
von HJS_75cone
Albus stand versteinert vor dem Zug. Er starrte schon lange nur darauf und ignorierte die Leute, die um ihn herum Sachen einluden und sich von ihren Kindern verabschiedeten. Er stand einfach nur da und schaute auf den schachrachroten Zug. Albus wusste nicht ob er sich freuen sollte oder Angst haben sollte. Hogwarts. Schon so viel hatte er über die Zauberschule gehört. Sein Vater Harry hatte ihm seine ganze Schulzeit erzählt. Jeden Tag, jede Stunde, jedes Ereignis. Doch jetzt im Moment fühlte er sich als ob er gar nichts über die nächste Zeit wusste.
„He, Kleiner!“. Albus fuhr erschrocken zur Seite. Lächelnd stand Harry da. „Du brauchst keine Angst zu haben!“, meinte er leise. „Ich hab keine Angst!“, entgegnete Albus. „Ach, wirklich?“, grinste Harry. Albus wandte seinen Blick wieder auf den schachrachroten Zug und schluckte. Er biss sich auf die Unterlippe und sah wieder seinen Vater an. „Ich glaube ich hab doch Angst!“, meinte er nach einer langen Zeit. Er sagte es leise damit es niemand außer seinen Vater hörte. Harry kam näher und redete leise und eindringlich, damit keiner außer sein Sohn es verstand. „Hogwarts ist ein wunderbarer Ort! Das wird dir von der ersten Sekunde, wenn du es sieht klar sein! Du wirst eine schöne Zeit dort haben! Du wirst Freunde finden und ein großer Zauberer werden!“, sagte Harry Albus. Schüchtern nickte Albus. „Glaub mir! Hogwarts ist ein wunderschöner Ort um aufzuwachsen!“, meinte er noch einmal. „Aber wir müssen schreiben!“, sagte Albus. „Jeden Tag! Und du musst immer an mich denken!“. „Das tue ich immer!“, lächelte Harry. Dann fiel Albus seinem Vater um den Hals. Harry wäre fast nach hinten umgefallen. „Du schaffst das schon!“, flüsterte Harry Albus ins Ohr. „Albus Severus Potter…“.
„Hey, Al! Kommst du?“, rief eine Stimme und Albus schaute auf. James, sein großer Bruder stand dort mit ein paar anderen Jungen. Albus schnappte schnell seinen Koffer und rannte hinüber zu seinem Bruder. Harry lächelte ihm nach.
Albus atmete noch einmal tief durch und dann betrat er den Zug. Im Zug war schon viel los und alle drängelten ihn und her. Albus ging nur seinem Bruder hinterher, der alle zwei Meter stehen blieb weil er irgendwen begrüßen musste. Manche drehten sich dann um und sagten: „He, ist das dein kleiner Bruder?“ oder „Haha! Noch ein Potter!“. Es dauerte eine Ewigkeit als sie sich endlich durch Kinder die aus dem Fenster winkten und Schülern die Zauberknaller hin und her schmissen in ein freies Abteil gequetscht hatten. Albus setzte sich auf den Fensterplatz und sah aus dem Fenster. Er versuchte seine Eltern zu finden, doch er sah sie nicht. James und seine Freunde unterhielten sich derweil lautstark über ihren Sommer. Dann setzte sich der Zug in Bewegung. Langsam beobachtete Albus wie der Bahnhof kleiner und kleiner wurde und dann gar nicht mehr zu sehen war. Jetzt gab es kein Zurück mehr, jetzt war er auf sich allein gestellt. Sein Herz pochte wie verrückt. „He, Al! Rose ist auch im ersten Jahr! Hast gleich eine Lady dabei!“, grinste James. Da fiel Albus erst wieder Rose ein. Im Sommer hatten sie viel über Hogwarts geredet und viel Zeit miteinander verbracht. „Ich geh sie suchen!“, meinte Albus, der jemanden zum Reden brauchte und das waren James und seine Freunde ganz bestimmt nicht. Am Gang wurde das Gedrängel ein bisschen weniger und Albus schaute nach links und rechts, konnte Rose aber nicht finden. Spontan entschied er sich nach rechts zu gehen. Albus schaute ihn jedes Abteil, konnte Rose aber nicht finden. Ein paar aus den Abteilen riefen ihm nach: „Bist du der Bruder von James Potter?“. Albus nickte dann entweder kurz oder ging einfach weiter. Dann endlich im letzten Abteil saß Rose mit ein paar Mädchen und Jungs. Albus schob die Tür auf. „Hey, Rose!“, begrüßte er erleichtert. „Hi, Al!“ Rose stand froh auf und umarmte ihn. Er war ein bisschen verwirrt, es machte ihm aber nichts. „Setz dich zu uns!“, meinte Rose und ein paar ruckten zur Seite damit sich Albus neben Rose setzten konnte. „Das ist Albus!“, stellte Rose vor, bevor Albus es selber machen konnte. „Albus? Wie Albus Dumbeldore?“, fragte ein Mädchen verblüfft. „Ja…“, zuckte Albus mit den Schultern. Das Mädchen hatte eine große Brille und einen Pferdeschwanz. „Also in welches Haus möchtest du kommen?“, unterbrach Rose die peinliche Stille. „Gryffindor!“, antwortete Albus entschlossen. Er wollte unbedingt nach Gryffindor, auch wenn sein Vater gesagt hatte, es würde nichts ausmachen, wenn er in ein anderes Haus käme. „Ich auch!“, meinte Rose und lächelte. „Ich will nach Ravenclaw!“, sagte das Mädchen mit der Brille. „Ja, Ravenclaw ist gut!“, meinte der Junge neben Albus. „Ich will nicht nach Slytherin!“, sagte ein kleiner Junge in der Ecke. „Ja, auf keinen Fall nach Slytherin!“, stimmte ein Mädchen zu.
