
von Miss_Killjoy
Hallo liebe Leute :D
Jetzt wollen schon 4 die Story lesen xD yeeey^^
Des freut mich voll, aber jetzt kommt noch ein kapitel und dann bis zum Wochenende erstmal nix mehr, weil sonst sind die schon geschriebenen Kapitel so schnell weg und dann weiß nur der liebe Gott, wann das nächste kommt xD
Aber vielleicht entscheide ich mich ja nochmal um, wenn es ein paar Kommis gibt^^
@lucca: Du bist voll eine/r von denen, der/die das goldene Trio mögen, he?^^ Jaa, tut mir leid, aber wenn ich mich zwischen denen und klein-malfoy entscheiden soll, nehm ich definity Malfoy :D
Aber danke, dass es dir in meiner Story so passt ;)
Also lest langsam, genießt und schreibt Kommi :D ___________________________________________________________________
Intricate Escape and a close Encounter
Die nächsten Wochen zählte Scorpius zu seinen Schlimmsten. Zwar hatte er nach der Begegnung mit James neuen Mut geschöpft, aber es stellte sich heraus, dass Lilys Ausstieg aus der Truppe bei den anderen nichts bewirkt hatte.
So verbrachte er weiterhin die Nachmittage in der Besenkammer. Dort legte er sich nach und nach seinen Fluchtplan zurecht.
Am zweiten Märzwochenende durften sie wieder nach Hogsmeade. Das war die Gelegenheit! Da ersparte er sich den verbotenen Wald und konnte bei Tageslicht gehen.
Er hatte viele Geschichten gelesen, in denen Kinder einfach über Nacht abhauten, aber bei Nacht aus Hogwarts fliehen, war Wahnsinn und zudem so gut wie unmöglich.
Natürlich war seine ganze Idee Wahnsinn, das wusste er selber. Immer wieder warfen sich Fragen auf.
Wo würde er hingehen? Wo würde er schlafen? Wovon sollte er sich ernähren? Was wenn er sich heillos verlief und nie wieder zurückfand? Wann würde er wieder zurückgehen? Was war mit seinen Eltern? Und vor allem, was wenn er dem Werwolf über den weglief?
Scorpius war fest davon überzeugt, dass da draußen ein Werwolf war. Deshalb hatte er soviel er konnte nachgelesen. Das Wichtigste wusste er ja schon:
Sie verwandeln sich nur bei Vollmond und Silber schadet ihnen. Allerdings war Scorpius auf einen kleinen Anhang gestoßen, in dem stand, dass sich die Werwölfe alle paar Monate in zwei Nächten verwandelten.
Aber das würde er schon schaffen. Und den Rest auch. Hoffte er zumindest.
//.\\
Es war Freitagabend. Der Freitag vor dem Hogsmeade Wochenende.
Alle waren im Gemeinschaftsraum und überlegten wo sie überall hingehen wollten.
Scorpius dagegen hockte allein im Badezimmer und starrte seit Stunden sein Spiegelbild an. Er war im Kopf immer wieder alles durchgegangen, hatte sich alle paar Minuten gesagt, dass er jetzt endlich aufstehen und sein Zeug packen musste. Und doch saß er weiterhin stumm auf den Fliesen.
Von unten dröhnte Musik und Gelächter herauf. Jedes Mal könnte er schwören, dass es James war, der da lachte.
Vielleicht wurde er verrückt. Scorpius schaute wieder sein Spiegelbild an. Es sah nicht verrückt aus. Aber in den letzten Tagen hatte er regelrecht unter Verfolgungswahn gelitten. Überall hatte er James vermutet, gesehen, gehört.
Er war förmlich durch die Gänge gerannt, hatte um jede Ecke gespäht.
Scorpius seufzte. Er hatte keine Wahl. Er musste sich jetzt entscheiden!
Ob er die Zauber, die er gelernt hatte anwenden würde oder sie Zettel zerreißen und sich weiter von James verprügeln lassen würde.
Zum Teufel noch mal! Wozu hatte er sich die Mühe gemacht, all die Zauber zu suchen und zu lernen?! Ganz sicher nicht umsonst.
