Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Albus Potter - James triumphiert (Part I)

von lenkpflaume

Die Woche verging wie im Flug. Nachdem am ersten Abend noch weitere Geschenke ausgetauscht worden waren, hatten sich die [i]Kinder[i/] ins Wohnzimmer gesetzt, um für sich alleine zu sein. Es war wie jedes Weihnachten: James und Fred gaben ihre besten Witze preis, Dominique erzählte von Beauxbatons und gerade als Lucy anfing über ihre Eltern herzuziehen, kamen Harry und Hermine ins Zimmer, um ihnen zu sagen, dass es wirklich Zeit sei, ins Bett zu gehen. Lily, die schon auf Victoires Schoß eingeschlafen war, schreckte auf und unter lautstarkem Protest gingen sie hoch in ihre Schlafzimmer.
„Na, ja“, sagte James zu Fred, als sie gerade dabei waren sich die Zähne zu putzen. „Der Spaß kann ja gleich noch weiter gehen. Schließlich haben wir Teddy, er kann den Muffliato auf das Schlafzimmer legen.“ Fred grinste ihn an und Hugo, der vor Müdigkeit kaum noch die Augen offen halten konnte, strahlte bei der Aussicht, noch mehr Blödsinn von seinen Cousins zu sehen.
Als Albus und die anderen am nächsten Morgen von Ron durch ein wirsches „Aufstehen“ aus ihren Betten gejagt wurden, wusste er nicht, wie er diesen Tag überstehen sollte, ohne vor Müdigkeit umzukippen. Auch den anderen ging es so, denn erst nachdem Teddy nach vielen Feuerwerken und dem Ausprobieren unzähliger neuer Scherzartikel, die Ron und George ihren Kinder in rauen Mengen zu Weihnachten geschenkt hatten, einige wirkungsvolle Machtworte gesprochen hatte und den Muffliatozauber von ihrem Zimmer gelöst hatte, war Ruhe in ihr Schlafzimmer gekommen. Albus hatte selten so viel gelacht und es war beinahe, als hätte er noch am Tag darauf Muskelkater von dem vielen Lachen. Ginny schien ihren beiden Söhnen die Müdigkeit natürlich von den Augen abzulesen und erwartete die beiden mit einem anklagenden Ton.
„James, darf ich davon ausgehen, dass du die ganze Bagage vom Schlafen abgehalten hast?“
Er warf ihr einen entrüstenden Blick zu und bemerkte nur düster: „Warum bin eigentlich immer ich an allem Schuld?“
„Ja, das frage ich mich seit geraumer Zeit auch“, erwiderte Ginny. „Vielleicht hätte Teddy doch lieber nicht bei euch schlafen sollen. Ich lag wohl falsch in der Annahme, dass er euch davon abhält, die Nacht durchzumachen.“
„Und wie du da falsch lagst“, meinte James, doch so leise, dass nur Albus es hören konnte. Molly wuselte ins Esszimmer und lächelte die müden Jungs strahlend an.
„So, jetzt wird erst einmal gefrühstückt. Ihr seht so aus, als könntet ihr ein paar ordentliche Toasts vertragen. Ich habe den Speck schon in der Pfanne, die Eier müssten dann auch bald fertig sein.“
„Manchmal liebe ich sie einfach“, kommentierte Fred und setzte sich etwas motivationslos an den großen Esstisch.
„Wo sind denn die anderen?“, wollte Louis wissen und wandte sich an Ginny, die die einzige war, die sich noch im Esszimmer befand.
„Die Erwachsenen sind auf einem Morgenspaziergang und die Mädchen stehen, glaube ich, noch Schlange vor dem Badezimmer, dass ihr natürlich alle scheut.“
„Na ja“, meinte Albus. „Ich war schon auf dem Klo heute.“ Alle lachten und er blickte halb verlegend, halb verärgert auf die Tischplatte. Ginny verschwand wieder in die Küche und kurze Zeit später traten Lily und Lucy in die Küche.
„Guten Morgen, Jungs“, grüßte Lucy sie und ein einstimmiges Gegrunze ertönte von den Anderen.
