
von FreyaLi
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So meine Lieben - heute wird's ernst! Wie, warum und in welcher Hinsicht, das seht ihr dann gleich! Ich hoffe, es gefällt euch!
LG
F.L.
@*Lillian*: Danke für dein Review! Finden tun sich die zwei heute nicht, aber keine Sorge, du erfährst natürlich trotzdem, wo Snape sich so rum getrieben hat :) Wünsche dir viel Spaß mit dem heutigen Chap!
@Karla: Danke für dein Review! Nun, ob Daria überhaupt aus „Willen zum Gutem“ handelt, ist fraglich - aber das sei nur mal so dahin gestellt. Mit Snape hast du natürlich absolut Recht - aber ehrlich, wenns anders wäre, dann wäre er nicht Snape ;) Wünsche dir viel Spaß mit dem heutigen Chap!
@Kate Flemming: Hallo, Willkommen und danke für dein Review und dein Lob! Es freut mich sehr, dass dir meine Geschichte gefällt und hoffe natürlich, dass das auch weiterhin so bleibt! Wünsche dir ganz viel Freude beim heutigen Chap!
@Suschi: Hallo und danke fürs Review! Jaah, einfach machen es sich die beiden sicherlich nicht - und ob sie sich einen Gefallen getan haben, muss sich erst noch heraus stellen. Zur Tagesordnung übergegangen wird heute aber nicht, es wird nämlich langsam ernst … Wünsche dir viel Spaß beim Lesen!
Der September war schon seit Jahren der verhassteste Monat für Severus Snape gewesen. Es war jener Monat, der ihn der wenigen Ruhe beraubte, die ihm die Sommerferien geschenkt hatten. Kaum, dass es er sich versah, waren die ruhigen Hallen des Schlosses schon wieder von den Stimmen neuer Dummköpfe gefüllt gewesen, deren er bereits vor der ersten Unterrichtsstunde überdrüssig geworden war. Erneut hatte er sich diesen Ignoranten stellen müssen, die sich mit ihren nichtigen kleinen Sorgen plagten und keine Ahnung von der Welt hatten, in die sie bald hinaus gehen mussten. Severus Snape hatte nie gern gelehrt, er hatte es gehasst dieses Fach - sein Fach - so missachtet zu sehen.
Manchmal dachte er an die Zeit, in der er diesen Tag herbei gesehnt, mehr als alles andere. Seine ersten Jahre in Hogwarts - da hatte er sich noch darauf gefreut, der Hölle, die sein zu Hause inzwischen geworden war, zu entfliehen. Doch es hatte nicht lange gedauert und der eine Ort stand dem anderen in Grausamkeiten in nichts mehr nach und heute versuchte er jeden Gedanken daran zu vermeiden, wollte keine alten Wunden mehr aufreißen.
Und nun, heute, war wieder der erste September und Severus Snape bemerkte es nicht. Die letzten Jahre nach Voldemorts Fall hatte er sich diesen Tag noch in Erinnerung gerufen, hatte ihm vor Augen geführt, was er einmal für ein Leben geführt hatte. Er hatte an das Schloss gedacht, an seinen Klassenraum, an die schwache Heimeligkeit seiner Räume, die trotz allem immer mehr sein zu Hause gewesen waren, als dieses Haus, das ihn nur Tag für Tag an seine Kindheit erinnerte. Doch heute verschwendete er keinen Gedanken daran, als er mit schnellem Schritt, wie immer, in die schmale Seitengasse einbog und an die Tür klopfte. Die Sonne ging in seinem Rücken auf, vertrieb die Nacht, an die er nicht denken konnte, ohne sich seiner selbst nicht mehr sicher zu sein. Er hatte einen Fehler begangen, hatte sich von seinem inneren Drang leiten lassen. Für ihn brach gerade kein Tag an, vielmehr trat er immer weiter in die schwärzeste Nacht.
Die Tür wurde geöffnet, ganz so, als hätte sie auf ihn gewartet. Darias Gesichtsausdruck war nicht zu lesen, nicht einmal für ihn, der sich sonst doch immer so fabelhaft darauf verstanden hatte. Sie trat beiseite und ließ ihn ohne ein weiteres Wort eintreten.
