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Fanfiction

Albus Potter - Tee bei Hagrid (Part II)

von lenkpflaume

Am Dienstagmorgen kamen Albus und David fast zu spät, denn nach dem sie bestimmt von drei Gemälden unterschiedliche in verschiedene Richtungen gejagt waren, während Rose und ihre Zaubertrankpartnerin schon vorgegangen waren, kamen sie erst nach langem Hin- und Herrennen an ihr Ziel.
Professor Nolde warf einen tadelnden Blick auf seine Uhr und schloss hinter ihnen mit einem Schnippen seines Zauberstabes die Tür.
Seine eisengrauen Locken hatte er nach hinten gekämmt, sodass sie sich nun an seinem Nacken kräuselten und unter seinem indigoblauen Umhang zeichnete sich ein muskulöser Oberkörper ab. Hinter seiner Brille beobachteten seine klugen, braunen Augen die Schüler.
„Guten Morgen Schüler“, sagte er mir tiefer, langsamer Stimme.
„Ich bin Nathan Nolde, ihr neuer oder wohl eher ihr erster Lehrer in Verwandlung und freue mich darauf mein bescheidenes Wissen an sie weiter zu geben.“ Er lächelte und Albus hörte ein leises Auflachen von Rose, die vor ihm saß.
„Anfangs werden wir uns natürlich erst einmal einfachen Transfigurationen und Metamorphosen beschäftigen, doch sollte man nie vergessen, dass in der Kunst der Verwandlung egal auf welchem Niveau immer höchste Konzentration gefordert ist. Sie sollten sich bewusst sein, dass Verwandlung eine Form der Magie ist, die zu den schwierigsten zählt.“ Er legte eine Pause ein und betrachtete sie eingehend.
„Doch hat man elementare Dinge der Verwandlung gelernt, so wird man merken, dass diese so schöne Art der Magie sehr effizient und nützlich sein kann. So lege ich ihnen alle ans Herz, dass sie mit Fleiß und Eifer an die Sache herangehen werden.“
Er lächelte und Albus konnte sich bildlich Roses glühende Augen vorstellen.
„Ich gehe davon aus, dass sie sich Emeric Wendel’s Werk zur Verwandlung zugelegt haben und auch wenn es nicht auf ihrer Liste stand, empfehle ich-“, er lächelte kurz „auch meine eigenen Werke, obwohl sie nicht für Schüler gedacht sind, sind sie doch als Nachschlagewerk oft gut zu gebrauchen. Heute werden wir mit der einfachsten Form von Wandelzaubern beginnen. Ich bitte sie nun ihre Zauberstäbe herauszuholen.“
Wie Professor Nolde vorausgesagt hatte, war es äußerst kompliziert einen Gegenstand zu verwandeln. Albus Streichholz hatte schon den silbernen Schimmer einer Nadel, doch konnte man noch allzu gut seine vorherige Form erkennen. David hatte es gerade geschafft den Kopf seines Streichholzes in etwas Spitzes zu verwandeln, als Rose jubelte. Vor ihr lag eine kleine Messingmünze, der dem Knopf, den sie zuvor in der Hand gehalten hatte, gar nicht mehr ähnelte. Sie kassierte sogleich Punkte und war auf und dran einen zweiten Knopf zu verwandeln. Doch nun schallte auch vom anderen Ende des Raumes Jubel. Die Zwillinge Lorcan und Lysander hatten es anscheinend auch geschafft ihre Gegenstände zu verwandeln.
Nolde schritt elegant durch den Klassenraum, um sich auch ihre Verwandlungskünste anzusehen.
In den nächsten Tagen hatte Albus vor allem das Gefühl von einem Klassenzimmer ins nächste zu rennen. Das Schloss war so groß und verwinkelt, dass Rose und er sich einmal in einem Raum inmitten von altem Putzmittel wieder fanden, dass meilenweit von ihrem Raum für Geschichte der Zauberei zu liegen schien, ohne zu wissen wie sie dort hingelangt waren.
