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Fanfiction

Warum wir kämpfen - -8- Von Blacktagen und Freundschaft, die noch keine Richtige ist

von Si-lee

-8- Von Blacktagen und Freundschaft, die noch keine Richtige ist


Abigail saß im Sessel vor dem Kamin und malte verträumt einen Drachen auf ihr Pergament. Sie hatte in ihrem Leben zwar noch keinen gesehen, doch sie fand diese majestätischen Tiere faszinierend. So groß und stark, dass sie keinerlei Schutz vor anderen brauchten. Viele verschiedene Arten gab es, dass wusste sie aus einem Buch aus der Bibliothek, doch sie wusste nicht welchem der Ihre jetzt ähnlich sah.
Sie schaute zum Fenster hinüber und fragte sich, wann die anderen endlich aufstehen würden. Es war Samstagmorgen und sie hatte bereits, wie jeden Samstag, ihre Aufgaben komplett erledigt. Jetzt wartete sie auf Klara aus ihrem Schlafsaal, eine quirliges Mädchen mit langen schwarzen Zöpfen, oder auf James, Remus oder Peter. Sie hasste es alleine durchs Schloss zu gehen und dann alleine am großen Gryffindortisch zu sitzen.
Ihr Blick wanderte über das spärliche Feuer wieder zurück zu ihrem Bild und sie verbesserte die Flügel ihres gemalten Tieres noch etwas.
„Morgen..“, begrüßte James sie fröhlich und lies sich in den Sessel neben Abi fallen. „Na schon fertig gestrebt?“ Er grinste sie an und sie kräuselte leicht die Nase. Sie mochte es nicht wenn James sie mit einem Streber verglich. Sie wollte doch nur das Wochenende frei haben und sonst war sie auch nicht die Einzige die früh am Samstagmorgen im Gemeinschaftsraum über den Aufgaben saß. James schien das auch zu bemerken und fragte: „Wo ist den Remus?“
Abigail zuckte mit den Schultern. „Das müsstest du doch wissen, du bist in seinem Schlafsaal.“ Sie packte ihre Sachen zusammen und faltete das Pergament mit dem Drachen. Vielleicht würde sie es später ihren Eltern schicken. Ihre Mutter mochte gemalte Bilder sehr gerne und freute sich über jede neue Zeichnung ihrer Kinder. „Samstags schau ich gar nicht mehr zu seinem Bett. Ich weiß ja, dass ihr hier unten lernt.“, stellte James fest und erhob sich ebenso wie Abi vom Sessel. „Sirius war noch am schlafen. Wie ein Baby... und Peter sowieso!“

In den Weihnachtsferien hatten sie sehr viel mit dem sonst so stillen Sirius gemacht. Sie waren Schlitten gefahren, hatten eine Schneehexe gebaut und stundenlang im Gemeinschaftsraum Schach gespielt. Abigail war froh, dass Sirius auch gerne Schach spielte. Denn James und Peter schlug sie viel zu rasch und Remus war meistens mit irgendwelchen Aufgaben beschäftigt.
„Sirius wie ein Baby...“ Abi musste grinsen. „Kann man sich gar nicht vorstellen. Sonst ist er immer so ernst.“ Sie konnte den jungen Black ganz gut leiden, doch sie verstand seine Stimmungsschwankungen nicht. Man hätte meinen sollen, dass er, sobald das Eis zwischen ihm und James gebrochen war, ständig mit den anderen Gryffindors herumziehen würde, doch das tat er nicht. Eine Woche lang schien alles super zu sein, Sirius machte mit ihnen Aufgaben, spielte abends mit Abi Schach und setzte sich sogar im Unterricht hin und wieder zu den anderen. Doch dann gab es Tage an denen er ihnen aus dem Weg ging. Ohne einen Grund, einfach so.
James zog die Schulter hoch und lies sie wieder fallen. „Ich werd aus ihm auch nicht schlau.“, gestand er und schaute Abi nachdenklich an. „Ich denke es hat was mit seiner Familie zu tun.“
Abi lies ihre Sachen auf dem Tisch zurück und ging mit James langsam in Richtung große Halle. „Ich hätte wetten können, dass er zu Weihnachten einen Heuler bekommt.“ James schaute sie fragend an. „Naja, ich habe ihn eines Abends im Gemeinschaftsraum gesehen. Er stand vor der Liste und hat sich erst in letzter Minute eingetragen. Ich glaube es war wegen seiner Familie.“ James schnaubte auf. Er konnte die Blacks nicht ausstehen, dass wusste Abi. „Er kann nichts für seine Familie, James.“, erinnerte sie ihn daran und James schnaubte nur noch ein Mal. „Und trotzdem ist er ein Black. Ich weiß nicht manchmal habe ich das Gefühl er möchte gar nicht mit uns befreundet sein und tut nur so, damit er etwas zu tun hat.“

