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Fanfiction

Von roten Rosen, gelben Nelken und vielen, vielen Narzissen - Das müsste doch eigentlich das Ende sein, oder nicht?

von summer_123

°°KAPITEL 6°°
Das müsste doch eigentlich das Ende sein, oder nicht?


Leicht benommen setzte Hermine sich in ihrem Bett auf. Ihr war schlecht und alles drehte sich. Ein Seitenblick auf den Kalender neben dem Bett bestätigte ihr welcher Tag heute war. Montag.

Plötzlich fühlte sie eine große Übelkeit in sich aufkommen. Sie sprang vom Bett und rannte auf die Toilette. Mindestens zwanzig Minuten hing sie dort fest und übergab sich immer wieder. Sie fühlte sich so schlecht wie schon lange nicht mehr. War das das erste Zeichen? Dieses allzu typische Symptom? Heute Nachmittag würde sie es erfahren. Auf diesen Tag hatte sie seit zwei Wochen gewartet.

Montag, der 17. März.

Doch jetzt wo der Tag da war, hatte sie furchtbare Angst vor dem Ergebnis.
Hermine lehnte sich mit der Stirn gegen die kühlen Kacheln auf dem Boden, richtete sich jedoch wieder auf, als sie die wiederkommende Übelkeit spürte. Langsam rappelte sie sich hoch und schleppte sich Richtung Dusche. Sie konnte es nicht über sich bringen den Test vor dem Unterricht zu machen. Wie auch immer das Ergebnis ausfallen sollte, sie würde danach keinen Schultag mehr schaffen.

Durch die “Verzögerung“ hatte Hermine keine Zeit mehr zum Frühstücken, doch stören tat sie dies nicht wirklich. Ihr Magen fühlte sich so an, als würde er das Essen, nicht gerade willkommen heißen.
Trotzdem war sie früher als die anderen auf den Weg zum Unterricht. Während sie durch die verlassenen Gänge ging, frühstückten die anderen Schüler noch oder holten ihre Schultaschen aus den Gemeinschaftsräumen.

Was Hermine sah, als sie um die Ecke bog hätte sie eigentlich nicht schockieren dürfen. Hermine hätte sich, peinlich berührt umdrehen sollen und einen anderen Weg zu den Räumlichkeiten von Verwandlung einschlagen sollen. Doch als sie ihn sah, blieb sie wie angewurzelt stehen nicht fähig sich zu bewegen. Er musste sicher noch 20 Meter entfernt sein, doch sie war sich sicher, dass sie sich nicht täuschte. Sie erkannte ihn nicht an seinen Haaren oder an seiner Art sich zu bewegen. Sie wusste es einfach, sie spürte seine Anwesenheit, als sie die dunkle Gestalt, halb im Schatten einer großen Statue verborgen, erblickte.

Worauf sie jedoch weniger vorbereitet war, war das Mädchen mit den schwarzen Haaren, die ihr in sanften Wellen auf die Schulter fielen. Sie hatte die Arme um Draco Malfoys Hals geschlungen, zog ihn gierig nach mehr zu sich herunter, während er seine Arme um ihren Oberkörper geschlungen hatte, seine Lippen wie verrückt auf die ihren gepresst.

Hermine hätte einfach weggehen können, ihnen den Rücken zudrehen und nie wieder ein Wort mit diesem Widerling reden können, aber sie konnte ihren Blick nicht von dem sich küssenden (und begrapschenden) Pärchen wenden.
Sie fühlte sich in einer seltsamen Art und Weise betrogen. Hätte sich dieses Arschloch nicht wenigstens für zwei Wochen zurückhalten können?
Diese Eifersucht die sie durchströmte fühlte sich so fremd an. Malfoy und sie waren nie ein Paar gewesen.
Außer der Nacht, in der sie beiden furchtbar betrunken waren, war nichts gewesen. Er hatte keinerlei Verpflichtungen ihr gegenüber…noch nicht.
Was war, wenn der Schwangerschaftstest positiv sein würde, was wenn sie tatsächlich ein Kind von ihm bekommen würde? Sie hatten darüber nie gesprochen.
Doch was für eine Einstellung er auch haben mochte, es war ihr egal. Egal ob er ihr sagen würde sie solle es wegmachen lassen, sie solle es weggeben oder alleine aufziehen oder er wolle es kennen lernen, all dies änderte nichts daran, dass er das Kind niemals zu Gesicht bekommen würde und dass sie es von ihm fernhalten würde.


