
von ...
Sorry, dass es so lange gedauert hat - aber jetzt geht es weiter!^^
@Loui Black: Danke für den netten Kommentar… Ja die Arme :I
Zurück in Hogwarts sprach sich schnell die Tatsache, dass Professor Davis gekündigt hat herum. Manche glaubten, dass sie von einem Werwolf angegriffen worden ist. Andere, dass sie eine Affäre mit einem der Schüler hatte und Professor Dumbledore sie deshalb gekündigt hatte. Nur Wenige wollten der Ausrede glauben, dass sie sich der Forschung gewidmet hat. Das wäre ja auch viel zu unspektakulär.
Allerdings war der Rücktritt der so verhassten Lehrerin nicht das einzige Thema, das die Hogwartsschüler beschäftigte.
Es ging das Gerücht um, dass Mädchenschwarm und Herzensbrecher Sirius Black nun etwas mit seiner guten Freundin Jenna Davis am Laufen hatte.
Ihr wurden wütende Blicke von neidischen Schülerinnen zugeworfen und sobald sie sich weggedreht hatte, begannen sie hinter ihrem Rücken zu tuscheln. Selbst ihre besten Freundinnen Lily und Alice konnten es nicht lassen, ihr bei jeder sich bietenden Gelegenheit einen Vortrag zu halten, wie schlimm Black mit seinen zahlreichen Eroberungen umging und sie, nachdem er bekommen hatte was er wollte, allein stehen ließ.
Alice konnte da aus eigener Erfahrung reden. Bevor sie ihren jetzigen Freund und laut ihr, ihre „große Liebe“, Frank Longbottom kennen gelernt hatte, war sie auch eines der vielen Mädchen, die Sirius angehimmelt haben. Für 3 ½ Tage hatten sie was miteinander.
„In dieser kurzen Zeit war Alice ein richtiger Sonnenschein.“ Erklärte Lily ihr, als sie grade in einer Freistunde die Verwandlungshausaufgaben in der Bibliothek erledigten. „Doch als er ihr dann so nebenbei gesagt hat, dass er nichts mehr von ihr will, brach für sie eine Welt zusammen. Fast einen Monat lang musste ich mir ihr Geheule und die fiesen Lästereien über seine neuen Freundinnen anhören. Darauf kann ich ein weiteres Mal verzichten.
Aber sieh sie jetzt an. Mit Frank hat sie eine richtige Beziehung und der würde sie auch nie im Leben verletzen.“ Lily stellte ?Verwandlung für Fortgeschrittene` zurück ins Regal und lies sich dann, erschöpft vom vielen Lernen zurück auf den Stuhl plumpsen. „Ich kann einfach nicht verstehen, wie du dich auf ihn einlassen konntest. Ich mein, ein bisschen Menschenkenntnis müsstest du doch auch haben und bei Sirius ist es ja ziemlich offensichtlich, dass er kein guter Umgang ist!“
„Ach Lils“, lachend schüttelte Jenna den Kopf und legte die Feder bei Seite. „Ich find es ja echt süß von dir, dass du dich so um mich sorgst, aber ich krieg das auch ganz gut alleine hin. Du weißt, dass Sirius auch anders sein kann, ansonsten hätten wir ja, bevor ich mit ihm zusammen gekommen bin, nicht mit ihm befreundet sein können.“
„Moment Mal! Ich war überhaupt nicht mit ihm befreundet…“
„Stimmt, du hast ja immer nur Augen für James.“ Sagte Jenna und stupste Lily liebevoll in die Seite, welche sofort purpurrot anlief und versuchte sich irgendwie zu rechtfertigen, aber nur peinliches Gestotter hervorbrachte.
„Nur einen Hauch der geriebenen Alraune, meine Freunde! Wir wollen doch nicht, dass ihnen ihr Gebräu eine fiese Akne beschert.“ Professor Horace Slughorn stolzierte im Klassenzimmer entlang und warf ab und zu einen Blick in einen der Kessel. „Mr. Lockhart, was habe ich grade gesagt? Gehen sie zu Madam Pomfrey, sie sehen ja grässlich aus!“ der für sein Alter ziemlich kleine und schmächtige Hufflepuff war am ganzen Körper mit Pusteln übersähen und den Tränen nahe. „Ich hoffe ihnen ist bewusst, dass die heutige Arbeit benotet wird, also strengen sie sich an, meine Lieben!“
Die Luft in dem Kerkerraum war schwül und mit verschiedensten Dämpfen verseucht.
Keine gute Mischung. Jennas Haare standen in alle Richtungen ab und Schweiß rann ihr die Stirn hinunter. Den anderen ging es aber nicht besser.
Immer wieder huschte ihr Blick zu Lily rüber, die anscheinend den Trank als einzige im Kurs hinzubekommen schien. Während Jenna genervt den Kopf in den Nacken legte, landete ein aus Papier gefalteter Vogel auf ihrem Tisch. Vorsichtig klappte sie ihn auf und las die darin enthaltene Nachricht:
Heute. 18.00 Uhr. Am See.
Sirius
P.S. Du siehst wunderschön aus… <3
Lächelnd ließ sie den Zettel in ihrem Umhang verschwinden und nickte Sirius, der sie die ganze Zeit beobachtet hatte, glücklich zu.
Irgendwie hatte Jenna es doch noch fertig gebracht ein halbwegs anständiges Gebräu zu mischen. Es war nicht so farbintensiv und hatte auch nicht den Geruch den es haben sollte, aber Professor Slughorn schien zufrieden gewesen zu sein.
Die angenehmen Rottöne der untergehenden Sonne schmückten den Abendhimmel über Hogwarts und eine leichte Brise ließ die letzten noch verbliebenen Blätter von den Bäumen fallen und sie am Boden tanzen.
Trotz der herrschenden Kälte war Jenna kuschlig warm zumute. Sirius hätte sich keine schönere Zeit und keinen schöneren Ort aussuchen können. Das verliebte Lächeln war nicht von ihrem Gesicht zu kriegen, während sie sich glücklich an seine Schulter schmiegte und er sanft durch ihr schwarzes Haar strich. Worte waren überflüssig. Es gibt viele Personen mit den man Reden und nur so wenige mit denen man Schweigen kann.
Dieser Moment war eine Pause von dem stressigen und belanglosen Alltag. Es ist nicht leicht mit dem begehrtesten Mann der Schule zusammen zu sein, das stand fest. Doch für Augenblicke wie diese war sie sich sicher, lohnte es sich.
Da war etwas Besonderes. In seinen Armen zu liegen hatte etwas magisches, ganz ohne Trank und Zauberstab. So hatte Jenna noch nie für jemanden empfunden.
Plötzlich musste sie an Lily's Worte zurückdenken.
Hat sich Alice in diesen 3 ½ Tagen genauso gefühlt?
?Sie war ein richtiger Sonnenschein. ` - das hat sie gesagt.
Bin ich auch nur eine unter vielen für ihn?
Nein. Das konnte nicht sein. Diese Gefühle konnte man nicht vortäuschen. Sie waren echt.
Das Kribbeln, was ihren ganzen Körper durchfuhr, wenn er ihre Hand hielt. Die Leidenschaft in jedem einzelnen Kuss, und wenn er auch noch so flüchtig war.
So war es richtig, so konnte es bleiben.
Mit diesen Gedanken beruhigte sie sich und genoss den Abend mit ihm zusammen.
Doch im Hinterkopf blieben Zweifel. Zweifel, dass alles nur Show war.
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