Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Warum wir kämpfen - -14- Man kann nur auf einer Hochzeit tanzen...

von Si-lee

-14- Man kann nur auf einer Hochzeit tanzen...

Vier ausgelassene Gryffindors saßen am Frühstück und futterten als gäbe es kein Morgen mehr. Peter hatte noch immer das breite Grinsen auf dem Gesicht und nahm sich gleich noch ein Brötchen. „Einfach cool diese Karte.“, sagte er und seine Augen funkelten vor lauter Begeisterung. „Oh Ja, sag deinem alten Herrn in den Ferien, er hat unseren Schulalltag gerettet. Stellt euch nur vor, wie langweilig es ohne die ganzen Gänge wäre.“, stimmte James Peter zu und füllte sein Glas ein weiteres Mal mit Kürbissaft. Gestern Nacht hatten sie endlich den Eingang zum Hort der Schlangen gefunden. Auf der Karte, die Remus zum Sommerende von seinem Vater bekommen hatte, war nur grob eingezeichnet, wo sich der Gemeinschaftsraum der Slytherins eventuell befinden könnte. Doch die Vier hatten nach nächtelangem Suchen endlich Erfolg gehabt.

„Jetzt können wir es Malfoy richtig heimzahlen. Ich bin ja für die Stinkbomben.“, erklärte Sirius und nahm James den Kürbissaft aus der Hand. Remus grinste spitzbübisch. „Na vielleicht schaffen wir es ja den Eingang so zu präparieren, dass die nicht mehr raus kommen.“ James und Sirius fingen an zu lachen. „Remus Lupin. Und ich dachte immer nur du wärst ein Streber.“, kommentierte Peter. Der angesprochene zog die Schultern hoch und grinste seine Freunde an. Er war glücklich. Sirius hatte bis jetzt anscheinend noch nicht herausgefunden, dass er ein Werwolf war und James und Peter freuten sich einfach nur über die vielen, lustigen Ideen die ihr Freund hatte. Es klappte alles so wie er sich das vorstellte. Nur hin und wieder konnte er erkennen, dass Sirius ihn von der Seite her betrachtete. Und dann lief es ihm immer kalt den Rücken hinunter.

„Gut. Remus und Peter gucken nach einem passenden Zaubern und ich und James schlüpfen raus und kaufen bei Zonko ein paar Stinkbomben.“, erklärte Sirius die nächsten Schritte. Keiner widersprach ihm, denn er teilte sie richtig zu. Peter war der ängstlichste der kleinen Bande und daher besser bei Remus in der Bibliothek aufgehoben und James war viel zu unruhig, um nach einem Zauber zu suchen. Sirius sowieso. „Alles klar, bis heute Abend müssten wir dann alles zusammen haben!“, stellte James fest und nahm einen großen Schluck Kürbissaft. Dann wurde das Thema plötzlich fallen gelassen, denn Abigail setzte sich neben Peter und bediente sich an am Obstsalat.
„Und welchen Streich plant ihr gerade?“, fragte sie die vier missmutig, schaute allerdings nicht von den in Soße schwimmenden Birnen und Äpfeln hoch. Sirius rollte mit den Augen. „Na da ist heute aber mal wieder jemand gut gelaunt.“

Das Rauschen der vielen Eulen, die in diesem Moment in die Große Halle flogen, unterbrach ihr Gespräch. James hielt nach seiner Schleiereule Ausschau, denn er wartete noch immer auf eine Antwort seines Vaters. „Mensch, wo der bloß wieder steckt.“, murmelte er eher zu sich selbst. Charlus Potter arbeitete in der Aurorenzentrale und war daher beruflich oft für ein paar Tage oder Wochen nicht erreichbar. Zum Leidwesen seiner Mutter.
Remus fing den Tagespropheten geschickt aus der Luft und verschwand für die nächste halbe Stunde hinter der Zeitung. Peters kleiner Kauz landete vor ihm und keuchte etwas. Er hielt ein kleines Päckchen, welches gegenüber seiner Größe riesig erschien, krampfhaft mit seinen Krallen fest und starrte Peter vorwurfsvoll an. „Na gib schon her, Mr. Mumpel.“, befahl er dem Tier und Mr. Mumpel ließ das Päckchen los. Es enthielt (wie jeden Sonntag) eine kleine Ladung Kekse. Mrs. Pettigrew glaubte wohl ihr kleiner Sohn würde hier verhungern.

