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Fanfiction

Warum wir kämpfen - -16- Toujours Pur!

von Si-lee

-16- Toujours Pur!

Das Fenster war zur Hälfte heruntergelassen und drei Jungen lehnten sich weit hinaus. In der Mitte stand James grinste in die kalte Januarluft. Seine Mutter hatte schon aufgehört zu winken und wandte sich eben der Frau neben sich zu. Maria Lupin, Remus Mutter hielt ihr Hand noch oben und auch ihr Sohn, rechts von James, winkte noch. Peter hatte sich auf den Sitz gestellt und sich halb aus dem Fenster gelehnt, um seiner Mutter auch noch in der ersten Kurve winken zu können. James lachte, als Peter sich schnell nach drinnen fallen lies, als sie an einem Baum vorbei fuhren.
Sie setzten sich und Remus machte nachdenklich das Fenster zu. „Habt ihr Sirius gesehen?“, fragte er die Jungs. Sie schüttelten die Köpfe.

James schaute auf den Gang und machte dann hinter sich die Abteiltür zu. „Dort ist er auch nicht.“, erklärte er kurz und setzte sich dann auf die forderste Kante des Sitzes. „Aber ich muss euch was zeigen.“ Er kramte das Blatt aus der Hexenwoche hervor, welches er sich mitgenommen hatte und hielt es seinen Mitschülern hin. Peters Augen fingen sofort an von links nach rechts zu huschen, währenddessen Remus zunächst das Bild betrachtete. Trotzdem war Remus vor Peter mit dem Lesen fertig und schaute zu James hoch. „Hast du sonst noch was von ihm in den Ferien gehört?“ James verneinte. „Nein diesmal gab es keine Beerdigung und auf die Hochzeit waren wir auch nicht eingeladen. Meine Mum hat mir erzählt, dass Sirius darauf achten sollte was er in der Öffentlichkeit sagt.“

Peter war auch endlich fertig und schaute zu James. „Heißt das, er ist krank?“, fragte er verwirrt und zeigte auf den letzten Satz, indem die Hexenwoche dem jungen Black eine gute Genesung wünschte. James rollte mit den Augen und Remus fing an zu erklären. „Ja und Nein. Ich denke eher, sie meinen, dass es ihm nach dem Streit mit seiner Familie nicht so gut ging.“ Peter verzog das Gesicht. „Das heißt was genau?“, wollte er wissen. Er hatte sich auch hin und wieder mit seinen Eltern verkracht, doch die würden nie auf die Idee kommen ihrem Schätzchen etwas zu tun. Egal ob es nur ein 'Anschreien' war oder einen Klaps. James wollte gerade antworten als die Abteiltür aufgeschoben wurde.

Da stand er, Sirius Black, hatte den Koffer in der rechten Hand und die Linke unter seinem Umhang. Er grinste breit, doch das Grinsen hatte seine Augen noch nicht erreicht. „Na?“, fragte er in die Runde, zog seinen Koffer in die Mitte des Raumes und ließ sich neben James fallen. Dieser packte den Zeitungsartikel schnell weg, doch Sirius hatte ihn schon gesehen. Er gluckste kurz auf. „Man was seit ihr Klatschweiber. Mensch James, die Hexenwoche? Ist dir das nicht peinlich?“ James wurde etwas rot an den Ohren und drehte sich nun Sirius wieder zu. „Wenn man sonst nicht an Informationen über seinen Freund kommt.“, sagte er schulterzuckend und schaute auf Sirius Koffer.

Der junge Black folgte seinem Blick, zog seinen Zauberstab und ließ das Monstrum in schwarz auf die Gepäckablage fliegen. Peter machte große Augen, auch wenn er selbst diesen Zauber nun langsam richtig gut beherrschte. „Wie geht’s dir?“, fragte Remus vorsichtig nach. Die Jungs wusste bereits, dass diese Frage bei Sirius immer sehr unterschiedliche Gefühlsausbrüche nach sich ziehen konnte. Entweder er reagierte wie eine wild gewordene Tarantel und versprühte Gift in alle Ecken, oder er lachte, so wie er es jetzt tat. „Wie solls mir gehen?“, fragte er spöttisch nach und das Thema war für ihn beendet.

