Leeres Orchester - Can´t keep my eyes off of you
von Pigwidgeon
Nervös zupfe ich am Saum meines schmucklosen schwarzen Tops herum, meine Hände sind unangenehm feucht und ich fühle mich auf meinen zehn Zentimeter hohen Absätzen wackelig und so unsicher auf den Beinen wie ein zu groß geratener Storch. Immer wieder fahre ich mir nervös mit den Fingern durch das ohnehin schon glatte Haar. Meine Mutter hätte mir längst einen Klaps auf die Hand gegeben und versucht mir unter aufgebrachten Gesten klar zu machen, dass mir wegen dieser „schrecklischen“ Angewohnheit noch einmal alle Haare ausfallen werden und dabei sehe ich doch so „‘übsch“ aus mit dem seidigen hellblondem Haar, das sie mir ganz nebenbei vererbt hat.
Auch wenn mir ganz furchtbar übel ist und ich das Gefühl habe, mich gleich auf meine hübschen Riemchensandaletten übergeben zu müssen, muss ich unwillkürlich grinsen. Was meine Mum wohl von dieser Aktion halten würde? Ich sehe sie genau vor mir, fassungslos, händeringend, beschämt und so umwerfend schön und perfekt gestylt wie immer. Mein Lächeln wird breiter und es geht mir tatsächlich ein klein wenig besser.
Ich hätte nie für möglich gehalten, dass er es so schwer sein würde, dass es mich so viel Überwindung kosten würde.
Nur am Rande nehme ich den Gesang der jungen Frau wahr, die in einem eleganten rosa Cocktailkleid auf der Bühne steht und mit ihrer hübschen Stimme die Besucher der überfüllten Karaokebar für sich einnimmt. Aufgeregt spähe ich hinter dem roten Samtvorhang hervor, der den engen, muffigen Raum hinter der Bühne von den Blicken der Gäste abschirmt.
Mit stockt der Atem als ich sehe, dass inzwischen jeder der runden Holztischchen bis auf den letzten Platz besetzt ist und sich die Menschen an der Cocktailbar bereits in Zweierreihen für Getränke anstellen müssen. Die Stimmung ist ausgelassen und man sieht überall lachende Gesichter zwischen den eng gedrängten Leuten aufblitzen. Bis auf die mit Scheinwerfern auffällig ausgeleuchtete Bühne und die schwache Beleuchtung über der Theke, ist das Licht vollständig gelöscht worden, was dem Raum eine entspannte Gemütlichkeit verleiht. Irgendwo in der Menge sitzt er, da bin ich mir ganz sicher. Er verbringt schließlich jeden Samstagabend mit seinen Freunden in dieser Bar.
Ich wünsche, ich könnte mich einfach nur unter die Gäste mischen, diesen idiotischen Plan vergessen und vielleicht sogar etwas Spaß haben, ein Gespräch mit einem netten Studenten anfangen oder so. Es wäre wahrscheinlich die weitaus bessere Entscheidung und sicher nicht halb so unangenehm. Einfach, unkompliziert und… so unglaublich feige.
Mit einem frustrierten Seufzen ziehe ich mich wieder hinter den schweren Vorhang zurück und versuche meine angespannten Nerven zu beruhigen.
Was soll schon Schlimmes passieren?, werfe ich unbekümmert in den Raum.
Ich könnte höchstens stolpern, überlege ich und das ist nun wirklich nicht so schlimm. Aber wenn ich wirklich stolpere und hinfalle? Das wäre ziemlich peinlich und vernichtend, was meinen genialen Plan angeht, aber ich werde schon nicht stolpern. Oder von der Bühne purzeln, das werde ich auch ganz sicher nicht. Allerdings könnte ich den Text vergessen oder so grausam schlecht singen, dass die Leute mich auslachen. Oder gehen. Ist es möglich, dass ich so schlecht singe, dass die Leute gehen? Ich würde die Besitzer um das Geschäft eines ganzen Abends bringen.
Na gut, dann gibt es eben doch eine Menge Sachen, die schiefgehen könnten.
Mir wird mit einem Mal ganz flau im Magen und mein Atem geht flach und viel zu schnell. Ich bin noch nie besonders gut in sowas gewesen - selbst in der Schule habe ich immer leichte Panikattacken bekommen, wenn ich vor der Klasse frei sprechen musste. Was bei Merlins grüngepunkteten Seidenboxershorts hat mich dazu geritten herzukommen und mich für einen Song einzutragen? Ich weiß ja noch nicht mal genau, ob Teddy wirklich hier ist und was mein Auftritt bei ihm auslösen wird.
Vielleicht will er mich gar nicht sehen, vielleicht verletzt ihn mein idiotischer Einfall sogar noch mehr, vielleicht mache ich alles nur noch schlimmer, als es ohnehin schon ist.
Die Sängerin auf der Bühne singt einen herzzerreißend hohen, aber dennoch klangvollen Ton, den sie langsam und bedächtig aufbaut und dann gefühlvoll ausklingen lässt. Die Musik ebbt ab und ohrenbetäubender Applaus und begeisterte Pfiffe erfüllen den Raum auf der anderen Seite des Vorhangs. Ich bin wie gelähmt.
