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Fanfiction

Von roten Rosen, gelben Nelken und vielen, vielen Narzissen - Aus Fehlern lernt man nicht

von summer_123

°°KAPITEL 11°°
°°KAPITEL 11°°
Aus Fehlern lernt man nicht



Hermines Finger glitt über die Buchrücken. Betont gleichgültig schlenderte sie zwischen den Regalreihen entlang, zog hin und wieder ein Buch heraus, blätterte darin und stellte es wieder an seinen Platz zurück. In Wirklichkeit fing ihr Herz immer wieder schnell zu klopfen an, wenn sie glaubte, endlich einen Hinweis gefunden zu haben.

Es war Sonntag und Harry hatte seine Quidditchmannschaft zusammengerufen um das gute Wetter zu nutzen und besonders intensiv zu trainieren. Bis auf Madam Pince, Hermine und zwei Erstklässler war die Bibliothek verlassen. Trotzdem fühlte Hermine sich beobachtet. Niemand sollte herausfinden nach was sie so dringend suchte.

Gerade war sie wieder stehen geblieben und musterte ein Buch auf dem stand:

Die dunklen Künste durch die Jahrhunderte- alte Flüche und ihre Auswirkungen

Hermine schnappte es sich, ging zu einem Tisch und legte es neben den immer höher werdenden Stapel.
Nachdem sie einen Blick über ihre Schulter geworfen hatte, fing sie an in dem Buch zu blättern. Sie war sicher, dass es sich um einen alten Fluch handeln musste. In den Büchern über moderne Magie hatte sie nicht eine Zeile über magische Tattoos gefunden. Über das dunkle Mal stand stets eine kurz und knappe Definition wie z.B:

Das dunkle Mal benutzte einer der mächtigsten Magier namens Lord Voldemort im 20 Jahrhundert stets um seine Anhänger zu markieren. Es erscheint als Totenschädel und einer umwindenden Schlange auf dem linken Unterarm der so genannten Todesser. Es ist unbekannt welcher Zauber dafür verwendet wurde, ebenso ob dieser Zauber weiterhin Anwendung in den Zabererkreisen findet.

Diese Bücher waren nicht gerade auf dem neusten Stand. Du-weißt-schon-wer tötete dort draußen und keiner konnte ihn aufhalten. Irgendwann würde der Krieg auch sie einholen aber Hermine war dankbar für jede Sekunde die sie noch in der Sicherheit verbringen durfte.

Sie beugte sich wieder über ihren Zettel. Nachdem sie einen Blick in das Buch geworfen hatte, strich sie ein paar Zeilen durch und schrieb mit ihrer engen Schrift etwas darüber. Sie konnte nur spekulieren und raten aber sie wollte dieses Tattoo von ihrer Haut bekommen.
Eal was es kostete. Egal ob sie dafür tausende Schulregeln brechen musste und irgendwelche Flüche benutzen musste, die verboten waren. Egal ob sie sich dafür als Versuchskaninchen bereitstellen musste, das Bild von der Schlange und dem Löwen auf ihrer Schulter musste weg.

Sie strich mit einem Finger über ihr Schulterblatt, dort, wo, wie sie wusste, das kleine schwarze, sich bewegende Bild unter ihrem Schulumhang versteckt war. Den ganzen Morgen, den gesamten Mittag, sowie den Nachmittag und nun auch die Hälfte des Abends war sie in der Bibliothek umher gerannt und hatte das Pergament voll gekritzelt. Und jetzt, wo es langsam zu dämmern anfing, glaubte sie endlich etwas Nützliches auf das Papier gebracht zu haben. Sie hatte einen Zauber entwickelt, zusammengestellt aus verschiedenen anderen Zauberformeln und viel, viel Gerate, der ihr erlauben sollte, das fürchterliche Mal endgültig von ihrer Haut zu verbannen. Umrandet und fett unterstrichen stach die Zauberformel zwischen den Kritzeleien deutlich hervor: abscondore velarius
Sie war sich überhaupt nicht sicher. Noch nie zuvor, hatte sie sich selber einen Zauber zusammengestellt und was dieser Erstversuch hier anstellen konnte, war Hermine bewusst. Auch wenn sie keine Lust hatte später mit einer weg gebrannten oder verkohlten Schulter in den Krankenflügel eingeliefert zu werden, musste sie es einfach ausprobieren. Es war ihre einzige Möglichkeit.

Hastig verstaute sie die Bücher wieder an ihren Plätzen, versteckte das Stück Pergament in dem untersten Winkel ihrer Tasche und verließ eilig die Bibliothek.

