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Fanfiction

Warum wir kämpfen - -19- Rumtreiber Ehrenwort

von Si-lee

-19- Rumtreiber Ehrenwort

Hätten die Jungs beim Frühstück mit dem Mondthema nicht so viel zu tun gehabt, hätten sie sicher verstanden warum so viele in Geschichte der Zauberei miteinander tuschelten. Nicht, dass sich nicht auch sonst viele in diesem doch recht langweiligen Fach unterhalten hätten, doch heute wurde zudem immer wieder der Tagesprophet durch die Reihen gereicht. Professor Bins lies sich von der allgemeinen Unruhe nicht stören. Er ratterte die Jahreszahlen der Trollkriege herunter und pinselte dazu ein paar Namen an die Tafel. Remus und Lily waren die Einzigsten die mitschrieben.

„Man was steht denn da so wichtiges drin?“, fragte Sirius Abigail irgendwann genervt, als die Zeitung zum dritten Mal in der Reihe vor ihnen die Runde machte. Abi drehte sich zu dem Grauäugigen um und reichte ihm das Titelblatt. „Ich dachte immer ein Black wäre in diese Politik interessiert.“, sagte sie stumpf. Sirius war kurz davor ihr eine passende Antwort zu geben, als er die Überschrift las.

Hogsmead – nicht mehr sicher?

Der junge Black schnaubte und ärgerte sich noch ein bisschen mehr über die Aussage. Eigentlich hatte er immer von Abigail erwartet, dass sie seine Familie und ihn nicht über einen Kamm scheren würde, dachte er sich. Das Mädchen vor ihm streckte ihm die Zunge raus. „Hä?“, fragte Sirius etwas perplex. „Sei freundlicher zu mir, dann bin ich es auch zu dir.“, flötete sie zur Antwort und drehte sich wieder nach vorne. „Mädchen.“, murmelte James neben ihm und beugte sich ebenfalls über den Artikel.

Heute morgen haben uns erschreckende Nachrichten aus dem kleinen Zaubererdorf Hogsmead ereilt. Der Ortsvorsteher und Besitzer des Süßigkeitenladens Honigtopf Mr. Adams eröffnete uns im exklusiv Interview, dass gestern merkwürdige Dinge geschehen sind.
„Neben dem schrecklichen Geheule aus der heulenden Hütte wurden wir gestern Nacht von unserem Alarmsystem aus dem Bett geklingelt. Es wurde nichts gestohlen, aber es waren definitiv Eindringlinge in unserem Geschäft.“, erzählte mir der aufgebrachte Herr, „Noch viel schlimmer war heute morgen die Nachricht von Mrs. Smith* und Mrs. Miller*, deren Männer nach ihrem Kneipenbesuch nicht mehr aufgetaucht sind.“ (*Namen von der Redaktion geändert)

Durch intensive Nachforschungen konnten wir herausfinden, dass die beiden Familien erst kürzlich in das sonst von hauptsächlich alteingesessenen Zauberern und Hexen bewohnte Dorf gezogen sind. Mr. Adams machte bei der Abteilung für magische Strafverfolgung die Aussage gemacht, dass die beiden Herren „nicht ins Dorfbild“ passten und es daher „kein Wunder“ sei, dass sie in seinen Laden eingebrochen sind. „Muggelstämmige finden hier einfach schlechter Arbeit.“, äußerte sich der Ortsvorsteher nach seiner Anzeige. Warum die Diebe nicht geklaut haben und warum sie ihre Frauen verlassen haben, ist bis jetzt noch nicht geklärt.

