
von lenkpflaume
Als Albus am nächsten Morgen aufwachte und das leere Bett neben sich sah, wollte er schon aufspringen und zum Frühstück hasten, damit er nicht zu spät kam, bis ihm einfiel das Wochenende war. Er seufzte tief und ließ sich wieder in die Kissen seines roten Himmelbettes fallen. Von seinem Fenster aus, konnte er den großen See sehen und das glitzernde Sonnenlicht, dass sich auf dem Wasser reflektierte. Er konnte Hagrids Hütte erkennen und sah dabei zu, wie Hagrid seine Kürbisbeete düngte.
Er hörte wie jemand die Treppe hochkam und gleich darauf öffnete John Fillips die Tür.
„Albus“, rief er laut aus, als er ihn sah.
„Warum bist du nicht beim Frühstück? Die Auswahlspiele fangen in einer Stunde an. Die Slytherins haben ihres auch auf heute gesetzt. Ich möchte unbedingt zuschauen. Willst du nicht hingehen?“, fragte er, während er in seinem Koffer nach etwas kramte.
„Was?“, fragte Albus verwirrt. Er hatte völlig vergessen, dass an diesem Tag die Quidditch-Auswahlspiele stattfinden sollten.
„Doch, ja klar“, beeilte er sich zusagen und begann sich eine Socke anzuziehen.
„Ah ja, hier ist es“, hörte Albus John ausrufen. Er zog ein großes Fernglas aus den Tiefen seines Koffers und belächelte es.
„Omniglas“, sagte er stolz. „Hab ich von meinem Vater geschenkt bekommen, für die Quidditchspiele. Wir haben uns auch im Sommer das Spiel Cannons gegen Ballycastle Bats angeguckt“, fügte er hinzu.
„Für wen bist du?“, fragte Albus interessiert und sagte noch: „Ich bin für die Chudley Cannons.“
John zog die Augenbrauen hoch.
„Also eigentlich bin ich für die Appleby Arrows, aber in dem Spiel war ich auch für Chudley Cannons. Ich kann die Bats nicht ausstehen.“, meinte er.
„Es wäre so cool zur Quidditchweltmeisterschaft zu gehen in zwei Jahren“, sagte Albus, der froh war einen begeisterten Quidditchfan in seiner Klasse zu haben, da David rein gar nichts von Quidditch wusste.
„Jah, aber sie ist in Marokko. Mein Dad meinte, er wisse noch nicht, ob er sich dafür Zeit nehmen will“, schwärmte John.
„Was arbeitet dein Dad?“, fragte Albus.
„Er ist einer der Oberrichter im Zaubergamot“, sagte er.
„Oh“, erwiderte Albus beeindruckt und zog seinen Hut unter einem seiner Schulbücher hervor.
„Du kannst ruhig schon einmal gehen. Ich komme dann gleich runter“, sagte Albus, als er bemerkte, dass John nur noch auf- und abschritt, um auf ihn zu warten.
Die langen, sich bewegenden Treppen und die bunten Wandvorhänge kamen ihm nun schon vertrauter vor und der Weg vom Gemeinschaftsraum zur Großen Halle schien nun in Windeseile hinter sich gebracht. Er übersprang die Trickstufe, die er sich seit er zum ersten Mal die Treppe erklommen hatte, sehr gut eingeprägt hatte und ignorierte Peeves, der vorbeigehende Schüler mit Wollknäueln abwarf, die, wenn man nicht aufpasste, einem ganz schön die Beine verheddern konnten.
Beim Eintreten in die Große Halle sah er wie Nilson Ackerley, der schüchterne Junge aus dem Zug, immer noch damit beschäftigt war, sich aus den Fäden zu winden.
Am Gryffindortisch traf er auf James, der missmutig in seinen Haferbrei blickte. Zu seiner Seite saß der großgebaute Sean Warncross, der James amüsiert beobachtete.
Albus setzte sich gegenüber von ihnen.
„Und?“, fragte er James.
„Was und?“, fragte dieser leicht gereizt zurück.
„James ist ein bisschen nervös“, sagte Sean feixend.
„Überhaupt nicht“, entgegnete dieser scharf.
Albus lachte. James nervös anzutreffen passierte ungefähr so häufig, wie Rose faul anzutreffen.
„Du packst das schon“, meinte Sean und klopfte ihm auf den Rücken.