Wie automatisch lief sie zu der Toilette, in der sie ihren Schwangerschaftstest gemacht hatte.
Ohne die warmen Sonnenstrahlen, die an einem sonnigen Tag durch die Fenster hinein schienen, sah der Raum noch heruntergekommener aus. Vor dem Spiegel, streifte sie sich ihren Schulumhang und ihre Bluse ab.
Sie atmete einmal tief durch und sprach die Zauberformel ohne auch nur einen überflüssigen Blick auf das furchtbare Bild zu werfen. Einige Sekunden lang passierte gar nichts. Dann glaubte Hermine, zu ihrer großen Begeisterung, zu erkennen, wie die Schlange aufhörte sich zu bewegen.

Doch wie damals, als sie versucht hatte sie mit Puder zu bedecken, zischte sie Hermine im Spiegel gefährlich an und fuhr ihre Spur um die Löwin ruhig fort.

Da fiel ihr auf, dass jemand sie durch den Spiegel beobachtete.
Sie kniff ihre Augen zusammen als sie ihn erkannte. Sie hatte ihn seit dem, ihr höchst unangenehmen, Kuss in dem (klischeehaften) Besenschrank nicht mehr gesehen. Ihre gesamte Aufmerksamkeit hatte sie ihrem neuen ?Projekt' gewidmet.

„Malfoy, das hier“, sie zeigte auf ihre Umgebung „ist eine Mädchentoilette und damit für männliche Wesen nicht gestattet.“

Hastig zog sie ihre Bluse wieder an und warf sich ihren Schulumhang über.
Er lachte auf.

„Bist du etwa geniert? Du schämst dich, weil ich dich im BH gesehen habe? Bei unserer Vorgeschichte?“

Er lachte noch einmal laut auf, dann verschwand er.

?Okay. Wir tun also so, als wäre nichts passiert.', dachte Hermine. ?Da lass ich mich gerne drauf ein.'


Und so widmete sie sich, Malfoy außer Acht lassend, wieder ihrem aktuellsten Problem. Das Mal auf ihrem Rücken. Etwas hatte an dem Zauber nicht gestimmt. Etwas war falsch gewesen.
Der Zauber hatte das Mal nicht angreifen können, es hatte dies nicht zugelassen.
Sie musste irgendwie an den Kern des Bildes herankommen, es von innen aus zerstören.
Doch um den Kern zu vernichten brauchte sie die Ausgangsformel. Den Zauber, der ihr dieses furchtbare Bild aufgehalst hatte. Dies bedeutete wiederum, dass sie an die Erinnerungen kommen musste.
Abgesehen davon, dass sie keine Ahnung hatte, wie sie dies anstellen sollte, hatte sie auch keine Lust sich noch mehr mit diesem Thema zu beschäftigen.
Aber um damit abschließen zu können musste sie diese Nacht wohl oder übel noch einmal durchleben.
Sie musste wissen, was genau passiert war. Um sich endlich dieses Tattoos zu entledigen, aber auch weil sie das Gefühl nicht mehr aushielt, dass sie seit dem Morgen nach der Party drängte: Dass etwas fehlte.
Und sie würde nicht ruhen, bis sie nicht herausgefunden hatte, was es war.

Der Mittwoch und der darauf folgende Donnerstag zogen sich in die Länge wie Kaugummi. In den Unterrichtsstunden schrieb Hermine fleißig mit, nach dem Unterricht jedoch ratterte ihr Gehirn weiter und suchte nach einer Möglichkeit, um an die Erinnerungen heran zu kommen.
Sie schuldete es sich einfach sie zu kennen. Sie schuldete es sich, aber auch Malfoy und…und dem Kind.


„Hermine!“, protestierten Harry und Ron lautstark.

„Nicht jeder kann so klug sein wie du!“, meinte Harry.

„Genau, manchmal brauchen wir eben dich und dein weisen Gedankengänge.“, fügte Ron großzügig hinzu.

„Würdet ihr einmal aufpassen…“

„Dann würden wir die Antworten vermutlich trotzdem nicht wissen!“, meinte Ron störrisch.
Hermine stöhnte.
Dann streckte sie ihre Hände nach den Aufsätzen von Harry und Ron aus.