Die nächste Zeit diskutierten sie darüber ob sie nach Gryffindor oder nach Ravenclaw wollten. Sie wurden von einer Frau die, die Tür aufmachte unterbrochen. „Irgendjemand etwas Süßes?“, fragte sie lieb, die erschrockenen Erstklässler. Der kleine Junge in der Ecke stand auf und ging sich etwas kaufen. Albus überlegte ob er das auch tunen sollte. Sein Vater hatte ihm etwas Geld gegeben. Doch bevor er sich entscheiden konnte, tauchte James mit seinen Kumpeln bei dem Wagen auf und kauft fast den ganzen leer. „Hier, Brüderchen!“, grinste James und warf ihm ein paar Süßigkeiten zu. „Viel Spaß noch!“. Dann waren er und seine Freunde auch schon wieder gegangen. Zusammen mit Rose aß er die Süßigkeiten und hatte Spaß. Der Schokofrosch flog leider aus dem Fenster und er erwischte ein paar eklige Bettie Botts Bohnen, doch damit vergaß er seine Aufregung. Als es schon langsam dunkel wurde, kamen ein paar Fünftklässler und sagten ihn dass sie ihre Zaubermäntel anziehen sollten. Sofort war Albus Aufregung stärker da als zuvor. Gleich würde er Hogwarts sehen. Würde es wirklich so toll sein?
Dann war endlich der Augenblick gekommen.
Der Zug blieb stehen und Albus verließ mit Rose das Abteil. Am Gang war noch mehr Gedrängel als bei der Abfahrt. Albus versuchte seinen Bruder unter den ganzen Leuten zu finden, aber das war so gut wie unmöglich. Schließlich stand er mit Rose am Bahnsteig. Kühle Abendluft wehte ihm durch die schwarzen Haare.
„Erstklässler zu mir! Erstklässler hier her!!“, hörte Albus eine Stimme und er drehte sich um. Dort stand Hagrid mit einer großen Laterne und kleine Erstklässler rannten zu ihm. Hagrid war ein bisschen anders als in Harrys Erzählungen. Er war älter geworden und wirkte nicht mehr so kräftig. Sein Brat und seine Haare nahmen schon leichte Grautöne an und er stand buckeliger. Rose nahm Albus an der Hand und zog ihn rüber zu Hagrid. „Wenn das mal nicht der kleine Albus Potter ist!“, lachte ihn Hagrid sofort an. „Weißt du, ich kannte deinen Vater sehr gut als er an dieser Schule war!“. Albus lächelte. „Mal schaun, ob du genau so raffiniert und nett bist!“, grinste Hagrid und dann erklärte er der Gruppe von Erstklässler, dass sie jetzt mit dem Boot fahren würden. Albus stapfte Rose hinterher. Er war so aufgeregt wie noch nie. Albus zitterte sogar schon. Dann waren sie endlich bei den Booten angelangt. Zu dritt stiegen sie in die kleinen Holzbooten und ruderten eifrig Hagrid nach, der alleine ein Boot brauchte. Noch ein paar Hügel verdreckten Hogwarts, doch ein paar Kinder riefen das sie schon die Türme sahen. Der See machte eine scharfe Kurve und Albus ruderte wild in eine Richtung.
Da sah er Hogwarts. Wie ein riesiger Fels erschien es vor dem See. Lichtern brannten durch die Fenster und es wirkte gemütlich. Die Lichter spiegelten sich im See und die Türme waren das höchste was Albus je gesehen hatte. Vor ihm lag sein Zuhause für die nächsten 7 Jahre. Sein Vater hatte nicht übertrieben. Hogwarts war wundervoll.
