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Fanfiction

Albus Potter - Der tote Hauself (Part II)

von lenkpflaume

Er ging zusammen mit David zum Frühstück in die Große Halle. Auf dem Weg dahin trafen sie auf Peeves, der mit Kreidestückchen auf sie warf, um daraufhin von einer Vertrauensschülerin aus Ravenclaw zurechtgewiesen wurde. Als Peeves daraufhin einen ganzen Eimer voller Kreide über die drei entleert hatte, flog er kichernd davon. Mit der Schicht weißen Staubes bedeckt gingen sie zum Frühstück. Albus spürte förmlich die schadenfrohen Blicke Malfoys auf sich und beeilte sich zum Gryffindortisch zu gehen.
„Was habt ihr denn gemacht?“, wollte Rose wissen.
„Peeves, also er hat – na ja ist nicht so wichtig“, begann David und biss dann in seinen Toast.
„Kannst du das wieder weg machen?“, fragte Albus und deutete auf den Kreidestaub, er hatte halb darauf gehofft, dass Rose einen Zauberspruch wusste, der sie wieder sauber machen würde. Sie wollte gerade, etwas erwidern, als das laute Kreischen der Eulen die Halle erfüllte – die Post war da! Albus erwartete keinen Brief und schaute weiter erwartungsvoll Rose an, die dann aber entschuldigend mit den Schultern zuckte. Er nahm sich eine Schale mit Haferbrei und eine Eule landete genau an der Stelle, wo noch kurz zuvor seine Schüssel gestanden hatte. Er begann zu löffeln und hörte dann, wie David „endlich“ sagte.
„Was?“, fragte Rose.
„Ich habe endlich einen Brief von meinen Eltern bekommen, wegen den Weihnachtsferien.“
Er faltete das ungewöhnlich dünne und helle Papier auseinander und fuhr schnell mit den Augen darüber. Er stöhnte.
„Was?“, fragte nun Albus.
„Sie sind natürlich nicht da“, antwortete er. „Expedition in Südafrika“, fügte er resigniert hinzu.
„Aber das heißt doch, dass du mit uns feierst“, sagte Albus erfreut.
„Jaah, ja das denke ich dann“, erwiderte er und grinste. Rose lächelte leicht und sagte dann: „Wir sind heute übrigens wieder zum Tee bei Hagrid eingeladen, er wollte Harry noch einmal sehen und wir können auch kommen.“
„Ach, stimmt dein Dad geht ja heute wieder“, meinte David und betrachtete das kleine, in braunes Packpapier eingewickelte Päckchen, das er von seinen Eltern bekommen hatte.
„Glaubt ihr, dass ist jetzt mein Weihnachtsgeschenk, oder soll ich es schon mal aufmachen?“, fragte er mich zu sich selbst.
„Keine Ahnung, mach’s doch einfach schon mal auf“, sagte Albus.
„Na, was habt ihr denn gemacht?“
Albus drehte sich um und fluchte, als er dabei einen Schwall Kreidestaub in seinen Haferbrei beförderte. Harry schwenkte seinen Zauberstab und sagte beiläufig: „Tergeo“.
Der Staub verschwand und die Umhänge der beiden Jungen waren wieder schwarz.
„Danke“, meinte David mit seinem Toast im Mund, die Augen immer noch auf das Päckchen gerichtet.
„Ich wollte nur noch mal sagen, falls Rose es vergessen sollte-“, doch er verstummte. als er Roses Gesichtsausdruck sah, der klar ausdrückte, dass sie nie etwas vergaß.
„Heute Tee bei Hagrid“, sagte Albus. „Schon klar“
„Na, dann. Wie fühlt sich dein Kopf an?“
„Wieder vollkommen normal, glaubst du auch, dass es die Slytherins waren?“, fragte er leise, sodass nur Harry ihn verstehen konnte. Dieser zögerte und sagte: „Man sollte keine voreiligen Schlüsse ziehen, aber in diesem Fall, kann ich es auf jeden Fall nicht ausschließen“
„Was du glaubst, habe ich gefragt“
„Auf jeden Fall waren die es“, sagte Harry kühl und Albus konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.
„Gut, ich werde dann mal etwas Frühstück zu mir nehmen“, meinte Harry zu den anderen gewandt und verabschiedete sich von ihnen.
