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Fanfiction

Der andere Mann - Kapitel 14 - Berge aus Müll

von ...


Frohe Weihnachten allerseits!

@*Lilian* : Tja, das werden wir jetzt sehen^^

Sirius POV:


Es war kaum heller als in dem Schrank in dem ich mich eben noch befunden habe.
Ein merkwürdiger, undefinierbarer Geruch stieg mir in die Nase und ein Rascheln kam aus dem zugemüllten Boden.
Mein Verstand und meine Nase sagten mir, dass ich lieber umdrehen sollte, doch die Neugierde gewann Oberhand.

Langsam, um nicht zu stolpern, betrat ich die - wie soll man es anders ausdrücken - Kammer.
Schon bei dem ersten Schritt versank ich bis zum Knie im Müll.
Angewidert zog ich meinen Zauberstab und murmelte 'Lumos'.
Das helle Licht ließ mich die Augen zusammenkneifen. Als ich mich langsam wieder die Helligkeit gewöhnt hatte, fiel mir erst das ganze Ausmaß auf.
„Vielleicht ist das hier ihre eigene Mülldeponie?“ fragte ich mich, aber richtig Glauben, schenkte ich dem nicht.

Mühsam versuchte ich die Treppe zu erreichen, den so ziemlich einzigen Ort den ich sehen konnte, und der nicht völlig unbrauchbar war.
Ich stapfte durch zerbrochene Flaschen, leeren Pizzaschachteln, allerlei Essensresten und eine Menge, von der ich nur im Entferntesten erahnen konnte, was es einmal gewesen war.
Mit einem Kopfblasenzauber schütze ich mir vor dem ätzenden Gestank und ich säuberte mich erstmal, als ich endlich die Treppe erreicht hatte.

Von den mit Schimmel überwucherten Wänden blätterte die Farbe ab.
Nur ein einziges Bild hing dort neben mir. Ich entfernte den Dreck von der Oberfläche und schaute es mir an.
Es zeigte eine kleine Familie, glücklich. Der Mann hatte eine Hand um die Taille seiner Frau geschlungen. und mit der anderen, hielt er die von seiner kleinen Tochter, die genüsslich, und breit grinsend an ihrem Eis leckte.
Die Mutter, einer hübsche Frau Anfang Dreißig, warf abwechseln einen verliebten Blick zu ihrem Mann, und einen amüsierten zu ihrer Tochter, der sie lachend durch die Haare wuschelte.
Dieses sorglose Bild, passte so gar nicht in die Atmosphäre dieses Raumes.
Verwirrt hing ich es wieder an den verbogenen Nagel in der Wand, wo ich es her hatte.

Die Treppe knackste als ich nach oben stieg. So brüchig wie sie wirkte, wunderte es mich, dass sie noch nicht unter meinem Gewicht (heißt nicht, dass ich schwer bin!), eingestürzt war.

Die Obere Etage bestand aus einem Flur, an den 3 Türen grenzten. Hier schien es ordentlicher zu sein als unten, auch wenn man hier ebenfalls einen Berg an schmutziger Wäsche und Müll vorfand.
Die Augen auf die eingeschlagene Tür am ende des Korridors gerichtet, stolperte ich über ein abgebrochenes Stuhlbein am Boden.
Mit einem lauten Aufschrei und einem gewaltigem ?Rums!', landete ich der Länge nach auf dem polsternden Abfall.



In einem der angrenzenden Räume regte sich jemand und ließ ein genervtes grummeln hören.
Kurz darauf stampfte etwas Richtung Tür. Die Tür, vor der ich mich hingepackt hatte.
Das kraftvolle Aufschwingen der Tür, und den damit verbunden Schmerz in meiner Seite, ließ mich Annehmen, dass sich derjenige recht wenig aus Hindernissen machte.

Ich schaute nach oben um die Person erkennen zu können.
Als erstes fiel mir auf, dass der Typ keine Hose trug. Wenigstens eine früher mal weiße, jetzt gelbe Unterhose mit Flecken, von denen ich gar nicht wissen will, woher sie stammen.
Das völlig ausgeleierte Unterhemd war an der Seite hochgekrempelt und zeigte deutliche Speckfalten. Bei diesem Anblick könnte ich fast kotzen, und doch sah der ungepflegte Kerl, mit seinen stinkenden Füßen, die gezwungener Weise, genau vor meinem Gesicht waren, auf mich hinab, als ob ich das größere Übel von uns beiden war.

