
von ...
Mühsam versuchte Jenna die Augen zu öffnen, doch nichts geschah. Unter sich und über sich spürte sie etwas Weiches.
Sie war nicht mehr im recht kühlen und fürchterlich lauten Zug, das wusste sie.
Aber wo war sie dann? Und wieso konnte sie immer noch nichts sehen?
"Ich glaub sie ist aufgewacht"
Neben sich hörte sie die vertraute Stimme von Sirius, aber schon kurz darauf spürte sie warme Frauenhände ihr Gesicht untersuchen.
"Was ist hier los?" Jenna richtete sich langsam auf, hatte aber immer noch Null Orientierungssinn.
Eine helle Stimme, vermutlich die wozu die Hände gehörten, antwortete ihr:
"Ach meine Liebe, in dem Kästchen, welches Mr. Black ihnen gezeigt hatte war, mit einem Zauber beletges, peruanisches Instant-Finsternispulver. Da Sie die Schachtel geöffnet haben, bekamen sie den Fluch mit dem Pulver ab. Es tut mir sehr leid, aber ich fürchte, Sie werden jetzt für ca. eine Woche blind sein."
"BITTE WAS?!"
Ich kann doch meine erste Hogwartswoche nicht blind verbringen, da werd' ich doch sofort zum Opfer von Schadenfrohen Slytherins!
Erschrocken drehte Jenna ihren Kopf immer wieder hin und her um irgendetwas oder irgendjemanden sehen zu können. Nach einer Weile kam sie sich so nur ziemlich dämlich vor und beließ es dabei, sich einfach wieder nach hinten ins Bett zu werfen.
Mein Leben ist vorbei!
"Guten Tag Ms. Davis, ich bin Albus Dumbledore, der Schulleiter von Hogwarts."
Eine freundlich und alt klingende Männerstimme ließ sie wieder hochschrecken. "Ich verstehe, dass das jetzt kompliziert für sie sein muss, besonders da es ihre erste Hogwartswoche ist, deshalb haben Ihre Mutter und ich beschlossen, Sie für die Zeit wo sie nichts sehen können vom Unterricht zu befreien, da Sie ja sowieso schon, wie mir berichtet wurde, hervoragende Magiekenntnisse besitzen, dürfte das kein Problem darstellen.
Um Ihnen den Alltag leichter zu gestalten, Sie müssen ja keineswegs den ganzen Tag im Krankenflügel verbringen..."
Aha! Ich bin also im Krankenflügel!
"...haben wir beschlossen, dass Mr. Black hier, für die Zeit ihr persönlicher Assistent und ebenfalls vom Unterricht befreit sein wird. Er ist ja mehr oder weniger Schuld daran, dass Sie jetzt nichts sehen können.
Nun denn, haben sie noch irgendwelche Fragen?"
"Wie geht es den anderen?" fragte sie wie aus der Pistole geschossen.
"Oh, blendend! Sie sind inzwischen beim Festessen, weil Sie ja noch geschlafen haben. Nur Mr. Black ist halt hier geblieben. Essen können Sie hier übrigens auch, die Hauselfen haben Ihnen etwas hochgebracht.
Ich denke mal, es wird Zeit, dass Sie in ihr Haus eingeteilt werden, nicht wahr?"
Stimmt ja, jetzt wird entschieden ob ich Mutter's Willen befolge und eine vorzeige-Slytherin werde
Die Blinde zuckte kurz zusammen, als sie merkte, dass jemand ihr etwas auf den Kopf setzte, aber schon kurz darauf hörte sie eine Stimmer flüstern:
"Ahhhhh, schwierig, schwierig, sehr intelligent, in Ravenclaw würdest du gut gefordert werden, doch du bist auch gutherzig und tollpatschig wie nur Hufflepuffs es sein können... aber ich bin dennoch der Meinung, am besten aufgehoben wärst du in GRYFFINDOR!"
Das letzte Wort schrie er und verstärkte somit Jenna's Kopfschmerzen, doch das war ihr egal. Sie war so glücklich bei ihren Freunden sein zu können, und nicht bei Wildfremden, doch was würde ihre Mutter dazu sagen, wo doch ihre "Guten Beziehungen" Wert darauf legten, dass sie in Slytherin war?
Jenna spürte kurz nachdem der Hut 'Gryffindor' ausgerufen hatte, wie ihr jemand auf die Schulter klopfte und Sirius mit seiner rauen Stimme: "Gut so." sagte.
Ihr wurde nach dem Essen noch von Madam Pomfrey, der Heilerin in Hogwarts und die Person die ihr beim Aufwachen im Gesicht rumgefummelt hatte, dass sie für ihre 'Blinde Phase" im Krankenflügel wohnen würde, und Sirius auch, falls sie mitten in der Nacht aufwachen, und das Bedürfnis nach einem Glas Wasser haben sollte.
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