„Wo sind eigentlich die anderen?“, fragte David.
„Heute ist wieder ein Hogsmeadetreffen. Ich denke mal, die meisten sind schon losgegangen, um früh da zu sein. Ich hoffe nur, James und Fred vergessen die Sachen nicht, die sie für mich besorgen sollen“, antwortete Rose.
„Wahrscheinlich wirst du dieses Jahr alle mit Büchern von Professor Nolde beglücken“, sagte David und Albus lachte.
„Das fände ich ja sehr schmeichelhaft, Mrs. Weasley, ist aber natürlich nicht nötig“, vernahm Albus die tiefe Stimme Professor Noldes hinter sich. David verstummte augenblicklich und starrte auf seinen Toast, während Rose scharlachrot anlief. Albus fand die Situation sehr amüsant und wartete darauf, dass Professor Nolde weiter sprach. Zu Albus Überraschung war nun auch Professor Nolde leicht verlegen geworden und sagte mit gedämpfter Stimme: „Mrs. Weasley, ich ähm-“, er hielt inne und räusperte sich. „Also es ist mir wirklich unangenehm, sie deswegen anzusprechen und ich würde es auch niemals tun, wenn nicht…also die Sache ist die – natürlich bleibt das hier alles unter uns“, er machte eine weitere Pause und murmelte etwas von Diskretion, als die dominante Stimme Professor McGonagalls zu ihnen drang: „Nathan, ich unterbreche sie ja nur ungern, aber würden sie nach dem Frühstück in mein Büro kommen, ich müsste sie noch einmal wegen etwas sprechen.“ Die Schulleiterin war während sie diese Worte ausgesprochen hatte, immer näher an die vier herangetreten und stand nun direkt vor ihnen. Ihre Miene war unergründlich. Sie lugte mit strengen Augen über ihre Brille hinweg und betrachtete sie.
„Wenn ich es mir recht überlege, kommen sie doch bitte gleich mit“, meinte sie. Professor Nolde richtete sich auf und sah sie, zwar leicht verwirrt dennoch höflich an.
„Gewiss, Minerva. Ich komme sofort. Also“, er wandte sich wieder den anderen zu. „Wir sehen uns am Dienstag in Verwandlung“, fügte er noch hinzu lächelte ihnen flüchtig zu. Als er und Professor McGonagall außer Hörweite waren, drehte Albus seinen Kopf zu Rose uns sah sie ungläubig an.
„Was bei Merlins Bart war denn bitte schön das?“, fragte er und sah seine Gefühlslage auf Davids Gesicht gespiegelt.
Rose sah sie hilflos an. „Ich habe keine Ahnung. Was wollte er bloß?“, fragte sie. Albus wandte sich noch einmal um und erkannte wie Professor McGonagall, Professor Nolde und sein Vater die Große Halle verließen.
„Was hat Dad damit zu tun?“, fragte er.
„Ich weiß es nicht“, sagte Rose langsam mit zusammengezogenen Augenbrauen. „Also, was ist mit deinem Päckchen? Machst du es auf, oder nicht?“, wandte sie sich plötzlich an David, der immer noch gedankenverloren das braune Päckchen in den Händen hielt.
„Was?“, fragte er verwirrt. „Achso, ähm – ja ich glaube, ich mach’s dann mal auf.“
Er riss das braune Packpapier auseinander. Ein gezackter, durchsichtiger und grün schimmernder Stein fiel heraus mitsamt einer kleinen Pergamentrolle. Verwundert rollte er sie auseinander.
„Ich dachte, deine Eltern wären Muggel“, kommentierte Albus, als er die Pergamentrolle sah. Soweit er wusste, benutzen Muggel diese nicht.
„Ja“, antwortete David gedehnt. „Das dachte ich auch.“
Nachdem er sich durchgelesen hatte, was darauf stand, reichte er sie weiter an Albus. Er legte sie auf den Tisch, sodass Rose über Kopf mitlesen konnte.
