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Fanfiction

Albus Potter - Grimmauldplatz und Fuchsbau(Part II)

von lenkpflaume

Nachdem alle anderen Gäste des Grimmauldplatzes Nr. 12 in der Küche eingetrudelt waren, gingen sie in das große Esszimmer, wo auch der Weihnachtsbaum stand. Es lagen nun zahlreiche Geschenke darunter und die Kinder stürzten auf den Baum los. Albus sah aus dem Augenwinkel, wie Ginny mit einem Schwenk ihres Zauberstabs schnell den Imperturbatiozauber löste. In der linken hinteren Eckeentdeckte Albus den Stapel, der für ihn vorgesehen war. Ein längliches Paket war nicht darunter und auch wenn er nicht mit einem Besen gerechnet hatte, war er enttäuscht, doch es gab ja noch seinen Geburtstag. Lily schrie auf, als sie von einem ihrer Geschenke das Papier gerissen hatte. Lily spielte Flöte und der schwarze Lederkasten, der sich nun in ihrem Schoß befand, ließ auf eine neue Flöte schließen. Albus beobachtete sie dabei, wie sie den Kasten öffnete, während er selbst ein neues Paar von Lily selbst gestrickte Socken mit seinen Initialen auspackte. Fast schon ehrfürchtig nahm Lily die silberne, glänzende Querflöte in ihre feinen Hände und blickte entzückt ihre Eltern an. Erst da bemerkte Albus den Käfig, der hinter dem Baum versteckt stand. In ihm befand sich eine schlafende Schleiereule. Er streckte seine Hand aus, um die Karte zu lesen, die an den Stäben des Käfigs befestigt war.
Für Albus,
ich weiß, dass du zu Schulbeginn keine Eule bekommen hast und ich dachte, dass es reicht, wenn James eine besitzt, doch Ginny hat mich überredet, dir doch noch eine zu schenken. Es ist eben etwas ganz anderes, eine eigene Eule zu besitzen.
Dad
Sein Herz machte einen Hüpfer und er nahm den Käfig hinter den Ästen des Baums hervor und stellte ihn ins Licht, um sein Geschenk näher begutachten zu können. Ginny hatte sich neben ihn gesetzt und lächelte ihn an.
„Danke Mum“, sagte er schüchtern und öffnete die Tür. Sie strich ihm über den Kopf.
„Bedanke dich bei deinem Vater, ich bin bloß schuld daran, dass du dich jetzt um sie kümmern musst“, erwiderte sie und betrachtete dabei die Eule. Albus grinste und musterte seine neue Eule.
„Eine Sie also?“, fragte er und seine Mutter nickte. Er streckte die Hand aus und berührte vorsichtig das weißbraune Gefieder am Kopf. Die Eule wachte auf, bewegte kurz ihre Flügel und öffnete dann die Augen. Sie hatte ungewöhnlich helle Augen für eine Schleiereule.
„Wow, Al,hast du eine Eule bekommen?“, fragte Rose, die sich beim Anblick der Eule zu ihnen gesellt hatte. Er nickte und sie fing ebenfalls an, die Eule sanft zu streicheln.
„Die Augen sind ja schon fast bernsteinfarben“, meinte Albus beim genaueren hinsehen.
„Wie heißt sie?“, fragte David, der ebenfalls gekommen war.
„Ich weiß nicht, ich habe mir noch keinen Namen überlegt“, antwortete er und überlegte, wie er seine neue Eule wohl nennen sollte.
„Dann nenn’ sie doch Amber“, schlug Rose vor.
„Wegen den Augen?“, fragte David und Albus nickte langsam. „Ja, das ist gut. Amber – Bernstein“, wiederholte er leise und lächelte dann in sich hinein.
„Was habt ihr so bekommen?“, fragte er dann und sah die beiden neugierig an.
„Danke übrigens für das Zauberschachspiel“, warf David ein und warf einen Blick nach hinten, wo sein neues Zauberschachspiel stand, das Albus ihm geschenkt hatte.