Er trat den direkten Weg in die Küche an, setzte sich nicht. Seltsam, dass ihm gerade jetzt der Gedanke kam, wie wenig vertraut ihm dieser Ort hier war - obwohl er sooft hier gewesen war in den letzten Jahren.
„Gibt es etwas Neues?“ fragte Daria. Offenbar verstand sie sich immer noch gut darauf, aus seinem Gesicht zu lesen.
„Ich habe eben eine Nachricht von Malfoy bekommen. Er hat seine Vorbereitungen abgeschlossen.“ Daria nickte, setzte sich an den Küchentisch. Zum ersten Mal, seit er diese Frau kannte, glaubte Snape so etwas wie Angst in ihrem Gesicht lesen zu können. Vielleicht hatte sie, genauso wie er, nicht damit gerechnet, soweit zu kommen. Vielleicht nagten in ihr ebenfalls Nacht für Nacht die Gedanken, was wäre, wenn Malfoy ihr in eben jenem Moment auf die Schliche kommen würde, durch einen dummen Zufall. Vielleicht rechnete sie auch jedes Mal, wenn sie in das Hauptquartier gerufen wurde damit zu sterben. Er hatte sie nie danach gefragt, sie hatte nie darüber gesprochen. Wenn er sich nicht zurück gehalten hätte, hätte es ihm fast Leid tun können.
Daria schwieg auch jetzt, dann erhob sie sich in einem Ruck und trat auf ihn zu. Ihr Gesicht berührte das seine beinahe, ihre Augen glitten über sein Gesicht, als versuche sie, irgendetwas zu erkennen, was nicht dort war - und wohl nie dort sein würde. Es dauerte ein paar Sekunden, in denen er zurück starrte, sie sich vor Augen hielt - und schließlich einen Schritt zurück machte. Früher hätte er nicht widerstehen können. Hätte, auf sein eigenes Wohl bedacht, einfach noch eine weitere Wunde verursacht, die erst viel später - wenn er längst nicht mehr da sein würde - aufbrechen und schmerzen würde. Heute konnte er nicht.
„Ich muss gehen. Ich habe noch einige Vorbereitungen zu treffen“ sagte er kühl und wollte sich schon umwenden, als Daria ihn an der Schulter packte und wieder zu sich drehte.
„Wir könnten morgen schon tot sein, Severus“ sagte sie eindringlich und erinnerte ihn unweigerlich an Hermine, die er doch so erfolgreich aus seinem Kopf hatte vertreiben können. Sie hatte beinahe die selben Worte benutzt - zum Teufel, was sollte das? Er schüttelte den Kopf. Wenn er ein humorvoller Mensch gewesen wäre, hätte er sich vielleicht gefragt, warum scheinbar jede Frau vor ihrem Tod noch unbedingt mit ihm schlafen musste - doch Severus war kein humorvoller Mensch und dieser Tag würde ihn sicher zu keinem werden lassen.
„Das hier ist zu Ende“ er konnte beinahe sehen, wie Daria erst seine Worte verstand und dann was er meinte. Ihr Griff um seine Schulter löste sich schlagartig, als wäre sie sich der Berührung erst jetzt bewusst geworden. Ihre Augen wurden wieder emotionslos und starr, ihr Gesicht verfinsterte sich zu der Maske, die sie jahrelang zu tragen gelernt hatte. Nichts als reine Bosheit sprach daraus. Doch mit diesem Schmerz konnte er leben. Es war jener, den er nie zu sehen bekommen würde, der ihm zu schaffen machte. Der erst kam, nachdem er schon längst fort war.
„Es ist dieses Schlammblut. Du hast mit ihr geschlafen, nicht wahr?“ Es war keine Frage, die eine Antwort verlangte, trotzdem nickte er. Wieso sollte er es auch leugnen? Er konnte Daria nichts mehr geben, hatte ihr nie viel geben können - da sollte sie wenigstens die Wahrheit wissen.