Das Klatschen und Rufen hält noch einige Momente lang an und besonders die Männer scheinen von der hübschen Brünetten angetan zu sein. Ich beginne mit mechanischen Bewegungen meine Haare grob mit den Fingern durchzukämmen und reiße mir dabei immer wieder ausversehen einzelne weißblonde Härchen aus. In diesem Punkt scheint meine Mutter wohl doch nicht ganz so falsch zu liegen.
Als ich federnde Schritte auf den Stufen neben mir höre, drehte ich mich überrascht um die eigene Achse und blicke in das vor Stolz leuchtende Gesicht des Mädchens, das mit ihrer engelsgleichen Stimme so unsagbar schöne und klare Töne erzeugen kann. Sie ist ziemlich hübsch, ihre Augen sind dunkel und riesig und von dichten schwarzen Wimpern umrahmt, ihre Haut ist leicht gebräunt und beim Lächeln entblößt sie eine Reihe perfekt weißer Zähne.
„Ich habe vorher noch nie vor so vielen Menschen gesungen“, haucht sie und lächelt mich strahlend an. „Es war einfach wundervoll!“
„Aha“, erwidere ich nur und starre an ihr vorbei auf die hell erleuchtete Bühne. Dahinter ist es ruhiger geworden und unter den Gästen entspringen allmählich wieder angeregte Unterhaltungen. Zwischen den Auftritten gibt es immer ein bis zwei Minuten Pause, um das Gehörte zu verarbeiten. Viel Zeit bleibt mir also nicht.
Das Mädchen mit den lockigen braunen Haaren mustert mich mit erwartungsvoll erhobenen Augenbrauen und zusammengekniffenem Mund. Wahrscheinlich erwartet sie Lob von mir, Begeisterung, eine Umarmung vielleicht? Ich zwinge mich zu einem bewundernden Lächeln, doch eigentlich würde ich ihr lieber mit meinem Keilabsatz auf die zierlichen Füßchen treten, einfach nur weil sie ein um Beifall heischendes Püppchen ist und ich gezwungen bin etwas zu tun, was ich eigentlich gar nicht will.
„Du warst echt toll“, presse ich hervor, nicht sehr überzeugend, aber ihr scheint es zu genügen.
„Dankeschön“, sagt sie überglücklich und wagt es doch tatsächlich mir freundschaftlich um den Hals zu fallen. Ich lasse es geschehen, was sollte ich auch sonst tun? Ein gezielter Schlag in ihr hübsches Gesicht würde sicher unschöne Konsequenzen mit sich ziehen.
Als sie sich endlich wieder von mir löst, lächelt sie mich warm an. „Du wirst sicher auch ganz toll sein“, verspricht sie voller Zuversicht. „Ich drück dir ganz fest die Daumen“
„Das ist aber lieb von dir“, sage ich zuckersüß und setzte gleich noch einen drauf. „Aber so gut wie du könnte ich niemals singen“
In diesem Punkt möchte sie mir nicht wiedersprechen.
„Ach du brauchst dir keine Sorgen zu machen“, flöhtet sie. „Es geht schließlich nur um den Spaß!“
Ihr Lächeln ist inzwischen so breit, dass ihre Ohren das einzige sind, das sie daran hindert im Kreis zu grinsen. „Wenn du magst können wir nach deinem Auftritt noch was zusammen trinken. Ich bin mit meinen Freundinnen hier und sie würden dich sicher gern kennenlernen“
„Klar“, sage ich und versuche ihr Strahlen genauso enthusiastisch zurück zu werfen.
„Das wird bestimmt ganz ganz toll!“
In diesem Moment stimmt die Musik an, leise und sanft. Ich fahre erschrocken zusammen und mein Herz setzt einen Schlag aus, nur um kurz darauf wild gegen meine Brust zu hämmern. Das hier ist der Moment im Horrorfilm, wo alle Leute im Kinosaal dem dummen naiven Mädchen am liebsten zurufen würden, sie solle umkehren und bloß nicht so etwas schrecklich Unüberlegtes und Dämliches tun.
„Beeil dich lieber!“, drängt mich meine neue beste Freundin. „Sonst verpasst du noch deinen Einsatz. Ach ja, ich bin übrigens Ashley“
Ashley! - wie überaus passend.
Jetzt ist es also soweit, schießt es mir durch den Kopf und ich setze nervös einen Fuß auf die erste Stufe, die hinauf auf die Bühne führt. Meine Knie fühlen sich an wie warmes Gummi und ich kämpfe hart gegen den Drang an, einfach auf dem Absatz kehrt zu machen, die überfüllte Bar zu verlassen und den Abend, an dem ich es FAST getan hätte, für immer aus meinem Gedächtnis zu streichen. Feigheit klingt mit einem Mal ziemlich verlockend.
Vic, jetzt reiß dich aber mal zusammen!
