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Fanfiction

Warum wir kämpfen - -15- Lord Voldemort

von Si-lee

Hallo,
Es tut mir Leid, dass es so lange gedauert hat... ich hatte ein kleines Problem mit dem lieben Laptop und da ich nur hier die Daten gespeichert hatte, hatte ich schon befürchtet, dass alles weg ist. Aber zum Glück habe ich es wiederherstellen können! Also kann es weiter gehen...
Lg Si
_________________

-15- Lord Voldemort

Von einer großen Buchsbaumhecke umgeben, thronte das Anwesen der Lestrange im viktorianischen Stil auf einer kleinen Anhöhe. Der Garten war symmetrisch angelegt und durch einen Kieswege in zwei Abschnitte getrennt. An den Seiten der Wege standen Rosenstöcke, die aufgrund der Jahreszeit in eine wärmende Hülle Stroh eingepackt waren. Jeweils in der Mitte der beiden englisch gehaltenen Rasenflächen sah man Springbrunnen. Aus ihren mit einer dicken Eisschicht überzogenen Becken schlängelten sich jeweils vier Schlangen aus hartem Stein. Insgesamt eine typische Behausung namenhafter Reinblüter, wie Sirius wusste.

Der junge Gryffindor bibberte leicht, als er mit seinen Eltern und seinem Bruder am Tor erschienen. Kurz bevor Orion Black das hohe Eisengatter öffnete zog er seinen Ältesten noch ein Mal zur Seite und Sirius stellte seine Miene auf teilnahmslos. „Wehe, du erlaubst dir heute auch nur einen Fehler. Denk daran die Presse ist anwesend.“, zischte er und lies ihn dann so schnell wieder los, wie er ihn gepackt hatte. Sirius kümmerte das nur noch wenig.
Die letzten Tage waren kein Zuckerschlecken gewesen, besonders die Ankunft im Grimmauldplatz Nummer Zwölf hatte er noch bildlich vor Augen. Die kalten Worte seiner Eltern berührten ihn jedoch nicht mehr so stark wie sie es noch vor einem Jahr vermocht hätten. Wenn sie ihn wieder ein Mal anschrien oder ihm mit Zaubern versuchten ein zu bläuen, dass er sich gefälligst wie ein Black zu benehmen hatte, dachte er an seine Freunde. An das Haus Gryffindor und an die Wärme des Gemeinschaftsraums. Sein Leben bestand nun nicht mehr nur aus seiner Familie, dass hatte er endlich begriffen.

Regulus warf ihm ebenfalls einen warnenden Blick zu. Sirius wusste, dass es sein kleiner Bruder nur gut mit ihm meinte, trotzdem streckte er ihm in einem unbeobachteten Moment die Zunge raus. Was wusste Regulus schon was gut war. Die Familie schritt durch den verschneiten Garten und trat dann in das große Haus ein. Ein Hauself hielt ihnen die Tür auf und nahm ihre Winterumhänge entgegen. Mit einer stummen Verbeugung geleitete er die Herrschaften in einen Salon und rückte Walburga einen Sessel zurecht.
„Orion, Walburga, schön das ihr schon hier seit!“, begrüßte Druella Black die kleine Schar. Es wurden Küsschen und strenge Seitenblicke verteilt und Sirius wünschte sich zurück nach London. „Bella ist ja so aufgeregt. Ich werde gleich noch ein Mal nach ihr schauen...“, verkündete Druella, Bellatrix Mutter, merkwürdig gefühlsbetont. Walburga schloss sich der vor Glück sprudelnden Frau an und ließ ihre Männer einfach stehen. Orion begnügte sich mit dem ersten Elfenwein und Regulus schaute sich im Salon um. Sirius der keine Lust hatte ewig hier herum zu stehen setzte sich einfach auf ein Sofa am Rande des Geschehens und hoffte, dass ihn kein Mensch ansprechen würde.

