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Fanfiction

Dämmerung - In der Gemütsverfassung für einen Mord

von FreyaLi

Untitled
Hallo ihr!
Dieses Mal hat es etwas länger gedauert … allerdings hatte ich auch einen guten Grund: wir haben einen neuen Mitbewohner bekommen, einen süßen, kleinen, schwarzen Kater ;) der Kleine hat meine Zeit ganz schön beansprucht in der letzten Woche, so dass ich kaum zum Überarbeiten des Kapitels kam - nun habe ich es endlich geschafft und hier ist es :) wünsche euch wie immer viel Spaß beim Lesen und hoffe, dass es euch gefällt!
LG
F.L.


@Suschi: Danke für dein Review und dein Lob! Hab mich mit der Szene auch wirklich angestrengt :) und du hast natürlich Recht: das zähe Warten des letzten Chaps zahlt sich heute aus, es ist was los im Haushalt Granger/Snape! Wünsche dir viel Spaß mit dem heutigen Chap!
@*Lillian*: Hey und danke für dein Review! Ob die Freundschaft das heutige Chap überdauert? Nun, wir werden schon sehen - ich verspreche ein turbulentes Ende und wünsche dir viel Spaß beim Lesen!
@NicoleSnape: Danke für dein Review! Natürlich nur so was ähnliches, weiter traut sich Snape noch nicht - oder vielleicht doch? Du wirst schon sehen ;) wünsche dir viel Spaß beim Lesen und hoffe, dass dir das heutige Kapitel gefällt!
@Karla: Hallo, willkommen und danke für dein Review! Freut mich sehr, dass dir meine Geschichte gefällt! Ja, zwischenzeitlich kann man wirklich meinen, das Snape gar nicht so schlecht ist - aber ob man damit auch in die richtige Richtung denkt? Mmmh … wünsche dir auf jeden Fall mal viel Spaß mit dem heutigen Chap!
@Chellie: Hallo und danke für die tollen Reviews, habe mich wie immer sehr gefreut! Lustig, dass du den Titel des vorletzten Kapitels ansprichst, über den habe ich mir nämlich lange Gedanken gemacht und war bis zum Schluss nie wirklich zufrieden :/ ich liebe es mir Kapitelnamen auszudenken und wenn ich dann keinen passenden finde, ärgert es mich immer! Aber schön, dass du dich dann doch damit anfreunden konntest. Nach dem langen Warten des letzten Chaps gibt's heute ein bisschen mehr Action in unserer unfreiwilligen WG - gleich auf zweierlei Arten. Es geht ganz schön was weiter ;) hoffe, es gefällt dir!
PS: habe heute versucht, mehr Absätze rein zu machen - ich hoffe, es ist nun angenehmer zu Lesen!







„Du konzentrierst dich nicht!“ Snapes Stimme hallte durch das Wohnzimmer. Wenn es hier jemals den Anflug einer gemütlichen Atmosphäre gegeben hatte, dann war sie nun verflogen. Hermine biss die Zähne zusammen, ihre Hand war so fest um ihren Zauberstab geklammert, dass ihre Knöchel weiß hervor traten.
„Wenn du mir sagen würdest, worauf, dann wäre es vermutlich leichter“ presste sie zwischen den zusammen gepressten Lippen hervor. Snape schüttelte aufgebracht den Kopf.
„Ich kann dir nicht sagen, was du tun sollst. Du musst die Magie bündeln, das ist bei dir nicht dasselbe wie bei mir“
„Die Magie bündeln“ murmelte sie so leise, dass nur sie es hören konnte. Diese Situation hier war mehr als lächerlich und sie bereute es, sich darauf eingelassen zu haben. Sie stand nun schon über eine Stunde hier und versuchte einer Reihe von Topfpflanzen vor sich das Leben auszuhauchen. Doch Hermine schaffte es nicht einmal der Orchidee, der sie gegenüber stand, ein einziges Blatt zu krümmen.
„Es ist dasselbe wie beim Imperius - du musst das Dunkle in dir finden, du musst es wollen“
„Es ist etwas schwer - das Grünzeug hat mir nichts getan“ erwiderte sie, immer noch angestrengt. Das hier laugte aus. Snape zückte seinen Zauberstab, warf ihr einen raschen Blick zu und wandte sich dann wieder von ihr weg.
„Avada Kedavra“ flüsterte er. Ein gebündelter, hellgrün leuchtender Strahl entwich seinem Zauberstab. Augenblicklich verwelkten die Blätter der Pflanze, wurden braun und knittrig wo sie doch eben noch grün und voller Leben gewesen waren. Sogar die Erde, in der sie wuchs, wurde trocken und von Rissen durchzogen. Hermine fröstelte, genauso wie beim ersten Mal als er es ihr demonstriert hatte. Dann riss sie sich zusammen.
„Gratulation. Du hast eine weitere Petunie zur Strecke gebracht“ murmelte sie, krampfhaft versucht dieser Situation ein kleines Stückchen Komik abzuringen. Als ob es nicht genug wäre, dass sie beide einer Armee von Zimmerpflanzen gegenüber standen.
„Ich könnte eine Pause vertragen“ fügte sie noch halblaut hinzu und versuchte, das tote Häufchen Zellulose dabei nicht anzusehen. Snape warf einen Blick auf die Uhr, dann nickte er.
„Na gut.“
Hermine war erleichtert. Sie ließ ihren Zauberstab sinken und fühlte, wie ein Teil ihrer Anspannung von ihr ab fiel. Die Küche und der damit eingehende Kaffee bedeutete ein kurzes Stückchen Normalität an diesem Tag, der noch viel absurder war als alle anderen.

