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Fanfiction

Albus Potter - Das Quidditch-Auswahlspiel (Part II)

von lenkpflaume

Nach zwei Stunden unermüdlicher Arbeit hatten sie beide ihre Aufsätze für Verwandlung und Zauberkunst fertig und fertigten gerade ihre Sterntabellen für Astronomie an, als Rose an ihren Tisch trat.
„Na, fertig?“, fragte sie vergnügt.
„Fertig?“, fragte David und zog eine Augenbraue in die Höhe.
„Wir haben noch Zaubertränke und Kräuterkunde vor uns“, entgegnete Albus matt, während er einen Strich zwischen Orion und dem Polarstern zog.
„Warum habt ihr die Hausaufgaben denn nicht gleich letzte Woche gemacht?“, fragte sie und Albus hörte haargenau Hermines Tonfall aus ihrer Stimme heraus. Sie war ihrer Mutter so ähnlich, dass es fast schon abschreckend war.
„Sind halt nicht alle so klug wie du“, erwiderte David und setze seine Feder neu an.
Albus gähnte herzhaft und legte dann seine Feder beiseite.
„Ich habe keine Lust mehr. Lass uns das doch heute Abend fertig machen und den Rest können wir auch morgen erledigen.“
Rose zog die Augenbrauen hoch, setzte zu einer Frage an, ließ sie dann jedoch fallen.
„Großartige Idee“, antwortete David und auch ließ seine Hand sinken.
Sie packten ihre Sachen zusammen und liefen wieder zurück zum Gemeinschaftsraum.
„Festschmaus“, sagte Albus und die Fette Dame nickte gutmütig.
Sie traten durch das Loch hinter dem Portrait und fanden sich in einem gefüllten Gryffindorgemeinschaftsraum wieder. Da das Wetter umgeschlagen hatte und es nach dem Mittagessen angefangen hatte zu regnen, waren viele wieder rein gegangen.
Albus sah Sean und James mit zwei anderen Drittklässlern um einen Tisch sitzen. Fred saß etwas abseits und hatte las mit einer für ihn unüblich konzentrierten Miene ein Buch. Sein Gesicht sah nun wieder ganz normal aus.