„Na, ihr seht ja ausgeschlafen aus“, sagte Lucy laut und sie setzte sich neben Lily, die sich schon gegenüber von James niedergelassen hatte. Kurze Zeit später kamen Molly und Rose herunter.
„Dom und Vic sind noch im Bad beschäftigt“, meinte Rose als Erklärung und rollte dabei mit den Augen. Louis grinste wissend über die Macken seiner Schwestern.

Die folgenden Tage verliefen ruhiger, da Harry Teddy angeboten hatte, im Wohnzimmer auf der Couch zu schlafen und sie so abends dazu gezwungen waren, früher ins Bett zu gehen.
„Das ist der Vorteil an Hogwarts, da ist es egal, wie lange du abends noch im Gemeinschaftsraum bist“, kommentierte James enttäuscht und Ginny lächelte ihn an.
„Da ist es doch gut, dass du ab und zu mal aus Hogwarts kommst“, meinte sie.
„So schlimm ist es auch nicht“, erwiderte er leise und Harry lachte. „Du kannst dich glücklich mit deinem Zuhause schätzen, James“, sagte er und James stöhnte auf.
„Jetzt komm nicht wieder mit deinem Ich-hatte-eine-so-schlechte-Kindheit-Argument. Hast du Lust, Quidditch zu spielen, Al?“, fragte er schnell, bevor einer seiner Eltern noch etwas anderes erwidern konnte.
Albus überredete David mitzuspielen und lief in den Keller, um einen von den alten Besen zu nehmen. Er nahm den alten Besen von seiner Mutter und gab David einen Sauberwisch, der, so glaubte er, einmal seinem Onkel Ron gehört hatte.
Sie spielten drei gegen drei und Albus war zusammen mit David und Louis in einer Mannschaft gegen James, Fred und Dominique. David bewegte sich noch etwas unbeholfen auf seinem Besen, doch sobald er sich an die Höhe gewöhnt hatte, gewann er an Selbstvertrauen. Louis und James, die beide Jäger in einer Quidditchmannschaft waren, hatten klar einen Vorteil und erst als Harry sie zum Essen rief, stiegen sie wieder von den Besen.
„Ja“, rief James aus und klatschte Fred und Dominique ab. „Wir haben gewonnen!“
„Aber nur sehr knapp“, meinte Albus zerknirscht.
„Das sieht nach einer Revenge aus“, rief Louis aus.
Abgesehen von Quidditchspielen, genoss Albus die schulfreien Tage mit seiner Familie. Er hatte die brüderlich-schwesterlichen Sticheleien mit Lily, das Essen seiner Großmutter, sämtliche Cousinen und Cousins und fast schon die mahnende Stimme seiner Mutter vermisst. Fast täglich schien sich Ginny die Stimme aus dem Hals zu schreien, weil einer ihrer Söhne – meistens James – wieder irgendetwas angestellt hatte. Wenn es ganz schlimm war, hörte man von Zeit zu Zeit auch Harry schreien, doch Ginny schien das Temperament ihrer Mutter geerbt zu haben. Nicht selten schien auch Angelina die Geduld mit ihrem Sohn zu verlieren und schob danach die Schuld jedoch oft auf George, der ihrer Meinung nach zu locker mit Fred umgehen wollte. Besonders Ron liebte es, wenn Harry und George von den Müttern ihrer ungezogenen Söhne angemacht wurden.
„Na, warte nur, wenn Hugo älter wird“, meinte George düster an Ron gerichtet, der es sich breit grinsend mit einer Tasse Tee in einem Sessel breit gemacht hatte, nachdem Angelina George mal wieder zur Schnecke gemacht hatte.
„Ich hoffe nicht, dass Hugo so-“, fing Hermine an, doch bei Georges Blick hielt sie inne.
„Wie?“, fragte er merklich interessiert.
„So frech wird“, sagte sie. „Vielleicht wird er ja mal ein etwas ruhiger Weasley“, meinte sie.
