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Fanfiction

Das Erbe von Gryffindor - I. Weil ich Dich liebe - Kapitel 12: Selige Ignoranz

von MissMaryan

Kapitel 12: Selige Ignoranz

Irgendwo, inmitten eines Waldes, befand sich ein stark baufälliges Haus. Das Wetter hatte die hölzernen Fensterläden ergrauen lassen und Holzwürmer hatten sich dort ein Heim errichtet. Giftiger Efeu suchte sich seine Wege an und in das Mauerwerk und hatte im Laufe der Jahre das Gemäuer erobert. Von der Tür war nur noch, ein ebenfalls von Efeu behangener, Durchgang geblieben, der nach sich suchen ließ. Dies war jedenfalls die äußere Erscheinung, denn niemand hätte vermutet, dass sich im Inneren ein durchaus passables Heim befand. Wenn auch das Wort Heim den Sinn dieses alten und großen Hauses verfehlte. Im Inneren befanden sich mehrere kleine Räume, die durchaus als komfortabel durchgehen könnten, in denen sich eine kleine Gruppe schwarz gekleideter Gestalten den Ausführungen eines Mannes, mit erschreckend roten Augen, widmeten.
In einem anderen Raum, schwarz und modrig, befand sich eine junge Frau mit leuchtend roten Haaren, die einen Kontrast zu ihrer Umgebung darstellten. In der Tat war eben jene junge Frau das Gesprächsthema der Gruppe, welche sich soeben vom Tisch erhob, an dem sie saßen. Nur ein Mann verharrte an seinem Platz, der sich am Kopf der Runde befand. Dem Verhalten der anderen Gestalten war zu entnehmen, dass dieser Mann einen überaus wichtigen Rang unter ihnen bekleidete. Er war ihr Anführer, ihr Meister, ihr Führer aus dem Untergrund, direkt an die Macht. Sein Name: Lord Voldemort.
Dieser selbst ernannte Lord hielt ein Lachen zurück. Über so etwas Triviales wie Gefühle, war er, in solchen Augenblicken, ganz und gar erhaben.
Ein kleiner stämmiger Mann brachte die junge Frau hinein, die schlaff und gefesselt in seinen Armen lag, voll und ganz dem Willen ihrer Entführer ausgesetzt. Die roten Haare fielen über ihren nach vorne gefallen Kopf, und verdeckten so den Rest ihres Gesichtes. Hätte sie aufrecht gestanden, hätten ihre Haare mit Sicherheit bis auf ihren Rücken gereicht. Dreck hatte sich in ihnen verfangen und ihre Kleidung war staubig. Stumm setzte der Diener die Frau auf einen Stuhl ihm gegenüber, den Kopf in den Nacken gelegt, das Gesicht nun deutlich zu erkennen. Sie waren alleine in dem Raum, der nur von einzelnen Kerzen erleuchtet wurde.
Der Lord richtete sich auf und kam auf die Frau zu. An ihrem schwarzen Umhang konnte er zwei Abzeichen erkennen, das eine war ihm so vertraut, wie das andere zuwider. Er streckte seine langen, dürren Finger aus und fuhr sanft das Silber nach. Seine spinnenartigen Gliedmaßen ertasteten das Wappen von Hogwarts, mit allen seinen Erhebungen und Vertiefungen. Ganz deutlich zeichnete sich das S heraus. Zu seiner Zeit hatte er das Pendant dazu besessen, welches nun den Umhang des Potterjungen zierte. Ja, er, Lord Voldemort, war einst Schulsprecher von Hogwarts gewesen.
Mit sanften Fingern rückte er das Schulsprecherabzeichen wieder zurecht, den Drang es dem Mädchen wegzunehmen, unterdrückend. Sie könnte seiner nie würdig werden.
Nun streiften seine Finger die feine Stickerei ihres Gryffindorabzeichens. Einer plötzlichen Eingebung folgend nahm er seinen Zauberstab zur Hand und fuhr an den Rändern des Abzeichens entlang, welches sich mehr und mehr vom Umhang löste. Federleicht fühlte es sich in seiner Hand an, doch er drückte es fest zusammen,als ihn Wut überkam. Gryffindor hatte sich Slytherin in den Weg gestellt und ihn schließlich aus Hogwarts vertrieben. Dieses Mädchen würde zahlen, Gryffindors Erben würden zahlen.
Sich besinnend nahm er dann doch noch das Schulsprecherabzeichen und schnitt eine dünne Strähne roten Haares ab, bevor er seinen Zauberstab auf das Gesicht des Mädchens richtete und „Enervate“ sagte, klar und emotionslos.