Als sie am nächsten Montag den Kerker herunterstiegen zum Zaubertrankunterricht, fühlte sich Albus erschöpft und müde. Nachdem er sich gestern einen unerbittlichen Kampf im Zauberschach mit seinem Bruder geliefert hatte, einen Brief an seine Eltern geschrieben hatte, sich von Proffessor Longbottom in ein längeres Gespräch hatte verwickeln lassen, war er vor dem Abendessen nicht dazu gekommen seine Hausaufgaben zu machen. Im Zaubertrankklassenzimmer setzten sie sich hinten in die Ecke an einen Tisch und holten ihre Kessel und Bücher raus.
„Ich werde nun die Hausaufgabe einsammeln, um mir einen ersten Überblick über ihre Kenntnisse zu verschaffen“, ertönte Forettis Stimme.
Albus war froh sich gestern Abend doch noch dazu durchgerungen zu haben, den Aufsatz zu schreiben und holte die Pergamentrolle aus seiner Tasche.
Foretti schnippte einmal mit seinem Zauberstab und zwei Dutzend Rollen flogen in die Luft und ein ordentlicher Stapel bildete sich auf Forettis Pult.
Er fing an die Zutaten für den Zaubertrank, den sie herstellen sollten, an die Tafel zu schreiben. Er drehte sich langsam um und im spärlichen Licht der Fackeln wurde sein langes Gesicht in Schatten getaucht, was ihn bedrohlich aussehen ließ.
„Wer kann mir sagen, welchen Zaubertrank wir mit diesen Zutaten herstellen können?“, fragte er.
Rose las sie aufmerksam die Liste durch und auch Albus warf einen Blick darauf, musste jedoch feststellen, dass er keine Ahnung hatte, wozu man Flussgras, Weinrautenessenz und die anderen Dinge gebrauchen konnte. Rose hob ihre Hand und Albus stellte verwundert fest, dass auch Scorpius Malfoy sich meldete. Er sah noch, wie dieser dem dunkeln Jungen neben sich zuzwinkerte, als Foretti ihn dran nahm.
„Malfoy?“
„Ja, Sir, also das braucht man zur Herstellung eines einfachen Gegengiftes gegen Verbrennungen“, antwortete er.
„Und Juckreiz“, murmelte Rose mit düsterem Gesicht leise.
„Richtig. Zehn Punkte für Slytherin!“
„Dies wird ihr erster Einblick in die Welt der Gegengifte. Natürlich sind Gegengifte kein Thema für Erstklässler, sondern schon fortgeschrittene Zaubertrankkunst, die sie erst in ihrem ZAG-Jahr lernen werden und dann eventuell in ihren UTZ Jahren weiter ausbauen werden. Doch dies ist eins der simpelsten Gegengifte, die auch Schüler mit den rudimentärsten Grundkenntnissen schaffen sollten, da sie ja als Hausaufgabe den Text im Buch studiert und zusammengefasst haben, sollte es also keine Schwierigkeiten geben.“
Albus hatte den Text zwar gelesen, doch einfach war es nicht. Am Ende hatte sein Trank zu lange gezogen und war viel zu flüssig, während sich in Davids Trank kleine Klumpen bildeten.
Foretti hatte sich wieder hinter seinem Pult niedergelassen und in ein Buch vertieft.
„Der scheint sich auch gar nicht für uns zu interessieren, nicht wahr?“, kommentierte Lorcan, der seinen Trank außerordentlich gut gebraut hatte.
Doch als hätte er Lorcans Worte gehört, stand er auf und begann sich die Tränke der Slyhterins aus der ersten Reihe anzusehen. Er vergab einige Punkte und kam dann zu ihrem Tisch.
Er beugte sich über Davids Kessel, der nun einen unangenehmen Geruch entwickelt hatte und sagte leise, aber scharf: „ Sie haben in die falsche Richtung gerührt, Tyler. Fünf Punkte Abzug von Gryffindor!“
Ohne in die anderen Kessel zu blicken, zog er weiter. David starrte auf seinen Zauberstab, mit dem er bis vor kurzem sein Gebräu umgerührt hatte und ließ ihn dann frustriert auf den Tisch fallen.
