
von Padfoot/YO\
Völlig durchnässt von Tränen, Blut und Regen saß ich mit nichts, als einem Zauberstab und einem dunkelbraunen Waldkauz auf den Stufen, die zur Haustür der Potters führten. Ich kam mir blöd vor. Wir hatten 20 nach 3, das heißt mitten in der Nacht, und der Himmel tobte mit einem riesigen Gewitter. Ich stand auf und drückte die Klingel. Kurz darauf hörte ich Schritte auf der anderen Seite, als mir schon ein zwei Jahre jüngeres Mädchen mir die Tür öffnete. "Aaaahh!!!", schrie das Mädchen, das den Namen Cleo trug, in schrillem Ton und rannte weg. Kein Wunder. Ich mochte mir nicht ausmalen, wie ich gerade aussah. Da kam James, gefolgt von seinen Eltern eine Treppe im Flur hinunter. Als James mich sah, rannte er auf mich zu, zog mich rein und schloss die Tür hinter mir wieder. "Tatze! Was hast Du angestellt?" Ich spürte, wie meine Kräfte nachließen und meine Beine unter mir nachgaben. Ich fiel auf den Boden. Alles verschwamm zuerst und wurde dann schwarz.
Als ich wieder aufwachte, lag ich im Gästezimmer der Potters. Ich hatte frische Klamotten an, blutete nicht mehr und war trocken. Ich fühlte mich besser, aber keineswegs gut. "Sirius? Tatze, bist Du wach?" Ich sah immernoch ein wenig verschwommen und nickte nur, als mir die Augen wieder zufielen. "Was hast Du gestern ge- Warte... Das waren deine Eltern, oder?", sparch er voller Mitgefühl.
//Der soll jetzt bloß nicht die Mitlwidschiene abziehen, dann Krieg ich 'n Kollaps. Das weiß der.// "Krone... Spiel jetzt bitte nicht 'Armer, schwazer Köter' mit mir. Das mag ich nicht." Mit den Worten gelang es mir endlich mich aufzurichten. Ich merkte, dass das ein Fehler war, als mein Kreislauf mich wieder in die Kissen drückte. Alles drehte sich. "Tatze!", sprach er mahnend, "Du gehst da nie wieder hin, verstanden? Ich hab keine Lust, dich für das nächste Schuljahr im St. Mungo zu wissen!!" Ich grinste. Ich würde für die nächsten Monate nicht mal in die Nähe des Hauses gehen. "Krone? Kann ich bei euch bleiben? Nur... Erstmal für ein paar Tage. Dann Geh ich wie-" James schnitt mir mit einem Abflug von Wut das Wort ab: "NEIN! Tatze! Du bleibst ertsmal hier und wirst es auch in Zukunft bleiben. Meine Eltern, versuchen dich zu adoptieren. 'Ne Woche länger bei deinen Eltern, und ich hätte vielleicht vor deinem Grab gestanden!" Ich bekam wieder klare Sicht und starrte ihn an. Zu mehr war ihr gerade nicht fähig. Als ich meine Worte wiederfand sagte ich, dass ich Hunger habe und wir gingen runter zum Frühstück. Ich taumelte die Treppen runter und stolperte in das Esszimmer der Potters. "Morgen!", rief ich in den Raum und setzte mich an den Tisch. Ein Morgengruß kam von allen (außer James natürlich) zurück. Ich Frühstückte und fühlte mich sofort viel besser. Auch in den nächsten Tagen ging es nur Berg auf und Hogwarts stand vor der Tür. Aber diesmal war alles anders. Ich war nicht so wirklich gut drauf und mir fehlte die Lust an allem.
Im Hogwartsexpress trafen sich die Rumtreiber wieder, obwohl wir nicht lange zu viert waren. Ein paar Minuten, nachbdem der Zug den Bahnhof verließ, stürmte James aus unserem Abteil, als er einen roten Haarschopf erblickte.
"Lily!" Er sprang auf und rannte ihr nach. Peter futterte mir die Süßigkeiten weg, Remus las ein Buch und ich langweilte mich. Ich fing an, die Bäume zu zählen...
