Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Warum wir kämpfen - -3- Godrics Hollow

von Si-lee

-3- Godrics Hollow

Hier stand er nun und las das Schild, das vor ihm aus dem Boden gestiegen war.

An dieser Stelle verloren in der Nacht des 31. Oktobers 1981 Lily und James Potter ihr Leben.
Ihr Sohn Harry ist bis heute der einzige Zauberer, der jemals den Todesfluch überlebt hat.
Dieses Haus, für Muggel unsichtbar, wurde in seinem zerstörten Zustand belassen zum Gedenken an die Potters und zur Erinnerung an die Gewalt, die ihre Familie zerriss.


Es musste für andere sicher ein merkwürdiges Bild abgeben, einen schwarzen, zottigen Hund vor einem Schild sitzen zu sehen, der die Inschrift las und dann mit gesenktem Kopf durch das verrostete Tor tapste. Doch jeder der das sehen könnte, wäre dem Hund wohl gefolgt, den jeder Magier wusste, dass Hunde die lesen konnten nicht nur Hunde waren.
Sirius hatte lange überlegt, ob er es wirklich wagen konnte, sich hier in Godrics Hollow zu zeigen. Letztendlich hatten ihn seine Gefühle übermannt und er war her gekommen. Er wollte es nochmal sehen. Seine Heimat... die Stelle, wo sein bester Freund, sein Bruder mit seiner bezaubernden Frau gestorben war... gestorben für das große Ganze. Für Harry... für den Frieden.

Er wollte sich seiner wieder ganz bewusst werden. Die Hülle, die durch Askaban gewandelt war, mit Leben füllen... wollte wieder Schmerz empfinden, wollte sich an glückliche Tage erinnern... wollte den alten Geist des Hauses in sich aufsaugen und neuen Mut finden... wollte die düsteren, immer gleichen Stunden aus seinen vergangenen Jahren auslöschen und wieder wissen, warum er kämpfte.

Niemand würde ihn daran hindern können, wieder hier zu sein und über alles nachzudenken. Diejenigen, die an seine Schuld glaubten würden versuchen Harry zu schützen. Wahrscheinlich würde kaum jemand, mit Ausnahme vielleicht von Remus, darauf kommen, dass er hier sein könnte. Remus... Was er wohl von ihm hielt? Doch Sirius wollte sich noch nicht mit dem hier und jetzt beschäftigen. Er wollte aufholen, was er die letzten Jahre verpasst hatte. Wieder glücklich sein, um weitermachen zu können...

Sirius blickte zum Haus empor. Die rechte obere Etage war völlig zerstört. Er wusste, hier lag vor zwölf Jahren das Kinderzimmer des kleinen Potters. Jetzt waren dort nur noch verbrannte Teile eines Zimmers und Efeu, der das komplette Haus in seinen Fängen hatte.
Die Natur hatte sich an die alten Steinwände gewagt und hatte sie eingenommen. Kleine Büsche wuchsen im zerstörten Zimmer und in den verwinkelten Ecken hatten sich Vögel ihre Nester gebaut. Aus dem alten Dachstuhl flogen hin und wieder Fledermäuse in die recht helle Nacht und das Zirpen der Grillen aus dem hohen Gras vollendete das Bild.

Langsam trat der Hund auf die dunkle Holztür zu, die einen winzigen Spalt breit offen stand. Er stupste mit der nassen Schnauze dagegen und mit einem Knarzen ging sie langsam auf. Zentimeterhoher Staub lag auf dem Dielen des Flurs. Ein paar alte Mäntel hingen an den angelaufenen Haken an der Wand und zwischen den Schuhen und unter den Absätzen tummelten sich die Asseln.
Als Sirius im Flur war, verwandelte er sich wieder zurück und machte die Tür hinter sich zu. Es war etwas düster, doch er kannte sich nach all den Jahren immer noch blendend hier aus. Durch den Flur, rechts die erste Tür lag das Wohnzimmer. Abgesehen von dem Ungeziefer und der Staubdecke, sah es hier noch recht bewohnbar aus. Der Kamin war lange erloschen und auch die roten Sessel, die ihn ein wenig an den Gryffindorgemeinschaftssaal erinnerten, waren lange nicht benutzt worden. Die Kommode an der linken Wand hatte eine halb offene Schublade und die Uhr daneben hatte aufgehört zu ticken.

