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Fanfiction

Dämmerung - Innehalten im Sturm

von FreyaLi

Untitled
Hallo! Hier kommt, um das baldige Wochenende einzuläuten, das nächste Chap! Ich habe daran nun wirklich lange gebastelt, es immer wieder umgeschrieben und verworfen, bis ich schließlich (halbwegs) zufrieden damit war - es ist aber auch, gleich in mehrerlei Hinsicht, ein Schlüsselkapitel. Ich würde mich (wie immer, aber dieses Mal ein kleines bisschen mehr) über Rückmeldungen, Kritik und Verbesserungsvorschläge freuen!
LG und viel Spaß beim Lesen
F.L.


@VeriLepakka: Erst mal danke für dein Review! Freut mich, dass Hermines Todesfluch die von mir erwartete und erhoffte Wirkung hatte :) Zu Daria: ihre Rolle ist noch nicht ausgeschöpft, soviel darf gesagt sein! Und nun hat die Hibbelei ein Ende, wünsche dir viel Spaß beim Lesen!
@*Lillian*: Danke für dein Review! Ja, Daria kann einem Leid tun - die Frage ist nur, ob dass auch so bleibt? * ganzgeheimnisvolltu * :) schön, dass wenigstens jemandem meine Cliffanhänger gefallen! ;) wünsche dir viel Freude mit dem heutigen Kapitel
@Chellie: Danke für dein Review! Freut mich erst mal, dass es sich besser ließt - war ja nicht viel Arbeit ;) Daria … mmh, ich muss sagen, sie wurde mir mit der Zeit des Schreibens auch immer sympathischer - nur, ob das so bleibt …? Die Frage sei dahin gestellt und darf für heute erst mal ein wenig nagen ;) Was die beiden angeht und wie sie damit umgehen: ich habe versucht, es so gut wie möglich rüber zu bringen, auch wenn ich mit romantisch/erotischen Szenen nicht viel Erfahrung habe - ich hoffe einfach mal, dass es gefällt so wie ich es hin gekriegt habe und wünsche dir viel Spaß beim Lesen!



Hermine Granger war nie jemand gewesen, der sich fallen lassen konnte. Immer wieder hielt sie sich an Fakten und Tatsachen fest, glaubte nichts, was sie nicht sehen konnte und fällte Entscheidungen erst nach reichlicher Überlegung. Sie mochte es, ihre Gedanken zu ordnen, in geradlinige Bahnen zu lenken und Herrin der Situation zu sein. Sie ging alle Möglichkeiten durch, ließ ungern etwas dem Zufall überlassen. So war sie immer schon gewesen. Niemals hätte sie gedacht, dass es jemand schaffen würde, ihr völlig die Kontrolle zu entreißen, sie so tief in etwas zu verwickeln, dass sie sich der Realität nicht einmal mehr bewusst sein könnte. Und noch viel weniger hätte sie gedacht, dass es Severus Snape sein würde, der ihr jeden Halt und damit jede Last nehmen und sie alles vergessen lassen würde, selbst sich selbst. Hätte sie auch nur einen klaren Gedanken fassen können, dann hätte sie eine hartnäckige Stimme in ihr selbst ermahnt, hätte sie davon abgehalten und sie erkennen lassen, was mit ihr geschah. Sie hätte vielleicht die Folgen ihres Tuns bedacht, eingesehen, dass dies gefährlicher war, als es zu sein schien und wäre einfach gegangen. Doch die Welt und somit alle Bedenken existierten nicht mehr, verschwammen zu einem unwichtigen Etwas, das nichts mehr mit ihr zu tun hatte und Hermine ließ zu, dass der Kuss andauerte und Snape ihre Bewegungen lenkte. Seine Hände irritierten sie durch seine Berührungen nicht, wie sie es wohl getan hätten, hätte sie nur einen Gedanken daran verschwendet, dass er Severus Snape war. Sie dachte nicht mehr an den Lehrer oder Todesser in ihm, schob seine Vergangenheit beiseite und all das das Böse, das er ihr so dringend hatte zeigen wollen. In diesem Moment war er einfach nur jemand, der ihr das Gefühl gab, dass alles seine Richtigkeit hatte, dass sie noch ein Mensch war. Dass dieses widerliche, dunkle Gefühl des Hasses, dass sich in ihrer Brust eingenistet hatte, nicht alles war, was sie empfinden konnte. Sie fühlte nur noch die Wärme die sein Körper ausstrahlte, obwohl der Geist der darin wohnte immer nur von Kälte sprach. Sie fühlte Haut auf ihrer, Hände, die sie vergessen ließen, was er damit für Leid hatte anrichten können - und dachte keinen Moment daran, dass ihr etwas geschehen könnte.