„Na ja dann hoffen wir mal alle, dass Hugo ein echter ‚Percy-Weasley’ wird“, erwiderte George so leise, dass Percy, der sich in der Küche mit seiner Mutter unterhielt,es nicht hören konnte. Alle lachten, nur Ron wurde etwas blass um die Nase und Albus er wischte ihn keine zwei Tage später, wie er Hugo dazu aufmunterte auch mal etwas mehr mit Fred und James zu unternehmen.

Kaum hatte Albus es sich versehen, stand er auch schon am Gleis 9 ¾. Er verabschiedete sich von seinen Onkeln und Tanten und Lily, umarmte seine Eltern und stieg dann in den Zug ein. Louis winkte ihnen noch einmal zu, um sich dann in ein Abteil voller Ravenclaw-Sechstklässler zu verdrücken. Victoire war schon vor längerer Zeit verschwunden, um sich von Teddy zu verabschieden und Molly hängte sich an Lucy, die in ein Abteil zu ihren Freunden ging. So blieben noch Albus, David, Rose, James und Fred übrig, die sich zusammen in ein Abteil drängten.
„Puh“, sagte Rose, als Fred die Tür geschlossen hatte. „Zum Glück bin ich Molly los. Sie ist ja nett, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sie das Bedürfnis hat die ganze Zeit über Schule zu reden und aus irgendeinem Grund sah sie mich als perfekten Gesprächspartner. Ihr müsst wissen, dass Onkel Percy seine Kinder sehr trimmt.“
Alle starrten sie ungläubig an und sie runzelte die Stirn. „Was?“
„Na, ja, es sah schon so aus, als ob du und Molly – also als ob ihr euch gut versteht“, meinte Albus.
„Außerdem bist du auch gar nicht ‚die’ Streberin aus unserer Familie und wirst von deiner Mutter auch gar nicht getrimmt“, fügte James hinzu und Rose setzte sich entrüstet auf.
„Das ist jetzt übertrieben. Ich strenge mich schon an, aber es ist ein Gerücht, dass Mum mich so triezt“, setzte sie dem entgegen. Fred zog ungläubig die Brauen in die Höhe.
„Und wer-“, setze er an, doch Albus unterbrach ihn. „Ach, ist doch egal. Wer hat Lust Snape explodiert zu spielen?“, fragte er. Die Anderen stiegen begeistert mit ein.
Nachdem sie sich bei der Süßigkeitenverkäuferin eingedeckt hatten, verließen Fred und James ihr Abteil, um nach anderen Freunden zu suchen und sie blieben zu dritt sitzen. Es kehrte langsam Ruhe in das Abteil ein. Seit sie aus dem regnerischen London gefahren waren, hatte sich die Landschaft stetig geändert und die weite, hügelige Landschaft Schottlands wurde immer weißer je weiter sie gen Norden fuhren. Mehrere ihrer Klassenkameraden schauten in ihrem Abteil vorbei, darunter John Fillips, Denzel Buckleberry, Nilson Ackerley, Lorcan und Lysander Lovegood und Cathy McDougan. John und Denzel erzählten begeistert von dem Quidditchspiel, welches sie während der Ferien besucht hatten und Albus lauschte ihnen neidisch. Lorcan und Lysander gaben Albus die neuste Ausgabe des Klitterers und begannen den Anderen zu erklären, wie sie in den Ferien einen Troll getroffen hatten, doch keiner außer Nilson, der kurze Zeit nach ihnen ins Abteil gestoßen war, hörte ihnen wirklich zu.
„Die können schon anstrengend sein“, sagte David, als die drei das Abteil verlassen hatten. „Also ich meine die Zwillinge, Nilson scheint ganz nett zu sein.“ Keiner widersprach ihm. Cathy blieb für einige Zeit in ihrem Abteil und tauschte sich mit Rose über die Ferien aus. Sie meinte, dass sie zusammen mit den anderen Gryffindormädchen in einem Abteil weiter hinten saßen und Rose entschied sich kurzer Hand mitzukommen, sie fragte, ob Albus und David mitkommen wollten, doch diese verneinten eintönig.
