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@Lexi: Hmm…vielleicht hätte ich sie wirklich noch ein bisschen Blind lassen sollen, aber ich hatte von Anfang an, nicht mehr als ein Kapitel dafür vorgesehen, damit ich die eigentliche Handlung besser beschreiben kann.
Das mit Jenna und Sirius ist wirklich ein bisschen schnell gegangen, deshalb werde ich ab jetzt da mal etwas ausführlicher schreiben.
Und ich bin übrigens selber ein riesen Grey's Anatomy Fan, deshalb hab' ich gefragt (Ich hatte sogar ursprünglich vor, Jenna Lexi zu nennen, aber das war dann im nachhinein doch zuviel G.A.^^)
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Der erste Hogsmeade Ausflug in diesem Jahr stand endlich an!
Alle Schüler, vorausgesetzt sie waren 3. Klasse und höher, freuten sich darauf, endlich der wunderschönen und doch, auf Dauer monotonen Schule zu entfliehen und sich neue Vorräte an Süßigkeiten aus dem Honigtopf und von den neusten Erfindungen aus Zonko's, anzulegen.
Oder aber einfach bei einem schönen, heißem Butterbier mit seinen Freunden, in dem „drei Besen“ abzuhängen.
All diejenigen, die noch zu jung waren um mitzudürfen, oder keine Erlaubnis von ihren Eltern bekommen haben (was bei den wenigsten der Fall war), spekulierten was es dort nicht alles geben könnte und erwarteten schon sehnsüchtig den Tag, an dem auch sie ihr erstes Mal Hogsmead betreten dürften.
Obwohl sie es nicht zugeben wollte, war auch Jenna ziemlich aufgeregt und neugierig.
Dort wo sie aufgewachsen ist, gab es so gut wie keine Dörfer, die komplett aus Zauberern und Hexen bestanden, denn die meisten Familien, die Wert darauf legten ob sie in der Nähe von Muggeln lebten, hatten eh Herrenhäuser mit einem dazugehörigen, großen Stück Land.
Ihre Freunde hatten ihr schon, seit sie den Aushang am schwarzen Brett entdeckt hatten, von dem Zaubererdorf vorgeschwärmt.
Umso mehr freute sie sich, dass dieser Tag, der schönste des ganzen Monats werden sollte.
Es waren schon beim Aufstehen, um 7 Uhr früh, angenehme 17°C, und kein Wölkchen war zu sehen.
Es passierte selten, dass Jenna morgens gut gelaunt war, doch sie freute sich schon so lange auf diesen Tag, das noch nicht einmal eine von Bertie Botts Bohnen mit Popelgeschmack, sie hätte umstimmen können.
Ihre Zimmerkameradinnen schliefen noch alle.
Alice würde erst in einer halben Stunde aufwachen, denn komischer Weise, wachte sie immer um genau 7.30 Uhr auf, egal ob mit oder ohne Wecker.
Leise sammelte Jenna ihre Sachen zusammen und schlich sich ins Badezimmer. Nachdem sie ihre Lieblingsbluse mit einem dazu passenden Rock angezogen, und ihr Haare zu einem eleganten Hochzopf gebunden hatte, beschloss sie schon mal zum Frühstück zu gehen.
Sie erwartete nicht, dass jemand an einem Samstagmorgen schon um kurz nach sieben beim Frühstück sein würde, doch einsam am Gryffindortisch, saß schon Remus und aß genüsslich sein Toast.
„Hey Remus, auch schon so früh auf?“ lächelnd setzte Jenna sich neben ihn und nahm sich ebenfalls ein Marmeladentoast.
„Ach, ich steh eigentlich immer so früh auf, und weil die anderen bestimmt noch bis zehn schlafen, bin ich schon mal Frühstücken gehen. Und du?“
„Ich freu mich nur schon so sehr auf den Ausflug heute Nachmittag, und konnte nicht mehr schlafen. Sag mal… stimmt es eigentlich, dass es in der „heulenden Hütte“ spuken soll? Sirius hat da mal so eine komische Bemerkung gemacht, die ich aber nicht verstanden hab…“ Sie biss noch einmal kräftig von ihrem Toast ab, und sah Remus dann fragend an
„Nun ja, die Leute meinen das, aber…ach ich weiß auch nicht. Woher sollt' ich denn auch?“ die letzten Worte hatte er schon beinahe geschrieen, und war dann schnell und mit hochrotem Kopf aus der großen Halle gestürmt.
„Entschuldige, dass ich gefragt hab.“ Murmelte Jenna noch und goss sich dann noch ein Glas Milch ein.
Als sie mit dem Frühstück fertig war, war es fünf nach halb acht. In den Gemeinschaftsraum zu gehen hätte jetzt wenig Sinn, da die meisten erst noch frühstücken mussten.
Deshalb bog sie lieber in Richtung Bibliothek ab, um noch etwas für ihren Verwandlungsaufsatz nachzuschlagen.