James suchte nach seiner linken Hand, an dessen Fingern er immer ablesen konnte, wie nervös Sirius wirklich war, doch diese hatte er noch immer unter dem Umhang versteckt. James kratzte sich am Kopf und warf Remus einen vielsagenden Blick zu. Und Peter sprach es aus. „Sag mal, was meinte die Hexenwoche mit Genesung?“ Sirius Miene verdunkelte sich und er starrte Peter wütend an. James erwartete schon ein typisch bissigen Kommentar von Sirius, doch dieser schien heute einen guten Tag zu haben. „Ach, hab mir an der Hand wehgetan.“ Er zog den linken Ärmel runter und zeigte den Jungs seine verbundene Hand. „Nichts schlimmes.“, kommentierte er, als würde er über das Wetter reden. „Und wie waren eure Ferien?“

Peter, der froh zu sein schien, dass Sirius ihn nicht gleich angefallen hatte, fing an zu erzählen. „Oh wunderschön! Bei uns hat es so viel geschneit. Ich habe mit Dad ein großes Iglu gebaut, indem haben wir sogar eine Nacht geschlafen. Und dann war da ja auch noch Weihnachten...“, schwärmte er und bekam ganz rote Bäckchen. „Ich habe ein Zaubererschachbrett von meinem Onkel geschenkt bekommen. Vielleicht besiege ich dich ja dieses Jahr, Sirius.“ Dieser lächelte Peter zu. „Wir werden es sehen!“
James lies die beiden reden und lehnte sich auf seinem Sitz zurück. Er fragte sich, was Sirius wohl mit der Hand gemacht hatte, doch dieser schien nicht darüber reden zu wollen. James wusste, dass man fast jede Wunde mit einem Zauber recht schnell beheben konnte. Besonders von der Familie Black hatte er erwartet, dass sie Sirius sofort heilen würden. Ihm kam die ganze Sache doch recht merkwürdig vor. Er schaute den Jungen ihm gegenüber an und merkte, dass Remus ähnliche Gedanken zu haben schien. Remus sah James an und zuckte mit den Schultern. Wer keine Hilfe will, dem kann man auch nicht helfen..., dachte James und schaute zum Fenster.

Die Landschaft war überzogen mit weißem Puderzucker und die Bäume trugen schwer an der Last des Schnees. Aus den Häusern, an denen sie vorbeiflogen, stiegen dunkle Rauchschwaden auf und fast überall brannten schon Lichter. „Kommt lasst uns irgendetwas anstellen...“, holte Sirius James aus seinen Träumen. „Was denn?“, fragte Peter ganz aufgeregt und rückte noch ein Stück nach vorne. Sirius runzelte die Stirn. „Wir müssen Malfoy noch einen Streich spielen!“, fiel es ihm wieder ein und James wandte sich ruckartig zu Sirius um.
„Meinst du, dass ist so eine gute Idee?“, sprach er ihn von der Seite her an und deutete mit einem Nicken auf die Hand. Sirius lies sie wieder unter dem Umhang verschwinden und fragte: „Warum nicht? Meinste ich zaubere mit links?“
„Nein, aber-“, begann auch Remus Sirius zu Vernunft zu bringen. „- was aber? Habt ihr Angst, die Hand würde mir abfallen? Macht nicht so ein Theater. Das verheilt sicher ganz schnell.“

Peter schien die Einwände von Remus und James ebenfalls nicht zu verstehen. „Und selbst wenn er mit links zaubern würde, wir sind ja zu Viert, wir passen schon auf ihn auf.“ James musste sich ein Auflachen verkneifen, doch Sirius stimmte Peter zu. „Eben. Also, hat jemand Vorschläge?“, fragte er in die Runde und das Funkeln hatte endlich auch seine Augen erreicht. James zuckte mit den Schultern und sagte. „Wir haben noch die Stinkbomben von Zonkos.“, fing er an aufzuzählen. Sie hatten den Streich vor den Ferien aufgrund der miesen Stimmung von Sirius lieber fallen lassen. „Gute Idee! Wir schleichen uns an deren Abteil, zaubern irgendwas, dass sie abgelenkt sind und verpesten sie dann.“ Sein Grinsen wurde noch breiter. „Das gute ist, sie werden den Mief im Zug nicht los und müssen die ganze Zugfahrt darin sitzen!“ Selbst Remus musste über diese Vorstellung lachen und damit war die Sache beschlossen.