Die Tür zum Salon wurde in der nächsten halben Stunde gut ein dutzend Mal geöffnet und immer neue Gäste trudelten herein. Der Raum, so erkannte Sirius, musste magisch vergrößert worden sein, damit sich so viele Menschen darin aufhalten konnten. Er erkannte die meisten Familienmitglieder gleich wieder und auch die meisten der übrigen Reinblüter. Die Lestrange waren in sehr hoher Zahl vertreten, einige Malfoys und Crouchs waren anwesend und sogar Sirius Onkel Ignatus Prewett, dessen Neffe Fabian sein musste. Sirius war es eigentlich herzlich egal wer hier war und wer nicht, doch er hatte Langeweile und niemanden mit dem er reden konnte. Fast hoffte er James und seine Eltern würden wieder auftauchen, doch er wusste, dass sie keine Einladung erhalten haben konnten.

Die Salontür öffnete sich ein weiteres Mal und ein stattlicher Mann trat durch die Tür. Sirius schaute ihn sich genauer an und musste erkennen das seine Augen einen roten Schimmer hatten. Seine Gesichtszüge wirkten merkwürdig verzehrt. „Kennst du denn?“, fragte Regulus auf ein Mal neben ihm und er schüttelte nur den Kopf. „Ich glaube das ist dieser Lord von dem in letzter Zeit alle reden.“, fügte sein Bruder leise hinzu. Sirius fand den Mann höchst merkwürdig. Er bewegte sich sehr elegant und schien sich in der Gesellschaft so vieler Reinblüter zu Hause zu fühlen. Der Lord, oder wer er auch immer war, ging auf Arcturus Black zu und verbeugte sich knapp. „Schleimer.“, grummelte Sirius leise und sah wie sein Bruder vorsichtig grinste. Sein Großvater schien sich gut mit diesem Lord zu verstehen. Sie tauschen Förmlichkeiten aus und Arcturus ließ dem Neuankömmling ein Glas Elfenwein bringen. Als sie beide genug vom Stehen hatten führte das Familienoberhaupt der Blacks den Mann auf ihr Sofa zu. Regulus sprang sofort vom Sofa auf um seinem Großvater Platz zu machen, Sirius dachte nicht eine Sekunde daran.

Arcturus Black rümpfte kurz die Nase und nickte Regulus zu. „Setzten sie sich doch, Mr. Voldemort.“ Der Gast setzte sich auf den Sessel Sirius gegenüber und berichtigte sofort. „Lord Voldemort.“ Arcturus Black nickte ihm lächelnd zu und hob sein Glas. Er hatte sich auf den Platz von Regulus gesetzt und Sirius wurde es doch etwas mulmig. Er wollte schon aufstehen, doch sein Großvater legte ihm eine Hand auf das linke Bein und gebot ihm somit sitzen zu bleiben. „Ich wollte sie meinem Enkel vorstellen.“, begann Arcturus Black. „Sirius wird ein Mal das Erbe der Familie Black antreten.“ Er schenkte seinem Enkel ein wohlwollenden Blick und Sirius wollte schon fragen, wie er zu der Ehre kam. Er biss sich auf die Innenseite der Unterlippe und verkniff sich diesen Kommentar lieber. „Sehr erfreut.“, sagte Lord Voldemort und Sirius nickte kurz. „Ich habe gehört, dass du deine Familie etwas auf Trab hältst?“