„Wo ist Fred?“, fragte Albus. „Fliegt er auch vor?“
„Ja, ich glaube aber nicht, dass er eine Chance hat“, sagte Sean leise. Albus sah ihn verwundert an. Fred flog nicht schlecht.
„ Er fliegt für den Hüter vor, doch dieser große Kerl, Jeremy Snyder, aus der Vierten auch“, erklärte Sean und zeigte auf einen breiten Jungen mit dichten Augenbrauen und krausen, braunen Haaren.
„Er soll ziemlich gut sein“, fügte er hinzu.
„Aber Jamie hier, hat das Ding sicher in der Tasche“, sagte er laut und James grunzte als Antwort.
„Wo ist Fred denn jetzt?“, fragte Albus.
„Er ist schon mal zum Feld gegangen, er wollte sich ein bisschen aufwärmen. Doch zu erst spielen ja sowieso die Slytherins. Das dürfte aber nicht lange dauern. Sie suchen nur eine Position.“
„Welche?“, fragte Albus interessiert, der noch rein gar nichts über die Hogwartsmannschaften wusste.
„Na, die des Suchers“, antwortete Sean.
„Ich glaube, ich sollte mal langsam gehen“, meldete sich James zum ersten Mal zu Wort.
Sean warf einen Blick auf seine Uhr und nickte dann. Gerade als sie aufstehen wollten, kam Rose auf sie zu gerannt.
„Da bist du ja“, rief sie Albus zu.
„Wo warst du denn?“, fragte er an sie gewandt.
„Als ich vorhin beim Frühstück war, warst du noch nicht da und ich bin jetzt noch mal in die Bibliothek gegangen, um die Hausaufgaben für Geschichte der Zauberei über die magischen Mumifizierungsriten zu machen“, erläuterte sie.
„Samstagmorgen und du machst Hausaufgaben?“, fragte Sean ungläubig. Sie warf trotzig ihr Haar nach vorne und sagte: „Ja, was dagegen?“
Auf dem Weg zum Feld, ließ sich Albus alles über die vier Hausmannschaften erklären. Im letzten Jahr hatte Ravenclaw gewonnen, was sie wohl ihrer fantastischen Kapitänin Milla Redburg zu verdanken hatten. In der Slytherinmannschaft wären fast nur Siebtklässler, weswegen sie auch nur einen neuen Spieler bräuchten und die Gryffindormannschaft wäre wohl auch recht gut.
James verabschiedete sich auf halben Weg mit einem Kopfnicken, um seinen Besen aus der Besenkammer zu holen. Bei den Tribünen angekommen, setzte sich Sean zu ein paar anderen Drittklässlern und Albus und Rose gesellten sich zu dem kleinen Grüppchen der Gryffindor Erstklässler, die gekommen waren. John Fillips und Denzel Buckleberry saßen zusammen mit David auf einer Bank und erzählten ihm alles über Quidditch, während vor ihnen Cathy McDougan und das Mädchen mit den langen schwarzen Haaren, welches Bonnie Clasky hieß und sehr gut fliegen konnte waren. Die beiden betrachteten interessiert den kleinen Haufen von potentiellen Slytherinsuchern, der sich nun auf dem Feld gebildet hatte.
Albus und Rose setzten sich gerade hin, als die Slytherinmannschaft auftauchte.
„Wow, sind die alle groß“, sagte Bonnie Clasky. Es stimmte. Die Slytherins waren, wie Sean es gesagt hatte, fast alle Siebtklässler und sehr groß. Albus konnte unter ihnen eine kleinere Gestalt erkennen. Ein Junge mit rabenschwarzen Haaren und einer kurzen Stirn stand missmutig unter ihnen und betrachtete die Sucher. Er hatte ein blaues Auge und schien leicht angeschlagen.
„Was ist denn mit Wotzki passiert?“, johlte ein Gryffindor Viertklässler gerade und seine Freunde lachten.
„Wotzki?“, David schaute fragend zu Albus, der nur leicht den Kopf schüttelte. Auch John Fillips und Denzel Buckleberry schauten nun auf.
Albus sah wie sich jetzt eine große Gestalt aus der Slytherinmannschaft löste und zu den Suchern trat.
„Warum lassen die nicht alle neu vorfliegen und behalten ihre ganzen alten Spieler?“, fragte Denzel zu keinem bestimmten.