Der Unterricht und die damit verbundenen Hausaufaufgaben schienen Albus alle Zeit zu nehmen, sodass er sich am Freitagmorgen fragte, was er außerhalb des Unterrichts eigentlich gemacht hatte. Als er beim Frühstück einen Blick auf seinen Stundenplan warf, stellte er begeistert fest, dass seine erste Flugstunde auf den heutigen Tag fiel.
„Super, wir können endlich fliegen“, sagte er gerade zu David, als sich James gegenüber von ihm setzte.
„Na, Bruderherz“, sagte er laut, sodass sich einige Schüler im Umfeld umsahen.
„Wie schaut’s aus?“, fragte er ihn und schmierte sich dabei Marmelade auf seinen Toast.
„Mmh“, antwortete Albus mit vollem Mund.
„Ah- ja, ich wollte dich nur daran errinern, dass wir heute Nachmittag zum Tee bei Hagrid sind. Falls ich sie nicht sehe, kannst du ja Rosie noch bescheid sagen.“
„Mach ich, aber sie hat es bestimmt nicht vergessen.“
James setzte zu einer Antwort an, doch diese ging im allgemeinem Eulengeschrei unter, die gerade ankamen.“
James sah nach oben und entdeckte dann seine große, braune Eule. Sie hatte einen großen Briefumschlag an ihrem Fuß und landete gekonnt zwischen zwei Krügen Kürbissaft.
„Hey, guck mal, Al! Das ist von Mum und Dad!“, rief James und zog den Brief heraus. Albus schaute auf den Briefabsender. James hatte Recht. Aufregt streckte er die Hand nach dem Brief aus, doch James hatte ihn bereits entfaltet und las.
„Erst ich!“, sagte er. Albus sah ihn verärgert an. „Schließlich kam er mit meiner Eule und-“ und dabei grinste er süffisant. „zweitens bin ich älter!“
Als Albus dann den Brief in den Händen hielt, musste er enttäuscht feststellen, dass er nur relativ kurz war.

Lieber James, Lieber Albus,
ich hoffe es geht euch gut und ihr habt die erste Woche in Hogwarts gut überstanden, vor allem du, Albus. Hier zu hause ist es nun noch ruhiger geworden. Lily geht es gut, obwohl sie natürlich ihre zwei großen Brüder vermisst. Dad hat viel im Ministerium zu tun, sodass ich viel Zeit habe zu hause zu arbeiten. Er erzählte mir gestern von einer Einladung von Hilda, die ihn fragte, ob er nicht in der Woche von Halloween Zeit habe, nach Hogwarts zu kommen. Ich bin mir nicht sicher, ob er schon eine Antwort geschickt hat, doch bin ich mir sicher, dass er kommen wird. Ich habe im Tagespropheten gelesen, dass nun Nathan Nolde bei euch Unterricht und bin positiv überrascht. Ihr müsst wissen, dass er unter Wissenschaftlern als einer der besten in seinem Gebiet gilt und sehr berühmt bei allen Zauberern und Hexen ist.

Wenn ihr noch etwas braucht oder es zu hause vergessen habt, so schreibt mir bald, damit ich es in der Winkelgasse besorgen kann. Vergesst nicht heute Nachmittag zu Hagrid zu gehen und grüßt Neville, Gwenog und Rose von mir.

Liebe Grüße Mum

Albus verspürte einen Stich in der Brust, als er den Brief seiner Mutter las und etwas zog sich in ihm zusammen, doch da James seine Augen immer noch auf ihn gerichtet hielt, lächelte er nur kurz und gab ihm dann den Brief zurück.
„Ihr habt heute Flugunterricht, nicht wahr?“, fragte dieser, als er Albus Stundenplan studierte.
Albus nickte. „Na, dann hoffe ich für dich, dass du dich nicht blamierst und vom Besen fällst. Was würde das für einen Eindruck machen und außerdem werde ich am Wochenende bei den Auswahlspielen mitspielen“, sagte er.
Albus sah auf. „Am Wochenende?“
„Ja“, entgegnete James.