Albus nahm sich ein neues Päckchen, das direkt neben ihm lag und während Rose ihm erzählte, was sie von ihren Eltern bekommen hatte, packte Albus eine Auswahl von neuen Produkten aus Weasleys Zauberhafte Zauberscherze von Ron und George, einen Gryffindorhut von James, den er bei den nächsten Quidditchspielen aufziehen sollte, ein großes Buch namens Geschichte Hogwarts von Hermine, eine große Dose mit all seinen Lieblingssüßigkeiten wie Schokofröschen oder Bertie Botts Bohnen aller Geschmacksrichtung von David und Rose und natürlich den Weasley-Pullover von seiner Großmutter, auf dessen grünem Untergrund ein großes rotes A gestickt war, aus. Außerdem hatten er und James von ihrer Mutter ein Abonnement für die Zeitschrift Quidditch im Spiegel geschenkt bekommen. Nachdem sich alle überschwänglich bedankt hatten, schritten sie zum Frühstück über. Albus hatte den Käfig von Amber direkt neben seinen Stuhl gestellt und fütterte sie nebenbei mit kleinen Toaststückchen.
Harry und Ron erzählten dabei, wie sie ihr erstes Weihnachten auf Hogwarts verbracht hatten und wie Harry seinen Tarnumhang bekommen hatte. Albus hätte auch gerne einen Tarnumhang gehabt, doch natürlich konnte er nicht Harrys Tarnumhang haben, auch wenn er nun bereits zwei besaß, seine Arbeit setzte diese voraus, würde er ihm nie das Erbstück seines Vaters – Albus Großvater – schenken.
Es war ein lustiger Morgen, besonders James freute sich über sein Weihnachtsgeschenk: eine Kamera und er hatte schon zwei Fotos von Albus gemacht. Eins während Albus mit vollem Mund über einen von Georges Witzen gelacht hatte und eins von ihm und Amber zusammen.
„Wann geht’s eigentlich zum Fuchsbau?“, fragte Angelina Ginny, als diese mit einem Schlenker ihres Zauberstabs anfing den Tisch abzuräumen.
„Also, wir sind zum Mittagessen eingeladen, das heißt, dass wir uns in spätestens zwei Stunden auf den Weg machen sollten“, antwortete Ginny.
„Ich mach das schon“, sagte Hermine und stand auf, um Ginny zu helfen. Auch Angelina erhob sich und sowohl sie als auch Hermine sahen kopfschüttelnd in Ron und Georges Richtung, nicht ohne, dass die beiden es merkten.
„Was denn?“, fragte Ron und fuhr sich mit einer Hand über seinen Bauch. „Ich bin jetzt so voll. Da habe ich echt keine Lust mehr, hier aufzuräumen und-“
Ginny stemmte die Arme in die Seite und stellte sich direkt vor Ron und George, der unauffällig hatte verschwinden wollen. „Nachher fahren wir zum Fuchsbau, da könnt ihr euch so lange ihr wollt von Mum betuddeln lassen, aber in meinem Haus lasse ich mir das nicht bieten. Morgens will der feine Herr einen Kaffee und dann sollen wir auch noch für dich den Tisch abräumen. Ich hoffe doch, Hermine, dass du zuhause nicht den ganzen Haushalt alleine machst.“, meinte sie an Hermine gewandt und funkelte dabei Ron immer noch mit einem Blick an, der Albus stark an seine Großmutter erinnerte. Hermine schnaufte und Ron erwiderte: „Ach, Ginny komm schon und ich meine echt, wenn man schon einen Hauselfen hat, dann-“, doch bei Hermines Blick verstummte er und hob abwehrend die Hände in die Höhe.
„Komm Bruderherz, wir machen das schnell. Wär’ doch gelacht, wenn wir den Kram nicht in einer Minute hier abgeräumt haben“, sagte George und lächelte die drei Frauen zuckersüß an.
James lachte laut auf und Ron murrte nur: „Und was ist mit Harry? Muss der nichts machen?“
„Der packt die Sachen für den Fuchsbau, Ronoder siehst du ihn hier irgendwo rumlümmeln?“, erwiderte Ginny und setzte sich mit einem befriedigten Gesichtsausdruck wieder an den Tisch.
„Ach, ja“, entgegnete Ron leise, so dass Hermine es nicht hören konnte. „Als ob er der perfekte Hausmann wäre.“

Zwei Stunden später stand die gesamte Familie Potter und Weasley, sowie David vor dem Kamin. Nacheinander verschwanden sie in den smaragdgrünen Flammen. Mr. und Mrs. Weasley erwarteten sie schon und kaum war Albus in das kleine Wohnzimmer getreten, nahm ihn seine Großmutter in den Arm. „Al, mein Lieber, schön dich zu sehen. Wie geht’s? Groß bist du geworden.“ Doch bevor Albus ihr halbwegs geantwortet hatte, begrüßte sie auch schon James umschwänglich.
