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Fanfiction

Dämmerung - Der Einsamkeit ausweichen

von FreyaLi

Untitled

So - * Trommelwirbel * hier kommt also das Kapitel aus Severus' Sicht, vielleicht wird es ein paar offene Fragen klären ;) Ich hoffe natürlich wie immer, dass es euch gefällt!
Ein großes Dankeschön noch einmal an die fleißigen Reviewschreiber - ihr verschönert mir das Schreiben dieser Geschichte sehr!
LG
F.L.

@*Lillian*: Danke für das Review, freut mich, dass dir die Geschichte immer noch gefällt! Mehr zu dem Thema „ja, ich habe mich unter Kontrolle“ gibt's heute - hoffe, es gefällt dir!
@NicoleSnape: Danke für dein Review! Ja, Snape macht sich eben Gedanken, auf die würde man so nicht kommen ;) mehr dazu im heutigen Kapitel! Wünsche dir viel Spaß beim Lesen!
@Chellie: Ahh, wieder so ein wundervolles Review - Danke! Deine Neugier, was Daria betrifft, wird heute vermutlich einmal ein wenig beruhigt werden (ob dir das gefällt, weiß ich aber noch nicht …). Schön, dass ich dich zum Lachen bringen konnte! Obwohl diese Geschichte eigentlich nicht besonders humorvoll geplant war, kann ich es einfach nicht lassen ab und an sowas einzubauen :) Heute erfährst du mal, wie Snape die Dinge so sieht (auch etwas mehr zu der Aussage „ich habe meine Triebe unter Kontrolle“ - ja ja). Hoffe es gefällt dir und ich freue mich schon riesig darauf zu lesen, was du davon hältst!
@Suschi: Danke für dein Review! Die Vorstellung von Hermine mit Wischmopfrisur brachte mich echt zum lachen - werde den Ausdruck bei Gelegenheit mal verwenden, wenn ich darf? ;) Mehr zum Thema Kontrolle aus Snapes Sicht gibt es heute - wünsche dir viel Spaß beim Lesen!
@Bellamine: Danke für dein Review (ein spätes ist viiiiiel besser als gar keins ;) ) Was Daria angeht gibt es heute eine Teilweise-Auflösung - bin schon gespannt, was du davon hältst … und natürlich werden Snapes Ansichten offenbart! Wünsche dir viel Spaß beim Lesen!








Severus Snape stand am Fenster seines Schlafzimmers, den Blick starr auf die Backsteinmauer des gegenüberliegenden Hauses gewandt. Seine Hände waren zu Fäusten geballt, die Wut die in ihm aufstieg ließ die Knöchel weiß hervor stehen. Er kannte diesen Ausdruck, der ihr ins Gesicht gestanden hatte; er hatte ihn oft genug in Menschen ausgelöst und er verabscheute sich selbst dafür. Die Backsteinmauer verschwamm vor seinen Augen und ließ Bilder in seinen Gedanken erscheinen, vor denen er schon lange nicht mehr fliehen konnte. Gesichter, die sich auf ewig in seine Erinnerung gebrannt hatten, Hilferufe die immer wieder in seinem Kopf hallten. Betteln und Flehen, dass ihn vor Jahren kalt gelassen hatte und dem er nun ausgeliefert war, Nacht für Nacht. Das alles erinnerte ihn an den Menschen, den er gehofft hatte irgendwann hinter sich lassen zu können. Doch so funktionierte es nicht mit der Vergangenheit, man kann sie nicht vergessen und man kann nicht von ihr fliehen. Vielleicht das einzig wirklich Wahre, was Severus Snape von seinem Leben gelernt hatte.
Er zwang sich, den Blick abzuwenden und seine Muskeln zu entspannen. Seine Hände schmerzten, doch er spürte es kaum. Es sollte ihm egal sein, dass sie Angst vor ihm hatte. Es wäre bedenklicher, wenn dem nicht so wäre - schließlich hatte er Mühe und Zeit darin investiert sie davon zu überzeugen, dass er ein schlechter Mensch und zu allem fähig war. Alles andere würde diese Situation, die so schon voller Tücken und Gefahren steckte, nur noch schwieriger machen.
Wieder sah er sie vor sich, zitternd vor ihm stehen. Grimmig sagte er sich selbst, dass es zum Besten aller war, dass sie solche Panik bekommen hatte. Wenn ihre Angst ihn nicht aufgehalten hätte, hätte er nicht gewusst, was er getan hätte. Dann wäre ihm vielleicht sogar egal gewesen, dass sie seine Schülerin gewesen war und kaum erwachsen. Dass sie nicht freiwillig hier war und auf seinen Schutz angewiesen war. Er schüttelte den Kopf. Er redete sich ein, dass er sich unter Kontrolle gehabt hätte. Ein tiefes Brummen, das vielleicht an ein Lachen erinnern könnte, drang aus seiner Kehle. Jahre lang hatte er es geschafft, seinen Körper und seinen Geist absolut zu kontrollieren - allein der Gedanke, dass er es hier nicht gekonnt hätte, war lächerlich.