Es gibt kein Zurück mehr, also bleibt mir nichts anderes übrig, als das Beste daraus zu machen. Tapfer straffe ich die Schultern und hebe leicht das Kinn, nicht so hoch, dass ich arrogant wirke, sondern eher so als wäre ich selbstbewusst und fest entschlossen. Brust raus, Bauch rein, dennoch perfekt gerader Rücken. Mum wäre sicher begeistert von meiner Körperhaltung.
Betont lässig und gefasst erklimme ich die letzte Stufe und gehe zielstrebig auf das einsame, silberne Mikrofon zu, das am vorderen Rand der Bühne seinen Platz hat. Die Version des Songs, die ich dem DJ gegeben habe, hat zum Glück ein auffallend langes Intro, also brauche ich mich nicht sonderlich zu beeilen. Erleichtert bemerke ich, dass das dunkelgraue Linoleum unter meinen Füßen wunderbar eben und glatt ist, sodass keine Stolpergefahr besteht.
Meine Augen brauchen einen Augenblick, um sich nach dem schummrigen Licht der kleinen Abstellkammer an das grellweiße Scheinwerferlicht zu gewöhnen. Jenseits der kleinen, von dunkelroten Theatervorhängen gerahmten Bühne, richten sich alle Augen erwartungsvoll auf mich. Die kleinen runden Tische, um die die Barhocker scheinbar willkürlich in Anzahl und Abstand verteilt worden sind, nehmen den Großteil des Raumes ein. Die Leute, die keine Sitzplätze mehr bekommen haben, drängen sich in Grüppchen an die schwarzgetäfelten Wände und die beleuchtete Cocktailbar am anderen Ende des Raumes ist hinter den Menschen, die Getränke balancieren oder drängelnd versuchen an die Theke zu gelangen, kaum noch zu erkennen. Es scheint fast so, als hätte es ganz London an diesem Abend in unsere Karaokebar gezogen.
Irgendwo da unten sitzt er. Mein Teddy. Ich kann mir sein verdutztes Gesicht nur allzu lebendig vorstellen. In heller Aufregung lasse ich den Blick über die vielen vollbesetzten Tische schweifen und suche nach ihm, mein Herz schlägt mir bis zum Hals.
Dann plötzlich habe ich ihn gefunden, sein Gesicht sticht aus der Menge hervor wie ein hell leuchtender Stern in der Nacht. Das zerzauste manganblaue Haar fällt ihm weich in die Stirn und auf seinem markant männlichen Gesicht spiegeln sich so viele verschiedene Gefühlsregungen wider, dass es schwierig ist nachzuvollziehen, was er tatsächlich von meinem unerwarteten Auftauchen hält. Normalerweise kann ich sein Gesicht lesen wie ein Buch, doch heute schwappen die unterschiedlichsten Gefühle in Wellen über seine Züge und lassen nur verschwommen erkennen, was wirklich in ihm vorgeht.
Überraschung, Unglaube, Entsetzen.
Panik, Unentschlossenheit, Neugierde.
Nervosität, Interesse, Erwartung.
Ein Lächeln. Zaghaft und unsicher, eine stumme Frage.
Dieses eine kleine Lächeln, dieses kaum merkliche Zucken seiner Mundwinkel genügt, um alle Zweifel einfach wegzuwischen, um mir aufzuzeigen, dass es da etwas gibt, für das es sich zu kämpfen lohnt. Die Welt verschwimmt vor meinen Augen zu einer nichtssagenden, unwichtigen Pampe und für einen kurzen verzauberten Moment lang gibt es nur noch ihn und mich und die sanft flüsternde Musik, die leise im Hintergrund läuft, wie unsere persönliche Titelmelodie. Ich lächele ganz selbstverständlich.
Ich spüre das Lächeln auf meinen Lippen, in meinen Augen, jede Faser meines Körpers ist erfüllt davon. Alles wird wieder gut werden, das weiß ich jetzt. Ich höre, rieche, schmecke, sehe und fühle es. Heute mache ich ausnahmsweise mal keine Fehler.
Kräftigere Gitarrenklänge mischen sich unter die sanfte Musik und machen mich unmissverständlich darauf aufmerksam, dass mir nur noch wenige Sekunden bis zu meinem großen Auftritt bleiben. Also schließe ich die Augen und vergesse das gleißende Scheinwerferlicht, das mich blendet, vergesse die vielen Menschen, die mich anstarren, vergesse einfach die Welt im Allgemeinen und meine kleine Bühne im Besonderen. Alles was wirklich zählt ist Teddy. Teddy und der Song, den ich für ihn singe.
You cut me down a tree and brought it back to me
And that's what made me see where I was going wrong
You put me on a shelf and kept me for yourself
I can only blame myself, you can only blame me
Ich schlage die Augen auf und sieh da - niemand ist gegangen. Einige lächeln sogar und tauschen anerkennende Blick mit ihren Tischnachbarn. Sie scheinen mich tatsächlich zu mögen, was nicht einmal am Alkohol liegen muss, denn soweit ich das beurteilen kann, bin ich gar nicht mal schlecht. Nicht so perfekt wie unser kleines Goldkehlchen Ashley, aber schämen muss ich mich ganz sicher nicht. Meine Stimme ist hell und klar und die Töne treffe ich so sicher als wären sie nur für mich gemacht worden.