Das Haus schien aus allen Nähten zu platzen, denn alle Weasleykinder (außer Charlie) mit Anhang hatten sich im Fuchsbau eingefunden und Mr. Weasley hatte das Esszimmer magisch vergrößern müssen, damit alle Platz fanden. Albus zählte 20 Leute und es waren noch nicht mal alle da.
„Was ist eigentlich mit Teddy?“, fragte James während er Harry beim Kartoffelnschälen half. „Warum war er gestern gar nicht da? Mir ist eben erst eingefallen, dass er ja auch kommen wollte.“
„Ach James“, sagte Harry und schüttelte den Kopf über die Vergesslichkeit seines Sohnes. „Darüber haben wir gestern doch sogar lang und breit gesprochen. Weil er ja erst mit seiner Ausbildung anfängt, kann er sich leider nicht aussuchen, wann er Schicht hat und da an Weihnachten wirklich alle nach hause zu ihrer Familie wollen, musste er einspringen. Er kommt aber heute Abend. Percy, Audrey und die Kinder kommen ja auch erst später.
„Wie geht es Teddy überhaupt? Ich habe ja so lange nichts mehr von ihm gehört“, fragte Mrs. Weasley, die ihre unzähligen Kochtöpfe überwachte.
„Ich habe ihn auch länger nicht mehr gesehen, weil er einfach so beschäftigt ist. Die ersten beiden Jahre müssen anscheinend sehr hart sein, doch in seinen Briefen schreibt er, dass es ihm sehr gut gefällt und es ihm wirklich Spaß macht. Albus kannst du mir bitte mal meinen Zauberstab geben?“ , antwortete Harry und Albus blickte auf die drei Zauberstäbe, die vor ihm auf dem Tisch lagen. James deutete auf den in der Mitte und ohne Nachzudenken nahm Albus ihn in die Hand – was natürlich ein Fehler war. Er starrte auf die Gummipuppe, die er in der Hand hielt und rollte mit den Augen, während James losprustete. Harry drehte sich um und betrachtete die beiden kopfschüttelnd. „Ist okay, Al. Accio Zauberstab!“, sagte er und einer der Zauberstäbe schwebte in Harrys ausgestreckte Hand.
„Also James hat eindeutig das Fred-und George-Gen geerbt“, kommentiere Mrs. Weasley und für einen Moment zog ein dunkler Schatten über ihre Augen beim Gedanken an Fred, doch sie fing sich schnell wieder.
„Hat Teddy eine Freundin?“, fragte sie dann an Harry gewandt und Albus und James warfen gleichzeitig einen kurzen Seitenblick auf Victoire, die sich am Tisch mit Mr. Weasley, Hermine und Rose unterhielt. Harry schmunzelte nur leicht und sagte: „Frag ihn das doch lieber selbst."James, Albus, David und Fred wurden damit beauftragt, Butterbierflaschen aus dem Keller zu holen und unter viel Geächze schleppten sie jeder einen großen Kasten ins Esszimmer.
„Da könnte man mit einem Schwenker seines Zauberstabs das hier erledigen, aber nein, man muss natürlich die lieben Kinder schuften lassen“, meinte Fred und die anderen nickten eingängig.
„Das ist gut, stellt die Kästen einfach dort drüben hin. Es gibt dann auch bald Mittagessen. Tragt doch bitte eure Koffer nach oben und bezieht die Betten. Wir haben ja leider keinen Hauselfen“, empfang sie Mrs. Weasley und die vier stöhnten auf. Mrs. Weasley überging dies und sagte: „Wir haben mit ein bisschen Magie nachgeholfen und jetzt sollte alles groß genug sein. Also die Jungs schlafen in Charlies altem Zimmer und die Mädchen im Gästezimmer im zweiten Stock.“
Als Albus in das eher kleine Zimmer trat, war er überrascht, wie geräumig es jetzt wirkte und wie sechs Betten darin Platz fanden. Schnell sicherte James sich das größte Bettdirekt am Fenster und breit grinsend hievte er seinen Koffer darauf. Fred schmiss sich auf das Bett daneben und begutachtete eingehend die Drachenposter, die an den Wänden hingen. Hugo und Louis, der Bruder von Victoire, kamen hinter ihnen ins Zimmer. Louis war ein Jahrgang unter Victoire, allerdings in Ravenclaw,weshalb sie ihn nicht allzu oft sahen. Bill und Fleurs Kinder waren alle in drei Häuser unterteilt, doch nachdem Dominique, die ursprünglich eine Hufflepuff war, unbedingt nach Beauxbatons hatte gehen wollen, war sie nur in den Ferien in England. Sie war jetztwie Jamesim dritten Jahr und hatte sich,seit sie ein Jahr zuvor nach Frankreich gegangen war,- sehr zu Fleurs Freude – gut eingelebt und zu einer richtigen Beauxbatonsschülerin entwickelt.