1,...2,...3,...4,...5,...6,...7,...8,...9,...10...
"Sirius Black! HAST DU VIELLEICHT EIN PROBLEM DAMIT, DEINEN FREUNDEN EIN FÜNKCHEN AUFMERKSAMKWIT ZU SCHENKEN?!!!" Ich fuhr zusammen und merkte, dass James und Remus schon eine ganze Weile dabei waren, mich aus meinen Träumen zu erwecken. Ich sah sie ein viertel geschockt, ein viertel entschulidigend und zur Hälfte böse an.
"Entschuldigung! Ich war etwas vertieft in mein... Ähm... In meinen Traum." Ich befürchtete, dass die letzten drei Wörter zu schnell meinen Mund verließen. "Das ist die Wahrhei - Wow...", entfuhr es mir versehentlich. Ich schlug sofort die Hand vor den Mund. Ein Mädchen hatte gerade meinen Gedankengang unterbrochen. Und wie so oft, dachte ich malwieder laut. Remus schaute mich mit hochgezogenen Augenbrauen an und James bekam einen Lachkick. "Was?" Ich schaute ihn fragend und leicht lächelnd an. "Gerade in den Zug gestiegen und schon 'n Mädchen aufreißen. Alter! Halt dich wenigstens zurück, bis wir da sind!" Er musste immernoch lachen und Remus verdrehte die Augen und widmete sich wieder seiner Lektüre. Sie war auf einer anderen Sprache, also konnte ich den Titel nicht lesen. Irgendwelche Hyroglyphen. Das kann doch Keiner lesen! "Jaja... Aber.... Aber das war... Wow...." Ich bekam ein bisschen Angst. Ich darf mich nicht verlieben. Niemals! James schüttelte den Kopf. "Kennst du sie?" "Nö. Aber bald. Vielleicht. Ich weiß noch nicht." Jetzt hatte er sich an seinem Kürbissaft verschluckt. "Du, Tatze? Du, der Casanova von Hogwarts, traust du dich nicht, ein Mädchen anzusprechen?" "Doch!" Naja. Sicher war ich mir nicht. Ich meine, sie sah nicht so aus, als wäre sie an jemandem interessiert. Ich wollte meinen ersten Korb nicht herausprovozieren. Ich wollte auf keinen Fall so enden, wie Krone, der mir jeden Abend von Lily schwärmte. "Ich geh mal Peter suchen", sagte ich, unter dem eigentlichen Vorwand, das Mädchen zu suchen. Ich wollte James beweisen, das der Casanova keineswegs von mir gewichen ist.
Also machte ich mich auf den Weg. Mehr als die Richtung wusste ich nicht. Also ging ich den ganzen Gang entlang. Weiter und weiter... Sag mal hat die sich in Luft aufgelöst? Ich konnte sie doch nicht einfach so gehen lassen... Vielleicht seh ich sie so nochmal. MOMENT MAL! DA! Gefunden. Und sie war allein... Oohhh... Da muss ich was dran ändern. Also ging ich rein.
"Darf ich mich zu dir-"
"Meinet wegen...", unterbrach sie mich. Verdammt, war die mies gestimmt.
Ok.... Erst mal vorstellen.
Ich setzte mich.
"Ich bin Sirius Black", sagte ich und hielt ihr die Hand hin.
"Aaahh... Casanova persönlich an meinem ersten Tag. Ich bin beeindruckt."
Ich bekam Angst. Ok. Ruhig bleiben. Vielleicht erbarmt sie sich ja und VERRÄT MIR MAL, WOHER DIE MICH KENNT!!!
"Wie heißt du?", fragte ich und bereitete mich schonmal auf einen Einlauf vor. Bei einer Zeitbombe weiß man ja nie, wie die tickt und diese war auch noch scharf. (ich liebe Wortspiele:D)
"Victoria Pride"
Der Zug blieb stehen und ich gesellte mich wieder zu meinen Freunden.
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