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Fanfiction

Teufelskind - Kapitel 5

von ...

Weiße Nelken wohin das Auge reicht. Die Beerdigungszeremonie der Familie Johnson war alles andere als klein und familiär. Die Kapelle auf dem St. Benedikt's Friedhof war vollbesetzt mit Verwandten, Freunden und weniger gut Bekannten, die ihr Beileid aussprechen wollten.
Die mit Gold verzierten Wände und die schon etwas abbröckelnde Steindecke wären nach Lucas' Geschmack gewesen, dachte sich Angelina und setzte sich auf ihren Platz in der vordersten Reihe. Ein Bild ihres Bruders lächelte ihr vom Altar entgegen. Er drückte seine Kinder fest an sich und nahm seine Frau Mary liebevoll bei der Hand.
Er kam ihr so lebendig vor. Absurd der Gedanke, ihn nie wieder Lachen zu hören, nie wieder seine große raue Hand zu spüren und genauso absurd, wie sinnlos und verfrüht sein Tod kam. Sie hatten ein sehr enges Verhältnis zueinander gehabt. Seit ihre Eltern verstorben waren, verging keine Woche, ohne dass sie sich wenigstens einmal gesehen hatten. Selbst bei Georges und ihrer Hochzeitsreise war er der Letzte gewesen, der sich verabschiedete und der Erste, der sie wieder zurück begrüßte.
Ihre Nichte und ihr Neffe waren ihr ebenso wie eigene Kinder ans Herz gewachsen. Sie hatten entschieden, auch Lucy heute Beizusetzen, obgleich ihr Grab auch leer bliebe. Und Mary; Mary war ihre beste Freundin gewesen, der sie alles erzählen konnte und die ihr bei jedem Problem geholfen hatte. Nur bei diesem hier würde sie ihr nicht zur Seite stehen können.
George legte ihr eine Hand auf den Oberschenkel und schenkte ihr ein halbherziges Lächeln. Sie wusste, er verstand sie und würde sie aus ihrer Depression auffangen, doch sie fühlte sich ihm so fern wie nie.

„Liebe Freunde“, begann ein weißhaariger Zauberer mit einer großen Hornbrille zu sprechen und auch die letzten Flüstereien verstummten. „Wir haben uns heute und hier versammelt, um vier wundervolle Menschen zu ehren. Man sagt, ein Mensch ist erst dann wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt und so können wir uns sicher sein, dass Mary, Lucas, Liam und Lucy, für immer in unseren Herzen weiterleben werden. Ihr frühes Dahinscheiden ist ungerecht, doch wir wollen an dem heutigen Tage keine Schuldzuweisungen aussprechen. Wir wollen gemeinsam auf das Leben dieser geliebten Personen zurückschauen und unsere Erfahrungen miteinander teilen.“
Leere, einstudierte Worte. Weiter nichts.
Und trotzdem war die Menge gerührt. Ab und zu hörte man einen Schluchzer oder das Zücken eines Taschentuches, ansonsten war alles still und lauschte aufmerksam den Worten des Mannes. Eine leise Melodie wurde von einer einzelnen Violine gespielt. Es war Beethovens Mondscheinsonate - David's Lieblingsstück.
„…Und nun möchten ein paar Angehörige noch ein paar Worte sagen. Lasst uns ihnen zusammen die Kraft geben, den Toten in respektvoller Weise zu gedenken.“
Zitternd kramte Angelina ein Stück Pergament aus der kleinen Seitentasche ihres tiefschwarzen Samtkleides. Die Schrift darauf war kaum noch zu lesen, so sehr war es zerknittert und von dem Schweiß an ihren Händen verwischt. Doch das war nicht weiter schlimm, Angelina kannte den Text auswendig. Und wenn doch etwas schieflaufe, dann würde sie einfach improvisieren.

Ein unruhiges Murmeln durchzog den Raum. Die Leute warteten, dass jemand nach vorne trat und seine Rede hielt, doch Angelina saß immer noch auf ihrem Platz und starrte den kleinen Zettel an. Vor so Vielen ihr Herz auszuschütten, das erschien ihr nicht richtig.
George stupste sie sanft von der Seite an und schenkte ihr ein bestärkendes Lächeln. Das schaffst du schon, sagte es aus und Angelina hätte es fast geglaubt, doch als sie schließlich vor die Menge trat, blieben ihr die Worte im Hals stecken und sie unterdrückte einen erneuten Tränenanfall.
Sie atmete tief durch und sammelte sich einen Moment.
Alle Augen waren auf sie gerichtet. Draußen fing es an zu regnen. In London wurde ein neuer Zaubereiminister gewählt und irgendwo auf einer edlen Wildledercouch, machte es sich ein harmlos aussehendes Mädchen bequem und trank genüsslich ein Glas Elfenwein.