Louis setzte sich auf das Bett gegenüber von James und fuhr sich mit einer lässigen Geste durch seine mittellangen, roten Haare, die fast unbeabsichtigt ausgesehen hätte, würde Albus Louis nicht kennen. Der große Junge war Bill wie aus dem Gesicht geschnitten und hatte die gleichen tiefblauen Augen wie Fleur. Abgesehen davon, dass er ein wenig eingebildet war, mochte Albus ihn sehr gerne.
„So, wie schaut’s aus Jungs? Die gleiche Zusammenstellung wie letztes Jahr, was? Oh, nein anscheinend doch nicht. Wer bist du? Ein Freund von Al?“, fragte er und David wurde leicht rot.
„Ja“, antwortete er. „David. David Tyler“, stellte er sich vor.
„Cool“, meinte Louis und zog einen Mundwinkel zu einem schiefen Lächeln hoch. „Ich bin Louis, einer der unzähligen Cousins. Falls du es bei dieser Riesenfamilie nicht sowieso wieder vergisst. Ich bin der Sohn von Bill und Fleur, kleiner Bruder von Vic und Nicky“, erklärte er und David nickte leicht unter zusammengezogenen Augenbrauen.
„Ich versuch’s mir zu merken. Louis“, erwiderte er und Louis lachte. Er wollte noch etwas hinzufügen als die Tür aufgerissen wurde.
„Hugo?“
Roses Kopf lugte durch die Tür und sie nickte den anderen zu, bis sie sich mit verärgertem Gesichtsausdruck zu ihrem Bruder wandte. „Hugo, Mum sucht dich. Du sollst zu ihnen ins Zimmer. Sie meint, du hättest deine Tasche im Haus am Grimmauldplatz vergessen. Stimmt das?“, fragte sie abschätzig und Hugo schluckte.
„Ich-“, fing er an.
„Geh einfach nach oben und klär das mit Mum“, unterbrach sie ihn harsch und schnalzte mit der Zunge. Er ließ die Schultern hängen und verschwand durch die Tür.
„Hey Louis, ich hab dich noch gar nicht gesehen“, sagte Rose und lächelte ihm zu. Albus, James und Fred warfen sich vielsagende Blicke zu. Es war schon offensichtlich, dass alle ihre Cousinen irgendwie auf Louis standen und er schien das sichtlich zu genießen.
„Rosie, hej! Wie geht’s?“, fragte er und begann dann seinen Koffer auszuräumen.
„Gut, und dir?“, fragte sie zurück und trat ins Zimmer, um sich auf Hugos Bett zu setzen.
„Ich kann mich nicht beklagen“, erwiderte er und gab wieder sein schiefes Lächeln zum Besten.
„Bist du eigentlich immer noch in der Quidditchmannschaft?“, fragte James interessiert und Louis nickte.
„Jäger, oder?“, fragte Albus und strich seine Bettdecke glatt.
„Jap, schade auch“, antwortete Louis. „Also ich meine das mit Slytherin. Ihr wart echt viel besserals die.“
Rose verdrehte die Augen und meinte: „Wenn es jetzt sowieso nur wieder um Quidditch geht, gehe ich mal nach unten. Ihr solltet dann auch bald kommen, es gibt ja Mittagessen.“
James grinste ihr hinterher und sagte leise: „Ich wusste doch, wie ich sie loswerden kann.“
„James“, setzte Albus scharf an.
