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Fanfiction

Der mit den Greifen fliegt - A strange Night and a kind Funeral

von Miss_Killjoy

Hier kommt das nächste Kapitel^^

Jaja, lass dir deinen Brownie schmecken :P der wird immer kleiner, je kürzer dein kommi wird ;D
Und teil ihn dir übers Wochenende ein... das nächste Chap kommt erst nächste Woche irgendwann^^

Viel Spaß :D
___________________________________________________________________

A strange Night and a kind Funeral


Benommen setzte Scorpius sich auf. Der Wald um ihn herum drehte sich, sein Kopf drohte zu zerspringen. Müde blinzelnd besah er sein verunstaltetes Bein.
Die Verletzung war teils geschlossen, teils noch offen und blutig. Es war nicht länger ein Bein. Das war lediglich ein aufgeschwollener, ekliger Fleischklumpen, der an seinem Körper hing.

Scorpius langte nach der Diptam-Flasche, drehte den Verschluss ab und hielt sie über die Wunde. Sein gesundes Bein zog er zu sich heran und biss in das Knie. Als er nun kontrolliert einige Tropfen der brennenden Flüssigkeit auf die offenen Stellen träufelte, grub er seine Zähne in den Jeansstoff.
Sein undeutliches Stöhnen durchbrach die Stille der Nacht, Tränen liefen seine Wangen hinunter.

Dann verschloss er das Fläschchen wieder, stopfte es in seine Jackentasche und nahm seinen Zauberstab.
Ich muss zurück zu meinem Platz…
Während er sich nach einem geeigneten Stock umsah, den er als Krücke benutzen konnte, wischte er sich die nassen Wangen ab und den kalten Schweiß von der Stirn.
Mit einem Accio holte er einen langen, dicken Ast herbei.

„Na toll. Das bringt nichts“, murmelte er frustriert mit einem Blick auf seine Verletzung. „Denk, Scorpius, denk! Irgendein Zauberspruch muss dir doch einfallen. Irgendwas.“ Grübelnd drehte er seine Hand in der Luft, als wollte er seine Gedanken ankurbeln. „FERULA! Das war's!“
Er zielte mit der Spitze seines Zauberstabes auf sein Bein und sprach „Ferula!“.
Eine Schiene legte sich an seinen Fuß und Bandagen wickelten sich darum.

Noch einmal wischte er sich über die Stirn. „Wenigstens das funktioniert.“ Sein Blick fiel auf den gefesselten Werwolf und Wut stieg in ihn auf. Er kniete sich auf sein gesundes Bein, stützte sich an den Ast und stemmte sich hoch. Er taumelte ein wenig, aber dann machte er einen Hüpfer auf das Monster zu.
„Das ist deine Schuld, du Scheiß-Köter“, presste er wütend zwischen den Zähnen hervor.

„Du widerliches Mistvieh! Was fällt dir ein, durch die Gegend zu laufen und wahllos Leute anzufallen?!“ Der Werwolf funkelte zu ihm hinauf, seine Augen sprühten geradezu Funken. Scorpius funkelte ebenso zornig zurück.
„Hast du überhaupt kein Gewissen? Weißt du was ich alles durchgemacht habe? Ich wurde von einem Baum verprügelt! Und ich dachte, ich komm endlich weg von dem Scheiß und dann kommst du und zerfleischst mich als kleinen Mitternachtssnack!!“
Aus seinem Zauberstab sprühten rote Funken und das Gesicht des Werwolfes schwoll an. „Aber das kannst du vergessen! Ich hab mich lange genug fertig machen lassen!“
Auf dem pelzigen Gesicht erschienen riesige, eitrige Furunkel.

Zornig drehte Scorpius das glatte Holz in seiner Hand. In seinem Inneren tobte es. Die Wut brodelte in ihm, schrie ihm zu, das Ungeheuer vor ihm büßen zu lassen. Dafür, was es ihm angetan hatte. Sie wollte raus aus ihm, wollte die Kontrolle erlangen und sich austoben, zerstören.
Der junge Malfoy sah von oben auf das Geschöpf zu seinen Füßen herab.
Nein! So wollte er nicht sein. Er durfte dieses Wesen nicht für alles, was man ihm angetan hatte büßen lassen. Nicht für alles.

