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Fanfiction

Warum wir kämpfen - -2- Er ist in Hogwarts...!

von Si-lee

-2- Er ist in Hogwarts...!

Es war düster geworden in den Gängen, wahrscheinlich war es tiefste Nacht. Das Grau erschien fast schwarz und Sirius konnte noch weniger erkennen als sonst. Die letzten Wochen hatte sehr an seinen Nerven gezerrt. Er fühlte sich um mindestens weitere 10 Jahre gealtert. Nur der eine Gedanke ermöglichte es ihm bei Verstand zu bleiben und seinen geschwächten Geist nicht in das dunkle Tief zu stürzen, welche sie ihm bereiteten.

Er ist in Hogwarts... Er ist in Hogwarts! Sirius schreckte aus einem leichten Schlaf auf und war schweißgebadet. Oft litt er an Albträumen. Das immer wiederkehrende Grau seiner Zelle ummantelte jeden Traum seit Jahren, doch seit dem Besuch kamen darin Ratten vor. Viele Ratten, mit funkelnden Augen. Sie stierten ihn an und machten ihm deutlich: 'Du hast keine Chance gegen uns! Du bist gefangen!' Sobald er wach war konnte er den Gedanken abschütteln. Er würde es schon irgendwie schaffen... Er musste einfach...

Ein einzelner Dementor patrouillierte vor seiner Zelle. Diese Kreaturen warten sicher, dass sie auch dir in den letzten Sekunden den Kuss verpassen können, schoss es ihm durch den Kopf. „Er ist in Hogwarts.“, flüsterte er sich selbst Mut zu, um ihnen nicht in die Hände zu fallen. Er durfte jetzt nicht aufgeben... nach zwölf Jahren würde er diese letzten Tage auch noch überstehen.
Er musste jetzt seine letzte Kraft zusammen nehmen und es tun. Es war die einzige Chance ihm einen Strich durch die Rechnung zu machen, das war ihm klar geworden.

Er hatte die erste Nacht, nach Fudges Besuch wach gelegen. Hatte gegrübelt. Sich das erst Mal hier in diesem elendem Loch ernsthaft Gedanken gemacht und absichtlich an die Potters gedacht. Es war ihm schwer gefallen nicht in Gefühlsduselei einzutauchen, sondern sachlich an die Situation heranzugehen. Die Dementoren waren zu dieser Zeit sein ständiger Begleiter. Sie warteten auf einen falschen Gedanken und hofften, dass Sirius nun auch endlich zu ihrem Glück beitragen würde.

Sirius war zu dem Schluss gekommen, dass er die einzige Seele auf dieser Welt war, die Peter einen Strich durch seinen sicher abscheulichen Plan machen konnte. Denn warum sollte sich Peter bei einer Zaubererfamilie verkriechen, wenn er nicht vor hatte auch den letzten der Potters irgendwann an seinen Meister auszuliefern, sobald dieser wieder an Macht gewonnen hatte?
Niemand hatte ihm je geglaubt. Die Potters waren tot, sie konnten ihren Sohn nicht schützen. Harry kannte Peter Pettigrew nicht und wenn er ihn kannte, dann nur als Märtyrer.

Remus Lupin war nie gekommen und schien daher auch zu glauben, dass Sirius der schuldige war. Sirius konnte es ihm nicht verübeln. Er selbst hatte Remus für den Spion gehalten, für den Verräter. Denn, dass es einen Verräter in den Reihen des Phönixordens gegeben hatte, war allgemein bekannt. Dumbledore selbst hatte behauptet, dass es wohl eine undichte Stelle gab. Doch niemand wäre je auf die Idee gekommen, dass es der unscheinbare, kleine Peter gewesen sein könnte. Peter, der sich immer in den Schatten seiner großen Freunde gestellt hatte. Peter, der für James, Remus und Sirius alles gemacht hätte, wenn er nur ein wenig mehr Aufmerksamkeit dafür bekommen hätte.

Sirius seufzte. Man hätte es wissen können. Peter war nie so mutig gewesen wie seine Freunde... Er hatte ständig Angst... Sicher hatte man ihm gedroht und Peter war eingeknickt... Jetzt nützt dir deine Erkenntnis nichts..., dachte er betrübt.
Er war der letzte der den wahren Peter kannte. Die Ratte Peter... den Verräter! Niemand außer ihm und Remus wussten noch von der Animagusgestalt und Remus würde es sicher nicht auffallen. Er dachte ja Peter sei tot. Wahrscheinlich haben sie sogar seinen Finger begraben...

„Er ist in Hogwarts!“, flüsterte er sich leise zu. Er ist in Hogwarts und du musst da auch hin... Damit du wenigstens deinen Patensohn schützen kannst, wenn du es schon nicht mit deinem besten Freund schaffst!

