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Fanfiction

Unter der Oberfläche - Unter der Oberfläche

von ...

Unter der Oberfläche

Hallo. Mein Name ist Rose Weasley und ich gehe in die fünfte Klasse der Hogwarts Schule für Hexerei und Zauberei. Nun ja, meistens besuche ich den Unterricht - okay ihr habt mich ertappt: manchmal besuche ich den Unterricht.
Aber jetzt ehrlich. Die Welt steht offen für Leute meines Alters, warum die Zeit also damit verbringen, langweiligen Lehrern beim Erzählen von noch langweiligerem Unterrichtsstoff zuzuhören? Ist es nicht viel besser, mit mehr oder weniger guten Freunden auf den Ländereien abzuhängen oder einfach mal das Gelände verlassen und nach London zu flohen?
Würde es nach den Lehrern gehen, wäre ich schon längst der Schule verwiesen worden, aber Mum und Dad lassen es sich ja nicht nehmen, diese Angelegenheit immer wieder zu klären.
Es ist ja nicht so, dass zu dumm für das normale Schulleben wäre, ganz im Gegenteil, ich bin besser als die meisten aus meinem Jahrgang. Warum sollte ich denn auch nicht das Privileg von mehr Freizeit genießen? Wenn sie es mir nicht freiwillig zusprechen, nehme ich es mir halt.

Außerdem, wen juckt es denn, was die Erwachsenen von mir denken? - Mich jedenfalls nicht.
Bei meinen Mitschülern bin ich beliebt, das reicht mir. Ohne gleich arrogant zu klingen… aber beliebt ist eigentlich noch gar kein Ausdruck!
Sie verehren mich, lieben mich, wollen so sein wie ich! Selbst diese hobbylosen Streber, sie wollen es nur nicht zugeben.
In meiner Clique bin ich die Anführerin, wenn man es so sagen will. Sie machen alles, was ich will. Und würde ich ihnen sagen, dass sie mir vor versammelter Gemeinschaft die Füße küssen sollen, sie würden es ohne zu zögern tun. Aber wieso sollten sie auch nicht?
Ich gebe ihnen das Gefühl dazuzugehören, das Gefühl, dass ihr Leben einen Sinn hat.
Unbestritten, ich bin wohl das hübscheste, witzigste und umwerfendeste Mädchen hier in Hogwarts, ach was, in ganz England! Wer würde nicht mit mir befreundet sein wollen?
Die Antwort ist klar: Scorpius Malfoy.

Ich weiß nicht warum.
Er ist so ein arroganter, selbstverliebter und schnöseliger Kerl; er ist perfekt für mich! Aber nein, Malfoy ist der einzige, aber wirklich der einzige Zauberer, der mir nicht sofort jeden Wunsch von den Augen abließt und mich nicht tagtäglich um ein Date fragt!
Man könnte meinen er sei schüchtern, doch in Hogwarts ist wohl bekannt, dass er auch kein Blatt vor den Mund nimmt. Genau wie ich.
Doch irgendwie ist er auch anders.
Er macht immer vorbildlich seine Hausaufgaben. Hilft in seiner Freizeit sogar anderen Schülern. Er ist ein guter Kerl und würde nie jemanden absichtlich verletzen.
Jaah... Absichtlich.

Und doch bricht er mir jedes Mal das Herz aufs Neue, wenn er mich mit diesem abweisenden Blick ansieht. Wenn ich diese Abneigung in seinen Augen lese, frage ich mich: Was habe ich bloß falsch gemacht?

Nur einmal habe ich wirklich mich ihm gesprochen. In der zweiten Klasse. Damals war ich noch so ruhig und unschuldig.
Er hatte mir geholfen, als mich ein paar Sechstklässler bedrängt hatten. Sie wollten mir meine Lieblingskette klauen; ich hatte sie von Mum zu meinem vierten Geburtstag bekommen.
Jedenfalls hat Scorpius sie aufgehalten. Na gut, er hat es versucht, aber sie waren doch ein bisschen besser in Zauberei als er, aber Professor Longbottom ist rechtzeitig gekommen und hat den Streit geschlichtet. Für Scorpius war dies allerdings etwas zu spät gekommen.
Drei Nächte hatte er aufgrund seiner Verletzungen im Krankenflügel verbracht. Drei Nächte, die ich zu jeder Sekunde bei ihm war.
Wir redeten. Wir lachten. Ich verliebte mich in ihn.