Sein Blick verfinsterte sich immer mehr, und die Tatsache, dass er in der einen Hand eine halbvolle Whiskeyflasche und in der anderen einen Holzknüppel hatte, beruhigte mich nicht wirklich.
Obwohl ich, falls es zum Kampf kommen sollte, klar im Vorteil war, da ich einen Zauberstab besaß, war ich vor Schock zu gelähmt, um rechtzeitig reagieren zu können.
Und schon traf mich ein Hieb mit dem Holzknüppel direkt an der Schläfe.
Mir wurde kurz schwarz vor Augen, und noch mal Schlug er zu.
Er lallte verschiedene, kaum zu verstehende Beschimpfungen dabei, anscheinend war er wirklich stark betrunken, was seine Treffsicherheit, noch erstaunlicher machte.
Nach dem dritten Schlag fing ich mich wieder und sprang auf.
Die dröhnenden Kopfschmerzen ignorierend feuerte ich ein „Expelliarmus“ auf ihn ab.
Dank seiner massigen Gestalt traf ich auch sofort und er verlor seine „Waffen“.
Einen Moment war er war er starr vor Schock und ich hatte Zeit einmal tief durchzuatmen.
Warmes Blut rann mir die Wange herunter. Ich sah meinem betrunkenen Gegenüber fest in die Augen, und meine Gesichtsmuskeln erschlafften, als ich etwas Bekanntes in ihnen wieder erkannte.


Selbst im schummrigen Licht dieser Bruchbude, waren die dunklen, liebevollen Augen von Jenna, unverwechselbar. Diese Augen hatten mich schon immer fasziniert.
Man sagt, die Augen wären das Fenster zur Seele. Eigentlich glichen sich ihre Augen mit denen, meiner Cousine Bellatrix, fast komplett. Die beinah schwarze Iris und sogar die Form stimmten überein. Und trotzdem wecken Bella's Augen in mir das Gefühl, als müsste ich ihr ins Gesicht spucken, da sie den ganzen Hass und den Wahnsinn ihrerseits wieder spiegeln.
Jenna's hingegen, strahlten Wärme und Zuneigung aus, und wenn sie lacht, ist das glitzern in ihren Augen das schönste auf der Welt.

Man, das darf ich echt nie Krone erzählen, der würde mich damit mein Leben lang aufziehen!

„Was machst du hier?! Und hör' auf mich so bekloppt anzustarren!“ brüllte mir der Mann Mitte Vierzig entgegen und eine Ladung Spucke landete in meinem Gesicht.

„Ich… ähm… wollte sie wirklich nicht stören, ich wollt nur wissen, was dieser Schrank da bewirkt, ich konnte ja nicht ahnen, dass ich hier herauskomme.“ Sagte ich, und betete, dass ihm das als antwort genügte und mich gehen ließ.
Leider war es nicht wirklich das, was er vorhatte.
Während ich gesprochen hatte, hat sich sein kugelrundes Gesicht, purpurrot gefärbt.

„Was machst du perverses Schwein im Zimmer meiner Tochter!?!“ ein gezielter Fausthieb traf mich in der Magengegend.

Keuchend und mit schmerzverzerrtem Gesicht beschwor ich Seile herauf, die ihn fesselten und mich grade noch rechtzeitig vor noch einem Schlag schützten.

„Hören sie, ich weiß ja nicht was sie für Probleme haben, aber Jenna und ich sind nur befreundet, also regen sie sich ab!“ ich hatte probiert ruhig zu bleiben, doch die klaffende Wund an meinem Kopf tat schrecklich weh, und das machte mich leicht aggressiv.

Er ließ den Kopf hängen und sagte nichts mehr.
30 Sekunden vergingen. Eine Minute verging. Dann zwei.

Verwirrt trat ich an den Mann heran.

Schläft er?

Interessiert beobachtete ich ihn.
Plötzlich hob er seinen Kopf und ich sah deutliche Tränen sein Gesicht entlang fließen.
Er sah mich flehend an.

„Gib mir meine Tochter zurück.“, Es war nicht mehr als ein flüstern und doch brachte es die Dringlichkeit mehr als deutlich zum Ausdruck. „Ich hab alles zerstört. Meine Frau hat sich von mir scheiden lassen und meine Tochter mitgenommen. Ich konnte doch nicht ahnen wie sehr ich sie brauche.“, Ich löste die die Seile, und er sank am Boden zusammen, „Ich hab nichts mehr. Kein Geld, keine Familie, kein Leben.“

„Na dann, waschen sie sich doch mal, und suchen sie sich einen Job. Ich bin sicher, dann wird ihre Familie sie auch wieder annehmen.“, ratlos tätschelte ich ihm die Schulter, „Aber ich denke, ich muss jetzt gehen.“

Um sein Einverständnis zu zeigen, schnäuzte er noch mal in sein zerrissenes Hemd und nickte dann.

So schnell wie ich konnte kämpfte ich mich durch die Müllberge und schloss die Schranktür hinter mir. Das, jetzt bekannte Kribbeln durchfuhr wieder einmal meinen ganzen Körper und ich betete, dass Jenna noch nicht fertig mit Duschen war, damit ich mich ungesehen in das Bad im Erdgeschoss schleichen konnte.


Zu meinem Glück war sie wirklich noch nicht fertig.

Merlin, brauchen Frauen lange…

Peinlich genau schloss ich die Tür hinter mir, sodass sie auch ja nichts merkte.


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