Mit einem Mal fühlte sich Sirius so unfassbar klein. Die Gefühle erdrückten ihn förmlich... alles, was er die letzten zwölf Jahre so streng aus seinem Kopf verbannt hatte prasselte nun wieder auf ihn ein. Die Erinnerungen an die alten Tage... die Gesichter seiner Freunde und Feinde... Die Stimmen, wie sie fröhlich lachend mit ihm witzelten und dann die Wehklagen der letzten Jahre...
Er lies sich zu Boden sinken, den Blick auf das Zimmer gerichtet. Eine einzelne Träne bildete sich in seinem grauen, rechten Auge und bahnte sich den Weg auf seiner Wange hinunter und mit einem Tropfen, vermischte sie sich mit dem Staub auf dem Boden.
Wie war es nur dazu gekommen, dass sich ein Black so von Gefühlen hatte leiten lassen? Was würde wohl seine Mutter sagen, wenn sie ihn jetzt sah...
Ein Black zeigt keine Gefühle und das zurecht. Gefühle machen schutzlos und angreifbar... Du wirst schon sehen was du davon hast, Sohn.

Wie er diese Stimme gehasst hatte... Er lies die Gefühle zu, so wie er es gelernt hatte. Er schloss die Augen und ließ die Erinnerungen ein... Gedanken an längst vergessene Tage...

~*~*~

Der Bahnsteig neun dreiviertel war übersät mit Schülern und Schülerinnen und deren Eltern. Man hörte freudige Stimmen sich gegenseitig begrüßen. Ein paar Tränen wurden von besorgten Müttern vergossen und zwischen den vielen Stimmen hörte man die eine oder andere Eule kreischen.
Der Hogwartsexpress stand bereits auf den Gleisen und stieß hellen Dampf aus. Einige Schüler schleppten ihre großen Koffer auf die Eingangstüren zu und hievten mit viel Anstrengung ihre Sachen in den Zug.
Sirius Black stand hinter seinem Koffer und schaute auf das muntere Treiben vor ihm. Er kannte nur sehr wenige Gesichter hier und wusste nicht, was ihn hinter diesen Zugtüren erwarten würde. Er hoffte, dass es besser war, als das, was er zurückließ. Denn besonders fürsorglich oder gar herzlich war sein Elternhaus nicht.

„Wir erwarten dich zu den Weihnachtsferien.“, erklärte Walburga Black mit strenger Stimme ihrem Ältesten. Sie trug einen langen, dunkelgrünen Umhang. Ihre Haare waren zu einem strengen Dutt auf dem Kopf zusammengebunden und ihr Gesicht... vollkommen ausdruckslos. Die Blacks zeigten keine Gefühle. Neben ihr stand ihr Mann, Orion Black. Auch er hatte eine ausdruckslose Miene aufgesetzt, sich auf seinen schwarzen Stock gestützt und die linke Hand auf die Schulter von seinem jüngsten Sohn gelegt.
Wie sein Vater war auch Regulus in schwarz gekleidet. Er schaute etwas unsicher in das bunte Treiben, so als wüsste er nicht, ob er sich gleich mit unter die Leute mischen sollte oder sein stilles Zimmer zu Hause bevorzugte.

Sirius nickte und drehte sich zu seinen Eltern um. „Bis dann.“, murmelte er etwas unsicher, denn er hatte sich bis jetzt noch nie von seinen Eltern verabschieden müssen... jedenfalls nicht für so lange. „Guten Tag, Sirius!“, antwortete Orion und ging ohne einen weiteren Kommentar auf den Durchgang zu den übrigen Bahnsteigen zu.
Sirius zuckte leicht mit der Schulter und machte sich nun auch auf, den schweren Koffer in den Zug zu schaffen.

