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Fanfiction

Ein verrückter Valentinstag? - Valentinstag, Valentinstag ...

von Nane_93

„Und du glaubst, das klappt?“fragte eine leise Stimme im dunklen Gang. „Hundert prozentig. Sie wird dir zu Füßen liegen.“kicherte der andere und spürte das zarte Fläschchen in seiner Hand. Darin war eine dunkelblaue, gutriechende Flüssigkeit enthalten, die bei jeder schnellen Bewegung hin und her schwabbte. Sicherlich fragt ihr euch, wer die beiden Jungen waren und vor allem, was war in diesem kleinen Fläschchen drin. Nun, das werdet ihr ganz sicher im Laufe der Geschichte herausfinden.
Schön war der Tag. Und das, obwohl Februar war. Ganz Hogwarts war von einer dicken Schneeschicht bedeckt. Die Sonne schien warm auf die weiße Decke und ließ sie wie kleine, feine Diamanten glitzern und funkeln. Ganz begeistert schwamm der Krake im See hin und her und fuchtelte mit seinen dicken Tentakeln herum. Die Schüler gingen über die Ländereien, einige besuchten Hagrid, andere genossen das schöne Winterwetter. Aber die meisten, besonders die Mädchen, waren aufgeregt. Denn heute war ein ganz besonderer Tag. Valentinstag.
„Neeeeein, ich möchte weiter schlafen. Bei Merlins Barte, lass mich weiterschlafen.“stöhnte Lily genervt auf und drückte ihr Gesicht in ihr Kissen, um dem Licht zu entgehen, welches direkt auf sie schien. Alice hatte die Vorhänge zurückgezogen und so wurde das ganze Mädchenzimmer in helles Licht getaucht. „Los, Lils, sonst kommen wir zu spät zum Frühstück. Und heute ist doch Hogsmeadwochenende.“drängelte sie und wippte ungeduldig mit den Füßen auf und ab. Das war’s wohl mit dem Schlafen. „Man, du hast gewonnen.“grummelte die Gryffindor und erhob sich langsam und gemächlich aus dem Bett. In allen Richtungen standen ihre feuerroten Haare und auf ihrer linken Wange sah man einen kleinen Abdruck ihres Kissens. Mit schweren Schritten schleppte sie sich übermüdet in das Badezimmer und machte sich fertig. An dem – mehr oder weniger schönen – Tag trug sie eine schwarze Röhrenjeans und darüber eine hübsche, weiße Bluse. Um ihren Hals bammelte eine bunte Kette und ihre langen, roten Haare band sie zu einem strengen Zopf zurück. Schminken tat sie sich nie. Warum auch? „Eeeeendlich.“sagte Alice gedehnt und warf ihre Hände erleichtert in die Höhe. „Nun komm und beeil dich, sonst hat Black alles aufgegessen und für uns bleibt wieder nichts mehr von den Leckereien übrig.“ Aber Lily wusste, dass ihre beste Freundin es einfach nicht abwarten konnte. Denn diese war – ganz im Gegensatz zu Lily – mit einem Jungen zusammen. Frank Longbottom. Letztes Jahr in der sechsten waren sie auf ganz undramatische Weise zusammen gekommen. Natürlich freute sie sich für sie. Nur ab und an ging ihr das Geknutsche einfach auf die Nerven. Leise seufzte die Schulsprecherin und begab sich in Richtung der Großen Halle.
