Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Dämmerung - Ein gut getarntes Wort der Anerkennung

von FreyaLi

Untitled

Hallo! Ist leider etwas später geworden als ich gedacht habe, aber das Wochenende hatte die ein oder andere Tücke, die mich vom Posten abgehalten hat ;) Hoffe ihr seid mir nicht böse und habt viel Spaß beim heutigen Chap! Bedanke mich noch einmal kollektiv bei all den lieben Reviewern!
LG F.L.


@*Lillian*: Danke für dein Review! Freut mich, dass dir das Chap gefallen hat und hoffe du hast auch heute viel Spaß beim Lesen!
@NicoleSnape: Danke für dein Review! Ja, die Lage ist ziemlich ungut im Moment - was sich mit dem heutigen Chap auch nicht ändern wird …
@Bellamine: Danke für dein Review! Stimmt, es sieht nicht besonders gut aus für Hermine … und heute wird's sich das Ganze auch nicht ändern - ob da Kuchen noch hilft?
@mia.winchester:Danke für dein ausführliches Review, freut mich immer sehr! Mir liegt tatsächlich viel daran, Snape „echt“ bleiben zu lassen, da es leider in vielen anderen HG/SS FF's nicht so ist - freut mich, dass mir das gelungen ist! Hoffe dir gefällt das heutige Chap auch wieder!
Ach ja, falls du Interesse an anderen HG/SS Geschichten hast: ließ doch mal „das Feuer und die Rose“ auf FF.de - mit der hat mein Hermine - Snape Fieber angefangen ;)





Severus Snapes Büchersammlung war umfassender, als Hermine auf den ersten Blick gedacht hatte. Die Regale im Wohnzimmer, die bis zur Decke reichten, beherbergten schiere Unmengen an Büchern. Hätte sie jemals einschätzen müssen, was ihr Zaubertrankprofessor las so hätte sie auf einschlägige Fachliteratur getippt - Zaubertrankbücher, vielleicht etwas Kräuterkunde, allerhöchsten ein paar Werke über herkömmliche Chemie. Doch selbst in der Wahl seiner Literatur zeigte Snape, dass er voller Überraschungen steckte. Einige Fachbücher über Tränke waren dabei, zweifelsohne auch ein paar Sammlerstücke, seltene, alte Bücher die sie kaum an zu fassen wagte. Daneben aber fand sie Werke über Verwandlung, Geschichte - nicht nur die der Zauberer - und auch einige Klassiker der Muggelliteratur. Bücher über schwarze Magie, die in Hogwarts nicht einmal in den hintersten Ecken der verbotenen Abteilung gestanden hatten. Fasziniert stand Hermine vor dem Regal und trat von einem Fuß auf den anderen. Ein schlechtes Gewissen schlich sich ein, da sie einfach so ohne um Erlaubnis zu bitten in seinen Büchern stöberte. Dann jedoch hielt sie sich vor Augen, dass sie auf unbestimmte Zeit hier fest saß - sie musste die Zeit irgendwie tot schlagen.
Sie nahm einen der Romane heraus, die so noch nicht kannte, in der Hoffnung, es würde etwas seichtes und einfach zu lesendes sein. Sie musste kurz, sehr kurz, über sich selbst schmunzeln. Wann hatte sie zum letzten Mal ein Bücherregal nach etwas seichtem durchstöbert? Mit dem Buch unterm Arm ging sie in die Küche. Sie hätte natürlich auf „ihr“ Zimmer gehen können, doch der Raum bedrückte sie mit seinen verblassten Tapeten und der kargen Einrichtung. Lieber blieb sie unten, wo ein wenig Sonnenlicht durch die Fenster schien und unterhielt sich ab und zu mit Elly. Die Hauselfe hatte sie bereits ins Herz geschlossen; vermutlich lag es daran, dass sie die einzige war, die freundlich mit ihr sprach. Snape mochte einer von den Guten sein, aber auf nette Worte wartete man umsonst.
Sie setzte sich an den Küchentisch und zögerte erst, sich eine Tasse Kaffee einzuschenken. Auch hier verwarf sie ihre Einwände rasch und tat es einfach. Diese Art von Zurückhaltung würde sie ihm Hause Snape nicht weit bringen.
Eine Weile lang versuchte sie zu lesen, doch immer wieder verschwammen die Buchstaben vor ihren Augen und andere Gedanken schlichen sich in ihr ein. Noch nie hatte sich ein Buch so sehr gewehrt, von ihr gelesen zu werden - nun, vielleicht mit der Ausnahme der Literatur, die Hagrid seinerzeit auf die Bücherliste gesetzt hatte.
Als Elly die Küche betrat, klappte sie das Buch seufzend zu. Sie schaffte es einfach nicht, sich in irgendetwas banales zu stürzen, während die Welt außerhalb dieses Hauses erneut in einem Kampf steckte. Ihre Freunde befanden sich vielleicht gerade in Lebensgefahr, vielleicht hatte es noch mehr Tote gegeben. Hier zu sitzen, Kaffee zu trinken und zu lesen widersprach all dem, was sie eigentlich tun wollte: kämpfen, ihren Freunden beistehen, ihre Arbeit tun, irgendwie beteiligt sein. Ihr Blick fiel auf die kleine Hauselfe, die heute zur Abwechslung ein sauberes Leintuch um den schmalem Körper gebunden hatte. Wenn sie schon nichts sinnvolles tun konnte, dann wollte sie wenigstens soviel Klarheit über ihre Lage - und über Snape - bekommen, wie nur möglich.