Nur Sirius schaute nicht nach oben und erschreckte sich daher, als ein würdevoller Steinkauz vor ihm landete. Er streckte ihm das rechte Beinchen entgegen und wartete darauf, dass ihm der Brief aus den Krallen genommen wurde. Sirius schaute die Eule verwundert an. „Du musst dich verflogen haben.“, sagte er etwas kühl. James schaute auf den Brief. „Nein, da steht Sirius drauf.“ Sein Freund kräuselte die Stirn. Er nahm den Brief und die Eule verschwand. „Komisch, er ist nicht von meinen Eltern und wohl auch sonst von keinem Familienmitglied. Die würde doch nicht den ehrenvollen Namen Black vergessen...“ James grinste. Sirius machte den Brief auf und James schaute ihm über die Schulter.
„Andromeda ist doch deine Cousine oder?“, fragte er, doch Sirius las noch.


Lieber Sirius,

Ich habe seit dem Sommer nichts mehr von dir gehört. Geht es dir gut? Ich hoffe es doch. Ich wohne seit Mitte September auch in London. Allerdings nicht im Grimmauldplatz, falls du das denkst, sondern in einer kleinen Wohnung in der Nähe der Winkelgasse. Mir geht es soweit ganz gut. Ich bin nur etwas nervös.

Sirius, ich schreib dir aus einem ganz bestimmten Grund. Ich werde in zwei Wochen heiraten. Ich möchte dich hiermit zu meiner Hochzeit einladen und hoffe, dass du kommen kannst. Allerdings sollte ich dich vorwarnen. Ich werde (wie du dir eventuell schon denken kannst) Ted Tonks heiraten und unsere Familie wird das sicher nicht gut heißen. Falls es dir zu riskant ist zu kommen, kann ich es gut verstehen.

Ich hoffe wir sehen uns mal wieder,
Liebe Grüße
deine Cousine Andromeda Black



„Ja, dass war sie.“, bestätigte Sirius nickend und Peter schaute ihn verwirrt an. „Wie das war sie? Wie kann man denn den Titel Cousine abgesprochen bekommen?“ James schaute Sirius ebenfalls merkwürdig von der Seite her an. „Sie wird einen Tonks heiraten.“, erklärte er, doch die Mienen seiner Freunde erhellten sich nicht, wie er es beabsichtigt hatte. „Er ist kein Reinblut.“, gestand er leiser. James bekam große Augen. „Und dann schmeißt deine Familie sie raus, oder was?“ Er schnaubte verächtlich. Remus wurde merkwürdig blass.

Wenn Sirius jemanden nicht mehr als Familienmitglied betitelte der nur ein Halbblut heiratete, wie würde er dann ihn betiteln, wenn er herausfand was er war. Er biss schnell von seinem Brot ab, doch das flaue Gefühl im Magen wollte nicht so einfach verschwinden. „Klar. Alles was nicht nach deren Nase tanzt wird aussortiert.“ Er zuckte mit den Schultern. Für ihn schien das alles ganz normal zu sein. „Man würd ich gerne auf die Hochzeit gehen...“ Er seufzte und schaute noch ein Mal auf den Brief vor sich. „Warum machst du es nicht?“, fragte Abigail.