Doch es hatte sich nie etwas zwischen uns entwickelt. Egal wie sehr ich mich für ihn zurechtgemacht hatte und egal wie sehr ich mich ins Zeug legte, ihn zu beeindrucken.
Einmal habe ich einen Hippogreif von der Weide hinter Hagrids Hütte gestohlen und bin ihn über ganz Hogwarts geflogen! Alle waren erstaunt gewesen und ich wurde zum Markenzeichen der Beliebtheit. Selbst Ältere, aber auch Jüngere Schüler bewunderten mich daraufhin.
Alle, bis auf Scorpius.

Doch ich gebe nicht auf. Ich liebe ihn immer noch und werde dafür sorgen, dass er mich auch liebt!

~~~

Es war an einem warmen Maitag als ich meine Chance witterte.
Ich saß gerade im Zaubertränke Klassenzimmer und hörte mit halbem Ohr den Erzählungen von Professor Freedman zu. Ich war eh nur gekommen, um meinen Plan mit Scorpius vorzubereiten.
Morgen stand der Frühlingsball an und Scorpius hatte meinen Informationen nach noch keine Verabredungen. Ich wollte ihn in ein Gespräch verwickeln und ganz nebensächlich Fragen, aber nicht zulassen, dass er Absagen würde.

Der Kessel des Lehrers zischte einmal laut auf und schon verbreitete sich ein hellgelber, fruchtig riechender Nebel im ganzen Raum.
Die schwüle Hitze verbreitete sich immer weiter, je mehr Zutaten er in den Trank gab und ein leichter Schweißfilm begann sich auf meiner Stirn zu bilden.
Ich knüpfe meine eh schon halb durchsichtige Bluse noch ein Stück weiter auf und schielte zu Scorpius herüber, doch er bemerkte mich nicht und starrte nur stur auf die Tafel.
„Wir werden nun zweier Gruppen bilden“, erklärte Professor Freedman, „Ich erwarte von euch, dass ihr den ?Trank des Erwachens` bis zum Stundenende fertigbringt und abgebt. Nicht vergessen: Hat er eine hellgelbe Färbung und lässt die Energie nur so durch euren Körper fließen. Dann habt ihr es richtig gemacht.“ Er holte ein Stück Pergament aus einer schon leicht angegriffen wirkenden Schublade und nahm seine Feder in die andere Hand. „Diesmal werde ich die Paare bestimmen, da es beim letzten Mal ja einige Uneinigkeiten gab“ Sein Blick schweifte zu einem dicklichen Jungen in der ersten Reihe. Niemand hatte mit ihm arbeiten wollen. So ein armes Bürschlein.
„Wie dem auch sei… Hopkins und Moore, Rhimes und Potter, Weasley und Malfoy…“
Mein Herz setzte kurz aus. Wie viel Glück konnte ich eigentlich haben?
Jetzt endlich fing ich Scorpius Blick auf. Er schien nicht begeistert, doch das sollte sich ändern.

Nachdem der grauhaarige Professor alle Paare eingeteilt hatte, ging ich mit meinem bezauberndsten Lächeln auf ihn zu. Höflich machte er mir Platz und breitete dann alle nötigen Zutaten vor sich aus.
Ich setzte mich aufrecht hin und schaute ihn weiterhin mit klimpernden Augen an, doch er schien sich ganz dem Trank zu widmen. Leise murmelte er die Anleitung vor sich hin und nahm sich dann ein stumpfes Eisenmesser, um die Wellhornschnecken auszupressen.
Mir legte er ohne jegliche Mimik ein Bündel Lavendel vor die Nase und sagte, dass ich vier Zweige davon zerrupfen und anschließend in den blubbernden Kessel tun sollte.
„Du Scorpius“, setzte ich an, als ich die letzten Stücke von meinem Platz wischte. Mein Inneres bebte, doch ich versuchte nach außen hin gelassen und cool zu wirken. „was machst du eigentlich so, wenn du nicht gerade Slytherins vorbildlichster Schüler bist? Ich mein, neben dem ganzen Lernen und dem Wohltätigen Zeug“
Einen Moment sagte er gar nichts. Vielleicht hatten ihm die ganzen Dämpfe das Hirn vernebelt? Doch nach ein paar Sekunden des Nachdenkens drehte er sich zu mir und sagte mit monotoner Stimme: „Warum willst du das wissen?“
Seine passiv-Aggressive Art verschlug mir kurz die Sprache, doch ich fing mich schnell wieder.
„Nur so. Wir kennen uns ja kaum, ich wollte nur ein bisschen mehr über dich erfahren“, sagte ich gleichgültig, „Konversation und so. Aber meinetwegen können wir uns natürlich auch anschweigen“
Er gab die letzte Wellhornschnecke in den Trank und wollte mir gerade antworten, als Professor Freedman ihn unterbrach: „Schön macht ihr das meine Lieben, aber ihr müsst ein bisschen auf die Temperatur achten“, sprach er und rührte mit dem langen Holzlöffel in unserem, bis jetzt noch intensiv orangem Gebräu herum, „Ich erwarte viel von ihnen beiden, müsst ihr wissen! Ungelogen, sie sind mit die talentiertesten Schüler dieses Jahrgangs und ich erwarte Sie nächstes Schuljahr in meinem UTZ Kurs wieder zu sehen“