~*~*~

James hatte Peter und Sirius je drei Stinkbomben gegeben. Sie hatten zuvor ausgemacht, dass sie gleich zwei Abteile verpesten wollten. Sirius und Remus gingen zum Abteil der Siebtklässler. Sirius brannte darauf es Malfoy heim zu zahlen. Für was war er sich nicht mehr so ganz sicher. Auf der einen Seite für den Angriff auf Peter, doch dieser war eigentlich schon zu lange her. Zum anderen wegen den höhnischen Kommentaren die Lucius Sirius gerne hinterher rief. Auf jeden Fall jedoch für das hochnäsige Gehabe und die Strafe die Sirius wegen diesen Burschen von seinem Großvater kassiert hatte. Ihm war bewusst, dass Malfoy für diese Strafe nichts konnte. Er wusste auch, dass es Malfoy an der Hochzeit nicht darauf angelegt hatte Sirius schlecht zu machen. Aber er war wütend. Wütend auf die ganze Bagage von Reinblütern... und da hielt am besten Lucius für her.

Remus folgte ihm mit knappen Abstand und hatte den Zauberstab bereit. „Wie lenken wir sie ab?“, flüsterte er dem schwarzhaarigen zu. „Du zerbrichst die Fensterscheibe, ich schmeiße... und dann nichts wie weg!“ Remus verzog den Mund. „Aber dann sehen sie dich.“, erklärte Remus. Sirius zuckte mit den Schultern. Was kümmert das jetzt noch?, dachte er sich. Er wollte jedoch Remus nicht beunruhigen. Der Junge hatte ihm im Zugabteil schon so merkwürdige Blicke zugeworfen und sich versteckt mit James über seine Hand Zeichen gegeben. Als ob mir sowas nicht auffallen würde...
„Na dann mach etwas Rauch oder sowas...“, schlug Sirius leise vor. Remus überlegte und entschied sich dafür einfach das Licht auszuknipsen und einen Schocker auf die Schüler los zu lassen. Das würde für genug Verwirrung sorgen.

Sirius war ein paar Schritte vom Abteil der Slytherins entfernt, als er Malfoys schnarrende Stimme hörte. „Ich hoffe wir können ihn am nächsten Hogsmeadwochenende treffen. Der Lord sagte er würde versuchen nach Hogwarts zu kommen. Schade das wir dann dort nicht mehr seine Schüler sind.“ Sirius lief es eiskalt den Rücken runter, als er sich vorstellte, dass dieser fahlhäutige Mann mit den rot schimmernden Augen ihr Lehrer sein würde.
„Los komm...“, murmelte er Remus zu und hoffte, dass dieser nicht noch lauschen wollte. Remus hatte die Stirn in Falten gelegt, doch er nickte Sirius zu. Leise zählte er: „Eins...Zwei...Jetzt! Depulso!“ Er platzierte den Zauber perfekt auf die mittlere Scheibe, die Sekunden danach zerbarst. Sirius schleuderte die Stinkbomben ins Abteil und Remus zauberte währenddessen das Licht aus. „Stupor!“, rief er gerade als im Abteilinneren das Geschrei losging. Sirius grinste breit und hatte nun auch seinen Zauberstab wieder in der Hand. Remus zog an seinem linken Ärmel. „Komm!“, rief er. Doch Sirius wollte noch nicht gehen. Er schickte den Slytherins noch ein paar nette Flüche durch die zerbrochene Scheibe und rannte, kurz bevor Malfoy sich aufrappeln konnte und die Tür aufstoßen konnte mit Remus weg.