Der Schulleiter der Hogwartsschule für Hexerei und Zauberei Prof. Albus Dumbledore lies verlauten, dass das geplante Hogsmeadwochenende um eine Woche nach hinten vorschoben sei. „Ich mache dies lediglich um der magischen Strafverfolgungspatroullie genügend Raum und Zeit zu geben und nicht aus Angst vor angeblich freilaufenden Dieben.“, erklärte der alte Zauberer unserer Redakteurin. Das Prof. Dumbledore seit seinem Amtseintritt im September letzten Jahres recht lasch mit den Sicherheitsvorkehrungen der Schule umgeht ist bereits hinreichend berichtet worden. (Fortsetzung Seite 3)


„Wer hat den Mist den verkorkst?“, fragte James als er mit dem lesen fertig war. Sirius schaute auf die Anmerkung unter dem Bild und grummelte: „Rita Kimmkorn. Ich mag die Frau nicht.“ Sirius erinnerte sich nur zu gut an ihren letzten Artikel. Seine Mutter war ausgeflippt... doch daran wollte er jetzt nicht denken. „War ja klar, dass es zwei Muggelstämmigen in die Schuhe geschoben wird.“, murmelte er dann. „Dabei ist doch viel interessanter wo die beiden eigentlich sind?“, schaltete sich Abigail wieder in die Unterhaltung mit ein.
James grinste breit. „Die haben sicher nur zu viel getrunken und trauen sich nicht nach Hause.“ Das Mädchen vor ihnen schüttelte mit dem Kopf. „Auf Seite 2 sind zwei ausführliche Vermisstenanzeigen der beiden Männer abgebildet. Ich glaube kaum, dass das Ministerium die drucken lassen würde, wenn sie sich nur bei Freunden aufhielten.“
Sirius stimmte ihr zu und dachte an das Treffen mit Voldemort und den finsteren Gestalten zurück. Er drehte das Titelblatt um und schaute sich die Bilder der Vermissten an. „War ja klar...“, murmelte er in seinen nicht vorhandenen Bart.

„Was war klar?“, fragte James neben ihm und Sirius zeigte auf die Unterschrift der Bilder. Nach dem Besuch im Eberkopf nicht mehr auffindbar – Informationen eulenwendent an das Ministerium! James schaute geschockt zu seinem Freund. „Aber... das war ja genau die Kneipe in der wir auch waren.“ Sirius schnaubte. „Nein wirklich?“

Abigail die ihre Ohren gerne mal dort hatte wo sie eigentlich nicht hingehörten drehte sich wieder zu den beiden Jungen um. „Wie ihr wart in Hogsmead?“, fragte sie nach. James zuckte mit den Schultern. „Und wenn schon...“ - „Aber wenn ihr im Eberkopf wart, dann habt ihr die beiden vielleicht...“, begann Abigail einzuwenden. „Halt dich aus unseren Angeleigenheiten raus, Bagshot.“, maulte Sirius und reichte ihr den Tagesprophet. „...ihr müsst zu MacGonagall gehen, wenn ihr sie gesehen...“ James fuhr sich durch die Haare. „Wir haben nichts gesehen.“, grummelte Sirius nun schon etwas lauter und Abigail schien nicht besonders begeistert von dieser Reaktion zu sein. „Und wir werden ganz sicher nicht zu MacGonagall rennen.“, erklärte James und dachte an Hagrid. „Ihr seid... unmöglich.“, sagte Abigail eingeschnappt und drehte sich endgültig wieder nach vorne. „Was ein Glück, dass dich unsere Sachen nichts angehen.“

Sirius tat so als würde er Prof. Bins nun auch zuhören. Zwei Muggelstämmige waren verschwunden nachdem er diesen Widerling Voldemort im Eberkopf gesehen hatte. Das war schon ein merkwürdiger Zufall. Er bewegte die Finger seiner rechten Hand an seinem Daumen entlang. Er hatte sich schon gestern gefragt, was dieser Kerl hier zu suchen hatte... so nah an Hogwarts. Das war sicher kein Zufall.
„Sirius?“, kam die leise Stimme von James neben ihm wieder. „Was denn?“ Sirius wusste genau, was James wollte. Nur er wollte jetzt nicht über ihren gestrigen Ausflug reden.
„Über was denkst du nach?“, fragte der Junge neben ihm. Geschickt, James..., dachte er. „Nichts.“

„Och Sirius, du weißt...“ - „Das du keine Geheimnisskrämer magst, ja.“ James fuhr sich mit der Hand durch die Haare und die Bins rettete Sirius indem er die Stunde beendete.