Sirius war sich sicher, dass der-dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf eines Tages wieder zu mehr Macht kommen würde. Er war einfach zu mächtig gewesen, als das er von einem Baby besiegt werden konnte... Viele Gefangenen von Askaban hielten an diesem Glauben fest. Nicht zuletzt seine verrückte Cousine Bellatrix Lestrange und ihr Gatte. Sie glaubten an ihren Lord um den Verstand nicht zu verlieren. Sirius glaubte an seine Unschuld und an die Möglichkeit Peter zu überleben...

Er ist in Hogwarts... Sirius hatte es gleich am zweiten Tag ausprobiert. Er wollte wissen, ob er überhaupt eine reelle Chance hatte. Als er sich in der gewohnten Gestalt des großen schwarzen Hundes wiedergefunden hatte, war er das erste Mal seit zwölf Jahren wieder glücklich gewesen. Schnell hatte er sich wieder in einen Menschen zurückverwandelt, damit die Dementoren nicht misstrauisch wurden. Er musste es langsam angehen..., hatte er sich zur Vernunft zurückgerufen und ab diesem Tag keine Nahrung mehr angerührt.

Jetzt war es soweit... Seine Seele musste ihnen sowieso schon zum Scheitern verdammt erscheinen, sodass sie nicht unruhig wurden, als er sich jetzt wieder verwandelte. Er wusste er konnte es schaffen ein Hund zu werden, doch es war schwieriger seine Gedanken darauf zu konzentrieren und nicht an den nagenden Huger zu denken. Sein Geist war schwach geworden und sein Körper schlapp. Er hätte seine Rippen zählen können, wenn er gewollt hätte.
Auch der schwarze Hund war abgemagert und hatte leicht verfilztes Fell. Tapsig ging er bis zu den Gitterstäben und schaute durch seine grauen Augen auf den Gang nach draußen. Es fühlte sich merkwürdig an nach all den Jahren wieder in seiner Animagusgestalt zu sein. Es fühlte sich magisch an... irgendwie frei. Frei von unterdrückten Gedanken, frei von eisiger Kälte. Das Fell hielt ihn warm und er hatte aufgehört zu zittern.

Der Dementor war soeben am anderen Ende des Ganges angekommen und wandte sich den Gitterstäben der letzten Zelle zu. Dementoren gehen nicht, sie schweben. Sie sehen aus, wie man sich als Kind den Gevatter Tod vorstellt. Unheimlich, düster. Man kann sie nicht hören... außer vielleicht ihren rasselnden Atem. Man kann sie nicht riechen... man spürt nur die Kälte und das Glück, welches aus einem heraus fliest wie Wasser aus einem offenen Hahn.
Sirius beobachtete den dunklen Dementor eine Weile und fasste dann den Entschluss los zu laufen.
Mit einem letzten Blick auf die Zeitung auf der ihm so vertrauten Pritsche glitt Sirius durch die Gitterstäbe und trabte zum Ausgang. Vor ein paar Wochen hätte er nicht durch die Eisenstäbe gepasst. Als Mensch hätte er es wohl auch nicht geschafft... doch als abgemagerter Hund, war es ein leichtes Spiel.

Mit einer geschickten Wendung glitt er an einem weiteren Dementor auf dem Weg nach draußen vorbei und spürte das erst Mal in seinem Leben wieder Wind durch sein Fell wehen. Freiheit! Die Sorgen der letzten Jahre fielen von ihm ab und er atmete die salzige Luft tief ein. Er schüttelte sich kurz und blickte auf den grauen Turm hinter sich. Hier hin wollte er nie wieder zurückkehren. Ich kenne dieses Gefühl..., schoss es ihm durch den Kopf. Schon mal hatte er sich so gefühlt. Grimauldplatz Nummer 12. Ja, diesen Ort wollte er auch nie wiedersehen...

Er blickte zum dunklen Himmel und rannte nun auf die nahe Steilküste zu. Vorsichtig kletterte den steinigen Weg zum Wasser hinab und tapste dann durch das kühle Nass.

~*~*~

Er saß zwischen Ginsterbüschen und einer alten, miefenden Mülltonne und konnte es immer noch nicht fassen. Er hatte es geschafft... Wie genau er den langen Weg durch die Wellen bis hin zum Festland bewältigt hatte, war ihm auch nach einer Woche noch ein Rätsel. Doch er hatte es geschafft. War völlig erschöpft in den Dünen zusammengebrochen und hatte geschlafen bis der erste Sonnenstrahl nach zwölf Jahren ihn weckte.

Die Sonne! Er hatte sie angestarrt als wäre sie ihm völlig fremd. Sie war ihm völlig fremd. Sie war himmlisch! Warm, hell und rund. Um ihn herum war es nicht mehr grau und kantig. Er beschnüffelte das Gras, befühlte den Sand unter seinen Pfoten und sog alle Farben in sich auf. Sonnengelb, grasgrün, himmelblau, muschelweiß, pechschwarz, irdenes Braun, taubenblau, krebsrot...