Lieber David,
wie du weißt, haben wir das letzte Viertel Jahr in Ägypten verbracht. Du glaubst nicht, was uns kurz vor unserer Abreise passiert ist. Du erinnerst dich sicher an die große Eule, die deinen letzten Brief gesendet hat. Wir waren gerade dabei uns die alten Pyramiden anzugucken und saßen während einer Pause in einer kleinen Spelunke, um etwas zu trinken, als deine Eule kam. Der Wirt schaute nicht schlecht, doch war er anscheinend viel von ausländischen Touristen gewöhnt. Der Mann jedoch, der neben uns saß, war um einiges erstaunter, als er nun sah, wie wir deinen Brief der Eule entnommen haben. Er kam anscheinend auch aus England, arbeitete aber in Ägypten. Er hat sofort ein Gespräch mit uns begonnen und gemeint, dass er die ganze Zeit davon ausgegangen wären, dass wir Muggel wären und so weiter. Ich begann also zu erklären, dass wir dies wären, unser Sohn aber im Moment sein erstes Jahr in Hogwarts verbringen würde. Er begann uns von seiner Arbeit als Fluchbrecher zu erzählen und wollte uns am Ende allerlei Dinge verkaufen. Ich kann dir nicht genau erklären, wie man dies, was wir für dich gekauft haben, benutzt, doch es sah sehr hübsch aus und wir dachten, um deinen magischen Bestand etwas mit fremdländischen Objekten zu bereichern, schenken wir es dir zu Weihnachten(unser eigentlich Packet kommt natürlich auch noch).
Auf der Rückseite steht die genaue Verwendung des Steines erklärt. Habe also ein schönes Weihnachtsfest und ich hoffe, es ist nicht so schlimm, dass wir es nicht schaffen können zu kommen.
Liebe Grüße Mum

Albus drehte sofort das Pergament herum. In grüner Tinte standen dort die Worte geschrieben:
Geheiminisaufspürer
Dies ist ein sehr alter, natürlicher Antiobskurant, der ähnlich wie ein Spickoskop, Geheimnisse aufspürt. In Ägypten werden diese Steine noch sehr häufig bei der Arbeit als Fluchbrecher angewandt, wegen der praktischen Handhabung und der Tradition, während sie in England in den letzten hundert Jahren, wegen zunehmender Verbesserung der Geheimnisdetektoren in Vergessenheit geraten sind.
Anders als die Geheimnisdetektoren geben Geheimnisaufspürer keinen Ton von sich. Man versucht gezielt Geheimnisse herauszufinden, indem den Stein einige Zeit lang in seiner Hand behält, bis er die Körpertemperatur angenommen hat, mit der Wärme wird die Magie aktiviert und die Umgebung nach Geheimnissen, versteckten Personen oder ähnlichem abgesucht. Ist der Geheimnisaufspürer fündig geworden, so glüht er von dunkel- bis hellgrün, je nach Stärke des Gefundenem.

Albus starrte den kleinen Stein an, während Rose ihn fasziniert anfasste.
„Probier’s mal aus“, sagte Albus und David nahm den Stein in die Hand.
„Alles hätte ich erwartet, aber so etwas“, sagte dieser immer noch sehr verwundert, aber mit einem leuchtenden Gesichtsausdruck.
„Das ist echt cool. Mein Dad hat eine ganze Reihe von diesen Dingern-“
„Antiobskuranten“, unterbrach ihn Rose, doch er ignorierte sie. „Ich muss ihn unbedingt fragen, ob er auch so etwas hat. Vielleicht kann er dir noch mehr darüber erzählen.“
Als David seine Faust wieder öffnete, glühte der Stein sehr schwach. Leicht enttäuscht, nahm er ihn wieder in die Hand.
„Ich weiß nicht, ob er hier, bei so vielen Leuten gut funktioniert“, meinte Rose kritisch und überflog noch mal den Text.
Als sie fertig mit Frühstücken waren, gingen sie wieder hoch in den Gemeinschaftsraum. Sie traten gerade durch das Portrait, als Denzel auf sie zu gerannt kam.
„Habt ihr es schon gehört?“, fragte er aufgeregt.
„Was?“, fragte Albus.
„Professor Nolde“, begann Denzel atemlos. „Er soll diese Zeitumkehrer gestohlen haben!“
Rose keuchte auf.
„Was?“, fragten Albus und David wie im Chor.
„Ja, es wurden wohl zwei bei ihm gefunden und man geht nun davon aus, dass er etwas damit zu tun hat“, sagte er.
„Nicht im Ernst“, meinte David, die Augen weit aufgerissen.
„Aber, also ich meine, wie können die denn das beweisen?“, wollte Rose wissen.