Keuchend kamen sie in ihrem Abteil an und ließen sich auf die Sitze fallen. „Wo..ist..“ Sirius musste erst ein Mal Luft holen. „James und..“ Remus verstand was er sagen wollte. „Keine Ahnung.“ Er hatte eine Hand auf seine Rippen gelegt. „Man Sirius...“ Dieser grinste. „Ist doch gut gegangen!“
Sie brauchten noch eine Minute um wieder zu Luft zu kommen. „Verdammt wo stecken die beiden nur?“, fragte Sirius zum wiederholten Male und steckte den Kopf aus der Abteiltür. Vom vorne konnte man die zeternden Stimmen der Siebtklässler hören, von hinten eilige Schritte. „Na endlich...“ Er hielt James die Tür offen und wartete kurz auf Peter. James schüttelte jedoch den Kopf und Sirius stieß die Tür zu.

„Was ist passiert?“, wollte Remus sofort wissen. „Peter... Lily war's“ Remus stöhnte. Gerade Peter hatte es erwischt. „Sie hat ihn stolpern lassen. Echt gut kann die zaubern. Man denkt gar nicht, dass sie vor zwei Jahren noch nicht mal wusste, dass sie eine Hexe ist.“ Sirius setzte sich wieder und starrte aus dem Fenster. „So ein Mist. Wenn sie Peter erwischt haben, dann ist ihnen auch klar, wer die anderen Stinkbomben geschmissen hat.“, maulte er kurz. Remus schnaubte verächtlich. „Sag bloß, dass wolltest du nicht? Wer stand denn ewig vor der gesprungenen Scheibe und musste unbedingt selbst noch ein paar Flüche loslassen?“ Sirius murrte nur kurz. James jedoch sah Remus fragend an. „Wie meinst du das?“
„Ach unser lieber Mr. Black scheint es dieses Jahr darauf anzulegen erwischt zu werden.“, mutmaßte der Junge. Beide sahen sie fragend an. „Ach lasst mich doch. Ich gehe Peter holen...“

Die Abteiltür ließ er scheppernd zufallen und stapfte dann in Richtung Zugende. Schon von weitem sah er Schüler die sich die Nase zuhielten. Er musste grinsen. Immerhin haben sie das noch geschafft..., dachte er und hielt sich ebenso den Riecher zu. „Wir kommst du nur auf so eine dumme Idee, Pettigrew? Ach ja stimmt, sicher waren das Potter und Black... Die haben eh nur Flausen im Kopf.“, keifte da eine Mädchenstimme rum. Sirius tippe Lily Evans auf die Schulter und sagte näselnd. „Nana, Mrs Evans wieso so aufgebracht? Hattest du keine schönen Ferien mit deinem Freund?“ - „Black, nimm die Finger von mir.“, zischte Lily und wollte schon nach seiner Hand hauen, als sie sah, dass diese verbunden war. „Oh..“,sagte sie erstaunt und Sirius nutzte diesen Moment. „Aber Lily, du wolltest doch nicht nach einem Wehrlosen schlagen?“ Sie schnaubte und ihre Bäckchen nahmen die Farbe ihrer Haare an. „Du bist nicht wehrlos.“ Peter hatte sich wieder aufgerappelt und lächelte verlegen.

„Was ist hier los?“, fragte eine energische Mädchenstimme und Sirius rollte mit den Augen. Mist, zu spät... „Mrs. Evans?“ Lily drehte sich zu der Blondine um und erklärte in knappen Sätzen was vorgefallen war. „Ich wette es waren eigentlich Potter und Black.“, ergänzte sie, nachdem sie der Vertrauensschülerin erzählt hatte, dass sie Peter stoppen konnte und noch jemand anderes weggelaufen war. „Warum immer ich?“, fragte Sirius und hatte sich zuvor den Zauberstab in die schmerzende Linke gegeben. „Wie soll ich so bitte zaubern können?“
das Mädchen aus der Fünften musterte ihn, schien ihm dann aber zustimmen zu wollen. „Du hast ihn gesehen, also werde ich ihn auch melden. Und jetzt geht wieder zurück in euer Abteil!“ Lily war empört und wollte schon etwas sagen. „Ich lad dich auch zu uns ein, Evans. Hier stinkt es ja so...“, flüsterte Sirius ihr zu und sie schnaubte wieder.
„Komm Peter!“, sagte er zu seinem Freund und nachdem sie ein paar Schritte gegangen waren setzte er noch ein: „Hier sind wir fertig!“, dran.