Als sich die Gryffindors am Nachmittag zum Quidditchfeld begaben, breitete sich eine angespannt heitere Stimmung auf. Die meisten, die aus Zaubererfamilien kamen, waren schon mal auf einem Besen geflogen, doch die für die Mugglestämmigen war dies etwas vollkommen Neues.
„Ich bin halbblütig“, sagte Denzel Buckleberry gerade zu John Fillips. „Mein Vater hat es meiner Mutter bis zur Hochzeit nicht erzählt, dass er ein Zauberer ist. Sie hat einen ganz schönen Schrecken bekommen. Doch seitdem kommt sie ganz gut damit zurecht. Mein Vater hat mir als ich sieben war oder so, dann so einen Kinderbesen geschenkt. Mit dem bin ich dann immer mal wieder ein bisschen bei uns im Garten rumgeflogen. Meine Mutter hatte furchtbare Angst, dass die Nachbarn es sehen würden.“ Er lachte.
„Stimmt es, dass Gwenog Jones uns unterrichtet. Also die Gwenog Jones?“, fragte ein Gryffindormädchen namens Bonnie Clasky ihre dunkelhaarige Freundin im selben Moment.
„Du bist bestimmt auch richtig gut im Quidditch, oder?“, fragte Roses neue Freundin Cathy McDougan ihn. Er schluckte.
„Ich meine, deine Mutter hat bei den Holyhead Harpies gespielt, dein Vater ist glaube ich ziemlich gut und fliegt dein Bruder nicht morgen bei dem Auswahlspiel mit?“, fragte sie ihn.
„Na, ja-“, sagte er, um sich Zeit zu verschaffen.
„Er ist gut“, stellte Rose knapp klar.
„Ich bin nicht übel, aber mein Bruder ist tausendmal besser als ich“, versicherte er ihr.
Als sie das Feld erreicht hatten, sahen sie bereits eine Reihe von Besen auf dem Boden liegen.
Albus wirkte merklich angespannt und begeistert zugleich.
„Hallo“, ertönte nun eine energische Stimme hinter ihnen. Fast simultan drehte sich die ganz Klasse um. Eine große, breitschultrige Frau mit kurzen, schwarzen Haaren schritt dynamisch hinter einem Pfosten der Torringe hervor und musterte sie mit interessierten Augen.
Sie zwinkerte Albus zu und stellte sich dann vor die Besen.
„Nun, ich werde sie nicht lange aufhalten. Stellen sie sich alle neben einen Besen-“, sie hielt inne und wartete, bis alle sich neben einen der Besen gestellt hatten.
Albus musterte seinen Besen, der schon etwas mitgenommen aussah und die feine Inschrift Sauberwisch 11 trug. Soweit er wusste, war erst diesen Sommer das neue Modell des Sauberwisch 19 herausgekommen und er fragte sich, wie alt dieser Besen wohl sein mochte.
„Ich bitte sie nun alle ‚Hoch’ zu sagen und ihren Besen festzuhalten. Auf drei!“, sie rief ein lautes „Drei“ und alle Schüler begannen ihren Besen mit einem „Hoch“ zu motivieren.
Albus Besen ruckte etwas und gerade als er zu einem zweiten Hoch ansetzten wollte, sprang er in die Luft und blieb etwa auf Hüfthöhe in der Luft neben ihm schweben. Er beobachtete seine Mitschüler. Nur ein Mädchen hatte ihren Besen schneller in die Luft bekommen als er. Das Mädchen, welches vor Überraschung, als ihr Besen sofort auf ihr Kommando reagiert hatte, leise aufgeschrieen hatte, hatte lange, schwarze Haare, die sie in einem Zopf nach hinten trug.
Roses Besen hatte sich nach ihrem dritten „Hoch“ erbarmt und war in die Luft geschwebt. Auch David hatte noch einige Probleme. Nachdem er beim ersten „Hoch“ so anfangen musste zu lachen, weil sein Besen ruckartige Bewegungen auf dem Boden vollführt hatte, war dieser immer noch auf dem Boden. Als er sich jedoch wieder konzentriert hatte, schaffte er es bei zweiten Mal. Die meisten Schüler hatten es nun hingekriegt, ihre Besen zu bewegen. Nur der Besen des hageren Jungen mit den glatten schwarzen Haaren lag noch auf dem Boden. Madam Jones ging zu ihm hinüber, um ihm zu helfen.
