
von Lily Luna Malfoy
Ginevra Weasley stand vor einem großen Spiegel und betrachtete sich selbst.
Heute war ihr großer Tag, heute Abend würde sie nicht mehr als Weasley einschlafen, heute Abend würde sie eine verheiratete Frau sein.
Sie war 27 Jahre alt, es war also nichts ungewöhnliches daran zu heiraten.
Das einzig Ungewöhnliche war der Bräutigam.
Die Hexenwoche hatte sich über sie und ihren bald Ehemann die letzten zwei Jahre ständig das Maul zerrissen.
Obwohl sie sich vom großen Retter der Zaubererwelt in aller Freundschaft getrennt hatte, waren immer noch viele Augen auf sie gerichtet.
Die Aufregung war groß gewesen, als man sie mit ihrem neuen Freund gesehen hatte.
Während ihrer Schulzeit hätte sie jeden ausgelacht, der gesagt hätte, dass sie ausgerechnet ihn heiraten würde.
Doch es hatte sich so viel verändert.
Plötzlich wurde Ginny aus ihren Gedanke gerissen, weil die Tür aufging und Hermine und Luna, ihre beiden Brautjungfern, hereinkamen.
Die Beiden waren fast aufgeregter als sie selbst und Hermine fragte gerade: „Hast du auch alles Ginny?“.
Diese sah an sich hinab und ging noch mal in Gedanken alles durch.
Etwas neues hatte sie dank dem Brautkleid, etwas altes hatte ihr ihre zukünftige Schwiegermutter in Form eines Colliers geschenkt, das Strumpfband war blau und von Hermine hatte sie ein wunderschönes Perlenarmband geliehen bekommen.
„Ja, ich habe alles!“, sagte Ginny glücklich.
„Dann werden wir jetzt deinen Vater holen gehen, in Ordnung?“, erwiederte Luna.
Ginny nickte nur, zu Worten war sie im Moment nicht fähig.
Als Arthur Weasley herein kam und seine einzige Tochter sah, stockte ihm kurz der Atem.
Sie war wunderschön.
Trotz allem verstand er nicht, was seine Tochter mit diesem jungen Mann wollte.
Er war zwar ganz sympathisch, aber trotzdem konnte man die Vergangenheit nicht vergessen. Seine Ehefrau sah das anders, sie liebte ihren Schwiegersohn in spe jetzt schon abgöttisch. Schließlich richtete Arthur sein Wort an Ginny und fragte: „Sollen wir losgehen, Liebes? Bist du dir wirklich absolut sicher?“.
Ginevra verdrehte innerlich die Augen, blickte ihrem Vater aber fest in eben diese und sagte: „Dad, wie oft denn noch? Ich liebe ihn und bin mir sicher! Das ist es was ich will“.
Arthur seufzte, ging aber nicht näher auf das Thema ein: „Nun gut, Ginny, wollen wir jetzt los? Draußen warten schon alle!“.
Die Rothaarige nickte, daraufhin nahm ihr Vater sie am Arm und gemeinsam gingen sie hinaus.
Ginny strahlte, als sie all die Menschen sah, die nur ihretwegen gekommen waren.
Sie sah Harry, Hermine, Luna, Blaise, Pansy, all ihre Brüder, den Rest ihrer Familie, sowie ihre Schwiegereltern und die Verwandtschaft ihres Zukünftigen.
Doch am meisten strahlte sie, als sie den Mann sah mit dem sie ihr restliches Leben verbringen wollte, der dort vorne am Altar auf sie wartete, der ein ehemaliger Todesser war, aber trotzdem der liebevollste Mensch den sie kannte.
Draco Malfoy!
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