„Du wirst mir helfen. Wenn ich in ein paar Wochen so werde wie du, dann wirst mir helfen, damit zurecht zu kommen.“ Die gelben Augen funkelten ihn an, ein leises Knurren kam aus dem halb geschlossenen Maul. „Du hast mich schon verstanden.“
Vorsichtshalber versah er den Werwolf mit einem weiter Schockzauber, dann humpelte er davon.
Er verließ die Lichtung, humpelte in den Wald, musste endlich in seinen Schutzkreis zurück.

Er war noch nicht sehr weit gekommen und schon ziemlich außer Puste. Sein gesunder Fuß tat weh, weil er ihn so belastete. Auch seine Arme wurden lahm. Erschöpft lehnte er sich an einen Baum und ließ sich auf den Boden sinken. Blut war durch die Bandagen gesickert. Vorsichtig wickelte er sie ab. Aus den Kratzern lief immer noch etwas Blut, alles war feucht vom Wundwasser, das der Stoff nicht aufgesaugt hatte.
Frustriert seufzte er auf, fuhr sich müde durch die Haare und kämmte Moos, Gras und Dreck heraus.
„Das war die beschissenste Idee überhaupt. Wie konnte ich nur denken, dass das besser ist? Ich hätte nur endlich mal sagen müssen, was los ist. Egal, was Papa dazu gesagt hätte.“

Schon wieder stiegen ihm Tränen in die Augen, als er an seine Eltern dachte. An sie hatte er in den letzten Wochen keinen Gedanken verschwendet. Nicht einen Moment hatte er an sie gedacht.
Scorpius hob den Kopf, sah durch die Bäume zum Himmel hinauf, blinzelte die Tränen zurück. Was sie wohl gerade machen?

/.\

Astoria Malfoy beobachtete seit nun mehr als einer Stunde ihren Mann. Er lief immerzu an ihr vorbei, warf einen kurzen Blick in das Kaminfeuer, bevor er seinen Weg durch den Salon fortsetzte. An den großen Fenstern blieb er einen Augenblick stehen und sah in die dunkle Nacht hinaus. Dann durchquerte er das Zimmer bis zur Tür, lief in die Eingangshalle und war kaum eine Minute später wieder zurück.

Astoria selbst saß in einem hohen Ohrensessel vor dem Kamin, in dem ein warmes Feuer prasselte. Schließlich hielt sie das unruhige Umherwandern Dracos nicht mehr aus.
„Draco“, sprach sie ihn zaghaft am, als er das nächste Mal an ihr vorbei kam. Er hörte sie nicht, lief weiter zu den Fenstern. „Draco.“ Dieses Mal sagte sie es etwas lauter und ihr Mann drehte sich verwundert zu ihr um. „Was ist?“
Astoria schenkte ihm einen langen Blick. „Wieviele Kilometer willst du noch durchs Haus laufen?“

Draco sah wieder zum Fenster hinaus. Schließlich seufzte er und kam auf die zu. „Tut mir leid, aber ich kann im Moment einfach nicht ruhig sein.“ Er fuhr sich müde mit der linken Hand durchs Haar. Die helle Narbe an seinem Unterarm, an der das dunkle Mal gewesen war, schimmerte orange im Licht des Feuers.
„Sie haben keine Spur von ihm - nichts. Er ist wie vom Erdboden verschluckt.“ Seine Frau griff nach seiner Hand und drückte sie.
Er schaute gedankenverloren auf die glühenden Holzscheite. „Er hat alles mitgenommen, was er braucht. Das war keine spontane Entscheidung, er hat es schon lange geplant.“

Eine Weile sagte keiner von beiden ein Wort. Draco ließ sich in den anderen Sessel fallen und vergrub das Gesicht in den Händen. „Das ist meine Schuld. Ich hätte auf dich hören und mit ihm reden sollen.“
Astoria setzte sich auf. „Sag so etwas nicht. Das ist nicht wahr. Er hat sich nicht getraut, das hat Lily doch gesagt.“ Draco hob ruckartig den Kopf. „Wenn er sich nicht so schlecht vorgekommen wäre, hätte er sich getraut etwas zu sagen. Er hätte gewusst, dass wir hinter ihm stehen und auf ihn aufpassen. Egal, was irgendein Halbhoher sagt, der keine Ahnung hat.“

