
Hey Leute...
ich habs nach einem halben Jahr auch mal geschafft, das zweite Kapitel zu schreiben^^
Tut mir Leid für die Wartezeit aber in sowas bin ich einfach mega unzuverlässig...
@Blubbie: Danke für das Review. Schön, dass es dir gefällt! Ich glaube, das mit dem schnell weiter schreiben hat sich wohl erledigt...
Als der Zug endlich langsamer wurde, war es schon stockdunkel draußen.
Auf dem Gang war einiges los, weil es manche kaum erwarten konnten auszusteigen.
Matt und Tony reichten alle Koffer aus der Gepäckablage runter, während ich hoffte, dass die Mädels meinen Koffer auch mitnahmen.
Nachdem der Zug still stand, bildeten sich Trauben von Schülern an den Türen.
„Erstklässler zu mir!“, hörten wir den lauten und vertrauten Ruf des Wildhüters Hagrid.
Wir stiegen aus, ließen unsere Koffer beim Gepäckhaufen und brachten unsere Tiere zu den anderen.
Dann drängten wir uns zu den pferdelosen Kutschen durch und schafften es tatsächlich, zu siebt in eine der ersten Kutschen zu kommen.
Diese fuhr auch gleich los den Pfad entlang, der zum Schloss führte.
Nach einer Weile konnte man durch das Fenster das riesige Schloss Hogwarts erkennen und ich musste lächeln. Endlich war ich wieder in meinem zweiten Zuhause.
Ich liebte es daheim, das tat ich wirklich, aber das Schloss und die Leute in Hogwarts musste man einfach vermissen!
Bei der riesigen Eichentür angekommen stiegen wir aus und betraten die Eingangshalle. Alles war so, wie ich es noch in Erinnerung hatte. Die riesige Marmortreppe, die Stundengläser, die die Punktestände anzeigten und die ganzen Fackeln an den Wänden. Peeves der Poltergeist warf Wasserbomben auf die arglosen Schüler. Tony konnte einer davon gerade noch ausweichen. Sie traf stattdessen ich, die neben ihm war. Zunächst schaute ich wie ein begossener Pudel, doch Sophie trocknete mich mit einem Schlenker ihres Zauberstabs.
„Danke!“, lächelte ich, doch Sophie winkte ab.
Dann betraten wir die Große Halle. Wie üblich schwebten tausende von Kerzen über den vier Haustischen, die mit schimmernden Goldtellern und Goldkelchen gedeckt waren. Die Decke, die wie üblich das Wetter draußen spiegelte, war sternenübersät und wolkenlos.
Am Lehrertisch saßen schon sämtliche Lehrer, bis auf Professor McGonagall, die gerade aufgestanden war um Peeves Einhalt zu gebieten.
Auch ein Lehrer, den ich hier noch nie gesehen hatte, saß da. Er war jung, hatte schwarzes, gestyltes Haar und sah doch recht gut aus. Zweifellos war das der neue Lehrer in Verteidigung gegen die dunklen Künste, da Professor Melbourne Ende letzten Jahres die Schule verlassen hatte.
Keiner ihrer Lehrer in diesem Fach hatte es länger als ein Jahr durchgehalten. Viele sagten sogar, diese Stelle sei verflucht.
Da Tony und ich im Gegensatz zu den anderen in Gryffindor waren, trennten wir uns von den anderen und machten uns auf zu unserem Haustisch.
Dort angekommen setzten wir uns zu den vier Rumtreibern, da von Jamie, Lily, Sarah und Alice jede Spur fehlte.
Tony begrüßte die vier, da er sie die ganzen Sommerferien nicht gesehen hatte.
„Du warst gar nicht da, als Sirius und ich bei eurem Abteil waren…“, beschwerte sich James dann bei mir.
„Was hab ich denn verpasst? Wie Lily dich fertig gemacht hat?“, entgegnete ich.
„Du kennst die Furie doch!“ Sirius regte sich immer so über Lily auf, wenn sie James mal wieder fertig machte. Zugegeben, sie ging echt übertrieben ab, aber James benahm sich auch als wie ein Vollidiot in ihrer Gegenwart.
„Nenn sie nicht Furie!“, wies James seinen besten Freund zurecht.