„Du musst den umgekehrten Weg gehen. Das ist viel schwieriger“ sagte Snape, als sie sich gegenüber saßen. „du musst es lernen, bevor du es je gefühlt hast. Die meisten töten ihren ersten Menschen ohne den Zauber vorher gelernt zu haben. Sie kennen das Gefühl, jemanden töten zu wollen - und können es dann heraufbeschwören“ Hermine sah auf, versteckte ihr Gesicht hinter der Kaffeetasse, aus Angst, Snape könne von ihrem Blick auf die Frage schließen, die sich in ihr manifestiert hatte: wann hatte Snape seinen ersten Menschen getötet? Sein kalter Blick verriet ihr, dass er es auch so erraten hatte.
„Ich muss dich enttäuschen. Der erste, der durch einen meiner Zauber gestorben ist war ein Todesser. Es war bereits nachdem ich die Seiten gewechselt hatte“ sagte er unheimlich ruhig. Hermine blickte auf - das hätte sie nicht erwartet. „aber man muss den Todesfluch nicht aussprechen, um am Tod Unschuldiger Schuld zu sein“ Hermine nickte beklommen, nicht wissend, was sie sagen sollte. Was erwiderte man auf so einen Ausspruch? Ehe sie in die Verlegenheit kam sich länger darüber Gedanken zu machen, trat Elly an Snape heran, ein Stück Pergament in der Hand.
„Eine Eule für Sie, Master“ sagte sie gewissenhaft. Snape nickte ihr zu, nahm das Stück Pergament und warf einen Blick darauf. Dann wandte er sich wieder Hermine zu.
„Daria hat Neuigkeiten, was Malfoy betrifft.“ sagte er kryptisch. Hermine wartete, doch er sprach nicht weiter.
„Und die wären?“ fragte sie vorsichtig.
„Das wird sie uns gleich selbst sagen. Sie ist auf dem Weg hier her.“ Snape blieb ruhig sitzen, während es in Hermine brodelte. Sie wusste immer noch nicht, was sie von dieser Frau halten sollte. Sie war keine Todesserin, doch hatte Snape nicht selbst gesagt, dass ein böser Mensch sich nicht zwangsläufig den Todessern anschließen musste? Andererseits hatte sie sie vor Draco Malfoy bewahrt - nun, sie würde wohl einfach abwarten müssen. Der Kaffee überbrückte die wenigen Minuten des Schweigens die es dauerte bis die Küchentür aufging.