„Nur deswegen? Das ist doch- sonst habe ich doch alles richtig gemacht“, er seufzte entmutigt und Rose sagte: „Du hast doch gehört, was er über Zaubertrankkunde gesagt hat. Es ist sehr komplex und-“, doch sie stockte, als Albus ihr einen genervten Blick zuwarf.
Nachdem sie alles zusammengeräumt hatten, verließen sie das Klassenzimmer. Auf dem Gang trafen sie auf Scorpius und eine Gruppe von Slytherins.
„Ich saß genau vorne, da konnte ich noch in sein aufgeschlagenes Buch gucken“, sagte er gerade grinsend an seinen Freund.
Rose drehte sich auf dem Absatz um, ihr Gesicht war leicht gerrötet.
„Du holst dir einfach deine zehn Punkte, ohne irgendwas zu lernen“, stieß sie verärgert aus.
„Ja, was dagegen, Weasley?“, erwiderte er kühl.
„Hmm, vielleicht sollte ich es sagen, dann bist du deine Punkte ganz schnell wieder los“, giftete sie ihn an.
„Uh-uh“, machte Malfoys Freund.
„Jetzt wirst du aber gehässig. Als ob er mir die Punkte abziehen würde“, gab er zurück, zog eine Augenbraue in die Höhe und drehte sich zu den Slytherins um, die sich zum Gehen bereit machten.
„Komm Severin, lass uns gehen“, sagte er noch.
„Dieser-“, setzte Rose wütend an, doch verstummte als sie den Hausmeister Porter Stubbins entdeckte, der mürrisch den Gang hinunterlief. Wortlos lief er an ihnen vorbei und klopfte dann an die Bürotür des Zaubertranklehrers.
Hastig liefen sie die Treppe zur Großen Halle hoch.
„Ich find den irgendwie gruselig“, meinte David, als sie außer Hörweite waren.
Albus nickte ihm zustimmend zu und sagte: „ Ich würde mal gerne wissen, wie er seinen Arm verloren hat“, fügte er leise hinzu.
„Ich weiß nicht, ob ich das so gerne wissen würde“, gab Rose zu bedenken.
„Arm verloren?“, hörte Albus eine vertraute Stimme hinter ihm. Sie waren nun im ersten Korridor angelangt. Sie drehten sich um.
„Ihr redet doch nicht etwas von unserem liebenswürdigen Hausmeister. Es heißt, es wäre ein Drache gewesen“, sagte Fred. Er schien seinen katastrophalen Auftritt am Samstag überwunden zu haben.
„Ich habe gehört es wäre ein Ghul gewesen“, entgegnete James.
„Ein Ghul?“, fragte Albus erstaunt.
„Was ist das?“, fragte David, doch ehe er eine Antwort bekam, meldete sich Sean zu Wort.
„Andere meinen, es käme von einem Gift.“
„Also ich glaube, dass keine von diesen Spekulationen stimmen“, gab Rose zurück.
„Könnte ein Ghul denn so was überhaupt tun?“, fragte Albus.
„Im Fuchsbau gibt es doch einen auf dem Dachboden“, meinte Fred.
„Ich gehe mal davon aus, dass wenn er besonders gefährlich wäre, Grandma ihn bestimmt schon vertrieben hätte.“
„Es gibt aber auch andere Ghularten“, verteidigte sich James. „Außerdem ist es ja nur ein Gerücht.“
„Wie dem auch sei, was macht ihr hier überhaupt?“, fragte Rose.
„Wir gehen hier zufälligerweise zur Schule“, antwortete James.
„Ja, vielleicht habt ihr es noch nicht bemerkt, aber man muss schon noch selber von einem Klassenraum zum nächsten gehen. Apparieren ist nicht drin“, sagte Sean.
„Apparieren?“, fragte David.
„Apparieren ist quasi wie fliegen, bloß viel schneller und-“, doch Rose unterbrach ihn.
„Wir müssen los, sonst kommen wir noch zu spät zu Verteidigung gegen die Dunklen Künste!“
Fred lachte und bemerkte dann augenzwinkernd: „Da möchten wir euch jetzt aber nicht aufhalten. Zu spät zum Unterricht zu komme, würde deine Mum dir nie verzeihen.“
Albus und James lachten mit, doch sie beeilten sich schließlich doch. Die verzweigten Treppen und Korridore waren von dem abschwellenden Lärm, der am Pausenende eintrat, erfüllt. Sie liefen einen steinernen Gang entlang und traten dann in den Klassenraum.

