
von nicisehlen
---Toleranz = die ruhige Duldung von abweichenden Meinungen oder AktivitÀten anderer Menschen---
Toleranz. Das ist eine Eigenschaft die ich an andern Menschen und speziell an mir selber sehr zu schĂ€tzen weiĂ. Ich bilde mir meine eigene Meinung und ĂŒbernehme nicht die von anderen oder gar meiner Familie. Vielleicht ist das auch der Grund warum ich so viele Freunde in Hogwarts habe. Oder naja, nennen wir sie Bekannte, mit denen ich gut auskomme und mich gut verstehe.
Denn wirkliche Freunde habe ich nicht allzu viele, aber die die ich habe reichen vollkommen aus.
Da wÀren zum einen mein Cousin und bester Freund Albus Serverus Potter (auch Al genannt) und Melanie Sophie Fuller (von mir wird sie aber nur Melly genannt) , meine allerbeste Freundin auf der Welt. Den beiden kann ich einfach alles erzÀhlen und da Al, Melly und ich förmlich zusammen aufgewachsen sind, kennen wir uns auch wirklich in- und auswendig.
Achso bevor ich es vergesse, ich bin Rose Weasley und ja genau ich bin die Tochter von Ronald und Hermine Weasley. Zur Zeit bin ich in der 5. Klasse auf der Hogwarts Schule fĂŒr Hexerei und Zauberei.
Um wieder auf das Thema Toleranz zurĂŒck zu kommenâŠich bin es! Wirklich! Aber dieser Malfoy macht es einem echt nicht leicht. Er ist der beste Freund von Al und anscheinend auch ganz anders als seine Familie bzw. als sein Vater, sagt zumindest Onkel Harry. Ich wollte ihn nicht verabscheuen nur weil unsere VĂ€ter sich nicht ausstehen konnten und deswegen hab ich auch nicht wirklich auf das geachtet was mein Dad mir am ersten Tag am Gleis 9 3/4 gesagt hat.
Aber wie gesagt Scorpius Malfoy macht es einem echt nicht leicht. Ja okay er sieht wirklich gut aus, ist sehr charmant und ein ausgezeichneter Quidditschspieler, aber das gibt ihm doch noch lange nicht das Recht immer mit diesem arroganten Grinsen im Gesicht rumzulaufen. Ich meine, er ist doch deswegen nicht Merlin oder so. Er ist einfach nur Scorpius Malfoy.
Alle MĂ€dchen himmeln ihn an, weil er jaaa sooooo toll ist. Naja das ist er irgendwie auch, aber man kann es halt auch ĂŒbertreiben!
Meine beste Freuden Melly ist auch eine dieser Malfoy-hinterhersabbernden-MĂ€dels.
âSieht er heute nicht einfach wieder zum anbeiĂen aus?â, fragte sie mich gerade, wĂ€hrend wir am Gryffindortisch saĂen und frĂŒhstĂŒckten. âWenn du meinst. Ich finde er sieht aus wie immer!â
âJa weil er immer zum anbeiĂen aussieht, Rose!â Also wie gesagt, man kann es auch ĂŒbertreiben.
âDu solltest nicht so viel den Kerlen hinterher schauen, sondern endlich aufessen sonst kommen wir wegen dir wieder zu spĂ€t!â Es ist auch echt jeden Morgen das gleiche mit ihr. Melly ist ein sehr chaotischer Mensch und sie spricht aus was sie gerade denkt. Ich hingegen bin eher zurĂŒckhaltend und bodenstĂ€ndig und naja dank meiner Mutter auch eine kleine Streberin. Nur bin ich nicht ganz so ehrgeizig, wie Mum damals, denn wenn mal wer besser ist, dann ist das halt so.
âWarum bist du eigentlich die einzige, die nicht auf Scorpius anzuspringen scheint. Oder anders gesagt, warum verachtest du ihn?â, fragte mich Melly auf dem Weg zum Verwandlungsklassenzimmer.
âIch verachte ihn doch gar nicht. Warum auch? Er hat mir ja nichts getan! Nur weil ich ihm nicht hinterher hechel so wie anscheinend alle MĂ€dchen hier, heiĂt das ja nicht gleich, dass ich ihn verachte oder hasse. Ich kann nur irgendwie nix mit ihm anfangen. Wenn ich sein arrogantes Grinsen sehe, möchte ich am liebsten wieder umdrehen.â
âAber neeeeiiiinâŠduuuu verachtest ihn nicht!â Wieso war da ein Hauch Ironie in der Stimme meiner besten Freundin zu hören?!
âGenau ich verachte ihn nicht! Basta!â, eigentlich sollte diese Aussage das Ende dieser Diskussion definieren, aber da hab ich die Rechnung ja ohne Melly gemacht.
âHast du denn schon jemals mehr als nur drei Wörter mit ihm gewechselt?â, jetzt wird es langsam echt nervig.
âJa natĂŒrlich hab ich das. Er ist schlieĂlich Als bester Freund und da lĂ€sst sich das kaum vermeiden. Wir haben bestimmt mal irgendwannâŠâ, jetzt wo ich drĂŒber nachdenke. Eigentlich hab ich mich noch nie so wirklich mit ihm unterhalten, aber wie auch, wir waren ja nie alleine oder so. Nicht das ich das wollte, aber jetzt musste ich auch noch Melly recht geben und das kann ich mir wieder den ganzen Tag ĂŒber anhören.
â..Irgendwann??â, fragte sie gedehnt.
âJa okay vielleicht haben wir auĂer âHalloâ und âAuf Wiedersehenâ wirklich noch nicht mehr miteinander geredet, aber das Ă€ndert ja nix an der Tatsache, dass er ein arroganter Kerl ist."
âAlso ich glaube ja, dass du ein viel zu verzerrtes und falsches Bild von ihm hast, aber naja du wirst schon wissen was du tust. Und jetzt lass uns endlich reingehen, sonst gibt es wieder Sonderaufgaben von Professor Patil.â Und mit diesem Satz verschwand sie durch die TĂŒr ins Klassenzimmer und lieĂ mich mit schwirrenden Gedanken zurĂŒck.
Bevor es zu spĂ€t war bin ich auch noch schnell in den Klassenraum und auf meinen Platz neben Melly gehuscht. Von der Stunde bekam ich aber nicht viel mit, denn ich war in Gedanken bei einem gewissen Slytherin und meiner vielleicht doch nicht so ganz toleranten Einstellung gegenĂŒber ihm.
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