Schließlich fanden sich die beiden alleine in ihrem Abteil wieder und Albus begann sich auf einer ganzen Sitzreihe auszubreiten. Es war schon dunkel geworden und sie schienen schon fast da zu sein. Nachdem Albus und David sich ihre Schulumhänge übergezogen hatten und Albus versuchte, nachdem er seine Reflektion in dem großen Fenster betrachtet hatte, sich vergeblich die Haare zu glätten, kam der Zug langsam zum Stehen. Zusammen mit der großen Masse von Schülern verließen sie den Zug und machten sich in Richtung des Schlosses auf.

Am nächsten Tag fing sofort die Schule wieder an und Albus merkte, dass er die langen mit Portraits behangenen und mit Ritterrüstungen gesäumten Korridore fast schon vermisst hatte und sogar der Unterricht ihn in eine Art befriedigende Alltagsstimmung versetzte.
Das neue Trimester brachte neue Themen und die Magie, die sie in Verwandlung oder Zauberkunst anwandten wurde komplizierter. Sie hatten erfahren, dass gegen Professor Nolde noch ein Verfahren lief und er sich noch vor einem Ausschuss gegen den Missbrauch von Zauberartefakten behaupten musste, bevor die Anklage, dass er die Zeitumkehrer geklaut hätte, fallen gelassen wurde. Mehrere Untersuchungen hatten ergeben, dass sich keinerlei Spur von Magie an den Objekten finden ließ, die auf ihn schließen ließ und nach einem vertraulichen Gespräch zwischen Professor McGonagall, Harry und ihm selbst, hatte Professor Nolde sie davon überzeugt, dass er besagte Zeitumkehrer noch nie gesehen hatte und dass er nie einen besessen hatte.
„Glaubt ihr, dass er durchkommt?", fragte Rose, als James ihnen im Gemeinschaftsraum von den neusten Vorkommnissen berichtet hatte.
„Ich denke schon. Schließlich scheint er ein ziemlich hohes Tier zu sein und er hat sonst immer gut mit dem Ministerium zusammengearbeitet. Es gibt ja eigentlich keinen guten Grund, warum er sich plötzlich gegen sie stellen sollte“, antwortete Fred.
„ Was heißt ‚gegen sie stellen’? Ich meine, es wurden Zeitumkehrer geklaut, das ist doch für einen bestimmten Zweck geschehen. Jemand klaut doch nicht einfach Zeitumkehrer zum Spaß oder weil er das Ministerium ärgern will“, entgegnete Albus.
„Ja, da magst du Recht haben, aber ernsthaft, warum sollte Professor Nolde Zeitumkehrer klauen?“, meinte Fred und schaute Albus kritisch an.
„Keine Ahnung, ich habe ja auch nicht behauptet, dass er dies getan hat“, sagte dieser leicht verärgert.
„Aber das ist doch der Punkt. Warum sollte sie jemand klauen?“, unterstützte David ihn.
„ Wozu braucht man viele Zeitumkehrer?“, überlegte James. Rose hatte die Stirn gerunzelt und Albus konnte sich beinahe denken, was hinter dieser Stirn für ein Gedanke gerade gefasst wurde.
„Ich werde mal in der Bibliothek nachschauen gehen“, bestätigte sie ihn. „Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich schon mal von so etwas gehört habe, aber ich krieg es gerade wirklich nicht zusammen. Diese Sache mit den Hauselfen verwirrt mich nämlich. Ich denke, dass das auf jeden Fall zusammenhängt.“
„Hauselfen und Zeitumkehrer – so lange wir darüber diskutieren, schlauer werden wir, glaube ich, auch nicht draus.“, sagte Fred und die anderen nickten betrübt.
„Was ist eigentlich aus eurer Werbesache für den Laden von Dad und Onkel George geworden?“, wollte Rose plötzlich wissen. Alarmiert sahen die Jungen sie an.
„Was meinst du?“, fragte James nervös.
„Na ja, macht ihr da Fortschritte?“, hakte sie nach.
„Du machst Witze“, platzte Albus heraus. „Erstens: seit wann interessierst du dich dafür? Und zweitens: seit wann klingst du so, als würdest du das auch noch unterstützen?“
„Ist schließlich auch der Laden meiner Familie“, meinte sie achselzuckend und stand dann auf.