„Ich übergebe die Erstklässler jetzt Ihnen!“, meinte Hagrid zu McCinety, die stellvertretende Schulleiterin. „Und der kleine Potter ist auch dabei!“, flüsterte er ihr noch zu, dann drehte er sich um und ließ die Kinder in der Eingangshalle mit McCinety alleine. Die Schulleiterin war groß und schlank und sah streng aus. Sie war genauso wie sich Albus Lehrer vorstellte. Alle Erstklässler staunen nur über Hogwarts und auch den Weg zur Halle hinauf, hatten sie nur Augen für das Haus. Albus bewunderte die starken Steinwände und konnte sich gar nicht vorstellen dass, wie sein Vater erzählt hatte, Hogwarts fast zerstört wurde. „Willkommen in Hogwarts“, sagte McCinety vor einer großen Tür. „Das Bankett zur Eröffnung des Schuljahrs beginnt in Kürze, doch bevor ihr eure Plätze in der Großen Halle einnehmt, werden wir feststellen, in welche Häuser ihr kommt. Das ist eine sehr wichtige Zeremonie, denn das Haus ist gleichsam eure Familie in Hogwarts. Ihr habt gemeinsam Unterricht, ihr schlaft im Schlafsaal eures Hauses und verbringt eure Freizeit im Gemeinschaftsraum. Die vier Häuser heißen Gryffindor, Hufflepuff, Ravenclaw und Slytherin. Jedes Haus hat seine eigene Geschichte und jedes hat bedeutende Hexen und Zauberer hervorgebracht. Während eure Zeit in Hogwarts holt ihr mit euren großen Leistungen Punkte für das Haus, doch wenn ihr die Regeln verletzt, werden euch welche abgezogen. Am Ende des Jahres erhält das Haus mit den meisten Punkten den Hauspokal, eine große Auszeichnung, Ich hoffe, jeder von euch ist ein Gewinn für das Haus, in welches er kommen wird.“. Alles was sie da sagte wusste Albus schon ganz genau. James hatte ihm tausend Mal erklärt dass die Lehrer eher Punkte abziehen als welche zu geben. Albus glaubte aber dass das nur bei James zutraf. „Die Einführungsfeier beginnt in wenigen Augenblicken!“, mit diesen Worten dreht McCinety sich um und verschwand. „Jetzt geht´s los!“, flüsterte Rose Albus ins Ohr. Er konnte vor Aufregung gar nicht mehr zuhören. Welches Haus? Ravenclaw? Am besten war Gryffinor! Was wenn Slytherin? Was dann? Huffelpuff? Fragen sausten ihm durch den Kopf. Plötzlich spürte er die kühle Hand von Rose. Sie drückte ihm etwas Kaltes in die Hand. Albus hob verwundert seine Hand und sah einen Rosenquarz in der Form eines Herzens in seiner Hand liegen. „Bringt Glück!“, flüsterte ihm Rose in Ohr. Albus grinste. „Du glaubst daran?“, fragte er ein bisschen spöttisch. „Es hat immer funkzoniert!“, meinte Rose achselzuckend. „Dann nimm du ihn!“, sagte Albus und wollte den Stein schon wieder zurück geben. „Du brauchst ihn mehr! Ich sehe ja wie aufgeregt du bist!“, grinste sie und bevor Albus irgendwas erwidern konnte kam McCinety schon zurück und öffnete die riesige Tür.
Die große Halle war wunderschön. Schüler sahen auf vier langen Bänken und tuschelten laut als die schüchternen Erstklässler reinkamen. „Wow!“, staunte Rose und Albus hatte es ganz die Sprache verschlagen. Vor stand der Stuhl mit dem Sprechenden Hut. Der Hut, der über Albus nächste 7 Jahre entscheiden würde. „Ich bleib hier unter stehen!“, meinte McCinety und entrollte eine große Pergamentrolle. Die ersten Erstklässler bekam Albus gar nicht mit. Doch er bekam mit als laut Rose Name gerufen wurde. Schüchtern stieg Rose hoch zum Stuhl und setzte sich. Der Sprechende Hut wurde ihr aufgesetzt und es kehrte Ruhe ein. Anscheinend redete der Sprechende Hut mit ihr. Nach einer Ewigkeit, so kam es Albus vor rief der Hut laut seine Entscheidung. „GRYFFINDOR!!!“. Albus strahlte Rose an und sie grinste zurück während sie zu dem Gryffindortisch ging. Sie hatte es also geschafft. Albus wurde noch nervöse. Fest drückte er den Herzstein. Langsam glaubte er an das Glück von dem Stein. Er schloss die Augen und wartete nur noch darauf dass sein Name gerufen wurde.
„ALBUS POTTER!“
So…jetzt könnt IHR entscheiden in welches Haus Albus kommt! Gryffindor? Oder doch Slytherin? Schreibt es einfach in die Kommentare! Ich bin gespannt! ;)
Lg
Hanna
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