Irgendwann, nach Stunden oder Minuten, trat sie rückwärts durch eine Tür, irgendeine, nicht einmal das spielte mehr eine Rolle. Ihre Augen waren geschlossen, es gab keinen Grund, sie zu öffnen, alles was sie wissen musste, spürte sie und es fühlte sich erschreckend gut an. Hände in ihrem Nacken, die aus dem Nichts zu kommen schienen; sein Griff war fest und zog sie noch näher, noch tiefer, sie fuhren über ihren Rücken, verharrten an ihren Hüften, übten Druck aus und pressten sie an sich - sie hätte sich nicht aus diesem Griff lösen können, nicht einmal wenn sie gewollt hätte. Fahrig nestelte sie an Knöpfen herum, zerrte an schwarzem Stoff bis sich Snape selbst von seiner Robe befreite und sie auf den Boden warf. Er drängte sie noch ein Stück nach hinten, ihre Kniekehlen stießen gegen die Bettkante und knickten schließlich ein. Sie unterschied nicht mehr zwischen dem weichen Bett in das sie fiel und ihm über sich, überall war Stoff, sie krallte sich fest, immer noch in den rauen Kuss versunken der bitter schmeckte; vielleicht nach Whisky, vielleicht auch nach falscher Entscheidung, sie verschwendete keinen Gedanken daran.

Immer wieder, wenn sie sich daran gewöhnt hatte, wenn sie glaubte, die Kontrolle wieder erlangt zu haben, nahm er sie ihr, wischte verlangende Berührungen mit Sanften beiseite. Ungeschickt suchte sie nach Halt, an ihm oder an irgendetwas, ließ wieder los. Ein Bruchteil ihrer Rationalität bahnte sich einen Weg bis zu ihrem Bewusstsein vor, ließ sie inne halten in was auch immer sie hier tat. Solle sie ihm sagen, dass … er sollte doch wissen … wenn sie etwas falsch machte … nein. Die Gedanken wurden verworfen, keine Möglichkeit sie zu Ende zu denken. Er würde schon wissen, was er tat. Sie spürte Bartstoppeln an ihrem Hals, griff in sein Haar, öffnete einen Hemdknopf mit zittrigen Fingern und spürte seine Hände plötzlich auf ihrer Haut - hatte sie nicht einmal eine Bluse getragen …? - egal. Immer wieder verlor sie sich im Augenblick, ganz so als erlebe sie nur Sekunden andauernde Filmrisse, aus denen er sie immer wieder heraus riss. Ihr Atem ging schneller, im dämmrigen Licht des Zimmers verschwand alles bis auf ihn zu einem dunklen, unwichtigen Etwas. Es gab keinen Malfoy mehr an den ihre Gedanken gefesselt waren, keine Gefahren, keine Welt außerhalb dieses Ortes. Kein nagendes Gefühl mehr in ihrer Brust, dass ihr sagte, zu was sie nun imstande war.