„Dann gebt halt her.“, Hermine überflog eines der Pergamente. „Harry! Knarle leben doch nicht in Sümpfen. Sie sind wie Igel, sie schlafen im Laub! Das kam in unseren ZAG-Prüfungen in Zaubertränke vor. Ihre Stacheln werden in vielen Zaubertränken benutzt. Das haben wir alles letztes Jahr durchgenommen!“

Eigentlich wunderte es Hermine nicht sonderlich, dass Harry mit den Gedanken woanders war und sich nicht mit der Anwendung von Knarlstacheln beschäftigte. Sie dachte daran, wie er Ginny immer diese Blicke zuwarf. Diese Blicke, die sie sich immer gewünscht hatte, dass Ron sie ihr einmal schenken würde und dann war er mit Lavender zusammengekommen. Und Ginny mit Dean und so sehr Harry es auch zu verstecken versuchte, seine Stimmungsschwankungen, die sehr mit der Beziehung von Ginny zusammenhängten, waren Hermine sofort aufgefallen.
Aber wenn jemand über Stress und Gefühlschaos mit dem anderen Geschlecht bescheid wusste, dann wohl sie. Die letzten Wochen hatte sie sich mehr mit diesem Thema beschäftigt, als davor in ihrem gesamten Leben.

„Wie sollen wir uns solche Dinge auch merken, wenn Snape uns die ganze Zeit mit Blicken durchbohrt, als würde er uns höchstpersönlich mit den Stacheln von Knarlen aufspießen wollen!“, murrte Ron.

„Und außerdem habe ich in Snapes Unterricht nie arbeiten können.“, fügte Harry hinzu. „Er hasst mich! Und durch die furchtbaren Okklumentikstunden wurde es nicht besser!“

Hermine sah urplötzlich auf. Könnte sie nicht…

„Genau.“, meinte Ron, Harry verteidigend „Wenn jemand durchgehend in dein Unterbewusstsein eindringt und sich deine Erinnerungen reinzieht wie irgendein Theaterstück, würde ich in seiner Gegenwart auch nicht mehr an so etwas belangloses wie Zaubertränke denken können.“

Doch, das war es!
Hermine wandte ihm den Kopf zu.

„Ronald! Zaubertränke sind nicht belanglos….außerdem …muss ich gehen!“
Hermine stand auf und griff nach ihrer Umhängetasche.

„Hermine!“, sagte Harry verzweifelt. „ Mein Aufsatz!“

„MEIN Aufsatz!“, fügte Ron fassungslos hinzu. „Du hast ihn dir nicht einmal angesehen.“

„Ron, schreib heute einfach mal von Harry ab. Bis auf das Knarl-debakel ist sein Aufsatz eigentlich ganz gut.“, rief sie über die Schulter während sie aus dem Portraitloch stieg.

Sie hatte noch eine Viertelstunde, dann war Sperrstunde.
Sie rannte durch die Korridore und kam vor der Bibliothek schlitternd zum stehen. Hastig suchte sie die Reihen ab.

Okklumentik. Okklumentik. Okklumentik .

Ihr Finger flog über die Buchrücken. Plötzlich blieb sie stehen und zog einen dicken Wälzer heraus.

Das Bewusstsein des Zauberers- Von Legilimentik bis zu Vielsaftdrank

Sie ging auf die Knie, legte das Buch auf den Boden und fing an heftig daran zu blättern.

Legilimentik (lat. legere = lesen und mens = Gedanke, Geist) ermöglicht dem Anwendenden in das Bewusstsein und auch das Unterbewusstsein einzudringen.
Der zugehörige Zauber?legilimens' kann durch einen Schildzauber abgewehrt werden oder durch Okklumentik, wodurch der Angegriffene seinen Geist verschließt. Dieses erfordert jedoch große Anstrengung und Willenskraft.

Der Text ging noch weiter. Dem Zauber wurde ein gesamtes Kapitel gewidmet.
Natürlich hörte Hermine nicht zum ersten Mal von diesem Spruch. Snape hatte letztes Jahr vergeblich versucht Harry Okklumentik beizubringen. Es war nicht angenehm, wenn jemand in dem eigenen Geist herumwühlt.

Aber das war die Lösung!
Sie musste Legilimentik anwenden, so würde sie an die Erinnerungen herankommen. Wenn der Zauber sogar in die Tiefen des Geistes tauchte, so würde er sicher die verschollene Nacht finden.
Der einzige Haken war, dass sie Legilimentik nicht beherrschte und zu Snape würde sie ganz sicher nicht gehen!
Sie schlug sich mit der Hand gegen die flache Stirn. Natürlich! Snape! Plötzlich erinnerte sie sich, wie Harry ihr und Ron von einem Gespräch zwischen Malfoy und Snape erzählt hatte, dass er während Slughorns Weihnachtsparty belauscht hatte.
Snape hatte versucht heraus zu bekommen, was Malfoy vorhatte.

