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Fanfiction

Lauren Broderick plus... - Eine Aufgabe für die Nachwelt

von Viola Lily

Hallihallo,
dieser One-Shot geistert schon seit Ewigkeiten auf meinem Laptop rum und endlich habe ich ihn zu Ende schreiben können.
Wir befinden uns immer noch in Laurens 1. Schuljahr und werfen einen Blick in Dustins Vergangenheit, um zu erfahren, warum er die Slytherins so hasst.
Viel Spaß,
Vio

P.S.: Im nächsten Chap bekommt Ammy den Hut auf.

______________________________


Draußen regnete in Strömen und verwandelte die Landschaft in eine unfreundliche und dunkle Gegend, in die niemand, außer vielleicht der Wildhüter, freiwillig einen Fuß gesetzt hätte. Im Gemeinschaftsraum der Ravenclaws war es jedoch hell und gemütlich: im Kamin prasselte ein Feuer, hier und da vernahm man amüsiertes Auflachen anderer Schüler, viele machten Hausaufgaben, lasen Romane oder Schulbücher oder redeten mit ihrem Freunden über den nächsten Hogsmeadausflug, das bevorstehende Halloween-Fest oder (und das ganz besonders leise) über Mitschüler. Laurens letzter Blick blieb auf einem älteren Schülerpärchen hängen, das auf dem Kamin im Sitzkissen miteinander kuschelte.
Dann drehte sie schnell den Kopf wieder weg und versuchte sich auf Zaubertränke zu konzentrieren. Doch mit diesem Fach stand es genauso wie mit ihrem Verständnis für Liebe: Interesse gleich Null.
Und dieser Zaubertanklehrer war auch alles andere als profitabel: Professor Maddoxx war ein buckliger, älterer Mann, der so gut wie keinen Spaß verstand. Die Schüler waren ihm mehr oder weniger egal, es sei denn, sie überraschten ihn mit klugen Antworten, mit denen er nie gerechnet hätte (war dies der Fall, vergab er sogar Punkte). Er blühte nur auf, wenn er den Aufbau eines Zaubertrankes an der Tafel erklärte und sich in den Reaktionen der einzelnen Zutaten auf die Art und Weise verlor wie ein Matheprofessor in einer komplizierten, Wände-füllenden Formel. Er hatte bis jetzt einmal ein hysterisches Lachen von sich gegeben, als er in der zweiten Woche bei einem Vorführversuch vor der Klasse seinen Kessel zum Explodieren gebracht hatte, weil er aus Versehen eine abgelaufene Zutat hinzugefügt hatte.
Das war bis jetzt aber auch das einzige Highlight in diesem Fach seit Laurens Schulbeginn. Und sie befürchtete, dass es in diesem Fach wohl niemals wieder zu einem weiteren kommen würde. Anfangs fand sie Zaubertränke noch machbar, dann komisch, dann kompliziert und jetzt, nach 8 Wochen einfach nur zum kotzen. Es war schlicht und einfach Lernerei von schwierigen Fachbegriffen und Zutatennamen. Und etwas auswendig lernen konnte sie noch nie gut. Seufzend klappte sie Esthers altes Zaubertränke für Anfänger 1 zu, versuchte sich kurz daran zu erinnern, was auf der Seite stand und schrieb dann auf, was ihr einfiel. So vertieft in ihre Arbeit merkte sie gar nicht, dass sich jemand neben sie stellte und über die Schulter auf ihr Heft blickte.
„Affodillwurzel wird mit Doppel-f geschrieben“, sagte der Junge.
Genervt drehte sich Lauren um. Der hagere, blonde Stephen stand neben ihr und fügte hinzu: „Außerdem gehört die gar nicht in den Blitzsauber-Trank.“
Lauren grummelte: „Und welche Wurzel ist es dann?“
„Tulpenwurzel“, antwortete er knapp und setzte sich zu ihr, „Zaubertränke scheint dir nicht so zu liegen, oder?“
„Siehst du doch“, entgegnete sie immer noch mürrisch, aber ihre schlechte Laune hatte sich bereits gebessert.