James war immer derjenige, dem Sirius Abwesenheit in der Gruppe als erstes auffiel. Er fragte dann ständig, ob jemand wüsste wo er stecke oder was er mache. „Vielleicht übt er für den Unterricht.“, versuchte Remus dann jedes Mal die Sache zu entschärfen. Doch alle wussten, dass Sirius Black sicher nicht für den Unterricht lernte. Er war recht schlau und einer der Ersten, die im Unterricht einen neuen Zauber umsetzten konnte. Peter murmelte meistens nur ein: „Lasst ihn doch.“, denn er kam mit Black nach wie vor nicht so gut klar. Peter war recht schwach in seinen Leistungen und im Unterricht schon oft genug missbilligenden Blicken der Professoren oder Mitschüler ausgesetzt. Sirius hatte die Angewohnheit das auch im Gemeinschaftsraum zu machen. „Er ist eben ein Black.“, hatte Harvey auf dieses Black'sche Phänomen geantwortet. „Er muss eben zeigen, dass er etwas Besseres ist, auch wenn er nicht immer ein Black sein will.“ Abi pflichtete ihm da bei und Peter versuchte seit dem seine Aufgaben nur noch mit Remus zu machen und verkrümelte sich hierfür häufig mit ihm in der Bibliothek.

„Ich glaube eher er traut sich nicht.“, bemerkte Abigail und bog zur großen Treppe ab. Es waren wenige Schüler auf den Gängen unterwegs. Die meisten schliefen am Samstag aus und kamen erst kurz vor Ende zum Frühstück. „Sirius und nicht trauen, dass glaubst du doch selbst nicht.“, widersprach James ihr sofort. „Er ist doch immer derjenige der sich mit jedem Professor anlegt. Der sich ständig mit den Älteren im Gemeinschaftsraum um die besten Sessel streitet und so weiter.“ Abigail nahm sich eine Strähne ihres braunen Haares und wickelte sie gedankenversunken um den Zeigefinger. „Ich weiß nicht. Hast du ihn schon ein Mal beobachtete wenn die Slytherins im Raum auftauchen.“ James schüttelte den Kopf. „Er schaut dann immer etwas beunruhigt zu uns und wendet sich ein Stück von uns ab.“ James schnaubte wieder auf und Abi rollte mit den Augen. „Ich meine nicht, dass er sich von uns abwendet weil er uns nicht mag-“
„Klar er macht es weil er Angst hat!“, spöttelte James und gestikulierte wild mit den Armen. „Ja, dass glaube ich.“, gestand Abi und drückte die Tür zur großen Halle auf. Sie setzten sich an den Rand des Tisches und sie stürzten sich beide auf die gebratenen Eier mit Speck.
Nachdem sie jeder ein paar Bissen gegessen hatten, fing James wieder an zu reden. „Wenn er doch solche Angst vor den Slytherins hat, warum macht er dann an seinen Blacktagen -“ (James hatte das Wort Blacktage eingeführt, da Sirius an den Tagen an denen er alleine durch die Gegend wanderte äußert gereizt war. So hatten sie das Codewort: 'Sirius hat seine Blacktage' ausgemacht, damit nicht jeder ihn an diesen Tagen ansprach) „- dann nicht ein Mal im Gemeinschaftsraum etwas mit uns? Ich meine Schach gegen dich zu spielen hat ja nichts mit den Slytherins zu tun.“ Abi steckte eine Gabel Eier in ihren Mund und kaute. „Keine Ahnung. Vielleicht fühlt er sich einfach falsch gegenüber seinen Eltern...“ James Mine versteifte sich wieder. „Wenn er seine Eltern so sehr liebt, sollte er gleich zu den Slytherins überwechseln, dann nervt er uns immerhin nicht.“