Entschlossen erhob sich Scorpius und lief ins Schlafzimmer rüber. Er griff nach seinem Rucksack und wollte schon einen nicht feststellbaren Erweiterungszauber anwenden, da hielt er inne.
Das konnte man nachkontrollieren.
Zuallererst musste er die Spur blockieren. Er legte sich seinen Zauberstab an die Schläfe und murmelte den ?Unortbar' [1].
Ein Kribbeln machte sich in seinem Magen breit und ihm wurde ein bisschen heiß.
Er würde das jetzt wirklich durchziehen. Die Hand, in der er den Zauberstab hielt, zitterte, als er seinen Rucksack antippte und den Erweiterungszauber durchführte.
Dann langte er unter sein Bett und zog seinen Koffer hervor. Zum Glück hatte er gestern seine frische Wäsche bekommen. Er zog seine Schuluniform aus und schlüpfte in Jeans und Pullover. Seine anderen Hosen, T-Shirts und Pullover stopfte er in den Rucksack. Dazu noch ein paar dicke Decken und seine Regenjacke-
Ruckartig fuhr er hoch. Ich geh erst morgen. Ich geh doch erst morgen! Scorpius brach der Schweiß aus. Zitternd setzte er sich auf sein Bett.
Ich darf nicht so einen Mist bauen, verdammt! Ich muss mich konzentrieren, ruhig bleiben.
Mit einem ?Finite' nahm er den ?Unortbar' von sich, schob seinen Rucksack zu seinem Koffer unters Bett und holte tief Luft.
„Das war eben total doof und überstürzt und unüberlegt“, murmelte er. „Ich geh erst morgen. Ich hab meinen Rucksack schon fast fertig gepackt, aber den Rest mach ich morgen.“
Seufzend kippte er nach hinten und landete in seinen Kissen. In seinem Kopf drehte sich alles. Er tat das als Aufregung ab, nicht als Zweifel. Er zweifelte nicht an seinem Vorhaben. Wenn er morgen früh heil aus seinem Bett kam, dann würde das für lange Zeit das letzte Mal gewesen sein.
//.\\
Scorpius hatte gedacht, dass er kein Auge zu tun könnte, aber stattdessen er fiel in einen tiefen Schlaf, der bis weit in den nächsten Morgen reichte.
Er blinzelte ein paar Mal, richtete sich ein Stück auf und zog seinen Zauberstab unter dem Kissen hervor. Gespannt wartete er, was ihm wohl heute passieren würde, doch es passierte gar nichts.
Verwundert schob Scorpius den Vorhang zur Seite und spähte ins Zimmer. Die Betten seiner Zimmergenossen waren leer. Unordentlich und nicht gemacht, aber leer. Ein Lächeln umspielte seine Lippen. Wenn das nicht ein Hauch von Schicksal war!
Fröhlich hüpfte er aus dem Bett und zog seinen Rucksack heraus. Dann wühlte er alles, was er noch brauchte aus seinem Koffer heraus. Zuletzt eine kleine Flasche Diptam-Essenz. Seine Mutter würde sie bestimmt nicht vermissen.
Die Flasche stopfte er in ein Paar Wollsocken, damit sie nicht kaputt ging.
Jetzt stand seinem Plan nichts mehr im Weg. Auf dem Weg nach Hogsmeade schaute er in der Küche vorbei, nahm sich ein paar Brote und Getränke mit.
Kurz bevor er auf den Innenhof ging, tippte er sich auf den Kopf und murmelte den ?Unortbar-Zauber'.
Scorpius drückte seinen Rucksack, unter der Jacke, fest an sich. Professor Finnigan warf ihm einen kurzen misstrauischen Blick zu. Bitte lass ihn nicht herkommen. Bitte lass mich einfach gehen!, betete er. Das Schicksal schien wirklich auf seiner Seite zu sein. Der Professor wandte seinen Blick ab und hielt Scorpius nicht auf.
Erleichtert atmete der Junge auf und setzte seinen Weg nach Hogsmeade fort.