~*~*~

„James war in Hogsmead.“, verkündete Abigail ihrem Bruder beim Mittagessen in der Großen Halle. Sie hatten es sich angewöhnt hin und wieder am Haustisch des jeweils anderen mitzuessen. Abigail vermisste ihren Bruder immer noch sehr stark und daher war sie froh, wenn sie Zeit mit ihm verbringen konnte. „Cool.“, gab Harvey zurück und stocherte im Spinat herum. „Vielleicht sagst du ihnen, dass es dir leid tut...“, versuchte Abigail die Laune ihres Bruder aufzuhellen. Harvey murrte und nahm noch eine Gabel, um nicht gleich wieder sprechen zu müssen.

Er wusste, dass er damals etwas überreagiert hatte. Immerhin hatten die Jungs Malfoy wirklich nur einen harmlosen Streich gespielt. Einen den er auf jeden Fall auch verdient hatte. Vielleicht war er ja wirklich aus diesem Grund in Hufflepuff und nicht in Gryffindor, doch das würde er niemals laut sagen! Er schämte sich etwas immer noch keinen Frieden mit James geschlossen zu haben, aber er wollte auch nicht vor seinem alten Freund zugeben müssen, dass er sich etwas nicht traute.

Harvey schaute zum Tisch der Löwen und sah die vier Jungen miteinander lachen. Er seufzte. „Vielleicht.“, gab er dann zu und Abigail grinste. Sie nahm sich noch eine Kartoffel und lehnte sich zu Fabian. „Sag mal was hältst du eigentlich von der Vermisstenanzeige?“, fragte sie um ein neues Thema in die kleine Runde zu bringen. „Ich weiß nicht. Die sind seit gestern Abend erst weg, sicher haben die sich nur verlaufen...“ Harvey lachte auf. „Klar weil man sich in Hogsmead ja auch so sehr verlaufen kann.“, unterbrach er seinen Freund.
„Was ist den mit der heulenden Hütte?“, warf das Mädchen ein. Die Hufflepuffs schauten sie neugierig an. „Na, ich dachte, eventuell hat es etwas mit dem Spukhaus in Hogsmead zu tun.“, schlug sie schon etwas schüchterner vor. „Wenn sie da irgendwelchen Geistern begegnet sind...“ Fabian verzog das Gesicht und deutete dann zum fetten Mönch, dem Hausgeist der Hufflepuffs, der sich mit einem Mädchen am Ende des Tisches unterhielt. „Wie wollen den Geister einen Menschen festhalten? Und dann auch noch zwei Männer.“

Auch Harvey hielt nicht viel von dem Einfall. „Glaub ich kaum. Aber die heulende Hütte ist sicher interessant...“ Abigail hob ihre linke Augenbraue und ihr Bruder lächelte sie nur verschmitzt an. In seinem Kopf hatte sich gerade eine Idee eingepflanzt. „Ich bin gleich wieder da.“, sagte er und machte sich auf den Weg zum Gryffindortisch.

~*~*~

Remus hatte mächtig Hunger. Nach einem Vollmond konnte er gar nicht genug essen um wieder genügend Kraft in seine Adern zu pumpen. Er schaufelte sich gerade die dritte Ladung Kartoffeln und das dritte Spiegelei auf seinen Teller, als Harvey zu ihnen rüber kam.
Die Jungs unterhielten sich immer noch über den neu entdeckten Geheimgang und was man mit seinem Wissen alles anstellen konnte.
„Hallo, ihr...“, sagte Harvey etwas schüchtern. Peter machte ihm etwas Platz und er setzte sich zu ihnen. „Ich..“, begann er doch James tat es mit einer Handbewegung beiseite. Remus lächelte. James wusste immer sehr genau, was einem schwer fiel.
„Schon okey, wir waren ja auch nicht besonders nett.“, gab er zu und Harvey wurde etwas rot um die Nasenspitze. Die Hauptspeisen verschwanden in diesem Moment und die Teller vor ihnen füllten sich mit einer bunten Mischung Apfelpie, Muffins und Hefegebäck. Sirius nahm sich einen besonders großen Muffin und reichte ihn Harvey. „Ist schon vergessen.“, sagte er dabei.