„Du meidest mich, Draco“, sagte ich und spielte gelassen mit meinem neuen Zauberstab zwischen den Fingern herum. Kastanie und Drachenherzfaser, 11 ¾ Zoll… ähnlich wie mein Alter.
Ein Hauself lief mit schnellen Schritten an mir vorbei in die Küche und zuckte bei meinem Anblick kurz zusammen und vorbeugte sich. Ich hatte schon am ersten Tag meine Rolle hier deutlich klar gemacht. Rein aus Langerweile warf ich ihn mit dem aus edelstem Kristall gefertigtem Weinglas ab und erfreute mich an seinem ängstlichen Blick, während er unterwürfig die Scherben aufsammelte.
Draco sah mich dabei wieder mit diesem Blick an.
Ich wusste noch nicht, was er bedeutete. Eine Mischung aus Angst und Abscheu? Doch das war eigentlich auch egal. Er tat, was ich wollte. Wie ein höriger Hauself…

Die letzte Blume wurde auf das Familiengrab gelegt und die meisten Menschen waren schon gegangen. Es war eine schöne Zeremonie gewesen, obwohl es mit der Zeit anstrengend wurde, den ganzen Möchtegern-Freunden der Familie beim Erzählen von unwichtigen und wahrscheinlich zum Teil auch selbst ausgedachten Geschichten zuzuhören.
Zur Beerdigung selber, war nur der engste Freundes- und Familienkreis anwesend gewesen. Es waren nicht viele: Angelina, Marys Eltern ihre Schwester und ein kleiner schwarzhaariger Mann mit einem Gesicht eines kleinen Jungen, den Angelina nicht kannte und nur auf einigen Feiern kurz gesehen hatte.
Goerge wartete an dem Friedhofstor auf sie und nahm sie sofort in den Arm. Sanft strich er ihr über den Rücken, doch die beruhigende Geste zeigte keine Wirkung. Ohne ein Wort zu sagen apparierten sie nach Hause.

Die Krankenstation war leer in dieser Nacht. Nur drei Patienten lagen hier und die schliefen seelenruhig. Nur das Kratzen einer einzigen Feder durchbrach die Stille.
Stella Romanowski - die diensthabende Heilerin - tunkte die angeschärfte Federspitze in die königsblaue Tinte und setzte zum Zeichnen an. Eine feine Linie zierte das Pergament und während die Uhr langsam weitertickte, kamen immer mehr dazu. Ein Gesicht nahm Gestalt an.
Das Quietschen einer Tür ließ Stella aufblicken. Sieh sah sich kurz um, doch niemand war da. Kopfschüttelnd wendete sie sich wieder ihrem Bild zu. Es stellte einen Mann dar; sie kannte seinen Namen nicht, doch er ging ihr nicht aus dem Kopf. Sie hatte ihn heute kurz gesehen, wirklich kurz. Nur einen einzigen Moment des Blickkontakts hatte es gegeben, doch diese strahlenden Augen hatten sie in seinen Bann gerissen.
Du bist wirklich zu wenig unter Leuten Stella, dachte sie sich und ließ das Pergament in ihrer Tasche verschwinden. Gähnend machte sie sich auf den Weg zum Kaffeeautomaten. Doppelschichten machten ihr immer sehr zu schaffen.
Als sie sich gerade umdrehte und mit ihrem Zauberstab das Wasser erwärmte, hörte sie wieder ein Geräusch. Diesmal kein Quietschen. Schritte!
Sie waren noch sehr weit weg, langsam und leise, doch Stella war sich sicher, dass jemand hier sein musste.
Die Besuchszeit war schon lange vorbei und niemand anders hatte zu dieser Zeit Dienst. Vielleicht ein Bekannter Heiler von einer anderen Station, der Stella Gesellschaft leisten wollte? - Wohl kaum.
In der wenigen Zeit, die sie hier arbeitete, hatte sie kaum Freundschaften geschlossen. Sie war ein in sich gekehrter Mensch, der nicht gern auf andere zuging. Gegenüber Patienten war das natürlich anders; ihnen begegnete sie stets freundlich und aufgeschlossen.
Genüsslich trank sie einen großen Schluck. Die heiße Flüssigkeit rann ihre Kehle herunter und beruhigte ihre Nerven. Doch die Schritte kamen näher.
Sie stellte die Tasse ab und trat aus ihrer kleinen Büroecke hervor um nachzusehen, wer sich zu dieser späten Stunde dort aufhielte. Gespielt selbstsicher und mit großen, schnellen Schritten lief sie den breiten Gang der Station entlang. Niemand war zu sehen.
Die Hand hatte sie fest um den Zauberstab gelegt, bereit ihn augenblicklich einzusetzen. Jemand befand sich in ihrer Nähe, das spürte sie.
Sie sah sich um mit dem Wissen, doch nichts zu erkennen.
„Zeige dich!“, rief sie. Ihre Stimme klang ängstlich und schwach, das hatte sie nicht gewollt. Ein kaltes und freudloses Lachen war zu hören. Stella wusste nicht von wo…
„Imperio!“


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