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Fanfiction

Der mit den Greifen fliegt - Friction, Strokes and the Plan

von Miss_Killjoy

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Friction, Strokes and the Plan

James stapfte wütend neben den anderen zurück ins Schloss. Er war wütend, weil er Malfoy nicht länger bei seiner Dreckarbeit zusehen konnte, aber noch viel wütender wegen Lily.
Wieso meinte sie plötzlich, dass sie zu weit gingen? Zugegeben, das mit der Weide war schon härter gewesen, als das, was sie sonst mit Malfoy machten.
Aber dass sie dabei so ausflippte, war nicht nötig gewesen. Er hatte ihn ja nicht umbringen wollen!
Und außerdem hatte sie letztes Jahr auch immer mitgemacht, wenn sie Malfoy verhauen hatten.

James schielte zu Lily hinüber. Seine Schwester lief mit zusammengepressten Lippen und einem bitteren Gesichtsausdruck neben Rose.
In James' Kopf schwirrte ein Wort: Verräterin! Und er bekam ein mulmiges Gefühl im Bauch. Was wenn Lily sie verriet? Wenn sie auspackte, alles erzählte?!

Er schüttelte innerlich den Kopf. Dazu hatte sie keinen Grund. Überhaupt, warum tat sie plötzlich so?
Ihre Eltern und die Weasleys hatten ihnen schon immer erzählt, wie Malfoys Vater war. Todesser und so… Da konnte sein Sohn ja nicht viel anders sein!
Schon als sein Vater das erste Mal von Draco Malfoy erzählt hatte, und dass er einen Sohn hatte, wusste James, dass er ihm das Leben zur Hölle machen wollte.

Und als Scorpius dann zusammen mit Albus nach Hogwarts und somit nach Gryffindor kam, hatte es begonnen.
Zusammen mit Rose, Hugo und seinen Geschwistern hatte er Malfoy beleidigt, schikaniert, bloß gestellt und vor der ganzen Schule lächerlich gemacht.
Lange Zeit hatte das James gereicht, aber letztes Jahr wurde es langweilig, Malfoy nur mit Worten zu verletzen.

Zuerst wurde er nur weggestoßen, eingequetscht, zum Stolpern gebracht. Dann hatte Hugo ihn einmal richtig festhalten. Das war der Startschuss in die nächste Runde gewesen!
Bis zum Ende des Schuljahres wurde Scorpius getreten, gezwickt, geohrfeigt, verprügelt und anschließend in eine Besenkammer gesperrt.
Meistens hatten sie ihm dann noch den Rucksack an den Kopf geworfen. Wenn sie ihn rausließen und er seine gemachten Aufgaben nicht schnell genug weggepackt hatte, wurden sie verbrannt oder zerrissen.

In seinem Zimmer durfte er sie dann nicht nachmachen, weil das Licht die anderen beim Einschlafen störte. Also musste er in den Gemeinschaftsraum und sich dort wegen des Lichts von den Gemälden anmaulen lassen.
Nie hatte Lily irgendetwas dagegen gesagt. Im Gegenteil! Sie war immer mit ihnen zusammen gesessen und hatte mitüberlegt, was sie als nächstes mit Malfoy anstellten. Als Rose ihm einmal sein Tintenfässchen über den Kopf geschüttet hatte, war Lily vor Lachen auf dem Boden gelegen.

James musterte seine Schwester erneut. Wie sie so entschlossen zwischen ihnen lief, wirkte sie doch schon ein bisschen erwachsen. James stolperte beinahe, als ihm ein schrecklicher Gedanke durch den Kopf schoss.
Er konnte und wollte sich das nicht vorstellen, denn würde dies zutreffen, dann wäre das ja katastrophal!

Das konnte er nicht einfach so in seinem Kopf lassen, er musste das wissen. Deshalb zog er Lily zur Seite, bevor sie in den Gryffindorturm verschwinden konnte. „Mann, James! Was soll das?!“, giftete sie. „Ich muss mit dir reden. Ganz wichtig, also komm!“
Er zerrte sie ein paar Gänge weiter, wo sie ungestört waren.