„Habt ihr schon was von der heulenden Hütte gehört?“, fragte Harvey und biss in seinen neu erworbenen Muffin. James und Sirius nickten sofort. Peter schaute etwas schüchtern aus der Wäsche und Remus fühlte wie ein dicker Klos in seinem Hals an Größe zunahm. Der Hufflepuff schluckte. „Wir haben grad über die Vermissten geredet... und da dachte ich mir, wäre doch spannend mal in die Hütte rein zu schauen. Vielleicht haben sich die beiden ja auch nur dahin verirrt.“ Auch Remus musste schlucken. Er starrte auf seinen Teller vor sich und schob ihn etwas in die Mitte. Der Appetit war ihm vergangen. Sirius beäugte ihn etwas genauer und schaute ihn fragend an. „Alles okey, Remus?“, fragte er vorsichtig nach. Der angesprochene nickte schnell.

„Oh ja! Die heulende Hütte wollten wir uns eigentlich gestern schon ansehen, stimmts Sirius?“, platzte James heraus. Remus wurde kreidebleich bei dem Gedanken die Jungs wären bei ihrem nächtlichen Ausflug in die Nähe der heulenden Hütte gekommen. Sirius sah Remus noch immer an und anstatt James sofort beizupflichten, wie es sonst seine Art war, zögerte er. „Ach, ich weiß nicht. Wir hatten gestern schon enorm Glück, dass wir nicht von der Schule geflogen sind.“ Harvey schaute zu James. „Stimmt das?“, fragte er gleich nach und Peter nickte. „Die beiden haben Hagrid beim Kartenspielen gestört und der hat sie zurück zum Schloss gebracht.“

Harvey sagte noch etwas nettes über Hagrid, doch Remus hörte schon gar nicht mehr richtig zu. Er nickte Sirius dankend zu und dieser zwinkerte zurück. Remus verstand nicht, warum Sirius das getan hatte, doch er wusste, er hatte es für ihn gemacht. Er musste unwillkürlich lächeln. Nahm sich sein Essen wieder vor und dachte sich. Ist es toll Freunde zu haben...

~*~*~

Die Sonne hatte sich für den heutigen Tag schon vor ein paar Stunden verabschiedet. Peter war bereits auf dem Weg zu seiner letzten Strafarbeit bei Prof. MacGonagall und Remus war todmüde ins Bett gefallen. Nur noch Sirius und James saßen zusammen bei einer Partie Schach im Gemeinschaftsraum und wartete auf Peter. Die letzte Strafarbeit musste man schließlich feiern... besonders wenn man sie eigentlich auch verdient hätte, dachte sich Sirius.

James, ihm gegenüber, war unkonzentriert. Er hatte schon seine beiden Läufer verloren und stellte sein Pferd gerade so ungünstig hin, dass Sirius es einfach schlagen musste. „Was ist denn los mit dir? Wenn du keine Lust zum spielen hast, sag es einfach.“, kommentierte Sirius das Geschrei des Pferdes. James schaute hoch. „Doch Lust schon... nur.“, er brach ab und schaute auf Sirius linke Hand. Er selbst hatte sich schon an den Verband gewöhnt. Die Wunde war schon fast verheilt und er suchte bereits in der Bibliothek nach einem Spruch, der die letzten Anzeichen verschwinden lassen würde. „Sirius, willst du mir irgendwann sagen, was es mit dem Mann gestern auf sich hatte?“, fragte James dann doch nach.

„Nein.“, kam die kühle Antwort. Sirius lies seine Linke im Ärmel seines Umhangs verschwinden und nickte dem Schachbrett zu. Der junge Potter nahm sich blind eine Figur und setzte sie zwei Felder nach vorne. „Das ist dein Bauer und nicht deine Dame.“, erklärte Sirius genervt. James schnaubte und setzte seine Dame. „Ich möchte es aber wissen... Immerhin verschweigen wir etwas dem Ministerium.“ Jetzt war es an Sirius sich James Lieblingshandbewegung auszuleihen und sich durch die Haare zu fahren. „Wir verschweigen dem Ministerium nichts. Wir haben sie nicht gesehen.“
„Aber wir waren da.“, wendete James ein. „Toll. Wollen wir gleich zu Gonni laufen, Hagrid verpetzten und unsere Tickets für den Zug nach Hause abholen?“, blaffte Sirius und ließ seinen Läufer der schwarzen Dame den Kopf abhacken. „Nein, aber ich möchte trotzdem wissen...“
„Ich werde es dir nicht sagen. Versteh doch, ich möchte mich aus den Angelegenheiten meiner Familie raushalten. Ich habe keine Lust die nächsten Ferien wieder mit...“ Er brach ab und erntete dafür einen besorgten Blick von James.

