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Fanfiction

Der mit den Greifen fliegt - Pursue and Injure

von Miss_Killjoy

Heihei^^

Bwääh, Dumbledore xD (Jaa, den mag ich au net xD) Schön, dass dir das Kapitel gefallen hat, Luca :)
Und jetzt kommt's...^^ ist auch bisschen länger ;)
Freue mich wieder über ein Kommi ;D

Und ihr Schwarzleser! Ihr könnt ruhig auch mal was schreiben...!
Dankeschön^^

___________________________________________________________________

Pursue and Injure



Am Ende dieses Tages war Scorpius glücklich. Er hatte das Problem mit seinem Essen gelöst und einen neuen Freund gefunden. Na ja… eigentlich seinen ersten Freund. Bis zum Abend blieb der Hippogreif bei ihm.
Scorpius hatte ihn immer wieder beim Namen genannt. Er fand, der Name passt sehr gut, denn der Greif rupfte an jedem Ast, der ihm in die Quere kam.

Er zupfte auch an Scorpius herum - an seiner Hose, seinem Pulloverärmel und an der Kapuze.
Kaputt machte er aber glücklicherweise nichts mehr.
Scorpius gab ihm noch mal ein paar Brote zum Abendessen. Den Rest aß er selber, bis auf drei. Die musste er am nächsten Morgen wieder verdoppeln.

Als die Sonne schon fast ganz untergegangen war, zog sich Jack zurück. Er ließ sich noch ein wenig von dem Jungen kraulen, dann ging er zurück zur Lichtung, zu seiner Herde. Scorpius traute sich nicht mitzugehen.
Nicht alle Hippogreife würden ihn so schnell akzeptieren, wie Jack.

Also baute er sich am Flussufer ein kleines Lager. Zum Glück hatte er viele Decken eingepackt. Als Schlafplatz wählte er den Baum, zwischen dessen Wurzeln er schon in der vorigen Nacht geschlafen hatte. Diesmal würde er ihn aber besser polstern.
Zwei Decken nahm er als Unterlage, mit einer weiteren polsterte er die Wurzeln ab. Eine andere wurde zum Kopfkissen und zwei brauchte er zum Zudecken.
Seinen Rucksack legte er in die Kuhle der nächsten beiden Wurzeln. So war er in Reichweite.

Scorpius war sehr zufrieden mit seinem Werk. So würde er es einige Zeit aushalten können. Als es dunkler wurde, schnappte er seinen Zauberstab und hexte einen Schutzkreis um sich herum.
„Protego Maxima“, sprach er laut und deutlich aus. Nachdem er damit fertig war, überlegte er, ob man den Unortbarkeitszauber wohl nach einiger Zeit erneuern müsste.

Kurzerhand zog er sein Buch heraus und schlug es auf. Er las die Beschreibung mehrmals durch. Der Zauber würde seine Aufgabe solange erfüllen, bis Scorpius ihn aufhob. Oder jemand anderes. Der mich finden will… oder so… egal.
Scorpius schob diesen Gedanken beiseite. Wer soll mich hier schon finden?
Er kuschelte sich in sein Nest. Die Augen fielen ihm fast auf der Stelle zu und er schlief ein.

/.\

Als Scorpius erwachte, spiegelte sich der silberne Mond im Wasser des Flusses und erhellte die Nacht. Ein Blick auf seine Uhr verriet dem Jungen, dass es gerade mal kurz nach zehn war. Er rollte sich zusammen und betrachtete das Spiegelbild des Mondes. Der Wind, der beinah in regelmäßigen Abständen über das Wasser fegte, schlug kleine Wellen auf, die die helle Scheibe erzittern ließen.

Scorpius bibberte ebenfalls. Gerade als er eine weitere Decke aus seinem Rucksack ziehen wollte, hörte er ein leises, krächzendes Geräusch. Er hielt inne und horchte. Vielleicht war es einer der Hippogreife. Vielleicht kam Jack zu ihm.
„Hilfe!“ Scorpius schluckte, sein Magen zog sich unangenehm zusammen. Der ruf kam aus der Richtung, in die der Fluss führte.
Er war ziemlich leise und schwach.