Sein Blick lag auf ihr, fuhr von ihrem Hals abwärts bis zu ihrem Bauchnabel um wieder an ihr hoch zu wandern. Sie erkannte das Glimmen in seinen Augen wieder, wusste aber nicht woher. Ob es gut oder schlecht war fragte sie sich nicht - solch perfide Unterscheidungen spielten hier und jetzt keine Rolle mehr. Noch nie war das Geräusch eines herab fallenden Hemdes lauter gewesen als jetzt. Hermine wusste nicht wohin mit ihren Händen, mit sich und ihren Gedanken. Jeder Erklärungsversuch scheiterte im Ansatz, jede ihrer Bewegungen geschah nur aus dem Gefühl heraus.
Sachte fuhr sie Narbe um Narbe auf seinem Oberkörper nach, gefangen in der Berührung und sprachlos über das, was gerade geschah. Die blasse Haut zeugte von Erlebten, das Hermine nicht im geringsten erfassen konnte und das Drängen in ihr diesem Mann nahe zu sein, noch näher, immer näher, wuchs ins Unermessliche. Stumm zeichneten ihre Finger seinen Körper nach, fuhren von seinen Schultern über seinen Arm, genossen das kaum merkliche Zucken als sie seine Armkehle erreichte und stockte dann. Der linke Unterarm - das Mal war nicht mehr zu sehen, nur eine feine, kaum spürbare Erhöhung der Haut. Eine Narbe, wie jede andere, die von Schmerz und Leid und zu Bereuendem zeugte - beinahe verheilt. Ein Moment der Ruhe lag über dem Raum, nur ihr Atem durchbrach die Stille. Sein Blick ruhte auf ihrer Hand, die immer noch auf der Stelle lag, die alles Böse und Dunkle in ihm verkörpert hatte. Dieses Mal war sie es, die den Augenblick durchbrach, ihn zu sich zog, forscher als sie es sich selbst zugetraut hätte. Ein Brummen entwich Severus Kehle, vielleicht hätte sie es erschrecken sollen, vielleicht beruhigen, es war ihr egal. Angst war etwas, was sie in diesem Moment nicht zu fühlen vermochte.

Sie spürte seine Hände auf sich, beinahe zittrig schien er jeden Millimeter ihres Körpers berühren zu wollen. Rauer Stoff wurde über ihre Oberschenkel gezogen, plötzlich hielt er inne, blickte sie direkt an - was war das, was wollte er, ein Zeichen der Zustimmung? Wenn schwarz glimmen konnte, dann tat es es jetzt und Hermine war nicht einmal versucht, etwas daran zu ändern, egal wie gefährlich es war. Dies hier, sie konnte ihm nicht einmal in Gedanken einen Namen geben, erlöste sie von allem, was sich in den letzten Wochen auf sie gelegt hatte. Sie löste sich von seinem Blick, er fuhr in seinem Tun fort, ganz so als hätte ihn nur für kurze Zeit der Bruchteil eines Gedankens aus der Fassung gebracht. Hermine nestelte an seinem Gürtel, ungeduldig nahm er ihr die Aufgabe ab, schob ihre Hände mit den seinen beiseite. Die Metallschlaufe des Gürtels klirrte als sie auf den Holzfußboden traf und das Geräusch rief einen weiteren Versuch rationalen Denkens in Hermine hervor: was tat sie hier? Doch er wischte alles Klare weg, versenkte sie wieder in einen Kuss der sie spüren ließ, dass es jetzt kein Zurück mehr gab, sie waren so weit gegangen und mussten weiter gehen, auch wenn sie den Grund nicht verstand. Stumm hob er ihre Knie an, sie spürte den letzten Rest Stoff über ihre Oberschenkel streifen und leise zu Boden rascheln. Zeit für Scham blieb ihr keine, selbst dann nicht, als er seinen Blick über ihren Körper wandern ließ und erneut eine Sekunde des Innehaltens schaffte. Sie hielt den Atem an, glaubte, dass ein jeder Atemzug, ein jeder Laut alles zerstören würde - was auch immer alles war. Mit zittrigen Händen fuhr sie über vernarbte Haut und durch sein Haar, wagte es nicht in sein Gesicht zu blicken, aus Furcht, etwas zu sehen was sie nicht sehen wollte. Sie spürte seinen Atem an ihrem Hals, seine Hände überall und plötzlich wieder nirgends. Sie krallte sich in dem letzten Stück Stoff fest, dass sie zu greifen bekam, zerrte kurz daran, dann nahm er ihr auch diese Aufgabe ab. Sie spürte sein Gewicht auf ihr, konnte förmlich hören wie das Blut durch seine Adern rauschte. Wieder suchten seine Lippen ihre, fanden sie und zogen sie in einen beinahe groben Kuss, aus dem nichts anderes mehr sprach als Wollen. Ihr Verstand nahm es nicht mehr war, doch der riesige, schwere Klotz in ihrer Brust war verschwunden, oder wenigstens machte er es ihr vor. Egal, alles was zählte geschah hier und jetzt. Nichts blieb mehr, bis auf das Drängen diesem Menschen so nah wie möglich zu sein, nichts war mehr wichtig, bis auf sie beide und dieser Ort und dieser Moment. Seine Hand streifte in einer für ihn seltsam zärtlichen Geste über ihr Gesicht, verharrte auf ihrem Schlüsselbein und ließ den letzten, hartnäckigsten Zweifel der ihr geblieben war verschwinden.
Er ließ davon ab, suchte ihren Blick, fand ihn. Die Andeutung eines Nickens genügte. Dann erlöste er sie und ihn gleichermaßen mit einer einzigen Bewegung von der Last, die sie getragen hatten - jeder auf seine Weise.