Abi schaute von ihrem Teller hoch und schaute in das Gesicht von Sirius. Ihre Gesichtsfarbe wechselte schneller auf rot, als sie James warnen konnte, doch Sirius blieb völlig desinteressiert hinter James stehen. „Verstehe sowieso nicht warum er nicht bei den Schlagen gelandet ist. Wie er Peter manchmal anfährt... Oder Remus wenn er wieder völlig geschafft vom Krankenflügel kommt.“ James schaute Abi an und wollte gerade fragen, warum sie rot geworden war, als Sirius sich neben sie setzte.

„Guten morgen auch.“, grummelte er und nahm sich ein Brot. James schluckte und schaute ihn von der Seite her an. „Ich...“, begann er sich zu entschuldigen, denn nach Abi's Gesichtsfarbe zu urteilen hatte sein Schlafsaalkamerad alles gehört. Sirius lachte kurz auf. „Ist schon gut James. Ich weiß das ich eine Schlange bin, dass kannst du ruhig sagen.“ Doch er schaute James nicht an.

~*~*~

Das Wochenende endete mit einem eisigen Wetterumschwung, sodass die Hauselfen die Kamine in den Schlafsälen auch mitten in der Nacht anfeuerten. Peter wachte am Montagmorgen mit triefender Nase auf und Remus kam nach seinem nächtlichen Aufenthalt im Krankenflügel mit dicken Augenringen wieder zurück. („Ein ständiger Wechsel bei euch... ihr seid doch alle Krank!“, kommentierte Snape aalglatt.)

Der Januar hatte auch zwischen James und Sirius eher kühl geendet. Zwar war wie es James befürchtete hatte nach dem belauschten Gespräch kein Streit ausgebrochen, doch Sirius wandte sich wieder mehr seinen Büchern zu. Nun musste James wieder für das abendliche Schachspiel herhalten und verlor jede Runde, was seine Stimmung nicht wirklich aufhellte.
Auch im Unterricht saß der Junge mit den schwarzen Haaren wieder alleine in der hintersten Bank und James kauerte sich auf dem Stuhl neben Remus. Verwandlung war heute angesagt. Die Erstklässler waren nun dazu übergegangen Gegenständen nicht nur eine andere Farbe zu geben, sondern auch ihre Form maßgeblich zu verändern. Abigail und Harvey hatten sich neben einander gesetzt und stierten ins Verwandlungsbuch. James grinste. Er wusste, dass die Bagshotgeschwister einen Brief ihrer Eltern lasen und nicht wie von McGonagall angeordnet das nächste Kapitel.
„Fertig?“, fragte Remus neben ihm und holte James wieder aus seinen Tagträumen. Dieser nickte und zückte seinen Zauberstab. „Warum muss man bitte Holzdosen in Glasflaschen verwandeln können...“, maulte er dabei und Remus setzte gerade an James hierfür eine Erklärung zu geben, als dieser abwinkte. „Wollte keine Antwort.“ Remus rollte mit den Augen. Er sah müde aus, fiel es James wieder ein und da er sich nicht mit Flaschen und Dosen beschäftigen wollte fragte er gleich nach. „Sag mal warum bist du so müde? Du warst doch im Krankenflügel?“ Remus schaute etwas unsicher zu James und murmelte etwas von 'Fühl mich noch nicht fit', doch Remus Rettung war die Verwandlungsprofessorin, die soeben den Brief bei Abigail eine Reihe vor James und Remus entdeckte und die Schüler daran erinnerte, dass sie eine Aufgabe hatten. James wandte sich daher doch wieder der Holzdose zu und schaute leicht irritiert als sich Black in ihr Gespräch einmischte. „Nicht fit, ist klar. Kein Wunder wenn du jeden Monat nur einen Tag in den Krankenflügel gehst. Wenn du nicht fit bist, geh in den Krankenflügel und kuriere dich aus, sonst siehst du nur immer so schlapp aus.“ Remus wurde kreidebleich im Gesicht und sprach laut die erlernte Zauberformel um nicht auf Sirius Rede antworten zu müssen. James wollte das allerdings nicht so einfach übergehen. „Ach gibt sich der Herr Black auch wieder zu uns hinab und spricht mit uns?“, hackte er nach. „Lass Remus gehen. Manche haben eben nicht so eine blendende Gesundheit wie du, Black!“ Sirius lachte laut auf und ein strafender Blick McGonagalls beendete das Gespräch.