Scorpius setzte sich auf und lauschte. Möglicherweise hatte er es sich nur eingebildet. Hier gab es bestimmt viele Wildtiere. Wer weiß, welche Geräusche die machten.
Er griff wieder nach der Decke, da hörte er es erneut und diesmal war er sicher. Da rief jemand um Hilfe. Und so wie es klang, musste dieser jemand ziemlich am Ende und verzweifelt sein.

Scorpius ließ den Stoff los und nahm stattdessen seinen Zauberstab. Das mulmige Gefühl in seinem Bauch verunsicherte ihn.
Was, wenn es eine Falle ist? Wenn mich jemand gesehen hat… Aber der Schutzzauber…
Er schloss seine Faust fester um das Holz. Welcher normale Mensch ist denn nachts mitten im Wald unterwegs?! Er blinzelte verdutzt, als er merkte, dass er sich selbst beleidigt hatte. „Hilfe!“

Scorpius nagte an seiner Lippe. Er musste nachsehen, was da los war, musste helfen. Aber wenn die Person verfolgt wurde? Wenn da etwas Gefährliches war, gefährliche Leute?
Langsam stand er auf und spähte zwischen die Bäume. Dann ging er zögernd ein paar Schritte auf das Ufer zu. Sein Schutzkreis war nicht sonderlich groß und er hatte Angst vor dem, was außerhalb lauern könnte.

Er ging einige Meter am Flussufer entlang. Weiter vorn war eine leichte Biegung, deswegen konnte Scorpius nicht erkennen, wer oder was da war.
Er hörte wieder Schreie. Die Person schien am Ende ihrer Kräfte zu sein. Bestimmt war sie verletzt.
Scorpius lief zurück zu seinem Nest und kramte nach dem Fläschchen mit der Diptam-Essenz. Damit würde er hoffentlich ein bisschen helfen können.

Er schob sie in seine Jackentasche, atmete einmal tief durch und lief los - den Zauberstab bereit.
Je weiter er lief, desto mehr zog sich sein Magen zusammen. Als er seinen Schutzkreis verließ, blieb er einen Moment stehen. Jetzt könnte ich noch ohne Probleme zurückgehen... Scorpius schüttelte empört den Kopf. Jemand brauchte seine Hilfe! Er durfte nicht so ein feiges Weichei sein!

Entschlossen lief er um die Kurve. Rechts neben ihm waren der Fluss und die Steinwand. Sie wurde in diese Richtung niedriger, also musste es dort ins Tal gehen. Das hättest du eigentlich schon früher merken sollen, du Trottel. Wasser fließt schließlich nicht nach bergauf!
Ein Stück weiter vorn sah er eine Gestalt auf dem Boden liegen. Scorpius zögerte nicht, sondern rannte auf die Person zu und kniete sich neben sie. „Hallo? Können Sie mich hören?“ Die dämliche Frage, ob alles in Ordnung sei, sparte er sich.

Der junge Mann vor ihm hatte an den Armen und Beinen Schürfwunden, seine Knie waren offen - bluteten. Zudem hatte er ein T-Shirt an und lag auf dem nassen, kalten Boden. Scorpius wusste nicht, wo er ihn anfassen konnte. Er könnte sich etwas gebrochen haben. Womöglich war er irgendwo runtergefallen. Von der Klippe, so wie Scorpius.

Allerdings war er nicht nass. Vorsichtig legte Scorpius seine Hand auf die Schulter des Mannes und rüttelte sie leicht. Der Kerl keuchte leise auf und öffnete die Augen einen Spalt. Als er den Jungen sah, riss er die Augen erschrocken auf. „Keine Angst. Ich helfe Ihnen!“ Scorpius wollte in seine Tasche greifen, um das Diptam herauszuholen. Doch der junge Mann packte seine Hand und hielt sie fest.
Er versuchte etwas zu sagen, aber es kam nur ein gurgelndes Röcheln aus seiner Kehle.