Seit sie Stephen im Zug kennen gelernt hatte, war nicht ein Tag vergangen, an dem sie nicht wegen ihm gelacht hatte. In fast jedem Unterricht saßen sie zusammen an einem Tisch, halfen sich gegenseitig bei den Hausaufgaben (oder anders formuliert: er half ihr bei den Hausaufgaben) und wäre Lauren nicht so eine begeisterte und talentierte Fliegerin gewesen (nach der ersten Flugstunde hatte Madam Hooch alle Mühe gehabt, sie vom Besen runter zu kriegen), hätten sie sogar ein paar gemeinsame Hobbys. Aber er war sowieso der Meinung, dass Unterschiede eine Freundschaft spannender und abwechslungsreicher machten, daher war auch gut, dass sie nicht alles teilten. Zudem war er, anders als Lauren, kein besonders musikalischer Mensch - während sie also gern auf ihrem Horn spielte oder ständig Lieder vor sich her sang, las er Bücher oder beschäftigte sich mit den wenigen, technischen Dingen in Hogwarts. Vor kurzem hatte er Rüffel von der Schulsprecherin erhalten, weil er das Radio im Gemeinschaftsraum auseinander genommen hatte.
Stephen erklärte ihr gerade die Wirkung der Tulpenwurzel in Verbindung mit Diantuskraut, als die Tür zum Gemeinschaftsraum aufgerissen wurde, lautstark gegen die Wand knallte und die friedliche Atmosphäre im Raum unterbrach. Der Türklopfer schrie dem Schüler empört hinterher, doch der hörte ihm gar nicht hin. Schnurstraks lief er mit bösem Gesicht zu den Schlafsälen und knallte auch diese Tür hinter sich zu.
Erstaunt hob Lauren die Augenbrauen, als sie erkannte, um wen es sich handelte.
Es war ein Junge, auch ein Erstklässler, mit schmalen Gesicht und blonden, im Ansatz lockigen Haaren.
„War das nicht Dustin?“
Stephen nickte: „Ob ihm wohl jemand Essig in den Kürbissaft gekippt hat?“
Erneut öffnete sich die Tür, der Klopfer schimpfte ein weiteres mal und drohte damit, heute niemanden mehr rein zu lassen.
„Tut mir Leid, es kommt auch nicht mehr vor“, meinte der Junge beruhigend, der augenblicklich den Gemeinschaftsraum absuchte.
Es war Luke Wood, der Junge mit den strahlenden blauen Augen und einem Überschuss an Energie, die er meist in Bewegung umsetzte und hier und da vorm Unterricht Stühle umrannte oder gegen Tische lief. Auch diesmal rannte er wieder, als er Stephen und Lauren erkannte. Im Null-Komma-Nichts stand er an ihrem Tisch und war dabei noch nicht mal außer Atem.
„Ist Dustin hier eben vorbei gekommen?“, wollte er wissen.
„Er sah viel mehr wie sein böser Zwillingsbruder aus“, kommentierte Stephen.
Lauren antwortete ihm genauer: „Er ist zu den Schlafsälen gerauscht. Ist was passiert?“
Wenn einer wusste, was mit Dustin los war, dann Luke. Die beiden waren derselbe Fall wie Lauren und Stephen: sie kannten sich seit dem ersten Tag und waren innerhalb kürzester Zeit die besten Freunde geworden. Gerne spielten sie ihren Mitschülern kleine Streiche, sie lachten viel und steckten im Unterricht ständig die Köpfe zusammen und quatschen miteinander.
Professor McKinnens, ihre Zauberkunstlehrerin, hat sie deshalb sogar schon auseinander gesetzt und dabei gesagt: „Schlimmer als Mädchen.“
Natürlich war das peinlich für die beiden, doch das änderte nichts daran, dass sie schon ein Herz und eine Seele waren.
Nur mit einer Sache kam Luke - und auch sonst niemand der Ravenclaws - klar.
„Es ist wieder mit ihm durchgegangen?“, hakte Lauren nach, worauf Luke sich seufzend zu uns setzte.