Er räusperte sich und wirkte nun etwas verlegen. Von einem autoritären Lehrer hatte er noch nie wirklich etwas gehabt, dazu war er zu schwach. „Aber Miss Weasley, ich bitte Sie, erscheinen sie doch demnächst regelmäßig zu meinen Stunden, ansonsten muss ich ihnen für jede nicht erbrachte Stundenleistung ein ?T` geben, das ist ihnen doch bewusst, oder?“
Ein verschmitztes Lächeln umgab meine Lippen. Herausfordernd beugte ich mich etwas nach vorne und sprach mit einer Unschuldsmiene, die schon jeden Mann hatte weich werden lassen: „Aber natürlich Professor. Ach wissen sie…“ Seufzend strich ich mir eine feuerrote Haarsträhne aus dem Gesicht und umspielte sie galant mit meinem Finger. „… die letzte Zeit war nur furchtbar stressig. Da brauchte ich etwas Zeit, um wieder zu mir zu finden. Ich hoffe, sie verstehen das.“
Er schaffte es nicht, mir in die Augen zu sehen. Zu abgelenkt war er von meinem großzügigen Ausschnitt gewesen und starrte dort auch weiter ungeniert hin. Als ich geredet hatte, war er förmlich in Schweiß ausgebrochen und versuchte nun dies mit aller Kraft zu verbergen. Ich wusste, welche Wirkung ich auf ihn hatte und nutzte das selbstverständlich auch aus.
„Ja-Ja, natürlich verstehe ich das. Aber wenn sie sich jetzt nicht ranhalten, d-darf ich sie aufgrund fehlender Stunden nicht an den ZAGs teilnehmen la-lassen.“, stotterte er.
„Ach was, ich glaube, so ein einflussreicher Mann wie sie, wird da doch bestimmt etwas regeln können, nicht wahr?“
„Ich werde sehen, was ich tun kann“, sprach er, drehte sich um und verschwand so schnell wie möglich zum nächsten Tisch.

Die Augen zu schlitzen verengt, sah mich Scorpius an.
„Was ist?“, fragte ich ihn mit verständnisloser Miene.
„Das ist der Grund.“, antwortete er und wandte sich der Anleitung für den Trank zu, „Das ist er Grund, warum wir nicht viel miteinander reden und warum sich das auch in Zukunft nicht ändern sollte“
Ohne es zu bemerken, hatte er mir mit diesen Worten ein Messer durch das Herz gestochen. Und mit jeder Sekunde, in der er sie nicht zurücknahm, bohrte es sich tiefer hinein und hinterließ einen Schmerz, der sich in meinem ganzen Körper ausbreitete.

Perplex sah ich ihn an. Es musste eine ganze Weile gewesen sein, denn er schaute verwundert auf und sprach endlich weiter: „Nun guck nicht so, das war doch offensichtlich. Du lebst in der Welt und ich in meiner, eine Verbindung zwischen unseren Welten muss meiner Meinung nach nicht unbedingt gezogen werden.“
Jetzt verstand ich gar nichts mehr.
„Welche ?Welten` bitteschön? Sitzen wir denn nicht alle hier in Hogwarts fest und versuchen irgendwie unsere Schulzeit zu überstehen?“
„Und da ist der Unterschied.“, sagte er und sah mit jetzt direkt in die Augen. Sie waren so wunderschön. Eisblau und doch vermittelten sie ein Gefühl von Wärme. Ganz anders als Dad immer von den Malfoys geredet hatte, aber das hatte ich ja schon lange herausgefunden.
„Okay, und welcher Unterschied jetzt?“, sagte ich und versuchte dabei genervt zu klingen, obwohl ich ihm stundenlang zuhören könnte, wie er in seiner Rätselsprache spricht. Er sollte nicht merken, wie sehr ich an seinen Lippen hing und wie sehr ich mir wünschte, dass er die Brücke zwischen unseren Welten, wie er so schön gesagt hatte, aufbaute.
„Du sagst, du sitzt hier fest. Ich sage, ich darf hier hin gehen.
Du meinst die Lehrer mit deiner umwerfenden Art überzeugen zu müssen. Ich verdiene mir den Erfolg lieber durch harte Arbeit…“
„Moment mal, willst du jetzt etwa sagen…“ Er hob die Hand um mich zu stoppen. „Lass mich bitte ausreden…
Fakt ist, dir gefällt die Aufmerksamkeit, egal wie du sie bekommst. Mit all deinen kleinen Affären und den falschen Freunden, die um dich herumschleichen, als ob du eine Gottheit wärst und die dich auch dementsprechend verehren, will ich nichts mit dir zu tun haben. Ich mein, jetzt ehrlich Rose, du stolzierst hier herum als wärst du die Königin von sonst was.
Und ich wollte es eigentlich nicht glauben, als die anderen mir erzählten, dass du dein manipulierendes Spiel jetzt auch mit den Lehrern spielst, aber wie du eben mehr als deutlich gemacht hast, hatten sie Recht. Also entschuldige Rose, aber auf deine Bekanntschaft kann ich gerne verzichten!“
Tränen sammelten sich in meinen Augen und ich wusste, ich würde sie nicht mehr lange zurückhalten können.
„Wow Scorpius“, sagte ich, „Was für eine Ironie, dass der Junge, den ich mit all dem beeindrucken wollte, der mich dazu gebracht hat, diese Seite zu entwickeln, mich schließlich am meisten hasst.“

Dann stand ich ohne meine Sachen zu nehmen auf und verließ wortlos den Kerker.