„Was? Das ist unser Jungenzimmer und kein Flirtcafé“, gab er bissig zurück und Louis lachte kurz auf. „Jetzt werd’ bloß nicht eifersüchtig, James“, sagte er und klopfte dem einen Kopf kleineren James auf die Schulter.
„Pah“, sagte dieser nur und sah dann zu Fred, der das ganze Schauspiel amüsiert betrachtet hatte. „Gehen wir?“
David und Albus folgten kurze Zeit später Fred und James nach unten und setzten sich an den mit Töpfen, Tellern und Kelchen beladenen Tisch. David, der sich die letzten zehn Minuten nur darüber ausgelassen hatte, wie fasziniert er von dem Haus war, verrenkte sich schon wieder den Kopf um alles im Zimmer aufzunehmen. Er entdeckte die Uhr mit den neun Zeigern und deutete aufgeregt darauf.
„David, piss dich nicht ein. Das ist bloß eine Uhr“, kommentierte James belustigt und Albus lachte. „James“, erklang die mahnende Stimme seiner Mutter. „Kannst du dich nicht ein bisschen netter ausdrücken?“
„Ich nehm’ das mal als rhetorische Frage auf“, erwiderte James und warf einen Blick in den Topf, der genau vor ihm stand.
„Aber wirklich“, verteidigte Victoire Ginny und sie warf mit einer graziösen Geste ihre Haare zurück, die Albus an Louis erinnerte.
„Was denn?“, entgegnete James mit vollem Mund, da er sich eine Kartoffel aus einer Schüssel vor ihm genommen hatte. Victoire lächelte ihn an und sagte: „Das ist doch kein Umgangston Gästen gegenüber.“ Sie verwuschelte Davids Haare und setzte sich dann gegenüber von ihnen. Victoire hatte einen Narren an Davids Haaren gefressen und wann immer sich ihr die Gelegenheit bot, verstrubbelte sie ihm die braunen Locken. David versuchte sich seine Haare wieder zu richten und sah die beiden mit einer Mischung aus Verärgerung und Belustigung an.
„Ist schon gut“, meinte er dann. Langsam trudelten alle ein und George setzte sich neben Albus, während gegenüber von ihm sein Dad Platz nahm.
„Also, das Ministerium weiß immer noch nicht weiter?“, fragte George gerade Harry und Albus horchte auf. Ging es immer noch um die Zeitumkehrer?
„Nein, ich denke mal, dass es noch ein Verfahren geben wird, weil, auch wenn wir so gut wie keine Spuren gefunden haben, ist es doch ein Anhaltspunkt.“
George schüttelte leicht den Kopf. „Ich kann mir das echt nicht vorstellen. Nichtdass ich ihn kennen würde, doch man hört nur Gutes und Fred hat mir erzählt, dass der Unterricht echt gut sei“, sagte er und nahm sich ein Stück Brot.
„Geht es um Professor Nolde?“, fragte Albus sofort und die beiden sahen ihn jetzt erst richtig an und nickten dann.
„Ich dachte, die Anklage wurde fallen gelassen, wegen Mangel an Beweisen“, meinte er und schaute sie fragend an.
„Jaah“, sagte Harry zögernd. „Aber wir haben immerhin die Zeitumkehrer dort gefunden, auch wenn er vielleicht nicht angeklagt wird, werden wir dort doch noch weiter suchen und sehen, wie sie dahin gekommen sind. Der Gedanke, dass irgendjemand in Hogwarts damit etwas zu tun hat, geht mir nicht aus dem Kopf. Ich meine, erstens die Zeitumkehrer, die wir dort gefunden haben, zweitens dieses Beben und drittens das mit den Hauselfen“, zählte er auf. Albus dachte an Stubbins sagte jedoch erst einmal nichts.
„Ich seh’ da bloß noch nicht so den Zusammenhang“, meinte George und seufzte.
„Worum geht’s?“, fragte David, der den Anfang des Gesprächs nicht mitbekommen hatte.
„Hogwarts“, antwortete Albus. „Die Zeitumkehrer und Hauselfen und so weiter.“
David nickte. „Ach so. Hast du von unserem Verdacht erzählt?“, fragte er leise, doch Harry hörte es trotzdem.
„Was für ein Verdacht? Habt ihr irgendwas Ungewöhnliches beobachtet?“, fragte er sofort.