Er wandte sich wieder dem Raum zu und blickte auf das Bett. An schlafen war heute nicht zu denken, da würde auch sein üblicher Schlaftrank nichts nützen. Seufzend legte er die Hände an die Schläfen. Der stechende Kopfschmerz, der seit Jahren sein Begleiter war, suchte ihn wieder heim. Er wusste, dass er vom Feuerwhisky herrührte und - natürlich - von einem Abend in der Gesellschaft von Lucius Malfoy. Er hatte diesen Mann nie als gefährlich angesehen. Als einen Dummkopf, zweifelsohne, der von der Idee von Macht eingenommen war und deshalb auf Voldemorts Seite kämpfte. Als Feigling, als Opportunisten. Erst jetzt, nach dieser Schlacht, war ihm klar geworden, wer dieser Mann wirklich war. Verrückt, fanatisch und grausam. Diese absurden Feiern, die er bei jedem noch so nichtigem Anlass veranstaltete, waren nahezu Gelage. Irgendjemand sagte gerade immerzu eine Dummheit und Lucius genoss es, sie dafür zu bestrafen. Doch Lucius war verloren und war es vielleicht immer schon gewesen, Snape hatte nur nie hinter die Maske der Unterwürfigkeit blicken können. Aber Draco … wieder ballten sich seine Hände zu Fäusten. Ja, er war ein Slytherin durch und durch, egoistisch und kalt; aber er hatte ihn nie für völlig bösartig gehalten. Die letzten Jahre hatten ihn vom Gegenteil überzeugt. Er war wie sein Vater geworden. Er dachte an den Vormittag zurück, Daria hatte ihm am Abend geschildert, was sie gehört hatte. Gut für den Jungen, dass Snape sich so gut unter Kontrolle hatte. Jeder andere hätte bei der Wut, die bei der Erzählung in ihm aufgekommen war, etwas unüberlegtes getan. Die Worte, die Draco gewählt hatte, waren mehr als verabscheungswürdig, zeugten von einer inneren Verdorbenheit die kaum mehr auszumerzen war. Und doch würde Snape nicht aufhören, darauf zu hoffen dass der Junge irgendwann verstehen würde, selbst wenn er sein Wesen nicht mehr ändern konnte. Auf ihn hatte damals niemand gehofft … Nein, Schluss damit.
Entschlossen trat Snape aus dem Schlafzimmer in den kühlen Flur. Solche Gedanken zu so später Stunde durfte er nicht zulassen. Zweifelsohne war der Feuerwhisky Schuld daran und aus Erfahrung konnte er sagen, dass man von Alkohol ausgelöste Gedanken nur mit noch mehr Alkohol unterbinden konnte.
In seinem Arbeitszimmer angekommen nahm er eine bereits halb leere Flasche aus dem Schreibtisch, schenkte sich ein und entzündete mit einem Schlenker seines Zauberstabes den kleinen Kamin. Die Flammen züngelten vom ersten Moment an wild empor und für ein paar zufriedene Augenblicke versank der Zaubertränkemeister völlig im Bild des Feuers. Dann holte ihn ein leises Knarren wieder zurück ins Hier und Jetzt. Es kam aus dem oberen Stockwerk, also konnte es nicht Elly sein - sie schlief in einem kleinen Zimmer neben der Küche. Er seufzte und leerte das Glas in einem Zug. Er hatte in den letzten Tagen wahrlich nicht sehr viel Zeit gehabt, sich über Hermine Granger Gedanken zu machen. Viel mehr war er damit beschäftigt gewesen, seine Farce aufrecht zu erhalten. Beinahe drei Jahre waren vergangen, seit er sich hier versteckte und versuchte Malfoys Vertrauen ganz zu gewinnen und nun - schlussendlich - schien es ihm gelungen zu sein. Die Bilder jenes Nachmittags, an dem er den Cruciatiusfluch auf sie gewendet hatte tanzten vor seinen Augen. Er quittierte sie mit einem weiteren Glas, der sie wenigstens etwas verschwimmen ließ. Er mochte Hermine Granger nicht, hatte sie von dem