Er kaufte noch jede Menge Süßkram im Honigtopf ein und machte sich bereit, abzuhauen.
Weit kam er allerdings nicht.
Plötzlich traf ihn von hinten ein Matschklumpen am Kopf. Scorpius stolperte, fing sich aber und blieb erstarrt stehen.
„Das war ein Volltreffer, Al!“ Beim Klang von James' Stimme, zuckte Scorpius zusammen. Es war alles so gut gegangen bis jetzt. Warum hatte das nicht so bleiben können? Warum konnte er nicht einfach gehen? Scorpius presste wütend die Lippen aufeinander.
Das war nicht fair! Er wollte weg. Und trotzdem musste er jetzt noch was abbekommen. Er wusste nicht mehr genau, wie und warum er das getan hatte - er schob es später auf eine durchgebrannte Sicherung in seinem Kopf - jedenfalls bückte er sich, nahm eine Hand voll Matsch, fuhr herum und schleuderte sie James mitten ins Gesicht.
Einen Moment sah er zu, wie sich der Ältere irritiert den Dreck aus den Augen wischte. Keine Sekunde später realisierte Scorpius, was er gerade getan hatte und rannte los, bevor James wieder richtig sehen konnte. Auf dem aufgeweichten Boden rutsche er und fiel ein paar Mal fast hin. Doch er fing sich jedes Mal und hetzte weiter.
Beim letzten Haus vor dem Bahnhof, musste er anhalten und verschnaufen. Er lehnte sich an die Mauer und schielte um die Ecke. Noch war von James nichts zu sehen. Scorpius nutzte die Zeit um tief Luft zu holen und zu warten, dass er aufhörte zu zittern.
Was er da eben getan hatte, war nicht wirklich hilfreich für seine Flucht gewesen. Noch ein Mal lugte er um die Hausecke und sah James und Albus auf ihn zu rennen.
Erschrocken zog er den Kopf zurück und schaute sich panisch um. Vor ihm lag ein Weg, den nur wenige Bäume säumten. Wenn er jetzt losrennen würde, würde sie ihn entdecken und dann würde er nie wegkommen.
James zornige Stimme wurde lauter, kam näher. Scorpius hatte nur eine Möglichkeit.
Er hastete um die nächste Ecke des Hauses und wartete, dass die beiden vorbeiliefen.
Als James und Albus bei dem Haus ankamen, blieben sie stehen und schauten sich suchend um. „Wenn ich diesen kleinen Dreckskerl erwische, mach ich ihn sowas von fertig!“, knurrte James.
Währendessen lies Albus seinen Blick über den Boden wandern und entdeckte Scorpius' Spuren, die um die Ecke führten. Er tippte seinen großen Bruder an und deutete wortlos auf die Abdrücke im Dreck.
James grinste siegessicher und schlich mit Albus um die Hausecke. Dort allerdings fanden sie nur neue Spuren. Etwas verwirrt sahen sie sich an und liefen dann weiter um die nächste Ecke. Jetzt standen sie in dem engen Spalt zwischen zwei Häusern, wieder Spuren auf dem Boden. Nacheinander gingen sie durch die schmale Gasse und fanden sich wieder auf dem Weg, den sie herunter gerannt waren.
„Verdammt, wo ist er hin?! Der kann sich doch nicht in Luft auflösen!“, schrie James wütend.
Zu Scorpius' großem Glück schauten die beiden Potters den Weg hinauf ins Dorf und sahen so nicht, wie er selbst auf dem Weg zum Bahnhof verschwand.
Nach wenigen Minuten war er am Bahnhof angekommen. Er schlich um das Gebäude herum und folgte dann den Schienen in die Richtung aus der sie immer ankamen.
Während er entlang der Schienen um den verbotenen Wald lief, warf er einen Blick auf seine Uhr. Es war kurz nach Mittag.
Er war gespannt, wie weit er wohl kommen würde, bis es dunkel wurde.