„Elly, kannst du mir sagen wo Sna … Mr. Snape ist?“ fragte sie vorsichtig.
„Master Snape hat das Haus bereits vor ein paar Stunden verlassen, Miss.“ Hermine horchte auf. Snape war nicht da. Sie hoffte zwar nicht darauf aus dem Haus zu kommen - sie glaubte ihm, dass es ohne Zauberstab unmöglich war - doch sie hatte die Gelegenheit, ein wenig über ihn herauszufinden. Sie fragte sich ob sie es wohl wagen konnte, sein Labor oder sein Schlafzimmer zu betreten. Sie schüttelte kaum merklich den Kopf. Die Türen waren vermutlich immer noch verschlossen und sie wollte nicht wissen, was passieren würde, wenn er heraus fand, dass sie es auch nur versucht hatte. Ihr Blick fiel wieder auf die Hauselfe, die geschäftig am Herd herum werkelte. Sie war ihm Moment ihre einzige Informationsquelle.
„Kann ich dich etwas fragen, Elly?“ fragte sie sanft.
„Kommt darauf an, Miss“ sagte die Elfe und wandte sich zu ihr um „Master Snape hat mir genaue Anweisungen darüber gegeben, was ich ihnen nicht sagen darf.“ Hermine seufzte abermals. Ja, Snape war ein vorsichtiger Mann.
„Wie behandelt Snape dich?“ fragte sie gerade heraus. Offensichtlich hatte die Elfe keine Zweifel daran, dass sie darüber Auskunft geben durfte.
„Master Snape ist ein guter Herr, Miss“ beeilte sie sich zu sagen „er ist streng zu Elly aber immer gerecht“ Sie sah ein, dass sie auf diesem Weg nichts heraus finden würde. Eine jede Hauselfe würde das über ihren Besitzer sagen.
„Verlässt er oft das Haus?“ Elly wirkte verlegen. Sie knetete ihre Hände und sah Hermine nicht mehr direkt an.
„Darüber darf Elly nicht sprechen“ Hermine nickte wissend.
„Und … bekommt er den oft Besuch?“ fragte sie weiter, bekam aber wieder dieselbe Antwort.
„Darüber darf Elly nicht sprechen“ sie gab sich geschlagen. Sie trank ihren Kaffee in einem Zug aus, nahm das Buch vom Küchentisch und ging ins Wohnzimmer. Mit Bedacht suchte sie nach genau der Stelle, aus der sie heraus genommen hatte und legte es wieder dorthin zurück. Sie ließ ihren Blick wieder über die stattliche Sammlung streifen, doch noch ehe ihr etwas ins Auge gestochen war hörte sie hinter sich eine Tür aufgehen. Snape war zurück.