~*~*~

Der Februar zog ins Land und die Welt außerhalb des Schlosses fing sich langsam an zu regen. Anfang März spross das erste Gras auf den Wiese vor dem See und am letzten Wochenende im März schien sogar einen ganzen Tag lang die Sonne. Die Schüler freuten sich auf den nahenden Frühling und auch die eingefrorenen Gemüter beruhigten sich wieder. Die strebsamen Schüler fingen an den Unterrichtsstoff zu wiederholen und die fauleren fingen in jeder freien Minute die ersten warmen Stunden im Freien ein. Harvey hatte sich des Öfteren mit James hinunter zum Quiddichfeld begeben und mit ihm geübt. Beide hatten vor im nächsten Jahr in ihre Hausmanschaften zu kommen.
Sirius gesellte sich hin und wieder zu den beiden Jungs, doch er zeigte kein großes Interesse dem Besensport gegenüber. Er flog ganz passabel, wie Harvey feststellen musste, doch er hatte nicht den nötigen Biss. Viel zu leicht lies er sich von einer Windböe in die falsche Richtung treiben und verfehlte daher oft den Quaffel. Remus und Peter hatten gar keine Lust sich noch länger auf den Besen halten zu müssen, als sie das im Flugunterricht ohnehin schon mussten. James lachte darüber oft, doch Harvey verstand es gut.
Peter hatte schon die Angewohnheit in fast jede Trickstufe zu treten und stolperte jedes Mal über herumliegende Äste auf den Schlossgründen, da musste er nicht unbedingt einen Sport betreiben, bei dem es noch mehr Verletzungsarten gab.

Mit zunehmend mehr Aufgaben beschäftigt verlebten die Schüler den restlichen Frühling eher in den Gemeinschaftsräumen oder in der Bibliothek. Der junge Hufflepuff hatte sich mit seiner Schwester zusammen gesetzt und ging jedes Fach mit ihr durch. Sie ergänzten sich nicht schlecht und hin und wieder gesellten sich noch mehr aus den beiden Häusern dazu. So lernte Harvey Remus, Peter und Sirius mit jedem Tag etwas genauer kennen und die Gryffindors freundeten sich mit Fabian an, der wie Harvey in das Haus der Dachse gekommen war.
Harvey verglich im stillen oft Fabian und Sirius. Fabian, so wusste er von seinem Freund, war mit Sirius sogar verwandt. Jedoch hatten sich die beiden noch nie vor Hogwarts gesehen. Der junge Prewett (*) wirkte ebenfalls recht ernst. Stellte sich aber ernst gegen die Einstellung mancher reinblütiger Familien. Seine Geschwister waren alle in Gyffindor gewesen und so fühlte er sich hin und wieder auch am falschen Platz. Harvey erzählte ihm eines Nachts im Gemeinschaftsraum der Hufflepuffs, dass sich Sirius wohl auch so fühlen müsste, nur das er keinen zum reden hatte. Daraufhin versuchte Fabian des öfteren mit Sirius über das Thema Familie und Erwartungen ins Gespräch zu kommen – allerdings ohne Erfolg.

