
von MoonshineNastja
Hier ist das erste richtige Kapitel meiner Geschichte=)
@Ottokar gegrüßt seihst du Gleichgesinnte xDD
Ja, ich finde auch, dass Sirius und Dray super zusammenpassen und dass es von ihnen zu wenig (aber irgendwie schon mehr als früher^^) gibt.
Schleichwerbung? *Duck* ich entlarve mich hiermit als Schwarzleser xDD zumindest auf dieser Seite hab ich es mir irgendwie nicht angewöhnt Reviews zu schreiben^^
In dem Sinne, ja ich hab es schon gelesen, fand ich schön, dass sich ein neuer (und guter) Autor mit dem Pair S/D gemeldet hat
Dann (hoffentlich) bis zum nächsten Kapi=)
Viel Spaß beim Lesen.
Es war eine lückenlos ebene Landschaft. Keine Hügel oder Gruben waren zu sehen. Kein Wind wehte. So weit das Auge reichte war alles weiß. Kein strahlendes weiß, wie von Scheinwerfern oder dem Lumos Zauber, viel eher ein weiß, dass beruhigte. Leichter Dunst ging vom Boden aus und etwas, was auf darauf gestellt werden würde, würde um einige Zentimeter in dem Dunst versinken.
Das alles zusammengefasst bemerkte man die blasse Haut eines Menschen kaum. Draco Malfoy lag auf diesem Boden und seine bemerkenswert hellen Haare machten es nicht leichter ihn zu entdecken.
Seine Augen fingen an zu flackern, helles Grau kam zum Vorschein.
„Verdammt“, machte er leise und öffnete seine Augen vorsichtig. Er wunderte sich über das Verbleiben der Schmerzen, immerhin war das letzte, woran er sich erinnerte ein grüner Lichtstrahl, der unaufhaltsam auf ihn zukam. Danach kam Leere.
Der Teenager richtete sich auf, ein hoher Schrei entwich ihm und er hob beide Hände leicht panisch vor seine Körpermitte. Wieso war er nackt?!
Erschrocken sah er sich nach einer Fluchtmöglichkeit um. Kaum blickte er ein paar Meter weit, als er am Boden einen Stapel Kleider liegen sah. Sofort zog er sich die Sachen über den Körper. Es passte wie angegossen und erinnerte ihn an die Schuluniform aus Hogwarts.
„Erschreck dich jetzt bitte nicht“, erklang plötzlich eine Stimme aus dem nirgendwo und der junge Malfoy fuhr erschrocken zusammen.
„Ich hab doch gesagt, du sollst dich nicht erschrecken“
Draco verdrehte die Augen. Er hätte gern eine schlagfertige Antwort gegeben, aber leider konnte er den Besitzer der Stimme nicht ausfindig machen und ins Leere sprechen behagte ihm nicht so recht. Die Stimme schien von überall zu kommen und Draco drehte sich um die eigene Achse.
„Also, wenn du meinst jetzt eine Ballerina zu werden, bin ich der letzte, der dich stört. Du kannst aber währenddessen zuhören“, meinte die Stimme. Es war seltsam solche Aussagen in einer solch extrem monotonen Stimme zu hören.
„Du bist tot“
„Was?“, fauchte Draco und sah sich erneut um. So langsam ging ihm das auf die Nerven.
„Du bist tot“, wiederholte die Stimme.
„Nein“, antwortete der Blonde und seine Stimme fing unwillkürlich an zu zittern. Ein Schauer lief ihm über den Rücken, obwohl ihm sicher nicht kalt war. Auch nicht warm. Eigentlich spürte Draco überhaupt keine Temperatur, fiel ihm auf.
„Du bist tot. Und hör jetzt auf zu diskutieren. Der dunkle Lord hat dich mit dem Avada-Kedavra-Fluch umgebracht, nachdem sein Auftrag an dich, Albus Dumbledore zu töten,misslungen ist“, Draco hörte auf sich umzusehen. Es stimmte.
Er hatte die Szene noch deutlich vor sich, als er seinen alten Schulleiter nicht hatte töten können. Professor Snape hatte es für ihn getan und ihn dann zum Malfoy Manor mitgenommen. Wahrscheinlich hatte er nicht mit solchen Konsequenzen gerechnet, aber der Lord war außer sich vor Wut gewesen und musste Draco wohl wirklich umgebracht haben.
Eine Weile herrschte Stille. Draco versuchte den Klos in seinem Hals durch Schlucken zu vertreiben. Vergeblich.
„Und wieso bin ich nicht tot?“, fragte Draco und seine Stimme zitterte.
„Du bist tot. Das hab ich doch gesagt. Du solltest eher fragen, warum du jetzt hier bist.“ antwortete die Stimme.
„Und warum bin ich hier?“, fragte Draco und starrte vor sich hin. Er war erst sechzehn, er konnte nicht tot sein. Vielleicht war das irgendein Zauber, um ihn am Reden und Lauschen zu hindern?
„Ich werde dir jetzt alles erklären und du unterbrichst mich nicht, klar?“
Draco nickte.
