
von fcb10
Noch war er alleine, doch er wusste, dass ergleich Gesellschaft bekommen würde. Er fand er hatte den richtigen Ort für das Treffen ausgesucht, ein anderer hätte es nicht sein können. Hier hatte er vor Monaten verloren, so glaubte man, doch es war nicht so gewesen. Er war wieder da und bestrebt darauf die Macht zurückzuerlangen, die man ihm just in dem Moment nahm, als er am stärksten war.
Behutsam setzte er einen Schritt vor dem anderen. Es war nicht töricht herzukommen. Es war im Gegenteil das Beste was er hätte tun können. Der Boden unter ihm war steinig und obwohl es warm war fühlte es sich kalt an den Füßen an. Es war recht dunkel und er konnte schemenhaft die Umrisse vieler Hügel erkennen die sich um das Tal, indem er sich befand gruppierten.
Er schaute jetzt zum Himmel. Es war eine sternenklare Nacht und deswegen war er sich umso sicherer, dass sie ihn hier finden würden. Sie mussten ihn finden, denn er hatte ihnen einiges zu sagen und er hoffte, dass auch sie ihm einiges zu berichten hatten. Jetzt ließ er den Blick vom Himmel ab. Lange konnte es nicht mehr dauern bis seine treuen Gefolgsleuten erscheinen würden. Sie durften sich auch nicht mehr all zu viel Zeit lassen, denn er hatte noch andere Pläne, die weitaus bedeutender waren. Doch er musste nicht mehr lange warten. Hinter sich hörte er einen Knall.
Er drehte sich um. Ganz langsam und blickte zwei Gestalten an, die ihm sehr vertraut waren. Sie hatten in den letzten Tagen vieles für ihn bewerkstelligt und er war glücklich, dass er sie hatte. Ohne sie wäre er noch nicht so weit gekommen.
Die beiden kamen jetzt auf ihn zu und er selbst machte keine Anstalten ihnen ein bisschen entgegen zu kommen. Als die beiden ihn erreicht hatten knieten sie nieder und begrüßten ihren Meister.
„Herr“, sagte der Mann, „wir kamen so schnell wie wir konnten.“
„Das erfreut mich zu hören.“, sagte er in seiner eisigen und grausamen Stimme. Die Felsen ringsherum hallten seine Stimme wieder und ließen die ganze Atmosphäre noch düsterer erscheinen, als sie schon war.
„Steht auf“, sagte er und die beiden Gestalten taten, was er von ihnen verlangte. Ihre Gesichter waren von Masken verhüllt, doch das störte ihn nicht, denn seins war es ebenfalls.
„Ich habe den Auftrag erledigt“, sagte der Mann, „ich hoffe es war für euch so zufriedenstellend Meister.“
„Du hast getan was du konntest“, sagte er, der Harry war, doch auch aus einem gewissen Grund nicht.
„Godrics Hollow“, begann der Mann nun seinen weiteren Satz, doch Harry brachte ihn zum schweigen.
„Potter ist nicht tot“, sagte Harry jetzt, „der Auftrag ist dir also nicht ganz gelungen.“
„Herr es gab Komplikationen“, sagte der Mann und ein Anflug von Angst lag in seiner Stimme.
„Das habe ich mir gedacht“, sagte Harry, „sonst wäre Potter jetzt tot.“
„Ich habe getan was ich konnte“, sagte der Mann.
„Davon gehe ich aus“, entgegnete Harry, „doch frage dich hast du es mit all deiner Entschlossenheit getan?“
Der Mann wusste zunächst nicht was er sagen sollte. Er blickte zur Frau, so als würde er sie um Hilfe bitten wollen, doch sie stand nur regungslos da und tat nichts, um ihm zu helfen.
„Herr, ich hatte keine andere Wahl als zu fliehen“, sagte der Mann, „es war unmöglich für mich zu gewinnen.“
„Nun denn“, sagte Harry, „ich weiss natürlich was vorgefallen ist. Deshalb bin ich mir auch sicher, dass du wirklich keine Chance hattest die drei zu besiegen.“
„Beunruhigt sie das nicht Herr?“, fragte der Mann und seine Stimme bebte.
„Nicht im Geringsten“, sagte Harry, „ich hätte niemals erwartet, dass du eine Chance gegen sie haben würdest, dafür sind zu mächtig. Doch ich kann sie besiegen.“
„Davon gehe ich aus“, sagte der Mann.
„Wie dem auch sei“, sagte Harry, „du hast mir treue Dienste erwiesen. Godrcis Hollow existiert nicht mehr, von daher war der Plan nicht ganz umsonst. Du hast getan was du konntest denke ich. Auch wenn du8 versagt hast. Du wirst mir weiterhin noch von großen Nutzen sein.“
„Danke Herr“, sagte der Mann
„Schleim dich nicht ein“, sagte Harry, „versagst du das nächste Mal, habe ich keine Verwendung mehr für dich. Ich kann es nicht zulassen das durch eine gewisse Fahrlässigkeit meine Pläne immer wieder durchkreuzt werden.“
„Herr ich bitte noch einmal um Verzeihung“, sagte der Mann.
„Es ist schon gut“, sagte Harry, „ich hoffe du kommst mit deinem weiteren Auftrag besser zurecht, als mit dem letzten.“
„Ja Herr“, sagte der Mann.
„Gut“, kam es von Harry, „dann hoffe ich mal, dass du mich nicht noch einmal enttäuschst.“
„Nein das werde ich nicht“, sagte der Mann und verbeugte sich von Harry. In Harry stieg ein leichtes Glücksgefühl auf. Er war froh, dass sie so untergeben waren, dass sie alles taten, was er wollte. Er wusste, dass auch wenn er versagt hatte, der Mann ihm weiterhin gute Dienste erweisen würde, deswegen behielt er ihn auch für seine Sache, anstatt ihn zu töten.
„Bald wird der Zeitpunkt gekommen sein, wo wir uns Rächen können“, sagte Harry, „bald werde ich in der Lage sein ihn zu vernichten. Harry Potter.“
„Ja Herr“, sagte der Mann, „nur sie werden überleben. Harry Potter hat nicht den hauch einer Chance.“
„Doch um sicher zu gehen“, sagte Harry, werde ich nun einige Dinge selbst in die Hand nehmen.“
„Wie meinen sie das Herr?“, fragte der Mann.
„Nun es gibt gewisse Dinge, die ihr beide nicht für mich erledigen könnt“, sagte Harry, „Dinge die ihr nicht verstehen würdet und bei denen ihr mir nur im Weg stehen würdet.“
„Ihr redet von den Heiligtümern Herr?“, fragte der Mann.