Schließlich trieb ihn der Hunger zum weitergehen und er riss sich von der Idylle los. Nach dem ersten Würstchen von einer jungen Frau aus einem Küstendorf ging es stetig bergauf.

Er hatte herausgefunden, dass er noch genügend Zeit hatte um nach Norden nach Hogwarts zu kommen. Er hatte herausgefunden, dass die gesamte Menschenwelt nach ihm – dem berüchtigten Mörder Sirius Black – suchte und er hatte herausgefunden, dass Ratten auf merkwürdige Art recht schmackhaft waren, solange man sich vorstellte es wäre Hähnchen. Kurz hatte er überlegt, wie sein nächster Schritt aussehen würde... doch eigentlich war er sich von vornherein sicher gewesen, dass er ihn sehen wollte. Seinen Paten... Ob er wirklich so aussah wie sein bester Freund? Als Baby war er James so ähnlich gewesen... Er hatte diese verstrubbelten schwarzes Haare von ihm... die recht schmale Nase und das gleiche Lachen...

Sirius wusste wo Hagrid ihn nach der Nacht hingebracht hatte. Er hatte es ihm erzählt. “Professor Dumbledore möchte ihn zu seiner Tante bringen... Little Whinging, Ligusterweg hat er gesagt...“ Ja, dass hatte er Sirius gesagt. Er war zunächste nicht glücklich gewesen seinen Patensohn nicht bei sich zu haben. Er hatte beschlossen, nach der Sache mit Peter Harry zu holen... Er wollte nicht, dass der Junge bei Lily's verhasster Schwester aufwächst... Doch dazu war es bis jetzt nie gekommen.

Sein Blick war auf das Haus vor ihm gerichtet. Hier wohnte Harry Potter bei seinen Verwandten. Wenn Lily wüsste, dass ihr Sohn bei ihrer Schwester wohnen müsste..., dachte Sirius und erschrak leicht, als die Haustür aufgestoßen wurde.
Ein Junge mit verstrubbeltem schwarzen Haar und etwas knubbeligen Knien kam aus der Tür und rief in die stille Abendluft. „Mir reichts!“
Er war James immer noch wie aus dem Gesicht geschnitten... auch seine laute Stimme hatte er geerbt. Harry Potter, mein Patensohn... Sirius war doch etwas stolz ihn nach all den Jahren in so guter Verfassung zu sehen.

Der Junge ging die Straße entlang, zog seinen schweren Koffer hinter sich her und hatte in der einen Hand einen Käfig mit einer schönen Schneeeule. Sirius wunderte sich etwas über diesen Aufzug und tapste im Schatten der Häuser hinter Harry her. Was der Junge nur vor hat?, fragte er sich und blieb im Eingang zu Nummer 2 des Ligusterweges sitzen. Er drückte sich etwas an die Mauer, doch der Junge schien ihn bemerkt zu haben.
Auch die Aufmerksamkeit hat er von James..., dachte Sirius und war nicht verwundert, als ihm ein Zauberstab mit Licht entgegenblitzte.
Bevor Harry den Hund näher betrachten konnte war der fahrende Ritter eingetroffen und Sirius machte sich schnell aus dem Staub. Man musste es immerhin nicht darauf anlegen, gleich im ersten Monat geschnappt zu werden...


Er sah noch zu wie der Fahrende Ritter den Jungen einsammelte und wandte sich dann wieder seinem Hungerproblem zu. Harry würde sicher zu seinen Freunden fahren..., dachte er sich. Er hatte das früher auch hin und wieder in den Ferien gemacht. Sirius musste grinsen. Harry schien wirklich in die Fußstapfen der Rumtreiber gestiegen zu sein!
Er war selig, dass er endlich ein ihm so vertrautes Gesicht wiedergesehen hatte. Sirius dachte an James... wie sehr er ihn vermisste. Es fühlte sich merkwürdig an, so über seinen Freund nachdenken zu können... ohne die Angst ihn wieder aus seinen Gedanken stoßen zu müssen, damit die Dementoren nicht kamen. Hier würden sie nie herkommen. Nicht in eine Muggelgegend.

Er trabte durch die kühle Nacht und suchte in einer Mülltonne nach etwas essbarem.
James... Er erinnerte sich an das breite Grinsen und seine typische Geste. Wenn er sich mit der Hand durch die Haare fuhr, hatte er immer diesen 'Wir haben gerade den Quiddichpokal gewonnen'-Ausdruck. Einige mögen das als überheblich abgestempelt haben, doch für Sirius war das nun mal der beste Freund gewesen.
Er würde ihn besuchen. Das hatte er sich vorgenommen. 12 Jahre lang hatte er keinen Sekunde an seinen Freund denken dürfen... Jetzt wollte er das auskosten. Er wollte das Haus wiedersehen. Das einzige Haus in dem er sich je wohl gefühlt hatte. Godrics Hollow.


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