Plötzlich löste sich das Mädchen von Malfoy und flüsterte ihm etwas ins Ohr. Dann drehte sie sich um und ging mit sicheren Schritten den Korridor entlang. Als sie an Hermine vorbei lief, sah sie sie kurz an. Das Mädchen schien sehr selbstbewusst zu sein, in ihren Augen lag etwas Selbstgefälliges. Sicher fragte sie sich, wieso Hermine dort stand und ihnen zugesehen hatte. Hermine erwiderte ihren Blick, doch schon bevor das Mädchen um die Ecke verschwunden war, hatte sie ihren Blick wieder auf Malfoy gewendet, der sich an die Steinwand gelehnt hatte und sie ansah. Hermine glaubte, dass ein selbstgefälliges Grinsen seine Lippen umspielte.

„Deine Slytherin-Hure braucht nicht gehen.“, sagte sie eisig „Eigentlich wollte ich nur dein Gedächtnis etwas auffrischen und dich daran erinnern welcher Tag heute ist.“
Er richtete sich auf und stöhnte.

„Chloe ist nicht in Slytherin.“, bemerkte Malfoy nicht minder kalt. „Sie ist aus Ravenclaw. Und Chloe ist reinblütig. Aber wie es scheint schlafen sich nicht nur die Ravenclaws durch die Betten der Jungs, nicht war Granger?“ Er sah sie mit einem vieldeutigen Blick an.

„Ich hätte nur nicht gedacht, dass sich so eine feine Spezies wie ihr auf so ein Schlampenniveau hinunterlässt.“, erwiderte Hermine ironisch.

„Schlampenniveau würde ich nicht direkt sagen, obwohl Chloe zweifellos mit benahe allen Jungs ihrer Jahrgangsstufe rumgemacht hat, aber eigentlich wissen wir beide ganz genau wer hier die Hure ist, oder?“ Hermine wollte etwas erwidern, doch er sprach einfach weiter.
„Und was den Tag angeht“, fuhr er fort „nein, ich habe nicht vergessen, dass du heute deinen Schwangerschaftstest machst. Und egal wie das Ergebnis sein sollte, es wird keinen Unterschied machen. Du wirst das Kind nämlich nicht behalten.“

Hermine starrte ihn ausdruckslos an.
„Du willst, dass ich es zur Adoption freigebe.“ stellte sie fest.
„Nein.“, antwortete er gleichgültig. „Das Baby wird gar nicht erst zur Welt kommen. Hoffen wir das es nicht so weit kommen muss.“
Mit diesen Worten ging er an ihr vorbei und lies sie zurück.


Der Unterricht an diesem Tag war der reinste Horror. Hermine konzentrierte sich auf ihre Notizen die sie eifrig mitschrieb während Professor Binns einen sehr langweiligen Vortrag über die mittelalterliche Hexenverfolgung hielt.
Immer wieder warf sie einen Blick auf ihre Uhr. Noch eine halbe Stunde. Zwanzig Minuten. Zehn. Lass endlich Unterrichtsschluss sein. Fünf. Zwei.
Als Professor Binns den Unterricht beendete und durch die Tafel entschwebte war Hermine die erste die ihre Bücher zusammengepackt hatte. Sie warf sich ihre Tasche über die Schulter und trug Ron und Harry ihren eingeübten Text vor.