Scorpius versuchte, den Kloß in seinem Hals hinunterzuschlucken. „Ganz ruhig. Ich will Ihnen helfen“, sagte er mit zitternder Stimme und wollte die Hand wegschieben, aber der Typ ließ sich nicht abwimmeln. Er röchelte wieder und etwas Dunkles, Dickflüssiges lief aus seinem Mundwinkel.
Scorpius bemühte sich, ruhig zu bleiben. „Lassen Sie mich los, damit ich Ihnen helfen kann. Bitte.“ Der Mann bewegte seine Augen nach rechts und schaute Scorpius eindringlich an.

Flehen lag in seinem Blick. Scorpius dachte, dass er um Hilfe bettelte. Aber warum ließ er ihn nicht los?
Der Mann konnte sich kaum bewegen. Scheinbar steckte er seine letzte Kraft in den Blick und seinen Griff um Scorpius' Hand. Das machte Scorpius Angst. Ein letztes Mal versuchte er den Mann dazu zu bringen, ihn loszulassen.

Die Antwort war ein Gurgeln. Dann blickten die Augen, die Scorpius so angefleht hatten starr in den Nachthimmel und der Griff um sein Handgelenk lockerte sich endlich.
Scorpius hielt erschrocken die Luft an, aber alles was er hörte, war das Plätschern des Wassers. Ein paar Minuten saß er nur stumm da, ließ seinen Blick über den jungen Mann schweifen und versuchte zu verstehen, was eben passiert war.

Der Typ hatte ihn so flehend angesehen und nicht locker gelassen. „Er wollte mir etwas sagen“, flüsterte er. Während er sprach, stiegen ihm Tränen in die Augen. Er blinzelte sie zurück und schluckte. Aber von so ein paar Abschürfungen stirbt man doch nicht. Er wollte es nicht aussprechen. Seine Stimme kam ihm viel zu laut vor.
Er muss noch andere Verletzungen haben. Er hat aus dem Mund geblutet. Wenn er irgendwo runtergefallen ist, hat er vielleicht innere Blutungen.

Scorpius' Blick wanderte über den Körper. Der Kopf war gerade, aber Scorpius sah nur die rechte und die Vorderseite. Über der linken Schulter war etwas Dunkles. Scorpius' Magen verknotete sich, als er die Hand ausstreckte, die Finger an die Wange des Mannes legte und sein Gesicht zu sich drehte.
Er stieß einen entsetzten Schrei aus, wich zurück und fiel auf den Hintern. Er stützte sich auf die Ellbogen und starrte bestürzt das Gesicht der Leiche an.

Über die linke Gesichtshälfte zogen sich vier tiefe Schnitte bis zur Schulter. Alles war blutüberströmt.
Langsam kroch Scorpius wieder näher an den Mann heran und sah sich die Wunden an. Die Halsschlagader war durchtrennt worden, deshalb das viele Blut.
Scorpius zitterte am ganzen Körper. Ein Tier musste ihn angegriffen haben. Etwas Großes mit scharfen Krallen. Vielleicht ein -

Seine Kehle schnürte sich, als ihm klar wurde, was hier los war. Werwölfe verwandeln sich nicht immer nur in einer Nacht…
Hinter ihm knurrte etwas. Nein, nicht irgendetwas! Scorpius wusste genau, was da war.
Er drehte sich um, sah im Wasser das Spiegelbild des Vollmondes und das einer Kreatur. Er hob den Kopf und erblickte ihn. Der Werwolf knurrte ihn zähnefletschend an. Stück für Stück schob sich Scorpius zurück. Weg von der Leiche und weg vom Werwolf.

Er musste sofort zurück in seinen Schutzkreis! Ganz langsam erhob er sich. Der Wolf beobachtete jede seine Bewegungen. Als Scorpius schon fast aufrecht stand, wagte er einen Schritt zurück zu machen. Der Werwolf grollte, sprang mit einem Satz über den Fluss und landete nur wenige Meter vor dem Jungen.
Er verschwendete nun keine Zeit mehr damit, Scorpius Angst zu machen, sondern fiel ihn an.