Es wurde langsam immer kälter im Schloss und die freien Nachmittage, die ihnen blieben, verbrachten sie nicht mehr länger draußen am See, sondern im Gemeinschaftsraum oder der Bibliothek. An das neue Leben in Hogwarts hatte sich Albus nun auch langsam gewöhnt. Außer den gelegentlichen Scherzen von Peeves, den sich bewegenden Treppen und dem Unterricht inklusive Hausaufgaben, gab es auch nicht viel, woran man sich gewöhnen musste. Dies fanden jedenfalls Rose und Albus. David dagegen war immer noch fasziniert von allem, was ihm fremd erschien. Im Unterricht fragte er öfters Albus nach bestimmten, für die aus Zaubererfamilien Stammenden selbstverständlichen Gegebenheiten. Auch sie hatte sich nach ihrem anfänglichen Überehrgeiz nun etwas zurückgenommen und versuchte sich nicht fieberhaft bei jeder Nachfrage der Lehrer an die richtige Antwort zu erinnern. Doch als sie es einmal fertig gebracht hatte ihren Zaubertrank falsch zuzubereiten, wäre sie fast in Tränen ausgebrochen. Foretti, der sich zum ersten Mal auch über ihren Kessel beugte, rümpfte nur die Nase und meinte: „ Sie haben ihn viel zu lange ziehen lassen und die Florfliegen müssen gehackt, nicht mit dem Mörtel zerrieben werden.“
Albus sah nachdem Foretti weiter gegangen war deutlich, wie ihre Augen glitzerten und schaute schnell weg. Zu seiner Überraschung war Lorcan ausgesprochen gut in fast allen Fächern, so dass es ihn wunderte, warum er nicht mit Lysander in einem Haus war. Auch Scorpius war, trotz seines Einschmeichelns bei Foretti und seiner anfangs so unverblümten Art gar nicht schlecht.
Als es zur Pause läutete und alle ihre Sachen einpackten, trödelte Rose offensichtlich und sagte zu Cathy: „Geh schon mal vor.“
Albus und David warfen sich einen vielsagenden Blick zu und warteten draußen. Nur einige Augenblicke später kam Rose aus der Tür. Ihre Augenbrauen waren zusammengezogen und ein argwöhnischer Blick lag auf ihrem Gesicht.
„Na, hast du jetzt extra Stunden mit ihm vereinbart, damit er deine großen Zaubertrankkünste sehen kann?“, fragte Albus. Rose ignorierte ihn und flüsterte: „ Wisst ihr was ich eben neben seinem Tisch gesehen habe?“
Sie wartete keine Antwort ab und während sie mit schnellen Schritten Richtung Große Halle gingen, fuhr sie fort: „ Hornzungen“
„Hornzungen?“, fragten Albus und David gleichzeitig. „Was ist das denn bitte?“, gab Albus dazu.
Sie schnalzte ungeduldig mit der Zunge und antwortete mechanisch: „Die Zungen von einer Paarung aus einer Riesenschlange und einem Drachen. Eine Hornzunge ist ein schwarz-magisches Artefakt und strengstens verboten. Nur die grausamsten Zaubertränke werden damit zubereitet. Sie haben ein großes magisches Potential und sind sehr aggressiv.“
„Großes magisches Potential?“
„Wie können den Zungen aggressiv sein?“
Die beiden Jungen sahen sie verwirrt und leicht verärgert an.
„Drachen, Einhörner und Phönixe sind vielleicht die Geschöpfe mit dem höchsten magischen Potential. Das heißt, sie haben viel Magie in sich, die zu verschiedenen Zwecken benutzt werden kann und magische Riesenschlangen sind hoch giftig. Diese Verbindung macht die Hornzungen so gefährlich. Wenn man sie falsch benutzt, nein was sage ich, auch wenn man sie richtig benutzt, dann kann man damit großen Schaden anrichten. Deshalb sind sie aggressiv.“, schloss sie.
„Drachen, Einhörner, Phönixe“, wiederholte Albus. „Das sind doch die-“
Doch David kam ihm zuvor: „Zauberstäbe“, sagte er einfach.
„Ja, die Kerne der Zauberstäbe sind doch immer aus einem Bestandteil von einem von diesen Geschöpfen“, meinte Albus.
„Nicht immer“, widersprach Rose. „In Zauberkunst meinte Professor Flitwick letztens, dass es früher Brauch war und auch heute noch in anderen Ländern, die Kerne der Zauberstäbe individuell für jeden Zauberer zu bestimmen. Zum Beispiel Fleurs Zauberstab beinhaltet das Haar einer Veela“, erklärte sie.
„Bist du eigentlich ein Lexikon?“, entgegnete David verblüfft über Roses gepralltes Wissen.
„Ich passe im Unterricht auf“, gab sie einfach zurück.
Sie hatten sich nun in der Großen Halle eingefunden und waren dabei sich Plätze am Gryffindorhaustisch für das Mittagessen zu suchen. Es war wie gewöhnlich sehr voll, auch wenn einige von den älteren Schülern die Halle schon wieder verließen und das Mittagessen beendet hatten. Die verzauberte Decke war wolkenverhangen.
Albus setzte sich neben Bonnie Clasky, welche in ein Gespräch mit der anderen Erstklässlerin Elma O’Bryan vertieft war. Sie unterhielten sich angeregt über das Halloweenfest, welches in der nächsten Woche stattfand.
„Jedenfalls, was ich eigentlich damit sagen wollte“, setzte Rose an und begann sich Kartoffelbrei auf ihren Teller zu schaufeln. „Ist, dass Foretti anscheinend mit hoch schwarz-magischen Artefakten arbeitet oder sie jedenfalls besitzt.“
David tat das mit einer Handbewegung ab und sagte zwischen zwei Bissen: „ Er ist ein Zaubertranklehrer. Die haben bestimmt solche zweideutigen Objekte in Massen bei sich gelagert. Ich meine, hast du schon einmal ein Blick in sein Büro geworfen. Was da alles an der Decke hängt.“
Rose schüttelte vehement ihr buschiges rotes Haar.
„Aber David, das ist schwarze Magie! So etwas ist hier in Hogwarts nicht erlaubt.“
„Ich weiß nicht, ich meine er ist Lehrer, oder? Du bist doch nur schlecht auf ihn zu sprechen, weil du es heute nicht hingekriegt hast“, sagte Albus.
Rose schaute ihn bissig an. „Was wolltest du überhaupt noch von ihm?“, wollte Albus wissen.
Rose errötete leicht und antwortete dann schnell, so als wollte sie, dass er es nicht verstand.
„Ich habe gefragt, ob ich eine extra Hausaufgabe machen kann, so dass ich mein Note aufbessere.“
Albus und David prusteten los und sie wandte sich beleidigt zu den beiden anderen Mädchen um.