~*~*~

Sie kamen im Dunkeln in Hogsmead an und fuhren mit den Kutschen den Weg zum Schloss hoch. Die Schlange an den Kutschen war dieses Mal enorm lang gewesen, da niemand mit den Slytherins zusammen fahren wollte und sie sogar eine leere Kutsche hinter ihnen her fahren ließen. Die vier Jungs hatten sich köstlich amüsiert. „Wir müssen bald den Weg nach Hogsmead finden...“, gestand James als sie die Kutsche gerade verließen.

„Das will ich überhört haben, Mr. Potter.“, fauchte eine spitze Stimme hinter ihnen und Peter fiel aus der Kutsche. „Das nützt Ihnen auch nichts Mr. Pettigrew. Wie mir Mrs. Clearwater gerade berichtet hat haben sie den Zug mit Stinkbomben verpestet?“ Sie schaute dabei eher die anderen drei Jungen an, denn Peter war noch damit beschäftigt sich wieder in die Senkrechte zu bringen. Er klopfte sich schüchtern den Schnee vom Mantel und starrte dann auf seine Schuhe. „Sie werden eine Woche bei mir Abends nachsitzen. Ich hoffe, dass wird Ihnen eine Lehre sein nicht bei allem Unfug mit zu machen.“ Der Getadelte nickte und sprach ein: „Ja, Professor.“, zu seinen schwarzen Lackschuhen. Prof. MacGonagall schien das genug zu sein. Sie wandte sich an Remus. „Mr. Lupin ich hoffe sie hatten erhellende Ferien und ihrem Hund geht es wieder besser.“ Sirius hätte fast los gekichert, doch er unterdrückte den Drang mit einem Husten.
„Geht es Ihnen nicht gut Mr. Black?“, fragte die Hauslehrerin der Gryffindors und man konnte eine Spur Besorgnis hören. „Mir geht es gut, Professor. Danke der Nachfrage.“ Sofort war er wieder in sein typisches Blackverhalten zurück gefallen, wie James erkannte. „Gut, dann hält sie sicher nichts davon ab direkt nach oben in den Schlafsaal zu gehen.“ Die Frau drehte sich zum Schlossportal und hielt es den Jungen auf.

Schnell huschten diese durch die Tür und die Treppe zum Gryffindorturm hoch. Dieser Lehrerin wollte heute Nacht keiner mehr begegnen.

Oben angekommen klagte Peter auch schon los. „Ich werde kaum mehr Zeit haben. Das Nachsitzen dauert sicher bis tief in die Nacht... und dann schaff ich meine Hausaufgaben gar nicht mehr.“ James hasste solch ein Gejammer und wollte sich gerade schon zu Wort melden. „Wir helfen dir Peter, mach dir keine Sorgen. James, Remus und ich machen einfach deine Hausaufgaben mit und du musst sie dann nur noch abschreiben.“ James, der vorher seinen Besen verwettet hätte, dass Sirius den kleinen Jungen auch anfahren würde, war höchst erstaunt. Nickte dann aber. „Klar. Ist doch Ehrensache. Wir haben immerhin zusammen Mist gebaut.“ Peter strahlte seine Freunde an und schon fand er die Strafe gar nicht mehr so schlimm.

~*~*~

Remus gähnte und ließ sich auf sein Bett fallen. „Endlich wieder hier.“ Sirius schaute ihn nachdenklich an. Er hatte in den Ferien viel über Werwölfe gelesen. Berichte von Gebissenen über die Schmerzen, die sie erlitten hatten. Tagebücher, die noch aus der Zeit seines Urgroßvater stammten, die von der Jagd nach den Werwölfen berichteten. Ein Buch war darunter gewesen, welches die Verwandlung eines Wolfes genauestens beschrieb. Sirius hatte die nächste Nacht wach gelegen, da er sobald er die Augen zumachte die grotesken Bilder im Kopf hatte. Ein Mensch dessen Haut aufriss als wäre sie nur eine lederne Schicht. Ein Wolf mit leuchtend gelben Augen und spitzen Zähnen der aufheulte, als würde er eine Speerspitze ins Herz gerammt bekommen. Er schluckte als er nun Remus betrachtete. Wie immer recht blass um die Nasenspitze. Seltsam ausgehungert, welches durch seine großen Umhänge noch mehr betont wurde. Erst in den Ferien hatte er begriffen was der Junge jeden Monat durchmachen musste.
„Ja endlich wieder zu Hause.“, bestätigte Sirius und schaute auf den roten Vorhang seines Bettes, den er in dem letzten Jahr lieben gelernt hatte.