Sofort hefte ich den Blick auf Teddy, gespannt wie er auf meine Songauswahl reagiert und mein Herz macht einen übermütigen Hüpfer als sich ein ganz wunderbar schiefes Lächeln auf sein Gesicht malt. Er weiß es noch!, jubelt mein vergnügt umher tanzendes Herz und scheucht mit seinen wilden Sprüngen sämtliche Schmetterlinge auf, die aufgeregt mit den kleinen Flügeln in meinem Bauch herum flattern.
And I could write a song a hundred miles long
Well that's where I belong and you belong with me
And I could write it down or spread it all around
Get lost and then get found or swallowed in the sea
Damals saß ich neben ihm auf den angenehm kalten Ledersitzen seines brandneuen quitschgelben Cabriolets, er hatte das Verdeck geöffnet und die warme Abendluft peitschte mir das Haar ins Gesicht. Der Abend unseres dritten wirklich offiziellen Dates. Ich erinnere mich nicht mehr an den Film, den wir gesehen haben oder welche Knabbereien er mir spendiert hat, doch eines weiß ich genau: dies war der Abend an dem es endgültig um mich geschehen war, an dem ich mich hoffnungslos in ihn verliebt habe. Wir haben so viel gelacht, gelächelt, uns verliebt in die Augen gesehen und jedes andere kitschige Klischee gewissenhaft ausgelebt. Auf dem Heimweg legte er seinen Arm um mich und strich immer wieder gedankenverloren mit dem Daumen über meine nackte Schulter. Obwohl er nur eine Hand am Lenkrad hatte und immer wieder die Straße aus den Augen ließ, nur um mich lächelnd von der Seite zu betrachten, fühlte ich mich bei ihm so sicher wie vielleicht noch nie in meinem ganzen Leben. Im Radio wurde unser Song gespielt, der Song den ich jetzt für ihn singe.
You put me on a line and hung me out to dry
Darling that's when I decided to go to see you
You cut me down to size and opened up my eyes
Made me realize what I could not see
Der Song passt so perfekt, dass ich das Gefühl habe, er würde nur uns gehören.
Geschrieben für genau diesen Moment.
Er erzählt eine Geschichte, die meinem persönlichen Drama nicht ganz unähnlich ist.
Fehler, die begangen worden sind.
Falsche Entscheidungen, die jemand kopflos gefällt hat.
Missverständnisse, die das Vertrauen rauben und für Streit und Enttäuschung sorgen.
Eine neue Sicht auf die Dinge. Fehler erkennen und zugeben. Der Versuch falsche Entscheidungen rückgängig zu machen. Missverständnisse aus der Welt schaffen und ein Gerüst zum Wiederaufbau des Vertrauens errichten. Bedauern. Eine ehrliche, aufrichtige Entschuldigung und das Versprechen, an sich zu arbeiten, an seinen Fehlern zu wachsen.
Damals an jenem wundervollen Abend, der in meiner Erinnerung noch immer rosa leuchtet und glitzert, haben wir aufmerksam dem Song im Radio gelauscht. Wir kannten ihn beide nicht, doch wussten sofort, dass er etwas Besonderes ist. Als der letzte Ton verklungen war, nahm Teddy ganz selbstverständlich meine Hand und sah mir in die Augen, sein Blick war voller Liebe und Hingabe.
„Ich hoffe, ich stelle niemals etwas so Schlimmes an, das ich mit diesem Song bei dir zu Kreuze kriechen muss!“, hat er grinsend gesagt und kurz und zärtlich meine Hand gedrückt.
And I could write a book, the one they'll say that shook
The world and then it took, it took it back from me
And I could write it down and spread it all around
Get lost and then get found and you'll come back to me
Not swallowed in the sea, ooh ah
Ich lasse ihn nicht eine Sekunde aus den Augen und nehme jedes winzige Detail gierig in mich auf. Sein warmes, natürliches Lächeln, das Funkeln in seinen dunklen Augen, die kleinen Grübchen, die sich auf seinem Gesicht abzeichnen. Was würde ich nicht alles dafür geben, jetzt in seinen Kopf schauen zu können. Zu sehen was er sieht, zu fühlen was er fühlt.
Ich frage mich, ob meine Botschaft bei ihm ankommt. Der Song ist meine Botschaft und jede Strophe, jede Zeile und jedes Wort ist wahr. Die Stimme meines Herzens, das zwar eigentlich einfach nur ein labberiges Organ ist und Blut durch meinen Körper pumpt, doch leider immer noch viel mehr von der Liebe und meinen Gefühlen versteht, als ich selbst. Irgendwie beunruhigend.
Ich glaube aber, er versteht es. Wenn es jemanden auf dieser Welt gibt, der mich auch ohne Worte verstehen kann und mich selbst mit geschlossen Augen noch immer sieht, dann Teddy.