Sirius wandte sich langsam zu ihr um. „Na Bagshot mal wieder am schnüffeln?“, fragte er zynisch. Sie murrte kurz und stand auf. „Mädchen.“, grummelte der junge Black zum Abschied und sah ihr hinterher. Dann wandte er sich wieder den Jungs zu. Diese schauten ihn fragend an. „Na, Dumbledore wird mir wohl kaum erlauben ein Wochenende früher in die Ferien abzuhauen. Und meine Eltern würden mich sicher köpfen, wenn sie erfahren würden, dass ich da hingehe.“

Remus zog eine Augenbraue hoch. „Warum denn? Sie hat dich immerhin eingeladen. Und Prof. Dumbledore ist wirklich nett. Sicher macht er mal ne Ausnahme.“ Peter kicherte leicht. „Du musst es ja wissen.“ Remus wurde sofort puterrot und nahm sich schnell ein weiteres Brot. „Weil sie ein Halbblut heiratet. Man muss man euch das wirklich erklären. Sie sind eben so... sie stehen auf ihren Blutsstatus und wer sich ihnen nicht anpasst...“ Er ließ den Satz unvollendet und drehte sich zum Slytherintisch um.
„Narzissa, Liebes!“, rief er quer durch die Halle. Die blonde Siebtklässlerin schaute auf. Ihre Miene verdüsterte sich, als sie merkte wer sie gerufen hatte. „Hast du mal wieder etwas von deiner lieben Schwester gehört?“, brüllte Sirius weiter und Narzissa wurde rot. Sie sprang auf als wäre sie von der Tarantel gestochen worden und eilte auf Sirius zu.

„Was weißt du?“, zischte sie ihn an, als sie vor den Gryffindors zum Stehen kam. „Ach, gibt es etwa was, dass man wissen sollte?“, fragte er und lehnte sich über den Brief zu ihr rüber. Sie schaute ihn durchdringend an und erkannte das Pergament. Mit einem Ruck hatte sie es in der Hand und überflog die Zeilen. „Das wagt sie nicht...“, sagte sie mit erstickter Stimme. Remus wäre fast aufgestanden und hätte ihr einen Platz angeboten. Sie sah doch recht bekümmert aus, als sie die Zeilen ein zweites Mal las. „Ich denke das wird sie.“, erklärte Sirius hart und beobachtete das Mienenspiel seiner Cousine. Diese Schluckte und warf den Brief weg als würde er böse Brandblasen auf ihrer Haut hinterlassen. „Du solltest da nicht hingehen, Sirius.“, erklärte sie spitz und ging.

~*~*~

James hatte die Karte von Remus offen auf den Boden gelegt und beugte sich mit Sirius über die Linien. „Hier muss doch dieser blöde Gang irgendwo sein. Er ist ganz deutlich hier eingezeichnet. So ein Mist, dass die Karte uns nicht sagen kann, wo wir lang müssen.“ Sirius gluckste. „Das wärs ja. Wenn jemand anderes sie dann finden würde, hätte er gleich unser gesammelte Wissen, ohne etwas dafür gemacht zu haben.“ James schaute zu ihm hoch.
„Stimmt. Aber man könnte sie doch mit unsichtbarer Tinte schreiben, oder so was...“ So richtig kannte er sich in dem Fach nicht aus. Aber wenn man Remus davon berichtete, würde er sicher eine Möglichkeit finden.

Jetzt hatten sie allerdings ein anderes Problem. Sie suchten verzweifelt nach dem Ausgang aus Hogwarts. In der Karte war ein Weg verzeichnet, der in Hogsmead zu enden schien. Da Zweitklässler nicht nach Hogsmead durften und schon gar nicht an Wochenenden an denen ein Hogsmeadbesuch nicht vorgesehen war, wollten Sirius und James durch den Geheimgang das Schloss verlassen. Dies gestaltete sich leider als sehr schwierig.

„Vielleicht fragen wir mal ein paar der Porträts...“, überlegte Sirius laut und drehte sich zu einem weißbärtigem Mann um. „Hey Sie. Kennen sie einen Eingang zu einem Geheimgang hier im dritten Stock?“, fragte er ihn. Der Mann schaute ihn missmutig an und gähnte. „Junge. Das besondere an Geheimgängen ist, dass sie geheim sind.“ Sirius ließ die Schultern hängen und drehte sich wieder zu James um. Dieser kicherte. „Scheint nicht zu klappen, was?“
„Dann schlag du doch was besseres vor!“, schimpfte Sirius gleich los. James erhob sich und faltete die Karte wieder zusammen. „Vielleicht schicken wir Zonks einfach einen Brief und bitten sie uns eine Ladung Stinkbomben zu schicken.“ Der junge Black zog eine Augenbraue hoch. „Klar und das Geld?“, fragte er nach. „Das legen wir in den Umschlag...“
Sirius kratzte sich am Hinterkopf und da ihm nichts besseres dazu einfiel, stiegen die beiden Jungen hoch zur Eulerei.