Moment an nicht gemocht, als sie sein Klassenzimmer zum ersten Mal betreten hatte. So impertinent, so dreist, so neugierig … immer wieder hatte sie ihm ihr auswendig gelerntes Wissen unter die Nase gerieben, ihre empor gestreckte Hand war zu einem fixen Teil der Unterrichtstunden geworden. Er nickte um seine Gedanken zu unterstreichen, nahm einen weiteren Schluck und spürte das wohl bekannte Brennen in der Kehle. Nun gut, sie hatte sich verändert. Sie war auf jeden Fall ruhiger geworden. Als sie zu ihm gekommen war und darum gebeten hatte, etwas tun zu dürfen - da hatte er erwartet sie nach kaum zehn Minuten des Labors verweisen zu können, doch sie hatte ihm keinen Grund dazu gegeben. Sie war ihrer Arbeit ruhig nachgegangen, mit einer Konzentration die es sie nicht einmal hatte bemerken lassen, dass er sich ab und an hinter sie gestellt hatte um zu kontrollieren, dass sie nichts falsch machte. Es war beinahe schon angenehm gewesen, ihr bei der Arbeit zuzusehen. Snape schüttelte empört über diese Gedanken den Kopf. Es mochte sein, dass sie sich verändert hatte - trotzdem mochte er sie nicht. Aber er musste alles dafür tun um sie zu beschützen. Er war es nicht ihr schuldig, sondern sich selbst. Jedes Opfer in diesem Krieg war sinnlos, jeder empfundene Schmerz hätte verhindert werden können. Und er, Severus Snape, hatte eine Schuld zu büßen und das konnte er nur tun, indem er soviel Leid wie möglich verhinderte.
Kurz schloss er die Augen und dachte an die Begegnung von eben. Nun, wo die Wut über sein eigenes, dummes Verhalten abgeebbt war konnte er an die eigentliche Situation zurück erinnern. Sie war … nein. Wieder musste ein Bild, das sein Kopf hervor beschworen hatte, verjagt werden. Er schüttelte den Kopf und leerte das zweite Glas in einem Schluck. Erneut stieg Ärger in ihm auf. Er befand sich immer noch mitten in zwei Kriegen, den einen kämpfte er verdeckt und auf zwei Seiten, den anderen kannte nur er und er focht in mit sich selbst in seinem Inneren aus. Gedanken an die leicht bekleidete Frau im Obergeschoss waren nicht erlaubt und vor allem absolut lächerlich. Doch er schaffte es nicht.
Er warf einen Blick auf die Uhr. Es war beinahe ein Uhr - er wusste, wie lange er zum Einschlafen brauchte wenn er in dieser Stimmung war. Bis zum Morgengrauen würde er sicher wach liegen. Jetzt ins Bett zu gehen wäre reine Selbstfolter. Neben ihr da oben zu liegen … verdammt! Schon wieder dachte er an diese Frau, die er doch eigentlich hatte ignorieren wollen. Er sah es ein. Es war nicht nur dumm gewesen was er zu Granger gesagt hatte, es war auch nicht die volle Wahrheit. Auch wenn er sie nicht ausstehen konnte - Bilder von ihr machten sich in seinem Kopf breit und sie waren einschlägiger Natur. Er schenkte sich ein weiteres Glas ein. Nicht einmal das sonst so beruhigende Flackern des Kaminfeuers schaffte es, ihn in den üblichen Dämmerzustand zu versetzen, den der Whisky in diesem Maße normalerweise auslöste. Er verabscheute dieses Gefühl der Machtlosigkeit, das sich in ihm breit machte. Entschlossen trank er auch das letzte Glas aus und erhob sich, um den Raum zu verlassen. Er war erleichtert darüber, nicht an Dumbledores Portrait vorbei zu müssen, wenn er das Haus verließ. Der alte Mann hatte die Angewohnheit immer in den Momenten aufzutauchen, in denen Severus etwas tat, was er nicht gut heißen würde. Und jetzt, das wusste Snape, würde er ganz sicher auftauchen.