Scorpius schrie und duckte sich nach links. Das Vieh verfehlte ihn. Scorpius dachte nicht mehr nach, rannte einfach los, in den Wald hinein.
Der Werwolf setzte ihm nach. Scorpius rannte so schnell er konnte, wie in der vorigen Nacht. Dieses Mal durfte er allerdings nicht darauf vertrauen, dass er irgendwo runterspringen und so seinen Verfolger abhängen konnte.

Panik hatte ihn ergriffen, kontrollierte seinen Körper und ließ ihn blind durch den Wald hetzen. Er hörte den Wolf hinter sich bellen, wusste dass er ihm dicht auf den Fersen war.
Während er rannte, fing Scorpius an zu weinen. Die Tränen flossen aus seinen Augen, über die Wangen - in einem Fort. Das war nicht gerade hilfreich. Es war dunkel, der Mond wurde teilweise von den Bäumen verdeckt. Und er hatte ja nicht einmal einen Weg, er rannte quer durch den Wald.

Zweige und Sträucher hielten ihn auf und mit den Tränen in den Augen sah er noch weniger. Schluchzend wischte er sie mit dem Ärmel weg und warf einen Blick nach hinten. Der Werwolf kam immer näher, fletschte die Zähne. Scorpius hätte am liebsten geschrieen, lauthals um Hilfe gerufen. Aber das hatte ja überhaupt keinen Sinn.

Er musste sich irgendwo verstecken! Das war seine einzige Chance. Er biss die Zähne zusammen, rannte noch ein wenig schneller und schaffte es, etwas Abstand zwischen ihn und seinen Verfolger zu bringen.

Ein Stück weiter vorn glaubte er einen umgefallenen Baum zu erkennen. Einen Versuch ist es wert. Wenn er mich dann erwischt, habe ich es wenigstens versucht.
Noch einmal nahm er seine ganze Kraft zusammen und beschleunigte sein Tempo. Der Baum war mitsamt seiner Wurzel ausgerissen worden.
Scorpius lief einmal um die Wurzel herum und sprang in die kleine Lücke, zwischen Baum, Wurzel und Boden.

Er drückte sich gegen die Dreckwand, zog seine Füße an und presste sich die Hand auf den Mund. Das brachte ihn beinahe um. Er bekam kaum Luft durch die Nase. Seine Lunge schmerzte, ebenso seine Füße und ihm wurde ganz schwindelig. Er schloss die Augen und betete, dass der Werwolf an ihm vorbei rannte.
Er hörte, wie die Pranken auf den Boden schlugen. Immer lauter, immer näher. Er kam direkt auf Scorpius zu.

Scorpius liefen Tränen über die Wangen. Er hatte schreckliche Angst. Er war nicht gerade ein Glückspilz, was 50-50-Chancen anging. Die meisten vergeigte er und hier waren die beiden Möglichkeiten, dass das Vieh an ihm vorbei rannte oder ihn fand. Dann wäre es aus. Er hätte keine Chance.
Das Trampeln der Pfoten setzte für einen Augenblick aus. Scorpius riss die Augen auf. Er springt über den Baumstamm! Das Tier setzte mit einem Donnern auf der anderen Seite auf und hetzte weiter.

Scorpius ließ seine Hand sinken und glotzte dem Werwolf nach. Ein Kichern entwischte seiner Kehle. „Ich hab ihn abgehängt“, keuchte er. „Ich hab ihn abgehängt.“ Er lehnte den Kopf gegen die Wurzeln und schloss für einen Moment die Augen. Ich warte hier eine Weile, bis er ganz sicher weg ist und dann geh ich zurück.
Scorpius war sich seines Plans sicher.
Wenige Minuten später kroch er aus seinem Versteck und sah sich um.

Ich bin eigentlich nur geradeaus gerannt - in die falsche Richtung. Ich muss also eher da lang. Er schaute in die Richtung, in der er sein Lager vermutete. Das müsste hingehen.
Er lief eilig los. Je schneller er wieder in seinem Schutzkreis war, umso besser. Irgendwo in den Büschen neben ihm, raschelte es. Sein Magen fühlte sich immer noch an wie ein riesiger Knoten.