Als Hermine erwachte, war sie allein. Durch die zugezogenen Vorhänge drangen nur ein paar einzelne Lichtstrahlen in den Raum, die davon zeugten, dass es nicht tiefste Nacht war. Der Moment des Erwachens verging und warf sie wieder in jene Realität, aus der sie für ein paar Stunden verschwunden war. Sie schloss die Augen in dem kindlichen Versuch, sich ihren eigenen Gedanken nicht stellen zu müssen, doch dieser Reflex machte alles nur noch viel wirklicher. Sie atmete aus. Sie hatte mit Severus Snape geschlafen. Sie, Hermine Granger, Jahrgangsbeste, stets stolz auf ihre Moral, hatte mit einem ehemaligen Lehrer und Todesser geschlafen. Es war so unglaublich, dass sie es beinahe schaffte, selbst nicht daran zu glauben. Doch sie hatte es getan. Das Öffnen der Augen reichte um sie endgültig an die Konsequenzen ihres Tuns denken zu lassen - doch was waren die Konsequenzen? Sie war eine erwachsene Frau, konnte sie nicht tun, was sie wollte? Die Antwort war ja, doch der hartnäckige, bittere Beigeschmack blieb. Seufzend schlug sie die Bettdecke zurück, suchte ihre Kleider zusammen und versuchte, sich damit wenigstens für ein paar Minuten abzulenken. Angezogen auf der Bettkante sitzend musste sie sich sich selbst stellen, ob sie es wollte oder nicht. Wenn sie ihre Rationalität für eine Zeit lang verloren hatte, so kam sie jetzt mit doppelter Wucht zurück und führte ihr alles noch einmal vor Augen. Sie könnte diese Geschehnisse auf alles mögliche zurück führen, auf ihre Einsamkeit, auf ihre Angst davor, morgen schon tot sein zu können - vielleicht hätte sie üben sollen, sich selbst etwas vor zumachen.

Die Wahrheit war - und es war keinesfalls leicht, sich das einzugestehen - dass weitaus mehr dahinter steckte. Wenn sie nur vor ihrer Angst oder ihrer Einsamkeit hätte fliehen wollen, dann hätte es ihr egal sein können, dass der Platz neben ihr leer war. Severus - nun war er nicht einmal mehr Snape für sie - löste in ihr Dinge aus, die sie nicht kannte, auf zweierlei Arten. Sie war so sehr mit dem Dunkeln beschäftigt gewesen, das er in ihr auslöste, dass sie alles andere völlig ignoriert hatte. Sie wollte tatsächlich etwas Gutes in ihm finden, doch dass sie das nur für ihr eigenes Weltbild tat war eine der absurdesten Lügen, mit denen sie sich je selbst konfrontiert hatte. Sie wollte es um seines willen, wollte, dass er es selbst erkannte, dass er wusste, dass er noch eine Chance hatte.

Hermine seufzte und erhob sich. Es war nunmehr sinnlos es zu leugnen. Es war nicht einmal der Sex gewesen, der es ihr hatte klar werden lassen. Es war das kleine, kaum spürbare Stechen in der Brust gewesen als sie bemerkt hatte, dass er nicht mehr neben ihr lag. Das Fehlen eines Menschen zeigt uns bekanntlich, was man für ihn empfindet. Und selbst wenn sie sich nicht einmal traute, das Wort auch nur in ihren Kopf zu lassen: die Leere, die Severus hinterließ, sprach für sich.


---

so - hat es euch gefallen? Beim nächsten Mal erfährt ihr dann, wo der gute Severus denn nun ist, während Hermine sich ihren Gefühlen stellen muss …


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