„Du bist ein Dummkopf, Severus.“ warf sie ihm entgegen, lauter, als er es von ihr gewohnt war „was denkst du, dass sie bei dir bleiben wird, wenn das alles vorbei ist? Vermutlich vergeht sie gerade vor Ekel vor dir! Sie wird dich nie verstehen können. Sie kennt dich nicht und sie wird dich nie kennen. Alles, was du erreichen wirst, ist das du sie kaputt machst, sie mit dir ziehst bis sie nicht mehr kann, bis sie sich selbst mehr hasst als dich. Und dann hast du noch ein Leben auf dem Gewissen. Nur weil sie es geschafft hat dich glauben zu machen, dass du noch irgendetwas empfinden könntest“ Ihre Stimme war kalt und ihre Worte treffend. Sie hatte nichts ausgesprochen, was er nicht schon gewusst hätte - von dem Moment an, als er neben Hermine aufgewacht war.
„Ich bin kein dummer Mensch, Daria“ sagte er leise „ich empfinde für sie genauso wenig wie für dich“. Die Lüge kam ihm leicht über die Lippen, er schaffte es sogar, sie selbst zu glauben. Er wollte nichts fühlen, also tat er es auch nicht - insgeheim wissend, dass er zu schwach war, es sich einzugestehen.
Daria antwortete nicht, sie starrte nur zurück. Er fragte sich kurz, ob sie je geglaubt hatte, etwas für ihn zu empfinden. Dass diese Sache zwischen ihnen beiden andauern würde. Er zumindest hatte es eine Weile lang geglaubt, hatte gedacht, dass es vielleicht möglich sein würde, selbst wenn sie genauso wie er ohne jedes Gefühl leben musste, ohne jede Hoffnung auf Erlösung. Vermutlich wäre es gut gegangen, immerhin konnten sie sich kaum noch verletzen - doch diese eine Nacht mit Hermine hatte ihn eines besseren belehrt. Er konnte kaum mit seinen eigenen Abgründen leben, wie sollte er es dann mit den ihren schaffen? Und er würde, das schwor er sich, während er dieses Haus verließ, auch niemand anderen mehr mit sich in jene Dunkelheit ziehen, die ihn Tag für Tag ein kleines bisschen mehr zerstörte. Daria lebte bereits dort, war schon verloren - er wollte nicht mit ihr gemeinsam fallen. Und er würde Hermine nicht mit sich ziehen. Wenn sie diesen Kampf überstehen würde, dann hatte sie noch ein ganzes Leben vor sich. Ein Leben voller Licht und Freude. Sie war der Morgen, der Tag. Und er war nichts anderes als die finsterste Nacht.
Es war beinahe Abend, als Hermine sich endlich aus ihrem Zimmer wagte um nach unten zu gehen. Sie hatte sich selbst dazu gezwungen, nicht nach Snape zu suchen. Sein Verschwinden konnte alles mögliche bedeuten, doch keiner der Gründe konnte sie beruhigen. Also hatte sie in ihrem Zimmer verharrt, war auf und ab geschritten und hatte versucht zu verstehen, was in ihr vorging. Sie hatte mit Snape geschlafen. Mit Severus Snape, dem Todesser, dem Lehrer, dem Mann, den sie immer gehasst hatte. Sie sollte es bereuen, sollte sich vermutlich selbst dafür hassen, so eine Dummheit begangen zu haben, doch sie schaffte es nicht. Sie konnte sich weiß zu machen versuchen wie lange sie wollte, dass es ein Fehler gewesen war, sie konnte nicht daran glauben.
Als sie die Küche betrat, blieb sie einen Moment wie versteinert stehen. Sie hatte nicht erwartet, ihn ihr sitzen zu sehen. Er blickte von einem Stück Pergament auf, musterte sie kurz und emotionslos. Die Luft im Raum war geladen von unausgesprochenen Worten und Hermine war die erste, die die Stille durchbrach.
„Du warst weg“ war alles, was sie herausbrachte, auch wenn sie wusste wie sehr er es hasste, wenn sie das Offensichtliche aussprach. Er erwiderte nichts darauf, wandte den Blick wieder zu seiner Lektüre. In Hermine zog sich etwas zusammen, von dem sie nicht wusste, was es war, doch es schmerzte.