Er trug einen Koffer bei sich, der ihr bekannt vor kam. Er trat ein paar Schritte auf sie zu und stellte in ihr vor die Füße, irgendwelche Begrüßungsworte schienen ihm nicht von Nöten zu sein.
„Ihre Kleider.“ sagte er knapp und verschwand dann in die Küche. Hermine blickte ihm verdutzt nach, dann öffnete sie mit schnellen Bewegungen den Koffer und stellte erstaunt fest, dass er wirklich ihre Anziehsachen enthielt. Sie folgte Snape in die Küche.
„Woher haben sie die?“ fragte sie ihn, der sich eben an den Tisch gesetzt hatte und seinerseits an einer Tasse Kaffee nippte.
„Aus dem Edinburgher Zoo“ antwortete Snape sarkastisch „aus ihrer Wohnung natürlich“
„Was haben sie dort gemacht?“ fragte Hermine Stirn runzelnd. Der Gedanke, dass Snape in ihrer Wohnung gewesen war - erneut - behagte ihr gar nicht.
„Lucius dachte, dass ich vielleicht etwas aufschlussreiches finden könnte“ Hermines Gedanken überschlugen sich. Ihr Arbeitszimmer enthielt unendlich viele Dinge - Unterlagen, Briefe, Anweisungen - die sie auf keinen Fall in den Händen der Todesser wissen wollte. Wenn Lucius all dies zu Gesicht bekommen würde, würde der Orden um mindestens einen Monat harte Arbeit zurück geworfen werden. Sie sah Snape entsetzt an.
„Die Tatsache, dass er Recht damit hatte, lässt mich erneut an ihrer Intelligenz zweifeln, von der immer alle gesprochen haben. Wie konnten sie solche Unterlagen zu Hause aufbewahren? Mit nichts als einem Tarnzauber, den sogar Neville Longbottom in der zweiten Klasse hätte umgehen können? Wenn er nicht mich geschickt hätte, wäre der Orden und das Ministerium in ganz schönen Schwierigkeiten“
Hermine wusste nicht, was sie darauf erwidern sollte. Sie hatte schlichtweg nie damit gerechnet, dass ein Todesser es schaffen könnte, sich Zutritt zu ihrer Wohnung zu verschaffen. Oder ein Ex-Todesser. Oder - in Ermangelung irgendeiner wirklichen Bezeichnung für ihn - Snape.

Er schien aber auch keine Antwort zu erwarten, stattdessen erhob er sich und verließ samt Kaffee den Raum. Hermine tat es ihm gleich, allerdings hielt sie im Wohnzimmer inne und nahm ihren Koffer hoch. Ihn ohne Magie über die Treppe hoch zu schleppen brachte sie außer Atem und sie musste am obersten Absatz kurz inne halten um zu verschnaufen, dann ging sie weiter. Der Gedanke, dass es Snape nur einen Wink mit seinem Zauberstab gekostet hätte ihn in ihr Zimmer zu bringen, ließ sie den Kopf schütteln. Selbst wenn er auf den Gedanken gekommen wäre, hätte er es vermutlich nicht getan.
Mit einiger Mühe beförderte sie den alten Koffer aufs Bett und öffnete ihn dann. Sie warf einen prüfenden Blick hinein. Snapes Auswahl war interessant. Sie nahm einige Jeans Hosen aus dem Koffer und stapelte sie fein säuberlich in die kleine Kommode an der Wand, die bist jetzt leer gewesen war. Dasselbe tat sie mit einigen hoch geschlossenen T-Shirts. Als sie zu ihrer Unterwäsche gelangte, stieg ihr die Schamesröte ins Gesicht - der Gedanke, dass Snape darin gewühlt hatte, behagte ihr gar nicht. Ein kurzer, prüfender Blick über die Stücke die er ausgesucht hatte verrieten ihr aber, dass er einfach die obersten herausgenommen hatte. Entweder er interessierte sich schlichtweg nicht dafür, oder aber er war zu höflich gewesen um etwas anderes zu tun. Sie schüttelte abermals den Kopf. Severus Snape hatte kein Gespür für Höflichkeit. Als letztes entdeckte sie einige Winterpullover und einen Mantel. Sie hielt die Wäschestücke verdutzt in den Händen. Es war Mitte August, wozu zum Teufel packte Snape Wintersachen ein? Dann fiel es ihr wieder ein: sie war tot. Sie würde vielleicht wirklich nicht vor dem nächsten Winter wieder hier heraus kommen. Sie sank, ihren beigen Mantel in der Hand, auf das Bett zurück und starrte ihn eine Weile einfach nur an. Seit sie den Tagespropheten mit ihrem Bild auf der Titelseite gesehen hatte, hatte sie gewusst, dass sich ihre Situation vielleicht für längere Zeit nicht ändern würde aber es war immer ein „es könnte sein“ Gedanke gewesen. Doch nun verfestigte sich diese Zukunftsaussicht in ihrem Kopf. Es würde wahrscheinlich Monate dauern bis sie ihre Freunde und ihre Eltern wieder sah. Und bis dahin musste sie irgendwie mit Snape zusammen leben. Resignierend packte sie auch die letzten Stücke in die Kommode - in die unterste Schublade, ganz nach hinten - klappte den Koffer zu und machte sich wieder auf den Weg ins Untergeschoss.