„Ich weiß echt nicht, was er gegen die Slytherins hat“, sagte er und trommelte mit seinen Fingern auf der Tischkante herum, „Er hasst sie richtig. Dabei scheinen sie ganz OK zu sein. Diese Nicole Johnson ist total freundlich, neulich in Kräuterkunde habe ich mit ihr diese Blüten umgetopft. Aber Dustin ist einfach zu krass. Sobald sich uns eine Gruppe Slytherins nähert, würde ihnen am liebsten an den Hals springen. Vorhin ist er in der Bücherei ausgerastet, weil sich neben uns welche über die Schlacht von Hogwarts und die schrecklichen Jahre davor informieren wollten.“
À la Sherlock Holmes legte Stephen seine Hand ans Kinn und fragte: „Was ist denn genau passiert?“
Luke lehnte sich zu den beiden rüber und senkte die Stimme: „Wir waren gerade dabei, die Hausaufgaben für Zaubertränke zu machen, als sich diese beiden Slytherins neben uns setzten. Sie waren vielleicht in der 4. oder 5. Klasse, jedenfalls haben sie sich die ganze Zeit unterhalten. Ich muss ja zugeben, dass ich ihre Anwesenheit auch nicht toll fand - sie haben davor über einen Gryffindorjungen aus ihrer Klasse hergezogen, und das nicht zu knapp - aber weil es mich nichts anging, hielt ich den Mund. Und Dustin sah in diesem Moment auch noch nicht so aus, als würde er gleich in die Luft gehen. Als die beiden jedoch anfingen, sich zu fragen, warum Gryffindor in der Schlacht damals unbedingt den Helden spielen musste und sie Slytherin nicht mal gefragt hatten, ist er ausgerastet.“
„Was hat er gemacht? Hat er was gesagt?“, wollte Stephen neugierig wissen.
Luke guckte sie verbittert an, raufte sich kurz die Haare und antwortete dann staubtrocken: „Hat er: Dass sie doch ihre Eltern fragen könnten, die sollten ja genau wissen, wie das damals war. Vielleicht würden sie auch eine Liste der ermordeten Zauberer, Hexen und Muggel, die auf ihr Konto gehen, raus rücken.“
Stephen pfiff anerkennend durch die Zähne und Lauren klappte der Mund verblüfft auf. So was hatte sie Dustin gar nicht zugetraut. Jeder Erstklässler sollte Respekt vor älteren Schülern haben (besonders vor Slytherins), aber das klang einfach so unglaublich, dass Lauren der Sache unbedingt weiter auf den Grund gehen wollte.
„Wo willst du hin?“, fragte Luke überrascht, als sie Bücher und Hefte in ihre Schultasche packte.
„Der Sache auf den Zahn fühlen“, entgegnete sie, „Kein Erstklässler, der noch ganz bei sich ist, würde so etwas sagen. Ich glaube, irgendwas stimmt mit Dustin nicht. Und das will ich herausfinden.“
„Du gehst also davon aus, dass du, als Mädchen, einfach so in unseren Schlafsaal spazieren und Dustin wie ein Klatschweib ausfragen kannst?“, hakte Stephen nach.
„Nein. Deshalb werdet ihr beide mitkommen.“
Kaum hatte sie das gesagt, war sie aufgestanden und hatte Stephen und Luke einen auffordernden Blick zugeworfen. Stephen folgte ihrem Beispiel ohne zu zögern, nur Luke blieb noch sitzen.
„Ich halte das für keine gute Idee“, sagte er und verschränkte die Arme, „Ich denke nicht, dass er dir sein Herz ausschüttet. So gut befreundet seit ihr nun auch wieder nicht.“
„Da kommst du ja auch ins Spiel.“
„Ich bin nicht euer Mittel zum Zweck.“
„Das ist mir bewusst, aber möchtest du ihm nicht auch helfen? Ihr seid doch schon beste Freunde, es muss also was ernstes sein. Sonst hätte er es dir schon längst anvertraut, oder?“
„Ich habe ja auch noch nie danach gefragt.“
Ungeduldig klatschte Lauren in die Hände: „So sind Jungs eben. Darum bin ich ja da. Also los jetzt, wir vertrödeln hier nur unsere Zeit.“
Seufzend erhob Luke sich endlich und ging gemeinsam mit den Jungs in den Schlafsaal, der von Luke, Dustin, Stephen und Souta Hainsworth bewohnt wurde. Letzterer war allerdings nicht anwesend, als sie die Tür öffneten und den runden Raum betraten.
Dustin saß im Halbdunkeln auf seinem Bett und hatte ein Buch in der Hand. Er sah nicht einmal auf, als die drei Erstklässler näher an sein Bett traten.
„Dustin?“, fragte Luke nach einer Weile, „Ist alles in Ordnung?“
„Nein!“, war die patzige Antwort.