Er umklammerte seinen Zauberstab. Mit einem Ruck blieb er stehen und glotzte das Stück Holz in seiner Hand an. Dann stampfte er wütend mit dem Fuß auf und biss sich auf die Lippen, um einen wütenden Schrei zu unterdrücken. Ich verdammter Vollidiot! Hab die ganze Zeit meinen Zauberstab dabei, aber komm ich auf die Idee ihn zu benutzen? Nein! Natürlich nicht.
Er wollte sich am liebsten ohrfeigen für so eine Dummheit. Aber das konnte er auch noch machen, wenn er in Sicherheit war.

Jetzt würde er seinen Zauberstab auf jeden Fall benutzen, wenn es sein musste. Er lief weiter, musste endlich zurück. Das Rascheln in den Büschen versuchte er zu ignorieren. Das waren sicher nur ein paar kleine Tiere, die er aufschreckte.

Es kam ihm vor, als würde er schon eine Ewigkeit laufen, als ein Stück entfernt von ihm ein Ast knackte. Scorpius blieb stehen. Irgendwas beunruhigte ihn. Er versuchte, zwischen den dunklen Bäumen etwas zu erkennen. Zittern hob er seinen Zauberstab und flüsterte: „Lumos.“
Einen Augenblick war er von dem plötzlichen Licht geblendet, dann sah er zwischen den Bäumen zwei helle Punkte.

Verwirrt machte er einen Schritt darauf zu und senkte die Spitze seines Zauberstabes ein wenig. Die Punkte rutschten ebenfalls etwas tiefer und Scorpius ging noch ein Stück näher heran. Was zum…? Er schwenkte seinen Zauberstab hin und her - die Flecken bewegten sich mit. Scorpius vernahm ein leises Knurren. Er blinzelte irritiert und erkannte nun erst den Umriss einer großen Gestalt vor ihm. Die hellen Punkte schwebten über ihm, ungefähr dort, wo das Gesicht der Gestalt sein mussten - die Augen.

Scorpius wich zurück, schluckte schwer. Wie kommt dieses Vieh hierher? Warum ist es nicht einfach weitergerannt?!
Sein Zauberstab erlosch, als er losrannte. Diesmal glücklicherweise in die richtige Richtung.
Der Werwolf setzte ihm wieder nicht. Er war nicht bereit, seine Beute einfach so davonkommen zu lassen.

„Lumos!“ Scorpius leuchtete sich mit seinem Zauberstab den Weg durch die Bäume. Ich sollte ihn eigentlich für was andres benutzen… Er warf einen Blick über die Schulter. Sah die Pranken, mit den messerscharfen Krallen und die gefletschten Zähne. Die Panik lähmte ihn, hinderte ihn daran, etwas anderes zu tun, als um sein Leben zu rennen.
Er kämpfte sich eine kleine Erhebung hoch, stolperte dabei über seine eigenen Füße und fiel. Sein Zauberstab flog ihm aus der Hand und landete ein paar Meter weiter im Gras.

„Nein“, keuchte er entsetzt. Er versuchte eilig, sich aufzurappeln, um seinen Zauberstab wieder zu bekommen.
Auf einmal blieb ihm die Luft weg und ein furchtbarer Schmerz ging von seinem Bein aus, schoss durch seinen ganzen Körper.
Er riss den Mund auf, japste und schrie so laut, dass es in der Kehle kratzte. Das spürte er aber gar nicht. Er fühlte nur einen unbeschreiblichen Schmerz, als sich die scharfen Zähne des Werwolfs in sein Fleisch gruben.

Scorpius rollte sich halb herum, konnte zuschauen, wie das Tier sein Bein zerfleischte, während er nur schreien konnte. Nicht einmal weinen konnte er. Vor seinen Augen blinkten Sternchen, aber er durfte jetzt doch nicht ohnmächtig werden. Er würde nie wieder aufwachen.
Der Werwolf ließ von ihm ab, nur um sofort wieder zuzubeißen.
Scorpius kreischte, seine Stimme gellte laut und schrill durch die Nacht.