„In gewisser Weise“, sagte Harry.
„Wenn sie in Godrics Hollow waren, dann sind sie zerstört“, sagte der Mann, „nichts hätte dieses Feuer überstanden.“
„Was mit den heiligtümern ist, lass das mal meine eigene Sorge sein. Kümmern du dich nur um deinen Auftrag“, sagte Harry.
„Jawohl Herr“, sagte der Mann und verbeugte sich erneut vor Harry.
„Wie steht es mit dir?“, fragte Harry nun und richtete sich dabei an die Frau, die bisher kein Wort geredet hatte.
„Wie meinen sie das Herr?“, fragte die Frau
„Nun dein Auftrag?“, fragte Harry bedeutend entspannter als bei dem Mann.
„Es läuft gut“, sagte die Frau, „ich habe sie ausfindig machen können. Es wird nicht mehr lange dauern bis wir es vollenden können.“
„Gut“, sagte Harry und war vollstens zu frieden, „wenigstens du enttäuscht mich nicht. Aber das hätte ich von dir auch nicht erwartet.“
Harry ging nun auf die Frau zu und strich ihr sanft durch die Haare. Die Frau zuckte nicht zusammen, doch man konnte spüren, dass es ihr unangenehm war, doch Harry, der dies bemerkte, sagte nichts sondern ließ von der Frau ab und wandte sich den beiden Gestalten ab.
„Nun“, sagte er, „wie ich bereits erwähnte gibt es einige Dinge, die ich jetzt selbst in die Hand nehmen muss und ich bin mir sehr sicher, dass ich Erfolg haben werde.“
„Wie soll es auch anders sein?“, sagte der Mann
„Wie dem auch sei“, kam es von Harry, „ich werde mich nun auf den Weg machen. Wenn wir uns das nächste Mal sehen, hoffe ich, dass ihr in euren Aufgaben weiterhin erfolgreich wart. Ich kann es mir nicht leisten, dass wir versagen.“
„Herr wir tun unser Bestes“, sagte der Mann.
„Nun“, sagte Harry, „dann geht. Wir werden uns bald wiedersehen.
„Viel Erfolg Herr“, sagte der Mann und verbeugte sich. Auch die Frau verbeugte sich. Dann gab es einen lauten Knall und seine beiden Untertanen waren in die Nacht hinein disappariert.
Nun war er alleine, genauso wie er es wollte. In ihm steckte Ärger, denn seine Aufträge wurden nicht zu hundert Prozent zufriedenstellend erfüllt. Die Frau, sie machte ihre Sache gut, ohne Zweifel, doch hätte er sich auch bei ihr gewünscht, dass sie etwas schneller vorankommen würde, doch er war sich eigentlich sicher, dass sie tat was sie konnte.
Der Mann jedoch hatte große Probleme seine Aufgaben zu erledigen. Er ging nicht davon aus das Harry Potter starb, doch hatte er es ihn eigentlich aufgetragen. Stattdessen wurde er besiegt. Besiegt von drei unbekannten Hexen. Doch waren sie ihm wirklich so unbekannt? Doch daran wollte er jetzt eigentlich nicht denken. Godrics Hollow war zerstört, das besänftigte ihn, doch Harry Potter war entkommen. Er wusste nicht, wo Potter sich nun aufhielt, doch das musste er auch eigentlich gar nicht, denn er wusste, dass Potter am Ende zu ihm kommen würde, daran bestand keinen Zweifel, so verlangten es doch die Prophezeiungen. Es wird ein Potter sein. Es war töricht von Harry Potter zu glauben, dass er es sein würde überhaupt war es töricht zu glauben, dass es jemanden geben würde, der ihn vernichten kann. Er war unbesiegbar, doch hatte er nicht seine volle Macht. Die Heiligtümer. Er wusste nicht, was mit ihnen geschehen war. Verbrannt in den Flammen, die sein treuer Untertan über Godrics Hollow gelegt hatte. Nein das wollte er nicht glauben, dazu waren die Heiligtümer zu mächtig.
Doch Potter glaubte es oder? Sonst hätte er sie doch aus den Ruinen seines Hauses geholt. Oder waren sie wirklich nicht mehr existent. Aber hätte nicht er, der sie erschaffen hatte vor so langer Zeit, es spüren müssen, wenn sie zerstört werden würden? Hätte er nicht merken müssen, dass die einzigen Instrumente, die er benötigte um wieder an die Macht zugelangen, zerstört waren?
Er wusste es nicht, vielleicht war seine Fähigkeit und Verbundenheit zu den Heiligtümern geschwächt, aber das wollte er nicht glauben, schließlich gehörten sie ihm, oder etwa nicht? Konnte es vielleicht doch sein … ? Welch abstruser Gedanke, doch er ließ ihn nicht los, während er ausdruckslos in das Tal starrte, was sich vor ihm befand. Das Tal der Toten. Ein wundervoller Ort so befand er es. Es hätte keinen besseren Platz geben können, um seinen Untertanen neue Anweisungen zu geben.
Doch auch etwas Schreckliches verband ihn mit diesem Ort. Hier hatte er vorerst verloren. Verloren gegen Harry Potter, was er nie für möglich gehalten hatte, doch wie war das möglich gewesen? Riddle. Ohne ihn hätte Potter niemals siegen können. >Doch er war nicht vernichtet und er wusste das Potter wusste. Er wird einen Plan haben, dachte er sich, doch meiner ist besser. Ja, sein Plan war ausgeschlossen zu verfehlen. Er würde das bekommen was er wollte. Potter würde sterben und er würde seine volle Macht wiedererlangen.
Doch nun weg von diesen Gedanken. Er hatte jetzt weitaus Wichtigeres zu tun. Etwas, dass er schon lange erstrebte. Jetzt ließ er von seinen Gedanken ab. Das Tal, es war so dunkel und angsteinflößend, doch genauso sollte es sein. Er blickte um sich. Felsen zogen sich an den Horizonten hoch. Das die Sonne beim Aufgang hier rein schien, war fast unmöglich.
Doch jetzt war er bestrebt. Bestrebt zu finden was er suchte, denn er brauchte es, oder viel mehr brauchte er ihn. Ja er war auf der Suche nach einem Mann. Einem Mann, der ihm zu Gute stehen würde, der ihm helfen würde, seinen Plan durchzuführen. Er würde sicherlich seine Arbeit besser machen, als seine beiden anderen Untertanen. Doch würde er mit ihm zusammenarbeiten? Er wusste es nicht, doch irgendwie war er sicher, dass er eine Zusammenarbeit nicht ausschleißen würde.