Lauren machte mutig einen weiteren Schritt auf ihn zu. Jetzt erkannte sie, dass das Buch ein Fotoalbum war. Dustin hatte es auf einer Seite mit vielen Bildern aufgeschlagen, auf denen immer ein- und derselbe Junge abgebildet war. Er war nicht älter als 4 oder 5, hatte blonde Locken, blaue Augen und ein verschmitztes Grinsen. Er sah aus wie Dustin selbst, doch seine Kleidung verriet ihr, dass er es nicht sein konnte, dafür waren sie seiner Zeit zurück.
„Ist das dein Bruder?“, fragte sie also und versuchte, ihre Stimme freundlich und interessiert klingen zu lassen.
Was er dann jedoch sagte, versetzte ihr einen Faustschlag in die Magengegend.
„Das war mein Bruder.“
Lauren hätte sich gern ein Brett herbei gewünscht, dass sie sich gegen den Kopf donnern konnte.
„Ich weiß, warum ihr hier seid“, sagte er leise und guckte jeden der drei an. Er schien kurz zu überlegen, seufzte dann ergeben und fing an, zu erzählen, „Er war damals 5 Jahre alt. Meine Eltern waren noch sehr jung als er geboren wurde. Mein Vater war zu der Zeit Fotograf und arbeitete mit Journalisten der London Times zusammen. Wenige Muggel waren damals in den Krieg geraten, meistens, weil sie Zauberer in ihrer Verwandtschaft hatten. Das war bei uns nicht der Fall, daher hätte uns nichts passieren sollen. Doch im Frühjahr war er im Wald der Spur eines Bären gefolgt. Weil diese Tiere in England selten sind war kurz davor, den Schnappschuss des Monats zu machen, als er auf eine Gruppe von Leuten aufmerksam wurde, die in seinen Augen komisch gekleidet waren.“
„Zauberer“, flüsterte Stephen.
Dustin schien zu spüren, dass ihm die drei aufrichtig zuhörten, und fuhr mit kräftigerer Stimme fort: „Ja, es waren Zauberer. Unter ihnen befand sich auch Voldemort. Ein großer Zufall und ein schreckliches Erlebnis für meinen Dad, denn sie waren gerade dabei, eine Familie aus zu löschen. Das Ende vom Lied war, das mein Dad Beweisfotos davon machte, die Todesser ihm auf die Spur kamen und ihn zu Hause angriffen. Sie setzten das Haus in Brand und wollten danach die fliehenden eiskalt umbringen, doch zum Glück kamen die Auroren schnell und schlugen die Todesser in die Flucht. Meine Eltern entkamen dem Feuer - doch für meinen Bruder kam jede Hilfe zu spät.
Die Auroren, ihr Anführer hieß Remus Lupin, verzichtete wegen dieses Verlustes auf den Vergesslichkeitszauber und klärte sie über die Zaubererwelt auf. Meine Eltern glaube, dass es Zufall ist, dass ich magisch begabt bin, doch das glaube ich nicht. Ich glaube nur, dass Slytherins sich niemals ändern werden und nichts würde mir mehr Freude machen, als mich hier in Hogwarts für den Bruder zu rächen, den sie mir genommen haben.“
Er hatte feuchte Augen bekommen, aber der Ausdruck in ihnen war kalt und entschlossen. Irgendwie zum Fürchten.
Lauren wusste nicht, wie sie als nächstes weiter machen sollte. Seine traurige Geschichte hatte sie ziemlich durcheinander gebracht aber jetzt wusste sie wenigstens, woher sein Hass für die Slytherins kam. Aber es war nicht richtig. Slytherins sind, verglichen mit den anderen Häusern, vielleicht vorlauter und gemeiner, aber als Esther in dieses Haus gekommen war, hatte ihr Vater etwas gesagt. Aber was das? Es wollte ihr nicht einfallen.
„Das tut mir Leid, Dustin“, hörte sie Luke sagen, „Das wusste ich nicht.“
„Wie denn auch... ?“
„Komm schon, du weißt, wie ich das meine. Ich könnte mir gar nicht vorstellen, meine Schwester zu verlieren, das wäre - glaub ich, der absolute Alptraum.“
Stephen räusperte sich: „Ich will dir jetzt nicht zu nahe treten, aber ich würde doch sagen, dass du ein bisschen überreagierst.“
Sofort schlug Dustins Laune von Entschlossenheit in Wut um. Diesmal aber nicht auf Slytherins, sondern auf Stephen und das machte die Situation ziemlich brenzlig.