~~~

Die Ländereien waren wie ausgestorben zu dieser Zeit. Nur in der Ferne konnte man Hagrid's Pflege magischer Geschöpfe Klasse sehen, wie sie mit ängstlichen Mienen den verbotenen Wald betraten. Solche Memmen, dachte ich mir. Mit Hagrid an deiner Seite kann dir nichts passieren.
Ich schaute ihnen nach bis das dichte Gestrüpp des Waldes sie vollkommen verdeckte. Dann ließ ich meinen Blick weiter über das Gelände schweifen.

Das hier war mein Gefängnis, wie ich es oft bezeichnet hatte. Doch war es nicht eigentlich wunderschön?

Besonders jetzt im Frühling, wo alles erblühte, sah es aus wie ein Paradies.
Die weiten Wiesen wurden von vielen bunten Blumen geschmückt, die die schönsten Schmetterlinge anlockten. Den in der Sonne glitzernden See, konnte man noch von jedem Standort aus sehen. Der verbotene Wald, mit all seinen Geheimnissen und Wundern, faszinierte mich auch nach fünf Jahren hier immer noch.
Doch das schönste war wohl das Lachen, wie es so oft überall her schallte.
Es kam von Freunden, die sich hier kennenlernten und ein Leben lang nicht trennen würden. Von Hexen und Zauberern, die hier ihre erste Liebe gefunden hatten und sie nie wieder gehen lassen wollten. Und natürlich von Schülern, denen Hogwarts ein zu Hause geworden war.