„So, ich gehe in die Bibliothek. Vielleicht lässt sich mit diesem Tag ja auch noch was Nützliches anstellen. Kommt jemand mit?“, fragte sie, doch keiner antwortete.
„War ja auch abzusehen. David, du weißt, dass du die Verwandlungshausaufgabe zu morgen immer noch nicht gemacht hast, oder?“
David rollte mit den Augen. „Du weißt auch, dass du nicht meine Mutter bist, oder?“
Sie schnalzte mit der Zunge und verließ kurze Zeit später unter den ungläubigen Augen der vier den Gemeinschaftsraum.
„ ‚Macht ihr Fortschritte?’ War das ihr Ernst?“, fragte James und sah Albus und David prüfend an. „Sie hat es nicht irgendeiner unserer Mütter erzählt oder?“
„Na, meiner wohl kaum“, erwiderte David und Albus zuckte nur mit den Achseln.
„Aber das Geschäft scheint ganz gut zu laufen“, sagte Fred. „Ich habe heute schon zwei Kisten Nasblutnougat verscherbelt. Ich freue mich schon auf den Bonus, den Dad mir versprochen hat.“
„Ihr kriegt dafür Geld?“, fragte Albus ungläubig.
„Schon, umsonst würde es ja auch nur halb so viel Spaß machen. Warum fragst du? Hast du Interesse auch was an deine kleinen Erstklässlerfreunde zu verkaufen?“, entgegnete James und grinste breit, während er es sich nun, da Rose weg war, auf dem Sofa bequem machte.
„Sehr witzig“, giftete Albus zurück.
Mit einem Miauen sprang eine weiße Katze auf das Sofa, auf dem James nun lag, und rollte sich auf ihm zusammen. Interessiert beobachtete James die Katze und kurze Zeit später tauchte auch deren Besitzer auf und fläzte sich in einen der freien Sessel.
„So, letztes Nachsitzen bei Foretti. Mit diesem Kerl ist auch irgendwas nicht richtig“, gähnte Sean und betrachtete seine neue Katze, die den Namen Theolonious trug.
„Was musstest du diesmal machen?“, fragte Fred in beiläufigem Tonfall.
„Die hirnrissigste Arbeit der Welt, ich musste Federn zerrupfen und klein mahlen. Anscheinend sind das elementare Zaubertrankzutaten, die er sonst selbst herstellt. Ich habe zwar noch nie Federn in meinen Zaubertrank getan, aber er muss es ja wissen.“, antwortete er.
„Du hast bestimmt schon tausend Mal Federn in deinen Zaubertrank getan, hast es aber nicht gemerkt, weil du einfach grottenschlecht in Zaubertränke bist“, erwiderte James, woraufhin Sean ihm ein breites Lächeln schenkte.
„Wie dem auch sei, endlich muss ich nicht mehr in diese Gruft da unten-“
„Außer zum Unterricht“, erinnerte Fred ihn und Sean stöhnte. „Fang bloß nicht damit an.“
„Ich glaube, ich fange jetzt wirklich mal mit den Verwandlungsaufgaben an“, sagte David und stand auf. „Wo gehst du hin?“, fragte Albus.
„Ich hole nur meine Sachen aus dem Schlafsaal und setze mich hier irgendwo hin.“, antwortete er.
„Ich komm mit“, sagte Albus und erhob sich ebenfalls. Er hatte irgendwie das Gefühl, dass die drei nicht sonderlich erpicht auf seine Anwesenheit waren und er hatte auch nicht viel Lust, pausenlos die große-Brüder-Witze über sich ergehen zu lassen.

Es wurde Januar und die Weihnachtsstimmung schien allmählich zu vergehen. In den Mittelpunkt rückte nun mehr und mehr das bevorstehende Quidditchspiel Gryffindor gegen Hufflepuff. Die Gryffindors waren zwar nicht allzu feindselig wie beim letzten Spiel, einerseits weil die Niederlage gegen die Slytherins ihnen immer noch schwer in den Knochen lag und andererseits weil zwischen Gryffindors und Hufflepuffs keine offene Abneigung vorherrschte. Trotzdem bemerkte auch Albus, dass sich beispielsweise Kapitänin McQueen äußerst kalt gegenüber William Anderborough verhielt, mit welchem sie zusammen war und der außerdem der Kapitän der Hufflepuffs war.