„Ach ja?“, zischte Dustin, „Und wie kommst du auf diese Vermutung? Haben sie deinen Daddy vielleicht am Leben lassen, weil er vom Magieradel ist, Herr Zaubereiminister?“
„Jetzt hör aber auf“, mischte sich nun Luke ein, „Stephen kann doch nichts dafür, wer seine Eltern sind. Ebensowenig … äh zum Beispiel Nicole Johnson. Die ist doch auch total nett und trotzdem eine Slytherin.“
Lauren sah ihm an, dass es nicht das was, was er eigentlich sagen wollte. Luke hatte eigentlich versucht, Dustin vom Gegenteil überzeugen zu können, doch dieser Versuch ging volle Kanone nach hinten los.
„Jetzt bist du also auch noch gegen mich? 'n toller Freund bist du!“
„Aber... Dustin.“
Endlich war Lauren eingefallen, was ihr Vater mal gesagt hatte. Und bevor hier im Schlafsaal auch noch ein Krieg auszubrechen drohte, stellte sie sich zwischen die Jungen um zu verhindern, dass sie aufeinander losgingen.
„Kommt mal wieder runter, Jungs!“, schimpfte sie, „Das bringt doch alles nichts.“
Fragend guckten Stephen, Luke und Dustin das Mädchen an.
„Ich meine: Stephen bringt es nichts, dass er den Job seines Vaters hasst. Luke bringt es nichts, wenn er nicht über das nachdenkt, was er sagt. Und Dustin, dir bringt es nichts, deine Wut an Slytherins auszulassen, die mit dem Tod deines Bruders gar nichts zu tun haben. Wisst ihr, was mein Vater gesagt hat, bevor ich in den Zug gestiegen bin?“
Dustin verschränkte die Arme und drehte sich weg. Sein Desinteresse machte Lauren zornig, doch er würde sich anhören müssen, was sie zu sagen hatte. Zum Glück ließ sich das menschliche Gehör nicht einfach abstellen, daher fuhr sie unbeirrt fort.
„Dass wir die neue Generation sind, die aus den Fehlern von früher lernen soll. Unsere Eltern haben viel Schreckliches durchgemacht und am allerwenigsten wollen sie, dass wir ebenfalls so etwas durchmachen müssen. Der Krieg ist vorbei, und das sollte man in Hogwarts auch spüren. Wenn nicht hier, wo sonst?“
Die drei Jungen sagten nichts, sondern guckten betreten zu Boden.
Dustin fragte: „Aber was ist mit deiner Schwester, die dich ständig schikaniert. Ist die keine Slytherin?“
Lauren antwortete: „Doch, Esther ist in Slytherin und ich weiß nicht, wie es mit uns beiden zukünftig aussehen wird - aber das ist eine reine Familienangelegenheit. Die Welt ist nun mal kein Ponyhofs, auf dem alles harmonisch ist und jeder jeden mag, dafür sind die Menschen zu verschieden. Wir können zwar nicht alle gleich sein, aber das ist doch völlig ok, solange wir friedlich damit umgehen. Und ja, ich weiß, es wird immer Menschen geben, die anders denken. Können wir nicht ein Beispiel für die Menschen sein, die das akzeptiert und hinnimmt?“
„Wenn du damit meinst, dass wir uns bei möglichem Mobbing nicht wehren sollen und so wie der letzten Dreck behandelt werden?“, hakte Stephen nach, doch seine Stimme triefte vor Sarkasmus, „Ich bin voll dabei. Wir können uns doch die friedliche Generation nennen.“
Luke fügte grinsend hinzu: „Und uns wie Hippies verkleiden und jedem eine Seifenblase schenken, der uns mit Müsli bekleckert.“
Lauren lachte leicht und guckte Dustin an: „Das nicht unbedingt. Aber ich würde gern die Nachwelt sein, die versucht, es besser zu machen. Man muss uns nur lassen...“
Der blonde Junge hob den Kopf und hob eine Augenbraue. Er war zwar immer noch nicht ganz überzeugt, sah nicht mehr so böse aus wie vorher. Sie hoffte, ihm einen Denkanstoß in die richtige Richtung gegeben zu haben und wenn er der nette Junge war, für den sie ihn hielt, würde er künftig zwei Mal darüber nachdenken, einem Slytherin einfach so die Stirn zu bieten oder nicht. Denn wo keine Wunde war, konnte man auch kein Salz hinein streuen.
Stephen fragte als letztes: „Kriegen wir dann zum Abschluss den Friedensnobelpreis?“


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