Liebe, die aus Freundschaft entspringt, knüpft oft stärkere Bande als die unerwartete Liebe-auf-den-ersten-Blick-Liebe, die einen halb um den Verstand bringt und die Welt verzerrt, sodass man sich unweigerlich wie der letzte Troll verhält. Das zwischen uns hat sich langsam und beharrlich entwickelt, ist zu etwas Großem herangewachsen und in den schönsten Farben erblüht, so hell, so bunt und so wundervoll, besser als ich je zu träumen gewagt hätte.
Es darf einfach nicht vorbei sein. Allein der Gedanke daran bricht mir das Herz, zerrsprengt es einfach in tausend winzig kleine Splitter, wie einen Eiszapfen.
And I could write a song a hundred miles long
Well that's where I belong and you belong with me
The streets you're walking on, a thousand houses long
Well that's where I belong and you belong with me
So wie ich hier auf der Bühne stehe und wie ein bis über Ohren verliebter Teenager meinen Ex-freund ansinge, komme ich mir allmählich so vor, wie in einer dieser schrecklichen Muggel-Liebeskomödien, die meine Cousine Lily so unglaublich liebt. Ich kann nicht sagen wie viele Male sie mich schon unter großem Protest ins Kino gezerrt hat, weil mal wieder ein neuer Film anlief, der natürlich noch romantischer, noch kitschiger und noch vorhersehbarer war als alle bisherigen. Nennt mich unromantisch, nennt mich einen Zyniker, aber ich konnte diesen Filmen noch nie etwas abgewinnen. Es ist immer exakt dasselbe, die gleiche Geschichte nur mit neuen Gesichtern. Das ungleiche Paar trifft durch einen lustigen, auffallend zufälligen Zufall aufeinander, sie verbringen Zeit miteinander, verlieben sich und dann kommt für gewöhnlich der große Knall - ein mittelgroßer Streit, ein Missverständnis, eine unheilvolle Wendung, die die zwei Liebenden auseinanderreißt und in verschiedene Richtungen zerrt. Nach ewigem hin und her erkennen sie schließlich, dass sie ohne den anderen nicht mehr leben können und damit sie nicht für den Rest ihres Lebens heulend auf dem Sofa sitzen und Eis futtern müssen, entschuldigen sie sich in einer rührenden Szene mit herzzerreißender Hintergrundmusik bei ihrem Schatz und endlich - nach schier endlosen eineinhalb Stunden voller Augenverdrehen und unterdrücktem Gähnen - kommt das große Happy End; Kuss und Schluss. Immer dasselbe. Jedes verdammte Mal!
Allerding lässt sich nicht leugnen, dass es irgendwie Spaß macht, wenn man selbst mittendrin steckt und ich gegen den Happy End-Kuss absolut nichts einzuwenden hätte.
Oh what good is it to live with nothing left to give
Forget but not forgive, not loving all you see
Oh the streets you're walking on a thousand houses long
Well that's where I belong and you belong with me
Not swallowed in the sea
Eine letzte Strophe bleibt mir noch. Eine letzte Strophe in der ich theatralisch, romantisch und so vollkommen neben der Spur sein darf, wie die Mädchen aus den Filmen. Eine letzte Chance Teddy mein labberiges, blutgetränktes Herz zu schenken und ihm zu zeigen, dass er mir fehlt, dass es mir leid tut und ich ihn brauche, so sehr brauche, dass es mich von innen heraus zerreißt und wieder zusammenflickt, nur um mich kurz darauf wieder auseinander fallen zu lassen.
Die Musik hat mir geholfen, hat mich getragen und schweben lassen. Der Song hat mir die richtigen Worte in den Mund gelegt. Ich weiß nicht wie es weitergehen soll, wenn da niemand mehr ist, der mich trägt und mir die passenden Worte zuflüstert, wenn es keinen doppelten Boden mehr gibt und ich ganz auf mich allein gestellt bin. Wenn ich einfach nur noch ich selbst bin.
Teddy sieht mich unverwandt an. Zwischen seinen Augen hat sich eine kleine, senkrechte Falte den Weg an die Oberfläche gebahnt, so unbedeutend, so unscheinbar, doch für mich sogar aus dieser Entfernung gut zu erkennen. Auch sein Lächeln hat sich verändert, es wirkt nun etwas unsicher, irgendwie nachdenklich und geht leicht ins Gequälte über. Ich kann diesen Ausdruck nicht deuten und das beunruhigt mich, sämtliche Alarmglocken in meinem Kopf schlagen zu einem lautlosen Warnsignal an. Es fällt mir plötzlich unglaublich schwer zu lächeln und doch wage ich nicht damit aufzuhören. Vielleicht ist ein Lächeln, ein ehrliches, optimistisches, bezauberndes Lächeln, genau das, was ihm hilft mich zu verstehen und mir zu vergeben. Mir bleibt nichts anderes, als weiterzumachen, durchzuhalten und zu hoffen.