Die Hand seines Großvaters löste sich von seinem Oberschenkel und Sirius suchte nach den passenden Worten. „Da wissen Sie schon sehr viel.“
„Die Familie Black bringt nur sehr charakterstarke Nachkommen hervor. Und diese müssen sich ab und an erst ein Mal die Hörner abstoßen, sie verstehen das sicher.“ Der Lord schaute Sirius durchdringend an und seine Augen schienen rot zu leuchten. „Ich denke ja, Mr Black. Ich hoffe für dich, Sirius, dass du dich noch für den richtigen Weg entscheiden wirst. Wir müssen doch zusammen halten, nicht wahr?“
Sirius Miene blieb teilnahmslos, obwohl er am liebsten laut aufgeschnaubt hätte. Doch er hatte gelernt, dass es oft wirksamer war, sich nicht von anderen durchschauen zu lassen. „Und Sie kennen den richtigen Weg?“, fragte er kühl. Arcturus zog scharf die Luft ein. „Sirius!“, zischte er seinen Enkel an. „Ich entschuldige mich für sein Verhalten.“
Der Mann beachtete Arcturus Black kaum mehr, sondern hatte seinen Blick ganz auf Sirius beschränkt. „Wissen wir nicht immer, welcher der richtige Weg ist? Sind wir nicht oft zu starrköpfig ihn an zu erkennen?“, fragte Lord Voldemort und Sirius lief es aus unerfindlichen Gründen kalt den Rücken herunter. Er kannte einige zwielichtige Personen. Darunter den ein oder anderen der die schwarze Magie etwas zu weit getrieben hatte, doch dieser Mann machte ihm ernsthaft Angst. Er wirkte auf eine ganz besondere Art, vollkommen abgebrüht. Hart wie Stein.

„Ich denke, jeder kann sich seinen Weg aussuchen.“, erklärte Sirius und hoffte, dass dieses Gespräch bald beendet sein würde. „Die Zaubererwelt steht vor einem Scheidepunkt, Sirius. Bald wird sich jeder entscheiden müssen, ob er den richtigen Weg wählt -“ Er schaute zu Rudolphus hinüber der etwas hibbelig an der Tür stand und dann wieder zu Sirius zurück. „oder untergeht.“
Sirius konnte diesen Mann mit jeder Sekunde weniger leiden. „Ich denke, jedem Menschen muss es offen stehen, welchen Weg er wählt. Wenn man es jemanden vorschreibt, kann daraus nichts werden.“ Arcturus wollte dieses Gespräch anscheinend auch am liebsten gleich beenden, daher nickte er Durella Black zu und diese stieß zweimal gegen ihr Glas.

„Liebe Gäste, wenn ich sie bitten dürfte mir ins Nebenzimmer zu folgen, wir wollen mit der Zeremonie beginnen.“

~*~*~

Regulus saß in einem antiken Ohrensessel am Rande des Geschehens und beobachtete von seinem Punkt aus die Hochzeitsgesellschaft. Seine Cousine hieß nun nicht mehr Black sondern war erfolgreich in der Familie Lestrange eingeführt worden. Die Redner hatten sich endlich wieder gesetzt und nun begann der gesellige Teil der Veranstaltung. Einige hatten sich bereits unter Vorwänden verabschiedet, doch die meisten Damen und Herren waren noch im Raum. Drei Hauselfen, darunter auch Kreacher, bedienten die Gäste mit kleinen Snacks und Elfenwein. Regulus, gerade elf geworden, hatte ein Glas Wasser in der Hand und schaute zu Sirius hinüber. Nach der Zeremonie, als die meisten Gäste ganz mit gratulieren beschäftigt waren, hatte Orion Black seinen Bruder kurz aus dem Raum geführt. Seit dem saß Sirius wieder alleine auf dem Sofa in der Ecke und schien sein Dasein zu verfluchen.

Regulus konnte ihn nicht verstehen. Warum war er vorhin nicht ebenso wie er aufgestanden? Warum musste er sich immer in solche Schlamasel stürzten? Als Großvater Black mit dem wichtig aussehenden Mann auf sie zugesteuert war, hatte Regulus reiß aus genommen. Hatte den Herren seinen Platz angeboten und sich somit aus der Affäre gezogen. Sirius hatte wie immer den Rebell raushängen lassen müssen. - Das hatte er nun davon!