„Malfoy hat seine Vorbereitungen abgeschlossen. Es kann jeden Moment soweit sein“ erwiderte Snape kühl. Hermine zuckte unter seinen Worten zusammen, sie brachen förmlich über sie herein und vertrieben alles andere aus ihren Gedanken. Malfoy. Plötzlich war er wieder gegenwärtig, wo sie es doch so erfolgreich geschafft hatte, ihn aus ihrem Bewusstsein zu verbannen. Sie ließ sich auf den Stuhl fallen, kraftlos, und wusste plötzlich gar nichts mehr. Bis vor einem Tag hatte sie diesem Augenblick noch entgegengesehen und stets geglaubt, dass sie es schon irgendwie schaffen würden. Nun blieb nichts als Angst und die nagende Gewissheit, dass die Chance die sie hatten, viel geringer war als sie es sich hatte einreden wollen. Sie legte ihre Hände vors Gesicht und zählte ruhig bis zehn, ganz so, wie sie es in unerwarteten Situationen zu tun pflegte - wie erwartet, beruhigte es sie nicht im geringsten.
„Halte deinen Zauberstab bereit“ murmelte Snape und war dabei sich zu erheben. Hermine riss sich zusammen. Wenn sie es nicht schaffen würde, wenn sie tatsächlich bald sterben würde, dann benötigte sie eine einzige Gewissheit - selbst wenn sie sich davor fürchtete, wie diese aussehen würde.
„Was hat dir das gestern bedeutet?“ fragte sie, eindringlicher als sie es ihrer Stimme zugetraut hätte. Snape verharrte kurz, dann wandte er sich langsam zu ihr um.
„Nichts“ antwortete er kalt und sein Blick sprach nichts anderes aus, als Wahrheit - trotzdem konnte Hermine es nicht glauben, nicht heute und nicht jetzt. Sie brauchte einfach etwas, an dem sie festhalten konnte.
„Das glaube ich dir nicht.“ sagte sie schlicht und wartete auf eine Veränderung seiner Züge, auf irgendetwas, das ihn verriet und der Lüge strafte. Sie wartete vergeblich.
„Dann bist du dümmer, als ich dachte“ spie er aus und nichts an ihm erinnerte Hermine an den Mann, der gestern mit ihr geschlafen hatte.
„Warum hast du es dann getan?“ fragte sie und erhob sich ebenfalls, ihr Stuhl fiel um, sie bemerkte es gar nicht erst. Viel zu sehr war sie damit beschäftigt, die Tränen zurück zu halten. Wie hatte sie zu lassen können, dass dieser Mann sie erneut so sehr verletzen konnte?
„Weil ich ein Mann bin, der seine Chancen zu nutzen weiß“ erwiderte er kalt. Seine Stimme war ruhig, sein Blick lag auf ihrem Gesicht, ganz so, als wartete er auf ihre Reaktion, nur um darüber spotten zu können. Nun war er wieder jener Mann, den Hermine kennen gelernt hatte, kalt und teilnahmslos, ohne irgendein Gefühl für seine Mitmenschen.
„Du lügst“ presste sie heraus, die Hände zu Fäusten geballt.
„Ich habe dir gesagt, dass ich ein schlechter Mensch bin und dass es dir ergehen wird wie allen anderen, die so dumm waren, etwas anderes in mir zu sehen. Lebe mit Konsequenzen. Du bedeutest mir nichts“ damit verließ er den Raum, erst das Knallen der zufallenden Tür riss Hermine aus ihrer Starre und erlaubte es ihr, sich zu setzen. Sie wünschte sich, dass er sie angelogen hätte. Einfach gesagt, dass es nicht unbedeutend gewesen war, dass sie auf etwas hoffen konnte. Er hätte ihren Glauben auch noch zerstören können, nachdem dies alles vorbei sein würde. Doch offensichtlich steckte nicht einmal mehr so viel Menschlichkeit in ihm.
Das war es also. Das hatte sie in ihm gesucht, dafür hatte sie sich all die Wochen lang gequält. Für nichts weiter als die Einsicht, dass der Schein doch nicht trügt. Sie konnte nicht anders, als ihm dieses Mal zu glauben. Die Kraft, sich dagegen zu wehren, das Gute zu suchen, war verloren gegangen. In einem Mal zerstört von seinen Worten, die sie früher so vehement bestritten hatte. Jetzt musste sie kapitulieren. So lange sie sich erinnern konnte, hatte sie daran geglaubt, dass ein Mensch nicht nur gut oder schlecht sein konnte. Dass in jedem etwas Gutes wohnte, irgendwo, vielleicht versteckt, vielleicht dazu verflucht, nie gefunden zu werden, doch es war da. Doch hier und heute musste sie einsehen, dass es nicht wahr war. Severus Snape war kein guter Mensch. Er verstand sich darauf, Leuten etwas vor zu machen, zu spielen, sie auf seine Seite zu ziehen und einzunehmen. Und dann, mit einem Schlag, zerstörte er alles, was sie am Leben zu erhalten schien. Und sie war naiv genug gewesen, auf ihn herein zu fallen. Hermine schüttelte stumm den Kopf. Daria hatte Recht gehabt, damals, als sie ihr auf der Treppe begegnet war. Sie hatte es einfach als Eifersucht abgetan, dabei hatte sie diese Frau nur warnen wollen. Erschöpft ließ sie sich zurück fallen. Ihr blieb nicht einmal mehr Kraft für Tränen.
Als die Tür sich öffnete blickte sie auf, die Hoffnung, Snape zurück kommen zu sehen, wurde im Keim erstickt. Elly schlüpfte leise durch den Türspalt, trat auf Hermine zu und blieb vor ihr stehen.
„Miss, ist alles in Ordnung mit ihnen?“ fragte sie leise. Hermine schüttelte den Kopf, was brachte es ihr auch, die Elfe anzulügen? Vorsichtig tätschelte Elly ihr die Schulter.
„Es wird wieder gut, Master Snape wird es schon richten“ sagte sie leise und voller Überzeugung. Hermine blickte auf und war nicht imstande, etwas zu erwidern. Wieso sollte sie diesem Geschöpf denn auch noch ihren Glauben nehmen? Wenn es nach Snape ging, würde dies noch früh genug geschehen.
„Da hast du wohl Recht“ murmelte sie obwohl es gänzlich dem widersprach, was sie dachte. Snape mochte vielleicht, aus welchen Gründen auch immer, Malfoys Plan vereiteln wollen doch ihr Vertrauen in ihn war beinahe verschwunden. Es lag ihm offenbar nichts daran, dass sie am Leben blieb - sie war lediglich eine Randfigur in seinem Kampf.
„Möchte Miss vielleicht eine Tasse Tee?“ Hermine wollte gerade abwinken, als die Küchentür sich ein weiteres Mal öffnete. Snape stand da, warf ihr einen kurzen Blick zu und Hermine wusste bereits was vor sich ging, ehe er die Worte aussprach.
„Es ist soweit“ sagte er leise und Hermine glaubte, einen Anflug von Angst auf seinem Gesicht zu erkennen. Sie erhob sich mechanisch, tastete nach ihrem Zauberstab und trat auf ihn zu. Egal wie verletzt sie war, wie groß der aufkeimende Hass für diesen Mann nun war: nun musste sie es beiseite schieben. Wenn sie das hier überstand, dann würde sie noch ein Leben lang Zeit haben, zu hassen. Er fasste ihre Schulter, die schroffe Berührung lies sie zusammen zucken. Dann apparierten sie, ehe Hermine sich noch einmal in dem Haus umsehen konnte, das sie von heute an nie mehr betreten würde. Draußen verschwand die Sonne hinter den Fabrikgebäuden, die im Halbdunklen noch hässlicher wirkten. Die Nacht brach an.
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so - das war bis auf weiteres das letzte Kapitel im Hause Snape. Das nächste Chap wird etwas auf sich warten lassen (wohl mindestens bis zum Wochenende), da es doch noch einiges zu überarbeiten gibt …
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