„Das Ding ist“, sagte Denzel und senkte seine Stimme geheimnistuerisch. „Sie konnten nachweisen, dass es welche von den vermissten Zeitumkehrern aus dem Ministerium sind!“
„Krass“, erwiderte Albus. „Und er hat eben noch so mit uns gesprochen“, fügte er in einem nachdenklichen Ton hinzu.
„Was er wohl wollte?“, fragte Rose mit einer Stimme, die weit höher, als ihre gewöhnliche war.
„Ich würde sagen“, David räusperte sich. „Das alles können wir am besten nachher bei Hagrid rausfinden, wenn dein Dad da ist. Er muss sie doch bestimmt gefunden haben“, schloss er und die anderen nickten eifrig.
Später am Nachmittag machten sich die drei auf, um zu Hagrid zu gehen. Die anderen waren noch nicht aus Hogsmeade zurück, doch sie beschlossen, nicht auf sie zu warten. Als sie anklopften, machte Harry ihnen die Tür auf.
„Hallo“, begrüßte er sie und ließ sie herein.
„Oh, seit wann bist du schon da?“, fragte Albus und setzte sich auf einen der großen Holzstühle.
„Seit ungefähr einer halben Tasse Tee, also noch nicht sehr lange“, antwortete er. Als sie alle von Hagrid Tee bekommen hatten und die Felsenkekse wie auch die extra klebrigen Lutschbonbons dankend abgelehnt hatten, stieß Albus heraus: „Was ist das jetzt mit Professor Nolde?“
Hagrid machte ein verdrießliches Gesicht und Harry erwiderte: „War ja klar, dass sich das sofort herumspricht. Eigentlich sollte das noch nicht an die Öffentlichkeit, da wir ja noch gar nichts richtig aufgeklärt haben. Wir waren übrigens auch gerade dabei, das zu besprechen.“
„Was ist denn eigentlich passiert? Also, wie hast du oder was-“, fing Rose an, wusste dann jedoch nicht, was sie sagen wollte und nahm sich dann doch vor lauter Verwirrung ein Bonbon.
„Ich habe obligatorisch alle Büros von den Lehrern durchsucht und bin dann auf diese zwei Zeitumkehrer gefunden, noch nicht mal besonders clever versteckt und nachdem ich sie geprüft habe, musste ich feststellen, dass sie das Siegel des Ministeriums trugen und zu denen gehören, die gestohlen wurden. Ich bin natürlich sofort zu Professor McGonagall gegangen, die hat gesagt, ich soll es doch bitte noch mal überprüfen, sie könne es sich nicht vorstellen, dass er sie gestohlen hätte und ich habe sie eingeschickt. Gestern Abend habe ich die Eule erhalten, dass es sicher zwei von denen waren. Also, habe ich es ihr mitgeteilt, wir haben dann heute mit ihm darüber gesprochen.“
Die drei tauschten Blicke aus und Albus fragte: „Was hat er gesagt?“
Harry zögerte und sagte dann: „Er hat alles abgestritten, hat gesagt, er habe noch nie einen Zeitumkehrer besessen und könne es sich nicht erklären, wie diese beiden in sein Büro kommen.“
„War ja klar, dass er so was sagt“, meinte David. „Aber er hat bestimmt was damit zu tun, so komisch, wie er sich gegenüber uns verhalten hat.“
„Wie meinst du’n das?“, fragte Hagrid stirnrunzelnd. Auch Harry sah die drei nun fragend an.
Rose wollte zu einer Antwort ansetzen, doch ihre Zähne schienen so verklebt, dass sie nichts Verständliches von sich gab.
„Na, ja“, begann Albus. „Kurz bevor Professor McGonagall ihn zu sich gerufen hat, war er ja bei uns am Tisch und er war – sehr komisch, irgendwie“, schloss er.
„Wie soll ich mir das jetzt vorstellen?“, fragte Harry.
„Er hat uns, na ja eigentlich nur Rose etwas fragen wollen, glaube ich“, erwiderte David und hatte einen Punkt an der Steinwand fixiert, während er sich an das genaue Gespräch zu erinnern versuchte.
„Im Grunde genommen, hatte er noch gar nichts Richtiges gesagt, nur wie unangenehm es ihm sei, uns – oder sie“, Albus zeigte auf Rose, die sich immer noch mit dem Bonbon abmühte. „anzusprechen. Es war ihm jedenfalls sehr peinlich“, beendete dieser seinen Satz.