~*~*~

„Du solltest am besten nach Slytherin kommen“, sagte ein Junge mit schwarzen, leicht fettigen Haaren zu der jungen Hexe mit feuerrotem Haar.
Sirius saß ein Stück neben dem Mädchen, hatte die Beine angezogen und schaute auf den Gang hinaus.
„Slytherin?“, fragte der Junge ihm gegenüber spöttisch. „Wer will denn schon nach Slytherin? Ich glaub dann würde ich abhauen, du auch?“ Die letzten Worte waren eindeutig an Sirius gewandt. Er schaute leicht betreten zurück und sagte ausdruckslos. „Meine ganze Familie war in Slytherin.“
Wie erwartet, schien das dem schwarzhaarigen Strubbelpeter nicht zu gefallen. „Oh Mann! Und ich dachte, du wärst in Ordnung!“, stellte er klar.
Sirius konnte nicht anders, er musste grinsen. „Vielleicht brech ich mit der Tradition. Wo würdest du hinwollen, wenn du die Wahl hättest?“ Doch tief in seinem Inneren wusste Sirius, dass die Wahrscheinlichkeit nicht in Slytherin zu landen sehr gering war.

Der Junge ihm gegenüber erklärte unterdessen: „Gryffindor, denn dort regieren Tapferkeit und Mut! Wie mein Dad.“ Dabei zog er ein imaginäres Schwert aus der Scheide und grinste übers ganze Gesicht.
Sirius konnte den Jungen ganz gut leiden. Er hatte Humor und schien nicht all zu verkehrt. Schon alleine dieser Gedanke, hätte ihm daheim eine Ohrfeige eingebracht, dachte er noch, bevor der Brillenträger den langhaarigen Jungen fragte. „Hast du'n Problem damit?“
„Nein!“, antwortete der Angesprochene und fügte mit einem höhnischen Lächeln hinzu: „Wenn du lieber Kraft als Köpfchen haben willst-“
Sirius fand das recht gemein und warf daher ein: „Wo möchtest du denn gern hin, wo du offenbar nichts von beidem hast?“
Sirius musste sich eingestehen, dass der Langhaarige wirklich nicht viel Kraft zu haben schien... von seinem Köpfchen allerdings konnte er sich bis jetzt noch kein Bild machen.
Während der Brillenträger schallend lachte und das Mädchen den Angesprochenen aus dem Abteil bugsierte, stahl sich ein Grinsen auf Sirius Lippen. Anscheinend machte es dem Jungen ihm gegenüber nicht mehr so viel aus, dass er eventuell auch nach Slytherin kommen würde.
„Wir sehn uns, Schniefelus!“, rief er ihm noch hinterher und wandte sich dann wieder an Sirius.
„Sag mal, wie heißt du eigentlich?“, fragte dieser nun. „Ich bin James Potter!“ Er hielt Sirius die Hand entgegen.
Sirius Grinsen verschwand. Jeder konnte mit dem Nachnamen Black etwas anfangen. Jeder, der sich in der Zaubererwelt etwas auskannte, und die Potters kannten sich aus.

Wie Sirius wusste, war James Potters Mutter die Schwester seiner Oma... doch die Potters waren bisher noch nie bei den Blacks zu Besuch gewesen. Seine Eltern redeten nicht gut über die Potters. 'Muggelfreunde' und 'Schlamblutliebende' wurden sie in ihren Kreisen genannt.
„Sirius Black.“, gestand er James seinen Namen. Dieser zog sofort seine Hand zurück. „Ein Black?“ Er spuckte Sirius vor die Füße. „Reinblütiger Mistkerl...“, grummelte James und rückte auf den ehemaligen Platz von 'Schniefelus' – möglichst weit weg von diesem Black.

Sirius schaute auf James Spucke vor seinen Füßen und dann zu James höchstpersönlich, der nun aus dem Fenster schaute. „Schon arm, wenn man nur nach dem Nachnamen geht und noch nicht mal die Person dahinter kennt.“, quittierte Sirius diesen Ausbruch von Abscheu. Doch es schien James nicht im Geringsten zu interessieren was ein Black dachte oder sagte.