Hier oben war es recht zugig und James verschränkte die Arme vor der Brust. Der Wild pfiff durch die vielen Löcher und von überall hörte man leises Schuhuhen. Sirius pfiff ein Mal auf seinen Fingern und ein Waldkauz kam majestätisch herunter gesegelt. Er lies sich auf seiner rechten Schulter nieder und streckte fachmännisch sein rechtes Bein vor. James erkannte die Eule, die Sirius eines Nachts einen Brief seiner Eltern gebracht hatte. „Wusste gar nicht, dass es deine Eule ist.“, meinte James. Sirius band ihr den Brief mit einer nett formulierten Bestellung für Zonkos ans Bein. „Meine Eltern meinen wohl ich würde ihnen schreiben...“ Die beiden grinsten. Sie schauten der Eule nach, wie sie über den See flog und bald nicht mehr zu sehen war.
„Bald sind wieder Weihnachtsferien.“, begann James über ein Thema zu sprechen, welches sie seit Tagen versuchten zu vermeiden. Sirius murrte, wie er es erwartet hatte. „Bleibst du dieses Jahr wieder hier?“, fragte James vorsichtig nach. Er hatte mit seinen Eltern ausgemacht, dass er sich erst kurzfristig entscheiden wollte. Abigail hatte ihn gestern Abend gefragt, da die Bagshots wieder in Hogwarts blieben, doch James hatte nur herumgedruckst. Er konnte zur Zeit mit Harvey nicht wirklich etwas anfangen. Dieser war ihm noch immer böse, wegen der Sache mit Malfoy und James wollte nicht zugeben, dass er da vielleicht ein wenig überreagiert hatte.

Und sowieso machte er zur Zeit viel lieber etwas mit Sirius. „Ich denke ich muss nach Hause.“, sagte der Junge neben ihm kühl und James erkannte, wie der rechte Daumen wieder über seine Finger strich. „Du könntest auch mit zu mir kommen. Meine Eltern würden sich sicher freuen...“, schlug James vor. Sirius lachte wieder auf. So wie er es immer tat, wenn James einen Vorschlag machte, der für die Familie Black nicht in die Tüte kam. „Klar, meine Eltern würden sich sicher auch riesig freuen.“, betonte Sirius mit vor Ironie tropfender Stimme. James schaute aus dem Fenster. „Ich mein ja nur.“
Sirius drehte sich zu James und schaute ihn durchdringend an. „Langsam müsstest du doch begriffen haben, dass ich darüber nicht gerne rede, oder Potter? Lass das Thema einfach.“ James zuckte zurück, als Sirius ihn wieder mit Nachnamen ansprach und schaute ihm hinterher, als er die Eulerei im Stechschritt verließ. Er schnaubte. Diesem Black konnte man auch wirklich nicht helfen. Geheimniskrämer was er war.

~*~*~

Der nächste Morgen versprach ein ganz besonderer zu werden. Die Wolken hingen tief über dem Schloss und es fing an zu schneien. Viele Schüler tummelten sich noch vor dem Frühstück draußen herum, um den ersten Schnee im Jahr begrüßen zu können. Endlich hatten sie das elende Regenwetter des Novembers überstanden.
Auch Peter wäre gerne eine Runde nach draußen gegangen, doch seine Freunde waren allesamt schlecht gelaunt, da wollte er nicht dazwischen funken. Remus schien es wieder nicht besonders gut zu gehen, weshalb er eher in Tagträumen hing als sich mit seinen Freunden zu beschäftigen. James war schlecht gelaunt, weil Sirius ihn ignorierte und Sirius war schlecht gelaunt, weil bald Ferien waren. Kaum saßen sie am Frühstückstisch kamen auch schon die Eulen herein geflogen. Wieder bekam Sirius einen Brief, diesmal schien er allerdings nicht überrascht zu sein.