Harry und Hagrid tauschten Blicke und Harry wandte sich nun direkt an Albus.
„Du hast keine Idee, was das sein könnte, oder?“
„Nee, keine Ahnung“
„Das ist sehr interessant…er hat wirklich nichts über das gesagt, worüber er mit euch sprechen wollte?“, hakte er nach, doch die anderen schüttelten die Köpfe.
„Was denkst du?“, fragte Hagrid und sah Harry an.
„Das mir das alles etwas merkwürdig vorkommt. Ich werde ihn deswegen ansprechen.“
Rose hatte es endlich geschafft, die Kontrolle über ihr Mundwerk wieder zu gewinnen und stieß aus: „Aber er meinte doch, wir dürften mit keinem darüber sprechen!“
„Rose, Professor Nolde ist wegen einer sehr schwerwiegenden Sache angeklagt, da ist es egal, was ihr ihm versprochen habt!“, sagte Harry scharf und während er sich nach ihr umgedreht hatte, hatte man deutlich die feine Narbe auf seiner Stirn unter den tiefschwarzen Haaren erkennen können. Rose, sichtlich eingeschüchtert, errötete und fragte dann: „Was passiert jetzt?“
„Also, ich dürfte ja streng genommen, gar nicht mit euch darüber sprechen“, begann Harry und die anderen rollten mit den Augen.
„Du hättest uns auch nichts von den anderen Sachen erzählen dürfen, also ist das doch jetzt auch egal, oder?“, meinte Albus und Hagrid schmunzelte. Harry schnaufte, lächelte jedoch.
„Gut, nachdem er ja erst einmal alles von sich gewiesen hat, können wir ihn natürlich nicht gleich verurteilen. Es werden weitere Investigationen stattfinden und dann wird ein falls die Anschuldigungen nicht entkräftet werden können, ein Gerichtsverfahren eingeleitet. Bis dahin wird er jedoch wie sonst unterrichten, weil im Moment ja noch keine unabdinglichen Beweise vorliegen, ist es uns nicht erlaubt, ihn zu suspendieren. Das liegt in der Hand von Professor McGonagall, die davon überzeugt ist, dass er nichts mit der Sache zu tun hat.“
„Ich kann’s auch nich’ glauben. Ich meine, ich kenne Nolde schon ewig und er war immer anständig! Nicht, dass wir viel miteinander zu tun hatten, aber sonst in der Schule habe ich ihn immer als in Ordnung erlebt. War ja auch Vertrauensschüler, Schulsprecher, hat ’ne Menge Auszeichnungen bekommen, und so’n Kram“, brummelte Hagrid und schüttelte dabei den Kopf. Harry sah ihn nachdenklich an.
„Nur weil man ein Musterschüler war, heißt das noch lange nicht, dass man immer korrekt handelt. Im Gegenteil viele glänzende Schüler sind am Ende auf der schlechten Seite gelandet…besonders einer“, fügte Harry hinzu. Hagrids Miene verdüsterte sich und sein Blick schweifte auf einen rosa Regenschirm ab, der in einer Ecke seiner Hütte stand. Rose hatte ebenfalls das Gesicht verzogen und erwiderte: „Also ich glaube nicht, dass es etwas Schlechtes ist, gut in der Schule zu sein, also es gibt viele Schüler, die-“
„Natürlich nicht Rose, das habe ich auch gar nicht gemeint“, doch er hielt inne, weil ein plötzliches Beben die Hütte erfüllt hatte. So plötzlich wie es gekommen war, war es wieder verschwunden. Eine Erschütterung, die weit von unten her zu kommen schien, hatte ihre Tassen erzittern lassen und der Milchkrug war zu Boden gestürzt. Hagrid sprang auf: „Was zum Barte des Merlin“, rief er aus und Albus lief zum Fenster, um hinauszugucken. Doch es war nichts Auffälliges zu erkennen. Die vom Schnee überzogenen Ländereien schienen so ruhig wie eh und je. Rose hatte aufgeschrieen undin ihrem Sitz erstarrt, während David schon damit beschäftigt war, die Scherben aufzusammeln.