Nach einer halben Stunde betretenem Schweigen kamen zwei neue Jungen in das Abteil. Der eine hatte aschblondes, kurzes Haar und strahlend braune Augen. Er sah etwas kränklich aus und sein Hogwartsumhang war in sicher aus zweiter Hand. „Remus Lupin..“, stellte er sich vor. „Und das ist Peter Pettigrew. Wir wollten fragen ob hier noch frei ist?“ Er sprach mit ruhiger, fast sanfter Stimme und schien schon etwas älter zu sein als der Junge neben ihm.
Peter Pettigrew war etwas kleiner und molliger als Remus. Er hatte seine Hände um eine kleine Transportbox einer Katze geschlungen und schaute aus seinen grauen Augen etwas ängstlich in den Raum. Seine Haare waren hellbraun und lagen ordentlich gekämmt im leichten Seitenscheitel.
James Gesicht nach zu schließen, war er froh nicht mehr nur mit einem Black im Abteil zu sitzen. Er antwortete den beiden freundlich: „Hey! Ich bin James Potter... der da ist ein Black, aber hier ist noch genug Platz.“ Und zeigte auf die Sitzbank neben ihm.

Peter setzte sich schnell zu James und starrte Sirius an, als hätte der die Drachenpocken. Remus hingegen nahm Sirius Platz. Er rückte allerdings auf die andere Seite der Sitzbank um nicht mit Sirius in berührung zu kommen. Auch er musterte Sirius von oben bis unten bevor er sich wieder James zuwandte und lächelte ihm zu.
„Kommt ihr alle neu nach Hogwarts?“, wollte er wissen und James nickte.
„Klar doch! Sonst würde ich ja nicht mit einem Black allein im Abteil hocken, sondern bei meinen Freunden!“

Sirius Wut kochte immer höher. Was wollte dieser hochnäsige Junge denn eigentlich? Hatte er nicht vorhin eindeutig die Partei gegen Slytherin ergriffen? Er rollte mit den Augen und schaute stur aus dem Fenster. [style type=“italic“]Keine Gefühlen zeigen, sonst bist du nur verletzlich![/style], hallte die Stimme seiner Mutter in seinem Kopf wieder.

Die Abteiltür glitt auf und ein Mädchen stand in der Tür. „Da bist du ja, Jamie!“, rief sie in die bedrückende Stille und lief auf den Jungen zu. „Nenn mich nicht Jamie...“, beklagte sich James sofort. Doch sie umarmten ihn einfach herzlich und setzte sich neben ihn. „Harvey und ich haben schon den Zug nach dir abgesucht... ich dachte du hättest gesagt wir nehmen und ein Abteil am Anfang des Zuges?“, sprudelte sie sofort los. Harvey stand in der Tür und grinste breit.

„Harvey Bagshot und das ist meine Schwester Abigail!“, stellte er sich dem verwundert dreinblickenden Peter vor. Nachdem sich die Runde, abgesehen von Sirius, vorgestellt hatte und Remus noch etwas in Richtung Black gerückt war, war das Abteil prope voll.

Abigail musterte den stillen Sirius und fragte. „Und wer bist du oder hat dir deine Mama verboten mit Fremden zu sprechen?“ Sie lächelte Sirius an, der ihr den Kopf zugewandt hatte. „Frag doch deinen Freund, der wird dich gleich vor mir warnen...“ Seine Stimme klang patzig. Das brünette Mädchen wandte sich an James. „Ein Black... mehr muss man doch nicht wissen, was Abi?“


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Mike ist Engländer, ein sehr englischer Engländer. Jeden Tag trug er seine Anzugweste, was mir gut gefällt – man erlebt es heute kaum mehr, dass jemand Westen trägt. Er hat ein unglaubliches Charisma und flößt uns großen Respekt ein. Doch er verinnerlicht den britischen Humor total und kann sich bestens in die Internats-Teenager hineinversetzen.
Daniel Radcliffe über Mike Newell