Die Prüfungen rückten mit großen Schritten näher und die kleine Gruppe hatte sich gut aneinander gewöhnt. Das Remus oft krank war, kümmerte sie nur noch ab und an und auch an Sirius Stimmungsschwankungen hatten sie sich gewöhnt. Wenn Remus einmal nicht zur Stelle war halfen Fabian und Harvey Peter beim lernen und so fühlten sie sich alle recht gut vorbereitet. Abigail glich eine Woche vor den Prüfungen einem nervlichen Wrack. Sie brabbelte immer und immer wieder die verschiedenen Zauber rauf und runter und machte die Jungs völlig durcheinander. Sirius platzte am Freitag vor Verwandlung dann endgültig der Kragen. Er schrie sie in der Großen Halle an, dass sie jetzt endlich die Klappe halten solle, sie wäre ja schlimmer als Peter. Dies hatte zur Folge das die kleine Gruppe das Wochenende mal wieder einen Mann weniger hatte, da James es nicht lassen konnte sich mit Sirius zu duellieren. Harvey quittierte diese Szene ebenso wie Remus nur mit einem Augenrollen und hoffte, dass das Jahr bald vorüber sein würde. Die Ferien würden allen gut tun!

~*~*~

Die Sonne knallte durch die kleinen Fenster an der Tafelseite des Klassenzimmers von Geschichte der Zauberei und die Schüler und Schülerinnen schwitzen über ihren Testbögen. Sie hatten sich alphabetisch hinsetzten müssen und so saß Sirius gleich neben Abigail. Er war bereits mit den Aufgaben fertig und musterte das braun gelockte Mädchen neben sich. Sie wippte unablässig mit ihrem rechten Knie und drehte ihre linke Hand in ihre Haare. Unsicher und nervös schien sie, wie sie wild auf das Pergament kritzelte und ihr Blick immer wieder panisch zum Stundenglas auf dem Pult glitt.
Sirius schaute auf sein Blatt und las ein paar Zeilen seiner fein säuberlichen Schrift. Von Aufgabe zwei hatte er keine Ahnung gehabt. Doch den Rest des Testes konnte er recht gut beantworten. Er machte sich keine großen Sorgen über die Note, seine Eltern würden sowieso nicht zufrieden sein.
Und schon war er mit seinen Gedanken bei dem ausschlaggebenden Thema der letzten Tage angekommen. Seine Eltern hatten ihm keinen Brief zu Weihnachten geschickt, wie er es zunächst befürchtet hatte. Sie hatten ihm lediglich ein kleines Geschenk ohne Anmerkung zukommen lassen. Ein Buch über die Familie Black im Wandel der Zeiten, sicher um Sirius auf diese Weise an sein Erbe zu erinnern. Auch sein Geburtstag im April war ohne einen Kommentar seiner Familie vorüber gezogen. Er hatte noch nicht ein Mal mit James, Remus oder Abigail über diesen Tag geredet. Lediglich der Bagshotjunge hatte ihm gratuliert, ihn jedoch nicht verraten. Woher Harvey wusste wann er Geburtstag hatte, wusste er nicht. Dieser hielt sich sowieso aus den meisten Sachen raus und war Sirius daher eher ein Rätsel.

Jemand hinter ihm stöhnte und Sirius blickte auf das Stundenglas. Es waren noch gut zehn Minuten, bis er diesen stillen Ort endlich verlassen konnte. Solange er etwas tat musste er nicht über die bevorstehenden zwei Monate nachdenken, doch sobald es still um ihn herum wurde ratterte sein Gehirn und er stellte sich immer wieder die gleichen Fragen: Was würde passieren, wenn er seinen Eltern das erste Mal nach dem Hogwartsantritt wieder gegenüberstehen würde? Würden sie ihn einfach weiter ignorieren? So wie sie es die letzten Monate getan hatten? Er stieß die Luft geräuschvoll aus seinen Lungen und beantwortete sich die Frage im selben Atemzug. Nein – sicher würden sich seine Eltern nicht damit zufriedengeben. Sie würden ihren Sohn nicht weiter auf der falschen Bahn wandern lassen, sondern ihn dazu zwingen diesen Irrweg zu verlassen. Sirius schaute wieder auf das Mädchen neben ihn und seufzte innerlich. Wie gerne wäre er ein Bagshot. Sie war auch reinblütig und konnte tun und lassen was sie wollte. Ihre Eltern hatten Harvey sogar unterstützt, obwohl er nach Hufflepuff gekommen war. Auch einer von den Prewetts wäre er gerne. Sie waren eine angesehene Familie und standen klar auf der Seite des Guten. Gegen den Namen Potter sträubte er sich allerdings. Potter war ihm doch eine Spur zu muggelfreundlich. Er empfand es als komisch, dass ein Reinblüter so viel über Muggel wusste. Und James war allgemein etwas zu aufbrausend. Man merkte eben, dass er ein Einzelkind war.