Als die junge Frau, die miefige Bibliothek von Hogwarts betrat, und der miesepetrigen Madam Pince einen gutem Morgen gewünscht hatte, der natürlich nicht erwidert wurde, sah sie auf einem der hinteren Sofas, Lucius Malfoy vertieft in einem Buch über schwarze Magie, das er mit Sicherheit aus der verbotenen Abteilung hatte, sitzen.
Erstaunlicher Weise blickte dieser arrogante Schnösel kurz über sein Buch hinüber und winkte, die darauf vollkommen verdatterte Jenna, zu sich.
Was will der von mir? Wir haben doch noch nicht ein Wort mit einander gewechselt.
Und außerdem sieht er mit Lesebrille noch dämlichen aus, als sonst schon.
Als Jenna auf ihn zu ging waren seine Augen immer noch stur auf seinen Lesestoff gerichtet, und sie fragte sich schon, ob sie das Winken einfach nur fehlinterpretiert hatte, doch als sie vor ihm zum stehen kam, legte er das Buch beiseite und sprach in einem süßlich-falschen Ton:
„Herzlichen Glückwunsch.“
„Bitte was?!“ platzte es aus dem nun völlig verwirrtem Mädchen heraus.
„Wie ich hörte, haben du und dieser Black Junge, gestern einem kleinen Schlammblut das Leben gerettet, oder etwa nicht?“ mit hochgezogenen Brauen musterte er seine Gegenüber, leicht abschätzend.
„D…Doch schon, aber woher willst du das bitteschön wissen?“
„Vertrau mir, ich hab da so meine Kontakte, außerdem hätte es sich wohl herumgesprochen, wenn eine Laiche vor den Toren Hogwarts' gefunden worden wäre.“ Anscheinend gelangweilt von der Weiterführung des Gespräches wollte Lucius sich wieder seinem Buch zuwenden.
„Moment mal…du warst das!“
Sirius hatte also doch Recht, es war einer von diesem schleimigen Slytherins!
„Ach na sie mal einer an, da kann ja Jemand doch noch mitdenken. Aber ich will mich nicht mit fremden Federn schmücken, ich war es nicht alleine…“
„Warum erzählst du mir das überhaupt?!“ unterbrach Jenna ihn, „Du weißt, dass ich das natürlich Dumbledore erzählen werde, und das für dich hundertprozentig nicht gut ausgeht!“
„Aber du hättest keine Beweise meine Liebe.“ Sagte Malfoy, offenbar äußerst Amüsiert, „Das Wort einer sechzehnjährigen nützt dem Zauberergamot nicht.
Und ich will dich nur warnen, wenn du oder dieser Black junge, uns noch mal im Weg stehen, werden wir bestimmt Möglichkeiten besitzen, euch zu beseitigen.“ Für Malfoy war das letzte Wort gesprochen. Er wandte sich nun wieder ganz seinem Buch zu, und tat so, als hätte diese Unterhaltung nie stattgefunden.
Wütend über die Arroganz Malfoy's, und der Tatsache, dass ihr kein guter Konter mehr eingefallen ist, marschierte Jenna aus der Bibliothek, in den Gemeinschaftsraum.
Dort saßen schon Lily, Alice und Verena, eine aus ihrem Schlafsaal, und plauderten ausgelassen.
Stumm setzte sich Jenna daneben und wartete darauf, nach Hogsmeade gehen zu dürfen; ihre Freundinnen warfen ihr ab und zu ein Paar verwirrte Blicke zu, beließen es aber dabei…
Endlich war es soweit. Jenna stand in der Schlange von Schülern, die nach Hogsmeade wollten. Filch kontrollierte alle extrem genau, und schickte jedem Schüler der gehen durfte, noch eine Beleidigung oder Folterpläne, manchmal auch beides, hinterher.
Hinter ihr standen Lily und Alice, und vor ihr die Rumtreiber. An Sirius' Seite war eine hübsche Blondine aus der fünften, eingehakt.
So ziemlich von jedem, hatte Jenna nun schon über Sirius' zahlreiche Eroberungen gehört, und sie konnte nicht verstehen, dass sich immer noch welche fanden, die sich von ihm das Herz brechen ließen. Aber na ja, da waren sie ja selber Schuld.
Sie waren schon fast an der Reihe, als Professor McGonagall auf sie zugeschritten kam.
„Davis! Black! Mitkommen!“
„Aber Professor…“ versuchten die beiden sie zu Unterbrechen, doch Erfolglos. Professor McGonagall hatte sich schon in Richtung Schloss umgedreht und ging los, da hatten die Beiden keine andere Wahl, als zu gehorchen und mitzukommen.
Es war schwer mit der Hexe, die über 1.90m war, und extrem große und schnelle Schritte machte, mitzuhalten. Sie kam erst vor dem Büro des Direktors zum stehen; sie nannte das Passwort und alle stiegen auf die sich selbst drehende Wendeltreppe.
„Professor was wollen wir hier?“ nutzte Sirius die Gelegenheit.
„Das ist mir nicht bekannt Mr. Black, ich weiß nur eins: der Zaubereiminister wartet dort drin auf sie Beide.“
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