Verzweifelt versuchte er sein Bein aus dem Maul des Werwolfs zu ziehen - vergeblich. Er fügte sich selbst nur noch größere Schmerzen zu.
Aber er durfte nicht aufgeben! Er war weggelaufen, weil er fort wollte von all dem Schlimmen. Er hätte wissen müssen, dass er damit alles nur noch schlimmer machte.
Aber das war jetzt alles egal. Er musste überleben, er durfte sich nicht fertig machen oder töten lassen.

Er biss sich auf die Unterlippe und hob seinen rechten Fuß. Der Wolf knurrte ihn an und zog an seinem linken Bein. Scorpius konnte nur schwer einen Schrei unterdrücken.
Noch einmal hob er sein rechtes Bein und stieß den Wolf damit ins Gesicht. Das Tier ließ von ihm ab, bellte wütend und stürzte wieder auf ihn.
“NEIN!“ Verzweifelt strampelte er mit seinem Fuß, während das Vieh die Zähne in sein Bein schlug und es aufriss.

„WAHHH!“ Scorpius rang nach Luft. Er musste es schaffen, den Werwolf lange genug von sich wegzuhalten, um an seinen Zauberstab heranzukommen.
Er nahm all seine Kraft zusammen, zog sein gesundes Bein an und trat nach dem Tier. Er Wolf wich aus. „Oh Gott!“, presste Scorpius zwischen den Zähnen hervor. Noch einmal holte er aus, trat dem Wolf ins Gesicht, genau in die Augen.

Der heulte auf, wich zurück. Scorpius ergriff seine einzige Chance und robbte auf seinen Zauberstab zu. Es bereitete ihm unbeschreibliche Schmerzen, das, was einmal sein Bein gewesen war, hinter sich herzuschleifen.
Mühevoll zog er sich vorwärts und langte nach dem Holz. Zweimal erwischte er einen Ast.
Der Werwolf hatte inzwischen mitbekommen, dass seine Beute zu fliehen versuchte und war mit wenigen Schritten bei ihm.

Er holte mit seiner riesigen Pranke aus. Scorpius jagte ein Angstschauer nach dem anderen durch den Körper, kalter Schweiß stand ihm auf der Stirn, während er panisch nach seinem Zauberstab suchte. Er ergriff ihn endlich, drehte sich auf den Rücken und zielte auf den Werwolf.
„Pe-Pe…“ Er holte tief Luft, die Pfote raste auf ihn zu. „Petrificus Totalus!“
Der Werwolf erstarrte, schwankte ein paar Mal und kippte dann nach hinten um.

Scorpius durfte es nicht dabei belassen. Er war am Ende seiner Kräfte und auf keinen Fall durfte das Vieh vor ihm wieder zu sich kommen!
„Incarcero!“ Dicke Seile schlangen sich um den pelzigen Körper und zurrten sich selbst fest.
Scorpius starrte auf sein zerfleischtes Bein. Es war nur noch ein Fleischklumpen in einer Blutlache, die schnell größer wurde. Ihm wurde kotzübel. Er spürte den Schmerz jetzt richtig. Verzweifelt fuchtelte er um sein Bein herum, wusste nicht was er tun sollte. Er würde verbluten, wenn er die Blutung nicht irgendwie stoppte. Scorpius schluckte. Er hatte nur eine Möglichkeit, also zog er die Diptam-Essenz aus seiner Jackentasche.

Sein ganzer Körper tat höllisch weh, da kam es darauf auch nicht mehr an. Er biss die Zähne zusammen und schüttete etwas von der Flüssigkeit auf sein Bein. Sein Bein schien in Flammen aufzugehen. Tränen kämpften sich aus seinen Augen, als er noch mehr draufschüttete. Und noch ein letztes Mal.
In seinem Kopf drehte sich schon alles, er schaffte es gerade noch, die Flasche zu verschließen, bevor ihm schwarz vor den Augen wurde und er nach hinten umkippte.


Tbc
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Ich hoffe, ich hab euch nicht zu sehr erschreckt :D was ich dem armen Scorpi alles antue .___.
Aber bisschen Drama muss ja sein^^ sonst wär's ja langweilig xD

Ich freu mich über Reviews... bedient euch an Brownies :D
<3


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