Doch wo fing er an ihn zu suchen? Er überlegte kurz, doch dann wusste er es. Es war so logisch und es blieb ihm keine andere Wahl. Er drehte sich kurz auf der Stelle, dann hatte ihn die Nacht eingesogen und hinterließ nichts als denn sternenklaren Himmel.
Auf einer Dorfstraße landete er. Hier war er richtig, das wusste er. Ein kleines Schild verriet ihm, dass er sich mit diesem Ort nicht irrte. Great Bentley. Doch wo war es? Wo war das Haus, dass er jetzt finden musste. Er wollte nicht viel zeit verschwenden und ging die Dorfstraße entlang, die nur sehr spärlich beleuchtet war. Zu seiner linken zog sich eine etwa drei Meter hohe Hecke die Straße entlang. Zu seiner rechten befand sich ein kleines Waldstück, was sehr bedrohlich aussah, ihn aber nicht im Geringsten störte. Er setzte seine Schritte fort und die Straße machte eine leichte Biegung nach links. Er sah schemenhaft Häuser die sich bald links und rechts von der Straße gruppieren würden. R ging auf sie zu. Er ließ sich ganz von seinem Instinkt leiten, denn er hatte keine Ahnung, wo er genau hinmusste.
Er erreichte die Häuser. Einige von ihnen strahlten ein schwaches Licht aus, doch nicht genug um die Straße vollstens zu erleuchten. Er konnte einige kleine Geschäfte erkennen, doch das kümmerte ihn nicht weiter. Sein Instinkt sagte ihm, dass er die nächste Gasse nehmen musste um an sein Ziel zu kommen. So zwang er sich in die enge Gasse links von ihm. Die steinernen Hauswände auf beiden Seiten schienen ihm auf die Lunge zu drücken, doch er musste hier lang, anders ging es nicht. Er konnte das Ende der Gasse erkennen. Gleich würde er es erreichen.
Als er das Ende erreicht hatte, sah er, das zu seiner rechten eine kleine schäbige Tür war, die wohl der Hintereingang eines Hauses war. Hier musste es sein, da war er sich jetzt sicher. Hier und nirgends wo anders. Er drückte die Tür auf. Sie war nicht verschlossen. Wie dumm, dachte er sich, so kam doch jeder herein, genauso wie er jetzt hereinkam. Er betrat einen kleinen Flur, welcher nicht beleuchtet war und er konnte nicht sehen, wo er hinlief. Er tastete die Wände ab um voranzukommen und konnte eine Kerze ertasten, die sich zu seiner rechten befand. Er entzündete sie und konnte nun sehen, wo er sich befand. Der Flur war recht schmal und marode Holzbalken kamen aus der Decke des alten Fachwerkhauses. Es wurde nicht sonderlich gut eingerichtet. An der linken Seite befanden sich einige Bilder, denen er sich jetzt zugewandt hatte und augenblicklich sah er den Mann, den er suchte. Er schritt etwas näher auf das Bild zu und betrachtete es genau. Es war voller staub, doch das war kein Problem, denn er wischte den Staub mit der Hand ab.
Der Mann war etwa im mittleren Alter und hatte pechschwarzes Haar, welches er etwas länger trug, was ihm aber gut stand. Seine Augen waren die eines Adlers und er, Harry, war sich jetzt bewusst, dass diesem Mann wohl nichts entgehen würde.
Er nahm das Bild ab. Er würde es mitnehmen um zu Fragen wo dieser Mann ist. Er ging den Flur nun weiter entlang und der Dielenboden unter ihm knirschte bei jedem Schritt, den er tätigte, als er fast am Ende des Flures war und ihn eine Tür nach rechts gebracht hätte, hörte er Stimmen, die sich hinter dieser Tür befanden.
„Wer ist da?“, fragte eine zarte Frauenstimme.
Harry betrat nun den Raum, der hinter der Tür war. Es war ein kleines aber dennoch sehr gemütliches Wohnzimmer. Sein erster Blick fiel auf eine Malerei an der Decke. Es zeigte Dementoren die gegen einen Zauberer kämpfen und wohl überlegen waren. Das gefiel ihm natürlich und er schätzte es ganz als den Stil ein, den der Mann hatte, den er suchte. Er ließ nun von der Decke ab und bemerkte erst jetzt die recht junge Frau, die ihm gegenüberstand. Sie hatte eine Kerze in der Hand und ihm leichten Schein des Lichtes, konnte er erkennen, dass ihr Gesicht voll purer Angst überzogen war.
„Du brauchst keine Angst haben“, sagte er, „ich werde dir nichts tun, wenn du mir hilfst.“
„Wer“, stammelte die Frau, „wer sind sie?“
„Das spielt nicht die Rolle“, sagte Harry, „das ist vollkommen nebensächlich, denn ich bin aus einem anderen Grund hier.“
„Aus welchen?“, fragte die Frau mit zitternder Stimme.
„Nun ich suche etwas oder besser gesagt jemanden“, sagte Harry.
„Hier bin nur ich und ich kann mir nicht vorstellen, dass sie mich suchen“, sagte die Frau.
„nein gewiss such ich sie nicht“, sagte Harry, „aber sie sagten, dass sie alleine sind?“
„Ja“, sagte die Frau nur knapp, „niemand ist hier, außer mir.“
Harry freute es nicht wirklich das zu hören, denn er hatte den Weg umsonst auf sich genommen. Er hatte zeit verschwendet die ihm doch so kostbar war.
„Nun denn“, sagte Harry, „dann kannst du mir sicherlich sagen, wo dieser Mann ist“
Harry hielt das Bild hoch, was er vorhin im Flur abgenommen hatte. Die Frau trat etwas näher und leuchtete mit ihrer Kerze auf das Bild..
„Was wollen sie von meinem Vater?“, fragte die Frau und wirkte dabei jetzt wieder ängstlich.
„Ich denke, dass er mit sehr nützlich sein kann“, sagte Harry und lächelte dabei, aber er wusste, dass die Frau dies nicht durch die Maske sehen konnte.
„Wozu wird er ihnen nützlich sein?“, fragte die Frau.
„Ich denke nicht, dass dich das etwas angeht“, sagte Harry, „sag mir einfach, wo er ist und dir wird nichts passieren, dass kann ich dir garantieren.“
„Und wenn ich es nicht tue?“, sagte die Frau und klang dabei jetzt entschlossen und mutig.
„Sei nicht dumm Mädchen“, sagte Harry, „gegen mich hast du keine Chance. Ich möchte dich verschonen. Ich habe keinen Bedarf dich zu töten, wo du doch seine Tochter bist.“
„Ich kämpfe gegen sie“, sagte die Frau.