James lag bereits und konnte die Augen nur noch mühevoll offen halten. Sirius merkte, dass ihm noch die ein oder andere Frage auf der Seele brannte. Er wollte nicht reden. Wollte keine Fragen beantworten, also ging er ins Bad, um sich den Blicken der Jungs zu entziehen.

Jetzt stand er vorm Spiegel und schaute sich in die grauen Augen. Die markante Nase erinnerte ihn an seine Familie und er spukte ins Waschbecken vor ihm. Noch erschien die Nase zu groß für sein Gesicht. Sie passte nicht zu den schmalen Lippen, nicht zu den dunklen Augenbrauen über seinen recht runden Augen. Er mochte seine Nase nicht. Es war eine ständige Erinnerung an seine Familie. Ein Markenzeichen der Blacks. Er wollte mit dem Daumen über seine Fingerkuppen fahren da durchfuhr ihn der Schmerz an der linken Hand wieder. Er biss die Zähne zusammen und schaute auf den weißen Verband.

Sein Großvater hatte verboten die Wunde zu heilen. „Es soll dich erinnern, damit du weißt wem du etwas schuldig bist.“, hatte er seiner Mutter erklärt. Sirius hatte daneben gestanden und sich gewünscht er hätte nichts gesagt. Walburga Black hatte genickt wie ein räudiger Köter. Wie sie alle vor Arcturus kuschten... verabscheuungswürdig.
Vor dem Oberhaupt verhielten sie sich alle wie kleine Kindern, die Angst hatten vor einer saftigen Strafe, hinter seinem Rücken bestraften sie diejenigen dafür, die noch eine Stufe unter ihnen standen. Oder die Schuld an der Strafpredigt hatten – in beiden Fällen traf es Sirius. Als Arcturus an diesem Abend im Dezember dem Grimmauldplatz den Rücken zugedreht hatte, hatte Walbruga ihren Ältesten am Ohr in ihr Büro gezerrt.

Sirius spuckte wieder aus. Ein klopfen durchbrach die Stille und Sirius sah im Spiegel, dass sich James durch einen Spalt in der Tür zwängte. „Sirius...“, begann er. Der Junge vor dem Spiegel schüttelte den Kopf. „Ich will nicht drüber reden, okey? Erzähl mir was schönes?“ Er drehte sich zu seinem Freund um. „Wie waren deine Ferien? Ist dein Dad wieder zu Hause?“ James nickte. „Klar. Zu Weihnachten immer.“ Sein Mund formte unwillkürlich ein lächeln. „Willst du nicht zu Madam -“
„Nein. Ich will nicht das es jemand sieht.“ James fuhr sich unruhig durch die Haare. Eine Geste, die er sich erst in Hogwarts angewöhnt hatte. „Ich weiß nicht...“, fing er wieder an und Sirius stöhnte auf. „Man. Ich sag es nicht noch ein mal und dann verhex ich dich, so wie ich gerne Malfoy vergexen würde.“ Jetzt grinsten die beiden wieder. „Das machen wir noch irgendwann. Zusammen, ja?“ - „Abgemacht. Und jetzt liebster Mr. Potter würde ich gerne duschen... also wenn du...“ James grinste, wie es nur ein angehender Teenie konnte. „Aber nur weil du es bist.“ Er schloss die Tür hinter sich und Sirius konnte ihn zu den Jungs sagen hören. „Er will nicht mit mir reden, sturer Hund.“

Sirius schaute auf den Verband und löste ihn vorsichtig. Er hielt die linke Hand unter den kalten Wasserstrahl und sah auf die dünne Narbe auf seinem Handrücken. Arcturus hatte ihm erklärt sie würde verblassen, wenn er es gelernt hätte. Sirius verzog das Gesicht. Er würde es nie lernen. Er wollte es nie lernen.

Toujours Pur!


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