Ich seufzte. Lily konnte James noch so beschimpfen und verletzen, wenn jemand schlecht über sie sprach, verteidigte James sie jedoch immer. Es war schon irgendwie beeindruckend, dass James nach all der Zeit immer noch in Lily verliebt war. Einfacher für ihn wäre es, sie einfach loszulassen, doch das konnte James nicht.
„Da kommt sie!“, bemerkte Remus.
Und tatsächlich hatten meine Freundinnen gerade die Große Halle betreten.
Tony winkte sie grinsend herüber.
Lily schaute schlecht gelaunt drein, setzte sich aber wiederwillig neben mich.
„Muss das sein?“, zischte sie mir ins Ohr, woraufhin ich sie jedoch nur gelassen angrinste.
„Sag mal, was hast du eigentlich alles in deinem Koffer drin?!“, fragte Alice. „Der ist doppelt so schwer wie meiner!“
„Ich hab Backsteine eingepackt, weil das ja meine besten Freunde sind und ich das Jahr in Hogwarts auf keinen Fall ohne sie aushalte!“, erklärte ich ironisch.
Die anderen lachten.
Die Halle füllte sich mit der Zeit. Währenddessen warf Lily James, der ihr fast gegenüber saß, immer wieder Todesblicke zu.
Ich hingegen war in ein Gespräch mit meinem besten Freund vertieft.
Endlich waren alle Tische besetzt und durch die große Doppeltür kamen etwa vierzig kleine Erstklässler, geführt von Professor McGonagall, herein.
„Die werden jedes Jahr kleiner, das ist doch nicht normal!“, sagte Tony leise und ich grinste.
Die Erstklässler gingen durch den Mittelgang bis vor den Lehrertisch, wo sie schließlich in einer Reihe mit dem Rücken zu den Lehrern standen.
Professor McGonagall stellte schweigend einen vierbeinigen Stuhl vor die Erstklässler und legte den geflickten, alten Sprechenden Hut darauf. Ein Riss nahe der Krempe öffnete sich und der Sprechende Hut begann zu singen:
Ich bin ein Hut mit vielen Flicken,
Sagt jeder, der mich darf erblicken,
Doch kommt´s ja nicht aufs Aussehn an,
Sondern darauf, was ich alles kann,
Drum setzt mich auf, ich werd euch enthüllen,
In welchem Haus ihr dürft eure Köpfe füllen.
Bist du mutig und tapfer, voll und ganz,
Kommst du in Gryffindors edlen Glanz.
Zählt für dich Treue und Gerechtigkeit mehr,
Dann freuen sich die Hufflepuffs sehr.
Bist du Wissensdurstig und klug,
Hast du der Eigenschaften Ravenclaws genug.
Bist du listig und Zauberer reinen Bluts,
Kommst du nach Slytherin, so wett´ ich sieben Knuts.
Jetzt setzt mich auf, ich beiße nicht,
Denn fertig ist nun mein Gedicht.
Sobald der Hut geendet hatte, applaudierte die ganze Halle und der Hut verneigte sich vor jedem der vier Haustische kurz.
Nun trat Professor McGonagall vor, eine lange Pergamentrolle in der Hand, auf der die Namen der Schüler aufgelistet waren.
„Wenn ich euch aufrufe, setzt ihr euch auf diesen Stuhl und setzt den Sprechenden Hut auf, um euer Haus zu bestimmen“, erklärte sie den Erstklässlern. „Abercrombie, Brian!“
Ein Junge mit dunkelbraunen Haaren und einer verängstigten Miene trat hervor, setzte sich auf den Stuhl und setzte den Hut auf. Er rutschte ihm über die Augen, wie er es vor fünf Jahren auch bei mir getan hatte. Kurz war alles still, bis der Hut „Ravenclaw!“ rief.
Am Nachbartisch sah ich, wie Kathy, Matt, Robert, Sophie und Phil klatschten.
„Bones, Ryan!“
„Hufflepuff!“
Am Tisch ganz am anderen Ende der großen Halle jubelten die Hufflepuffs, während Ryan sich zu ihnen setzte.
„Button, Laura!“
„Slytherin!“
Die Slytherins klatschten, während James, Sirius, Tony und Mary die neue Slytherin auspfiffen. Lily schaute missbilligend drein und Remus schüttelte nur lachend den Kopf.
„Croft, Jeremy!“
„Hufflepuff!“
„Dalton, Frank!“
„Gryffindor!“
Mary stimmte laut in den Applaus der anderen Gryffindors ein.