You belong with me, not swallowed in the sea
Yeah, you belong with me
Not swallowed in the sea
Ich schließe die Augen und horche den letzten sanften Klängen der Musik, sie umspülen mich wie seichtes Wasser und ich lasse mich treiben, lasse mich einfach von ihnen davontragen. Als ich den tosenden Applaus höre, atme ich erleichtert auf und genieße das Gefühl, das einen so wunderbar warm durchströmt wenn man erkennt, dass man etwas richtig gemacht hat, dass man bewundert und umjubelt wird. Es hätte schlimmer sein können. Ich hätte stolpern können, von der Bühne purzeln oder den Text vergessen, aber nichts von alledem ist geschehen. Erwartungsvoll schlage ich die Augen auf, neugierig auf seinen Gesichtsausdruck und erlebe eine herbe Enttäuschung.
Teddys Platz ist leer. Verzweifelt lasse ich den Blick über sämtliche Tische schweifen, in der Hoffnung ihn vielleicht einfach nur übersehen zu haben. Etliche verwunderte und teilweise sogar sorgenvolle Gesichter blitzen kurz vor meinen Augen auf, doch keines von ihnen hinterlässt bleibenden Eindruck. Er ist nicht mehr da. Einfach gegangen.
Diese Erkenntnis trifft mich so hart wie eine Faust in den Magen, zieht mir einfach den Boden unter den Füßen weg und ich falle, stürze ungebremst in den schwarzen Abgrund. Heiße Tränen sammeln sich schwer und feucht in meinen Augen und drohen über die Ufer zu treten, doch ich halte sie eisern zurück. Ich werde nicht weinen. Jedenfalls nicht vor so vielen Leuten.
Ich werfe einen letzten verstörten Blick auf den einsamen Barhocker, ehe ich mich abwende und fluchtartig die Bühne verlassen. Sollen sie doch alle denken, was sie wollen.
In der kleinen Kammer hinter der Bühne umfängt mich wohltuende Dunkelheit und ich kann den Tränen endlich freien Lauf lassen, in dünnen Rinnsalen fließen sie mir die Wange hinab und hinterlassen brennende Schlieren auf meinem ungewöhnlich kalten Gesicht. Haltsuchend lehne ich mich neben eine Kiste, vollgestopft mit glitzernden Girlanden, an die kahle Wand und wische mir energisch mit dem Handrücken über die Augen. Dass ich dabei mein Makeup verwische ist mir im Moment vollkommen gleichgültig. Er ist gegangen. Es war alles umsonst.
Es fühlt sich an, als würden sich hunderte winzig kleine Eissplitter in mein Herz bohren, nicht tief genug um mich zu töten, aber trotzdem so tief, dass es mir höllische Schmerzen bereitet. Die Schmetterlinge rieseln starr und stumm zu Boden.
Plötzlich teilt sich der rote Vorhang und ein junger Mann betritt den gedrängten Raum. Sein braunes, verwuscheltes Haar hängt ihm lässig in der Stirn, er hat ein recht hübsches Gesicht und trägt eine dunkle Brille mit großen, dicken Gläsern. Als er mich im schwachen Licht erkennt, stoppt er und starrt mich verwundert an. Ich kann es ihm nicht verübelt, denn wahrscheinlich sehe ich mit meinem verlaufenen Makeup aus wie ein übernächtigter Zombie.
„Ich bin sofort weg“, sage ich matt. Meine Stimme klingt brüchig und erstickt.
Der junge Mann, vermutlich ein Student, nickt langsam und mustert mich besorgt. Ich streiche mir beschämt das Haar zurück und trockne meine tränennassen Wangen mit den Fingerspitzen.
„Ist alles in Ordnung?“, setzt mein Gegenüber vorsichtig an. Witzbold. Sehe ich etwa so aus, als wäre alles in Ordnung? Am liebsten würde ich schreien, um mich schlagen, mit den blöden, hässlichen Glitzergirlanden nach ihm werfen, doch ich besinne mich eines Besseren. Dieser Typ hat keine Ahnung was mit mir los ist. Er hat weder Schuld an meiner Situation, noch könnte er irgendetwas ändern. Er ist einfach nur irgendein Typ, der sich Sorgen um mich macht, obwohl er mich gar nicht kennt. Plötzlich empfinde ich einen jähen Anflug von Sympathie für diesen Fremden.
„Ist schon ok“, versichere ich ihm deshalb leise und versuche zu lächeln, was mir allerdings nicht so ganz gelingen will. Mitleid spricht aus dem Blick, den er mir zuwirft.
„Du hast echt gut gesungen“, bemerkt er in einem schwachen Aufmunterungsversuch und rückt unsicher seine Brille zurecht.
„Danke“, murmele ich und schiebe mich an ihm vorbei zum Vorhang. Er ist süß, ohne Frage. Und genau aus diesem Grund kann ich keine Minute länger mit ihm in diesem Raum verbringen. Seine offene und doch etwas unbeholfene Art und Weise mit wildfremden Menschen umzugehen erinnert mich an Teddy.