Alle Gryffindors waren in einer Art nervöser Angespanntheit, denn wenn sie dieses Spiel nicht gewinnen würden, dann wären sie auf jedem Fall für einen der beiden hinteren Plätze gesetzt. Für Albus war dies allerdings nicht nur ein Laster, da er so die Großspurigkeit und Selbstgefälligkeit seines großen Bruders nicht mehr ganz so stark über sich ergehen lassen musste.
Rose hatte sich seit ihrer Nachfrage über den Fortschritt der Machenschaften von Fred und James nicht mehr zu den Scherzartikeln geäußert, doch Albus und David war nicht entgangen, wie sich ihre Klassenkameradinnen Bonnie Clasky und Elma O’Bryan in einer Verwandlungsstunde über einen mysteriösen, weißen Karton unter Roses Bett unterhalten hatten. Anscheinend hatte sie doch nichts, was sie von ihrem Vater mitbekommen hatte, beschlagnahmen lassen.
Als Albus mit David am Morgen des Spiels hinunter zum Frühstück gingen, war die gesamte Mannschaft schon da. James saß leichenblass vor seinem vollen Teller und stocherte etwas lustlos in seinem Essen herum. Rose tätschelte ihm ermutigend den Arm und Sean, der auf der anderen Seite saß,beäugte seinen Freund interessiert.
Die beiden setzten sich gegenüber von ihnen und David fragte James, wo Fred sei.
„Der hat tief und fest geschlafen, als wir aufgestanden sind. Am Wochenende kriegt man den nicht so leicht aus dem Bett, er müsste aber bald da sein“, antwortete Sean für ihn.
Albus sah am Tisch entlang und blickte bei den anderen Teammitgliedern in ähnlich nervöse Augen wie bei James.
Schließlich stand McQueen auf und schritt zum Ausgang der Großen Halle. Die anderen folgten ihr.
„James?“, fragte Rose vorsichtig. „Ich glaube, du solltest jetzt gehen.“
James grunzte einmal kurz, machte aber keine Anstalten aufzustehen.
„James, du Idiot! Aufstehen“, rief Sean mit deutlich durchdringender Stimme und James schreckte hoch. „Was? Achso, ja ja ich geh’ ja schon“, erwiderte er und stand schnell auf, so dass er sein volles Glas Kürbissaft umkippte. Er holte seinen Zauberstab heraus, doch Rose war schneller.
„Reparo“, sagte sie und die Scherben fügten sich wieder zu einem Glas zusammen. Ohne ein Wort des Dankes hastete James zur Eingangshalle. Sean schaute ihm kopfschüttelnd hinterher.
„Ich glaube nichts kann James Potter so außer Kontrolle bringen wie Quidditch“, kommentierte er. In diesem Moment ließ sich Fred auf den Stuhl fallen, auf dem eben noch James gesessen hatte.
„Na, auch schon aufgestanden?“, fragte Sean und Fred antwortete mit einem Gähnen.
„Ist der Meister schon weg?“, setzte er dann an und die anderen nickten. „Wieder nichts gegessen?“, fragte er dann und blickte auf den Teller vor sich.
„Nicht wirklich“, meinte Albus.
„Dann mach ich das wohl für ihn“, sagte Fred und beförderte einen Toast zu seinem Mund.
Nachdem sie alle fertig gefrühstückt hatten, machten sie sich auf zum Quidditchfeld. Die Mannschaften waren schon da und Albus entdeckte James, der ein paar Runden um die Torringe flog. Er winkte ihm zu und suchte sich dann mit den Anderen gute Plätze auf den Tribünen.
Madam Jones kam mit der Kiste mit den Bällen auf den Platz und nun ertönte auch wieder die Stimme des Kommentators Henry Tenessee.