„Was war das?“, rief Harry, während er David freundlich bei Seite schob, um den Krug mit einem Schwenk seines Zauberstab wieder reparierte.
„Ich weiß nicht, hier ist alles ganz normal“, sagte Albus und hastete zu dem anderen Fenster. Der See schlug leichte Wellen und einige Schüler, die einen Spaziergang gemacht hatten standen erschrocken am Ufer und unterhielten sich aufgeregt.
„Hat sich wie ein Erdbeben angefühlt. Ich hab mal eins erlebt, als ich im Urlaub in der Türkei war“, erzählte David und lief auch zum Fenster.
„Komisch“, murmelte Harry.
„So was hat’s hier noch nie gegeben“, meinte Hagrid mit zusammengezogenen Augenbrauen und setzte sich wieder hin.
Albus erkannte die schlanke Gestalt Victoires, die den Schülern die Anweisung gab ins Schloss zurückzugehen und einen Arm des Riesenkraken, der aus dem Wasser emporgestiegen war.
„Und was wenn es der Riesenkrake war?“, fragte David, der dies auch beobachtet hatte.
„Nee, warum sollte er und vor allemwie?“, erwiderte Hagrid, darauf wusste David nichts zu erwidern. Sie hatten sich schon alle wieder an den Tisch gesetzt, als es abermals passierte.
„Was zum?“
Harry sprang auf und lief zur Tür. David war von seinem Stuhl gefallen und Hagrid Hand hielt die Teetasse krampfhaft umklammert.
„Ist das was?“, rief Albus und half David wieder auf. Harry war nach draußen gelaufen und trat nun mit einem Fuß wieder in die Hütte.
„Irgendwas am See, ich habe allerdings keine Ahnungwas das ist. Ich geh da jetzt runter und guck mir das an!“, sagte er energisch.
Auch die anderen standen auf und gingen zum Ausgang.
„Lass uns auch gehen“, meinte Albus, doch Hagrid hielt ihn sanft zurück.
„Ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist, Al“, sagte er besorgt, während er Harry beobachtete, der schnellen Schrittes ans Ufer stapfte.
„Was soll schon dabei sein?“, fragte Rose, die jedoch immer noch sehr blass war.
„Hab’n schlechtes Gefühl dabei, aber…“, Hagrid zögerte. „Wenn Harry da is’, ich meine…“
Die drei stoppten auf der Stelle und sahen sich an. Albus mulmiges Gefühl verstärkte sich und als sie näher kamen, sahen sie, wie Victoire auf Harry zugerannt kam. Ihr Gesicht war vor Schrecken verzogen. Albus rannte ein Stück, um mit seinem Vater aufzuholen und erreichte ihn zeitgleich mit Victoire.
„Da – unten“, stieß Victoire aus. Ihr rotblondes Haar war vom Wind zerzaust und die roten Flecken in ihrem Gesicht verrieten ihre Aufgewühltheit.
„Was? Was ist los, Victoire? Hast du mitbekommen, was das Beben ausgelöst hat?“, fragte Harry eindringlich.
„Nein, aber es wurde etwas, also jemand – angeschwemmt“, antwortete sie mit zittriger Stimme.
Rose zog scharf die Luft ein. „Wie meinst du das?“, fragte Harry sie und legte seine Hand auf ihre Schulter.
„Ein Hauself“, schluchzte sie. „Er ist tot. Ich habe ihn dort gefunden, er ist ganz entstellt.“
Albus fühlte, wie sich etwas tief in seiner Magengrube verkrampfte und schaute mit einer Mischung aus Angst und Neugier auf das Seeufer und konnte sogar eine kleine, leblose Gestalt liegen. Auch David beugte sich etwas nach vorne und flüsterte Albus ins Ohr: „Lass uns runter gehen.“
„Nein, das werdet ihr nicht“, sagte Harry bestimmt, der David gehört hatte und die Autorität, die in seiner Stimme lag, ließ die beiden nicht widersprechen.
„Ich werde mir das ansehen, geht derweil ins Schloss und ruft Professor McGonagall, sie sollte schnellstmöglich davon erfahren.“, wies er sie an.
„Aber“, setzte Albus, doch er verstummte unterungewöhnlich strengen Blick, der sich unter den zusammengezogenen Brauen seines Vaters verbarg.