Sein Blick wandte sich wieder den anderen Gästen zu. Sie sammelten sich nun in kleinen Grüppchen. Die einen tratschten hinter vorgehaltener Hand über Andromeda und ihr Vergehen, die nächsten diskutierten über den letzten Artikel über die Muggelabwehr im Tagespropheten. Elende Gesprächsthemen die Regulus schon vom Grimmauldplatz kannte. Schließlich gingen dort namenhafte Zauberer oft ein und aus, um mit seinen Eltern über solche Themen zu reden oder sich einfach nur einen Rat zu holen. Ja, die Blacks waren angesehen und er würde dafür sorgen, dass es so auch blieb.
Dieser Lord Voldemort hatte sich gerade zu einer Gruppe junger Reinblüter gestellt und Regulus überlegte kurz ob er es wagen konnte sich dazu zu stellen. Er würde gerne hören, was er zu berichten hatte. Er erschien ihm mächtig. Sein Gesicht war gezeichnet von Magie. Kräftezehrender Magie und daher starker Magie. Auch sein Bruder schien den Mann immer noch zu beobachten. Aus seinem Augenwinkel konnte Regulus allerdings die gegenteiligen Gefühle herauslesen. Sirius schien den Lord nicht zu mögen – wollte man es nett ausdrücken.

Lucius Malfoy stand gleich neben dem Lord und lächelte süffisant, als hätte der fremde Gast einen Witz erzählt. „Sie haben recht. Die erlauben sich in den letzten Jahren zu viel.“, hörte Regulus und ordnete den Satz gleich unter die Kategorie: Tagesprohetleser ein. Ein Artikel letzten Sonntagsausgabe hatte den wachsenden Einfluss der Schlammblüter auf das Zaubereiministeriums beklagt. Ein äußerst interessanter Artikel, wie alle Erwachsenen fanden. Regulus interessierte sich für solche Themen eher weniger. Noch waren für ihn die Ergebnisse der Quiddichtuniere wichtiger.

Aus dem Augenwinkel nahm Regulus war wie Sirius sich erhob und mit elegantem Schritt auf die Gruppe zu trat. Lucius beäugte ihn misstrauisch, sagte jedoch nichts. Regulus musste grinsen. Er würde sich hier nie trauen etwas zu sagen..., dachte er. Der Lord stockte nicht eine Sekunde, sondern sprach leise weiter. Regulus spürte, dass das nicht gut gehen konnte und erhob sich ebenfalls aus seinem Sessel. Mit vorsichtigen Schritten gesellte er sich zu ihnen.

„Das Zaubereiministerium hat Schwachstellen die ausgemerzt gehören, Mr. Malfoy, da haben Sie Recht. Die falschen Menschen auf den falschen Positionen. Viele Schlammblüter können sich nicht mit einem reinblütigen Zaubereiminister identifizieren. - Als würden sie bestimmen können wer als nächstes Zaubereiminister wird...“ Einige lachten. „Was ich damit sagen will, wir haben es diesen Schlammblütern zu verdanken, dass dieser unfähige Mr. Scott Zaubereiminister geworden ist.“ Lucius nickte bedächtlich. „Es ist eine Schande, dass die Schlammblüter überhaupt so viel Einfluss auf die Politik haben können.“, stimmte er dem Lord zu. Regulus sah zu Sirius rüber und berührte ihn leicht am Arm, doch sein Bruder entzog sich dieser Berührung schnell.
„Warum sollten sie nicht mitbestimmen dürfen? Sie sind auch Zauberer, so wie du und ich.“, sagte Sirius laut und Regulus versuchte den dicken Kloß in seinem Hals herunter zu würgen. Die Gruppe verstummte und starrte den Wortführer an.