„Nun, ja. Also, wir glauben, dass es vielleicht Stubbins ist. Weißt du? Der Hausmeister.“
George runzelte die Stirn. „Ist das der, der nur einen Arm hat? Wie kommt ihr gerade auf den?“, fragte er.
„Wir haben an Halloween jemanden gehört, wie er mit einem Hauselfen gesprochen hat. Wir glauben einfach, dass es er war, weil kein Lehrer infrage kommt“, erklärte David und Albus sah seinen Vater unsicher an.
„Interessant, daran habe ich noch nicht gedacht. Wir können dem vielleicht auf die Spur gehen. Doch es gibt natürlich keine Beweise. Ich werde das noch einmal mit Nathan besprechen.“
„Seitwann bist du per du mit Nathan Nolde?“, fragten Ginny und Hermine gleichzeitig, da sie bei dem Namen aufgelauscht hatten. Harry lachte. „Ja, das würdet ihr wohl gerne wissen, was?“
„Interessieren würde es mich schon, schließlich ist er ein ziemlich bekannter Zauberer“, erwiderte Hermine.
„Bin ich doch auch“, sagte Harry und zog grinsend die Augenbrauen hoch.
„Ach so,und da kennt man sich natürlich automatisch“, meinte Ginny sarkastisch.
„Ja, also du musst anscheinend noch etwas an deinem Berühmtheitsgrad arbeiten, wenn du ihn näher kennen lernen willst“, gab er zurück und nahm dann lächelnd ihre Hand. Sie schlug seine Hand weg und sagte: „Achso, ist klar. Dann kann Mr. Famous doch sicher auch die Sache mit unserem Sommerurlaub regeln, oder?“, sagte sie und lächelte ihn zuckersüß an. Er stöhnte auf. „Warum willst du denn auch unbedingt nach Afrika?“, fragte er. David horchte auf. Schon seit gut einem Jahr hatte Ginny sich den Plan in den Kopf gesetzt mit der ganzen Familie nach Südafrika zu fahren, weil eine Freundin von ihr dort hingezogen war. Nachdem eine Kollegin von Harry davon Wind bekommen hatte, wollte sie ihm einen Auftrag aufdrängen, den er dort ausführen sollte, wo er jedoch partout keine Lust drauf hatte.
„Meine Eltern sind auch gerade da“, sagte David.
„Wirklich?“, fragte Ginny und sah ihn interessiert an. „Wo denn da?“
„Ähm, ich glaube im Moment sind sie auf den Weg zurück wieder nach Südafrika. Sie forschen dort“, antwortete und Ginny öffnete leicht den Mund, während Harry das Gesicht in seinen Händen vergrub.
„Oh, vielleicht können sie uns Tipps geben. Wie heißen deine Eltern? Vielleicht kann ich Kontakt aufnehmen“, sagte sie aufgeregt. „Eulen kommen doch so weit, oder?“
„Mum“, unterbrach Albus sie. „Seine Eltern sind Muggel! Das ist dir klar, oder?“
Sie schluckte. „Ach ja, stimmt, hätte ich beinahe vergessen.“ Harry lachte und auch James und Albus stiegen in sein Lachen ein. Sie hielten alle drei nicht viel von ihrem Plan.
„Ich fände es cool“, meinte Lily trotzig und bekam ein Lächeln von ihrer Mutter geschenkt.
Der Tag ging viel zu schnell herum und Albus kam es vor, dass sie gerade den Tisch abgeräumt hatten, als sie ihn auch schon wieder zum Abendessen deckten. Er war gerade dabei, die Teller auf dem Tisch zu platzieren, als er einen Aufschrei aus der Küche vernahm.
„Teddy!“, rief Mrs. Weasley und einen Moment später trat Ted Lupin mit einem breiten Grinsen ins Zimmer. Ted war sehr groß und hager. Er trug einen großen Rucksack und in seinem dunkelblonden Haar fanden sich einige türkise Strähnen. James sprang auf und auch Albus legte seine Teller nieder.