„Ich fühle mich nicht gut.“, sagte sie. „Ich lege mich ins Bett. Morgen bin ich sicher wieder fit.“
Während die beiden Jungs sich auf den Weg zu Hagrid machten, der sie zu einer Tasse Tee und Kekse eingeladen hatte, bog Hermine in eine andere Richtung ab. Sie ging zu einer Toilette in der vierten Etage. Sie war abgelegen und wie sie wusste kam beinahe nie jemand hierhin. Kein Klassenzimmer war in der Nähe, der nächste Raum war die Bibliothek.
In der Mitte des Raumes waren Waschbecken, in einem Kreis aufgestellt. Das Licht der Sonne die hoch am Himmel stand leuchtete durch das hochgelegene Fenster und malte einen Streifen hellen Lichtes auf den Boden. Hermine ging zu einer Toilettenkabinen und drückte die mit Kritzeleien bedeckte Tür auf.

Ihr war vollkommen klar, dass sie sich verändern würde, wenn sie schwanger sein würde. Abgesehen von dem Kind, um das sie sich von da an kümmern musste war da auch noch Malfoy, der, ob sie wollte oder nicht, immer ein Teil ihres Lebens sein würde. Es machte keinen Unterschied ob er sich gegen das Baby entscheiden würde. Eines Tages musste Hermine ihrem Kind von seinem Vater erzählen und sie würde dem Kind die gesamte Wahrheit erzählen. Ihre Geschichte, ihre Vergangenheit. Und wenn das Kind seinen Vater dann hassen würde, dann wäre das in Ordnung, denn das würde auch Hermine den Rest ihres Lebens tun.
Zitternd holte sie den Test aus der Packung und griff nach der Packungsbeilage.


Als Hermine die Kabine verließ ging sie erst einmal zu dem Waschbecken. Mit zitternden Händen legte sie den Schwangerschaftstest behutsam auf den Waschbeckenrand und wusch sich die Hände. Sie sah sich in dem schmutzigen Spiegel an. Die letzten zwei Wochen hatten ihr nicht gut getan. Sie war dünner und bleicher geworden. Vielleicht kam es ihr auch nur so vor, so wie alles in diesem heruntergekommenen Badezimmer kaputt wirkte. Aber jetzt wusste sie es endlich. Sie wusste endlich das Ergebnis.

Hermine erschrak nicht wirklich als jemand hinter ihr in dem Spiegel erschien, sie hatte ihn erwartet. Auch wenn sie nicht wusste, wie er herausgefunden hatte wo sie war.

„Es war klar, dass du hier sein würdest.“, beantwortete er ihre unausgesprochene Frage. „Das ist die abgelegenste Toilette der gesamten Schule
Hermine nahm den Schwangerschaftstest in die Hand. Sie bemerkte, dass ihre Hände immer noch zitterten.
Eine Zeit, die ihr endlos erschien, sagte keiner von beiden nichts.
Dann sah Hermine auf, ein Lächeln auf den Lippen.
„Tja, wie es scheint.“ Sie konnte regelrecht die Spannung die in der Luft lag spüren. „Herzlichen Glückwunsch, Malfoy. Du brauchst nicht mit der Schande leben ein Halbblut gezeugt zu haben.“

Hermine konnte sehen wie jeder Muskel seines Körpers sich entspannte. „Du bist nicht schwanger?“, fragte er erleichtert.
„Ich bin nicht schwanger.“, bestätigte sie.
Jetzt musste so etwas wie ein Abschied kommen. Nach dem heutigen Tage würden sie wieder zur Normalität zurückkehren. So tun, als hätten diese zwei Wochen nicht existiert. Kurz zögerte er. Dann drehte er sich um und verschwand.