Lily verschränkte die Arme und sah ihn misstrauisch an. „Was?“ James wollte auf gar keinen Fall irgendwie verzweifelt wirken, also verschränkte er ebenfalls die Arme und lehnte sich gegen die Wand.
„Was ist da bei dir und Malfoy?“
Seine Schwester blinzelte verwirrt. „Wie bitte?“ „Du hast mich schon verstanden.“
Sie kniff die Augen zusammen. „Bist du blöd? Da ist überhaupt nichts!“

„Was hast du dann plötzlich? Warum ist das auf einmal alles so schlimm?“
Er sah, dass sie nach einer passenden Antwort suchte. Schließlich antwortete sie einfach ganz direkt. „Das geht jetzt einfach zu weit.“
James stöhnte genervt. „Oh Mann, was denn?! Das mit der Weide, okay. Aber das vorhin, war ja wohl nicht unsere Schuld!“

„Aber er muss bei dem Wetter seine Strafarbeit machen und in den verbotenen Wald gehen. Und zwar unseretwegen! Wegen dir und deiner tollen Aktion!“
„Jetzt ist das also meine Schuld?!“ James ballte zornig die Fäuste.
„Das hab ich doch gar nicht gesagt. Ehrlich, du regst mich auf. Lass mich jetzt gehen.“ Sie wollte an ihm vorbei, aber er hielt sie am Arm fest.
„Sag mir erst, was da bei euch abgeht!“

„Überhaupt nichts!“, rief sie wütend. James lachte kurz auf. „Ja klar. Bist du in ihn verknallt?“ „WAS?!“ Lily sah ihn ungläubig an. „Du spinnst ja!“
„Wieso nimmst du ihn dann so in Schutz?“ James redete jetzt wieder in einer normalen Lautstärke. Lily dagegen war ziemlich aufgebracht. Sie stellte sich vor ihren älteren Bruder und sah ihm direkt in die Augen.
„James, das, was wir machen, ist nicht okay. Und warum wir es machen, erst recht nicht! Wir haben nicht mal was gegen ihn.“

„Klar haben wir was gegen ihn.“ „Nein! Nein, haben wir nicht.“ Lily stieß ihm den Zeigefinger gegen die Brust. „Unsere Eltern haben was gegen seinen Vater, aber wir haben keine Ahnung, wie Scorpius ist. Wir haben nur von Anfang an von unserer Familie gesagt gekriegt, dass wir mit Malfoy nichts zu tun haben sollen. Weil sie davon ausgingen, dass Scorpius genauso ist wie sein Vater.“
James sah seine kleine Schwester nachdenklich an. „Es ist nun mal meistens so, dass die Kinder irgendwie wie ihre Eltern sind. Wegen der Erziehung oder so.“

Im Grunde hatte er keine Ahnung, was er da laberte, aber das wollte er natürlich nicht zugeben.
„James, wir haben überhaupt keine Ahnung, wie er ist. Weil wir noch nie auch nur ein vernünftiges Wort mit ihm gesprochen haben.“
Ihr Bruder schüttelte verächtlich den Kopf. „Der würde genauso ein Arsch sein, wie sein Vater, wenn er wollte.“
„Das glaub ich nicht.“

„Und warum nicht?“, fragte er seufzend. Das Gespräch entwickelte sich gerade in eine Richtung, die James nicht gefiel. Das wurde zu ernst, ging zu tief, warf zu viele Fragen auf, über die er nachdenken musste.
„James, der traut sich doch nicht mal ein Wort zu sagen. Er läuft geduckt und gehetzt rum, weil er wahrscheinlich Angst hat, jeden Moment uns in die Arme zu laufen. Und vielleicht will er nicht mal mehr einschlafen, weil er Schiss hat, dass er am nächsten Morgen nicht mehr aufwacht!“

Das ging zu weit! James fühlte sich, als hätte sie ihn geohrfeigt. Er wich einen Schritt zurück. „Willst du mir jetzt etwa unterstellen, dass ich ihn umbringen will?!“, schrie er.
„Ja, vielleicht will ich das! Du hast nämlich überhaupt keine Kontrolle mehr über dich selbst! Und die anderen richten sich komplett nach dir. Wenn du zu weit gehst, tun sie's auch und deshalb-“ Sie schubste ihn von sich weg. „- hör ich jetzt auf mit dem Scheiß! Ich mach da nicht mehr mit!“

Dann lief sie an ihm vorbei, hastete die Treppen nach oben und verschwand durch das Gemälde der fetten Dame.
James blieb stinksauer zurück. Wie konnte sie ihm nur unterstellen, dass er Malfoy umbringen wollte?! Er hasste Malfoy, er hasste ihn wirklich, aber er hatte nicht vor ihn zu töten!
James musste seinem Ärger ganz dringend Luft machen.

Nachdem er einmal durch das halbe Schloss gestampft war, entdeckte er Scorpius, der gerade von seiner Strafarbeit kam und die äußere Treppe hochging.
Wut stieg in James auf, er ballte die Fäuste. Malfoy war an all dem Schuld!
Er rannte den Gang entlang, bis zum Treppenabsatz, um Scorpius abzufangen. Der war noch ganz damit beschäftigt, sich Spinnennetze aus den Haaren zu zupfen und wurde von dem großen Gryffindor vollkommen überrumpelt.