„Zeig mir, wo der Hauself angeschwemmt wurde“, sagte er um einiges weicher, nun an Victoire gewandt. Sie nickte und fuhr sich einmal durch die Haare.
„Ich habe die anderen Schüler weggeschickt, als es das erste Mal passiert ist, falls etwas Gefährliches passiert und wollte dann selbst nachgucken, was da los war. Ich bin also zum Ufer gelaufen und bei der zweiten Erschütterung habe ich dann einen Körper im See hochschwemmen sehen. Ich habe es erst gar nicht erkannt, doch er kam auf mich zu und da sah ich, dass es ein Hauself war. Ich habe ihn mit Wingardium Leviosa ans Ufer geholt und dann habe ich dich gesehen. Oh mein Gott, was war das bloß“, erzählte sie Harry mit gebrochener Stimme. Sie gingen runter ans Ufer und Albus, Rose und David eilten in der Zwischenzeit hoch zum Schloss. Unterwegs trafen sie James, Fred und Sean, die mit vielen Tüten bepackt aus Hogsmeade kamen.
„Habt ihr was von diesem Beben mitgekriegt?“, rief James ihnen entgegen.
„Es kam vom See her. Victoire hat einen toten Hauselfen dort gefunden“, entgegnete Albus, der vor Neuigkeiten platzte. Im Gegensatz zu Rose, die beim Anblick des Elfen verstummt war und sich seitdem gar nicht mehr zu irgendwas geäußert hatte, sprudelte er über vor Entsetzen und Aufregung.
„Was?“, platzen die andern drei heraus und James stellte sich auf Zehenspitzen, als erhoffte er so einen besseren Blick auf den See zu erhaschen.
„Das mit Nolde, habt ihr das schon mitbekommen?“, wollte David wissen, dem es ähnlich zu gehen schien.
„Man munkelt, man munkelt“, erwiderte Fred, der auch noch den See fixiert hatte. „Etwas mit den Zeitumkehrern, richtig?“, fragte er und Albus und David nickten eifrig.
„Jungs“, meldete sich Rose mit schwacher Stimme zu Wort. „Wir sollen jetzt mal zu Professor McGonagall gehen.“
„Ja, stimmt“, erinnerte sich Albus laut und wandte sich von den anderen ab.
„Dad hat uns angewiesen sie zu holen“, meinte er noch zu den anderen.
„Was? Wieso, wartet!“, rief James.
„Nein, wir gehen jetzt nicht mit euch dahin, ihr habt doch noch alle eure Tüten“, sagte Rose scharf und zog Albus hinter sich her.
„Bis nachher“, fügte David noch hinzu und dann schlüpften sie schon durch die lärmende Schülermasse, die sich zum Schloss bewegte. Sie hasteten die Treppe zum zweiten Stock hinauf, in dem sich nach Angaben eines Vertrauensschülers das Schulleiterbüro befand. Sie hielten vor einem großen Wasserspeier an.
„Ich denke mal, das ist es“, befand David leicht außer Atem.
„Ja, aber wie kommen wir rein?“, fragte sich Albus, doch im gleichen Moment begann sich der Wasserspeier zu bewegen und hinter ihm kam die Schulleiterin zum Vorschein.
„Miss Weasley, Mr. Tyler, Mr. Potter, kann ich ihnen helfen?”, fragte sie erstaunt über die drei Schüler, die direkt vor ihr aufgetaucht waren.
„Ja, Professor“, sagte Rose. „Unten am See hat es Erschütterungen gegeben, ein toter Hauselfe wurde angeschwemmt.“
„Mein Vater ist dort, er hat uns angeordnetsie zu holen“, erklärte Albus.
„Wie kommt es eigentlich immer, dass ihr Vater“, und dabei bedachte sie Albus mit einem prüfenden Blick. „in irgendeinem Zusammenhang zu allen merkwürdigen Dingen, die hier auf Hogwarts passieren, steht?“
Sie schüttelte leicht den Kopf, raffte dann ihren smaragdgrünen Umhang auf und begann mit schnellen Schritten auf die Treppe zuzulaufen. Mit einer Handbewegung wies sie ihnen an, ihr zu folgen.
„Ich habe es auch vernommen und war gerade dabei, mir anzusehen, was es damit auf sich hat Aber wenn Potter, also Harry, schon unten ist, dann kann ich ja beruhigt sein!“


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