Viel zu tief hatte er sich in diese Situation schon hineingeritten, erkannte Sirius zu spät. Er wollte James nicht von seinen miserabelen Ferien berichten. Wollte ihm nicht erzählen was es mit diesen düsteren Gestalten eventuell auf sich haben könnte. Und wollte erst recht nicht sagen, dass seine Familie mit diesen Widerlingen vermutlich unter einer Decke steckte.

„Was willst du in den nächsten Ferien nicht?“, hackte James nach. Das Schachbrett hatte er längst vergessen. „Das!“, grummelte Sirius zur Antwort und legte seine linke Hand auf den Tisch. Diesmal blieb James still. Er fragte nicht, was er unter dem Verband verbarg. Er hetzte ihn nicht, endlich mit der Wahrheit herauszurücken. Er schaute ihn einfach nur an. Seine haselnussbraunen Augen zeigten ihm, dass er sein Freund war. Vermittelten ihm, dass er sich vor ihm nicht zu schämen brauchte und erklärten ihm, dass James ihn bedauerte. Nicht auf die Mitleidschiene, die Peter fahren würde, wäre er anwesend. Nein. James Potter bedauerte das Sirius solch eine Familie hatte und wünschte ihm etwas besseres. Das jedenfalls wollten die Haselnussbraunen den Grauen sagen.

Sirius öffnete den Knoten an der Innenseite seiner Hand und wickelte den Verband bedächtig ab. „Sag es keinem.“, sprach er ruhig. „Niemandem. Nicht mal Remus oder Peter.“, antwortete James ernst. Dann zeigte Sirius seinen Handrücken und James zog scharf die Luft ein. „Toujuors Pur?“, las er und schaute Sirius entsetzt an. „Wie haben...“
Schnell ließ Sirius seine Hand wieder verschwinden. „Stets rein, ja. Ich musste es schreiben. Keine Ahnung mit was mein Großvater die Feder verhext hat, damit sie wenn ich es schreibe es in meine Hand ritzt.“ Er musste schlucken, als er sich an sein Entsetzten erinnerte. Er kannte Schmerzen und das waren sicher nicht die schlimmsten gewesen. Doch er hatte bereits an diesem Abend gewusst, dass es schwer sein würde, sich nicht täglich daran zu erinnern.

„Die spinnen...“, murmelte James und fragte nicht mehr nach, was es mit dem geheimnisvollen Mann auf sich hatte.

~*~*~

Der nächste Tag war ein Samstag. Die vier hatten sich für den Nachmittag mit Harvey und Fabian am Quiddichfeld verabredet. Remus war sich sicher, dass bei dieser Begegnung das Thema 'heulende Hütte' wieder zur Ansprache kommen würde. Schließlich kannte er James nun seit gut zwei Jahren. Auch wenn Sirius gestern angemerkt hatte, dass es keine so gute Idee wäre, es gleich zu versuchen, würde sich James auf Dauer sicher nicht von einem möglichen zweiten Zusammenstoß mit einer Lehrkraft in Hogsmead abschrecken lassen.

Remus hatte also bereits am Abend beschlossen seine Freunde auch in das letzte Geheimnis um die Vollmondnächte einzuweihen, damit James sein Zögern richtig verstand. Die Jungs würden sicher nicht auf die Idee kommen ihm zu folgen. Sie wussten wie gefährlich ein Werwolf war, dachte Remus sich. „Hey, Jungs? Seit ihr schon wach?“, fragte er in die gemütliche Morgenstille. Von James Bett hörte man ein murren, welches genauso gut 'Ja' oder 'Nein' bedeuten konnte. Sirius machte seine Vorhänge auf und setzte sich in seinem Bett auf und von Peter hörte man ein gähnen. Remus entschied, dass das genug war.