„Weil sie dumm sind, Denzel“, sagte John bestimmt.
„Die denken, je älter und stärker, desto besser. Jetzt lassen sie keinen anderen eine Chance. Na ja, dafür müssen die dann nächstes Jahr eine komplett neue Mannschaft aufstellen.“
Der Slytherinkapitän, welcher nach Seans Angaben Carter Gonzales hieß, stieß sich nun vom Boden ab und ließ sich etwas in die Höhe treiben. Mitten in der Luft stoppte er seinen Besen und blieb lässig stehen. Mit einer Handbewegung machte er den andern deutlich, dass auch sie losfliegen sollten. Die Gruppe der Auswahlspieler machte sich bereit, doch bevor sie überhaupt ihre Besen besteigen konnten, hatte sie ein kleiner Junge aus der Mitte auch schon abgestoßen und sauste nun behände durch die Lüfte. Er machte einen Loopig und blieb dann neben Gonzales stehen.
John, der das Geschehen durch sein Omniglas betrachtete, stöhnte auf.
„Er hat einen Feuerblitz2“, sagte er neidisch.
Rose betrachtete den Jungen mit den glatten, schwarzen Haaren mit hochgezogenen Augenbrauen und sagte: „Er erinnert mich irgendwie an James“
Sean, der dies anscheinend mitbekommen hatte und aus seiner aufregten Gruppe, böse zu ihr hochblinzelte rief: „ Lass ihn das ja nicht hören. Das ist Nero Swan!“
Als wäre damit alles gesagt, wandte er sich wieder ab und stieg in die Diskussion der Drittklässler ein, die beim Anblick von Swan ausgebrochen war.
„Der?“, stieß Albus aus. „James erzählt dauert, wie bescheuert er ist“, erklärte Albus.
„Er ist auch im dritten Jahr, glaube ich und ist wohl ziemlich beliebt – zumindest unter den Slytherin.“
Gonzales ließ die Sucher nun kleine Bälle fangen, die andere Spieler ihnen zuwarfen und es stellte sich schnell raus, dass Nero Swan mit Abstand der Beste war.
Nach ein paar Runde, pfiff Gonzales in eine Pfeife und flog zu Swan, dem er brüderlich auf die Schulter klopfte und zunickte. Sean und seine Freunde buhten laut, als die Slytherins grinsend das Feld verließen.
„Na, das fängt ja gut an“, sagte Albus.
Rose warf einen Blick auf ihre Uhr. „Ich hoffe, dass dauert nicht allzu lange. Ich wollte doch eigentlich vor dem Mittagessen noch mit den Verwandlungshausaufgaben anfangen.“
„Rosie“, tadelte sie Cathy McDougan. „Dazu hast du doch noch den ganzen Tag Zeit!“
Doch bevor Rose zu einer Antwort ansetzten konnte, schoss eine zu einem roten Pfeil verschwommene Gestalt auf das Feld.
„Das ist Dinah McQueen. Die beste Sucherin seit Ginny Weasley“, rief Sean laut aus und drehte sich zu Albus und Rose um.
„Sie ist die Kapitänin von Gryffindor“, fügte er hinzu.
Dinah McQueen ein hübsches, schwarzes Mädchen mit vollen, dunklen Haaren hielt jetzt auf dem Feld und sah sich um.
„ Und sie gibt immer damit an, die Nichte von Gwenog Jones zu sein“, meinte er.
„Sie sehen sich ja auch ähnlich“, gab Rose zu und musterte Dinah McQueen.
„Aber mit James und ihr in der Mannschaft und wenn Snyder reinkommt - wir werden ihnen haushoch überlegen sein“, überlegte er grinsend.
„Du bist aber kein guter Freund, dass du es Fred nicht wünscht in die Mannschaft zu kommen“, meinte Rose.
„Ach, Freddie wird drüber hinwegkommen“, gab er zurück.
Rose wandte sich demonstrativ wieder Albus zu und fragte ihn etwas Belangloses.
Der Himmel war nun von einem leichten, hellen Blau übertüncht und Schäfchenwolken zogen vorbei. Die Sonne strahlte noch immer. Es war eigentlich ideales Quidditchwetter. Immer mehr Schüler kamen vom Frühstück auf das Gelände und viele von ihnen schlugen den Weg zum Quidditchfeld ein, um sich die Auswahlspiele anzusehen.