„Willst du damit behaupten ein Schlammblut wäre genauso viel wert wie wir?“, fragte Lucius und betonte jedes einzelne Wort. Regulus musste an sich halten, um vor diesem Blick nicht zusammen zu zucken und bewunderte Sirius ins geheim. Dieser stand vor dem jungen Malfoy wie ein Fels in der Brandung. „Sie sind Menschen, sie können Magie benutzen und nur weil ihre Vorfahren das nicht alle konnte, sollen sie keine richtigen Zauberer sein? Dann dürften wir doch auch keine richtigen Reinblüter sein immerhin haben wir einen Vorfahren, der keine Magie benutzen konnte.“ Narzissa, die neben Lucius stand, schlug die Hand vor den Mund und man merkte wie die Gespräche der übrigen Grüppchen im Raum auch nach und nach verstummten. „Wir... keine richtigen Reinblüter?“, höhnte Bellatrix. „Wir sind die Blacks. Wir halten unseren Stammbaum rein.“ Sirius schenkte ihr noch nicht ein mal einen Blick sondern verharrte auf dem Gesicht von Lord Voldemort. „Wenn die Blacks so reinblütig wären, dürfte es Marius Black ja wohl nicht geben. Aber er lebt und er ist ein Squib.“, sprach Sirius im lauten Ton weiter.

Dieses Wort lies auch die letzten Gespräche erstarren. Alle schauten sie auf Sirius. „Du wagst es hier über diesen Mann zu reden...“, fing Bellatrix an, doch Lord Voldemort unterbrach sie. „Nun, Sirius, es kommt in den besten Familien vor, dass jemand es nicht würdig ist zu leben. Sie dir die vielen Krankheiten an, die die Menschen bekommen können. Es gibt Krüppel, also gibt es diese auch bei den Zauberern. Ich weiß das die Familie Black reinblütig ist und das weißt du auch, warum verleugnest du nur dein eigenes Blut?“
Kurz schien Sirius keine Antwort zu haben und diese Pause nützte Arcturus Black aus. „Regulus, Sirius, ich möchte das ihr mir jetzt folgt.“, sagte er bestimmt in die Stille. „Lassen sie sich nicht von der Feier abhalten, meine Damen.“ Er machte eine kleine Verbeugung vor Narzissa und Bellatrix. „Meine Herren“, er nickte Lord Voldemort zu und ging zur Tür vor.

Regulus stolperte los und spürte wie Sirius ihm widerwillig folgte. In Regulus tobten die Gefühle und am liebsten hätte er auf seinen Bruder eingeschlagen. Was fiel ihm ein ihn da mit hinein zu ziehen? Hatte er nicht bemerkt, dass ihm alle zu hörten? Er schluckte und schaute auf den Rücken seines Großvaters. Der alte Mann wirkte seltsam steif wie er die Treppe zur Eingangshalle hinunter lief. Ein Hauself rannte zur Tür und hielt dem Oberhaupt der Familie Black seinen Mantel hin. Sirius nahm stumm ihre Umhänge und reichte Regulus den seinen. Seine Miene wirkte ausdruckslos, doch Regulus spürte, dass Sirius nicht so mutig war wie er sich gab.

~*~*~

James lag auf seinem Bett und stöberte in einem Quiddichbuch herum. Quiddichbücher waren die einzigen Bücher, die er freiwillig anrührte. Mit anderen Büchern wollte er lieber nicht gesehen werden, auch wenn er natürlich oft in eines rein sehen musste. Er war zwar nicht auf den Kopf gefallen, allerdings musste auch ein James Potter hin und wieder etwas lernen. Doch jetzt waren Ferien und an lernen war nicht zu denken.
„Jamie!“, rief seine Mutter von unten und er stöhnte auf. „Mum, bitte, ich bin kein Kind mehr.“, maulte er und erhob sich. Er ließ das Buch fallen und kam die Treppe herunter getrampelt. „Nicht?“, fragte sie nach, „Ich dachte nur Kinder könnten nicht leise gehen.“ Sofort änderte James seine Forstbewegungslautstärke und wirkte gleich um einiges lässiger. „Was gibt’s?“, fragte er seine Mutter und ließ sich in einer eleganten Bewegung, die er von Sirius abgeschaut hatte, auf einen Stuhl in der Küche fallen. „Ich habe gerade einen Artikel gelesen... der könnte dich interessieren.“, plauderte Dorea Potter los und legte ihm die Hexenwoche vor die Nase. „Mum, ich bin kein Mädchen.“, stöhnte ihr Sohn gleich los und sie rollte mit den Augen. „Das ist mir auch schon auf gefallen. Gleich nach der Geburt.“ Sie tippte auf ein Foto und James erkannte das es um eine Hochzeit zu gehen schien. „Ich bin erst zwölf, ich denke noch nicht ans heiraten!“
James Mutter gab es auf und wandte sich wieder der Wäsche zu, die sie gerade von einem dampfenden Bügeleisen bearbeiten lies.