„Viel Glück“, wünsche ich ihm im Vorbeigehen und dann schlüpfe ich auch schon durch den schmalen Spalt im Vorhang. Ich will einfach nur noch nach Hause, mich unter meiner Bettdecke zusammenkauern und weinen, solange bis ich leergeweint bin. Außerdem will einen Eimer voll Eis, genau so einen, wie die Mädchen in den Filmen immer haben und ich will…
„Victoire“
Eine Stimme durchbricht den allgemeinen Lärmpegel und bringt mit ihrem warmen, melodischen Klang die kalten Eisspitzen in meinem Herzen zum Schmelzen. Eine Stimme, die alle Wunden heilt.
Eine Stimme so vertraut, dass sie meinen geliebten Schmetterlingen neues Leben einhaucht.
„Teddy?“
Wie angewurzelt bleibe ich stehen und suche die nähere Umgebung mit großen, ungläubigen Bambiaugen nach ihm ab. Neue Hoffnung keimt in mir auf. Er lehnt nicht weit von mir mit lässig vor der Brust verschränkten Armen an der Wand und mustert mich mit unergründlicher Miene. Das tiefblaue Haar fällt ihm in wirren Locken in die Stirn und seine dunklen unergründlichen Augen erwidern ruhig meinen Blick. Er hat auf mich gewartet. Mein Herz pocht schnell und kräftig gegen meinen Brustkorb. Immer schneller, immer kräftiger.
„Du hast geweint“, bemerkt er nach einigen Wimpernschlägen ehrlich betroffen und betrachtet mit leicht gerunzelter Stirn mein Gesicht. Stille Sorge blitzt in seinen Augen auf. „Ist alles in Ordnung?“
Ich nicke zögerlich und fahre beschämt mit den Fingerspitzen über meine verräterisch klebrige Haut. Teddy zieht zweifelnd eine Augenbraue hoch, stößt sich von der Wand ab und ist mit nur drei langen Schritten bei mir angelangt. Plötzlich ist er mir so nah, dass ich seinen Atem auf meinem Haar spüren kann. Nachdenklich sieht er auf mich herab, ein trauriges Lächeln umspielt seine Züge. Sehnsüchtig streicht mein Blick über seine hohen, ausgeprägten Wangenknochen, über die gerade Nase, die schmalen Lippen und bleibt an seinen dunkelblauen, von dichten tiefschwarzen Wimpern umrahmten Augen hängen. Wimpern, für die manch ein Mädchen einen Mord begangen hätte. Augen so vertraut, so tief und undurchsichtig, dass man am liebsten in ihnen versinken und nie wieder auftauchen möchte. Alles in seinem Gesicht wirkt wie in festen, perfekt glatten Stein gemeißelt und dennoch sanft und liebevoll, nahezu weich.
„Ich dachte, du seist gegangen“, setze ich beklommen an und weiche verlegen seinem Blick aus.
„Plötzlich konnte ich dich nicht mehr sehen. Du warst einfach weg“
Teddys Augen weiten sich kaum merklich und er schnappt überrascht nach Luft, unbewusst verringert er den Abstand zwischen uns. Zaghaft legt er eine Hand an meine Wange und streicht mit dem Daumen sanft über meine Haut, zwingt mich mit zärtlicher Entschlossenheit dazu, in seine Augen zu sehen.
„Wir gehören also zusammen?“, fragt er mit einem so herrlichen schiefen Lächeln auf den Lippen, dass mir ganz warm ums Herz wird. „Und ich soll nicht vom Meer verschluckt werden?“
Ich spüre wie mir die Röte heiß und unverkennbar in die Wangen steigt, gleichzeitig muss ich grinsen. So ist das immer, wenn ich mit ihm zusammen bin. Mit einem einzigen Satz, manchmal auch nur einem Wort, bringt er mich zum Lächeln.
„Der Song war zu dick aufgetragen, nicht wahr?“
„Kommt ganz drauf an“, erwidert er nachdenklich und sieht mir eindringlich in die Augen. „Hast du es ernst gemeint?“
„Jedes Wort“ Meine Stimme ist kaum mehr als ein Flüstern und ich verliere mich für einen kurzen, endlosen Moment lang in seinen wundervollen blauen Augen.
„Dann, meine Süße, war das genau richtig dick aufgetragen“
Lächelnd umfasst er mein Gesicht mit den Händen, hält es so vorsichtig und behutsam, wie einen Schatz, den er aus dem Wasser gefischt hat, bevor die Flut ihn mit sich davon spülen konnte. Mein Atem geht flach und stoßweise. Er ist nun so nah, dass ich seine Wärme auf meinen Lippen spüren kann und sich unser Atem vermischt, mit jedem Atemzug nehme ich einen Teil von ihm in mich auf. Es fällt mir plötzlich unglaublich schwer auch nur einen klaren Gedanken zu fassen. Wenn sich einer von uns nur einen Zentimeter bewegt, berühren sich unsere Lippen.
„Heißt das, du verzeihst mir?“, wispere ich, doch er lacht nur leise und dann verschmelzen unsere Lippen miteinander. Erst jetzt wird mir richtig bewusst wie sehr er mir gefehlt hat, wie sehr mir seine warmen, zärtlichen Hände gefehlt haben, die sanft über mein Haar streichen und seine Lippen! Warm, weich, perfekt, so himmlisch, einfach Teddy. Sein Kuss erfüllt mich mit Wärme und Licht, lässt meinen Puls in schwindelnde Höhen aufsteigen. Ein Gefühl wie Singen und Tanzen, Schwimmen im Ozean oder Fliegen hoch über den Wolken. Alles zusammen und doch nichts davon. Besser.