„das solltest du nicht“, sagte Harry, „ich glaube dein Vater würde dich nicht gerne tot sehen.“
„Wer sagt denn das ich sterbe?“, sagte die Frau
„Ich und das mit Gewissheit“, sagte Harry, „also sei nicht dumm und sag mir jetzt endlich wo er ist.“
„Nein“, sagte die Frau
„Dann werde ich dich töten müssen“, kam es von Harry, „ich finde sowieso heraus wo er ist.“
„Dann versuchen sie doch mich zu töten“, sagte die Frau und hatte dabei blitzschnell ihren Zauberstab gezückt, „Avada Kedavra“
Doch es hatte keine Wirkung. Harry hatte schnell seine Hand durch die Luft schweben lassen und eine unsichtbare Blockade errichtet an der der Todesfluch abprallt.
„Du dummes Mädchen wolltest mich töten“, schrie Harry in einem grässlichem Ton, „du hättest mir einfach sagen sollen wo er ist.“
„Niemals“, sagte die Frau und schoss einen weiteren Todesfluch gegen Harry.
„Das hat keine Wirkung“, sagte Harry und lachte dabei herzhaft. Harry schwang seine Hand uns es riss die Frau von den Beinen. Sie flog einige Meter durch die Luft und krachte gegen die hintere Wand des Zimmers. Sie sackte in sich zusammen und gab keinen Ton mehr von sich.
„Töricht sich mit mir anzulegen“, sagte Harry und ging jetzt langsam und behutsam auf sie zu.
Er erreichte sie und konnte erkennen, dass sie ein Regal zerstört hatte zwischen deren Trümmern sie jetzt lag. Harry kniete sich hin und nahm ihr Gesicht. Er drehte es zu seinem. Die Frau hatte eine starke Platzwunde am Kopf und Blut floss ihr über das Gesicht.
„ich gebe dir jetzt die letzte Chance mir zu sagen, wo er ist“, sagte Harry in einem fast väterlichen Ton, „ansonsten werde ich dich zu allen Bedauern töten müssen.
„Ich hoffe mein Vater tötet sie“, sagte die Frau, „ich hoffe es so sehr.“
„Sei versichert, dazu ist er nicht in der Lage“, sagte Harry, „dazu ist niemand in der Lage.“
„Er ist der größte Zauberer, den ich kenne“, sagte die Frau, „und er ist böse. Er wird sie töten.“
„Genau aus dem Grund das er böse ist, brauch ich ihn ja“, sagte Harry, „also sag mir endlich, wo er ist. „
„Schottland“, kam es von der Frau, „in den Bergen. Er hat mich und Mum verlassen. Mum ist dann gestorben.“
„Es geht doch“, sagte Harry, „braves Mädchen.“
Harry schwang seine Hand und augenblicklich schloss sich die Platzwunde der Frau. Der Blutfluss stoppte. Harry ließ jetzt von ihr ab, doch er ließ sie in den Trümmern liegen. Er ging zurück zu der Tür, durch die er gekommen war. Er schloss sie hinter sich und ging nun den Flur entlang zurück zu der Hintertür, die ihn in dieses Fachwerkhaus gebracht hatte.
Er musste also nach Schottland in die Berge um den Mann zu finden, den er suchte. Warum hatte sie es ihm nicht sofort gesagt, das hätte ihr einen menge Schmerzen erspart. Wieder einmal war er auf eine Torheit gestoßen. Warum dachten Zauberer immer, das man ihn besiegen konnte. Niemand konnte ihn besiegen. Nicht einmal Harry Potter. Er verließ jetzt das Haus und fand sich in der engen Gasse wieder, doch er wollte sich nicht wieder zurück durch die Steinwände quetschen und so beschloss er, dass er gleich apparieren würde. Die Gasse bot grade so eben Platz, dass er sich auf der Stelle drehen konnte und schon war er verschwunden.
Am Fuße eines Berges tauchte er auf. Es war immer noch eine sternenklare Nacht. Zu seiner linken Seite befand sich ein riesiger See, indem sich nun die Sterne, die sich am Himmel befanden spiegelten. Doch er achtete nicht auf die Sterne am Himmel noch auf die Spiegelbilder im Wasser. Er hatte nur ein Ziel. Er musste ihn finden, auch wenn es noch etwas zeit kosten würde. Doch zeit wollte er nicht mehr verschenken, zu viel hatte er bereits bei dem dummen Mädchen liegen gelassen. Es war umsonst gewesen nach Great Bentley zu reisen, doch hier, in den Bergen, da würde er ihn finden, das wusste er nur zu gut.
Behutsam setzte er einen schritt vor den anderen. Er befand sich auf einem Weg, der ihn wohl in die Berge geleiten würde. Das Wasser rauschte, obwohl es still war. Grund dafür war ein warmer Wind, der ihm durch die Maske hindurch im Gesicht streichelte. Ein absonderliches Gefühl, doch hatte er jetzt anderes zu tun, als sich um den Wind zu kümmern.
Er setzte seinen Weg fort und schon bald ging es in die erste Erhöhung. Er hätte fliegen könne, gewiss das wäre einfacher gewesen, doch er merkte, dass er den Weg zu Fuß gehen musste, anders konnte es nicht sein. Er bog um eine Ecke. Links und rechts ragten Felsen empor. Er wusste, dass der weg noch einigermaßen weit sein würde und hatte so seine Bedenken, ob er noch vor dem Morgegrauen ankommen würde, doch die Nacht war noch gefestigt und es machte keinen Anschein, als würde der Morgen bald anbrechen.
Er kam zu einer weiteren Biegung und Weg ging nun immer steiler empor. Es war anstrengend, doch er musste es tun, es blieb ihm keine andere Wahl. Schließlich wollte er den Weg nicht umsonst gegangen sein. So schlängelte sich der Pfad weiter durch die dichten Felsen und er wusste nicht, wann er sein Ziel erreichen würde. Stundenlang wanderte er, so kam es ihm auf jeden fall vor.
Der Weg endete und er wusste nicht, wo er nun hinsollte, doch er erkannte, dass zu seiner linken, ein sehr kleiner und schmaler Pfad in die Felsen hineinführte. Er ging hinunter, woanders konnte er nicht hin und schon bald stand er in einer Höhle, die er, obwohl es recht dunkle war, trotzdem gut erkennen konnte. Er ging weiter. Er wollte sich nicht endlos lange in dieser Höhle aufhalten. Warum auch? Es kostete nur Zeit. Die Höhle erwies sich jedoch als ziemlich lag und groß und er fragte sich schon, wann er doch endlich den Ausgang finden würde, als er ihn sah. Nur wenige Meter von ihn entfernt, entdeckte er eine Spalte in einem Felsvorsprung und er war sich sicher, dass sie ihn nach draußen führen würde. Er hatte nur bedenken, ob er dadurch passen würde, doch als er die Spalte erreicht hatte stellte sich heraus, dass es kein Problem für ihn war sich hinauszuquetschen.