oOo

Alice Prewitt und Marlene McKinnon saßen eng beieinander auf einem Bett im Schlafsaal der Gryffindor Siebtklässlerinnen und warteten.
Warteten auf ein Wunder, das nicht geschehen würde. Sie warteten auf nichts, denn sie warteten auf Lily.
Es war Samstagabend und McGonnagall hatte ihnen mitteilen müssen, dass Lily von Todessern entführt worden war. Und so saßen die beiden Freundinnen hier seit einigen Stunden, sich stumm Halt gebend.
Beide waren reinblütig und hatten so Lord Voldemorts Aktivitäten mit verfolgen können. Der Tagesprophet berichtete beinahe täglich über neue Entführungen und Morde. Muggel gleichermaßen wie Hexen und Zauberer. Aber in diesem Augenblick wünschten Alice und Marlene sich nichts mehr, als das sie nicht unter Zauberern aufgewachsen wären. Ihre Herkunft machte es den Freundinnen unmöglich, einfach die Augen zu verschließen und zu hoffen. Aber Hoffnung konnte es keine geben, nicht mit Lord Voldemort auf dem Vormarsch.

Am nächsten Morgen fanden sich die beiden Freundinnen in ihrer Alltagskleidung auf Lilys altem Bett im Mädchenschlafsaal wieder. Die Sonne schien viel zu freundlich durch das Fenster und warf die Mädchen unbarmherzig in die Realität zurück. Langsam richteten sie sich auf, unsicher was sie tun sollten, doch ein männlicher Schrei ließ sie aufhorchen. Neugierig verließ Alice den Schlafsaal, gefolgt von Marlene. Ihr Weg führte die Mädchen direkt in den Schlafsaal der Marauder. Die Tür war nur angelehnt und so konnten die Freundinnen James letzte Worte mithören: „Sirius, ist es egoistisch, dafür am Leben bleiben zu wollen?“
„Wofür am Leben bleiben zu wollen, James?“ fragte Marlene, als sie die Tür aufstieß und den Raum betrat, dicht gefolgt von Alice, die sich auf Franks leeres Bett fallen ließ. Verwunderte Stille trat ein, in der Sirius die Mädchen musterte. „Ist auch egal.“ Antwortete er dann schließlich auf Marlenes Frage.
„Wo sind Frank, Remus und Pettigrew?“ wollte Alice wissen.
„Poppy wollte Remus nach gestern vorsichtshalber über Nacht da behalten“ log Sirius gekonnt, und fuhr fort: „Frank, der ist wahrscheinlich mit seinen Freunden Frühstücken und wo Peter steckt, da hab ich keine Ahnung.“ Wie immer öfter in der letzten Zeit, musste Sirius sich eingestehen.
In diesem Augenblick öffnete sich die Tür zum Schlafsaal erneut und Frank trat ein. Als er Alice auf seinem Bett sitzend sah, kam er sofort zu ihr herüber und schloss sie in seine Arme. Sein Mund an ihrem Ohr flüsterte er sanfte und beruhigende Worte, während er sie vorsichtig schaukelte.
Auf einmal fühlte Marlene sich fehl am Platz. Alice und Frank waren in ihrer eigenen Welt versunken und James und Sirius saßen stumm auf James` altem Bett, aber erst in solch einer Situation konnte man erkennen, wie nah sich die beiden Marauder standen. Marlene war der Eindringling in zwei solch intimen Beziehungen, sei es nun die von Freund und Freundin, oder die von zwei Brüdern. Also beschloss sie zu gehen, ohne weiter zu stören.
Gerade, als sie sich drehte und Richtung Tür schritt, fühlte sie, wie eine Hand sich um ihr Handgelenk schloss. Neben ihr stand Sirius, der sie zurück führte und auf James` Bett zog, wo er zuvor gesessen hatte. Ein starker Arm schlang sich sanft um ihre Schulter und Marlene ließ ihren Kopf auf Sirius` Schulter sinken. Ihr Arm suchte James, und drückte auch ihn. Zwar kannte Marlene James nicht wirklich, doch in dieser Situation war es egal.
Und endlich flossen die Tränen, von denen Marlene nicht wusste, dass sie sie zurück gehalten hatte.