Ich wünschte, jemand würde die Zeit anhalten, sie einfach einfrieren.
Genau jetzt und für immer.
Ich könnte ewig so weitermachen, ohne jemals genug von ihm zu bekommen. Ihn küssen, küssen, küssen, bis an den Rest meines Lebens und dann mit einem glückseligen Lächeln auf den Lippen sterben. Wäre da nicht diese nicht ganz so unbedeutende Tatsache, dass man essen muss und trinken und atmen. Viel zu schnell löst er sich wieder von mir. Sein Atem geht flach und viel zu schnell, seine dunklen Augen glänzen geheimnisvoll und auf seinem Gesicht breitet sich dieses wundervolle schiefe Lächeln aus. Ein Lächeln, das photographiert und eingerahmt werden sollte, oder in einem Museum ausgestellt. Man sollte T-Shirt damit bedrucken und Wände tapezieren.
Merlin bin ich froh, dass niemand meine Gedanken hören kann.
Um uns herum wird es plötzlich stiller, die vereinzelten Unterhaltungen werden unterbrochen und alle Besucher der Bar fixieren erwartungsvoll die Bühne. Der Gruppenzwang siegt und auch wir folgen neugierig ihren Blicken. Ein gut aussehender junger Mann mit schokoladenbrauner Sturmfrisur und großer Brille nimmt seinen Platz am vorderen Rand der ein und schenkt seinem Publikum ein unsicheres Lächeln. Er rückt sein Mikrofon zurecht und lauscht konzentriert der Musik, wartet auf seinen Einsatz und beginnt zu singen.
What day is it? And in what month?
This clock never seemed so alive
I can't keep up and I can't back down
I've been losing so much time
'Cause it's you and me and all of the people with nothing to do
Nothing to lose
And it's you and me and all other people
And I don't know why, I can't keep my eyes off of you
Er hat eine schöne Stimme, tief und dennoch weich.
Eine Stimme, die Mädchenherzen zum Schmelzen bringt.
Teddy und ich tauschen einen kurzen Blick, der mehr zu sagen scheint als tausend Worte und fangen beide an zu lachen. Völlig unvermittelt, unbegründet und selbstverständlich. Einfach, weil der Song so perfekt ist. Perfekt für diese Situation, für genau diesen Augenblick, perfekt für uns. Die Leute im Umkreis müssen uns für verrückt halten, aber das ist nicht weiter wichtig, weil es sich einfach so richtig anfühlt. Es ist einer dieser besonderen Momente in denen die Welt aufhört sich zu drehen und man sich fühlt als könnte man schweben, als wäre man unsterblich.
Wenn man genauer darüber nachdenkt, ist es faszinierend wie viele verschiedene Emotionen ich heute schon durchlebt habe. Mehr als manchmal in einer ganzen Woche! Von Nervosität und unsicherer Entschlossenheit über Erleichterung, Freude und plötzlich aufkeimende Zweifel, bis hin zu Verzweiflung und Trauer, um schließlich in einer wahren Explosion aus Glückseligkeit und Liebe zu enden. Habe ich vielleicht sogar noch etwas vergessen? Bis heute hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass ein einzelner Mensch so viele verschiedene Dinge innerhalb von so kurzer Zeit fühlen kann, doch ich wurde eines besseren belehrt.
Teddy verschränkt mit einem verheißungsvollen Lächeln seine Finger mit meinen und sieht mir tief in die Augen, unsere Blicke verflechten sich zu einem dichten Netz aus Hoffnungen, Wünschen und Träumen. Zärtlich erwidere ich den Druck seiner Hand und gebe ihm ein wortloses Versprechen.
Cause it's you and me and all of the people with nothing to do
Nothing to lose
And it's you and me and all other people
And I don't know why, I can't keep my eyes off of you
and me and all other people with nothing to do
Nothing to prove
And it's you and me and all other people
And I don't know why, I can't keep my eyes off of you
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Wenn euch meine kleine Geschichte gefallen hat, oder auch nicht, wenn ihr Verbesserungsvorschläge, Anmerkungen oder vielleicht sogar ein Lob für mich habt, wenn ihr einfach mal schnell sagen wollt, wie ihr über meine Fanfiction denkt, dann hinterlasst mir doch bitte einen Kommentar. Egal ob kurz oder lang, detailliert oder schlicht, positive Kritik oder negative, ich bin da nicht wählerisch :D Ich hätte einfach gern ein kleines Feedback (:
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Samstag, 01.07.
Freitag, 02.06.
Mittwoch, 24.05.
Wahrscheinlich haben sich darin irgendwann ein paar Eichhörnchen ein gemütliches Nest eingerichtet.
Jany Temime, Kostümbildnerin, über die Haare Prof. Trelawneys