„Douglas, Joana!“
„Ravenclaw!“
„Eaton, Kate!“
„Ravenclaw!“
„Everton, Jack!“
„Hufflepuff!“
So ging es weiter mit der Einteilung der Neuen.
Man merkte total, wie Sirius und Peter so langsam hungrig wurden und ihre Aufmerksamkeit nachließ.
Endlich nach „Willis, Eleanor („Gryffindor“) verstummte der Sprechende Hut und Professor McGonagall trug Stuhl und Hut davon.
„Endlich!“, meinte Sirius, nahm schon einmal Messer und Gabel in die Hand, damit er gleich zuschlagen konnte, sobald das Essen erscheinen würde und blickte erwartungsvoll auf seinen Teller.
Professor Dumbledore hatte sich inzwischen erhoben. Er lächelte die Schüler an.
„Ich will euch nicht mit meinem Geschwafel langweilen, weil ich weiß, dass ihr alle hungrig seid und mir sowieso nicht zuhören würdet. Also haut rein!“
Überall auf den Tischen füllten sich die leeren Schüsseln mit den leckersten Speisen und Sirius und Peter fingen sofort an, ihre Teller mit allem möglichen zu beladen und (fr)aßen sofort los.
Auch ich machte mich daran, mir Bratkartoffeln und Tomatensalat auf den Teller zu machen und fing an zu essen, jedoch um einiges gemächlicher wie Sirius und Peter gegenüber.
„Wann machst du eigentlich die Auswahlspiele?“, fragte ich James zwischen zwei Bissen.
„Ich dachte da an Samstag, den 11“, antwortete James. „Jetzt direkt am Samstag wär ja schon übermorgen und ich will die Auswahlspiele nicht schon ganz am Anfang machen!“
„Okey! Ich dachte, ich bewerb mich mal.“
„Ich hab dich noch nie spielen so, aber ich hab in Erinnerung, dass du in den Flugstunden als ganz gut geflogen bist!“
„Sie spielt richtig gut!“, meinte Tony. „Wir haben in den Ferien mal gespielt…“
„Hast du denn eine Ahnung von Quidditch?“, fragte Sirius skeptisch.
Tony machte eine beleidigte Miene.
„Ich bin in Ballycastle geboren und aufgewachsen und wie ihr sicher wisst, ist Quidditch dort so eine Art Religion und auch wenn ich nicht besonders gut spiele, hab ich doch kein Spiel der Bats verpasst, bevor ich nach Hogwarts gekommen bin!
Glaub mir, ich versteh schon was von Quidditch!“
„Ganz ehrlich, du solltest dich lieber auf die Schule konzentrieren als noch in die Quidditch-Mannschaft zu gehen! Immerhin brauchst du ab jetzt allen Stoff für die UTZ’s!“, warf Lily ein.
„Du verstehst einfach nichts von Quidditch!“, seufzte James.
Lily funkelte James an, der schnell ein bisschen den Kopf einzig. Wenn Lily ihn so ansah folgte in der Regel nichts Schönes.
„Ich finde nur, dass Schule wichtiger ist als Quidditch!“, zischte Lily und wandte sich demonstrativ von uns ab und zu Sarah, Alice und Jamie.
James sah schon wieder ein bisschen traurig aus, er wusste manchmal echt nicht, was er bei Lily wieder falsch machte. Doch fasste er sich zum Glück schnell wieder, immerhin hatte sich Lily ihm gegenüber im Gegensatz zu sonst ziemlich harmlos benommen.
„Für welche Position willst du dich bewerben?“, fragte James mich.
„Jäger!“, antwortete ich sofort.
„Gut. Da Timmy jetzt nicht mehr da ist, brauchen wir einen Neuen. Außerdem hätte ich gerne vier Jäger damit es uns nicht aus der Bahn wirft, wenn sich einer verletzt und kurzfristig nicht spielen kann!“
James verzog schmerzverzerrt das Gesicht. Letztes Jahr hatte sich vor dem Spiel gegen Slytherin einer der Jäger verletzt und der Ersatzjäger hatte niemanden von den Socken gehauen. Dank eines guten Suchers hatten die Gryffindors das Spiel doch noch knapp gewonnen, doch nur mit 10 Punkten.