Er stand nun in einem kleinen Tal doch niemand war zu sehen. Zwei Höhlen konnte er erkennen, die sich am anderen Ende des Tals befanden und in ihrer Mitte führte ein Weg weiter hinauf in die Berge. Er ging zu den Höhlen herüber. Er musste erfahren, was sich in ihnen befand, bevor er den Weg nahm. Er schaute in die Höhle links von dem Weg. Sie war recht klein und leer. Hier gab es nichts Besonderes zu sehen. Jetzt schaute er in die Höhle rechts von dem Weg, Einige Skelette befanden sich in der Höhle, doch ansonsten hatte auch sie nichts Sehenswertes. Also beschloss er, dass er nun den Weg weiter gehen würde.
Er bezweifelte irgendwie, dass sich jemand so weit in die Berge zurückzog, doch irgendetwas sagte ihm, dass er hier genau richtig war. So wanderte er weitere Minuten den Pfad hinauf. Er wusste nicht mehr genau wo er war, denn er hatte die Orientierung etwas verloren. Dann machte der Pfad einen bogen nach links und führte ihn einmal fast um einen Felsen herum, der einen Tiefen Abgrund unter sich trug.
Er marschierte weiter den Pfad entlang. Etwas sagte ihm, dass er es gleich geschafft hatte. Nicht mehr weit, dann hatte er sein Ziel erreicht. Nicht mehr weit, dann würde er ihm endlich entgegen treten. Dem Mann, den er suchte. Und dann sah er es, als er um eine Ecke bog, die ihm um einen weiteren Felsen führte. Ein Tal. Es war voller Licht, welches von Feuer ausging, welches zahlreich gelegt wurde. Hier war er richtig, endlich war er dort, wo er hinsollte.
Ein Weg führte hinunter in das Tal und mündete in eine Schmale Gasse. Er ging die Gasse nun langsam entlang, denn er wusste nicht, was ihn erwarten würde. Hatte er etwa Angst. Nein das war absurd, er fürchtete sich nie vor etwas. Links und rechts saßen einige Zauberer auf kleinen Felsen und beobachteten ihn gebannt. Er hasste es, wenn er so angestarrt wurde, doch wollte er keinen Ärger provozieren. Er hatte noch nicht seine volle Stärke erlangt und er wusste, dass er gegen so viele Zauberer keine Chance hatte in seinem Zustand.
Am Ende der Gasse konnte er Licht erkennen, welches von den Zahlreichen Feuern ausging, die sich im Tal befanden. Er hatte es fast erreicht, er war fast da, doch dann trat ihm ein Mann in den Weg, der sich groß vor ihm aufbaute.
„Wer sind sie“, fragte der Mann in einem komischen Akzent.
„es ist egal wer ich bin“, sagte Harry, „das werde ich nur ihm sagen.“
„Wem?“, fragte der Mann.
„Eurem Anführer natürlich“, sagte Harry, „ich wünsche ihn zu sprechen.“
„Habt ihr das gehört“, sagte der Mann und lachte dabei. Viele der Zauberer, die sich auf den Felsen im Gang befanden fingen an zu lachen. Sie Rutschten jetzt von ihren Felsen herunter und begannen damit Harry zu umzingeln. Genau das hatte er befürchtet. Es waren viele. So um die zwanzig Stück. Vielleicht würde er sie besiegen können, doch er schätzte seine Chancen dazu nicht wirklich hoch ein.
„Und warum sollten wir einen fremden zu ihm lassen?“, fragte der Mann gehässig.
„ich möchte ihm etwas vorschlagen“, sagte Harry.
Der Mann fing wieder an zu lachen und auch die anderen Zauberer stimmten in das Lachen ein.
„Habt ihr das gehört?“, fragte der Mann, „habt ihr das gehört. Er will unserem Boss etwas vorschlagen.“
„ich bin mir sicher er würde sich das gerne anhören“, sagte Harry.
„und was macht dich so sicher, dass er sich das gerne anhören würde?“, fragte der Mann.
„Nun wir verfolgen die selben Interessen“, sagte Harry, „euer Anführer, ihr und ich.“
„Nun wir sind schwarze Magier“, sagte der Mann, „und du musst nicht denken, nur weil du eine Maske trägst, bis du jetzt einer von uns.“
Wieder verfielen die Männer in Lachen.
„Nun ich denke nicht das ich einer von euch bin“, sagte Harry, „ich denke vielmehr, dass ihr bald welche von mir sein werdet.“
„Er denkt, dass wir welche von ihm sein werden“, sagte der Mann und wieder brach Gelächter aus.
„Bring mich zu ihm“, sagte Harry, „er soll hören was ich zu sagen hab.“
„Und warum sollte ich dich durchlassen?“, fragte der Mann ernst, „warum sollte ich das tun?“
„Weil ich dich sonst töten werde“, sagte Harry und jetzt klang seine Stimme wieder grässlich und angsteinflößend.
Der Mann wirkte sichtlich beeindruckt und auch die anderen Zauberer schreckten zurück.
„Wer bist du?“, fragte der Mann in einem etwas geschockten Ton.
„Wie gesagt, das werde ich nur eurem Anführer verraten“, sagte Harry, „also lass mich jetzt zu ihm und dir wird nichts geschehen.“
„Das kann ich nicht“, sagte der Mann, „ich kann dich nicht durchlassen.“
Harry wusste, dass er anders keine Chance mehr hatte, dass er jetzt handeln musste. Er stürmte auf den Mann zu und drückte ihn an die Felswand. Innerhalb von wenigen Sekunden hatte er ihn seiner Seele ausgesaugt. Der mann sagte nun in sich zusammen. Ihm war alle Lebensenergie entronnen. Er war tot.
„Wenn es euch nicht so ergehen soll wie ihm, dann lasst mich durch“, sagte Harry.
Keiner der Männer machte jetzt Anstallen Harry aufzuhalten. Sie waren alle sichtlich mit großer Angst erfüllt. Harry trat durch die letzten paar Meter der Gasse und er erreichte das Tal. Viele kleine Feuerstellen erleuchteten das Tal und machten es hell wie den Tag. Ganz am Ende konnte Harry eine Art Thron erkennen, auf dem ein Mann saß. Dies war der Mann den er suchte. Harry schritt voran. Hinter ihm waren die Zauberer aus der Gasse und begleiteten ihn. Andere Zauberer, die sich im Tal befanden, schauten jetzt ehrfürchtig zu Harry und den anderen Zauberern, da man erkannt hatte, dass sie auf den Weg zu ihrem Anführer waren.