James packte ihn und schubste ihn an die gegenüberliegende Wand. Dann stellte er sich vor Scorpius und drückte ihn an den Schultern gegen die Wand. „Was hast du mit meiner Schwester gemacht?“, fragte er zornig.
Scorpius überhörte die Frage, denn seine rechte Schulter schmerzte, weil James so fest dagegendrückte. James schüttelte den Blonden kurz. „Was hast du mit Lily gemacht?“, rief er.

Scorpius blinzelte verwirrt. „I-Ich hab gar nichts gema-“ James schnitt ihm das Wort ab. „Hast du sie verhext? Sag schon!“
“Nein! Ich hab keine Ahnung wovon du redest“, wimmerte Scorpius. Er hatte Angst, gleich wieder Schläge zu bekommen.
Der Ältere musterte ihn abfällig, dann trat er einen Schritt zurück. „Meine kleine Schwester meint plötzlich, dich in Schutz nehmen zu müssen. Also, hast du sie verhext? Oder willst du mir erzählen, dass sie auf einmal einen Sinneswandel hatte?“

Jetzt war Scorpius noch verwirrter. Lily nahm IHN in Schutz?? James wartete noch einen Moment auf eine Antwort. Weil Scorpius nichts sagte, rammte er ihm die Faust in den Bauch. „Und?! Was ist jetzt?!“
„Ich hab nichts gemacht“, presste Scorpius hervor. James lachte leise auf. „Ja klar.“ Dann holte er aus und schlug Scorpius zweimal ins Gesicht. Der stolperte zurück.

Scorpius leckte seine aufgeplatzte Lippe ab und fuhr sich über die Augen. „Ich hab doch überhaupt nichts gemacht. Ich hab keine Ahnung, was mit deiner Schwester los ist“, schniefte er.
James glaubte ihm, aber er war immer noch ziemlich sauer. Und Malfoy war so ein leichtes, angreifbares Ziel. Also schlug er noch ein paar Mal zu.
Dann klopfte er sich die Hände ab und machte sich auf den Weg zum Gryffindorturm.

Scorpius wischte sich die Tränen von den Wangen und rappelte sich auf. Auf gar keinen Fall würde er jetzt in den Turm gehen. Wohl darauf bedacht, dass ihn keiner so sah, schlich er zur Toilette und sperrte sich in einer der wenigen Kabinen ein. Dort setzte er sich auf den Boden, schlang die Arme um die Knie, legte seinen Kopf darauf und heulte los.
Er weinte lange und seine Augen brannten, als er sie schließlich abwischte und das letzte Mal schniefte.

Jetzt stand es fest! Er würde seinen Plan ausführen. Obwohl doch einiges dagegen sprach:
Wenn das, was James gesagt hat, stimmt und Lily mich vor den anderen in Schutz nahm, dann hab ich ja vielleicht eine Chance.
Zudem läuft da draußen womöglich ein Werwolf rum! Viel zu gefährlich.
Und außerdem ist es erst Mitte Januar! Ich würde nachts erfrieren. Ganz klar.

Aber auf der anderen Seite waren da die zweieinhalb Schuljahre voller Demütigung und Schmerzen - und James!
Scorpius war hin und her gerissen. Er wollte weg, er wollte unbedingt weg. Weit weg.
Und da hatte er es.
Mit einem Ruck stand er auf. So konnte er es machen. So würde er es machen.
Er musste nur noch ein weinig durchhalten. Bis März. Ja, das müsste reichen.

Im März war es nicht mehr so eisig kalt. Er würde es zumindest überleben.
Ein Lächeln erschien in seinem Gesicht. Es war ein fremdes Gefühl, ein vergessenes Gefühl. Aber es fühlte sich gut an. Und entschlossen zu sein, etwas ganz sicher zu wissen, das fühlte sich verdammt gut an!
Scorpius trat aus der Kabine und bevor er die Toilette verließ, warf er einen Blick in den Spiegel.

Von dort blickte ihn ein verhauener Scorpius mit blutender Lippe an. Aber diese Lippen lächelten. Und das Lächeln wurde noch breiter und stärkte ihn. Jetzt wusste er, dass er noch durchhalten konnte. Dass er es schaffen würde und dass er auch schaffen würde abzuhauen. Wegzulaufen vor der Demütigung, vor all dem Schlechten und Bösen.

Ich schaff das. Ich schaff das!, dachte er sich während er sein Spiegelbild angrinste.
Und dann sagte er es noch einmal laut: „Ich schaff das!“

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Wir müssen lernen, mit Menschen auszukommen, die anders sind als wir. Wenn sie das Herz auf dem rechten Fleck haben, spielt es keine Rolle, woher sie stammen.
David Heyman über ein Thema des vierten Harry-Potter-Films