„Ah … Tante Bellatrix hat ihnen Okklumentik beigebracht, ich verstehe. Welche Gedanken versuchen Sie vor Ihrem Meister zu verbergen, Draco?“

Genauso hatte es Harry erzählt. Wort für Wort. Jemand der Okklumentik bis zur Perfektion beherrschte, hatte vielleicht auch Legilimentik erlernt.
Wie sie es auch drehte und wendete. Sie kam immer auf ihn zurück.
Er musste ihr helfen. Er musste in ihren Kopf sehen.
Sie musste Draco Malfoy gewähren in ihrem Geist herumzustochern. Das war definitiv eine Zumutung. Aber sie hatte die Wahl zwischen einem Tattoo, Snape und Draco. Und auch wenn dass unglaublich klang, Malfoy war da doch das geringere Übel.
Welch Ironie. Sie wollte die Nacht vergessen und damit abschließen und dafür musste sie sich an sie erinnern…und er würde sie dazu bringen.

„Das ist es!“, flüsterte Hermine erleichtert darüber, endlich einen Weg gefunden zu haben. Es

war als würde eine große Last von ihr abfallen, weil sie sich endlich sicher war, dass sie die Nacht vervollständigen konnte, und dann endlich bereit war zu vergessen. Doch dieses Triumphgefühl wurde mit einem Schlag zertrümmert.

„Was ist was?“

Hermine, immer noch auf dem Boden kniend, blickte alarmiert auf.

Malfoy.

Wer sonst.
Sie schlug das Buch hastig zu und rappelte sich von dem Boden auf.

„Darf ich dich darauf aufmerksam machen, dass wir uns mal wieder seltsamer Weise zu gleichen Zeit am gleichen Ort befinden?“

„Was heißt hier wieder? Das war das erste Mal!“, sagte er und machte eine unschuldige Miene.

„Das ist ein Mal zuviel!“, murmelte Hermine doch Malfoy fuhr unbeirrt fort.

„Ich habe dich nicht verfolgt. Ich habe dich gesucht. Ich muss mit dir reden.“

Hermine hatte plötzlich eine Art Déja-vu. Genau das gleiche hatte er am gleichen Ort vor ungefähr drei Wochen zu ihr gesagt. Damals hatte er sie gebeten zu schweigen. Sie war sich sicher, dass es auch der Anlass für dieses Gespräch war.
Hermine sah ihn erwartungsvoll an.

„Ich möchte nicht, dass du irgendwem von dem passiert, was letztens in dem Besenschrank passiert ist.“, brachte er schließlich hervor.
Sie sah ihn genervt an. Damals hatte sie es ihm klar gemacht: sie war nicht wahnsinnig! Niemals würde sie irgendwem von alldem erzählen, wobei ihr ihre eigene Gesundheit mehr am Herzen lag, als die Malfoys. Dass sie ihn für die Legilimentik brauchte, schob sie beiseite, sie war stinkwütend.

Hermine schnappte sich ihre Tasche, die neben ihren Füßen gelegen hatte, und drehte sich um zum gehen.

„Granger?“

Kurzerhand machte sie auf dem Absatz kehrt.

„Wie wäre es wenn du anfangen würdest Verantwortung zu übernehmen.“, keifte sie. „Weißt
du, bring dich einfach nicht in solche Situationen, dann musst du auch nicht immer wieder bereuen und unsere, besonders meine, kostbare Zeit damit verschwenden, zu versuchen deine Fehler zu vertuschen. Denn das wird jetzt auch nichts mehr bringen! Wir müssen jetzt halt mit den Folgen leben.“ Hastig schloss sie den Mund bevor sie noch weiterreden konnte und irgendetwas verraten konnte. Sie atmete heftig und blickte ihn zornig an.

„Wow! Das nenn ich mal einen Gefühlsausbruch.“
Hermine schrie genervt auf und drehte sich zum gehen. Doch er hielt sie zurück.

„Granger, bereuen ist vielleicht das falsche Wort.“

„Welches wäre dem Herr den angenehmer?“, schrie Hermine. „Dass du es verabscheust eine Vergangenheit mit mir zu haben?“
Malfoy ging weiter auf sie zu, bis er direkt vor ihr stand. Hermine blieb dort wo sie war Sie würde nicht vor ihm zurück weichen.
Er sah auf sie hinunter, sah ihr direkt in die Augen.