„Ich glaub, das ist das totale Highlight dieses Jahr“, merkte Rose an.
„Erst dieser Swan und jetzt James. Die spielen doch beide richtig gut, oder?“
Albus zuckte mit den Schultern, wusste jedoch, dass sie Recht hatte.
„Weißt du wen sie noch vorfliegen lassen?“, fragte sie ihn.
„Ich weiß nicht genau. Sean hat gesagt-“
„Ich glaube, sie guckt sich alle an und entscheidet dann, ob die Spieler vom letzten Jahr wieder spielen oder ob es nicht bessere gibt“, fiel Cathy ihm ins Wort.
Wie bei den Slytherins hatte sich auch jetzt eine Gruppe von Auswahlspielern gebildet, die jedoch wesentlich größer war.
Albus sah James und Fred mit ihren Besen am Rand stehen. Er hatte seinen sonst so selbstbewussten Bruder selten in so aufgewühlter Stimmung gesehen.
Dinahs durchdringendes Organ schallte laut über den Tribünen wieder.
„Ich möchte, dass ihr alle hier erst einmal eine Runde ums Feld fliegt und euch dann je nachdem für welche Position ihr fliegt, in Gruppen aufteilt“, rief sie.
Alle hoben ab und befolgten ihre Anweisungen. Albus erkannt schnell, wer gekommen war, weil er sich Chancen erhoffte und wer nur zum Spaß da war. James war wohl einer der besten, wenn nicht der Beste, musste er sich eingestehen.
Dinah McQueen beobachtete sie aufmerksam und als sich die Grüppchen gebildet hatten und sich ein paar kichernder Mädchen unter ihren strengen Augen schnell wegzogen- die eine war fast vom Besen gefallen, was bei den anderen solche Lachkrämpfe ausgelöst hatte, dass sie nicht mehr weiterfliegen wollten.
Die Kapitänin ging von einer Gruppe zur nächsten und bat mit einem freundlichen Lächeln einige, die weniger gut geflogen waren es doch beim nächsten Mal wieder zu versuchen.
Am Ende waren noch rund zwanzig Bewerber übrig. James stand in einer Gruppe mit noch fünf Jungs und drei Mädchen.
„Wir fangen an mit den Jägern. Ich bitte jetzt die alte Mannschaft in Position zu gehen und einen freien Platz für einen neuen Jäger zu machen, damit ich mir ein Bild von euch machen kann!“
Sie schien sehr systematisch an die Sache zu gehen und hatte Erfolg dabei. Nachdem zwei Jungen vor ihm vorgeflogen waren, war James nun an der Reihe. Er machte seine Sache exzellent und als McQueen ihm aufmunternd zulächelte, flog er in einer eleganten Schleife mit einem selbstsicheren Grinsen wieder auf den Boden. Das war der James, den Albus kannte.
Fred hatte weniger Glück. Sobald er seinen Besen bestiegen hatte, schrie Rose entsetzt auf und Sean gab ein Geräusch von sich, das einer Mischung aus Grunzen und Stöhnen glich.
Freds Lippe war geschwollen und seine Nase blutete. Er schien sich nicht sonderlich konzentrieren zu können und ließ zwei von fünf Quaffeln durch die Torringe. Jeremy Snyder hielt alle fünf.
„Damit ist’s für ihn gelaufen“, stellte David bitter fest.
„Oh nein“, seufzte Rose. „Was ist denn bloß passiert?“
„Ich bin drin! Ich bin drin! Ich bin drin!“
James hopste von einem Bein aufs andere und grinste triumphierend.
Sie waren nachdem Dinah McQueen sich unten mit allen Auswahlspielern unterhalten hatte, die Ränge heruntergestiegen, um das Ergebnis mitzubekommen.
„Hey, cool echt“, grinste auch Sean.
„Was ist mit Fred?“, fragte Rose besorgt, nachdem sie James gratuliert hatte.
James Gesichtsausdruck veränderte sich augenblicklich und er zog die Augenbrauen zusammen.
„Ja, hmm das war dann wohl ein Reinfall“, sagte er leise.
„Kannste ruhig laut sagen. Wirklich“, kam eine wütende Stimme von hinten.