Sie erreichten den Thron. Harry konnte den Mann jetzt sehen, den er gesucht hatte. Er sah genauso aus, wie auf den Foto, dass er in dem alten Fachwerkhaus gesehen hatte. Einer der Zauberer die Harry begleitet hatten trat jetzt hervor. Der Mann auf dem Thron hatte noch nicht ein einziges Mal aufgesehen.
„Herr“, sagte der Zauberer, doch der Mann sah immer noch nicht auf, „es möchte jemand mit euch sprechen.“
„ich sagte ich will mit niemanden reden“, sagte der Mann auf dem Thron, „ich weiss nicht wieso du dich meiner Anweisung widersetzt.“
Er würdigte den Zauberer der gesprochen hatte keinen Blick.
„Aber Herr“, sagte der Zauberer.
„Schweig“, sagte der Mann auf dem thron, „führt ihn wieder weg. Ich will nicht reden, warum versteht ihr das nicht.“
„Aber es ist äußerst wichtig Herr“, sagte der Zauberer, „er hat Callaham getötet.“
Jetzt schaute der Mann auf. Er hatte ein zorniges Gesicht, so als wenn er sagen sollte, wer sich denn wohl wagte einen seiner Männer zu töten.
„Und wieso hat er das getan“, fragte der Mann, „wieso tötet er einfach einen meiner Männer?“
„Nun er hat ihn nicht durchgelassen“, sagte der Zauberer
„Und so war es auch gut so“, sagte der Mann auf dem Thron, „es war meine Anordnung. Es ist kein Grund ihn einfach zu töten. Einen meiner besten Männer.“
„Wer sich mir widersetzt wird getötet“, sagte Harry und lachte dabei herzhaft.
Jetzt schaute ihn der Mann an. Seine Augen waren Blut unterlaufen. Er erhob sich von seinen Thron und Harry konnte sehen wie alle Zauberer sich schlagartig verbeugten.
„Eine gut geschulte Bande hast du“, sagte Harry.
„Sie gehorchen“, sagte der Mann und trat jetzt einen Schritt näher an Harry heran, „ich lasse es nicht zu, dass jemand ungestraft meine Männer tötet.“
„Er hatte mich nicht durchlassen wollen“, sagte Harry jetzt.
„Ich werde sie töten“, sagte der Mann, „wer sind sie eigentlich das sie einfach hierherkommen und meine Männer töten.“
„Nun alles zu gegebener Zeit“, sagte Harry, „sie werden erfahren wer ich bin. Es ist klar, dass sie es nicht wissen, aber ich weiss wer sie sind Albert Sherwood.“
„Selbstverständlich kennt man mich“, sagte Albert und seine treuen Gefolgsleute brachen in Gelächter aus, „ich bin der bedeutendste schwarze Untergrundmagier.“
„Ich weiss“, sagte Harry, „deswegen bin ich hier.“
„Aber nicht mehr lange sagte Albert, „ich werde sie dafür töten das sie Callaham umgebracht haben.“
„Bitte Albert“, sagte Harry, „versuch es nicht du wirst es eh nicht schaffen.“
„Halten sie sich für eine Art Gott, dass sie denken sie sind unbesiegbar?“, fragte Albert.
„Nicht für Gott“, sagte Harry, „nein ganz im Gegenteil.
Harry wusste, dass er Albert nicht mit seinen bloßen Händen besiegen konnte. Hierfür brauchte er einen Zauberstab, doch sein Elderstab hatte er nicht dabei, er wusste gar nicht, ob er noch existierte. Doch er hatte einen anderen. Das Mädchen, welches ihm diente hatte in diesen besorgt. Er war nicht besonders mächtig, doch für Sherwood würde er reichen, da war er sich sicher.
„Bereit zu sterben“, sagte Albert
„Heute nicht“, entgegnete Harry, „ich hoffe sie werden sich anhören, was ich zu sagen habe, wenn ich sie besiegt habe.“
„Davon gehe ich nicht aus“, sagte Sherwood und schon hatte er seinen Zauberstab gezückt.
Blitzschnell zog auch Harry seinen Zauberstab. Die Zauberer, die sich im Tal befanden öffnete einen Kreis und schlossen ihn letztendlich um Harry und Sherwood herum.
„Es gibt kein entkommen“, sagte Sherwood, „es war ein Fehler in unsere Senke zu kommen und diesen Fehler werden sie gleich zu spüren bekommen.“
„ich wäre mir da nicht so sicher“, entgegnete Harry, doch schon hatte Sherwood einen Fluch auf ihn losgelassen.
Harry hatte keine Probleme ihn abzuwehren, dazu war er einfach zu schwach.
„Ist das alles was du kannst?“, fragte Harry höhnisch, „vom größten schwarzen Magier des Untergrunds hätte ich mir etwas mehr erwartet.“
„Keine Sorge“, sagte Sherwood, „sie werden schon meine volle Macht zu spüren bekommen.“
„Nun ich bin gespannt“, sagte Harry
Sherwood feuert einen weiteren Fluch in Richtung Harry ab, doch auch diesen wehrte er ohne Probleme ab. Sherwood begann sich jetzt im Kreis um Harry herum zu bewegen, den Zauberstab immer im Anschlag und bereit zu zuschlagen. Dann feuerte er den nächsten Fluch ab. Harry parierte. Sherwood wurde wütend. Er begann auf Harry zu zulaufen und feuerte eine ganze Salve von Flüchen ab. Harry hatte jetzt größere Probleme diese Flüche abzuwehren, doch er konnte sie entschärfen. Sherwood war jetzt ganz nah und er holte zum finalen Schlag aus.
„Avada“, sagte Sherwood. Doch Harry hatte schon reagiert. Er würde sich doch nicht auf so eine leichte Art und Weise töten lassen. Er schwang seine Zauberstab mit großer Kraft in Richtung Sherwood und dieser wurde mit einem enormen Ruck von den Beinen geholt und landete in dem Kreis, den die Zauberer bildeten. Sofort hörte Harry hunderte Zauberer ihre Zauberstäbe zücken, doch es beunruhigte ihn nicht.
Harry bündelte seine ganze Kraft. Er hatte nur eine Chance, dass wusste er, danach würde er zu erschöpft sein und dann hatten sie alle leichtes Spiel. Seine ganze Kraft war nun gebündelt er musste sie nur noch frei lassen, dann hatte er gewonnen. Ein lauter Aufschrei und dann schien er zu explodieren. Ein kräftiger Lichtstoß ging von ihm aus er fühlte sich so, als würde al seine Kraft in diesem einen Moment geraubt werden.