/.\
Ein paar Stunden lang folgte Scorpius den Schienen, dann stieß er auf einen Feldweg, der in die Hügel führte. Nach kurzem Überlegen betrat er ihn. Wenn er irgendwo da oben stand, hatte er bestimmt eine tolle Aussicht und Übersicht und konnte sich vielleicht ein bisschen orientieren.
Der Weg war uneben und aufgeweicht und an manchen Stellen doch ziemlich steil.
Nach einer halben Stunde hielt Scorpius an und zog seinen Rucksack hervor. Es war bereits nach sieben Uhr und sein Magen knurrte schon seit er auf den Weg gegangen war. Er schlüpfte aus seiner Jacke und legte sie über einen Baumstumpf, sodass er sich darauf setzen konnte.
Er biss in ein Käsebrot und schaute sich um. Eigentlich waren es keine Hügel. Immerhin ging der, auf dem er gerade war, schon in Fels über. Aber sie waren nicht hoch genug, um sie Berge zu nennen. Felsige Hügel, dachte er grinsend. Wenn ich das mal jemandem erzähle, sag ich, ich war auf felsigen Hügeln.
Bald darauf lief er weiter. Hinter ihm, in der Ferne, türmten sich dunkle Wolken auf. Leise grollte Donner, der langsam aber sicher immer lauter wurde.
Es wurde dunkler, ein kühler Wind pfiff um die felsigen Hügel und schließlich fielen die ersten Regentropfen aus den schwarzen Wolken.
Scorpius seufzte, während er sich die Kapuze überstreifte. Er sollte wohl nicht weg. Er sollte wohl lieber verhauen werden. Vielleicht war das einfach sein Schicksal. Vielleicht sollte es einfach so sein, dass er die Rolle des Opfers in der Schule hatte. Das gab es ja überall.
Die pechschwarzen Wolken, der Regen und die Kälte passten zu Scorpius' Stimmung. Niedergeschlagen blieb er stehen. Ich sollte umkehren. Ich sollte wieder zurückgehen und einfach die restlichen Jahre überstehen. Gute Noten schreiben und mich über das Bisschen Anerkennung freuen, das ich von Papa kriege.
Ein paar Augenblicke stand er so im strömenden Regen und badete in Selbstmitleid, dann stampfte er wütend mit dem Fuß auf.
Nein! Nein, das würde er nicht tun! Das war nicht richtig so!
Ich muss nicht das Opfer sein! Ich muss mir das nicht gefallen lassen!
Entschlossen drehte er sich um, blickte zur felsigen Spitze des Hügels hinauf, die hell erschien, als es blitzte.
Das Unwetter war jetzt fast über ihm. Jetzt hatte er keine Zeit für innere Monologe.
Er suchte den Berg nach einem Unterschlupf ab. Da war ein Vorsprung. Ein Stück weiter oben, ein Stück abseits vom Weg. Und darüber glaubte Scorpius eine Höhle zu erkennen.
Er schluckte. Das würde nicht leicht werden, aber er wollte auch nicht unbedingt von einem Blitz getroffen werden.
Vorsichtshalber streifte er seine Uhr ab, warf einen kurzen Blick darauf - halb neun - und steckte sie in die Tasche. Dann lief er los. Seinen Rucksack nahm er auf den Rücken, damit er die Hände frei hatte.
Die ersten Meter klappten gut, doch dann stand er unterhalb des Vorsprungs. Jetzt musste er klettern.
Scorpius schluckte und musterte die nassen, scharfen Felskanten skeptisch.
Er hatte drei Möglichkeiten:
Die Erste: Er blieb hier unten stehen und ging das Risiko ein, vom Blitz erschlagen zu werden.
Zweitens: Er versuchte da hoch zu klettern, scheiterte, fiel runter und tat sich irgendwas.
Oder Drittens: Er riss sich verdammtnochmal zusammen und kletterte jetzt da hoch!
Er schluckte noch einmal, dann setzte er den Fuß auf die Felsen. Der Wind wehte ihm die Kapuze vom Kopf, der Regen klatschte ihm ins Gesicht, über ihm krachte der Donner. Scorpius strengte sich an so gut er konnte, aber es war nicht leicht, an dem nassen, rutschigen Stein Halt zu finden.
