
von Primrose
Als das bedrängende Gefühl, das immer beim Apparieren auftauchte nachließ, tauchte die majestätische Silhouette von Malfoy-Manor vor ihnen auf. Diana hasste das Apparieren schon seit ihr Vater es ihnen im Alter von 10 Jahren beigebracht hatte. Gemeinsam durchschritten sie das eiserne Doppeltor wie einen schwarzen Nebel, der sich hinter ihnen erneut verfestigte. Der breite Kiesweg war gesäumt von einer niedrigen Hecke, hinter der man den weitläufigen Park rund um das Anwesen erblicken konnte. „Hast du eine Ahnung warum er uns hierher komplimentiert hat?“, fragte Johanna stirnrunzelnd ihre Schwester. „ Ich bin genauso überfragt wie du!“ Und so stiegen sie die steinernen Stufen zum hölzernen Portal hinauf. In der Eingangshalle wurden sie von Nazissa empfangen, die sie hinunter in den Keller geleitete. Sie betraten ein großes Gewölbe, indem es noch nach dem Wein roch, der hier jahrhunderte gelagert hatte. Die Luft war kalt und muffig. Ihr Vater schaute ihnen erwartungsvoll entgegen. Sofort ließen sie sich auf die Knie fallen. Lord Voldemort kam seinen Töchtern eilig entgegen. „Erhebt euch.“, befahl er und schritt an das Kopfende des langen Tisches, der rechts neben ihnen stand.. Wortlos nahmen sie neben ihm Platz. Die Tür öffnete sich erneut und Bellatrix betrat das Gewölbe. „Ihr habt rufen lassen mein Herr und Gemahl?“, fragte sie mit gesengtem Kopf. „Setzt dich zu uns.“, gebot ihr Lord Voldemort. Nun ging Bellatrix schnell auf ihre beiden Töchter zu und umarmte sie. „Wie geht es euch? Hat man euch auch nicht erwischt?“, fragte sie besorgt. „Mum, wir haben das doch schon tausend mal gemacht!“, entgegnete Diana genervt. Mussten Mütter immer so besorgt sein? Sogar Todesser wie Bellatrix wurde von dieser Eigenschaft wohl nicht verschont. Doch als Voldemort zu sprechen begann verfielen sie wieder in Schweigen. „Meine Töchter. Ich habe euch herkommen lasse, weil ich einen äußerst wichtigen Auftrag für euch Habe. Ich hoffe ihr werdet ihn ehrenhaft ausführen!“ „Vater, du kannst dich auf uns verlassen.“, beteuerte Johanna. „Gut, es ist ein wichtiger Schritt im Kampfe gegen den Orden und Harry Potter! Es ist Zeit endlich unseren größten Trumpf in unseren Reihen auszuspielen. In den nächsten Wochen wird es eure Aufgabe sein Harry Potter genau zu beobachten. Dies wird mit der Zeit sehr wichtig sein für unsere weiteren Ziele!“ Diana und Johanna schauten sich über die Tischplatte hinweg an. Sie hatten sich oft gefragt warum sie nach Hogwarts gehen sollten, wo doch der Erzfeind ihres Vaters ebenfalls diese Schule besuchte! Nun ergab alles einen Sinn und sie gaben sich stillschweigend gegenseitig zu verstehen, dass sie ihren Vater nicht enttäuschen würden!
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