Hermine wandte sich um, sah Daria eintreten. Ihre Blicke trafen sich für den Bruchteil einer Sekunde und Hermine wusste nicht zu deuten, was darin gelegen hatte. Abneigung? Verachtung? Doch sie kam nicht dazu darüber nachzudenken, Daria durchquerte den Raum, begrüßte Snape und nickte ihr selbst abwesend zu. Sie war, wie immer, in einen schwarzen Umhang gehüllt, ihr dunkles Haar fiel ihr über die Schulter und sie kam nicht umhin zu bemerken, wie sie Snape ansah.
Sie setzte sich, schenkte sich wie selbstverständlich eine Tasse Kaffee ein. Hermine musste sich eingestehen, dass diese Frau attraktiv war, sie verstand Snape … halt. Nein. Überlegungen wer oder was und warum überhaupt für Severus Snape attraktiv war, hatte jetzt - und eigentlich gar nie - etwas in ihrem Kopf zu suchen.
„Narzissa hat mir heute Malfoys … Planung unterbreitet“ begann Daria, zu Snape gewandt, Hermine völlig ignorierend. Snape hob eine Augenbraue.
„Einfach so?“ fragte er nach, Daria lächelte wissend.
„Ich habe mir eine Stunde lang ihre lächerlichen kleinen Familiensorgen angehört, dann hat sie mit der Sprache heraus gerückt. Sicher ist schon einmal, dass diese Frau keine Gefahr ist. Sie ist zu sehr um ihre Ehe und ihren Sohn bemüht“ der letzte Satz war schwer von Verachtung. Snape nickte, er schien denselben Gedanken gehabt zu haben.
„Malfoy will so wenig seiner Leute bei dem Ritual dabei haben, wie möglich.“ begann Daria zu schildern und streifte mit ihrem Blick Hermine „er will nicht, dass zu viele von dem Horcrux wissen - er hat zu große Angst davor, einen Verräter in den eigenen Reihen zu haben“ sie lächelte ein schmales Lächeln, das ihrem Gesicht ein wenig von seiner Härte nahm. In Sekundenschnelle war es wieder verschwunden. „Draco soll dort sein, Narzissa selbst hat sich selbst ausgeladen. McCollen natürlich - und er will Potter hin locken und diesen kleinen Weasley. Und natürlich du“ sie sah Snape eindringlich an. Es schien ihn zu erstaunen.
„Das heißt, er vertraut mir“ sagte er ruhig aber zufrieden. Hermine schüttelte, unbemerkt von den beiden den Kopf.
„Oder er tut das eben nicht und will dich ebenso töten“ sagte sie leise. Snape und Daria sahen sie an, beide anscheinend überrascht davon, dass sie immer noch hier war.
„Natürlich“ war alles was Snape sagte.
„Wie … wie will er Harry und Ron zu sich bringen?“ fragte Hermine langsam, zu Daria gewandt. Es war wohl das erste Mal, dass sie einen ganzen Satz an sie wendete.
„Das wusste nicht einmal Narzissa“ sagte sie schlicht. Hermine nickte. Bei dem Gedanken, dass nicht nur ihr Leben auf dem Spiel stand sondern auch das ihrer Freunde schauderte sie.
„Was soll das Blumenarrangement da draußen?“ fragte Daria schließlich, nachdem sie alle drei eine Weile lang ihren eigenen Gedanken nachgegangen waren. „wollt ihr es hier heimeliger machen?“ der Spott war unüberhörbar.
„Hermine lernt den Todesfluch und ich fand es unethisch an etwas anderem zu üben“ Snapes Stimme war schneidend, warnend, als ob er ihr den Mund verbieten wollte. Daria sah nicht so aus, als würde sie das zu lassen.
„Du findest etwas unethisch?“ fragte sie, sich das letzte Wort auf der Zunge zergehen lassend und zu Hermine blickend, als ob sie sie warnen wollte - erneut. Sie erhob sich, Hermine nicht aus den Augen lassend.
„Ich werde gehen. Nach Narzissas Offenbarung sollte mich hier besser niemand sehen“ Sie nickte Snape zu, Hermine ignorierte sie geflissentlich. Es entging ihr nicht, dass dieses Mal auf einen Abschiedskuss verzichtet wurde. Als sie die Tür hinter sich zu fallen ließ schien für Snape alles gesagt und besprochen, er erhob sich ebenso.
„Wir sollten weiter machen“ sagte er knapp. Hermine machte keine Anstalten sich zu erheben, sah Snape einfach nur an.