„Ich werde jetzt für die unter ihnen, die noch nicht mit Quidditch vertraut sind, die Regeln erklären. Ich weiß ja, dass die meisten sie schon kennen“, fügte sie hinzu, als einige zu Murren begannen.
„Quidditch gibt es schon seit vielen hundert Jahren, doch für viele ist das Jahr 1473 das Jahr in dem die erste Weltmeisterschaft stattfand, in dem Quidditch offiziell zu einer Sportart wurde. Es spielen immer zwei Mannschaften à sieben Spieler gegeneinander. Jeder Spieler ist für einen besonderen Ball zuständig. So gibt es den Quaffel, den die drei Jäger aus den beiden Mannschaften versuchen müssen in die gegnerischen Torringe zu werfen. Dann gibt es zehn Punkte. Um das zu verhindern gibt es den Hüter, welcher die Torringe vor den Jägern beschützt. Dann gibt es die Treiber, welche für die Klatscher zuständig sind. Es gibt zwei Treiber in jedem Team – ich bin übrigens auch Treiber -, welche mit dem Schlagholz die Mitschüler vor dem Klatscher beschützen oder die gegnerischen Mannschaft ablenken sollen. Nun die vielleicht wichtigste Position: Der Sucher. Dieser kleine Ball-“ und sie hielt in ihrer behandschuhten Hand einen kleinen, geflügelten Ball in die Höhe. „Dieser Ball bringt beim Fang 120 Punkte für die eigene Mannschaft ein und beendet das Spiel. Gewonnen hat natürlich die Mannschaft mit den meisten Punkten.“, beendete sie ihren Vortrag. Dann setzte sie sich auf ihren Besen und sagte: „Doch, jetzt fliegen wir erst einmal eine Runde. Bei meinem Pfiff stößt ihr euch vom Boden ab und versucht hinter mir her zu fliegen.“
Alle bestiegen ihre Besen und als sie kräftig in ihre Pfeife blies, hoben rund ein Dutzend Besen vom Boden ab.
Der Wind blies Albus durch die Haare und das Gefühl von unbegrenzter Freiheit ergriff ihn. Er liebte das Fliegen und während er darauf bedacht war hinter Gwenog Jones, die für ihn jetzt Madam Jones war, herzufliegen, machte er einen Looping und lachte auf. Er hörte Roses hysterischen Aufschrei und musste lächeln.
Sie tauchte neben ihm auf.
„Al! Pass auf, so gut kannst du dann vielleicht doch nicht fliegen“, ermahnte sie ihn.
„Ach, was…“, rief er ihr zu und beschleunigte.

Auf dem Weg zu Hagrids Hütte trafen sie auf James und Fred. Sie liefen die grünen Hänge zum Rand des Verbotenen Waldes am See entlang und unterhielten sich über die erste Flugstunde der Erstklässler. Albus hatte David gefragt, ob er nicht auch mitkommen wolle und er hatte nach einigem Zögern eingewilligt.
Als sie klopften, ertönte ein lautes Bellen von innen und die Tür wurde aufgerissen. Die große, bärtige Gestalt von Hagrid tauchte auf und lächelte breit. Sein langes Haar wies schon einige graue Strähnen auf.
„Na, kommt rein. So viele habe ich gar nicht erwartet.“
Sie gingen in die runde Hütte und Albus setzte sich neben Rose auf ein großes, plüschiges Sofa. Hagrid begann am Herd zu hantieren und setzte dann eine Kanne Tee auf. Er blickte in die Runde und blieb bei dem kleinen, lockigen Jungen hängen, der schüchtern lächelte.
„David Tyler“, sagte er. Hagrid runzelte leicht die Stirn.