Schon bevor Lily sie überhaupt betrat, wusste sie, dass sie am liebsten in ihrem kuscheligen, warmen Bett geblieben wäre. Überall standen Pärchen herum und knutschten miteinander, übergaben sich Rosen und kleine Geschenke. Auch, wenn sie es nicht zugab, sie war neidisch. Zu gerne würde sie jetzt auch gegenüber ihrem Liebsten stehen, ihn küssen, ihm ein kleines Präsent reichen …. Wieder ein Seufzen, der von Alice mit einem merkwürdigen Blick quittiert wurde. Und dann betraten sie die Große Halle. Rosa, überall Rosa. Ein Albtraum in Rosa traf es eher. „Alice, ich kann das nicht.“ Erbarmungslos zog die Gryffindor ihre beste Freundin zum Gryffindortisch und drückte sie auf die Bank, auf der schon einige saßen. Wenn das so weiter geht, bekomme ich noch einen Kotzreiz., dachte die Evans verärgert und rümpfte die Nase. „Guten Morgen.“ Flötete plötzlich jemand gut gelaunt neben sie. Lily musste nicht erst aufschauen, um zu wissen, wer eben geredet hatte. James Potter. Siebtklässler. Gryffindor. Quidditchkapitän und Jäger. Und das allerschlimmste: Schulsprecher wie sie. Misstrauisch schaute sie zu ihm hoch. „Was ziehst du denn für ein Gesicht?“fragte er sie scheinheilig und schaute sie mit seinen großen, unschuldig wirkenden Augen an. Lily gab keine Antwort von sich und wandte sich schlecht gelaunt wieder ab. Das Frühstück verging ruhig. Nur eine kichernde McGonagall und ein leicht erröteter Dumbledore gaben ihr zu denken. Ehrlich gesagt wollte das Mädchen gar nicht wissen, warum die beiden so gut drauf waren. Das war bestimmt der herrliche Zauber des Valentinstags. Doch ein wenig wunderte es sie schon, warum James nicht die Initiative ergriff. So viele sagten ihr – und auch er selbst - , dass er auf sie stand. Doch kein Anzeichen. Kein einziges. Lily erhob sich, suchte nach Alice und erwischte sie kutschend mit Frank am Ravenclawtisch. Wahrscheinlich würde sie alleine nach Hogsmead gehen müssen. Deprimierend.
Überall tummelten sich Schüler herum, kicherten und lachten miteinander. Vorwiegend waren es Pärchen. Warum musste dieser bescheuerte Tag nur an Samstag sein? An diesem Samstag? Das verstand sie einfach nicht. Es wollte wirklich nicht in ihrem klugen Köpfchen gehen. Deprimiert ging sie in die Drei Besen, setzte sich alleine an einen Tisch und bestellte sich ein Butterbier. Auch der Pub war schön dekoriert. Überall hingen kleine Amorfiguren, auf den Tischen lagen rosafarbende Herzchenservietten und ebenso standen angezündete, weiße Kerzen auf den runden Holztischen. Ein schönes Flair. Eigentlich.
Lily hatte geglaubt, die einzige zu sein, die alleine war. Überall waren Pärchen. Wo man nur hin sah. Und mit jeder Minute wurde sie deprimierter und trauriger. „Du solltest nicht so traurig dreinschauen.“hörte sie plötzlich eine leise, tiefe Stimme neben sich, die ihr einen leichten Schauer über den Rücken laufen ließ. Ihr Herz schlug viel zu schnell und wieder wusste sie, wem die sanfte Stimme gehörte. „Potter.“gab sie monoton von sich. „Was willst du?“ In seinen braunen Augen sah sie kurz etwas zerbrechen. Scheinbar hatte sie falsch reagiert. Nicht so, wie er es erwartet, sich gewünscht, hätte. Doch schnell sammelte sich ihr Schulsprecherpartner, fuhr sich durch seine ohnehin schon strubbeligen Haare und schenkte ihr das gewohnte, arrogante Potter-Grinsen. „Dir ein wenig Gesellschaft leisen.“meinte er fröhlich und setzte sich ohne Aufforderung an den Tisch. Das Licht fiel gedämpft auf sein leicht gebräuntes Gesicht, warf tiefe Schatten darauf und ließ ihn geheimnisvoll wirken. Erst später wurde sie sich ihres Blickes gewohnt und senkte ihn schnell, betrachtete die Herzchenserviette vor sich. Sicher mochte sie den Rumtreiber nicht - so nannten sich seine Freunde, bestehend aus ihn, Sirius Black, Remus Lupin und Peter Pettigrew. Aber irgendwie war sie froh über seine Gesellschaft. Erklären konnte sie sich das nicht. „Schöner Tag heute.“fing er plötzlich an und starrte an die dunkle Holzdecke. Man hörte nur ein Schnauben von Lily. „Du scheinst Valentinstag nicht sonderlich zu mögen.“ Bemerkte der junge Schulsprecher nebenbei und schaute sie erst jetzt wieder an, musterte sie aufmerksam. „Warum?“ Die Frage warf Lily aus der Bahn. Ja, warum mochte sie den Tag nicht? „Nervt dich das alles nicht?