Professor Bins schaute von seinem Buch hoch und verkündete mit schläfriger Stimme: „Noch fünf Minuten meine Damen und Herren.“ Abigail neben ihm stöhnte kurz auf und schrieb noch etwas schneller. Sirius musste grinsen. Abi hatte die letzten Tage nur damit zugebracht ihnen immer und immer wieder Jahreszahlen vorzubeten. Sicher versuchte sie gerade all ihr Wissen auf die Pergamentseiten zu bannen. Von hinten hörte er ein eher gelangweiltes: „So lange noch?“ und drehte sich um. James grinste ihm zu und streckte seinen Daumen nach oben. Sirius grinste zurück und auf ein Nicken von James machte auch er die Geste nach. Manchmal verstand er sich richtig gut mit James. Oft hatte er die gleichen Ansichten von etwas. Wie zum Beispiel die ständigen Fehltage von Remus. James fragte den etwas schüchternen Jungen oft, was er denn immer zu habe und auch Sirius interessierte es brennend, warum der Junge so oft verschwand. Nur bei Peter gingen ihre Meinungen weit auseinander. Währenddessen James sich von Peter still bewundern lies und in vor allen verteidigte, nervte der kleine Gryffindor Sirius eher. Peter gehörte für Sirius eher nicht zur Gruppe. Er passte einfach nicht. Ähnlich ging es ihm da mit Abigail. Es verwunderte Sirius, dass James sich so oft mit dem Mädchen zeigte. Die Slytherins hatte bereits nach wenigen Wochen angefangen zu tuscheln sie wären ein Paar. Abigail war eher ein Anhängsel von Potter und Sirius war der Meinung sie solle sich lieber mit den anderen Mädchen beschäftigen, als ständig bei den Jungs zu hängen und ihnen gut gemeinte Tipps zu geben.

Es klingelte dumpf und Professor Bins erhob sich. Nun schwebte er ein kleines Stück über den Boden und lies alle Pergamentrollen auf sich zufliegen. „Sie haben es geschafft. Ich wünsche Ihnen schöne Ferien.“, sagte er und die Schüler um Sirius herum fingen an zu jubeln. Die Stimmung wurde ausgelassen und einige der Mädchen fielen sich sogar erleichtert um den Hals. Nur Sirius nahm seine Feder betrübt und steckte sie weg. Er hätte gerne noch ein paar Wochen länger Unterricht gehabt.


(*) Zu Fabian Prewett: Ich bin mir ganz unsicher was den jungen Fabian angeht. Ich habe nachgeforscht und kein Geburtsdatum von ihm gefunden. Nur das er jünger war als Molly... Ich denke weniger, dass er wirklich mit den Rumteibern in einem Jahrgang war, denn dann wäre er mindestens 10 Jahre jünger als Molly, aber ich denke diese kleine Unstimmigkeit könnt ihr mir verzeihen, oder? Auch was den guten Gidon angeht, weiß ich nicht wie alt er war und ob er Fabians Zwillingsbruder war oder nicht. Ich habe es für meine FF jetzt so festgelegt, dass Gidon zwischen Molly und Fabian geboren wurde, somit ist der Abstand von 10 Jahren doch nicht mehr soo groß...


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