Doch wann habe ich zu Letzt zu den Glücklichen gehört, die fröhlich durch die Gegend laufen und das Grinsen nicht mehr vom Gesicht gewischt kriegen?

Tränen rannten mir die Wangen herunter und ich konnte es nicht verhindern. Aber vielleicht wollte ich es auch einfach nicht? Denn seit langem hatte ich endlich wieder das Gefühl, wahre Emotionen zu zeigen. Emotionen, die nicht gespielt waren und nicht zum Täuschen anderer existierten.
Ich vergrub mein Gesicht in meinen Händen.
Ich muss erbärmlich ausgesehen haben, wie ich dort einsam und heulend auf dem Boden hockte und mich selbst bedauerte.

Ich sah nicht auf. Auch nicht, als ich Schritte näher kommen hörte und sich eine warme Hand auf meine Schulter legte. Sie strich mir über die Haare und hob dann mein Kinn an.
Trotz den geröteten und zugeschwollenden Augen, konnte ich sein Gesicht gestochen scharf erkennen. Wie oft hatte ich schon davon geträumt?
Scorpius setzte sich zu mir und eine Zeit schwiegen wir einfach nur. Ich wischte mir die letzte Träne aus dem Gesicht und sah ihn an.
Er lächelte. Es war ein ehrliches Lächeln, nichts Mitleidiges schwang darin mit.
„Was ist?“, fragte ich leise. Meine Stimme hörte sich heiser und schwach an und doch kam ich mir irgendwie stärker vor, als wenn ich wie sonst mit meinen ganzen „Freunden“ sprach.
„Es ist nichts“, sagte er, „Ich wusste nur nicht, dass diese Seite an dir noch existiert“
„Jaah“ Ich brachte ein kleines Lachen hervor. „Ehrlich gesagt, wusste ich das auch nicht“

Ich konnte mich in seinen Augen spiegeln. Sie besaßen einen so unglaublich schönen Glanz.
Doch er wendete sich ab und sah auf das grüne Gras, welches er mit seinen Fingern umspielte und abzupfte.
„Erklär es mir bitte“, sagte er schließlich, „warum du dich für mich so verändert hast, meine ich.“
Ich seufzte.
„Überraschend, dass du da noch nicht von selbst drauf gekommen bist“, scherzte ich, sah ihn dann aber mit vollem Ernst in die himmelblauen Augen. „Ich liebe dich.“

Ich hätte eine Schockreaktion seinerseits erwartet. Ich war ja selber schockiert von meiner direkten Offenheit.
Doch er nickte nur. Er nickte, als wäre das selbstverständlich gewesen. Als hätte er nichts anderes erwartet.

„Ich bin so geworden“, sprach ich weiter, „weil ich dachte, ich würde so endlich deine Aufmerksamkeit bekommen. Jede Hexe hier hat dich angehimmelt, auch wenn wir erst zwölf Jahre alte Kinder waren. Ich hätte doch gar keine Chance bei dir gehabt.“
Er nahm meine Hand in seine und lächelte mich wieder mit dieser Zärtlichkeit an, die mir noch nie jemand - meine Familie ausgenommen - entgegengebracht hatte.
„Du hattest meine Aufmerksamkeit. Ich war verrückt nach dir. Ich glaube, ich war nur zu schüchtern um es zu zeigen.
Damals in der zweiten Klasse, ich dachte, da müsstest du es gemerkt haben. Die Zeit im Krankenflügel habe ich wirklich genossen… Aber dann hast du dich so sehr verändert. Ich hab nie aufgehört zu hoffen, die alte Rose unter der Oberfläche wiederzuerkennen.“

„Nun, hier ist sie!“, antwortete ich, „Ich möchte nichtmehr die Beliebte sein, die eigentlich keiner leiden kann.“
Scorpius lachte.
„Dann hör auf damit. Ich helfe dir dabei.“
„Das fände ich schön“ Ich stand auf und ordnete meine Haare. Scorpius stand neben mir. Ganz dicht. So dicht, dass ich seinen Atem auf meiner Haut spüren konnte. Er war warm und bereitete mir doch eine Gänsehaut. „Du, Scorpius?“
„Ja?“
„Würdest du mit mir zum Frühlingsball gehen?“

„Nichts lieber als das“


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