„Es ist trotzdem nicht deine Schuld, Liebling.“ Malfoy ignorierte seine Frau. „Ich habe von Anfang an gewusst, dass er es nicht leicht haben wird. Es war klar, dass sich irgendjemand nicht beherrschen kann, ihm die Geschichte seiner Familie vorzuhalten.“ Wütend schlug er mit der Faust auf die Armlehne. Astoria zuckte zusammen. „Ich hätte etwas dagegen tun müssen!“
„Herrgott, Draco! Das bringt doch alles nichts. Scorpius wird nicht einfach so zurückkommen, weil wir uns hier Vorwürfe machen.“

„Und wann wird er dann zurückkommen?“ Astoria wusste keine Antwort auf diese Frage. Sie zuckte müde mit den Schultern. „Er denkt, er ist uns nicht wichtig. Er wird wohl auch nicht glauben, dass wir uns Sorgen machen.“
„Das ist doch Unsinn.“ Draco wischte ihre Bemerkung verärgert mit einer Handbewegung weg. „Er ist unser Sohn. Natürlich ist er uns wichtig und selbstverständlich sorgen wir uns um ihn!“
Ein Lächeln legte sich auf die Lippen seiner Ehefrau, Tränen sammelten sich in ihren grünen Augen. „Ich glaube, du kannst dir gar nicht vorstellen wie sehr es ihn gefreut hätte, das aus deinem Mund zu hören.“

/.\

Von all dem bekam Scorpius nichts mit. Er lehnte mitten im Wald erschöpft, mit einem zerfleischten Fuß an einem Baum und bereute, die größte Dummheit seines Lebens gemacht zu haben.
„Morgen werde ich irgendein Zeichen losschicken und dann werden sie mich holen. Dann werde ich erstmal wieder einige Zeit im Krankenhaus verbringen, das Schuljahr verpassen und wiederholen müssen.“ Er seufzte. „Und dann darf ich mir erstmal alles mögliche anhören. Einen Mordsärger bekommen. Scheiße, wie Papa wohl abgehen wird…?“ Er schlang die Arme um sein gesundes Bein und legte die Stirn aufs Knie.

„Obwohl… Jetzt hat er einen Werwolf als Sohn, das ist doch mal was. Hat auch nicht jeder.“ Ein leichtes Lächeln huschte über die Lippen des kleinen Malfoys.
Aus dem Dunkel zwischen den Bäumen war ein Knacken zu hören. Scorpius fuhr erschrocken auf, sofort stieg Panik in ihm auf, Schweiß trat auf seine Stirn. Das konnte unmöglich der Werwolf sein. Aber was war es dann?

Ein großes Geschöpf trat aus dem Schatten der Nacht, es war Jack. Der Hippogreif kam langsam auf Scorpius zu und senkte den Kopf, um ihn anzustupsen.
Scorpius streichelte den gefiederten Kopf. Das Tier schloss die Augen und schmiegte sich gegen die Hand des Jungen.
„Ich werde wieder gehen, Jack. Das hat nicht funktioniert. Ich bin jetzt ein Werwolf oder naja… ich werde einer. Und ich glaube nicht, dass ich damit alleine fertig werde. Wenn ich Pech habe, entzündet sich der ganze Scheiß und ich krieg 'ne Blutvergiftung. Dann wäre es sowieso vorbei. Ich würde hier draußen sterben und von den Würmern oder anderen Viechern gefressen werden, ohne dass es jemand mitbekäme. Womöglich würdest sogar du an knabbern, he?“

Während er sprach, kraulte Scorpius Jacks Hals und starrte in den Wald. Er seufzte. „Vermutlich sterb ich genau hier, weil ich es nicht mehr bis zu meinem Lager zurück schaffe.“
Scorpius ließ von dem Greifen ab, griff nach seiner Krücke und versuchte sich hochzustemmen. Als er schließlich stand, pfiff es in seinen Ohren und Sternchen blinkten vor seinen Augen. Er klammerte sich an seinem Stock fest - vergeblich.
Er wankte und fiel zu Boden. Erschöpft rollte er sich auf den Rücken und blieb einfach liegen.

