
von Sahra X. Reithis
Chapter 6:
Ich starrte den Mann an. Er trug blau… blau… Woran erinnert mich das? „Wer bist du?“, fragte eine Frau mit knall pinken Haaren. Ich zögerte und meinte: „Rapunzel…“ Alle sahen mich verwirrt an. „Märchenfee“, schnaubte ein Mann mit einem stahlblauen Auge. Ich sah in verwirrt an. „Mehr weiß ich auch nicht“, flüsterte ich. „Aber ich“, meldete sich der Mann mit dem blauen Umhang. „Kommst du mal?“ Ich nickte und folgte dem Mann in ein Zimmer. Als er die Tür geschlossen hatte und sich gesetzt hatte, sagte er: „Du bist also hier aufgetaucht. Nun, du bist wohl sehr verwirrt, oder?“ Ich nickte und hörte ihm weiter zu: „Kannst du dich an deine Schulzeit erinnern?“ Ich überlegte und antwortete: „Nein… ich kann mich an nichts erinnern, was vor dem Aufwachen passiert war…“ Der Mann sah mich lange an, bis er sagte: „Das ist nicht gut… Weißt wer ich bin? Wenn nicht rate einfach mal.“ Ich dachte lange nach. Irgendwie verband ich mit ihm die Farbe Blau… blau… blau… Blauer Phönix… „Sind sie der blaue Phönix?“, fragte ich scheu. „Der, der mir den Brief geschrieben hat?“ „Ja… genau… Wer bist du?“, wollte er von mir wissen. „Rapunzel?“, gab ich wieder schüchtern zurück. „Ja… und nein…“, antwortete der Mann. „Aber wer sind sie?“, wollte ich nun endlich wissen. „Ich… bin Albus Dumbledore“, antwortete er fröhlich. „Und ich bin froh dich wieder zu sehen… Ich glaube, dass ich nicht der richtige bin, um dich über deine Vergangenheit aufzuklären…“ „Ich will es jetzt aber endlich wissen“, flehte ich. „Du wirst hier bald jemandem finden, der dir das alles erklären kann…“, meinte Dumbledore und stand auf. Auch ich erhob mich und verließ auf eine bedeutende Handbewegung von Dumbledore das Zimmer. Draußen sahen mich alle an, doch Dumbeldore sagte: „Lass sie erst mal alle in Ruhe und kommt bitte alle mal hier herein…“ Die versammelten drängten sich ins Zimmer und ich stand alleine im Flur. Langsam ging ich die Treppe hoch und stand in einem langgezogenen Flur mit vielen Türen. Ich ging langsam weiter, bis vor mir plötzlich eine Tür aufging und mir voll vor den Kopf schlug. Mir wurde schwarz und ich spürte, wie ich auf den Boden fiel. „Oh…“, hörte ich eine seltsam vertraute Männerstimme. „Tut mir Leid!“ Ich schmeckte mein Blut und verspürte einen ungeheuren Schmerz in meiner Nase, meiner Schläfe und meines Kiefers. Ich fühlte mich betäubt, meine Stimme versagte mir den Dienst und meine Gliedmaßen ebenfalls. „Hallo?“, fragte der Mann wieder, doch ich schaffte es wieder nicht zu antworten. Plötzlich spürte ich starke Arme, die mich vom Boden hoben und fort trugen. Als sie mich wieder runterließen, lag ich auf etwas weichem… doch, davon bekam ich nicht mehr viel mit, denn mir wurde schwarz vor Augen und ich verlor das Bewusstsein. Als ich die Augen wieder aufschlug, sah ich in stahlgraue. „Pad…“, es war unbewusst geschehen, ich hatte keine Kontrolle über meine Worte gehabt. Der Mann lächelte, schloss die Augen und seine Lippen kamen meinen immer Näher- bis… bis sie zu einem zarten Kuss verschmolzen. Ich spürte eine warme Hand in meinem Nacken und eine weitere auf meinem Rücken. Beide drückten mich an den Mann, der sich neben mich aufs Bett gelegt hatte. Wir kuschelten uns aneinander, ohne dass ich meinen Körper kontrollieren konnte. Ich fühlte mich angezogen von diesem Mann. „Du bist wundervoll!“, flüsterte er und begann meinen Hals zu küssen. War ich ein Flittchen? Das war schon der zweite Mann binnen weniger Nächte, doch es fühlte sich mit diesem Mann wunderbar an. Ich schlang meine Arme und Beine um seinen Körper. Nähe… Wärme… alles war merkwürdiger Weiße vertraut. Ich küsste ihn und drängte nach mehr. Und ich bekam ach mehr…
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