„Teddy“, schrie nun auch James und die beiden stürzten sich stürmisch auf ihn. Er lachte laut aus und schlug den beiden brüderlich auf den Rücken. „Na, ihr Großen,wie steht’s?“
Er warf einen Blick über sie hinweg und ein seltsam weiches Lächeln legte sich kurz über sein Gesicht, bevor er sich wieder an James und Albus wandte. Verwirrt drehte sich Albus um und sah Victoire die Treppe heruntersteigen. Hinter ihr kam Harry und auch er drückte Teddy zur Begrüßung. Kaum hatte Albus sich versehen war die ganze Familie wieder unten versammelt, um Teddy zu begrüßen und als sie gerade fertig waren, platzen Percy und Audrey auch ins Zimmer. Hinter ihnen kamen Lucy und Molly,ihre beiden Kinder,zum Vorschein und das Chaos war komplett. Percy neigte schon zur Glatze und seine Hornbrille ließ ihn um einiges älter aussehen, als er wirklich war. Audrey, die ebenfalls wie Percy im Ministerium arbeitete, lächelte alle an und begrüßte sie mit einem lauten: „Fröhliche Weihnachten dann auch an euch!“ Sie hatte kurze braune Haare und strahlend blaue Augen.
„Lucy, Molly“, rief Mrs. Weasley aus und nahm ihre Enkelkinder in die Arme.
Als Albus seinen Onkel, seine Tante und seine Cousinen begrüßt hatte, lief er wieder zu Teddy, der von James mit Fragen bombardiert wurde.
„Was machst du da denn so?“, fragte er gerade Teddy, der James amüsiert ansah.
„Jay, lass uns doch erst einmal hinsetzen“, erwiderte er und James zuckte mit den Schultern. „Ja, geht klar“, sagte er ohne Scham und schnell setzte Albus sich zu ihnen. Teddy war der Einzige, dem James es erlaubte ihn Jay zu nennen. David nahm neben Albus Platz und Victoire, die sich kaum merklich über James aufdringliches Verhalten störte, ließ sich wie schon beim Mittagessen gegenüber von den dreien nieder. Lucy, die im gleichen Jahrgang wie Louis war, setzte sich neben sie. James, der für’s erste den Mund hielt, guckte sich nach Fred um und winkte ihn zu sich, damit er den Platz neben James in Beschlag nehmen konnte.
„Krass“, sagte Lucy gerade zu Victoire. „Dass echt 25 Leute hier reinpassen. Dad meinte schon, dass das wahrscheinlich sehr eng wird. Wo schlafen wir denn überhaupt?“
„Im Gästezimmer und das zu siebt, das wird eine lustige Woche“, antwortete Victoire und Lucy riss die Augen auf. Molly kam zu ihnen und setzte sich neben Lucy. Lucy, die sehr nach ihrem Vater kam und lange dunkelrote Haare hatte, entdeckte David und lächelte ihn breit an.
„Hi, ich bin Lucy“, stellte sie sich vor und David wurde ein wenig rot. „David“, sagte er knapp und Victoire beugte sich leicht zu Lucy, um ihr ins Ohr zu flüstern: „Die Haare, hast du die Haare gesehen. So süß!“ David rollte mit den Augen und Teddy warf ihm einen kurzen flüchtigen Blick zu. Einen Augenblick später hatten sich seine Haare in hellbraune Locken verwandelt und er schaute skeptisch in einen Spiegel, der gegenüber von ihm angebracht war.
„Also, ich weiß nicht“, meinte er und als Victoire zu ihm blickte, lachte sie laut los. „Ob das für dich was ist, weiß ich nun wirklich nicht, aber es ist toll zum Durchwuscheln“, sagte sie und Teddy zwinkerte ihr zu.
„So, also es gibt jetzt Abendessen. Ich würde sagen, wir stoßen erst einmal alle gemeinsam an, denn dass wir es geschafft haben, fast die ganze Familie zu versammeln – Charlie konnte ja leider nicht – ist doch einfach schön, oder?“, Mr. Weasley hatte seinen Kelch erhoben und gleichzeitig taten es ihm alle nach. Als alle Butterbierflaschen, Kürbissaftkelche und Weingläser in der Luft waren, sagte Mr. Weasley laut: „Auf die Weasleys, die Potters und natürlich auch auf Teddy und David!“

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*Weihnachten wird in England am 1. Weihnachtsfeiertag (am 25.) gefeiert, falls sich jemand wundert. An Christmas Eve(Heiligabend) gibt es noch keine Geschenke.


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Er kann ausgezeichnet mit Schauspielern umgehen und schafft es, all seinen Filmen und Figuren viel Menschlichkeit einzuhauchen. Ich bin begeistert.
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