Es knackte und Jack ließ sich neben ihm nieder. „Bleibst du bei mir bis ich sterbe?“, fragte Scorpius leise und strich über den Flügel des Hippogreifen. Das Tier grummelte und stieß sein gesundes Bein mit dem Schnabel an.
“Nicht. Lass das.“ Scorpius hob en Fuß an und schob den Vogelkopf weg. Jack nutzte die Gelegenheit, schnappte sich das Hosenbein und zupfte daran.
Verärgert setzte sich Scorpius auf. „Hör auf damit!“ Das Tier machte jedoch keine Anstalten, dem Befehl zu folgen - im Gegenteil! Zwar ließ es die Hose los, dafür packte es aber die Jacke und zog den Jungen zu sich heran.

„Schluss jetzt!“ Scorpius drückte mit einer gegen den Schnabel, mit der anderen versuchte er seine Jacke zu befreien. Jack dachte ja gar nicht daran, loszulassen!
Er zog immer fester, zerrte den Jungen zu sich heran bis er halb auf ihm lag. Da ging Scorpius ein Licht auf. Aber konnte es nicht glauben. Der Greif wollte ihn auf sich reiten lassen!
Ganz langsam und vorsichtig zog sich der Malfoy-Sprössling auf den Rücken, der halb mit Federn, halb mit Fell bedeckt war.
Er hob sein gesundes Bein über die Kruppe und legte es an die rechte Flanke.

Scorpius' Herz schlug wild, als er sich nach vorn legte und die Arme um den Hals des Greifen schlang. Das Tier lief eilig los. Dabei war es vollkommen trittsicher und schlängelte sich ohne Probleme zwischen den Bäumen hindurch.
Scorpius schloss die Augen, fühlte die Bewegung des Tieres und sog seinen Geruch nach Natur und Wald ein.
Viel zu schnell waren sie an seinem Lagerplatz angekommen.

Betrübt rutschte er von Jacks Rücken und kroch zu seinen Decken. Kaum, dass er sich in sie eingekuschelt hatte, schlief er auch schon ein.

//.\\

Das Erste, das Scorpius am nächsten Morgen tat, war, zum Flussufer zu robben und sich ein wenig von dem eiskalten Wasser ins Gesicht zu spritzen. Es dauerte eine Weile, bis er sein Ziel erreicht hatte, denn er musste sein taubes Bein hinter sich herschleifen.
Außerdem blieb sein Pullover am gefrorenen Gras kleben, wenn er eine kurze Pause machte und einen Moment liegen blieb.

Schließlich lag dann am steinigen Ufer, streckte die Hand aus und tauchte seine Finger in das kalte Nass. Eine Gänsehaut überzog seinen Körper und es fühlte sich an, als würden kleine Nadeln in seinen Fingern stechen.
Trotzdem spritzte er sich das Wasser auf die Wangen, um munter zu werden. Danach drehte er sich auf den Rücken und starrte in den blauen Morgenhimmel.

Ich glaube, es ist am Besten, wenn ich Papa und Mama eine Nachricht schicke. Irgendwie. Und dann löse ich den Schutzkreis auf und nehm den Unortbarkeitszauber ab. Die werden mich schon finden.
Frustriert schaute er auf sein verletztes Bein. Wie soll ich denen das nur sagen? „Hey Papa, was du vielleicht wissen solltest: Ich wollte so 'nem Kerl helfen und wurde dann von einem Werwolf gebissen.“
Erschrocken riss Scorpius die Augen auf. „Der Mann!“

Er drehte seinen Kopf in nach rechts. Irgendwo da lag der tote Mann.
Scorpius schluckte den Kloß in seinem Hals hinunter. Dass er dem Mann nicht hatte helfen können, bedrückte ihn sehr. Und dass er einfach so am Ufer rumlag, war auch nicht sehr schön.
Scorpius setzte sich auf. Hier musste doch irgendein praktischer Stock herumliegen, den er als Krücke benutzen konnte!

Seinen ersten hatte er ja im Wald liegen lassen. Als er daran dachte, dass Jack ihn hierher getragen hatte, wurde ihm ganz warm und er musste lächeln.
Inzwischen war der Hippogreif vermutlich wieder bei seiner Herde. Scorpius robbte zurück zu seinem Platz und holte mit Hilfe seines Zauberstabes einen Ast zu sich.
Humpelnd machte er sich auf den Weg zu dem Toten.