„Hmmh, der Name sagt mir nichts. Was machen deine Mum und dein Dad?“, fragte er mit tiefer Stimme.
„Sie sind Ethnologen“, sagte er und fügte dann bei Hagrids verwirrtem Gesichtsausdruck hinzu: „Muggel“.
„Ah-ha und was sind Ethno-“, begann er, doch in diesem Moment schrie Fred laut auf. Hagrids alter Saurüde Fang, der Fred freudig begrüßt hatte, war etwas zu übermutig gewesen und hatte ihn vom Stuhl gestoßen.
„Grandpa wird dich mögen“, sagte James.
„Warum?“
„Er ist muggelvernarrt“, sagte Fred.
„Seid ihr eigentlich alle miteinander verwandt?“, fragte David und schaute sie kopfschüttelnd an. Rose lachte und nickte, während von David eine Art Knacken kam, als er in einen von Hagrids Felsenkekse biss.
„Und wie war die erste Woche?“, fragte Hagrid schnell, der ihnen gerade die Teetassen eingoss.
„Pff“, sagte James und verkreuzte die Arme hinter dem Kopf.
„Wahrsagen ist zum Kotzen und ich weiß echt nicht, warum ich Arithmantik gewählt habe.“
Rose runzelte die Stirn und sah ihn missbilligend an, doch Hagrid lachte.
„Ich meine, diese alte Hexe ist doch verrückt“, stieß James verteidigend aus.
„Trelawney?“, fragte Hagrid glucksend.
„Und eure erste Woche in Hogwarts?“, fragte er an die anderen drei gerichtet.
„Toll“, sagte Rose zu erst. „Es ist so schön hier und man lernt so viel“, führte sie begeistert aus. Hagrid betrachtete sie liebevoll und fragte dann: „Stimmt es, dass du genauso gut wie Hermine in der Schule bist?“
Albus nickte und antwortete dann: „Ich meine sie wurde ja schon fast von ihrer Mutter genötigt, alle Schulbücher auswendig zu lernen.“
„Stimmt doch gar nicht, sie hat nur gemeint, dass es wichtig im Leben ist ehrgeizig zu sein und wenn ich gut in der Schule sein möchte, wäre es ratsam, die Schulbücher schon vorm Schulbeginn zu lesen“, entgegnete sie leicht empört.
Fred lachte auf. „Ratsam?“, rief er.
„Wohl eher lebensnotwendig, Rosie.“
James und Albus stimmten in sein Lachen ein und Rose lief dunkelrot an.
„Jetzt macht euch doch nicht lustig über sie. Nur weil ihr nicht so gut in der Schule seid, müsst ihr jetzt nicht auf-“, tadelte Hagrid, wurde jedoch von James unterbrochen.
„Ich war drittbester aus meinem Jahrgang bei den letzten Prüfungen!“
„Von hinten, oder was?“, fragte Albus und Fred prustete wieder los.
„Jedenfalls“, setzte Hagrid erneut an schmunzelte. „Wollte ich mal hören, wie so die neuen Lehrer sind. Da gab es ja viel Rummel vor Schulbeginn.“
„Wieso?“, fragte Rose.
„Na ja, Nolde hatte ja den Job schon sicher, doch sie hatten echt Probleme einen Lehrer für Zaubertränke zu finden. Aber dieser Professor Foretti – keiner kannte ihn so wirklich. Hat lange im Ausland gelebt un’ jetzt hat er sich ziemlich kurzfristig hier beworben. McGonagall hatte ja keine andere Auswahl, also hat sie ihn genommen. Wurde dann auch gleich zum Hauslehrer. Gibt ja sonst keinen anderen Lehrer, der infrage kommen würde“, erklärte Hagrid, während die anderen gespannt lauschten.
„Aber warum möchte denn keiner Zaubertranklehrer werden. Es gibt doch bestimmt genug Leute, die das Zeug dazu hätten, oder?“, fragte Fred.
„Is’ komisch, ne?“, raunte Hagrid. „Um die Verwandlungsstelle haben sie sich gerissen, aber war ja klar, dass er’s bekommt. Wie ist er denn, der große Nathan Nolde?“, fragte er.