James schaute verwirrt und las dann die Überschrift:
Doppelhochzeit der Familie Black
von Rita Kimmkorn (*)

„Oh, Black. Steht da was von Sirius?“, fragte er jetzt doch begeistert. „Lies, Jamie, oder hast du das in der Schule verlernt?“
„James, Mum.“, stellte er noch ein Mal klar und begann zu lesen.


Die Familie Black ist wohl eine der einflussreichsten Familien der Zaubererwelt. Überall sind ihre Familiemitglieder dieses Jahrhunderts vertreten. So war Phinellus Black zum Beispiel Direktor der berühmten Hogwarts Schule für Zauberei und Hexerei, Pollux Black arbeitete lange Zeit im Zaubergamot und Arcutrus Black bekam den Orden des Merlin erster Klasse verliehen. Dieser ist zur Zeit das Oberhaupt der alten und im Blute stets reinen Familie Black. Doch ist die Familie wirklich immer rein, wie es ihr Wahlspruch Toujours Pur verlauten lässt?

Der Hexenwoche ist zu Ohren gekommen, dass die Familie Probleme mit ihrer jüngsten Generation hat. Am Wochenende des 16. Dezembers feierten gleich zwei junge Damen der Familie Black ihre Hochzeit. Die eine, Bellatrix Black, feierte im Schoß der Familie mit einem gebührenden Fest ihre Ehe mit Rudolphus Lestrange. Die Verbindung der beiden Familien wurde vom Arcturus Black als gut empfunden, welches er an den Feierlichkeiten mit einem großen Geldgeschenk zum Ausdruck brachte. In seiner Rede an das Brautpaar betonte er die Ehre der Familie, die zu wahren sei und dass er größtes Vertrauen in die beiden setze. Mr. Black Senior wünschte dem Paar ein langes und kinderreiches Leben.
Ganz im Gegenteil zu dieser prunkvollen Hochzeit standen die Feierlichkeiten der jüngeren Schwester Andromeda Black. Sie und ihr Mann Ted Tonks, ein Muggelgeborener, feierten in einer schäbigen Kapelle am Rande Londons. Wie die Hexenwoche exklusiv berichten kann, ist die Braut bereits schwanger und es wird vermutet, dass sie nur deshalb heiratete. Die Hochzeit fand im engen Kreis der Familie Tonks statt und endete mit einem tränenreichen Ausbruch der Braut, nachdem ihre ehemalige Familie ihr einen Brief zukommen ließe. Der Brief liegt der Reporterin vor und daher kann berichtet werden, dass Andromeda Tonks sich nicht weiter mit dem Namen Black zieren darf.

