kurze Zeit angehalten und plötzlich blies ich ihn wieder raus da ich Luft brauchte...
Zumindest für Miroslav zum Anschein.
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