Die Tür zu dem kleinen Labor stand einen Spalt breit offen und Hermine vernahm ein paar einzelne Geräusche daraus. Etwas wurde geschnitten, eine Flamme entzündet, eine Phiole klirrte. Sie raffte sich innerlich auf - bereits auf eine Diskussion eingestellt - und klopfte dann an die Tür.
„Ich bin beschäftigt“ hörte sie Snapes dumpfe Stimme. Sie wollte schon wieder von dannen ziehen, doch etwas in ihr hielt sie zurück. Entschlossen öffnete sie die Tür und trat ein. Snape stand vor seinem Arbeitstisch, wie sie sich bereits gedacht hatte vor einem vollen Kessel. Der Inhalt war smaragdgrün und ein süßlicher, ebenfalls grüner Dampf stieg auf. Snape war wohl gerade dabei gewesen, Mohnblühten zu zerkleinern. Als Hermine den Raum betrat sah er auf und durchbohrte sie mit einem Blick, denn sie noch zu gut aus ihrer Schulzeit kannte.
„Miss Granger“ schnarrte er passender weise „in ihrem Alter sollte man dazu imstande sein ich bin beschäftigt so zu deuten, wie es gemeint ist. Verschwinden Sie“
Hermine rührte sich nicht vom Fleck. Stattdessen ließ sie einen Blick über seinen Arbeitsplatz schweifen. Mohnblühten, Baldriankraut, Safranfäden … er braute offensichtlich den Trank für traumlosen Schlaf.
„So sehr ich solches Stillschweigen auch genieße - führen Sie es draußen fort“ Snapes Worte rissen sie aus ihren Beobachtungen.
„Ich muss mit ihnen sprechen“ erwiderte sie, noch einen weiteren Schritt auf ihn zu tretend. Snape legte das Messer aus der Hand und wandte sich ihr ganz zu.
„Fassen sie sich kurz“ sagte er schroff. Hermine atmete einmal tief ein.
„Wir … wir werden wohl noch eine Weile miteinander auskommen müssen“ begann Hermine. Snape schnaubte und machte damit seiner Unzufriedenheit über die Situation kund, sie funkelte ihn böse an „glauben Sie, das macht mich genauso unglücklich wie Sie.“
„Nun sind Sie doch hoffentlich nicht gekommen, um sich auszuweinen?“ Snape zog eine Augenbraue nach oben. Hermine musste sich zusammen reisen, um nicht laut zu werden.
„Nein. Aber Sie müssen mir irgendetwas zu tun gebe. Ich kann hier nicht noch Monate herum sitzen und nichts tun.“
„Nehmen Sie sich ein Buch - aber passen Sie darauf auf!“ Für Snape schien das Gespräch damit beendet zu sein, doch Hermine schüttelte den Kopf.
„Keinen Zeitvertreib - etwas sinnvolles“ Sein Blick durchbohrte sie, doch er schien wirklich nachzudenken. Dann nickte er.
„Von mir aus, solange Sie keinen Schaden anrichten“ murmelte er „da Sie meinen Trank ruiniert haben, indem Sie rein geplatzt sind, beginnen sie am besten damit, einen neuen zu brauen“ er zeigte auf den Kessel, dessen Inhalt sich nun tatsächlich bräunlich gefärbt hatte und einen unangenehmen Geruch angenommen hatte.
„Und beeilen Sie sich - ich brauche ihn heute Abend“. Hermine nickte nur. Sie konnte sich zwar zweifelsohne andere Arbeitspartner vorstellen, mit denen sie lieber gearbeitet hätte, aber so hatte sie wenigstens etwas, auf dass sie sich konzentrieren musste. Schon vor Jahren hatte sie festgestellt, dass man beim Brauen von Tränken keine anderen Gedanken zu lassen durfte, wenn man etwas gutes zustande bringen würde. Sie krempelte ihre Ärmel nach oben und begann damit, sich die Zutatenliste vor Augen zu rufen. Snape setzte sich an seinen Schreibtisch, doch dass bemerkte sie schon gar nicht mehr, so vertieft war sie in den gedanklichen Vorbereitungen für den Trank.