Somit könnte man behaupten die Familie Black hat sich von ihren schlechten Mitgliedern ein für alle Mal getrennt. Doch neben der jungen Andromeda scheint auch der junge Sirius, Erbe der Familie Black, nicht dem Ideal zu entsprechen.
Unserer Reporterin ist zu Ohren gekommen, dass Sirius Black der erste Nachfahre der dieser altehrwürdigen Familie ist, der in das Haus Gryffindor gekommen ist, statt wie alle seine Verwandten im Haus Slytherin seine Schulzeit verlebt. (Warum Gryffindor und Slytherin sich so sehr hassen - Seite 4) Der junge Sirius Black wohnte der erst genannten Hochzeit seiner ältesten Cousine Bellatrix bei und kommentierte diese mit: „Lauter reinblütiges Pack hier.“ Was wohl das Familienoberhaupt zu solch einem Ausspruch zu sagen hat?
Der Hochzeit wohnte neben den Familien Lestrange, Malfoy und vielen weiteren reinblütigen Zauberern auch ein werter Herr mit dem Namen Lord Voldemort bei. Dieser versuchte die Stimmung mit der neuen Idee einer gereinigten Zauberergesellschaft zu heben. Der Spross der Blacks schien seine Meinung nicht zu teilen und störte mit seinem flegelhaften Verhalten die Feier erheblich.

Das Team der Hexenwoche wünscht Sirius Black eine gute Genesung und hofft, dass die Familie Black ihren Wahlspruch überdenken. Die neue Generation Black scheint dies bereits zu tun.


James war doch etwas geschockt von diesen letzten Wünschen der Hexenwoche und schaute sich das Foto nun genauer an. Bellatrix Lestrange, die James an der Beerdigung seiner Oma kennen gelernt hatte, stand dort neben ihrem Bräutigam und strahlte den Perfektionismus aus, den die Blacks so schätzten. An der Seite standen die jeweiligen Eltern des Brautpaares, die James nur durch die unten angegebenen Namen identifizieren konnte. „Mum, meinst du Sirius geht es gut?“, fragte er seine Mutter. Dorea faltete soeben ein paar Umhänge ihres Mannes zusammen und ließ die Kohlen aus dem Bügeleisen verschwinden. „Ich bin mir nicht sicher James.“, gestand sie. „Es wäre ihm sicher besser bekommen, hätte er sich wie auf der Beerdigung verhalten.“ James nickte bedächtig. „Ich glaube, ich bin schuld, dass er das jetzt gemacht hat.“, sagte James kleinlaut und fuhr sich mit der rechten Hand durch die Haare. „Ich habe gesagt, man müsse zu seinen Freunden stehen...“

Seine Mutter blickte auf und betrachtete ihren Sohn lange. „Nein, ich denke Sirius hat das für sich entschieden. Doch du solltest ihm das nächste Mal vielleicht erklären, dass du auch sein Freund bist und zu ihm stehst.“ James schaute wieder auf die letzten Zeilen. „Schade, dass er nicht herkommen durfte.“
Dorea lächelte liebevoll und legte den Stapel Wäsche auf den Küchentisch. „Ja, dass ist wirklich schade. Ich denke nur, dass ein solcher Besuch nicht so schnell möglich sein wird.“ Ihr Sohn schaute zu ihr hoch. „Aber sein Opa hat doch gesagt, dass wir zusammen halten sollten. Klar er hat gemeint gegen die Kinder der Halbblüter, aber -“
„James, du glaubst doch nicht ernsthaft, dass Arcturus Black eine Freundschaft Sirius zu dir billigt? Du bist ein Potter und wie du vielleicht mitbekommen hast, bin ich gerade mal eben so geduldet, da ich ein Mal eine Black war. Deinen Vater hingegen ignorieren sie vollständig. Ich muss eigentlich sogar behaupten, es hat mich gewundert noch auf dem Familienstammbaum verzeichnet zu sein.“ James bekam große Augen. „Du meinst, sie hätten dich rausgeschmissen, so wie diese -“ Er schaute in wieder in den Text und las den Namen ab, „Andromeda, nur weil du Dad geheiratet hast?“ Sie nickte und ihm wurde langsam bewusste, wie die Blacks denken mussten.


(*) Rita Kimmkorn ist laut HP-Wiki circa 1951 geboren und somit gerade Anfang zwanzig.


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