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Fanfiction

Lauren Broderick plus... - Hut auf, Lauren Broderick

von Viola Lily

Für Dad

„Amris, Sean.“
Aufmerksam beäugte ich den Jungen, der als Erstes von diesem Professor Freshad aufgerufen wurde. Der dukelhaarige Sean Amris mit den dichten Augenbrauen zitterte am ganzen Körper, als er sich auf den Hocker setzte.
Hatte er Angst? War er aufgeregt? Oder war ihm einfach nur kalt? Letzteres wäre kein Wunder gewesen, ausnahmslos jeder von uns Erstklässlern war wegen des strömenden Regens bis aufs Hemd durchnässt.
Selbst mich überfiel ein Schlotter-Anfall, und ich hüllte mich tiefer in meinen klatschnassen Umhang. Ich warf einen kurzen, sehnsüchtigen Blick rauf zu den schwebenden Kerzen mit ihrem wärmenden Flammen. Wie gern hätte ich mich jetzt darüber gelegt und mich trocknen lassen. Stephen neben mir grinste zustimmend angesichts meines verbitterten Gesichts. Die blonden Haare klebten an seiner Stirn und neben mir jammerte Gwendolyn Willes um ihre prächtigen Locken, die jetzt wirr an ihrem Gesicht herunter hingen.
„HUFFLEPUFF.“
Dem immer noch zitternden Sean wurde der Hut abgenommen. Fix lief er zu dem jubelnden Tisch, über dem ein großes, gelb-schwarzes Banner hing, auf dem ein Dachs abgebildet war.
Das Haus der gerechtesten und treusten Schüler, sagt man. Diese Schüler bekamen die wenigsten Strafarbeiten, die freundlichsten Blicke der Lehrer für gut erledigte Hausaufgaben und gern von den anderen Schülern einen drauf. Hufflepuff mischte sich selten in Streitereien ein, waren unterienander friedlich und halfen sich gegenseitig - und hatte die wenigsten Chancen auf Haus- oder Quidditchpokale.
Ich fand es sehr unwahrscheinlich, dass noch ein Nachname mit A anfing, daher stellte ich mich darauf ein, als nächstes aufgerufen zu werden und holte tief Luft. Ich schloss kurz die Augen und bündelte meine Konzentration. Für mich war diese Auswahl sehr wichtig.
„Belby, Victoria!“
OK, falscher Alarm.
Während ein Mädchen mit den blonden Haaren und eng aneinander liegenden Augen den Hut aufsetzte, schielte ich zu dem Tisch hinüber, der an der linken Wand der großen Halle stand.
Dort saß meine Schwester Esther, umringt von ihren Slytherinfreunden Tina und Betsy und konnte es kaum abwarten, bis ich an der Reihe war.
Vorhin am Bahnsteig von Hogsmeade hatte sie mich kurz beiseite genommen und sich für ihr kühles Verhalten am Vormittag entschuldigt. Das war für mich nicht weiter absonderlich, für gewöhnlich lässt sie solche Auseinandersetzungen einen Tag ruhen und entschuldigt sich dann Stunden später, wenn sich ihre Wut verflüchtigt hatte. Als sie mir jedoch offenbarte, dass sie mich in Slytherin gern wieder sehen würde, fiel mir erstaunt die Kinnlade runter.
„Immerhin sind wir Schwestern, wir sollten zusammen halten“, waren ihre Worte, „Wir haben uns doch immer prima verstanden, bevor ich nach Hogwarts kam. Und Slytherin ist echt nicht so, wie du vielleicht denkst.“
Es würde ihr jedenfalls sehr viel Freude bereiten. Ich hatte seit meinem Gespräch mit Stephen auch nichts mehr gegen dieses Haus, aber mich behagte die Vorstellung nicht, 6 Jahre mit ihr einen Gemeinschaftsraum zu teilen. Dafür ist sie mir die meiste Zeit einfach zu - kalt.
Außerdem habe vor etwa einem Jahr ein heimliches Gespräch zwischen Mam und Dad belauscht, nach dem mir klar wurde, was Esther mir verheimlicht hat - und was sie da eigentlich angestellt hatte:
„Wie konnte sie nur nach Slytherin kommen?“, hallte Dads Stimme in meinem Kopf wider, „Ich dachte, Gryffindor oder zumindest Hufflepuff wäre ihr sicher. Was haben wir falsch gemacht? Hat sie überhaupt eine Ahnung, was es mit diesem Haus auf sich hat? Ich habe ihr doch oft genug von der Vergangenheit erzählt, vom Krieg, was ehemalige Slytherins alles getan haben.... .“
Hier und jetzt wollte ich der Sache auf den Grund gehen und denjenigen fragen, der mir als einziger eine Antwort geben konnte: der Hut sollte mir erklären, warum er Esther nach Slytherin geschickt hatte. Ich wollte für meinen enttäuschten Dad die Wahrheit herausfinden.