„Willkommen zum Quidditchspiel Hufflepuff gegen Gryffindor. Beide Mannschaften wurden dieses Jahr bereits von Slytherin geschlagen und bei beiden geht es dieses Mal ums Ganze. Wir warten nur noch darauf, dass sich die beiden Kapitäne die Hand geben, die ja bekanntlich zusammen gehen. Das wird auf jeden Fall ein interessantes Spiel. Ja, jetzt müsste es gleich losgehen.“
Madam Jones stand mit dem Quaffel in der Hand unten auf dem Spielfeld und McQueen und Anderborough gaben sich die Hände. Er lächelte leicht, während ihr Blick eisern blieb. Dann wurde das Spiel angepfiffen und die beiden stießen sich vom Boden ab.
„Das Spiel beginnt und Bennson ergattert sich den Quaffel, wirft ihn sogleich ab zu Billy Thompson, der ja dieses Jahr auch ganz neu dabei ist und noch so jung. Ich habe gehört, dass er knapp über fünf Fuß misst. Zurück zum Spiel, durch einen geschickten Klatscher seitens Oblovski ist nun Mark Robbins am Ball und er fliegt auf die gegnerischen Torringe zu, gibt an Potter ab und der trifft und wie er trifft!“
Die letzten Worte gingen in den Jubelschreien der Gryffindors unter, die gebannt auf James gestarrt hatten, welcher den Ball schwungvoll in den mittleren Torring versenkt hatte unter den ungläubigen Blicken der Hüterin Laura Ashten. James riss die Arme in die Höhe und Albus erkannte auf die Entfernung sein breites Grinsen. Inzwischen hatte der großgebaute Sechstklässler Bennson den Quaffel wieder in seinen Händen und flog ehrgeizig auf Snyder zu, der sich konzentriert vor seinen drei Ringen in Stellung brachte.
„Und wird das der Ausgleich von Hufflepuff? Bennson fliegt und wirft und ah ganz knapp. Der Quaffel prallt an den Ring und verfehlt das Ziel um einige Fingerspitzen. Nun schnappt sich Nester den Ball und prescht nach vorne, doch uhh ein Klatscher, schön von Kapitän Anderborough platziert, trifft sie am Besen und sie lässt ihn fallen. Wenn Blicke töten könnten, Anderborough, dann würde deine Freundin wohl nach Askaban wandern. Buchholz nun am Ball, sie wirft, doch Snyder kann klären. Dieser gibt ab an Potter, der gerade so einem Klatscher ausweicht, den Ball an Nester gibt und sie ihre Chance von eben aufnimmt und diesmal auch erfolgreich. 20 zu null für Gryffindor jetzt und die feiern als hätten sie den Pokal schon in den Händen. Jetzt ist Jägerin Buchholz am Ball, sie gibt ab an Bennson, der an Thompson und dieser wieder zurück zu Bennson, welcher nun – ja zehn Punkte für Hufflepuff. Die Hufflepuff haben ihr Kurzpassspiel seit dem letzten Spiel sehr verfeinert. Die schwere Niederlage gegen Slytherin war anscheinend doch eine Lehre. Wenn ich mich richtig erinnere betrug der Endstand 190 zu 20. So eine Misere soll sich heute natürlich nicht noch einmal wiederholen. Robbins jetzt am Ball. Die beiden Sucherinnen scheinen auch noch nichts gewittert haben, der Schnatz scheint verschollen, wenn es schon so weit kommt, dass Sucherin Kyle sich neu frisieren muss.“
Vereinzelte Lacher waren zu hören, als die Sucherin von Hufflepuff Natalie Kyle, die sich kurz zuvor ihren Zopf neu gemacht hatte, hochrot im Gesicht wütend zu den Tribünen gestikulierte. Während Tenessee höhnisch lächelte, verwandelte Robbins ein weiteres Tor für Gryffindor. Auch diesmal sah es so aus, als wäre es um die Gryffindor Jäger besser bestellt und vor allem der Hüter Jeremy Snyder schien jeden Ball zu halten, doch keiner von den Gryffindors wagte es sich zu früh zu freuen.