oOo

Sanft flatterten Lilys Augenlider auf und enthüllten stechend grüne Augen, welche rote Schlitze in einiger Entfernung ausmachten. In der Tat saß Lord Voldemort einige Sitze entfernt von ihr und sah ihr tief in die Augen. Lily musste unwillkürlich schaudern, als sie etwas, oder vielmehr jemanden, in ihrem Kopf spürte. Erinnerungen aus ihrer Kindheit und ihrer Hogwartszeit drängten sich ungebeten vor Lilys inneres Auge. Bilder wurden zu Szenen, welche sich miteinander zu einem bunten Gewirr vermischten. Es war, als ob Voldemort in ihrem Kopf suchte, wie in einem Bilderbuch. Manche Erinnerungen stachen mehr heraus, als andere. Doch alle wiesen sie eine besondere Eigenschaft auf: in allen tauchte James auf.
Die erste Zugfahrt und die Auswahlzeremonie, verschiedene Situationen, in denen James sie nach einem Date gefragt hatte, der letzte Monat, in dem sich so viel zwischen ihnen verändert hatte, und ihr Date am Samstag.
„Interessant“ murmelte Lord Voldemort, als er aus ihrem Kopf verschwand. „Nun Lilian, kommen wir zum Geschäftlichen. Ich möchte, dass Du mir hilfst. Du fragst dich bestimmt, wie ein Schlammblut, wie du, diesem größten aller Zauberer-“
„-Sie können ihn auch einfach Dumbledore nennen“ warf Lily sichtlich gereizt ein. Sie verstand das alles nicht. Als die Todesser sie in Hogsmeade eingekreist hatten, war sie sich sicher gewesen, dass sie es einfach auf das Abschlachten von Muggelgeborenen abgesehen hatten. Aber hier saß sie vor Voldemort persönlich, welcher ihr in einem neutralen Ton eine Art Deal vorschlug. Es war einfach absurd. Ihre Gedanken wurden jedoch von einem überraschend einsetzenden Schmerz unterbrochen. Voldemort stand vor ihr, Zauberstab auf sie gerichtet und den Zauberspruch noch auf den Lippen. „Crucio“ Das war schon eher der Dunkle Lord, den Lily aus dem Propheten kannte. Komischerweise war der Schmerz genauso schnell versiegt, wie er aufgekommen war. Voldemort schien sich wieder beruhigt zu haben.
„War Dir das eine Lehre, Schlammblut?“ Höhnte er. Lily schüttelte den Kopf. „Dann muss ich mir wohl etwas anderes überlegen... Bellatrix!“ rief er, und nun betrat Bellatrix Lestrange den Raum, einen unheimlich unterwürfigen Blick auf ihrem Gesicht, der Lily ekelte. „Bella, ich vertraue auf deine Fähigkeiten. Bring sie zur Kooperation.“
Lord Voldemort zog seinen Zauberstab und richtete ihn auf den Tisch und mit einem Knall stand ein schwarzes Holzkästchen. Sorgfältig ordnete der Dunkle Lord das Schulsprecher- und das Gryffindorabzeichen in dem Kästchen an. Bellatrix kam kurz wieder, nur um ihm eine Phiole zu reichen, die mit einer dunkel roten Flüssigkeit gefüllt war. Blut, dreckiges Blut, dass vorgab rein zu sein. Nun folgten die Haarsträhne und eine persönliche Notiz für den Potterjungen, verfasst mit dem Inhalt der Phiole. Genau zur richtigen Zeit flog ein Rabe zum Fenster hinein, der das Paket ehrfurchtsvoll entgegennahm. Seine schwarzen, intelligenten Augen verrieten den Scharfsinn hinter dem Schnabel, den der Lord so schätzte. Eulen waren nützlich, doch er präferierte Raben für seine Nachrichten. Sie verliehen dem Ganzen doch viel mehr Klasse.