Zweimal rutschte er ab und rieb sich dabei die Handflächen auf. Aber er biss die Zähne zusammen und schleppte sich schließlich über die Kante.
Auf dem Vorsprung kauerte er sich zusammen und holte das Diptam-Fläschchen aus dem Rucksack. Hier war er noch nicht sicher, aber er musste seine Hände heilen, sonst würde er es nicht bis zur Höhle schaffen.
Die Flüssigkeit brannte ein bisschen, aber Scorpius ignorierte es. Seine Arme schmerzten viel mehr. Er hatte überhaupt keine Muskeln und es war furchtbar anstrengend, sich an den untrainierten Armen hochzuziehen.
Nachdem er kurz verschnauft hatte, machte er sich auf den zweiten Teil der Kletterstrecke bereit. Diesmal musste er von der Seite hoch. Bei der Hälfte krachte unter ihm ein Stück vom Felsen ab. Scorpius hätte beinahe geschrieen, aber er war so außer Atem, dass ihm nur ein erschrockenes Keuchen entfuhr. Davon schmerzte seine Lunge noch mehr.
Er musste durch den Mund atmen, den kalten Wind durch den Mund tief einatmen. Er spürte einen stechenden Schmerz in seinen Lungen. War schon völlig außer Atem. Aber wenn er jetzt nicht weitermachte, würde er abstürzen.
Er schluckte zweimal und kletterte weiter. Die letzten Meter brachten ihn fast um, doch schließlich schaffte er auch diese.
Die Höhle war ziemlich klein. Sie ging nur knapp drei, vier Meter tief in den Hügel hinein, aber das reichte.
Hier war er zumindest vor Regen und Blitzen geschützt.
/.\
Scorpius kam es vor wie eine Ewigkeit, bis er wieder schmerzfrei atmen konnte. Seine Arme allerdings waren immer noch lahm. Zum Essen und Trinken reichte es gerade.
Er musste wohl ein wenig eingenickt sein, denn als er das nächste Mal die Augen öffnete, war es noch dunkler als vorher. Zwar war das Gewitter weiter gezogen, aber er konnte noch immer leise den Donner hören und vor dem Eingang der Höhle rauschte der Regen diagonal herab.
Also ging auch immer noch Wind.
Scorpius lehnte sich gegen die Felswand. Er war todmüde und erschöpft. Vermutlich war es das Beste, wenn er sich schlafen legte.
Doch irgendwie… Irgendetwas war komisch. Sein Gefühl sagte ihm, dass es nicht klug war, jetzt zu schlafen.
Er spürte, wie sich ein Kloß in seinem Magen bildete. Angestrengt versuchte er herauszufinden, was nicht stimmte.
Hinter dem Berg grollte leise der Donner und das war es. Der Donner hörte sich… merkwürdig an. Es hörte sich nicht wie ein Donner an. Mehr- wie ein Knurren.
Ein Knurren. Scorpius zog die Augenbrauen zusammen. Da! Da war es schon wieder. Das war nicht sein Magen und es war nicht der Donner.
Ein beunruhigendes Gefühl beschlich ihn. Wie selbstverständlich griff er nach seinem Rucksack. Er öffnete ihn, spähte hinein, obwohl er schon wusste, dass das Knurren auch nicht von dort kam.
Plötzlich wurde es noch dunkler in der Höhle, während das Knurren nun ganz laut war. Und ganz nah war.
Langsam sah Scorpius von seinem Rucksack hoch. Im Eingang der Höhle war ein Gesicht. Kein menschliches, ein pelziges, hässliches, mit einem riesigen Maul.
Scorpius saß wie angewurzelt da.
Das hatte er nun davon. Das hatte er nun davon, dass er sich nur darauf konzentriert hatte, wann er weglief und was er mitnahm. Da war er doch so überzeugt gewesen und hatte aber vergessen den Mondzyklus anzuschauen.
Mit angstgeweiteten Augen starrte er den Werwolf an.
Der knurrte und trat ganz in die Höhle. Scorpius konnte sich nicht bewegen. Sein Magen zog sich unangenehm zusammen, kalter Schweiß stand ihm auf der Stirn.