Zwei Stunden vergingen wie im Flug, während sie arbeitete. Sie bemerkte erstaunt, dass sich ihre Hände - obwohl sie seit drei Jahren keinen Trank mehr gebraut hatte - an die Arbeit erinnerten und sie wie von selbst erledigten. Sie freute sich an den verschiedenen Stadien des Tranks, wie er seine Farbe und Konsistenz zur richtigen Zeit änderte und zum Schluss genauso hellgrün schimmerte, wie er es tun sollte. Sie überprüfte Geruch und Temperatur und war sich sicher, dass Snape während ihrer Schulzeit nicht umhin gekommen wäre, ihr hierfür ein Ohnegleichen zu geben - er war schlichtweg perfekt.
Während sie das Gebräu in kleine Fläschchen umfüllte, bemerkte sie gar nicht, dass Snape sich hinter sie gestellt hatte. Sie zuckte zusammen, als er zu sprechen begann.
„Scheint nicht völlig untauglich zu sein“ murmelte er und Hermine war sich nicht sicher, ob er sich auf sie oder den Trank bezog - trotzdem schlich sich ein kleines Lächeln in ihre Mundwinkel. Es hatte tatsächlich eine ganze Schulzeit und noch ein paar Jahre benötigt, damit sie von Severus Snape ein Wort der Anerkennung bekam, auch wenn es gut getarnt war.
Gerade als sie das letzte Fläschchen verschlossen und fein säuberlich beschriftet hatte, sah sie aus dem Augenwinkel wie Snape zusammen zuckte. Sie wandte sich im zu und erkannte kurz einen Ausdruck von Besorgnis auf seinem Gesicht. Dann wandte er sich ihr zu.
„Wir bekommen Besuch. Verschwinden Sie nach oben.“ schnarrte er. Dieses Mal kam Hermine der Aufforderung, oder dem Befehl, sofort nach. Doch sie kam nur bis ins Wohnzimmer, da vernahm sie auch schon ein leises „Plop“.

Beinahe direkt vor ihr, kaum einen Meter entfernt, tauchte Draco Malfoy wie aus dem Nichts auf. Als sein Blick auf sie fiel lächelte er hämisch. Sein Mund öffnete sich, doch noch ehe er etwas sagen konnte, betrat Snape den Raum.
„Guten Abend, Severus“ sagte er zu ihm gewandt und hörte sich wieder genauso an, wie der Schüler der er einst gewesen war. Sein Ton war einschmeichelnd, fast schon eine Spur zu fiel als das es Glaubwürdig erscheinen könnte. Hermine würdigte er keines Blickes. Sie wusste nicht, wie sie sich verhalten sollte also blieb sie einfach wie erstarrt stehen und blickte den eben Angekommenen an. Zum ersten Mal, seit sie gefangen war, hatte sie Gelegenheit, Draco eingehend zu betrachten. Die letzten Male war sie vor Schmerz und Angst nicht dazu imstande gewesen. Sein Haar fiel ihm über die Ohren hinab, er schien auch in dieser Hinsicht seinem Vater nacheifern zu wollen. Seine Gesichtszüge hatten sich verändert, waren härter geworden und glichen nicht mehr dem Jungen, den sie vor so vielen Jahren kennen und hassen gelernt hatte.
„Draco, wie schön dich zu sehen“ erwiderte Severus und zog damit Hermines Aufmerksamkeit auf sich „was verschafft mir die Ehre?“ Dracos Blick wanderte zu Hermine die immer noch zitternd da stand, keine zwei Hand breit von Snape entfernt. Etwas an seinem Gesichtsausdruck gefiel ihr ganz und gar nicht. Sie erinnerte sich daran, dass dieser Junge - dieser Mann, verbesserte sie sich selbst - noch vor wenigen Tagen darum gebeten hatte, sie töten zu dürfen.
„Ich wollte die Tränke für meinen Vater abholen“ sagte Draco ohne den Blick von Hermine abzuwenden „aber wenn du beschäftigt bist …“
„Ich werde sie dir sofort holen“ sagte Snape geschäftig „trink doch inzwischen etwas“ er ließ ein gefülltes Glas erscheinen und reichte es Draco. „Fünf Minuten“ sagte er noch ehe er in seinem Labor verschwand. Draco trank sein Glas in einem Zug leer und wandte seinen Blick dann wieder Hermine zu, die immer noch wie versteinert da stand. Fünf Minuten, dachte sie panisch, er benötigt nicht einmal fünf Sekunden um sie zu töten … Ein bösartiges Lächeln umspielte seine Lippen während er auf sie zu trat.


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Es hat mich beruhigt, zu sehen, dass eigentlich niemand die Szenen beim ersten Take schafft.
Evanna Lynch