Der Lichtstoß traf den Kreis aus Zauberern, die sich um ihn herum gruppiert hatten. Sie wurde alle einige Meter durch die Luft geschleudert. Sie kamen auf. Viele von ihnen waren bewusstlos. Einige verletzt. Harry wusste, dass sie ihm jetzt nichts mehr anhaben konnten. Würde Sherwood jetzt mit ihm reden?
Das Licht welches von Harry ausging erlosch und er fühlte sich schwach. Er wollte jedoch nicht zeigen, dass er schwach war, nicht zeigen, dass er jetzt verwundbar war. Die Feuer in dem Tal waren nicht erloschen und so hatte er genug Licht um Sherwood zwischen all den bewusstlosen und verletzten Zauberern zu finden.
Und dann sah er ihn. Er lag nicht weit von ihm entfernt und er war der einzige der Zauberer, der sich aufrappelte. Scheinbar hatte er nicht so viel davon getragen wie die anderen. Sherwood stand nun. Harry konnte ein leichtes Zittern von ihm vernehmen.
„Hast du jetzt gemerkt, dass es keinen Sinn hat sich mir zu widersetzen“, sagte Harry
Sherwood machte keine Anstalten etwas zu sagen. Harry schritt jetzt auf ihn zu. Er wusste nicht, ob er ihm schon genügend Angst eingeflößt hatte. Doch als er näher kam, merkte eher, dass Sherwood von Angst erfüllt war.
„Wer bist du?“, fragte er mit bebender Stimme.
„Wirst du anhören was ich zu sagen habe?“, fragte Harry.
Sherwood schien so als wüsste er einen Moment nicht, was er sagen sollte, doch dann nickte er und dies stellte Harry zu frieden.
„Gut“, sagte er, „sehr gut. Komm her Sherwood.“
Sherwood widersetzte sich nicht, er wusste, dass er sonst keine Chance hatte. Er kam jetzt näher zu Harry und er erkannte, dass Sherwood eine Wunde am Arm hatte.
„Deinen Arm“, sagte Harry und Sherwood streckte den verwundeten Arm entgegen. Harry ließ seine Hand über die Wunde gleiten, die sich augenblicklich schloss.
„Nun denn“, sagte Harry, „ich bin Xenophilius Lovegood.“
„Ich habe noch nie von euch gehört“, sagte Sherwood, „noch nie auch nur ein einziges Wort. Ich wusste nie, dass ein so großer Zauberer wie ihr es seit so einen Namen trägt.“
„Nun dem ist so“, sagte Harry, „aber ich hatte auch nicht gedacht, dass du mich unter diesem Namen kennst. Ich bevorzuge dann doch eher eine andere Bezeichnung für mich. Ich bin der Tot.“
„Der Tot“, fragte Sherwood verdutzt, „aber ich dachte es gäbe den Tod nicht und es wäre nur ein Märchen.“
„Nun ich bin hier“, sagte Harry, „und ich kann dir versichern, dass ich echt bin.“
„Du bist gekommen um mich zu holen?“, fragte Sherwood und seine Stimme war voller Angst.
„Du hast genauso viel Angst vor dem Tod, wie es einst Tom Riddle hatte“, sagte Harry, „in gewisser Weise bin ich schon hier um dich zu holen, doch ich werde dir nicht das Leben nehmen nein.“
„Aber warum bist du dann hier?“, fragte Sherwood und seine Stimme klang jetzt etwas gelassener.
„Ich bin hier“, sagte Harry, „weil ich denke, dass wir beide zusammenarbeiten können.“
Es schien erst so, als wüsste Sherwood nicht so recht, was er darauf antworten sollten, doch dann fand er die Worte.
„In wie fern sollten wir zusammenarbeiten?“, fragte Albert.
„Ich denke das ist recht offensichtlich“, sagte Harry und er spürte, wie ihm dabei ein Lächeln über die Lippen glitt, „es geht um Macht.“
„Macht?“, fragte Sherwood.
„Ja Macht“, sagte Harry, „wir beide zusammen können uns die macht holen, die wir brauchen um die Zaubererschaft zu kontrollieren. Das ist doch dein Plan, den du hier im Untergrund verfolgst nicht wahr.“
„Woher wissen sie von diesen Plänen?“, fragte Sherwood geschockt.
„Ich weiss so einiges über dich“, sagte Harry. „ich weiss so vieles.“
„Nun ja“, sagte Albert, „es ist klar, dass wir versuchen die Zaubererschaft zu stürzen, aber es ist schwieirg, äußerst schwierig.“
„Wenn wir zusammenarbeiten, dann ist es nicht schwer“, sagte Harry, „du musst mir nur vertrauen Albert, dann haben wir eine Chance.
„ich kenne sie nicht“, sagte Albert, „wie kann ich ihnen da vertrauen.“
„Sie müssen es einfach“, sagte Harry, „wir zusammen können es schaffen.“
„Es klingt ganz so als haben sie einen Plan“, stelle Sherwood fest.
„Ja in der Tat“, sagte Harry, „ich habe einen Plan und ich bin mir sicher, dass er nicht scheitern wird. Schon gar nicht mit ihrer Hilfe.“
„Aber selbst Voldemort hatte es nicht geschafft“, saget Sherwood, „selbst er der größte schwarze Magier aller Zeiten hatte keine Chance gegen Harry Potter.“
„Voldemort war ein Verräter“, sagte Harry, „er hatte nie wirklich vor die Herrschaft zu übernehmen.“
„Inwiefern war er ein Verräter?“, fragte Sherwood, „was hat er getan?“
Harry hielt kurz inne und ließ sein Blick über das Tal wandern. Einige der Zauberer, die er in die Flucht geschlafen hatte rappelten sich nun auf und hörten gespannt der Unterhaltung zu, die Harry und Sherwood tätigten.
„Er hat die Ehre der dunklen Magier mit Dreck besudelt“, sagte Harry, „Voldemort ging einst ein Bündnis mit mir ein.“
„Er ging ein Bündnis mit dem Tod ein?“, fragte Sherwood verdutzt.
„Ja“, sagte Harry, „und er hat mich betrogen. Er hat uns alle betrogen.“
„ich würde gerne erfahren wie?“, fragte Sherwood, „was hat er getan?“
„Das werde ich dir verraten“, sagte Harry und ein glücklicher Ausdruck war nun auf Sherwoods Gesicht zu sehen, „wenn du mir deine Zustimmung gibst, dass wir zusammen arbeiten.“
Sherwood wirkte wie vor dem Kopf gestoßen und er überlegte einige Zeit. Er suchte seine Worte offenbar sehr sorgfältig aus.