Albus drehte sich augenblicklich um und sah das blutverschmierte Gesicht von Fred.
Rose und ihre Freundin Cathy McDougan sogen die scharf die Luft ein.
„Fred!“, rief sie in einer Mischung aus Besorgung und Tadeln.
„Mach doch wenigstens das Blut weg. Das sieht doch schrecklich aus!“
„Das findet er doch bloß cool“, meint Sean und lächelte überheblich.
„Richtig cool“, gab Fred bissig zurück. „Soll ich dir auch gleich noch eine reinhauen?“
„Auch?“, fragte Albus. „Was war denn los?“
„Ach, ihr könnt mich doch alle mal!“, herrschte er sie an und schritt mit Zornesröte im Gesicht davon.
James, der gerade von ein paar Drittklässlern beglückwünscht worden war, stieß wieder zu ihnen und seufzte schwer.
„So, hat er wenigstens eine Ausrede, dass er gegen Snyder keine Chance hatte. Na, ja also-“, begann er, als er ihre immer noch fragenden Gesichter sah.
„Es war wegen Wotzki, oder eher gesagt gegen Swan“, und sein Gesichtsausdruck verdunkelte sich.
„Swan hat ihn vor dem Spiel provoziert. Ihr wisst schon, dass er überhaupt kein Quidditch spielen könne und so weiter.“ James und Sean warfen sich bedeutungsvolle Blicke zu.
„Na, ja bevor Fred es Swan, diesem kleinen Feigling, zeigen konnte, ist Wotzki dazwischen gekommen. Er wusste, dass Swan vorfliegen würde und wollte es wohl nicht riskieren, dass er verletzt wird.“
„Und dann haben sie sich geprügelt oder was?“, fragte Rose entsetzt.
„Nee, sie haben sich nett die Hand geschüttelt und sich selbst eine runtergehauen“, entgegnete er sarkastisch und Rose rollte mit den Augen.
„Wotan Wotzki, dieser-“, begann Sean grimmig und seine Miene verhärtete sich.
„War das dieser kleinere, schlecht gelaunte Kerl aus der Slyhterinmannschaft mit den schwarzen Haaren?“, wollte Albus wissen.
„So klein ist er auch nicht. Nur neben den anderen sieht er etwas kleiner aus“, antwortete James.
„Er ist Jäger und ich werde ihm schon zeigen, wer hier der bessere Spieler ist“, fügte er hinzu.
Sie machten sich auf den Weg hoch ins Schloss. Albus konnte Rauch erkennen, der sich spiralenförmig aus dem Schornstein von Hagrids Hütte kringelte und der Wald der bedrohlich dahinter lag.
„Dann wird er wohl auch nicht sehr erfreut darüber sein, dass Swan in der Mannschaft ist“, bemerkte Sean.
James blieb abrupt stehen und starrte ihn entgeistert an. „Sag, dass das nicht wahr ist!“
„Klar und du wusstest es schon vorher. Es war doch klar, dass du und er in die Mannschaft kommen.“
James senkte den Blick zu Boden und Albus konnte klar seine verärgerte Miene erkennen.
„Wer ist denn jetzt überhaupt noch bei Gryffindor in der Mannschaft?“, fragte er dann.
Rose schnaufte. „Ihr und Quidditch“, seufzte sie und marschierte samt Cathy zu einer Gruppe Hufflepuff – Erstklässlern.
„Also, abgesehen von McQueen, Snyder und mir, noch Martin Oklovski aus der Fünften und Mark Robbins aus der Siebten, die auch schon letztes Jahr dabei waren. Dann noch Selma Nester aus der Vierten, auch als Jägerin und noch Tina Leng aus der Dritten als Treiberin“, zählte er auf.
„Tina? Als Treiberin?“, entwischte es Sean überrascht.
Während die beiden noch über Quidditch und über die verschiedenen Mannschaften fachsimpelten, hatten sich Albus und David schon von ihnen losgelöst und waren in den Gemeinschaftsraum gegangen.
Sie hatten sich vorgenommen so viele Hausaufgaben wie möglich am Wochenende zu machen, damit sie unter der Woche nicht so gestresst waren. Also nahmen sie sich jeder ihre mit Büchern, Tintenfässern und Federkielen voll gestopfte Schultasche und stiegen aus dem Portraitloch hinunter in die Bibliothek.
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