***


Die Seitenstraße, in die er apparierte war finster und verlassen. Niemand hatte es für nötig befunden, sie zu beleuchten. Gut für ihn - seit drei Jahren war er mehr als bedacht darauf, dass niemand ihn erkannte und er hätte es sich nicht verziehen, wenn er all die Mühen diese Nacht wegen einer kleinen Schwäche zunichte machen würde.
Das Haus zu dem er wollte lag kaum eine Minute entfernt. Er war bis jetzt immer nur nachts her gekommen, die Umgebung war ihm vertraut. Er wusste nicht, ob er sich zurecht finden würde, wenn er einmal bei Sonnenlicht her kommen würde. Doch der Gedanke war schnell verworfen; das würde nicht passieren. Wenn irgendwann eine Zeit kommen würde, in der er sich nicht mehr verstecken brauchte - er wagte kaum, noch daran zu glauben - , dann würde er diesen Ort nicht mehr aufsuchen.
Vor der Haustür angekommen, zu der er wollte, betrachtete er das dazugehörige Haus kurz. Mit Genugtuung stellte er fest, das in der Küche noch Licht brannte. Er hatte es vermutete und selbst wenn dem nicht so gewesen wäre, wäre er nicht gegangen. Severus Snape war kein höflicher Mensch.
Er klopfte und wartete kaum einen Atemzug, dann hörte er schon wie sich jemand der Tür näherte. Die Schritte hielten inne, ein Auge sah durch den magischen Türspion. Immer ungeduldig werdend trat Snape noch einen Schritt näher. Die Tür wurde geöffnet und er trat in den schwach beleuchteten Flur.
Er streifte Darias musternden Blick für Sekunden, dann senkte er den seinen an ihrem Körper hinab. Wenn es eine Möglichkeit gab, das Bild von Hermine Granger aus seinem Kopf zu bekommen, dann war es diese hier.
„Severus“ sagte Daria leise und auch wenn er es nicht sehen konnte so merkte er doch, dass sich ein für sie typisches, schmales Lächeln auf ihrem Gesicht breit machte. Hätte er ein wenig mehr Anstand, überlegte er während er auf die Bodendielen starrte, dann würden sich jetzt vielleicht Schuldgefühle oder Scham in ihm breit machen. Er nickte nur zufrieden. Es war beruhigend zu bemerken, dass er immer noch derselbe Mensch war, den er kannte.
„Möchtest du etwas trinken?“ fragte die Frau weiter. Nun sprach sie wieder in dem kühlen Tonfall, den Severus mochte. Selbst wenn sie irgendwelche Emotionen hegte, so zeigte sie es nicht. Das schätzte er an Menschen, sie machten es sich und ihm leichter. Mit solchen Mienen konnte er etwas anfangen, er wusste, was er zu erwidern und zu tun hatte. Offen gezeigte Gefühle verkomplizierten das Leben nur.
„Ich bin bereits betrunken“ murmelte er als Antwort und drehte sich wieder zu ihr um.
„Gut so“ erwiderte sie nur und begann damit, ihren Umhang abzulegen.