„Severus ich glaube, langsam ist es an der Zeit, dass ich weiß, wie die Menschen, die an meiner Seite kämpfen zueinander stehen“ sagte sie langsam und musste kein weiteres Wort sagen, damit Snape verstand, wovon sie sprach.
„Ich habe dir schon gesagt …“ begann er, doch Hermine fiel ihm ins Wort.
„Ich weiß, was du gesagt hast und es ist mir egal. So funktioniert das nicht. Nur weil du ihr vertraust heißt das nicht, dass ich es auch tun muss“ sie wappnete sich für das Kommende doch ihr Gegenüber gab schneller nach als sie gedacht hatte. Er ließ sich wieder auf den Stuhl fallen und sah sie auffordernd an.
„Dann frag“
Hermine, die sich ihre Fragen noch nicht einmal zurecht gelegt hatte, war ob seines raschen Sinneswandel etwas aus dem Konzept, fing sich aber gleich wieder.
„Was ist da zwischen euch?“ sie stellte die Frage, die ihr als erstes in den Sinn gekommen war und merkte, dass es Snape nicht passte. Trotzdem antwortete er.
„Nichts. Wir sind auf der selben Seite, das ist alles“ sagte er knapp. Hermine versuchte sich an einer hochgezogenen Augenbraue, doch es gelang ihr nicht. Snape verstand trotzdem, worauf sie hinaus wollte. „wir haben eine Zeit lang miteinander geschlafen“ fügte er noch hinzu, sichtbar verärgert vom Hermine zu so einer privaten Offenbarung genötigt zu werden. Sie nickte. Sie hatte es sich schon gedacht, das einzige, was interessant war, war die Vergangenheitsform in der er gesprochen hatte.
„Warum kämpft sie gegen Malfoy?“ fragte sie weiter. Snape richtete sich auf. Diese Frage schien ihm leichter zu beantworten - hier ging es ja auch nicht um ihn.
„Ihre Familie stammt aus Ungarn, sie kamen erst vor wenigen Jahren hier her - weil ihre Eltern sich Voldemort anschließen wollten“ begann Snape langsam „und es auch getan hatten. Sie und ihr Bruder taten es nicht, verkehrten aber stets in den selben Kreisen wie ihre Eltern und es war nur eine Frage der Zeit, bis sie aufgenommen wurden. Und dann hat sich ihr Bruder in ein Muggelmädchen vernarrt. Daria wusste es und unvorsichtig wie sie war, hat sie es ihre Eltern durch einen dummen Zufall wissen lassen. Voldemort ließ erst das Mädchen vor seinen Augen und dann ihn töten. Als Blutverräter “ Snape hielt inne, musterte Hermine genau. Sie verzog ihr Gesicht vor Ekel.
„Malfoy hat es getan, nicht war? Ihn umgebracht?“ fragte sie und war sich seines Nickens schon sicher.
„Ja. Ihre Eltern starben schließlich in der Schlacht, immer überzeugt davon, das Richtige getan zu haben. Und sie hat Rache geschworen. Sie hat sich mit einem falschen Nachnamen Malfoy angeschlossen. Er hatte keine Ahnung wer sie war - er hatte es auch bei dem Jungen nicht gehabt. Sie hat sich sein Vertrauen erschlichen und es mir um einiges leichter gemacht. Und jetzt würde ich sagen, ist die Geschichtsstunde vorbei“ er erhob sich und verließ den Raum, gar nicht auf eine Antwort wartend.

Das also war Darias Geheimnis. Sie und Snape hatten sich zusammen getan um Malfoy zu besiegen - Snape, weil er eine Schuld zu sühnen hatte und sie weil sie Rache wollte. Sie atmete tief ein, erhob sich und ging ins Wohnzimmer. Verwundert stellte sie fest, dass Snape nicht hier war. Sie wollte sich schon auf die Suche machen, als ihr Blick wieder auf die Pflanzen fiel, an denen sie geübt hatte. Darias Worte schlichen sich in ihren Kopf. Harry und Ron. Malfoy würde sie hin locken und die beiden würden in die Falle tappen. Das Bild manifestierte sich vor ihren Augen, Malfoy vor den beiden - und plötzlich überkam sie ein seltsames Gefühl, das sie nicht kannte und dass ihr Angst einjagte. Sie würde alles tun um ihre Freunde zu schützen - wenn es sein musste, auch ein Leben auslöschen.
„Avada Kedavra“ flüsterte sie, legte den ganzen dunklen Klumpen der sich in ihrer Brust fest gemacht hatte in die Worte, dachte dabei an Malfoy und alles, was er anderen bereits angetan hatte. Er hatte Leute gefoltert, auf Befehl gemordet ohne überhaupt zu wissen, weshalb. Und bald würde er einen der dunkelsten Zauber überhaupt sprechen, nur um Macht zu erlangen. Ein grüner Strahl drang aus Hermines Zauberstab, seine Wucht ließ sie nach hinten stolpern. Als sie sich wieder aufgerichtet hatte sah sie die Pflanze, die eben noch geblüht hatte, braun und kraftlos da stehen. Die Blütenblätter waren abgefallen, lagen verwelkt und ihrer Schönheit beraubt auf der staubigen Erde aus der die Reste der Blume ragten. Sie ließ ihren Zauberstab sinken und wartete darauf, dass das schlechte Gefühl in ihr wieder verschwand. Doch es blieb und es wuchs, je länger sie auf die verdorrten Blätter hinab sah. Es war eine Pflanze, nichts weiter, und doch schien es Hermine, als hätte sie gerade etwas Unaussprechliches getan. Ihr Inneres krampfte sich zu einem festen Klumpen zusammen, der schwer und unvernichtbar scheinend auf ihrer Brust lag. Dass sie überhaupt noch atmen konnte, verwunderte sie.