„Broderick, Lauren, zum Zweiten mal.“
Jemand stieß mich an. Es war Gwendolyn Willes.
„Geh schon“, zischte sie und schüttelte sich dabei unwirsch eine nasse Strähne aus dem Gesicht.
Peinlich berührt schoss mir das Blut in den Kopf, als ich unter ein paar Lachern und einem aufmerksamen Blick von Professor Freshad den Hut aufsetzte. Stephen grinste mir noch zu und reckte mir den Daumen entgegen, ehe mir der Hut über die Stirn rutschte und ich nichts mehr sah.
Du bist also die Zweite der Brodericks? Deine Schwester hatte mich schon vorgewarnt, dass ihr weitere folgen würden.
Die Stimme des Hutes hörte sich unter der Krempe hoch und sehr neugierig an.
„Warum hast du Esther nach Slytherin geschickt?“, fragte ich prompt.
Hmmm, direkt und vorlaut. Nichts für Ravenclaw, mit diesen Eigenschaften wärst du dort fehl am Platz. Sie wollte es.
„Sie wollte es?“, wiederholte ich ungläubig, „Was soll das heißen?“
Denkt nicht darüber nach, was sie sagt. Eindeutig auch nicht Slytherin. Gryffindor oder Hufflepuff läge dir eher. Keine Sorge, mit deiner Schwester hatte ich aber auch meine Schwierigkeiten, sie war genauso dickköpfig wie du. Forderte das komplette Gegenteil von dem, was ich entschieden habe. Hufflepuff wäre für sie das richtige gewesen, sie hat, wie du, einen sehr weichen Kern.
„Und sie bestand auf Slytherin, ja?“
Wenn ich es dir doch sage. Sie war anders, in der Tat, eigensinnig und stur. Sie gibt gern den Ton an und hasst Wiederworte. Aber was mache ich mit dir?
Der nächste Gedanke kam ganz plötzlich: „Ich wäre gern in Ravenclaw. Meinem Vater zuliebe.“
Aber du strebst nach Gerechtigkeit, hast ein großes Herz - und Talent, vielleicht nicht unbedingt, was die Intelligenz angeht, aber jede Menge vielseitiges Talent.
Ich wusste nicht, ob der Hut meine Bitte berücksichtigte. Irgendwie musste er ja auf Wünsche eingehen, sonst säße Esther jetzt am Hufflepufftisch.
Ich war mir eigentlich schon sicher, du wärst eine Gryffindor, aber ich habe noch etwas entdeckt - tief verborgen in deinem Herzen schlummert etwas, eine zarte Blume, die nur im richtigen Haus erblühen wird. Bist du dir mit Ravenclaw also sicher? Ich eigentlich nicht. Außerdem ist nicht meine Art, bei jedem Schüler auf Wünsche einzugehen. Du könntest es dort schwer haben.
Ich schwieg entschlossen.
Doch ich sehe, du hast doch großes vor. Und es wird etwas Großes vor dir liegen. Außerdem gibt es gibt sie doch irgendwo in dir: die geistreichen Ideen und Ziele von deinem Vater. Ich drücke dir alle Daumen. Finde dein Glück in - RAVENCLAW!
Ich spürte, wie mir der Hut abgesetzt wurde. Mein erster Blick blieb auf dem Slytherintisch ruhen, wo Esther unterm Tisch verhalten klatschte. Ich versuchte aus ihrem starren Blick schlau zu werden, aber ich hatte die Worte des Hutes nicht vergessen.
Sie wollte es so.
Wenn sie also nach Slytherin wollte… . Bitteschön!
Eine plötzliche Wut stieg wie aus dem Nichts in mir auf. Slytherin? Dass ich nicht lache, da kann sie lange warten.
Ravenclaw würde schon passen. Ich wollte es so. Und ich wollte in diesem Moment auch nicht weiter aus meiner Schwester schlau werden. Meine Wut wurde immer größer, je länger ich Esther anblickte. Slytherin - was hatte sie damals eigentlich geritten?
Ich wandte den Blick ab. Vielleicht würde ich sie später mal verstehen. Aber diesen Abend wollte ich in meinem neuen Haus genießen und keinen weiteren Gedanken an so etwas Trübes verschwenden.
Ich ging an den restlichen Erstklässlern vorbei, winkte Stephen kurz zu und setzte mich an den Tisch, über dem das blau-bronzene Banner mit dem Adler hing.
Ravenclaw also. Hier ist Dad auch drin gewesen. Man sagt, hier wären die schlausten und ehrgeizigsten Schüler beheimatet. Das Haus der Wissbegierigen und Fleißigen.
Oje, wenn ich mir da mal nicht zu viel vorgenommen hatte.


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