***


Severus lag da und betrachtete wie ihr Atem Darias Brüste hob und senkte. Er war sich sicher, dass sie schlief, aber er würde noch ein wenig warten um sicher zu gehen. Das war ihre einzige Abmachung, die erste und letzte Regel: er ging erst, wenn sie schlief. Es gab ihm jedes Mal Gelegenheit dazu, sie noch einmal eingehend zu betrachten. Es löste ein gewisses Hochgefühl in ihm aus, sie nackt daliegen zu sehen und daran zu denken, dass sie alles tun würde, was er von ihr verlangte.
Natürlich wusste Severus, dass er sie ausnutzte. Er war sein Leben lang blind für viele Dinge gewesen, aber er hatte immer erkannt, wen er ausnützte. Es dauerte nicht lange und derjenige bemerkte es ebenfalls. Die meisten waren gegangen, eine Handvoll hatte vorher noch versucht es zu verstehen und waren gescheitert. Wenige waren geblieben. Erst hatte er gedacht, er sei es ihnen wert. Dann, mit den Jahren, hatte Severus verstanden, dass dem nicht so war. Sie waren einfach nur schwach, genauso wie es Daria in eben jenen Momenten war in denen er zu ihr kam um seine Erinnerungen kurz beiseite zu schieben, seine Wut zu verbrennen, seiner Einsamkeit für einen Moment auszuweichen. Für einen einzigen Moment, vor knapp drei Jahren, als er mehr tot als lebendig in Malfoys Kerkern gelegen hatte, da hatte er für den Bruchteil einer Sekunde geglaubt, dass es funktionieren könnte. Sie war wie er: genauso dunkel, genauso kalt. Sie war intelligent und hatte ein gewisses Talent zum Brauen, was ihm zwar nicht imponiert, er aber zur Kenntnis genommen hatte. Sie war schön und offenbar übte er eine gewisse Anziehung auf sie aus - dass sie ihn mochte war natürlich albern. Niemand mochte ihn. Aber doch - er hatte geglaubt, dass es funktionieren könnte. Die Sekunde war schnell vergangen, bald hatte er eingesehen, dass er zu kaputt für irgendetwas war, das über gelegentlichen Sex hinausging. Genauso wie sie. Sie waren zwei Menschen mit einer Vergangenheit, die sie nicht vergessen konnten und einer Zukunft, die nichts Gutes versprach. Sie konnten sich zwar nur für kurze Zeit aneinander festhalten, doch dies war für lange Zeit die einzige … Beziehung gewesen, die er hatte aufnehmen können.
Er warf ihr einen Blick zu und vergewisserte sich, dass sie eingeschlafen war. Ihr Gesicht war entspannt, die Atemzüge gleichmäßig. Noch eine Minute würde er warten, damit sie nicht von dem Geräusch der Schlafzimmertür aufwachen würde. Wenigstens das war er ihr schuldig. Sie hatte sein Leben gerettet, nachdem Malfoy ihn aus der heulenden Hütte geholt hatte. Sie hatte ihm später - viel später - erzählt, dass sie Stunden lang bei ihm verharrt hatte, ihm die komplizierten Heiltränke eingeflößt und nach jedem Heilzauber, der nicht funktioniert hatte, nach einem neuen gesucht hatte. Es hatte Wochen gedauert, bis er wieder erwacht war und Monate, bis er wieder so war wie zuvor. Er strich gedankenverloren über die hässliche Narbe an seinem Hals. Beinahe so wie zuvor. Um ein paar Verletzungen und ein paar dunkle Gedankengänge älter. Er hatte sie einmal gefragt, warum sie das getan hatte - Malfoy hätte ihn schließlich sterben lassen, nachdem er gesehen hatte, dass es nicht einfach werden würde ihn zu retten. Sie zuckte mit den Schultern. Das war ihm Antwort genug gewesen. Diese paar Minuten in denen er still da lag und darauf wartete, dass sie vom Schlaf eingehüllt wurde waren sein Dank dafür. Als er aus dem Zimmer trat blickte er nicht zurück. Das tat er nie.

---
nun - was haltet ihr davon? (aber bitte nicht steinigen!)


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