„Es passiert Folgendes: du wirst drei Szenen zu sehen bekommen. Anhand dieser Szenen musst du herausfinden, was du tun musst. Wenn du deine Aufgabe nicht erkennst, dann kommst du in die Hölle und das ist vermutlich nicht unbedingt in deinem Interesse. Wenn du es weißt, dann gehst du als lebender Mensch wieder zurück auf die Erde und löst deine Aufgabe“
„Und wieso können sie mir die Aufgabe nicht einfach sagen?“, hakte Draco nach. Mit jeder Sekunde wurde ihm das ganze unheimlicher, aber er entschloss sich einfach mitzuspielen. Auf das Spiel des Gegners eingehen, das war Dracos Meinung nach, immer die beste Lösung, wenn kein Ausweg in Sicht war.
„Das Finden der Aufgabe ist Teil der Aufgabe. Wenn du nicht weißt, was zu tun ist, dann kriegst du keine zweite Chance.“
„Wenn ich die Aufgabe nicht schaffe, komme ich dann in die Hölle?“, fragte Draco und dachte mit Unbehagen an Dumbledores helle Augen, die ihn am Morden gehindert hatten. Er glaubte nicht wirklich an das, was ihm die Stimme erzählte, aber wenn es, nur rein theoretisch, stimmte, dann war er geliefert.
„Ja“, antwortete die Stimme knapp.
„Okay, dann bin ich bereit deine Szenen zu sehen“, meinte Draco und verschränkte die Arme vor der Brust. Wenn das ganze wirklich kein blöder Scherz war, was er selbst aber nicht glauben wollte, dann wollte er es so schnell wie möglich hinter sich bringen.
„Ich entscheide hier, wann was passiert. Zuerst sollte ich dir noch sagen, dass ich nicht Gott bin“, meinte die Stimme.
„Das hab ich mir fast gedacht“, murmelte Draco leise.
„Ich bin dein Führer. Ich sag dir wie alles läuft und pass auf, dass du keine Scheiße baust. Du bist ein Sucher. Du suchst zuerst das Problem, dann die Lösung. Wenn du irgendwas falsch machst, entscheide nicht ich, was mit dir passiert, sondern die über mir. Und jetzt sehen wir uns die Szenen an.“
„Ich bin wohl dazu geboren worden, Sucher zu sein“, meinte Draco und lachte tonlos. Der Führer antwortete ihm nicht. Kurz blieb es still, bevor vor Draco ein riesige Wand erschien. Eine Art schwarze Leinwand. Draco hob die Augenbrauen, er hätte etwas mehr, als einen Hightech Bildschirm erwartet. Vor der Leinwand tauchte ein kleiner Hocker auf und Draco ließ sich darauf fallen.
***
„Okay“, machte Draco langgezogen, als der Bildschirm seine lautlose Geschichte erzählt hatte.
„Also? Dein erster Versuch?“, fragte die Stimme.
Draco dachte an das, was ihm die Leinwand erzählt hatte. Sein liebes goldenes Trio war darin vorgekommen, neben ihnen Snape und dreiviertel der Rumtreiber, wie er es ihm Laufe der Szene erfahren hatte. Draco spielte die Szene in seinem Kopf durch. Wie Lupin und Black den Gryffindors alles erklärt hatten, wie Snape hereingeplatzt war, wie Pettigrew sich gezeigt hatte.
Draco dachte an die kleine Ratte. Er hatte ihn nie sonderlich gut gekannt, fand ihn aber schon immer ziemlich unangenehm.
„Ist es meine Aufgabe Pettigrew zu finden?“, fragte Draco und schrie darauf hin erneut erschrocken auf, als ihm jemand von hinten auf den Hinterkopf schlug.
„Nein, verdammt“, meinte der junge Mann hinter ihm wütend und Draco erkannte die von überall kommende Stimme auf Anhieb wieder.
„Deine Aufgabe ist es nicht, Pettigrew zu finden“, äffte der Mann ihn nach und Draco verkniff sich das Grinsen.
Vor ihm stand ein Teennager. Höchstens achtzehn, ein wenig kleiner, als Draco. Mit den typischen anmutigen Gesichtszügen eines Blacks, die ihn an seine Mutter erinnerten. Bis auf das leicht unheimliche Leuchten, das von seinem Körper aus ausging, sah er eigentlich vollkommen normal aus.
„Regulus?“, wollte sich Draco vergewissern. „Regulus Black“
„Ja“, meinte Regulus und um sie herum wurde es wieder dunkel. Der Bildschirm leuchtete auf.
Zuerst sah Draco, wie Potter in der Menge umfiel, als er sah, wie der dunkle Lord seinen Paten folterte. Dann sah er seine Klassenkameraden auf Thestralen zum Ministerium fliegen.
Als nächstes folgte sofort die Kampfszene. Tante Bellatrix versuchte Sirius Black umzubringen, sie verfehlte ihn um eine Haaresbreite.
Dann schien Potter von Dämonen ergriffen zu sein. Er jagte die Todesserin durch die gesamte Halle. Er hörte nicht auf die Rufe seiner Freunde, oder auf Black, der ihn zur Ruhe bringen versuchte.
Potter war Draco unheimlich. Richtiger Hass loderte in seinen Augen. Viel mächtiger und besitzergreifender, als Draco ihn jeweils gesehen hatte.
Der Bildschirm wurde schwarz.
„Denk nach“, meinte Regulus nachdrücklich.
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.