„Das war gut“ hörte sie Snape hinter sich sagen, sie wandte sich um und sah ihn in der Tür zum Labor stehen, die Arme vor der Brust verschränkt, ganz so, als könne sie ihr Innerstes vor ihm verstecken.
„Du hast deine Gefühle und Gedanken in die richtige Richtung gelenkt - wenn du es einmal geschafft hast, wirst du es wieder schaffen.“
Natürlich. Nichts leichter als sich in die Gemütsverfassung für einen Mord zu bringen. Hermine legte ihren Zauberstab auf den Couchtisch, wollte den Gegenstand, der solche Dinge vollbrachte, nicht mehr in Händen halten. Sie bemerkte ihr eigenes Zittern erst jetzt, ignorierte es, wollte sich zwingen, an etwas Gutes zu denken. An ihr Leben und Snapes, an Harry und Ron, an alle, die sie vielleicht retten könnte. Es half nichts. Der dunkle Klos in ihr wurde größer und größer, nahm ihre Gedanken und ihre Gefühle ein und nahm ihr alle Kraft, die sie zu haben geglaubt hatte.
„Wie hältst du das aus?“ fragte sie tonlos. Snape schien zu wissen, wovon sie sprach.
„Gar nicht“ sagte er kühl. Hermine erwiderte nichts mehr, blieb kurz in der Mitte des Raumes stehen, untätig. Dann wandte sie sich zur Treppe um, ohne genau zu wissen, wo sie hin wollte. Einfach nur weg von hier, weg von diesem Raum, weg von diesem Gefühl, das sie nicht beschreiben konnte. Ein dumpfer Gedanke sagte ihr, dass sie das nicht schaffen würde. Die Treppe schien wieder einmal endlos.
„Hermine“ sie wandte sich, beinahe schon bei ihrem Zimmer angekommen, um. Er war ihr gefolgt, ohne dass sie es bemerkt hatte. „es vergeht wieder. Du tust das Richtige“ Hermine starrte ihn an, versuchte seine Worte zu verstehen doch sie drangen gar nicht bis zu ihr durch. Sie wusste, dass es bei ihr nicht so funktionieren würde. Sie konnte das hier nicht händeln, nicht allein. Die Last des Zaubers, die sie nicht zu tragen können glaubte, mischte sich mit der Angst, schon morgen tot sein zu können.

Es war einer dieser Augenblicke, die man nie mehr nachfühlen kann - egal, wie angestrengt man es auch versucht. Snape starrte sie an, ließ seinen Blick über ihr Gesicht wandern. Das polarisierende Brodeln in Hermine, das sich aus finsteren Schatten und Angst zusammensetzte, brach aus ihr hervor und ließ sie alle Einwände, alle Vernunft beiseite werfen. Ein paar Sekunden lang war die Spannung kaum mehr auszuhalten, dann trat Snape in einem einzigen raschen Schritt auf sie zu und küsste sie.
Hermine blieb der Atem weg, sie stolperte vor Überraschung nach hinten und stieß gegen die kalte Wand. Sein Kuss war nicht sanft, viel mehr forsch und fordernd. Überrumpelt erwiderte sie ihn, wusste nicht, was sie mit ihren Händen anfangen sollte, versank in der Situation und spürte wie das erdrückende Gefühl ihrer Brust entwich und nur mehr Platz für das ließ, was Snape in ihr auslöste. Dankbar dafür lehnte sie sich gegen ihn, noch weiter in ihre Begegnung hinein. Er war nicht umsichtig, fast grob in seinen Berührungen und schien dann wieder Momente lang verloren zu sein, völlig gelähmt. Plötzlich trat er zurück, beendete den Kuss der Hermine die Dunkelheit des Zaubers hatte vergessen lassen. Sie wusste das Glimmen in seinen Augen nicht zu deuten.
„Ich bin kein netter Mann Hermine. Ich bin nicht der Richtige hierfür“ brummte er rau, löste dabei für einen Moment seinen Griff.
„Und ich könnte morgen tot sein“ erwiderte sie bestimmt, lehnte sie sich wieder in den Kuss hinein; ihre Hände fuhren über glatten schwarzen Stoff, ohne dass sie sich wirklich im Klaren darüber war, was sie im Begriff war zu tun.

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und beim nächsten Mal … naja :)


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