Als alle aufgegessen hatten erschien der Nachtisch. Direkt vor mir war eine Platte mit Tiramisu. Ich liebte Tiramisu über alles und in Hogwarts schmeckte es am besten. Ich machte mir eine großzügige Menge davon auf den Teller und aß es mit dem Ausdruck tiefster Zufriedenheit im Gesicht. Tony lachte auf, als er mich so zufrieden sah, doch ich war so darin vertieft, mein Tiramisu zu verspeisen, dass ich davon nicht viel mitbekam.
Als niemand mehr aß wurden sämtliche Teller und Schüsseln wieder blitzblank und Dumbledore erhob sich noch einmal. Die Gespräche in der Halle verstummten sofort.
„Also!“, sagte Dumbledore, während er die Schüler anlächelte. „Bevor ihr ins Bett gehen könnt, hab ich euch noch einige Dinge mitzuteilen!
Wieder einmal umfasst unser Kollegium einen Lehrer zu wenig und somit darf ich euch mitteilen, dass Professor Lorne ab diesem Jahr die Stelle des Lehrers für Verteidigung gegen die dunklen Künste übernehmen wird.“
Der schwarzhaarige Lehrer, der mir vor dem Fest schon aufgefallen war, erhob sich und die Schüler applaudierten.
„Ich möchte euch alle daran erinnern, dass unser Wald von ausnahmslos keinem Schüler betreten werden darf!“
Die Rumtreiber setzten bei Dumbledore’s Worten alle eine nicht überzeugende Unschuldsmiene auf und ich hätte schwören können, dass Dumbledore ihnen kurz zugezwinkert hatte.
„Das Dorf Hogsmeade ist zudem für Schüler unter der dritten Klasse, sowie für Schüler, die die Einverständniserklärung der Eltern nicht abgegeben haben, verboten.
Doch jetzt ist es spät und ich weiß, wie wichtig eine gute Portion Schlaf ist, damit ihr morgen ausgeruht in den ersten Schultag gehen könnt! Also ab in die Betten!“
Remus und Lily, die beide Vertrauensschüler waren, kümmerten sich gleich um die Erstklässler, während sich Sirius, James, Peter, Tony, Sarah, Jamie, Alice und ich gemächlich in Richtung Gryffindorturm aufmachten.
Beim Portrait der Fetten Dame angelangt, sagte James ihr das Passwort – „Drachenblut“.
Das Portrait schwang zu Seite und die Acht kletterten durch das Portraitloch in den Gemeinschaftsraum.
Gähnend verabschiedeten sich wir Mädels von den Rumtreibern und Tony und stiegen die enge Wendeltreppe hinauf, die zu den Schlafsälen der Mädchen führte.
Obwohl wir nicht weit hinauf gingen, schaffte es Alice tatsächlich, starke dreimal zu stolpern. Zum Glück fing sie sich immer vor dem Sturz.
Wir gingen durch eine Tür mit der Aufschrift „Sechstklässler“ und fanden uns in einem kreisrunden Raum – unserem altbekannten Schlafsaal – wieder.
Jamie und Sarah gingen sogleich beide ins Bad, um ihre Zähne zu putzen.
Alice und ich hängten jedoch beide erst einmal unsere Poster auf. Bei Quidditch waren wir uns völlig einig: Wir waren nämlich beide totale Fans der Appleby Arrows und da wir unsere Betten nebeneinander hatten, war diese Ecke des Schlafsaals ganz in blassblau gehalten.
Lily kam herein als Alice gerade bei aufhängen leicht das Gleichgewicht verlor und ein Stück ihres Posters abriss. Geschockt starrte sie auf den Schnipsel in ihrer Hand, der sich jedoch durch einen Schlenker von Lilys Zauberstab wieder an den Rest des Posters fügte.
„Danke!“, grinste Alice erleichtert.
„Gute Nacht!“, wünschte uns Jamie, die gerade in Schlafklamotten aus dem Bad gekommen war und sich in ihr Himmelbett legte.
„Schlaf gut!“, meinte ich und zog mir eine kurze Jogginghose und ein Chiller-T-Shirt zum Schlafen an. Dann ging ich ins Bad, wo sich Sarah noch abschminkte.
Als dann alle fünf Mädels im Bett lagen, stellte Lily sich den Wecker auf sechs Uhr und ich löschte mit einem gemurmelten „Nox“ das Licht.
Wir wünschten uns eine gute Nacht und schliefen alle ziemlich gleich ein.
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