„War ja klar.“, kommentierte er den großen Vogel und machte missmutig den Brief vom Bein ab. Peter saß heute neben ihm, da James und er nicht miteinander redeten, und schaute daher über seine Schulter. „Was willst du? Noch nichts von Postgeheimnis gehört?“, motzte Sirius auch schon gleich los und Peter lies sich schnell wieder auf seinen Hintern fallen. Er murmelte etwas von „James hat gestern auch...“, doch er kam nicht ein Mal zum Ende seines Satzes. „Gestern war es was anders.“

Remus schaute zu Sirius rüber und schenkte ihm einen der Blicke die James sonst immer mit dem: „Wir benehmen uns ja schon Mr. Lupin.“, kommentierte. Heute fiel das jedoch ins Wasser. Sirius blickte stumm auf die Zeilen und legte das Pergament dann vor Peter hin. „Hier bevor du vor Neugierde stirbst.“ Ohne etwas zu sagen las der Junge die Zeilen.


An Sirius Black,

Wie du sicher bereits weißt wird Andromeda demnächst ein Schlammblut heiraten. Hiermit verbieten wir dir auf ihrer Hochzeit zu gehen. Die Familie Black hat mit ihr nichts mehr zu tun und daher du auch nicht. Denke an den letzten Brief und erinnere dich, was dir blüht, sieht man dich doch auf dieser Veranstaltung.
Wir erwarten dich zu Ferienbeginn am Bahnhof in Kings Cross. Dein Onkel Cygnus wird dich mitnehmen.

Toujours Pur
Orion & Walburga Black



Vorsichtig schaute er zu Sirius auf. „Was bedeutet Toujoos Pur?“, fragte er und sprach es völlig falsch aus. Sirius stöhnte und Remus kam ihm zur Hilfe. „Toujours Pur ist französisch und bedeutet immer rein, oder stets rein. Ich schätze das ist der Wahlspruch der Familie Black, oder?“ Er blickte zu Sirius der nur knapp nickte. „Stets rein?“, fragte Peter weiter und Sirius schien der Kragen zu platzten. „Ja, Peter. Stets rein. Reinblüter.“, bluffte er ihn an.
„Mensch komm mal wieder runter Sirius!“, schaltete sich endlich James ein. Peter beobachtete wie Sirius sich langsam wieder auf seinen Teller konzentrierte und ihn aus dem Blickfeld nahm. Remus warf Peter einen Blick zu und er versuchte ihn zu beherzigen. Lieber heute keine Fragen mehr an Black, nahm sich der Junge vor.

Remus schien nach dem kleinen Stimmungstief von Sirius wieder ganz da zu sein. Er schaute zu James und fragte ihn ob sie schon an die Stinkbomben gekommen waren. „Leider nicht. Wir haben Zonkos mal geschrieben, aber ich glaube die brauchen noch.“, erklärte dieser. Remus verzog den Mund. „Schade. Oder wir machen es doch ohne die Stinkbomben?“ Peter zuckte mit den Schultern und alle drei schauten Sirius an. Hätten sie das mal nicht gemacht...
„Was schaut ihr mich so blöde an? Bin ich jetzt der Anführer?“, motzte dieser gleich wieder los und James schnaubte laut auf. „Ach Potter hör auf mit deinem nervigen Gestöhne, davon wird die Welt auch nicht besser.“ Remus rollte mit den Augen, was Sirius nicht viel besser aufnahm. „Macht euern Kram doch alleine.“ Er erhob sich und lies sein Essen unberührt stehen. „Könnt mich alle mal.“, maulte er noch zum Abschied und verließ die Halle.