„Ich muss euch noch was sagen.“, fing er vorsichtig an. Das waren die richtigen Weckworte für James. „Was denn?“, fragte er, nun fit wie ein Drachenjunges. „Nun. Ihr habt ja gestern von der heulenden Hütte geredet...“, machte er einen zweiten Versuch. Doch diesmal unterbrach ihn Sirius. „Und du willst uns jetzt erzählen, dass wir da nicht rein gehen dürfen, da du dich dort verwandelst.“, sagte er völlig platt. Peters Vorhänge wurden aufgerissen und er quiekte: „Echt?“ - „Woher wusstest...“, versuchte Remus den dritten Satz zu ende zu sprechen. „Na, nach deiner Reaktion gestern.“, antwortete James statt Sirius und grinste in die Runde. Stolz, dass er auch die richtigen Schlüsse gezogen hatte. „Oh.“
„Also stimmt es wirklich?“, fragte Sirius jetzt doch noch ein Mal nach und Remus nickte, was ein weiteres Quieken auslöste. „Wie spannend.“ Remus schluckte. Jetzt war er sich nicht mehr so sicher, ob er seine Freunde richtig einschätzte. „Ich bin... gefährlich dann.“, sagte er ernst zu Peter. „Der Wolf erkennt euch nicht und würde... ich würde...“ - „Nicht zurückschrecken uns etwas anzutun. Schon klar, Remus. Ich hätte fast einen Vortrag über Werwölfe gehalten. Wir sind sicher nicht so dumm und schleichen beim nächsten Vollmond um die Hütte herum.“, erklärte Sirius. Der pummelige Junge nickte bekräftigend.

Ein merkwürdiges Schweigen breitete sich über dem Gryffindorschlafsaal aus und Remus zupfte an einem losen Faden in seiner Pyjamahose herum. Er hasste es über sein Wolf-dasein zu reden. Mochte die Blicke nicht, die ihm dann zugeworfen wurden. „Was ist los Moony?“, fragte James, „Wir haben dir doch schon gesagt, dass es uns nichts ausmacht. Du musst dich nicht schämen.“ Peter nickte wieder. „Danke.“, murmelte Remus traute sich jedoch immer noch nicht hoch zu schauen. Das war noch nicht alles über das er heute Morgen mit seinen Freunden reden wollte. „Ich...“, zwang er sich dazu weiter zu reden. „Ich weiß, dass ihr es nicht euren Familien schreiben wollt oder mich von der Schule. Aber was ist zum Beispiel mit Harvey?“, ratterte er dann schnell herunter bevor ihn der Mut verließ.

Sirius fing an bellend zu lachen und Remus schaute auf. „Was du hast Angst wir sagen es irgendwelchen anderen Schülern?“ Der Aschblonde nickte vorsichtig und James schüttelte schnell den Kopf. „So ein Quatsch. Das ist unser Geheimnis.“, erklärte Sirius ernst. Peter streckte die Hand zur Mitte. „Genau. Unser Geheimnis.“, bekräftigte auch James und legte seine Hand auf Peters. Sirius und Remus mussten aufstehen um auch ihre Hände auf die ihrer Freunde zu legen. „Rumtreiber Ehrenwort.“, schloss Sirius und ein Name war geboren.

James löste die Magie des Moments und huschte zu seinem Koffer. „Ich muss euch auch etwas sagen.“, fing er an zu erzählen und kramte dabei in seinen Sachen. Mit einem 'Ha' zog er einen silbrigen Stoff heraus und hielt ihn den anderen hin. „Hab ich von meinem Dad zu Weihnachten bekommen. Er sagte, ich wäre jetzt so alt.“ Sirius nahm den Stoff. „Boah. Ist er wirklich ein...“ - „Ja! Ein Unsichtbarkeitsumhang!“, prahlte James und Peter fiel fast alles aus dem Gesicht. „Cool, noch ein Geheimnis.“ Remus nickte und kam sich nicht mehr so alleine vor.


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