„ich denke, dass sich kooperieren lässt“, sagte Sherwood, „ich werde mit ihnen zusammenarbeiten.“
„Gut“, sagte Harry und er war glücklich, denn er hatte genau das erreicht, was er wollte. Der lange weg und die ganze zeit hatte sich gelohnt. Er hatte niemals daran gezweifelt, dass Sherwood ihm nicht zustimmen würde, aber er hatte auch nicht damit gerechnet, dass er auf soviel Widerstand treffen würde. Doch jetzt war es geschafft, das Ziel war erreicht.
„Nun Voldemorts einzige Angst war die vor dem Tod“, sagte Harry, „daher erschuf er sieben Horkruxe um seine Seele zu teilen. Er dachte er würde dadurch unsterblich sein.“
„Aber wie konnte Potter ihn dann besiegen?“, fragte Sherwood.
„Nun das lässt sich erklären“, sagte Harry, „er ging ein Bündnis mit mir ein, dass besagte, dass ich seine Seele bekommen würde, sollte er Potter vernichten und ich Potters Seele bekomme, sobald Potter Voldemort besiegt hatte.“
„Voldemort hat ihnen Potters Seele angeboten?“, fragte Sherwood, „das ist sehr ungewöhnlich.“
„Ja“, sagte Harry, „aber er hatte Angst zu sterben. Seine Horkruxe hätten ihn niemals davor gerettet, wenn ich ihn holen würde.“
„Sie sind darüber erhaben?“, fragte Sherwood.
„Ja“, sagte Harry, „aber Voldemort wusste, dass er sterben würde. Er wusste, dass er von Potter vernichtet werden würde. Das war ihn bewusst, als er das Abkommen einging.“
„Woher wusste er das?“, fragte ihn Sherwood.
„Es ging um zwei Prophezeiungen“, sagte Harry, „die eine besagte, dass Voldemort oder Potter sterben müsste und die andere besagte, dass es ein Potter sein würde, der mich vernichtet.“
„Das heisst dann aber doch das Potter sie vernichten wird?“, fragte Sherwood.
„Ich gehe nicht davon aus dass die se Prophezeiung zutrifft“, sagte Harry, „ich bin mir vollkommen sicher, dass ich Potter vernichten werde, bevor er mich vernichten kann. Anders kann es nicht sein und anders wird es nicht sein, dessen bin ich mir voll und ganz bewusst.“
„Nun Voldemort wusste das er sterben würde“, sagte Sherwood, „aber wie hat er sie dann betrogen. In welcher Weise hat er sie hintergangen.“
„Er hat sich mit Dumbledore verbündet“, sagte Harry, „er hat sich mit ihm verbündet und Harry Potter dazu gebracht mir zu entkommen. Tom Riddle hat Reue für seine Taten gezeigt und sein einziges Bestreben lag von nun an darin Harry Potter zu beschützen.“
„Aber in wie fern, kann er ihn beschützen, wenn er tot ist?“, wollte Sherwood wissen.
„Er hat Potter gewarnt“, sagte Harry, „er hat ihn gewarnt, dass ich ihn holen will und er stand ihm bei, als ich gegen Potter gekämpft hatte.
„Aber wie?“, fragte Sherwood, der jetzt ein bisschen verwirrt wirkte, wie ist das möglich?“
„Der Stein der Auferstehung“, sagte Harry, „eines meiner Heiligtümer.“
Sherwood wirkte jetzt sichtlich fasziniert von Harry. Er schaute ihn mit Ehrfrucht an.
„Aber ich dachte die Heiligtümer wären nur eine erfunden Geschichte“, sagte Sherwood, „ich selbst habe nach ihnen gesucht, doch ich habe nie eines gefunden.“
„Nun Potter besitzt sie alle“, sagte Harry, „wenn sie noch existieren.“
„Wie meinen sie das?“, fragte Sherwood.
„Es gab einen kleinen Zwischenfall“, sagte Harry, „aber das ist jetzt nicht unser Thema.
„Gewiss nicht“, sagte Sherwood, „es geht um unsere Zusammenarbeit.“
„Ja“, sagte Harry nur knapp, „sie haben mir ihr Wort gegeben Sherwood und ich denke sie sind ein ehrevoller Mann, welcher auch zu seinem Wort stehen wird. Oder gehe ich da von einer falschen Annahme aus?“
„Selbstverständlich stehe ich zu meinem Wort“, sagte Sherwood, „ich halt mich an das was abgemacht war.“
„Gut“, sagte Harry, „genau das wollte ich von ihnen hören.“
„Ich würde nur noch gerne wissen“, kam es von Sherwood, „also es klang für mich grade so als hätten sie gegen Potter gekämpft.“
„Das ist richtig“, sagte Harry, „und es ist noch gar nicht so lange her. Voldemort hat Potter geholfen mich zu besiegen. Voldemort steckte in dem Stein der Auferstehung, welcher einer meiner Heiligtümer war und ich brauchte um an meine Macht zu kommen. Er hat mich von innen heraus aufgehalten Potter zu vernichten und letztendlich hat Potter mich dann meiner Kräfte beraubt.“
„Also liegt ihr ganzes Erstreben da drin Potter zu finden und ihn zu vernichten“, fragte Sherwood.
„So ist es und ich bin mir sicher, dass ich es schaffen werde“, sagte Harry, „dazu benötige ich allerdings ihre Hilfe. Ich bin mir sicher, dass sie mir gute Dienste erweisen werden.“
„Was kann ich für sie tun?“, fragte Sherwood, doch Harry winkte ihn mit einer Handbewegung ab.
„Zunächst müssen wir noch etwas anderes erledigen und ich würde gerne das sie mitkommen“, sagte er.
„Was ist es?“, wollte Shewood jetzt wissen.
„Das werden sie gleich erfahren“, sagte Harry, „also kommen sie nun mit?“
„Ja“, sagte Sherwood, „ich denke meine Leute werden eine zeit lang ohne mich zurechtkommen können.“
„Gut“, entgegnete Harry, „dann nehmen sie meine Hand. Wir apparieren.“
Sherwood tat was ihm gesagt wurde und als er Harrys Hand wurden sie beide in einen engen schlauch gezogen. Es hätte Harry eigentlich die Luft abschnüren müssen, doch das tat es nicht. Als sie wieder Bode unter den Füßen hatten existierte die Nacht noch immer, doch jetzt nahm Harry einen starken Geruch nach Salzwasser war.
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