Kaum war er zur Tür draußen schnaubte James wieder und Remus musste kichern. „Bin ich froh, wenn wir die Ferien hinter und haben.“, sagte er und Peter stimmte ihm zu. „Was hab ich denn jetzt eigentlich falsch gemacht?“, wollte er wissen und James angelte sich den Brief, den Sirius bekommen hatte. Es dauerte eine Minute bis James fertig war mit Lesen, dann antwortete er ihm. „Du hast über seine nette Familie geredet.“ Er zuckte mit den Schultern und gab das Pergament an Remus weiter. „Ich würde zu gerne wissen, wie sie ihn so unter Druck setzten. Ich meine Sirius ist nicht gerade ängstlich.“ Peter stimmte ihm zu. Wenn er nur an die Begegnung mit Malfoy dachte, wurde ihm klar, dass Sirius zurecht in Gryffindor gelandet war. „Ich glaube, ich möchte es lieber nicht wissen.“, sagte Remus leise. „Der Brief hört sich jedenfalls nicht gerade liebevoll an...“

Peter überlegte wie es wäre, von seine Eltern nicht so umsorgt zu werden. Er konnte sich das eigentlich nicht vorstellen. Seine Mutter liebte ihn abgöttisch. Manchmal war ihm das sogar ein wenig peinlich, besonders wenn sie ihn gleich auf dem Bahnhof Kings Cross abküsste, als hätte sie ihn vier Jahre nicht gesehen. Sein Vater war da etwas humaner. Er liebte seinen Sohn zwar auch, doch er zeigte es eher auf andere Weise. Peter wusste, dass die Kekse die ihn jeden Sonntag erreichten ein Zeichen von seinem Vater waren, doch das verschwieg er vor seinen Kameraden lieber. Sirius und James würden ihn sicher mit diesem Wissen aufziehen.

„Dabei habe ich ihm extra angeboten Weihnachten zu mir zu kommen.“, hörte er James sagen. Remus kaute, schluckte und meinte dann. „Na, wenn er schon nicht auf der Beerdigung richtig mit dir reden darf, dann darf er dich sicher nicht besuchen, oder?“ Peter musste Remus da recht geben. „Hast du nicht am Anfang der Ersten gesagt, dass deine Eltern die Blacks nicht leiden können?“, fragte Peter nach und James musste zugeben, dass es so war. „Ja klar, aber das hat ja nichts mit Sirius zu tun. Er ist eben nicht so wie seine Eltern.“
Remus nickte. „Er ist nunmal ein Black und leider kann man seine Familie nicht verleugnen.“, beendete er das Thema, da sie so wieso nicht zu einem Ende kommen würden. „Wir sollten los, Verteidigung fängt gleich an.“

~*~*~

Sirius Laune besserte sich auch mit dem nächsten Tag kein bisschen. Er ging meist schweigend neben seinen Mitschülern her und machte sich Gedanken über sich und seine Familie. Es wurmte ihn sehr, dass er nicht zu Andromedas Hochzeit gehen konnte ohne einen größeren Familienstreit herauf zu beschwören. Doch was seine Stimmung am meisten nach unten drückte, war die Vorstellung wieder im Grimmauldplatz zu sein.
Er hatte sich in diesem Schuljahr kein Deut besser verhalten, als im letzten. Hatte Malfoy öffentlich bloßgestellt und war weiterhin mit seinen Freunden durch Hogwarts gezogen. Egal ob sie nun Halbblüter waren oder nicht. Seine Eltern würden toben, soviel stand fest.

Seine Laune wurde noch ein bisschen schlechter als er am dritten Morgen in Folge einen Brief bekam. Dieses Mal von seiner Cousine Bellatrix. Der Umschlag enthielt eine perfekt gestylte Hochzeitskarte, mit weißer Spitze an den Rändern und den Familienwappen der Blacks und der Lestrange. Am liebsten hätte er die Karte einfach verbrannt.
Jetzt wurde er zum zweiten Mal in drei Tagen zu einer Hochzeit eingeladen und bereits jetzt wusste er auf welcher er zu erscheinen hatte. Jetzt muss Bella heiraten um die Schande geringer erscheinen zu lassen..., dachte er und packte die Karte in die Tiefen seines Koffers.


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Ich schreibe über Gut und Böse und habe die Verantwortung, das ordentlich zu machen. So einfach ist es nicht, - das Gute gewinnt nicht immer.
Joanne K. Rowling