„Granger, hör mir doch einmal zu. Bei jedem Lehrer der Schule bekommst du das doch auch so formidabel hin. Ich sagte: bereuen ist vielleicht das falsche Wort.“
Hermine sah ihn an und als sie nicht reagierte, senkte er seinen Kopf zu ihr hinunter. Seine Lippen waren nur noch ein paar Zentimeter entfernt, da wurde ihr es klar. Es war nicht beleidigend gemeint. Dieser Satz, der aus seinem Mund so spöttisch und arrogant geklungen hatte, war eine Andeutung gewesen.

Sein Mund berührte ihren beinahe. Sie hatte nicht vor auszuweichen. Sie streckte sich ihm auch nicht entgegen. Sie wartete auf ihn. Sie wartete auf den Mund, den sie schon so oft geküsst hatte und vor dessen Besitzer sie trotzdem immer noch nervös war.
Sie dachte gerade, dass sie es nicht mehr aushalten könnte und fragte sich wo der ganze Raum zwischen ihren Mündern herkam, oder ob es daran lag, dass Draco sich in Zeitlupe bewegte, dass sie immer noch ungeküsst war, da hallte eine Stimme von der Tür her.

„Die Bibliothek schließt jetzt!“, rief Madam Pince barsch durch den Raum um die restlichen Schüler zu verscheuchen.

Draco und sie öffneten sie Augen. Versteckt zwischen den Regalreihen standen sie so nahe beieinander, dass Hermine sich fragte, ob Draco ihren Herzschlag hören konnte. Sie standen sich so nahe, doch sie berührten sich nicht. Ihre Körper, ja, auch ihre Münder, nur Millimeter voneinander entfernt.
Ohne ihren Blick abzuwenden, hob sie ihre Tasche auf. Dann drehte sich um und verließ die Bibliothek. Sie ging die Korridore entlang. Draco folgte ihr, immer ein paar Schritte hinter dem Mädchen. Sie bog in den Verwandlungskorridor mit der Statue von Gregor dem Kriecher ein. Die erste Klassenzimmertür die sie erreichte öffnete sie mit einem Aholomora und lies sie offen stehen. Draco kam hinter ihr rein. Ohne auch nur eine Sekunde zu verlieren, trat er auf Hermine zu, die ihre Tasche auf den Boden hatte fallen lassen.

Ihre Lippen prallten gegeneinander. Gleichzeitig öffneten sie ihren Mund und ihre Zungen spielten miteinander. Seine Hände glitten unter ihren Umhang und Hermine zitterte, als seine Hände über ihre nackte Haut fuhren. Sie hatte ihre Arme um seinen Hals geschlungen und ihre Hände in seinem Haar vergraben, während er mit Händen über ihre nackte Taille strich und nach oben wanderte. Er löste seine Lippen von den ihren und küsste ihren Hals. Saugte sich in der Kuhle zwischen Schulter und Hals fest, während seine Finger immer noch unaufhaltsam weiter fuhren. Währenddessen strich Hermine mit ihren Händen über seinen Oberkörper. Ihre Finger wanderten unter sein T-Shirt und fuhren über seine Muskeln. Sie konnte nicht genug von ihm kriegen. Ihr Kopf wanderte wieder nach oben und ihr Mund suchte nach den Lippen, die sich so fremd und doch so unglaublich schön auf den ihren anfühlten.

Sie kam nicht von seinen Lippen los und verlangte sie immer wieder hungrig zurück, wenn er sich kurz von ihr lösen wollte.
Hermine fuhr mit ihren Händen über seinen Körper und befreite ihn nun endgültig von seinem Schulumhang. Er erschauderte als ihre kalte Haut seine Brust berührte.
Sie sah ihn verlangend an, schob ihn gegen ein Pult und drückte ihre Lippen wieder besitz ergreifend auf seine.


In dieser Nacht schlief sie nicht mit Draco Malfoy. Keiner von beiden hatte dazu gedrängt. Doch sie musste zugeben, dass sie genug getan hatten, als dass man es als nichts bezeichnen könnte. Und als sie sich voneinander getrennt hatten, hatte Hermine ein wohliges Gefühl in ihrem Unterleib verspürt.
Er war nach rechts abgebogen und die Treppen zu den Kerkern hinunter gestiegen, während sie nach links abgebogen war um die Treppen zu ihrem Gemeinschaftsraum hochzusteigen.


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