“begann sie plötzlich und wusste selbst – mal wieder – nicht, warum sie sich bei James aussprach. „So viele Pärchen hier.“ Sie machte eine ausschweifende Geste mit der Hand, die alle umfasste. „Als Single ist das sehr deprimierend.“ Wieder ein Seufzen und sie stützte ihren Kopf auf ihre Hand, schaute deprimiert auf den Tisch. „Ahh.“ Gab Krone nur von sich und hatte noch immer dieses dämliche Grinsen auf sich. „Und deswegen verstehe ich auch deine Fröhlichkeit nicht. Du bist doch auch … single.“murmelte sie leise und presste ihre Lippen aufeinander, weil sie glaubte, wieder zu viel gesagt zu haben. „Sicher bin ich das.“hörte sie ihn und augenblicklich schaute sie auf. Grün traf Braun und wieder war sie überwältigt. Überwältigt von James‘ Gesicht. Die hohen Wangenknochen, die sinnlichen, schön geschwungenen Lippen, das gebräunte Gesicht und dann noch seine Augen. Diese Augen, die sie gerade in ihren Bann zogen. „Aber momentan bin ich glücklich. Denn ich sitze mit dem Mädchen, was ich mag, an einem Tisch, und rede mit ihr über belanglose Dinge.“ Sein arrogantes Potter-Grinsen veränderte sich schlagartig, wurde zu einem sanften, freundlichen. Und das erste Mal in ihrem Leben erkannte Lily, dass Potter vielleicht doch nicht so schlimm war. Dass auch der Rumtreiber eine andere – sanfte und sensible – Seite hatte. Seine Worte hatten sie tatsächlich zum Nachdenken gebracht. „Nun ja.“sagte James Potter plötzlich und erhob sich gemächlich von seinem Stuhl. „Ich glaube, ich werde dich mal nicht weiter nerven.“ Seine Stimme veränderte sich bei dem letzten Wort. Sie klang traurig … und deprimiert. Gerade als er seine Jacke nehmen und sich abwenden wollte, erhob sich Lily. „Warte. Ich komme mit. Was hälst du davon, wenn wir gemeinsam den heutigen Tag verbringen?“ fragte sie ihn. Es war ein Anfang. Ein Friedensangebot. James‘ Miene verwandelte sich von Erstaunen zu Misstrauen, doch erhellte sich schlussendlich gänzlich und strahlte über das ganze Gesicht. „Gerne.“sagte er überschwänglich.
Und so verbrachten Lily Evans und James Potter einen schönen Hogsmeadtag miteinander. Sicher warfen ihnen einige Schüler skeptische Blicke zu. Schließlich war es doch bekannt, dass die beiden sich nicht ausstehen konnten. Jedoch erkannte Lily an dem heutigen Tag, dass Potter doch nicht so schlimm war. Ein normales Reden mit ihm war auf jeden Fall möglich. Er war zudem noch humorvoll, brachte sie ständig zum Lachen, und das Beste: sie fühlte sich eigenartig wohl. Als wäre sie plötzlich komplett. Als hätte all die Jahre etwas gefehlt und sie hätte es nun wieder.
Der Tag war nun vorbei. Der Abend war hereingebrochen. Helle Sterne funkelten am Nachthimmel und man erkannte einige Sternenbilder. Zu Beispiel Orion, oder den großen Wagen. Lily und James saßen auf der Couch, starrten ins Feuer, genossen einfach nur die Nähe des anderen. Einen leisen Gong hörte man. Es war um 10 Uhr abends. Die Nachtruhe hatte begonnen und sie spürte, wie sie allmählich müder wurde. „Ich glaube, ich gehe schlafen.“murmelte sie müde und überwand sich, James zu umarmen. Ihr Kopf schmiegte sich kurz an seine Halsbeuge, tief sog sie seinen Duft ein. Er roch gut. Wirklich gut. Und sie fragte sich, welches Parfum er wohl benutzte. „Gute Nacht.“sagte sie leise, lächelte ihn an und zog sich in ihren Mädchenschlafsaal zurück.
Mit einem gutgelaunten Lächeln schaute Krone ihr hinterher. Der Plan hatte tatsächlich funktioniert. Das magische Parfum hatte Wunder gewirkt. Wie betört war Lily von ihm gewesen und er hatte sein langersehntes Ziel erreicht. Einen Nachmittag mit ihr verbringen zu können. Was er allerdings nicht wusste, war, dass das Parfum längst seine Wirkung verloren hatte – der Trank war schlichtweg schlecht gebraut worden – und Lilys Gefühle ehrlicher Natur ihm gegenüber waren. Und so ging ein nicht wissender, jedoch gutgelaunter James Potter ins Bett und schlief seelenruhig ein.


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Zitat
Die Entschlüsselung der Namen ist gut und schön, aber manchmal habe ich den Eindruck, dass dem zuviel Bedeutung beigemessen wird. Überspitzt gesagt, könnte Malfoy auch Müller-Lüdenscheid heißen, er würde aber dieselbe finstere Figur bleiben.
Klaus Fritz