Der Werwolf kam näher, trat langsam auf ihn zu. Fletschte dabei die Zähne.
Scorpius entwich ein leises, angsterfülltes Wimmern.
Die gefährliche Kreatur baute sich vor ihm auf.
Der Werwolf war groß, kahl und dürr. Seine Wirbelsäule stand hässlich heraus und seine langen Arme und Beine wirkten lächerlich. Doch zugleich auch beängstigend, wie sie um ihn herumschlackerten.
Seine innere Stimme schrie Scorpius an. Schrie ihn an, dass er weglaufen musste, sich in Sicherheit bringen musste.
Der Werwolf fletschte die Zähne und hob eine seiner Pranken. In diesem Moment wachte Scorpius aus seiner Erstarrung auf.
Gerade als die Krallen auf sein Gesicht zufuhren, packte er seinen Rucksack und haute ihn dem Werwolf um die Ohren.
Der Wolf jaulte auf, stolperte ein paar Schritte zurück. Scorpius erkannte seine einzige Chance und rannte los, während die Kreatur verwirrt den Kopf schüttelte.
Nur gab es ein Problem. Er musste hier hoch klettern, also musste er auch wieder runterklettern.
Scorpius warf sich den Rucksack auf den Rücken und machte sich an den Abstieg. Auf der anderen Seite der Höhle, ging es in einen Wald, mehr konnte er nicht sehen. Er kam gerade auf flachen Boden, da schaute der Werwolf herab.
Er knurrte den Jungen wütend an.
Erschrocken stolperte Scorpius zurück. Der Wolf machte einen Satz und war schon halb unten. Scorpius rannte los. Rannte auf die Bäume zu, so schnell er konnte.
Der Werwolf sprang auf die Stelle, an der eben noch der Junge gewesen war und setzte ihm nach.
Scorpius stolperte durch die Bäume. Der Waldboden war durchsetzt mit Wurzeln und nassem Fels. Er wusste, wenn er jetzt fiel, würde das Vieh ihn kriegen.
Dann wäre es vorbei mit ihm. Dann hätte seine ganze Flucht nichts genutzt!
Scorpius hörte den Werwolf hinter sich. Spürte, dass er immer näher kam.
Jetzt ging es leicht bergab. Er hatte Mühe sich auf den Beinen zu halten, doch er würde sich ganz sicher nicht von diesem Teil erwischen lassen.
Vor ihm wurden die Bäume lichter. Da war ein kleines Stück Wiese, dann schwarz!
Scorpius bremste instinktiv ab. Da war ein Abgrund!
Völlig fertig blieb er stehen. Sein Puls raste, sein Herz hämmerte wie verrückt gegen seine Brust. Seine Lunge schmerzte und die Panik machte ihm Kopfschmerzen. Jetzt hatte er die Wahl zwischen abstürzen und zerfleischt werden.
Der Werwolf war ganz nah hinter ihm.
Scorpius sammelte sich, rannte bis zum Rand des Abgrundes und sah hinunter. Da war Wasser. Ein Fluss oder ein kleines Weiher. Es regnete immer noch in Strömen, er war schon klitschnass. Aber das waren bestimmt an die zehn Meter, wenn nicht mehr!
Keuchend sah er über seine Schulter. Sah den Werwolf heran sprinten. Tränen liefen Scorpius über die Wangen. Er schaute zum Himmel, zurück zum Werwolf und hinunter in das Wasser. Er hatte nur eine Chance. Er musste seine Angst überwinden!
Du stirbst so oder so. Versuchs wenigstens, du verdammter Feigling!
Scorpius holte tief Luft, kniff die Augen zusammen - und sprang!
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Sooo… das war's^^
Und ich hab die 3.00 Wörter geschafft^^ Jiepiieh!
Also das war jetzt ein bisschen viel und es hat gedauert, aber ich hoffe es hat sich gelohnt :D
Auf Wunsch gibt's für die Reviewer Brownies :D
Ich bedank mich schon mal :]
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