
von ...
@Loui Black: Also wär ich Hagrid, wär ich ja ganz schön gekränkt gewesen ;D
@*Lilian*: Tja, der 'tolle' Unterricht kommt jetzt^^.
_________________________________________________
Die nächsten Tage waren trotz Jenna's 'Problem' schön. Lily, Alice und auch James, Remus und Peter kamen so gut wie täglich vorbei, zwar, so hatte sie den Verdacht, größtenteils auch nur um bei Sirius abzuhängen, doch mit ihnen wurde es nie langweilig. Sogar Lily benahm sich in James' Gegenwart nicht so zickig wie gewöhnlich. Sirius und Jenna schlossen schon Wetten ab wann die beiden zusammen kommen würden.
Sirius meinte ja, dass sie im Frühling, so um Ostern ein Paar werden würden, doch Jenna meinte eher, dass sie zusammen zum Weihnachtsball, der den letzten Tag vor den Ferien stattfinden sollte, hingehen. Und am nächsten Tag als frisch verliebtes Pärchen nach Hause fahren würden.
Da Madam Pomfrey einen Gegenspruch für den Fluch, der auf dem Pulver lag finden konnte, war es möglich, dass Jenna schon zwei Tage früher als gedacht wieder sehen und somit auch gleich den Unterricht besuchen konnte.
Es war schön die Leute, die ihr gegen ihren Willen, in den ersten Tagen vorgestellt wurden, auch mal zu sehen und nicht immer nur ihre Stimme zu hören.
Ihre erste Unterrichtsstunde war Kräuterkunde.
Professor Sprout war eine dickliche kleine Frau mit einem Flickenhut und einem herzlichen Lächeln. Zwar gehörte es nicht zu Jenna's Lieblingsbeschäftigungen, im Dreck rumzuwühlen um Alraunen umzutopfen, aber wenigstens lief es nicht so streng und diszipliniert wie Verwandlung, was sie danach hatten, ab.
Am meisten fürchtete sie sich doch vor ihrer letzten Stunde am heutigen Tag: Verteidigung gegen die Dunklen Künste.
Sie hatten es zusammen mit den Slytherins, die mit hundertprozentiger Sicherheit von ihrer Mutter bevorzugt werden würden. Dennoch konnte es gar nicht härter als ihr bisheriger Unterricht werden.
Jenna's Einteilung in Gryffindor hatte Prof. Davis bisher nur mit einem empörten Schnauben abgetan, doch im Unterricht ließ sie Jenna spüren wie enttäuscht sie deswegen war
Mit schnellen Schritten und einem strengen, wachsamen Blick betrat die Lehrerin das eher spärlich beleuchtete Klassenzimmer. Sie war durchschnittlich groß, doch durch ihre 12cm Absätze überragte sie die meisten ihrer oft schon ausgewachsenen Schüler um mehr als einen Kopf, was ihr einen ehrfürchtigen und etwas ängstlichen Blick von manchen einbrachte.
Prof. Davis merkte Unsicherheit und Angst bei ihren Schülern sofort, und genoss es regelrecht sie dann noch mehr fertig zu machen.
Die faulen hatten sich in die letzte Reihe verkrochen, zu ihrem bedauern saßen dort auch ihre Tochter und der junge Sirius Black, zu dem sie leider Gottes, wenigstens etwas freundlich sein musste um Mr. und Mrs. Black nicht zu verärgern.
Auf die Sekunde genau, zu Unterrichtsbeginn, ließ sie ihr schweres, schwarzes Buch auf das Pult fallen und erzeugte somit einen so lauten Knall, dass manche erschrockene Mädchen in der ersten Reihe kurz aufschrieen. Nun hatte sie die Aufmerksamkeit der gesamten Klasse und lächelte Still in sich hinein, ihr Gesicht blieb jedoch die Ausdruckslose Maske, welche es schon den ganzen Tag war.
Mit einem Schwenker ihres Zauberstabs ließ sie in weißer Farbe „Verteidigung gegen die dunklen Künste 6. Schuljahr - die 3 unverzeilichen Flüche“ auf der dunkelgrünen Tafel erscheinen.
Die Augen vieler Slytherins leuchteten bei diesen Worten auf, sie dachten wahrscheinlich, dass sie diese Flüche auch anwenden würden…dämlich.
Dennoch war nun kein Mucks zu hören und so begann sie zu reden bevor ein aufgeregtes Tuscheln durch den Raum gehen würde:
„Guten Tag Klasse, Ich bin Professor Davis, ihre Lehrerin für 'Verteidigung gegen die dunklen Künste' diesen Schuljahr.
Wie ihr an der Tafel erkennen könnt, befassen wir uns das gesamte 6. Jahr mit den 3 unverzeilichen Flüchen. Die lauten…“ Sie wartete noch nicht einmal bis die Streber ganz vorne ihre Hand heben konnten, sondern zeigte wahllos auf einen dicklichen Jungen, mit einer schwarzen Stoppelfrisur, in der 2. Reihe, „…Rosier!“
„Der Cruciatus-Fluch, der Imperius-Fluch, und der Avada Kedavra Ma'am.“
„Korrekt, das erste Drittel werden wir uns mit dem Imperius-Fluch beschäftigen, der ungefährlichste von den dreien. Ihr werdet ihn nicht selber ausführen, doch ich habe die Erlaubnis euch im Rahmen des Unterrichtes mit einem zu belegen, damit ihr lernt, euch gegen ihn zur Wehr zu setzten. Dazu benötigt ihr enorm viel Willensstärke und Konzentration, was, wie ich gehörte, den ach so tollen Gryffindors fehlen soll.“
Amüsiert blickte Prof. Davis auf ihre nun leicht verärgerten Gesichter.