Den restlichen Tag verbrachte Hermine damit durch das Schloss zu schleichen, sich an Plätzen zu verstecken von denen sie wusste, dass kaum jemand dort vorbei kam. Sie lies sich nirgends nieder, ging einfach durch die Korridore.
Immer wieder sah sie auf ihre Armbanduhr, hoffend, dass die Zeit doch etwas schneller vorangehen würde und der Tag endlich vorbei sein konnte, damit sie am nächsten Morgen aufwachen konnte und ein neues Leben anfangen konnte. Ein Leben ohne Draco Malfoy.
Aber die Zeit stellte sie gegen sie, so wie man es von ihr gewohnt war. Brauchte man Zeit, rannte sie nur so davon, wollte man etwas schneller hinter sich bringen, dann schien es als würde die Zeit still stehen. Eigentlich war sie der Gegner, gegen den man sich zu stellen hatte. Jeden Tag aufs Neue kämpft man gegen sie. Hofft sie zurückdrehen zu können, um etwas in der Vergangenheit geschehene rückgängig zu machen. Hofft sie stillstehen zu lassen können, um in einem Moment leben zu können. Man denkt gegen sie ankommen zu können, aber sie ist eigentlich das einzige, das der Mensch nicht kontrollieren kann.


Es war der erste sonnige Tag nach dem kalten und schneereichen Winter und so verbrachten viele Schüler ihn auf dem weiträumigen Schlossgelände.
Hermine entschied sich schließlich dazu, Harry und Ron etwas Gesellschaft zu leisten. Wie sie schon geahnt hatte, fand sie ihre besten Freunde auf dem Schlossgelände. Sie hatten sich am Ufer des Sees nahe einer Weide niedergelassen. Ron hatte sich an den Baum gelehnt und warf gelangweilt Steinchen in das blau-grüne Wasser. Harry blätterte gelangweilt in dem Zaubertrankbuch des Halbblutprinzen.
Die beiden Jungs sahen auf, als sie sie erblickten.

„Dir geht es wieder gut?“, fragte Harry verwundert. Hermine nickte und setzte sich zwischen sie.
„Alles in Ordnung?“, fragte Ron und Hermine ahnte, dass diese Frage sich nicht nur auf ihre vorgegeben Krankheit bezog sondern auf die letzten zwei Wochen, in denen sie oft etwas komisch und abwesend gewesen war. Hermine lächelte und griff nach den Händen ihrer besten Freunden.
„Alles in Ordnung!“, bestätigte sie.


Am Abend saßen sie zu dritt um das warme Kaminfeuer herum. Auch wenn die Tage immer länger und sonniger wurden, kam die Kälte in der Nacht wieder hervor gekrochen.
Viele Gryffindorschüler hatten sich in ihrem Gemeinschaftsraum zurückgezogen, alle Sessel waren belegt und auch um die Tische hatten sich Schüler versammelt. Harry, Hermine und Ron hatten sich auf dem, mit Brandlöchern gesäumten, Teppich vor dem Kamin nieder gelassen. Harry war leicht nach vorne gebeugt und sprach mit leiser Stimme. Sie diskutierten über das Thema, das Harry seit Anfang des Schuljahres nicht mehr aus dem Kopf gehen wollte.

„Harry, das ist Schwachsinn.“, flüsterte Hermine. „Ich weiß, er ist nicht gerade unser Freund und er war auch noch nie sonderlich nett, aber dass er… Nein. Das macht keinen Sinn.“
„Das ist alles logisch, Hermine.“, drängte Harry. „Er verhält sich seit einem halben Jahr komisch, verbringt seine gesamte Zeit im Raum der Wünsche und ihr erinnert euch doch noch daran, was er in der Winkelgasse gemacht hat.“
„Ja, Harry.“, mischte sich Ron ein. „Wir wissen nicht annähernd wozu Malfoy fähig ist. Er ist unberechenbar und gefährlich. Aber überleg mal man, ein Todesser! Malfoy ist doch gerade einmal sechzehn. Damit wäre er wahrscheinlich der Jüngste der da jemals mitgemacht hat.“ „Sein Vater ist ein Todesser!“. Harrys Stimme schwoll an und Hermine sah sich unruhig um.
„Harry, hör mal.“, drängte sie. „Du-weist-schon-wer würde es nicht wagen einem sechzehnjährigen Schüler von Hogwarts das dunkle Mal auf den Arm zu brennen!“
„Das würde er tun, wenn Malfoy eine Aufgabe für ihn erledigen müsste!“, erwiderte Harry zornig.
„Komm schon. Malfoy hat weder die Stellung noch den Mumm eine Aufgabe für du-weißt-schon-wen zu erledigen.“
„Ich gebe Hermine recht.“, warf Ron ein. „“Malfoy ist vielleicht fies und hinterhältig aber er ist ein Feigling! Ich denke nicht, dass wir von dem was Schlimmes zu erwarten haben.“
Harry schien immer unruhiger zu werden. „Ich weiß was ich im Zug gehört habe. Und ich habe mir auch gut gemerkt was Snape und Malfoy in dem verlassenen Klassenzimmer an Slughorns Weihnachtsfeier besprochen haben. Wir haben Beweise und keiner schenkt dem Beachtung!“
„Ich denke mal du redest über Dumbledore?“, fragte Hermine und versuchte Harry ruhig zu halten.
„Ich versteh nur einfach nicht, wie er das ignorieren kann!“, seufzte Harry.
„Dumbledore weiß schon was er tut, wir sollten ihm einfach vertrauen!“, meinte Ron.