Albus hatte seit dem letzten Brief seiner Mutter nichts mehr von seinen Eltern gehört und als am nächsten Morgen James Eule mit einem kleinen, hellen Brief vor seiner Schüssel mit Haferbrei landete, machte sein Herz einen kleinen Hüpfer. Mehr als er es sich eingestehen wollte, vermisste er sein zu hause. Und er würde froh sein, seine Familie an Weihnachten wieder zu sehen. James riss hastig den Brief auf, während Albus James Eule Hero mit Stückchen von seinem Toast fütterte.
Albus beobachtete, wie James Augen flink über den Brief flogen und sich dann weiteten.
„Hier“, sagte er nur und ließ nun selbst Hero etwas von seinem Kürbissaft trinken.

Lieber James, lieber Albus
Ich hoffe, es geht euch gut und ihr habt euch gut eingelebt. Albus, ich hoffe, dass du gut angekommen bist und gut zu Recht kommst und James, ich erwarte von dir, dass du ihm das Leben nicht schwer machst. Ich habe schon von Ginny erfahren, dass sie euch bereits geschrieben hat, dass ich euch bald besuchen komme. Mit dem „bald“ hat es dann noch nicht geklappt, aber immerhin kann ich euch nun sagen, wann ich komme. Am 03. 12. werde ich für einige Tag nach Hogsmeade fahren, auch um dort Sachen vom Ministerium zu regeln. Dann werde ich auch die Zeit finden, mal wieder Hogwarts zu besuchen und mir den Unterricht von euch anzuschauen. Es kann sein, dass Ginny auch mitkommt, doch müssen wir gucken, wie wir das mit Lily machen und außerdem beginnt im Herbst auch wieder die Quidditchsaison, was bedeutet, dass sie dann viel zu tun hat.
Uns geht es gut hier Lily beklagt sich des Öfteren über Langeweile, doch darüber wird sie schon hinweg kommen. Letztes Wochenende waren Hermine, Ron und Hugo hier. Ich habe von Hermine schon erfahren, dass sich Rose anscheinend sehr gut in der Schule schlägt. Wie war es auch anders zu erwarten? Ich soll euch natürlich auch herzlich von ihnen grüßen. Nächste Woche feiern wir alle Lilys Geburtstag, also vergesst nicht, ihr etwas Kleines zu schenken. Teddy, Bill, Fleur, Angelina, George, Arthur und Molly werden auch da sein. Nur ihr werdet fehlen. Teddy hat jetzt übrigens mit seiner Ausbildung zum Heiler begonnen und wohnt nun auch direkt in London. Ihm geht es sehr gut hier und er schlägt sich gut im St. Mungo’s.
Es tut mir außerdem leid, dass ich jetzt erst schreibe, aber im Moment ist im Ministerium die Hölle los. Es wurden eine Menge Zeitumkehrer aus dem Ministerium gestohlen und die Abteilung für magische Strafverfolgung hat alle Hände voll zu tun. Das schlägt sich natürlich auch auf die Auroren-Zentrale aus und so habe ich kaum Zeit gefunden, euch mal einen längeren Brief zu schreiben.
Dir, James, wünsche ich am Wochenende viel Spaß in Hogsmeade und natürlichen noch einmal herzlichen Glückwunsch zu deiner neuen Position als Jäger. Ich hoffe, Fred ist nicht zu enttäuscht darüber, dass er nicht in der Mannschaft ist, aber vielleicht schafft er es ja nächstes Mal.
Und dir, Albus, wünsche ich noch viel Spaß in Hogwarts!
Grüßt Rose, Fred, Hagrid und Neville von mir, stellt keine Dummheiten an und schreibt zurück.
Liebe Grüße Dad

Darunter war noch eine kurze Nachricht von seiner Mum.