oOo

Marlene konnte sich nicht mehr genau erinnern, was sie genau getan hatte. Der ganze Tag war verschwommen, schlafen auf Sirius' Schulter oder das Tauschen von tröstenden Worten war zu einem einzigen Strudel aus Farben verschmolzen. Sie fühlte sich stumpf.
Irgendwann im Laufe des Tages waren Frank und Alice verschwunden und Remus in den Schlafsaal geschlüpft. James hatte den ganzen Tag über keinen Laut von sich gegeben. Meistens starrte er an die Decke, seine Gefühle weggeschlossen und für niemanden erreichbar. Plötzlich machte Sirius` Magen auf sich aufmerksam und zog Marlenes und Remus` Blicke auf sich, doch Sirius zuckte nur die Achseln.
Seine Beine waren eingeschlafen, während er auf James` Bett gesessen hatte und wollten ihn nun nur höchst widerwillig auf seinem Weg in die Küche tragen. Doch es musste sein. Sirius wandte sich ab, um in einem Haufen auf dem Boden zu wühlen, ehe er etwas Erstaunliches zu Tage förderte: einen silbrig schimmernden Tarnumhang. Auffordernd hielt er ihn Marlene entgegen, die daraufhin zu Sirius unter den Umhang schlüpfte.
Sie sprachen erst wieder, als sie sich in den verlassenden Korridoren wiederfanden. „Lass den Kopf nicht hängen, Marley. Lily findet ihren Weg bestimmt zurück“ Bei dem neuen Spitznamen brachte Marlene sogar ein schüchternes Lächeln hervor, schüttelte aber gleichzeitig den Kopf. Sirius, der sie bemerkt hatte, hielt inne und sah in Marlenes Augen. „Dumbledore lässt so etwas nicht zu. Wahrscheinlich sucht gerade ein Trupp Auroren nach ihr. Ein paar Todesser sind nichts gegen Moody und sein Team.“ Erneut rollten Tränen Marlenes Wangen hinunter, doch mit erstaunlich fester Stimme brachte sie hervor: „Aber was ist, wenn Voldemort sie hat?“ Sirius schlang seinen Arm erneut um ihre Mitte, bevor er ihr antwortete: „Wir können nur noch hoffen, dass dem nicht so ist. Denn wenn ja,...“ Er konnte diesen Satz nicht zu Ende sprechen. Er hatte schon von zu vielen großen Hexen und Zauberern gehört, die ein Treffen mit dem dunkelsten aller Lorde nicht überlebt hatten. James Großeltern zählten zu diesen Menschen. Um dies zu ignorieren, hätte er wirklich naiv sein müssen. Seine Eltern und Voldemort hatten ihm diese selige Ignoranz allerdings schon früh geraubt. Viel zu früh.

Einige Zeit später betraten Sirius und Marlene den Schlafsaal erneut, um dort neben James und Remus auch noch Frank, Alice und Peter vorzufinden. Die Turmuhr schlug gerade sieben, und Sirius und Marlene leerten ihre Taschen, als ein schwarzer Rabe, ein Päckchen in den Klauen, mit dem Schnabel ans Fenster klopfte. James, der sich etwas gefangen zu haben schien, reckte sich herüber und nahm das Holkästchen entgegen. Mit einem komischen Gefühl im Magen öffnete er es, und bei seinem Inhalt blieb ihm der Atem stocken. Vor ihm im Kästchen befanden sich zwei Abzeichen, eine rote Haarsträhne und eine Notiz. An ihn von Lord Voldemort: Deine Freundin war so freundlich dies bereit zu stellen...

... Mit den freundlichsten Grüßen, Lord Voldemort. Neben der Unterschrift prangte das Dunkle Mal, rot wie Blut. Lilys Blut.


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