Ich muss ihn beerdigen. Wenn ich ihm schon nicht helfen konnte. Und er wollte mich noch vor dem Werwolf warnen. Das ist das Mindeste, was er verdient hat.
Wenig später kam er um die Kurve, die Leiche lag genauso da, wie in der Nacht. Scorpius hüpfte vorsichtig auf sie zu.
Das Blut war inzwischen getrocknet und ganz dunkel geworden. Es war ein starker Kontrast zu der weißen, bleichen Haut. Frost hing an den Wimpern und Haaren, die geöffneten Augen waren trüb.
Scorpius beugte sich hinunter und schloss sie, dann sah er sich nach einem geeigneten Platz um.

Ein Stück in den Wald hinein, in die Richtung, in die er geflohen war, lag ein nettes Plätzchen zwischen den Bäumen. Es gab nur ein kleines Problem: Der Boden war hart gefroren und er hatte keine Schaufel und überhaupt keine Kraft, um ein so tiefes und großes Loch zu buddeln, dass die Leiche dort hineinpassen würde.
Scorpius seufzte und ballte wütend eine Faust. Wenigstens das muss funktionieren! Es ist schon so viel schief gegangen. Zumindest das muss ich richtig machen!

Er humpelte zurück zu seinem Schlafplatz und nahm eine dünne Decke. Wieder zurück bei dem Toten, setzte er sich neben ihn legte die Decke über ihn. Ohne zu Zögern oder sich zu ekeln, rollte er ihn herum, um den Stoff auf seinem Rücken zusammenzuknoten.
Als er damit fertig war, ließ er die Leiche neben sich herschweben und hüpfte zu dem Platz, den er ausgesucht hatte. Mit Hilfe seines Zauberstabes erschuf er eine Grube und ließ den Toten hineinsinken.

Ein paar Minuten stand er dann vor dem Grab und blickte auf den Leichnam hinunter. Scorpius hatte keine Ahnung, wer der Mann war. Er wusste seinen Namen nicht, sein Alter nicht. Er wusste nicht, wo er herkam und ob er Familie hatte. Eine Frau, die ihn vermisste und sich schreckliche Sorgen um ihn machte.
Ob sich Mama und Papa um mich Sorgen machen?
Scorpius schüttelte den Kopf. Er wollte sich jetzt keine Gedanken darüber machen!

Er schüttete das Grab zu und verwandelte einen kleinen Ast in ein schlichtes, unauffälliges Holzkreuz. Dieses brachte er am Kopf des Grabes an. Aber irgendetwas fehlte noch. Es sah so leer aus…
Blumen. Blumen müssen da noch hin. Aber wo krieg ich die her? Scorpius erblickte ein paar Schneeglöckchen. Die muss ich jetzt aber ohne Zauberei ausgraben. Irgendwas muss ich auch selber machen.

Auf seinem gesunden Beim sitzend, begann Scorpius mit einem Stein in den harten Boden zu hacken. Er dauerte lange, bis er das Büschel mitsamt den Wurzeln freigelegt hatte und er kam dabei ganz schön ins Schwitzen, aber er freute sich, es geschafft zu haben.
Das Pflänzchen trug er zum frischen Grab hinüber und buddelte es in der Erde ein. Nach getaner Arbeit klopfte er sich die schmutzigen Hände an der Hose ab und betrachtete sein Werk.

Wenn Papa mich so sehen könnte. Ein Malfoy, der im Dreck wühlt. Ob er wohl stolz auf mich wäre, dass ich so etwas gemacht habe? Hätte er es auch so gemacht? Oder hätte er den Mann einfach liegen und verwesen lassen?
Das muss ich ihn fragen, wenn ich wieder zu Hause bin. Aber eigentlich… will ich gar nicht nach Hause. Jetzt noch nicht. Ein bisschen was, muss ich noch hinkriegen hier draußen. Damit ich dann auch was zu erzählen habe, wenn ich wieder daheim bin. Und damit Papa stolz auf mich sein kann.
Der junge Malfoy grinste. Irgendwas muss ich mir noch einfallen lassen, damit Papa stolz auf mich sein kann.


Tbc________________________________________________________________


Sooo…
Das war's auch schon wieder^^
Ich freu mich über Reviews (wie immer^^)

<3


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