
von Sahra X. Reithis
Schon das Nächste Kapitel :D
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Mitten in der Nacht wachte ich auf. Der Mann lag immer noch neben mir. Es war mir nicht unangenehm, aber irgendwie seltsam. Vorsichtig stand ich auf, zog meine Sachen wieder an und ging durch das Haus. Draußen schienen die Sterne und der Mond. Ich fand die Haustür und huschte hinaus. Die Nachtluft tat mir gut, sie schien mich zu beleben. Ich rannte los, kaum dass ich das Gartentor vor dem Haus passiert hatte. Es war Menschenleer. Das Haus, aus dem ich gekommen war, war das Einzige. Man hörte nur die Brandung des Meeres. Wieder tauchte ein Bild vor meinen Augen auf. Das Bild einer Sonne die Meer versank. Dann war wieder das Bild eines großen schwarzen Hundes. Ich wurde immer schneller und schneller. Meine Umgebung sah ich klar, doch als ich nach ca. fünf Minuten stehenblieb konnte ich das Haus und das Meer nicht mehr sehen. Ich stand in einem Wald. Es war ein dunkler unheimlicher Wald, doch ich fühlte mich hier sehr wohl. Die Dunkelheit umgab mich wie ein weiches angenehmes Kleid. Ich mochte es sehr und rannte wieder los- ohne Plan wohin und wodurch ich lief. Unter meinen nackten Füßen spürte ich Dornen und Steine, aber ich schenkte ihnen keine Beachtung. Als ich wieder stehenblieb stand ich am Rand eines Moores. Ich lief vorsichtig weiter und beschritt schließlich einen Tümpel. Diesmal fand ich es schon ab artiger, was ich unter meinen Füßen war. Ich war mir sicher, dass es Knochen und andere ehemals lebendige Materie war. Mir drehte sich fast der Magen um, als ich sah, wie ein missgestaltetes Wesen an einem halbverwesten Körper kaute. Ich verließ den Tümpel und kam an einer kleinen Insel wieder an Land. Ich suchte Deckung in einer kleinen Höhle, als ich die Sonne aufgehen sah. Ich wusste nicht warum, aber ich schien eine gewisse Abneigung gegen den Feuerkörper zu haben. Kaum, dass sie aufgegangen war, schlief ich tief und fest ein. Als ich wieder aufwachte, brannte meine Haut wie Feuer. Draußen stand die Sonne noch am Himmel und ich zog mich mehr ins Innere der Höhle, wo die Sonne keine Change mehr hatte mich mit ihrem Licht zu verbrennen. Kaum herrschte wieder Dunkelheit, da schlief ich auch schon ein. Als ich das zweite Mal aufwachte war es wieder Nacht und ich fühlte mich wieder wohl. Ich verließ die Höhle und setzte meine Wanderung fort. Ich wanderte die ganze Nacht, durch Moore, durch Wälder und über weitläufige Heideländer. Doch kein Zeichen von Schwäche stellte sich ein, keine Schmerzen in meinen Füßen oder Beinen. Erst als die Sonne wieder aufging, zog es mich wieder in einen Licht dichten Unterschlupf. Meine Haut hatte bei der Sonne wieder angefangen zu brennen. Was war mit mir los? Ich wusste nicht, wer ich war und was mit los war. Vor allem, wer war dieser blaue Phönix. Wieso wusste er über mich Bescheid? Und wer war dieser Mann gewesen, der in mein Haus gekommen war? Mein Leben bestand aus fremden Leuten und Ungewissheit. Ich fühlte mich einsam und sehnte mich nach einem Menschen, der mich fest in den Arm nahm und meinte, dass alles besser wird. Ich fing an zu weinen, meine Tränen branden wie die Sonne auf meiner Haut. Doch ich weinte, bis der Schlaf über mich kam.
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