
von Hermine Snape
Also, die Challenge sieht so aus:
Ich bekam die folgenden Sätze aus den Harry-Potter-Büchern und sollte daraus einen Oneshot schreiben, wobei die Sätze so gut es geht exakt übernommen werden sollten, die handelnden Personen jedoch ausgewechselt werden durften.
1. Das musste der Ort sein, wo Dumbledore lebte.
2. "Wovon reden Sie eigentlich, Harry?"
3. Ron, ohnehin wackelig auf seinem bandagierten Bein, wurde umgerissen.
4. "Na dann", sagte Dumbledore, schüttelte erneut seine Ärmel zurück und hob den leeren Kelch, "ist dies mein Befehl."
5. "Bedienen Sie sich, Tom", sagte Hebzibah, "ich weiß, Sie lieben meine Törtchen."
Außerdem war der letzte Satz vorgegeben:
"Lass mich Dein Kuschelteddy sein!"
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'Ach herrje, mein erster Tag zurück auf Schloss Hogwarts, und schon kann ich nichts anderes tun als dumm rumzusitzen, weil draußen so ein Sauwetter ist!'
Hermine saß in ihren Räumen und redete leise mit sich selbst.
Heute Mittag war sie zurückgekehrt nach Hogwarts, um nach den Sommerferien für ein Jahr Verteidigung gegen die Dunklen Künste zu unterrichten.
Auf dem Weg von Hogsmeade bis zum Schloss hatte sie sich in ihrer luftigen Bluse und dem dünnen Rock fast den Hintern abgefroren. In King´s Cross war es aber auch so warm gewesen!
Plötzlich wurde die Tür aufgerissen, und davor stand niemand anderes als Severus Snape.
"Herzlich Willkommen", brummte er mit gesenkten Augen und es klang nicht danach, als würde er das Ernst meinen, doch als er sah, wen er gerade angesprochen hatte, wurde er tatsächlich noch blasser als er es sowieso schon war.
"Miss Granger?!", fragte er ungläubig und angewidert.
"Ja, Professor Snape?!", schnappte sie ungerührt zurück.
Entgegen aller Erwartungen wurde sein Gesicht eine Spur freundlicher.
"Ich möchte Ihnen mitteilen, dass der Schulleiter nun auch außer Haus ist und Sie jetzt mit mir alleine sind, sollten Sie also irgendwelche Fragen haben, wenden Sie sich eben an... mich!", endete er, nun wieder etwas unfreundlicher.
Hermine störte das nicht.
"Oh, es gibt da tatsächlich eine Frage, die ich Ihnen gerne stellen würde!"
Snape zog eine Augenbraue hoch.
"Und zwar?", fragte er ohne jegliches Interesse an der Unterhaltung.
"Mir ist todlangweilig. Kann man hier nicht irgendetwas unternehmen? Die Bibliothek aufschließen zum Beispiel? Hat denn niemand außer der ollen Pince den Schlüssel?"
Er schüttelte den Kopf.
"Nein, aber wenn es unbedingt sein muss, warten Sie hier, dann werde ich ihnen einige meiner Bücher holen."
Sie nickte fast dankbar, und er verschwand.
Kurz darauf öffnete sich die Tür erneut und er spazierte mit einem Stapel Bücher auf den Armen herein und legte sie auf ihren Schreibtisch, wobei er in seiner gebückten Haltung einen Blick auf ihren hübschen Körper erhaschen konnte.
Dummerweise hatte Hermine dies bemerkt.
"Bedienen Sie sich, Professor", sagte sie, "ich weiß, Sie lieben meine Törtchen."
"Wie meinen Sie das, Miss Granger?", fauchte er und versuchte nicht mehr an diesen wunderschönen Körper zu denken.
"Wie ich es sage: Eindeutig zweideutig!"
"Versuchen wir zu flirten, Miss Granger?"
"Wovon reden Sie eigentlich, Professor?"
Er sah ihr mit einem Blick in die Augen, der ihr die Eingeweide einfrieren ließ.
In diesem Moment wurde das Fenster vom Sturm aufgerissen und der eisige Wind wehte laut heulend herein.
Hermine, ohnehin schon wackelig auf den Beinen, wurde umgerissen.
"Ihre Räume scheinen nicht besonders sicher zu sein, Miss Granger!", hauchte er ihr ins Ohr, nachdem er sie aufgefangen hatte und nun direkt hinter ihr stand, ihre Hüfte immer noch umfasst. "Vielleicht sollten wir es uns... bei mir gemütlich machen...?"
Sie nickte, gefangen von seinen funkelnden Augen.
Er drehte sich auf dem Abstz um, packte ihr Handgelenk und zog sie so plötzlich mit sich, dass sie erneut das Gleichgewicht verlor und er sie wieder auffangen musste, wobei er versehentlich genau an ihre "Törtchen" fasste.
In den Kerkern angekommen, bogen sie um hunderte Ecken, wie es Hermine schien, und schon bald hatte sie keinen blassen Schimmer mehr, wie sie jemals zurückfinden sollte.
Dann traten sie durch eine Tür, die Snape hinter ihnen zuschnappen ließ, in etwas Wohnungähnliches und Hermine wusste sofort, wo sie waren.
Dunkel. Kahl. Kalt.
Das musste der Ort sein, wo Snape lebte.
Irgendwie gefiel ihr dieser Ort, doch seine Stimme riss sie aus ihren Gedanken.
"Hier bin ich zuhause, hier wird gemacht, was ich sage. Sie werden tun, was ich sage. Haben Sie das verstanden?!"
Hermine nickte, woraufhin er in einen anderen Raum verschwand und gleich darauf mit einer Flasche Feuerwhisky und einem riesigen Kelch zurückkam. Er füllte ihn vor ihren Augen und reichte ihn ihr.
"Nun dann", sagte Snape, schüttelte seine Ärmel zurück und zeigte auf den vollen Kelch, "ist dies mein Befehl."
Ohne auch nur über Widerspruch nachzudenken setzte Hermine den Kelch an ihre Lippen und leerte ihn in einem Zug.
"Sehr schön!", schnarrte Snape, nahm ihr den Kelch ab und warf ihn hinter sich. "Dann kommen wir also zum nächsten Befehl."
Ohne Vorwarnung warf er sie auf das Sofa links von ihr, beugte sich über sie, riss ihr die Bluse und den Rock vom Leib und entledigte sich selbst seiner Robe.
"Verstanden?!", fragte er völlig überflüssiger Weise und mit vor Verlangen glänzenden Augen.
Noch einmal nickte sie, und plötzlich war sie von ihm umgeben, überall war Snape.
Das Letzte, woran sie sich erinnern konnte, war seine verführerische, heisere Stimme, die ihr kurz vor ihrer endgültigen Abgeschnittenheit von der Welt noch etwas zugeraunt hatte.
"Lass mich Dein Kuschelteddy sein!"
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Oookay, übermäßig witzig oder überhaupt übermäßig gut ist es nicht geworden,.
Die nächste Challenge kommt bestimmt...
Und über Reviews freu ich mich ja immer! ;)
Viele liebe Grüße,
Mine
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