Wir werden übrigens in der ersten Ferienwoche der Weihnachtsferien in Rumänien sein, dass haben wir Charlie schon seit Jahren versprochen. Also werdet ihr wohl in Hogwarts bleiben müssen. Doch in der zweiten Woche und an Weihnachten kommt ihr natürlich nach hause.
Liebste Grüßte Mum

Unter diese kleine Notiz hatte wiederum Harry noch etwas hinzugefügt.

Weihnachtsferien in Hogwarts sind toll.
Dad

„Am 03. Dezember dann also erst“, sagte James, als Albus aufblickte.
„Ja, was glaubst ist das da im Ministerium?“, fragte Albus.
„Keine Ahnung“, erwiderte James und widmete sich dann wieder seinem Frühstück.
Bis zum 03. Dezember waren es ja noch zwei Monate dachte Albus wehmütig und stellte dann noch verbitterter fest, dass sie nun Geschichte der Zauberei hatten. Der Unterricht bei dem Gespenst Binns war so langweilig, dass David und er die Stunde meistens damit verbrachten unterm Tisch, auf einer Miniaturausgabe Zaubererschach zu spielen. Er hatte es nun auch schon fertig gebracht, seinen Spielfiguren beizubringen mucksmäuschenstill zu sein. Rose, die das missbilligte, hatte ihm noch nicht mal bei den Hausaufgaben geholfen, sodass er nur mit Lorcans Hilfe es geschafft hatte, einen Aufsatz über alte schwarzmagische Kulte aus der Antike auf sein Pergament zu bringen.
In Verwandlung erzählte Albus Rose und David von dem Brief.
„Cool, dann kann ich deinen Dad kennen lernen“, sagte David, während er konzentriert den Zauberstab auf seine Kerze gerichtet hielt.
„Oh, gut, dass du das sagst. Ich werde James und Fred fragen, ob sie etwas aus Hogsmeade mitbringen können, das ich Lily schenken könnte“, meinte Rose und schrak zusammen, als sie hinter sich die tiefe Stimme von Professor Nolde vernahm.
„Ich bevorzuge es doch, wenn die Privatgespräche in meinem Unterricht eingestellt werden.“
Seine imposante Gestalt schritt gemessen um den Tisch herum und sah auf die drei hinab. Rose schoss die Röte ins Gesicht und sie schluckte.
„Na, dann zeigen sie mal, was sie können, Miss Weasley“, forderte er sie auf, doch dabei lächelte er freundlich.
Sie zückte ihren Zauberstab, richtete ihn auf die kleine Kerze und sagte: „Anamorphus!“
Die Kerze verwandelte sich in eine einfache, silberne Gabel und Professor Nolde lächelte noch breiter.
„Sehr schick“, sagte er und nahm die Gabel in die Hand, um sie zu prüfen.
„Keine Spuren von Wachs. Hervorragend! Zehn Punkte für Gryffindor. Versuchen sie es.“
Er wandte sich zu dem Tisch neben ihnen um, an dem Denzel Buckleberry und ein Ravenclawschüler saßen.
„Buckleberry, Naphby, was haben sie mir zu bieten.“
Beide taten es Rose gleich, doch Buckleberrys Kerze entzündete sich einfach und Naphbys verwandelte sich in eine Kuchengabel aus Wachs. Nolde seufzte laut und ging ohne ein anderes Wort zu sagen wieder vorne zu seinem Pult.
„Der liebt dich ja richtig“, meinte Albus leise zu Rose und erntete einen genervten Blick von ihr.
Nolde gehörte zu Roses Lieblingslehrern und auch Albus konnte sich nicht über ihn beklagen. Sein Wissen über die Magie schien einer ganzen Bibliothek entsprungen zu sein und in vielen seiner neueren Schulbücher war Albus nun schon über seinen Namen gestolpert. Er hatte für viele Jahre im Ausland gelebt und war erst seit einigen Jahren wieder in England. Rose hatte ihm erzählt nachdem sie von ihrer Mutter ein Buch von ihm bekommen hatte, dass er an einem weiterführenden Institut zur Ausbildung ausgewachsener Zauberer und Hexen gelehrt hatte.


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