„Potter wieder am Ball und ja er trifft, diesem Goldjungen scheint heute aber auch alles zu gelingen“, rief Tenessee auf, als James sein viertes Tor gemacht hatte. Es stimmte, dass James bei dem Spiel brillierte, er schien den Verlust vom letzten Mal, dessen Schuld er sich alleine zuschob,wieder wett zu machen und es schien ihm zu gelingen. Die Jägerin Buchholz erzielte den dritten Treffer für Hufflepuff und wie von der Tarantel gestochen, raste daraufhin James, der sich mithilfe der Treiberin Tina Leng den Quaffel erobert hatte zur anderen Seite und der große rote Ball wurde mit solcher Wucht geworfen, dass die Hufflepuff Hüterin erschrocken zur Seite wich und erst einen Moment später ihren Fehler begriff.
„Der Stand ist nun 70 zu 30 und es sieht so aus, als würde Gryffindor diesmal etwas besser spielen, doch nach dem letzten Spiel ist natürlich noch alles drin. Der Schnatz ist noch nicht gefangen.“
Der Schnatz war wirklich wie verschollen. McQueen und Kyle flogen ihre Runden um das Feld und hielten scheinbar Ausschau nach etwas, das nicht da war. James warf ein Tor nach dem anderen und erst als die Gryffindor ihre Schlachtgesänger „Potter vor,noch ein Tor“ schon im Kanon sangen, regte sich oben etwas am Himmel, das wie ein goldenes Blitzen aussah. Sowohl McQueen als auch Kyle schossen in die Höhe. Kopf an Kopf flogen sie zu dem goldenen Etwas, das weit oben durch die Lüfte segelte. Alle Augen waren auf die beiden Sucherinnen gerichtet. Dem Hufflepuff Treiber Tarik Nennin fiel beinahe der Schläger aus der Hand vor Anspannung.
„ Die beiden Mannschaften stehen nun vor dem entscheidenden Fang dieser Saison. Wer wird dieses Jahr einen sicheren Platz auf den hinteren Plätzen haben? Ich tippe auf McQueen, die wesentlich größer und ein Jahr älter als Kyle ist. Kyles alter Komet 300 Zehn kann gegen den Sauberwisch Premium vielleicht ankommen, doch jetzt strecken beide die Hände aus und was sehe ich da der Gryffindor Treiber Oblovski geht auf die Suche nach dem Klatscher.“
Natalie Kyles Kopf zuckte zur Seite und dieses anscheinend abgesprochene Ablenkungsmanöver nutze McQueen aus, sie beschleunigte ihren Besen und kurze Zeit später hielt sie den flatternden Schnatz in ihrer linken Hand. Der Treiber Oblovski, der anscheinend nie vorgehabt hatte, den Klatscher aufzusuchen, drehte lässig das Schlagholz in seinen Händen und grinste Kyle an.
„Und Gryffindor gewinnt!“
Auf den Tribünen der Gryffindors waren alle aufgesprungen und tanzten trotz Eiseskälte auf den Rängen. Albus hatte gar nicht gemerkt, dass er angefangen hatte zu grinsen und spürte nur wie sich sein Kiefer anspannte und nicht mehr zu lösen schien. Fred und Sean waren in eine Art Freudensgesang ausgebrochen und riefen ununterbrochen.
„Potter hat’s gemacht! Potter hat’s gemacht!“
Eine große Last schien von den Gryffindors gefallen zu sein und plötzlich schien der Pokal näher als je zuvor. James war von den anderen Mitgliedern aus dem Team umringt und Albus musste mit leichtem Lächeln daran denken, dass sich dieser Triumph in den nächsten Wochen wahrscheinlich merklich auf James Wesen auswirken würde.
„Und jetzt Party im Gemeinschaftsraum“, rief Sean und viele seiner Mitschüler jubelten. „Fred, wie sieht’s aus? Hast du noch Butterbier?“
Rose rollte mit den Augen und Albus und David strahlten sich an.


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Aber ich habe gelernt, auf allen möglichen Arten von Papieren zu schreiben. Die Namen der Hogwarts-Häuser sind auf einer Flugzeug-Kotztüte entstanden - ja, sie war leer.
Joanne K. Rowling