„Er weiß sehr viel“, meldete sich nun David das erste Mal zu Wort.
„Er weiß alles“, korrigierte Rose ehrfürchtig.
„Hat ganz coole Sachen drauf, aber er labert so viel und die Menge von Hausaufgaben, die wir aufkriegen schafft noch nicht mal eine Kolonne von Hauselfen in der kurzen Zeit“, fand James.
„Ich glaube, er ist ein guter Lehrer“, meinte Albus zögerlich. „Er ist wirklich interessiert an uns und ist zwar streng, aber möchte nur, dass wir so viel wir möglich lernen.“
„Jap, man hört viel Gutes. Ich glaub, dass ist ein anständiger Kerl. Hat diese Unmengen von Büchern geschrieben. Die wollten den schon länger hier an der Schule“, sagte Hagrid.
„Und sonst so der Unterricht, ihr kommt klar?“, fragte er dann.
„Joah“, antwortete James. „Wir haben jetzt auch Pflege Magischer Geschöpfe- mit dir als Lehrer wär’s bestimmt witziger.“
Hagrid stieß ein Lachen, dass wie ein Grunzen klang aus und sagt dann: „Ach, ich weiß nicht. Ich glaub, die Raue-Pritsche macht das irgendwie nen bisschen strukturierter. Ich brauchte jetzt dann auch mal meine Ruhe. Außerdem wird die Thestralherde langsam richtig groß. Ich überlege, ob ich nicht welche verkaufen sollte.“
„Wir hatten gerade unsere erste Flugstunde“, sagte Albus.
Hagrid blickte auf. Er wusste, dass auch Albus ein begnadeter Flieger war.
„Hast du die anderen beeindruckt?“, fragte er grinsend.
„Er hat krasse Loopings gemacht“, antwortete David. „Einer der besten warst du bestimmt.“
„Einer der besten?“, fragte James amüsiert. „Tja, Al, das hört sich aber nicht sehr ruhmreich an. Wozu haben wir den Sommer so viel gespielt?“
Er grinste Albus an, der gerade mit einem Kissen zu einem Schlag ausholte.
„Ich dachte, es wäre, weil du gerne ins Quidditchteam willst“, sagte Rose mit hochgezogenen Augenbrauen und Albus konnte nur schwer sein Lachen verkneifen.
„Das habe ich doch sowieso schon in der Tasche“, meinte er und Fred lachte lauf auf.
„Wenn du morgen nicht rein kommst, lach ich dich aber so was von aus“, sagte er.
„Morgen?“, fragte Hagrid erstaunt.
„Das werde ich mir dann auch angucken, James. Ich meine, ich verpasse doch keine Chance dich fliegen zusehen“, sagte er und James reckte stolz sein Kinn ein Stück in die Höhe.
„Dad kommt auch bald“, warf Albus ein, um das Thema zu wechseln.
„Echt?“, fragte Hagrid begeistert und sein Gesicht hellte sich auf.
„Ja, mal wieder um im Unterricht zu helfen“, ergänzte James.
„Das ist großartig. Er hat es mir noch gar nicht geschrieben.“, murmelte Hagrid vor sich hin.
„Bleibt ihr eigentlich zum Abendessen?“, fragte er dann laut.
„Ähm“, sagte Rose in einem vorsichtigen Ton. Nachdem David sich fast den Zahn ausgebissen hatte, hatte keiner mehr Lust gehabt einen von Hagrids Felsenkeksen zu probieren und die schleimige, gelbe Suppe, die lustlos in einem Kessel überm Feuer kochte, sah auch nicht sehr viel versprechend aus.
„Ich glaube, es gibt auch gar nicht genug“, sagte Hagrid und Albus atmete erleichtert aus.
Sie verabschiedeten sich von Hagrid und versprachen ihm, bald wieder vorbei zu schauen.
Hagrid wünschte James viel Glück für das Auswahlspiel und dann machten sich alle fünf wieder zum Schloss auf.


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