„Das zweite Drittel, welches schätzungsweise von Dezember bis März stattfinden wird, handelt vom Cruciatus-, dem Folterfluch. Das Opfer dieses Zaubers muss unvorstellbare Schmerzen erleiden, jede Zelle seines Körpers beginnt förmlich zu brennen. Die meisten die diesem Fluch zum Opfer fallen verlieren den Verstand oder winseln um Erlösung, um den Tod. Womit wir auch schon beim letzten Fluch wären, dem Avada Kedavra.
Wie man hört, soll es ein einfacher und schmerzfreier Tod sein, welcher einen ereilt wenn man den gefährlichsten der 3 Flüche abbekommt. Doch wer kann das schon mit Gewissheit sagen? - Schließlich ist doch noch niemand zurückgekehrt und konnte uns das Gefühl des Sterbens beschreiben, nicht wahr?
Diese Flüche sind wohl die wichtigsten der Schwarzen Magie und werden Hauptbestandteil ihrer UTZ - Prüfungen am ende der 7. Klasse sei.
Abschließend möchte ich noch eines sagen, wer auch nur einen dieser Flüche verwendet, den erwartet ein Lebenslanger Aufenthalt in Askaban. Doch ich kann es nicht ausstehen von faulen, dummen und geschwätzigen Schülern unterbrochen zu werden, sodass ich sicher nicht abgeneigt wäre den Cruciatus an einem von euch übenzu lassen, denn was Prof. Dumbledore nicht weiß, macht ihn nicht heiß.“ Ein erschrockenes aufkeuchen durchlief den Klassenraum, dann war Totenstille. „Zu nächster Stunde möchte ich eine 2 Rollen lange Zusammenfassung über den Imperius-Fluch von jedem von euch sehen. Noch fragen?“
Die Augen der Gryffindors waren immer noch vor Schreck geweitet und der Mund stand ihnen offen, doch auf den Gesichtern der Slytherins war ein diabolisches Lächeln zu sehen.
„Nun, dann dürft ihr jetzt gehen. Mr. Black, wenn Sie noch kurz hier bleiben würden.“
„Ähm…ja natürlich Ma'am.“
„Wie ich sehe vertragen sie sich gut mit meiner Tochter, stimmt das?“
„Äh, ja, stimmt schon, aber was…“
„Nun dann würde uns es freuen sie über die Herbstferien bei uns zu begrüßen.“
„Ja okay…oder so.“
Doch Prof. Davis hatte keine Antwort erwartet und Schritt einfach an Sirius vorbei der nun verwirrt in einem einsamen Klassenzimmer stand, bis er sich schulterzuckend auf den Weg zum Mittagessen machte.
Dort beschwerte sich der ganze Jahrgang über Jenna's Mutter, wie man hörte machte sie auch bei Hufflepuffs und Ravenclaws keine Ausnahme.
So kam es, dass ein Hufflepuff mit dem Namen Gilderoy Lockhart, vor Scham einen Ohnmachtsanfall bekam als Prof. Davis ihn darauf ansprach, dass er als 4. Klässler, immer noch Bettnässer sei.
Nach dem Mittagessen wollten sich einige Gryffindors noch am See treffen um die letzten Sonnenstrahlen der Spätsommersonne zu genießen. Doch Sirius zog Jenna einfach weiter zum Qudditchstadion.
„Man Sirius! Was soll das? Lily wartet schon, ich kann sie doch nicht mit diesem Snape Typen allein lassen. Auch wenn sie ja immer sagt, dass sie befreundet wären.“
„Hmmm….die Gesellschaft von Schniefelus, oder meine? Ich denk ich tu dir ein gefallen wenn ich dich mit zu den Quidditchauswahlspielen nehme.“
„Was soll ich denn da?“
„Krone ist dieses Jahr Kapitän, und ich will nicht allein auf der Tribüne rumsitzen, also musst du mitkommen.“
„Na was für eine Ehre.“
„Ach ja, danke für die Einladung.“
„Welche Einladung?“
„Na die, dass ich die Herbstferien über bei dir und deiner liebreizenden Mutter sein darf, aber ich muss mich nicht beschweren, meine Mutter ist noch 1000-mal schlimmer als deine.“
„Okay….“
Verwirrt folgte sie ihm dann schweigend mit zu den Auswahlspielen, wo ein neuer Hüter gesucht wurde, und hatte richtig Spaß James umgeben von Loosern zu sehen, deren beste Leistung es war den Besen in die Luft zu bringen und sicher zu landen, was zwischendurch passierte, na ja sagen wir es so: die meisten Anwärter des Hüterpostens sind eher gegen die Torstangen geflogen als drum rum.
Zum Schluss entschied sich James dann für einen 7. Klässler der wenigstens sechs von den zehn geworfenen Bällen fing.
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.
Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel