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Fanfiction

Dämmerung - Der glühende Keim der Finsternis

von FreyaLi

Untitled

Hallo!
Meiner Schlaflosigkeit der letzten Nacht habt ihr zu Verdanken, dass das neue Kapitel früher als erwartet online kommt. Meine Neugierde, was ihr hiervon haltet, hatte dabei natürlich auch ihre Finger im Spiel ;) Es wird wieder dramatischer, das kann ich euch versprechen!
Wünsche euch viel Freude am heutigen Chap!
LG
F.L.

PS: ich habe jetzt übrigens auch einen FF-Thread hier im Forum (Link ist im Vorwort). Unter anderem werde ich hier neue Projekte ankündigen und immer wieder updaten, wie weit ich mit dem Schreiben, Überarbeiten etc. gerade bin - ich würde mich sehr freuen, wenn der ein oder andere mal rein schaut und mir ein paar Zeilen da lässt :) Kritik, Verbesserungsvorschläge und Fragen sind gern gesehen!

@Karla: Danke für dein Review! Ja, gerade vorteilhaft sind die Veränderungen nicht - das bessert sich im heutigen Chap wohl auch nicht :( dafür kann ich dir aber schon verraten, dass Elly noch einen kleinen aber bedeutenden Auftritt kriegen wird, wenn auch nicht heute :) wünsche dir viel Spaß mit dem heutigen Kapitel und hoffe, dass es dir gefällt!
@Suschi: Danke für dein Review! Ja, ein Liebesgeständnisse sülzender Snape würde hier nicht rein passen. Und außerdem haben die beiden für so was nebensächliches wie Gefühle und so ja gar keine Zeit - es gilt schließlich, das Böse zu bekämpfen! Mehr dazu siehst du im heutigen Chap, ich hoffe, dass es dir gefällt und wünsche dir mal viel Spaß beim Lesen!
@Kate Flemming. Danke für da ein Review! Ich habe mich mit Überarbeiten beeilt und * Tada * das neue Kapitel kommt früher als gedacht! Ob das Ende heute aber nicht noch mehr Fragen aufwirft als das letzte sei einmal dahin gestellt - ich wünsche dir auf jeden Fall viel Freude am Lesen und hoffe, dass es dir gefällt!
@*Lillian*: Danke für dein Review! Freu mich immer sehr, wenn jemandem mein Schreibstil gefällt :) ja, zum Einen musste er ihr sagen, was er weiß und zum anderen um einen Schlussstrich zu ziehen - seine "Beziehung" zu Daria scheint nun allemal vorbei. Wünsche dir viel Freude mit dem heutigen Chap!


So, jetzt aber genug geplaudert!


Unsanft kam Hermine auf, stolperte beinahe, fing sich dann wieder. Im matten Licht des späten Nachmittags versuchte sie den Ort zu erkennen, auf der sie sich befanden, doch sie war zweifelsohne noch nie hier gewesen. Es war eine Lichtung, umrandet von Bäumen und Sträuchern, die zu einem Wald gehörten, deren Ende Hermine nicht ausmachen konnte. Es gab keinerlei Anhaltspunkt, in welchem Teil des Landes sie sich befanden. Sie war am Ende angekommen, zweifelsohne.
Die letzten Sonnenstrahlen verschwanden hinter den Baumgipfeln und tauchten den Platz in ein unheimliches Licht. Entfernt hörte sie einen Bach rauschen, den Wind durch die Abenddämmerung wehen und immer wieder ein vereinzeltes Knacksen im Wald. Jedes Geräusch ließ Hermine aufhorchen, ihre Nerven waren bis zum Zerreißen gespannt. Etwa in der Mitte der Lichtung sah sie zwei Gestalten stehen, in einem erkannte sie zweifelsohne Lucius Malfoy. Die andere, hagerere und kleinere, war ihr nicht bekannt und stand mit dem Rücken zu ihr. Unsanft riss Snape sie am Oberarm, zog sie förmlich hinter sich her. Hermine musste den Widerwillen mit dem sie sich bewegte nicht spielen, er kam von ganz alleine und wurde immer stärker, je näher sie Malfoy kam. Als sie schließlich direkt vor ihm standen hielt Snape inne und Hermine stolperte einen Schritt nach vorn, direkt auf Malfoy zu. Sie wagte es kaum, den Blick zu heben, aus Angst vor dem, was gleich geschehen würde. Warum nur hatte sie sich hierauf eingelassen? Sie hätte gehen können, war geblieben, um einem Mann beizustehen, der sie offensichtlich hasste und zum Narren gehalten hatte.

„Ahhh … die kleine Miss Granger“ hörte sie Malfoy sagen. Aus dem Augenwinkel sah sie, dass er seine Hand auf sie zu bewegte und Sekunden später spürte sie eben jene an ihrem Kinn, es grob nach oben ziehend, so dass sie gezwungen war, ihn anzusehen. Seine Hand war kalt, seine Finger klammerten sich in ihre Haut und allein diese Berührung ließ sie vor Ekel schaudern. Er grinste heimtückisch, seinen Augen wohnte ein starrer Ausdruck inne. Sie hatte damals den Wahnsinn in Voldemorts Gesicht gesehen, bei der finalen Schlacht - dies hier stand jenem in Nichts nach. Den Mann neben ihm, denn sie nur zur Hälfte sehen konnte, erkannte sie nun. Sie wusste seinen Namen nicht, doch erinnerte sich gut daran, ihn beim letzten großen Kampf in Hogwarts gesehen zu haben. Bereits damals hatten sie auf verschiedenen Seiten gestanden. Er sah sie nicht an, blickte an ihr vorbei zu Snape, dessen Anwesenheit sie immer noch spürte, obwohl er hinter ihr stand. Wenn sie es einen Augenblick zuvor noch bereut hatte, geblieben zu sein, tat sie es jetzt nicht mehr. Snape mochte sie hassen, mochte selbst ein verabscheuenswerter Mensch sein - trotzdem hatte er auf ihrer Seite gekämpft und tat es noch. Vielleicht war er von Grund auf schlecht, nur darauf bedacht, Leute zu manipulieren und auszunützen - zum Schluss gab es eine gute Sache, für die er sich einsetzte. Schon allein dafür hatte es sich ausgezahlt. Malfoys Hand wanderte von ihrem Kinn zu ihrer Wange und warf sie wieder in die Situation, in der sie sich befand.

„Nun, zum Schluss, wirst du doch noch zu etwas Nütze sein“ murmelte er leise „zu etwas Großem!“ wieder überkam Hermine eine Gänsehaut. Dieser Mann hier war wirklich des Wahnsinns.
Sie vernahm ein leises Geräusch und wusste instinktiv, dass jemand hier her appariert war. Sie hörte Schritte, gleich von mehreren Personen, auf sie zukommen. Hatte Daria nicht gesagt, es würden nur eine Handvoll Leute beiwohnen? Alles in ihr drängte danach, sich umzuwenden, doch sie wagte es nicht, auch nur die kleinste Bewegung zu machen, solange Malfoy sie berührte. Sie wusste zwar, dass er sie nicht einfach so töten würde, dass er eine Zeremonie aus dem Ganzen machen wollte - trotzdem fürchtete sie sich. Die Handlungen eines Irren voraus zu sehen war unmöglich. Wenn sie ihn wütend machte, war gut möglich, dass er sie hier und jetzt im Affekt tötete. Die Schritte verstummten, direkt hinter Hermine. Ihr Gefühl sagte ihr, dass es mehrere Personen sein mussten, doch wer würde dem hier noch beiwohnen? Draco, wahrscheinlich, ziemlich sicher sogar. Vielleicht hatte Narzissa sich doch noch um entschieden und Malfoy hatte noch ein paar Andere würdig befunden, heute hier zu sein.
„Lucius“ hörte sie eine Stimmen, die ihr nicht bekannt waren.
„Vater“ Draco - also hatte sie Recht gehabt. Bei dem Gedanken an ihre letzte Begegnung wurde ihr schlecht. Sie rief sich ihren Zauberstab, der gut getarnt in ihrer Hosentasche lag, ins Erinnerung. Sie würde sich zu verteidigen wissen. Wenigstens dafür hatte Snape gewissenhaft gesorgt. Lucius ließ sie los, unwilkührlich trat sie einen Schritt nach hinten, von ihm weg. Er schien es nicht einmal zu bemerken, stattdessen breitete er die Arme gegenüber den gerade Angekommenen aus.

Hermine spürte eine Hand in ihrem Nacken, ohne darüber nachdenken zu müssen wusste sie, dass es Snapes war. Die Vertrautheit, die in diesem festen Griff lag, ließ sie erstarren. Er zog sie ein Stück zurück, weg von Malfoy, sie stolperte ihm rückwärts entgegen. Nun hatte sie freien Blick auf eine Gruppe von Personen. Sie erkannte Draco, direkt neben ihm Daria, die sie keines Blickes würdigte. Die restlichen Männer, vier an der Zahl, kannte sie nicht, sie hatte ihre Gesichter vielleicht einmal gesehen, doch keinem von ihnen konnte sie einen Namen geben. Sie alle hielten den Kopf vor Malfoy gebeugt, erzeugten ein paar Augenblicke der Stille und somit eine zum Zerreißen gespannte Atmosphäre. Sie überschlug die Zahlen im Kopf. Lucius, Draco und noch vier Andere standen auf einer Seite. Sie, Daria und Snape auf der anderen. Harry und Ron - der Gedanke an die beiden versah ihr einen kurzen Stich in der Brust - fehlten noch, zweifelsohne würden sie von jemandem her gebracht werden. Wenn die beiden kämpfen konnten, was bei Weitem nicht fest stand, waren sie zu fünft. Auf jeden Fall in der Unterzahl, anders als erwartet. Fieberhaft versuchte sie nachzudenken - der Überraschungsmoment würde auf ihrer Seite stehen, nur wann es soweit war, wusste sie nicht. Es war für alles viel zu wenig Zeit geblieben, sie hätten sich besser absprechen müssen, einen genaueren Plan entwerfen … sie zwang sich selbst, diese Gedanken aus ihrem Kopf zu verbannen und sich zu beruhigen. Panik war jetzt auf keinen Fall angebracht, im Gegenteil, sie könnte alles vermasseln, wenn sie keinen kühlen Kopf bewahrte. Bei Merlin, sie hatte schon Voldemort und ganz anderen Scharen von Todessern entgegen gestanden und mit Snape hatte sie einen mehr als fähigen Zauberer an ihrer Seite.

Snapes Hand verweilte in ihrem Nacken, so fest, dass es beinahe schmerzte. Hermine versuchte krampfhaft nicht an ihn zu denken. Sie durfte sich jetzt nicht ablenken lassen, musste jede Sekunde bereit dazu sein, zu handeln. Malfoys Stimme riss sie aus ihren Gedanken, brachte sie sofort wieder ins Hier und Jetzt.
„Meine Freunde“ sagte er gedehnt und ließ seinen Blick über die Anwesenden wandern, immer noch ein kühles Lächeln auf den Lippen „nur die Treueste von euch sind heute hier versammelt um diesem Geschehen beizuwohnen“ er hielt kurz inne, genoss offenbar das dankbare Murmeln der Anwesenden. Sie spürte, wie Snapes Griff noch ein wenig fester wurde, seine Hand sich verkrampfte. Sie war sich sicher, dass niemand bis auf sie dies bemerkte, waren doch alle Malfoy zugewandt, der nun fort fuhr.
„Wir haben schreckliche Verluste machen müssen in den letzten Jahren. Unser aller Lord fiel - durch die Hand eines Kindes. Es hätte nie soweit kommen dürfen. Aber wir werden ihn rächen indem wir sein Werk vollenden, seinen Kampf zu Ende führen!“ seine Stimme wurde immer lauter, ein Schwarm Vögel wurde davon aufgeschreckt und flog davon. Erst als wieder Ruhe eingekehrt war sprach Malfoy weiter.
„Hier und heute beginnt eine Ära, von der wir alle geträumt haben und wenn ihr mir treu ergeben bleibt, werdet ihr daran teilhaben, wenn wieder diejenigen die Macht erlangen, die sie verdient haben!“ wieder ertönte zustimmendes Gemurmel, auch von Snape. Lucius hielt in seiner Rede inne, lauschte offenbar auf irgendetwas. Dann nickte er lächelnd.
„Unsere Besucher sind auf dem Weg hier her“ sagte er verschwörerisch, offenbar wussten die Übrigen nicht, um wen es sich handelte. Überhaupt wäre Hermine verwundert, wenn alle Anwesenden wussten, worum es hier ging. Malfoy würde kaum so unvorsichtig sein und es mehr Personen als nötig wissen lassen.
Sie vernahm ein Rascheln aus dem Gebüsch, in der Richtung, in die sie gezwungenermaßen blickte. Es dauerte nur noch ein paar Sekunden und eine Gestalt trat daraus hervor, der Zauberstab erhoben. Da die Dunkelheit die Lichtung bereits beinahe völlig eingenommen hatte, erkannte Hermine die beiden Personen, die dahinter gingen, erst als sie bereits den halben Weg vom Waldrand zu ihnen durchschritten hatten. Harry und Ron, aufrecht gehend aber mit magischen Fesseln versehen, traten auf sie zu. Den Mann, der sie her brachte, erkannte Hermine nicht.
Bei ihrem Anblick entwich ihr ein Keuchen, beide Gesichter waren Blutverschmiert, Ron humpelte. Harrys Umhang war aufgerissen und hing in Fetzen an ihm herab. Kampflos war dies sicher nicht zustande gekommen.
Offenbar wurden sie magisch dazu gezwungen, immer weiter vorwärts zu gehen. Bei Harry zumindest erkannte sie eine Art Gegenwehr, ganz so, als wolle er gleichzeitig nach vorne und zurück gehen, was in einem sonderbar anzusehendem Gang resultierte. Ihre Blicke fielen etwa gleichzeitig auf Hermine, Rons Augen weiteten sich und sie war sich sicher, einen stummen Ausruf auf seinem Gesicht zu erkennen. Harry zuckte kaum merklich zusammen. Es drängte sie so sehr, ihren beiden Freunden entgegen zu gehen, dass sie unwillkürlich einen Schritt nach vorne machen wollte, doch Snapes Griff verfestigte sich so stark, dass er es ihr unmöglich machte. Während alle Blicke auf Harry und Ron gerichtet waren und ein erstauntes Murmeln durch die Runde ging, drängte er sich an sie.
„Ruhe bewahren“ raunte er so leise, dass es unmöglich jemand anderes als sie selbst verstehen konnte. Sie nickte zögernd und versuchte, sich innerlich zur Ruhe zu bringen. Die beiden waren noch am Leben und wenn sie wollte, dass das so blieb, durfte sie nichts Unüberlegtes tun.

Der dunkel gekleidete Mann trat vor Lucius, neigte den Kopf und mit einem Schlenker seines Zauberstabes brachte er auch Harry und Ron zum Stehen. Ron strauchelte, fiel steif zu Boden, magisch jeder Reaktionsfähigkeit beraubt. Niemand scherte sich darum, dass er im matschigen Boden kniete, genauso wie Hermine war er nur eine Randfigur in diesem Spektakel - der eigentliche, wichtige Part, war Harry. An ihm wollte man sich rächen, ihm wollte man die neu gewonnene Macht der Todesser demonstrieren. Er sollte Zeuge sein, wie Malfoy es Voldemort gleich tat und einen Schritt näher an die vermeintliche Unsterblichkeit tat.
Die Blicke Harry und Rons lagen auf Hermine, offenbar nicht verstehend, was hier vor sich ging. Sie hatten schließlich gedacht, sie sei tot - was musste das für ein Moment der Verwirrung für die beiden sein, sie nun hier zu stehen. Erst jetzt schien, zumindest Harry, Snape zu bemerken. Natürlich, daran hatte sie gar nicht mehr gedacht - für den Rest der Welt war ja auch er tot. Für sie war er in den letzten Wochen so lebendig geworden, dass sie diese Tatsache beinahe vergessen hatte. Rons Blick hingegen lag immer noch auf ihr, mit weit geöffneten Augen starrte er sie an, nur magisch daran gehindert, etwas zu sagen.

„Nun sind wir also vollzählig“ Malfoys Stimme riss die Aufmerksamkeit aller Anwesenden an sich, nur Hermine konnte ihren Blick nicht von ihren beiden Freunden abwenden. Schon allein ihretwegen musste sie durchhalten, durfte dieser Plan nicht schief gehen. Sie würde es sich niemals verzeihen wenn den beiden etwas zustoßen würde.
„Heute ist der Tag, an dem der dunkle Lord endlich gerächt wird“ Malfoy trat einen Schritt auf Harry zu, ging um ihn herum, höhnisch auf ihn herab blickend. Als er wieder vor ihm stand, spuckte er ihm vor die Füße „ein paar dummen Zufällen hast du deinen Sieg zu verdanken, Potter“ fuhr er fort, dann wandte er sich wieder seinen Gefolgsleuten zu „so viele aus unseren Reihen haben ihr Leben gelassen, im Kampf!“ seine Stimme wurde wieder lauter, übertönte das zustimmende Gemurmel „zu Schade, dass du nur eine einzige sterben sehen wirst“ er war nun wieder auf Harry zu getreten, der langsam zu verstehen schien, auf was das hinaus lief - wenn auch nicht in seinem ganzen Ausmaß â€ž du wirst sehen, wie ich Macht erlange, von der bis jetzt nur der dunkle Lord allein Gebrauch macht hat. Und dieses Mal wird dir nichts helfen, niemand wird dir beistehen können.“

Langsam fuhr Lucius in die Tasche seines Umhanges, die gespannte Aufmerksamkeit völlig auskostend. Er zog eine silberne Kette hervor, an der etwas baumelte - wohl eine Uhr.
„Dies hier ist seit Jahrhunderten im Besitz der Malfoys, von Vater zu Sohn weiter gereicht, ein Zeichen unserer Überlegenheit, der Reinheit unseres Blutes. Und von heute an wird es noch mehr als nur die Macht meiner Ahnen beherbergen. Ihr alle werdet Zeugen sein“ Hermine konnte das Erschrecken in den Augen ihrer Freunde förmlich spüren, war sich sicher, dass beide ein leiser Aufschrei entwichen wäre, wenn nicht Magie sie daran gehindert hätte. Mit Sicherheit hatten sie begriffen, was Malfoys Plan war. Von Snapes Loyalität konnten sie nicht mit Sicherheit wissen, sprach die Situation doch völlig gegen ihn - und von Daria, die ebenfalls gut versteckt in den Reihen der Todesser stand, konnten sie auch nichts ahnen. Für sie musste dies hier völlig hoffnungslos wirken.

„Fühlt euch geehrt, meine Freunde, dass ihr dem hier beiwohnen könnt - nur die wenigsten Lebenden können das von sich behaupten!“ wieder ertönte ehrfurchtsvolles Gemurmel von allen Seiten. Lucius hob seinen Zauberstab und ohne das er auch nur ein Wort seinen Lippen entwich erhellte ein Kreis aus plötzlich auflodernden Fackeln die Lichtung. Hermine entwich ein leises Keuchen als Lucius erneut auf sie und Snape zu trat, langsam und bedächtig, als wolle er diesen Moment genießen.
„Du kannst dich ganz besonders geehrt fühlen, kleines Schlammblut“ sagte er mit geschmeidiger Stimme. Er war ihr so nah, dass sie seinen Atem auf ihrer Wange spüren konnte und wenn Snape nicht direkt hinter ihr gestanden hätte wäre sie zurück gewichen „nur die wenigstens deiner Art haben zu etwas Großem beigetragen“

Hermine erzitterte unter diesen Worten. Nun war der Moment gekommen. Gleich würde es soweit sein. Sie verkrampfte sich, spürte, wie Snapes Griff lockerer wurde. Stumm zwang sie sich dazu, die Panik nicht Herr über ihren Körper werden zu lassen, ruhig zu bleiben, zu atmen. Es war nicht so, wie sie sich das Angesicht des Todes vorgestellt hatte. Keine Situationen ihres Lebens zogen vor ihren Augen vorbei, ihre Gedanken wanderten nicht zu ihren Freunden, ihrer Familie. Alles an was sie denken konnte waren Flüche, Gegenzauber, Dinge, die sie tun konnte, um Malfoy aufzuhalten. Sie war auf alles gefasst, beobachtete jede von Malfoys Bewegungen genau und plante die ihren akribisch. Doch Malfoy zog seinen Zauberstab nicht.

„Doch bevor es so weit ist habe ich noch ein paar Worte an jemanden zu richten“ Malfoy trat wieder zurück, sein Blick blieb auf Snape hängen. „Severus - bitte tritt vor“
Snape tat, wie ihm geheißen. Er ließ Hermine los, zu ihrem eigenen Erstaunen fehlte ihr die Hand in ihrem Nacken nun. Er trat in die Mitte, direkt vor Lucius, den Kopf gesenkt.
„Severus“
„Lucius - mein Herr“ Hermine betrachtete die beiden Männer fasziniert. Nie im Leben wäre ein Außenstehender auf die Idee gekommen, dass Severus Snape jemand anderem ergeben sein könnte als dem Mann, der vor ihm stand. Er spielte die Rolle des unterwürfigen Gefolgsmanns perfekt, es war nicht verwunderlich, dass er all die Jahre durchgehalten hätte. Sie selbst war nahe daran, ihm zu glauben.

„Dir haben wir zu verdanken, dass dies heute geschehen hat können.“ sagte Malfoy langsam, betonte jede Silbe.
„Es war mir eine Ehre“
„Erstaunlich“ murmelte Malfoy, mehr in sich hinein als zu irgendjemanden. Hermine stutzte bei seinen Worten. Snape schien es ähnlich zu gehen, er hob den Kopf und blickte Malfoy direkt an. Ein Raunen ging durch die Versammelten, ein kurzer Seitenblick zu Daria verriet Hermine, dass sie nervös war, schon beinahe ängstlich. Eine Weile lang herrschte Schweigen, nur das Lodern der Fackeln durch tönte die Stille der Nacht, niemand wagte es, die Stille zu durchbrechen.
„Was für ein guter Lügner du doch bist“ fuhr Malfoy fort, Hermine zuckte zusammen „du hast es tatsächlich geschafft, den dunklen Lord für so lange Zeit zum Narren zu halten - und mich ebenso“ Hermine hielt die Luft an, ihr Blick wechselte fieberhaft zwischen den beiden hin und her. Nein nein nein … das konnte nicht geschehen, das konnte doch nicht real sein. Ihre Gedanken überschlugen sich, hektisch dachte sie nach. Sie musste eingreifen, musste irgendetwas tun - doch was?
„Dafür sollst du der Erste sein“ Malfoy durchbrach ihre Gedanken mit seinen Worten, zog seinen Zauberstab, die Bilder tanzten wie in Zeitlupe vor Hermines Augen. Eine Sekunde lang hielt die Welt still - und dann brach die Hölle los.

---
Ein bitterböses Ende, ich weiß - aber ich kann einfach nichts gegen meine Cliffsucht tun ;)


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