Harry und Ron gingen an diesem Abend früh schlafen.
Hermine hatte es sich in einem der großen Sessel gemütlich gemacht und Ginny leistet ihr Gesellschaft.

„Wie geht es ihr?“, fragte Ginny nach einer Weile leise und nickte in Kathleens Richtung.
Kathleen saß auf einem Sofa, auf der anderen Seite des Raumes. Sie saß gerade, der Rücken durchgestreckt, ihre schwarzen Haare vielen ihr in leichten Wellen den Rücken hinunter. Ihr Blick war starr in das helle Feuer gerichtet.

„Ich denke es würde ihr besser gehen, wenn sie bei ihrer Schwester wäre.“, flüsterte Hermine an Ginny gewandt. „Na ja, jetzt sitzt sie hier alleine und Evelyn in dem Gemeinschaftsraum der Ravenclaws, alleine.“

„Was ich nicht verstehe ist, wieso sie nicht nach Hause gehen wollen.“
„Ich denke, dass zu Hause der letzte Ort ist, an dem sie sein möchten.“, sagte Hermine traurig. „Dort wird sich alles ändern. Hier bleibt wenigstens alles wie es war. Nach außen hin. Sie sie dir an. Sie hat seit Tagen nicht mehr richtig geredet.“

„Wo wir schon beim Thema sind, was war eigentlich mit dir los Hermine?“ Kurz zögerte Hermine, dann sah sie kurz zu Kathleen, anschließend auf ihre verknoteten Hände.
„Es ist etwas passiert.“, seufzte Hermine. „Und ich kann es niemanden sagen, ich kann mit niemanden darüber reden.“
„Du kannst es mir sagen.“
„Nein Ginny.“, erwiderte Hermine. „Du würdest es nicht verstehen, keiner würde es verstehen. Ich selber verstehe es nicht einmal.“
Ginny sah sie fragend an.

„Ginny, ich habe jemanden belogen.“, flüsterte Hermine verzweifelt. „Und eines Tages wird er herausfinden, dass ich nicht die Wahrheit gesagt habe und dann wird er schrecklich zornig sein.“ Sie blickte aus dem Fenster in die Dunkelheit die so undurchdringlich schien. So stark, und unverwundbar und Hermine konnte sich in diesem Moment nicht vorstellen, dass das Sonnenlicht die Finsternis wieder verscheuchte. „Was auch immer passiert, es kann nicht gut ausgehen.“, sie stand auf und legte ihre Hand auf die kalte Fensterscheibe. „Für keinen von uns.“

Plötzlich kam sich Hermine vollkommen deplatziert in der Toilettenkabine vor, wie ein Eindringling in eine andere Welt. In eine Welt, zu der sie nie dazugehören wollte. Wer hätte am Anfang des Jahres gedacht, dass Hermine Granger in einer Toilettenkabine stehen würde, Tränen überströmt und mit einem positiven Schwangerschaftstest in der Hand.


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